Einzelbild herunterladen
 

Die ^)berh«Wche Zeitung ' erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich

800 Mk. mit Zustellungsgebühc. Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder

...... UU=|UUHIVC .lUUUHCJ.il lllfüigC OIICU5 DDtt

3u 14 elementarer Ereignisse lei« Ersatz. Verlag von Dr. T. Hitzeroti,. Druck der nnn T tt z» & 4, 91? ^*»1 <M -OQ _ c>___:____r__- <n.n

llniv^Duchdruckerei vonIob. Lug. Koch, Markt 21:23. Fernsprecher 55, Post-

1923

scheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

Die Lage im Ruhrgebiet

itc

hr

jedem Einzelfalle Farb^. bekennen, inwieweit er pri-

! über

Haur-

8

Hier«

rheinisch:« Margarinefabriken vorläufig die Lieftrnng

1

Die Soykottbmegvm.

sind.

zwungcn ko bleibe einzelnen eigcntum

Es tritt dann auch klar in die in welchem Umsange er über den nur fiir Lieferung der Nepara- zu wollen hinausgeht und die

wer leit

7t>

L83

Dtlft)

es

1922

8982,881 unus 1|

Vale Rechte verletzt. Erscheinung, ob und bctzauvteten Zweck, tionsmengc» sorgen

6»

'. 9.

io«.

, S.

Bi.

Versailles besonders wichtig, gegen dessen. Anwrnd- barkeit im vorUcgende» Falle sich mit Recht bereits j der deutsche Außenminister in seiner Erklärung vom, 9. Januar 1923 gewandt habe. **"------ -------

i Seit dem 2. Januar find von Deutschland keine »ch'enücferungen bewirkt worden.

. 2. Der ReichSkomiuiffar hat durch ein Schreiben an »us-.iindigen französischen und belgischen Stellen 1'trirll bekannt gegeben, daß die ReparationSliefr- lingen sofort eingestellt werden.

3. Die deutsche Viehlieserungskommisfion hat die tes.ündiaeii französischen und belgischen Stellen offi- : sieg bivon in Kenntnis gesetzt, daß sSmtliche Liefe- ! iittigcn. sowohl für Revarations- wie auch für Re- s r^MtonSzwecke eingestellt werden, daß die abfahrtbe- l ^-tcn Züge mit Vieh und Pferden von den deutschen ^kbördcn auf der Fahrt aufgehalten worden stnd.

Brach Etzels Haus im Sturm zusammen.

Als er die Nibelungen zwang.

So soll Eurova stehn in Flamme»

Bei der Germanen Untergang", w'll das sagen? Wir aber vertrauen auf dieEinig- des deutschen Volkes", wie es Ernst Moritz

Dieser Stand der Dinge ist die vorsätzlich und be- herbeigeführte Folge einer am 12. Januar von deutschen Regierung den Regierungen von Frank­sch und Belgien gemachten Nottfikatton, bereit ®tt.'o>t von der deutschen Regierung der Repara- ^»siommifston mitgeteilt worden ist. In Anbetracht p angeführten Umstände beschließt die ReparationS- ^chmisston. daß bei den Frankreich und Belgien zu *Mcnt>ei? Lieferungen seit dem 13. Januar zwei ^rrfehluage» Deutschlands Im Sinne des 8 17 des Obanas 2 Abichnitt 8 dcS Vertrags von Versailles Erliegen. Hinstchtlich »er Kohlen- und Diehliefernn- zu Reparations- bezw.. Rcftitutions?,Wecken ent­brechend dem 8 17 des oben erwähnten Anhangs ,V> diese Verfehlungen sofort den Regierungen von ^»nlreich. England, Italien und Belgien znx Kennt- e$- gebracht worden.

« v-o 618

werden. Wenn sie sich ablehnend Verhallen, den Feinden nichts weiter übrig, auf jeder Zeche gewaltsame Eingriffe in das Privat- zu machen. Der neue Gewalthaber mutz in

Ungebetene East«.

Nach einer Blättermeldung aus Essen wollte gestern eine Kommission von französischen Offizieren die Zeche Sälzer-Reuack" im Norden von Essen besichtigen. Der Betriebsrat der Zeche erklärte, daß die Arbeiter sofort die Arbeit niederlegen würden. Sie wollten nicht unter fremden Bajonetten arbeiten Die französischen Offiziere verließen darauf.die Zeche.

