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287. Sitzung vom 15. Januar.
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des RelchskohlenfommlflarS sofort die Kohlenliefe-
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mit Rücksicht auf den „E Im b r u ch in das Lieferung von Kohlen Belgien auch für den
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schriftlichen Sorgen, insbesondere dem tzchienter Heeresangehöriger in das sprach der Minister sein besonderes wenden zu wollen.
französsschtn und belgischen Ruhrgebiet" ausdrücklich die und Koks an Frankreich und Fall der Bevorschussung und
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Barzahlung durch diese Voten.
Auf das Telegramm haben sämtliche Zechen
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Mit welchen Mitteln Frankreich versucht, seiner äußeren RauSpolttik durch innerpolitische Wühlereien in Deutschland Nachdruck und Wirkung zu verleihen, kann demjenigen nicht verborgen bleiben, der cin<it Einblick gewonnen hat in die Verhetzungsmetbode, die der „Temps" als das offizielle sranzSsische Organ wieder einmal eifrig zu betätigen versucht. Die Haltung der Sozialdemokraten im Retchsm- hat offenbar
f Es ’tft nicht schwer einzusehcn, tote durch solch« Machenschaften die außerpollttsche Lage Deutfchland» aufs äußerste gefährdet werden mutz. Bei unsere» geringen m'lttärischen Kräften mutz lebe Verschärfung der tnnervolitischen Situation im Ruhrgebiet äußerst bedrohlich werden. Der litauische Einfall Memelgebiet ist ein Warnungszeichen, das gar nicht ernst genug genommen werden kann. Unverkennbar bat dieser räuberische Akt die alte Begierlichkeit Po- lens von neuem aufgestachelt, und wenn cmch die offizielle polnische Regierung sich noch zursickdäN, w bat man doch sichere Anzeichen, datz Korfanch fei« Scharen aufs Neue sammelt. Ein Umstmw. der f« Deutschland umso schwerer inS Gewicht fällt, «s er» volnifcher Raub heute nicht nur der Duldung, so» dern der offenen Unterstützung Frankreichs sich« frm könnte.
All diese Manövern sind unstreitig taktische Bo», bereitungcn Frankreichs für einen kommenden Krieg,, der in gar nicht allzuferner Zeit über Europa heret» brechen wird, Frankreich rüstet gegen Rußland «O
Wieder einmal haben die Koinmunisten im Reichstag ein trauriges Beispiel vaterlandsloser Gesinnung gegeben. Sie habe« es mtt ihrer »Ueberzeugung* nicht vereinbaren können, an der grotze« Abwehrknnd» gebung teirzunehmen, die alle Teile und Pariere« des Reiches zu einheitlicher Stellungnahme znsam- menschloß. Allein die Kommunisten muhten avlettS sieben. Umso trauriger mutz dieses Schauspiel de- rüvren, als nicht von der Hand zu weisen ist, bet mit solcher Haltung nur bte Arbeit des Feindes getan wird. Die Geste im Reichstag selbst könnte a» und für sich harmlos erscheinen. Aber sie hat doch
stet Sichte besehen --- symptomatische «edentung. Sie ist der unzweifelhafte Ausdruck, sie ist daS Alarmsignal für eine Gefahr.
'enb der kleinen Anfragen der Mittwoch jeder Woche vorgesehen ist. Bei SchlußantrSgrn toiib künftig je, rimm Redner dafür und dagegen das Wort erteilt werden.
In allen drei Lesungen genehmigte der Reichstag den Kechtsschutzverdrag mit Oesterreich und der Uschccho-Slowakei «nd ein vorläufiges stebereinkommen mit der finnischen Regierung über gewisse Fragen des HaiwelsvertehrS.
i. Der neunte «nd zehnte Nachtragsetat, die die xutn Besoldungserhöhungen enthalten, wervrn debatte- bs in allen drei Lesungen angenommen. Der Gesetz- ftsiwurf, der die Erklärung der allgemeinen Verbindlichkeit von Tarifverträgen vereinfacht und teschleunigt, toitb in erster und zweiter Lesung angenom- tzun. Der Gesetzentwurf über die Rücklagen bei den Berufsgenossenschaften geht an den Ausschuß für Sozialpolitik. Die Novelle zum Weingese- Irirb in erster und zweiter Lesung angenommen.
Damit ist die Tagesordnung erledigt.
‘ Um 9/,3 Uhr vertagt sich das Hau? auf Dienste^ 5 Uhr: Gesetz zur Linderung der Not der Presse, kleinere Vorlagen.
Banken zu wenden haben.
Bochum von den Franzosen besetzt.
Dortmund. 15. Jan. Heute mittag um Uhr sind die Franzosen in Bochum eingerückt.
schon Geseben unterworfen Lriter der Sitzung erklärte schloffen.
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heute die Gegend von-»ochum besetze« würden und daß am Mittwoch die Alliierten in dem besetzte» Ruhrgebiet und aus dem linken Rheinufer die Kohlensteuer erheben würden. Bon diesem Tage an sollen die von Coste geleiteten Missionen 40 Prozent Steuern aus Kohle «nd 20 Prozent Steuern auf Holz erheben, um die Kosten der von den Grubenbesitzern zu tätigenden Lieferungen zu decken. Ferner kündigt das Blatt an, datz weitere Maßnahmen bevorständen, wenn sich die Reichsbank tatsächlich weigere, dem Industriegebiet die notwendigen Mittel für die Löhnungen an die Ar, beiter zu geben. In einem solchen Falle würden die Alliierten, sich voraussichtlich an die lokalen
sind." Der kraw-Ssifche daraufhin diese für ge
meinen Verdächtigungen gegen das Kabinett Lun» mtt denen dieses Hauvwrgan der stanzösische» PEtA bte Arbeiterschaft beS RuhrgebteteS »u «betet versucht. Auch der unten folgende Bericht ist ei» Bete' fviel für den .glühenden WahrhettSkulf (mau em inner« sich vier dtefeS Worte« des französische« Bote schafterSl) bet granbe netto«. Jndeffe« ist baS Manöver doch zu plump nnb durchstchttg. als bot me» ennehmen darf, betz bte deutsche Sozieidemokrette darauf htnetnstele.
Paris, 15. Jan. Der „TempS" bchwicht i» seinem Leitertitel bte Haltung der deutschen EoMüsten bei der Protestkundgebung deS Reichstages, tote sie sich hierbei so eingerichtet hätten, baß sie bei der Abstimmung nicht anwesend waren, so hätten sie auch bei de» öffentlichen Kundgebung der bürgerlichen Parteien i» Berlin nicht teilgenommen. Das sei eine bedeutsame Zurückhaltung, bedeutsamer sogar, als d« Kundgebungen selbst. Wenn die deutschen Sozialisten aber logisch frifc «sollten, würden sie die Demission des Kabinetw ttx n« verlangen. Ihre Haltung zeige, daß sie kein Scrlteoie« zu ihm hätten, waS ein Beweis von klarem Bück sei Wenn eine Partei so mächtig sei, wie die Sozialdemokratie in Deutschland, so dürfe sie wohl verlang«, bii die Politik ihres Landes in einer so ernsten Jett vo« einer Regierung gelentt werde, die ihr ©ertnnten besitze. Warum also regiere Cuno noch immer?
------->e tritt bei Eröffnung der Sitzung M daß zur Erledigung der Anträge aus dem Hause
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Hefen Eindruck tn Paris gemacht und wirb von unteren Freunden jenseits des Rheins fieitbig begrüßt als Wasser auf ihre Mühlen. Die Leltarttkel der „Temvs*. bte schon lange Zeit vor der Rubrbesetzung eine fhstemattfche Vergiftung bet öffentlichen Meinung Deutschlands bervorzurufen suchten, stnd denn auch wahre Meisterstücke an Verdrebungskunsi. Brachten sie eS doch fertig, sogar bte litauische und ungarische Bewegung bem offiziellen Deutschland in die Schuhe » schieben, ganz abgesehen von den ge-
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Marburg Sienstog, ten 18. Sanuar Hartung.