Unterbindung der Bkargarinelieferungen durch die Franzoseu.

«Den t füt;

4725.

* 34^ &oa .12175,4 .. 830.,

irrige*

r.

wel# nd weife", igeM«

H.5*

richte»

tet blS* ,75 S»

et

sttzes und der Einnahmequellen des Deutschen Reiches und der deutschen Staaten, führt aber vrivates Eigen­tum nicht auf. Weiter dürfe nach dem Haager Ab- kommen vom 18. Oktober 1905 bei militärischer Be­setzung privates Eigentum nicht einaeschlofsen werden, umsomehr als im vorliegenden Falle die fran-östsche Regierung erklärt habe, eine militärische Beseimng ( bes Ruhrgebiets nicht vorgenommen 'n staben. Ferner , erklärte eia Vertreter von 4 links-che nischen Zechen. | daß diele unter dem Rheinlgndabkomm-n und dem Interalliierten Ausschuß von Kobienr ständen. Sie ' könnten also den Befehl der fran'ästschen /inirnfr j kommilsion nicht entgegennchmen, weil sie b'efe nicht fiir zuständig halte.

Nach einer Meldung des .,B. X. ist heute in das .^untburncr Handelsregister eing-stcagen worden daß.

W hkllMenZeM!8Wkk!" kestgestellt.

Paris, IG. Jan. Nach einer Havasmittcilung hat die Reparationskkommission eine Verfehlung TeutchlandS bei den Kohlen-, Holz- und Viehliefe- rrngen ni<t drei Stimmen gegen eine Enthaltung ibieienifle des britischen Delgierlen der Bradbury ver- üat) festgestellt.

Paris, 17. Jan. Der Beschluß der Reparations- lsmmüsion, der in der gestrigen Sitzung, wie bereits

gRS

Bit Klimt les Stils lät Bit Stamlti In SaOrgtliti.

Berlin, 16. Jan. Der unter Verletzung bei Versailler Vertrags erfolgte Einmarsch der Fran­zosen und Belgier verschärft die wirtschaftliche Lag« und damit die Lebensaltung in den betroffenen Ortschaften in der empfindlichsten Weise. Die Re­gierungen des Reiches und von Preußen haben da­her ihren Beamten, Angestellten und Arbeitern zur Linderung der geschaffenen Rot eine Zulage zu ihren Bezügen, Vergütungen und Löhnen bewil­ligt, deren Auszahlung alsbald erfolgt.

800.

00.

)00.

500.

Marburg Miitmlh, tat 17. Kim

Hartung.

100.

>50.

ao. 200.

100. MM. J00.

WO.

100.

100.

160. «0. 4)0.

100.

Mischer Reichstag.

388. Sitzungvoml 6. Januar.

Zu Beginn der Sitzung versagte der Reichstag die Genehmigung zur Strafverfolgung der sozialisti­schen und kommunistisch-« Abgeordneten HAllein, ziem mele, Dr. Moses, Köhnen, Fröhlich und Anbei!. Sodann wurde der Auslieferungs- Vertrag mit der Tschecho-Slowakei in allen drei Lesungen gebilligt, das Gesetz zur Bereinsachung der -llgemeinverbindlichkesiserklärung von Tarifverträgen in 3.Lesung angenommen uns ebenso eine Novelle iutn Weingesetz, welche sich aus den Gebrauch französischer und portugiesischer Herkunftsnamen bezieht.

Nunmehr kam die Novelle zum Pressenotstand s- zesetz zur ersten Beratung. Danach soll die Holzver- iaufs-Abgabe zugunsten der Rückvergütung für bje Presse rüÄvsikend ab 1. Januar d. Js. von Och aus 1,5 Prozeui erhöbt werden. Der Wg. Fischer (Soz.) macht für die Net der Presse in erster Linie die übermäßige Steigerung der Holzpreise und die Preispolitik der kartellierten P a p i e r in d u stri e Verantwortlich. Btn den Staatsforsten sei der gleiche Wucher geiruben wor­den, wie von privaten Forstbesitzcrn. Der Redner be- fürroortet einen Antrag auf Einführung einer Natural­abgabe der Holzwirtschast und Psiichtlieferungen von Pap'er.

Der Wg. jf'Q l 6 (Dem.) bedauert, daß der Reichsrat Nicht die Notwendigkeit anerkannt habe, die Unter« Mtzimg der notleidenden Presse zur Reichsfoche zu machen »nd noch ein halbes Prozent von der Regierungsvorlage gestrichen habe. Rainer beantragt die Erhöhung der Holzabgab- auf 2 Prozent.

Wg. Pieper (D. Bpt.) b.dauert gleichfalls die hohen Kolzpreise der Landesforftvertvaltungen und empfiehlt der Reichsregierung die Berücksichtigung der von Chef- stdakteu'. Bernhard im Reichswirtschast^rat gegebenen Anregung.

Abg. Bruhn unterstützt den Antrag Külb und be- vltragt die Ausdehnung der UltterstützungsbKechtigung tibie religiösen Wochenblätter.

^Schließlich wurde der Antrag Külb fast einstimmig an­genommen, der sozialistische Antrag und der Antrag Bruhn den zuständigen Ausschüssen überwiesen Dann wurde das Pressenotgesetz in 2. und 3. Lesung endgültig angenommen und die Sitzung gegen halb 4 Uhr geschlossen.

Morgen Nachmittag 2 Uhr: Anfragen und Antrüg.

3nn 18.3mm

1871 192 3.

Tiefster Schmer» liegt auf deutschen Landen, g rechte Entrüstung ergreift jedes deutsch fühlende Herz. Die Französin und Belgier haben, sich hinwegsetzenl, über Völkerrecht und Völkerehre, das Schwert des' rohen Siegers in die Wagschale geworfen und unter allerlei Scheingründen einen großen Teil unseres Ruhrgeb etes be­setzt, hiermit das Herz der deutschen Industrie und Kohlenerzeugung. Was sie sonst noch im Schilde führen, verhüllt sich in der Zukunft. Furchtbar ist die Lage unsRes Vaterlandes, bas entwaffnet und daher wehrlos, also leider nicht im Stande ist. Gleiches mit Gleichem zu vergelten, nämlich der Gewalt die Gewalt entgegen»«» setzen.

Und doch sollen und dürfen wir.nicht ver- »weifeln! Sonst sind wir gan» und rettungslos ver­loren, sonst würden die Feinde ja leicht erreiche«, was sie erstreben, nämlich die Zerstückelung und vk völlige Nieder-; Weisung Deutschlands. Nein, jetzt gilt es erst recht: Kopf" hoch in sittlichem Ernst, bis früher oder später die große Stunde der Befreiung schlagen wird. Auf sie hoffen wir, sei es daß durch äußere Umstande die Macht der Feinde gebrochen wird, sei es daß auf anderem Weg bte Be- srciungstat aus Schmach,- Verknechtung, Not erfolgen muß. So oder so! Aber eines ist felsenfest sicher. Wir müssen als Deutsche, erhaben über die Tren­nungsstriche parteipolitischer Gegensätze, an uns selbst arbeiten, damit wir reif und bereit sind, sobald die Zeit schlägt.

Ist es berechttgt, unter dem Druck und unter der Erniedrigung der heutigen Lage Überhaupt noch das Ge­denken der Reichsgründung zu begehen? Wäre es mcht doch -vielleicht vernünftiger, es stillschweigend fein zu lassen und mit Vergesfenhett darüber hinwegzugehen? Nein! Das wäre grundfalsch und darf nicht sein. Was unS gebfteben ist, beruht in der Einheit des Reiches, welche bk kostbare Gabe jenes 18. Januar 1871 ist Bismarck hat gesagt:Einheit ist Macht. Ohne Einheit ist Deutschland ohne Selbstbestimmung, i ohne Kraft,' ohne Festigtet. Vom Bau des Deutschenj Reiches..von der Einigkeit der deutschen Nation hängt j die - Zukunft ab." Somit müssen wir gerade jetzt,, tor unsere Zukunft in Frage steht, an der Einheit des; Reiches festhalten, bk uns die R-ichsgrünüung gab,' himveg über die Unterschiede der Länder, über die Spal­tungen der Parteien, über die Gegensätze der Wirtschafts» fragen. Burger, Bauern, Arbeiter sollen sich, jetzt ine Hände »um ,:gen Bunde für das Vaterland reichen! Hieran gern uns der 18. Januar Darum müssen wir ihn -beg.f, .. -rnst, einfach, schlicht.