Umstand, der für bte Lage tot Ruhrgebiet nicht sondern für ganz Europa bte schwerwiegendsten Er» etyntffe im Gefolge haben tarnt. Man Weitz, daß gerade jetzt wieder bte Kommunisten eine außerordentlich rührige Tätigkeit entfalten, bte darauf adztelt, Vie Lage im neubefetzten Gebiet 3# komplizieren nnb aufs äußerste zuzittpitzen. Sie werden bet länger dauernder Rnhrbesetzung unzwxttelhast versuchen, in Aktion zu treten. Schon heute stnd tm Industrielle« zirk die tnnerpolittschen Verhältnisse derart, datz man für die allgemeine Lage Deutschlands aus loschen Komplikattonen das Schlimmste bestttchten mutz. Zu« fammenftvßr scheinen fitr diesen Fall unvermeidlich» zumal es «ein Geheimnis ist, datz in bet letzten Zett «t den besetzten Gebieten, besonders tm Rheinland, die nationalsozialistische Partei auherordentlich zuge- uommen bat. Den Franzosen käme eine solche AvS- einandersctzunz nur zn gelegen und sie sind etfrt« dabei durch Ausnützung bet SmeetS- unb Dorten« bewegung bte innere Zerklüftung Deutschlands zu beschleunigen. Auch in anderer Hinsicht zeigt sich »te unverhohlene Zerfplttterungspoltttk, bte Frankreich brüte Deutschland gegenüber betätigt. Nicht allein, datz man versuche» wirb, bte tm Ruhrgebiet ansässigen polnischen Arbeiter gegen bte deutschen auszu« fVteten, um Aufrrchr unb Erhebungsversuche, nnb da- mtt Grunb zn wetteren Gewattmatznahmen zu provozieren Man bat noch ebtgeiztgcre Pläne, bte auf eine Abdrosselung RorddeutschlanbS gegen Süd- deutschlanb av-lelen. Die Besetzung bei Malnttnie, die tn brobende Räb« rückt, soll der Verwiiklichung dieser Zweckes bienen unb französischerseitS toitb versucht, bte Stimmung bterfflt v^uberettcn, indem man schroff ablehnend gegen Norddeutfchland den Süddeuttchen eine ausreichende ^EnsnHttrl- unb Kohlenversorgung ,usichert. Frankl ttchwird auS sol- öTtvttöuttftcn hrrauK lüleT begunstiüen, wg5 Of* oignet tst Unttntgkeit tm Reich hervor,uruf« unb z»
Es ist nicht verborgen geblieben, bah bte komm» ntsttsche Partei toieber über reiche Geldmittel verfügt, deren Herkunft keineswegs unklar ist. Rutz- land, die bisherige Ftnanzqnelle zur Speiftmg bet kommunistischen .Ideale" bat zwar offiziell versprechen müssen, keine Agttatton in Deiitschland einzustellen. Indessen ist es ein offenes Gebeimuts, bat auf Umwegen doch immer toieber neu« Mittel ,u Metern Zweck tns Land fließen. Doch würde dar a» sich noch nicht allzuviel bedeuten. Erschwerend abef kommt der Umstand hinzu, daß allem Anschein
taufendköpfige Menge zog vor das Rathaus, wo bet französische General vorläufig untergebracht ist und stimmte das Deutschlandlied und andere patriotische Lieder an, mit Hochrufen auf die deutsche Republik. Dann veranstaltete die Menge eilten llnrzng durch die Etraszen der Stadt. (Eine Abteilung kommunistischer Jugend brachte in einer Eezcn unLzebung Hochrufe auf die Dritte Internationale und auf die kommunistische französische Jugend ans. Die Schupo hatte keinen Einfluß auf die Menge. Gegen 8 Uhr abends kam es am Bahnhof zu einem Zusammenstoß mit französischem Militär. Das Militär schoß scharf, tötete einen Mann nnb verletzte mehrere.
Essen» 15. Jan. Mittags zog nach Ablauf der halben Trauerstunde eine größere Menschenmenge vor das Hotel »Kaiserhof", das vo« der Besatzungsbehörde bewohnt ist und stimmte dort das Deutschlandlied und andere patriotische Lieder an. Es ereigneten sich keinerlei Zwischenfälle. Die Ve- satzungsbebörd« stellte jetzt an die deutsche Polizei das Ansinnen, die Täter dieser Demonstratio« ausfindig zu Machen u«d zu verhafte».
weigern sich die Bergarbeiter anläßlich der Besitzung deS Ruhrgebiets ab heute, N e b e r s ch i ch ten zu fahren. Diese Wetgcrnng erstreckt sich nur auf das neubesetzte Gebiet.
Zu den Meldungen, daß S11 tut e s und Tbvs - f en über die Einfuhr englischer "Kohle verhandeln, erfährt das .Tageblatt", daß an den Besirechungen, die fortlaufend geführt werden. Vertreter der gesamten deutschen Industrie beteiligt sind. Wie das Blatt weiter hört, ist tm übrige« dl- Industrie im Durchschnitt nttt einem Kohleuvorrat für etwa zwei Mo nate elngcdeckt.
Keine itaüenischen Ingenieure im Ruhrgebiet.
Rom, 15. Ian. Bisher ist von Italien weder ein Ingenieur noch irgend ein Beamter im Auftrag der Regierung in das Ruhrgebiet abgegangen. Anderslautende Nachrichten entbehren jebet Begründung.
Dll5 gelanlje rteirMgMWlte ZyWrik- (W urnWM.
Paris, 15. Jan. Der „Petit Parifien" erfahrt, baß als Antwort auf die dentschcn Gegenmaßnahmen französische und belgische Truppen
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Wtel russische Roten für die Lausanner Konferenz.