Mit b;efer; C. uken haben wir den Kampf gegen die Schmach derSchuldlüge zu verbircken, tpeMje die bösartige Grundlage des Versailler Schand» f riebe ns ist. Die weitesten Kreise, bis ans dk reifere JMend, muß eingehend über die Lüge aufgeklärt werden, daß wir Deutsche den Krieg verschuldet haben. Mft der Schuldtüge aber wird auch der Versailler Diktat­friede fallen, denn erst dann, wenn er auf diese ober jene Weise beseitigt oder geänbert ist, wirb bas beut)4t Volk wieder freie Bahn zum Atmen und zum Leben T-ibe.n. Aus dem Versailler Diktat folgten alle neuen Gewalttaten unserer Feinde bis auf diese Stunde, zuletzt die Besetzung des Ruhrgebiets. Schwere Zei­ten stehe« bevor. Nkmaud kann wissen, was sie bringen. Eines aber ist sicher: Das deutsch« Volk muß durch­halten, um sie zu überstehen. Hierzu gehören Ernst und Taten. Ob der gänzlich? Zusammenbruch folgt, von dem Felix Dahn gesagt hat:

deutsche Kodlenwirlfchaft . beeinträchtigt. Wäre den Franzosen eine vollkommene Uebersiwt Uber btc kobtenltefer.'ttörti Dentscblands zugänglich gemacht worden, so wäre ihnen geradezu der systematische Weg gewiesen worden, b*t deutsche Industrie, wo mtb wie es ihnen paßte, am Kohlenmangel eingchen zu lassen und mit diesem furchtbaren Druckmittel die Zwangs- Herrschaft über die Industrie auszuüben, die wir aus dem Saargebiet zur Genüge kennen. Jetzt müffen die b.uttäofcn, wenn sie die gegen die deutsche Industrie gerichtete VernichtSpolitik betreiben wollen, in jedem Einzelfalle einen Befehl geben, der ihre wirklichen Absichten entschleiert. Wenn Störungen in der Kohlenvorsorgung einireten, so liegt das unter keinen Umständen an beu Maßnahmen des Kohlen­syndikats, sondern lediglich''an den feindlichen Ein­griffen. Dies gilt ganz besonders auch fiir die Störungen der Produktion. Es ist auch dafiir gesorgt, daß die Lohngelder zur Verfügung stehen. Bei den Essener Beratungen wurde ganz besonderer Wert da­rauf gelegt, lebe Maßnahme auch unter dem Gesichts winkel der Interessen der Arbeiter zn betrachten.

Essen, 16. Jan. Der Vertreter der Thyssen- Zechen erklärte gestern bei den Verhandlungen der deutschen Zechenvertreter mit der stanz.sischen Kon- wollkommission auf die Frage, wie weit letztere be­fugt sei, nach dem Friedensvertrag und dem Völker­recht, soweit man von beiden überhaupt noch sprechen könne, auf private Unternehmungen zwangsweise ein- znwirken, hierfür sei Artikel 248 des Vertrags von

3orM besetzt!

Die französische Truppenbewegung.

Düsseldorf, 16. Jan. Von offiziöser sranzös!-- scher Seit« wird folgendes gemeldet: Fast sämtliche Truppen haben nunmehr die Stellungen eingeno.mmm, die ihnen urspninglich anbefohlen waren. Die Belgier haben ihre Trnppenbewegutig im Norden des besetz­ten Gebiets beendet. Der äußerste Punkt der 40. Infanteriedivision befindet sich in der Nähe von Witten.

D o r t m u n d. 16. San. Um 11.45 Uhr find di- ersten franzöfischen Truppen in Stärke einer Kom­pagnie in das Zentrum der Stadt ein­st e r ü Ü t. Wahrend des Einmarsches kreiste ein Flieger über der Stadt. Irgendwelche Zusammen­stöße sind bisher nicht zu verzeichnen.

Sie Lage 6er Zeche-i im Ruhrgebiet.

Hamburg, 16. Jan. Von unterrichteter Seite wird uns zur Verlegung des rheinisch-westfälischen Kohlensyndikats von Essen nach Hamburg mitgeteilt: Schwerwiegende rechtliche und prakttsche Erwägungen drängten die Zechenbesttzer dazu, ihren rechtlich und gcfchäftsteclmifch stark ausgebauten Apparat nicht taleirlos den eimnarfchicrenden Feinden in die Hände zu geben. Die Verkaufsabteilungen des Syndikats kaben in ihren Büchern nnd Nachweisungen den klarsten Ueborblick über den Kohlenbedarf fast bei ganzen deutschen Industrie, da nach dem Ausscheiden des SaargebleH und von drei Vierteln Oberschlie- sicns aus der deutschen Kohlenverforgung etwa 80 Prozent des deutschen Steinkohkenverbranchs auf bte Ruhr angewiesen stnd. Wäre der ganze wohl aufge­zogene Hpvarat des Syndikats mit seinen Angestell­ten und Geschäftspapieren in die Hände der Fran­zosen gefallen, so hätte eine Kommission von wenigen Personen genügt, um ihn zu Aufträgen cm alle Zechen zu benutzen. Das ist jetzt nicht möglich. Die Zechen können nicht mit den Mitteln des Syndikats ge-

AnMches VerNMgungsblaü des Kreises Marburg

Anzeiger für (bas früher kurhesiischej

von Margarine nach Berlin eingestellt haben, we-l bk Franzose« bk Sendungen nach Berlin nicht mehr durch- lasscn.

Di« Drangsalierung der Presse.

Nach einer Meldung desBerliner Tageblatts" ans Kehl ist bas Blatt hort auf Befehl bet französischen B sitzungsbehörbe verboten worden.

DerVoss. Ztg." zufolge ist derMainzer Anzeiger" von brr französischen Militärbehörde beschlagnahmt wor­den und fein Erscheinen auf drei Tage verboten worden. Gründe wurden nicht angegeben."

Die feste Kaltuug der Reichsregierung.

Die Rcichsregierung befchäftigte sich, ebenso rote sich der Sitz der Hugo StinneS-A.-G. von jetzt ab in iu bcn letzten Tagen, auch gestern in einer Kabi- Hambnrg befindet. I nettssitzung mtt der augenblrckltchen Lage. Das

Düsseldorf, 16. Ian., An der heutigen Sil-,Berliner Tageblatt" schreibt, daß sich die Rcichs- zung nahmen dentsch-rseit^ der Regierungspräsideut kegierung auch bei elftem eventuellen weiteren Vor- Dr. Grutzner, neun Vertreter der b-deuteudsten Ze- j gehen der Franzosen von ihrer bisherigen festen chen des rheinisch-westfälischen Industriegebiets tinb Haltung nicht abbringen lasten und insbesondere französischerseits der General Simon, General Dan-; unter dem Druck Frankreichs und Belgiens nicht trärneu und die interalliierte Kontrollkommiffion teil, mit diesen Staaten verhandeln werd«.

Der anyiaenpreU beträgt für de« Sgejp. Zeilenmillimeter 20.00 Kt (Äleixe Anzeigen

gegen bar, 25«/, wenigerj. Amtliche u«b «»«>. «njeigen 25 KL Bei schwierigem ro

Satz 50«/, Aufschlag. Spät ei-laufende oder den Raum über */, Seite einnehmende JQ. »UNlll.

U-zeig«, werden »ach der Textfpaltenbreit« berechnet. Reklame-der Zeile»millimeter

60 ML Jeder Rabatt cjilt al» Barrabatt. Belege werden berechnet. Bei Aus- k-nfi d»rch di« Eefchästsst. u«d Vermittlung der Angebote 20 M, bei Ueberjenduna durch ««» 50. Mk. ohne Porto.

'Berlin, 16. Jan. Angesichts des Vorgehens französischen und belgischen Regierung hat der Erstand des LandesSerbandes Berlin und i ^andenburg des Reichsverbandes des deutschen J ^°hrungsmittel-Großh>tndels seinen Mit- biedern auf das dringendste empfohlen, keinerle i : E.E schäfte mehr mit ftanzösischen und belgischen ^men direkt ober indirekt zu machen, keinerlei Waren ' mit ftanzösischer ober belgischer Währung zu

^fen und mit keinerlei Waren mehr zu handeln, in französischen ober belgischen Häfen r nach deutschen Häsen unterwegs vde. der! ein-

Arnbt so schön ausgebrückt hat.