Ferner find heute vormittag französtsche Quartiermacher in Dorsten, einem westlichen Vorort oon Dortmund, eingetroffe«.
Wanne besetzt.
Gelsenkirchen, 16. Jan. Die Stadt Wanne ist nunmehr von >300 französischen Soldaten «nd 30 Offizieren besetzt worden. Der für das gesamte Industriegebiet ungemein wichttge Jn- dustriehafen von Wanne ist von den Okkupalions- trupxen beschlagnahmt worden.
Die Franzosen vor Hagen.
H age«, 16. Jan. Die Franzosen haben gestern nachmittag gegen 4 Uhr Borhalle, einen Borort vo« Hagen, besetzt. - Französtsche Truppen find gestern nachmittag in Witten und Wanne ein« gerückt. Durch Gevelsberg kamen gestern vormittag französtsche Pattouillen, die in der Richtung nach Recklinghausen wciterzogen.
Dortmund vor der Besetzung.
Dortmund, 16. Jan. Wenn auch bislang keine bestimmt? Nachricht über eine bevorstehende Besatzung von Dortmund vorliegt, so haben die Behörden jedoch bereits alle Vorkehrungen für den Empfang der Franzosen getroffen. Die Schutz- volizei ist augenblicklich mit der Räumung der Kreuzschnle beschäftigt. Auf dem Viehhof werden Vorkehrungen für bte Unterbringung von P>rden und Bagagen getroffen.
Sektor vor Wesel.
Duisburg, 16. Jan. Auch nach Norden hin ist die Militärische Besetzung weiter ausgedehnt worden. So wurde Friedrichsfeld bei Wesel von französifcher ®nrcSerte besetzt. Die Mittelbröcke vor Wef-l ist mit einem belgischen Panzerwagen und einem belgischen Trupprnposten versehen worden.
Tagung her Seereslntnmer.
Berlin, 15. Jan. Im Reichswehrmimsterium ftat heute die Heereskammer zu einer zweitägigen
rungen an Frankreich und Belgien ei »stell en lassen.
Bet den Besprechungen zwischen den französischen Bevollmächtigten und den Vertretern der Zechonucc bände wurde von deutscher Seite den Franzosen von dem Telegramm deS Noichskohlenkommiffarö Kenntnis gegeben und mitgetesit, daß darauftzin bie Zechen dir Kohlenlterernngcn an Frankreich und Belgien eingestellt hätten. Daraufhin wurden die amve'cn- drn dcntsrben Vertreter gefragt, ob si« für die von ihnen vertretenen Zechen verntttwortlich feien. Rls sir die Frage bejahten, würbe einem jeden gegen Quittung ein schriftlicher Befehl zugesiE, di« Lieferung von RevarationSkuhke an Franlre ch und Belgien sofort wieder auf,zunebmew. Namens der deutfchcn Vertreter erklärte Frltz T b l f» sen, daß diefcm Befehle keine Folge gegeben werde. „Wir sind Deutsche", sagte Tbvflen. „und stehen auf dem Standnunkt, daß wir nur den deut-
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Gruppen Frankreichs die kommuntsttsch« «et« tatton tn Deutschland finanziell eestützt wird. C™
Lausanne, 15. Jan. Tte russische Delegation bet Friedenskonferenz hat gestern ztrei lang- Noten ^sfentKcht. In der ersten schließt sich Rußland Protest der persischen Regierung an, die sich bar« beklagt, nicht zu der Konferenz eingcladen zu j - während Japan daran teilnehme, das eigent- überhaupt kein Interesse an der orientalischen .ötace hätte. Die zweite Note bezieht, sich barauf, ^6 Rußland unbedingt offiziell vor der Entscheidung die Merrengen frage.gehört werden will.
stellte der Reichswehrminister fest, daß die Reichswehr sich in. "Mp Tei. des Vaterlandes durch Zucht ÖwnflkH Ansehen erworben hab«. Den! wirt«
Der Berlau! des $roteRmontno5.