Um allen diesen Gedanken greifbaren Ausdruck za o ben, haben die vereinigten Kriegervereine Marburgs und Umgegend, die Träger der über beu Parteien stehenben Kameradschaft und Geschlossenheit, zum 18. Januar, 8 Uhr ab-nds in die Stadtsäle eine Versammlung berufen, wozu sich auch ife ander-n vaterländifiben Vereine zu» fammengesiunden hoben. Alle Bürger und Bürgerinnen find eingeladen, dazu auch unsere akademische Ingens. Es wird eine ganz xinfache, schlichte, ernste Feier sein. Oberst a. D. Immanuel soll die Ansprache halten, Frau v. Blankensee beit Prolog sprechen. Die Bataillon?» Musik und ein Gesangverein wirken mit, zwei Krieger- dercine stellen zeitgecechte lebende'Wider. Alles Weitere ergeben die Anzeigen in unserem Blatte. Marburger, er- sckieint vollzählig zu dieser guten Sache, bk zur Hebung der Geister in harter Notzeit bienen soll! 8- I» '

ei

tim,

»rmeltet, gcsatz! wurde. Ist in folgendem Protokoll Kiebeiarlcgt worden: Die Kommission Ist beute um 11 bist unter Vorsitz von Barihou zusammengetreten und fc8" mit 3 Stimmen unter Stimmenihaliung des eng- immtf ; bschcn Delegierten folgenden Beschluß gefaßt:

, D rLolalanz." gibt bk Mitteilung eines Berliner

- ... Abgesehen danon Margarinegroßisten wieder, wonach sie hollänoischen und

spricht der Artikel auch nur von der Haftung des Br- rheinischen Maraarineiabriken vorläufig die Liefernna

Genera! Simon teilte mit, die deutschen Herren hätten einen Befchl deS Generals Degouette in Empfang zu nehmen. Er verlas dann den Befehl, wodurch die Ze­chenbesitzer zum letzten Male aufgefordert werden, spä- lestens morgen früh die Kohlenlieferungen an Frank­reich und Helgien wiederaufzunehmen. Als erste Sank­tion für das Verbot der deutschen Regierung, Kohlen zu liefern, sei Dortmund besetzt worden; solle bet Wiberstand andauern, so werden wettere Sanktionen folgen. Versuche des Regierungspräsidenten und der Zechenvertreter, zu Wort zu kommen, wurden in brüs­ker Weise verhindert und die Sitzung für geschlossen erttärt

Essen, 1& Jan. Für den Umfang des bisherigen milttärifchen Aufgebots der Franzosen ist bezeichnend, daß der kommandierende General in Bredeney soeben den deutschen Behörden die bevorstehende Ankunft ei­nes Armeekorpskommandos ankündigt«^ in dreifachem Umfange seines Stabes, und daß er die Bereitstellung der notwendigen Unterkunstsräume dafür ht Brede­ney »erlangte. ,

Sie hoffen immer «och.

Paris, 16. Jan. Hebet die Hinausschiebung bet Requierirrung der Kohlen im Ruhrgebiet schreibt der diplomatische Berichterstatter der Agence Hnoasl Auf Grund neuer, bei alliierten Jngenieurkommission in Essen zugegangenen An­weisung hat diese int Einvernehmen mit der fran­zösischen Regierung.den für heute erteilten Requl- sitionsbefeh! vorläufig uih 24 Stunden aufgesiho- ben, Jtrzwisch»« hoff« matt, dah Sie ZochonLsfitzcr den gestrigen Deschlutz, sich nach den Anweisungen ihrer Regierung zu richten und an Frankreich und Belgien keine Kohlen und keinen Koks zu liefern, andern würden.

Französische Frechheit.

Jacques Bainville verlangt in derAction Francaise", daß die Herausforderungen der Ber­liner Regierung an Frankreich durch Festnahme von Geiseln unter den Industriellen und oberen Beamten des besetzten Gebiets beant­wortet werde, dann werde Deutschland seine Lage verstehen.

IW»MM! »,?

Düsseldorf, 16. Jan. Fritz Thyssen rourde heute mittag »et den Eeneralstab des Brückenkopfes Düstcldorf geladen. Im Auftrage des Eencraks Degoutte erklärte General Si­mon ihm «nd den mit ihm gelgdeuen Herren Ge­neraldirektor Kesten, Bergasiesior Runge und Direktor Wüstenhöfer dag sie, wenn sie bei ihrer ablehnenden Haltung blieben, von jetzt an unter gerichtlichem Verfahren stehe« würden. Sämtliche Herren erklärten auf Befragen, dah sie auf ihrem bisherigen Standpunkt verbleiben mützten.