Berlin, 15. Jan Wie die Blätter melden, lArrde tn ganz Westdeuttchland heute vormittag eine talbttündtge Arbeitsrube zum Zeichen des Protestes gegen bte französtsche Besetzung des Ruhr- tebteiS auf allen Fabriken und Schächten sowie in ten Geschäften, bei der Straßenbahn und bei den Lebörden durchgeführt. Auch der Telephon- und Telegraphenverkebr rubte halbstüudtg. Der Beginn ®U> das Ende des Proteststreiks wurden durch Glockenläuten mtb Heulen der Fabriksirenen ange- rctgt. Im Gebtete des Brückenkopfes Duisburg war die Arbcttsruhe von der ftanzösischen Desatzuiigsbe- Wrbe -verboten worden, ebenso war das Anlassen der stadriksirenen und das Läuten der Glocken untersagt: ttetibem ertönten punkt 11 Uhr die Sirenen und köcrall wurde abgestoppt. Es war «tu überwältt- ettibcr Anblick, als die Kräne, Elevatoren und Kloter plötzlich mtt hartem Ruck die Arbeit etnstcllten «nd ihre Last in der Luft schweben ließen: von den ^ettausslädon rasselten in allen Städten und Dörfern tes RuhrgebtetS die Rolläden herab und das Räder- ftusen, das als ewige Alltagsmusik über dem ganzen Vezirk liegt, setzte aus. Totenstille trat ein. — Im Tftelrtensztmmer des Kruppschen Werkes in Essen «schten kurz vor 11 Uhr ein Vertreter des französt- f*en £ nskommandonten unb verlangte den Be- dichsrai zu sprechen aber erst nach Beendigung der sii'-tts'.tbe wurde bte AuSsvrache zngekagt.
Köln, 15. Jan. Die heutige Kundgebung ver- ohne Zwischenfall. Um 11 Uhr zeigte allgemeines ^teckengeläute bett Beginn der halbstündigen Ruhe- teufe an. Am Dom sinnd eine zahlreiche Menschen- >Mtge barhäuptig und verharrte einige Minuten t« tsijer Stille. Die Behörden, Büro«, Fabriken usw. *aten geschloffen, die Geschäfte hatten die Fenster- «dcn Herabgeilaffen oder die Auslagen abgeblendet. £tber Verkehr stand völlig still. In größeren Werken wurden ernste Feiern abgehalteu. Glockengeläute und titette« kündigten um halb 12 Uhr das Ende der teiirdig verlaufenen Kundgebung an.
Berlin, 15. Jan. iluS allen Teilen deS Reiches teufen auch heute noch fortgesetzt Meldnnge« über die Kundgebungen des gestrigen Tages em, bei denen Mk Schichten der BevMerung. Männer und Frauen, Arbeiter und Unternehmer, , Beamte mtb Gewerbe : rnibende, Stäbter und Lanbleute zu vielen Tausente» zufammenstrebten. um ihrer Trauer Über daS Nn- «Sck des BaterlanveS, ihre« Zorn Über bett schnöden «ortragSbrnch fotole ihrer festen Entschlossenheit zu techedingtem Opferwille« Ausdruck zu verleihen.
V o ch n m, 15. Jan. Heute abend fanden hier ^grotze polittsche Kundgebungen statt. Eine viel-
Anrtliches Verkundigungsblatt des Kreises Marbwg
Anzeiger für (das früher kurhessischej OberhesseiW
Mr Mit an M-lM mh Mim Mk!
Paris, 15. Jan. Der Sonderberichterstatter der HaVas-Agentur in Düsseldorf 'meldet: Auch heute hatte der Leiter der französischen Jngenieurmission Coste die deutschen Industriellen nach dem Kaiserhof zusammen- berufen, um sich mit ihnen über die Kohlenlieftrungen zu verständigen. Um 9,30 Uhr gestern Abend sei ein deutscher Abgesandter erschienen und habe erfiärt, die Industriellen und Bergwerksbesitzer könnten der Einiaduug nicht Folge leisten, da die deutsche Regierung eine Anweisung geschickt Hobe, durch die jede Kohlenlieserung an Frankreich oder Belgien, unter welchen Bedingungen auch immer, untersagt wird. Das sei der Abbruch der Verhandlungen gcwesen. Die bisher getroffenen ^Abmachungen seien dadurch hinfällig geworden. Angesichts dieses Versagens der deutschen Industriellen habe GeneralDegoucte die Ausdehnung der französischen Truppenbewegungen angeordnet, di« heute . um 7,30 Uhr vormittags begonnen habe, um ihre Linien um 15- -20 Kilometer in Richtung Dortmund vorzulexen. Der Berichterstatter verzeichnet, daß im Ruhrgebiet eine allgemeine Verteuerung der Lebensmittel und ein Mangel an Brotgetreide eingetreten sei. Bor der Ankunft der Franzosen hätten die Deutschen mit dem Mehl eine sinnlose Verschwendung getriebm, in die bi? Franzosen erst hä tm Ordnung bringen müssin. (!?).
Berlin 15. Jan. Bel ben Besprech»«».«», zu denen bte Franzosen am 13. b. Mts. bte Zechen- besitze« nach Essen eingelaben hatten, haben bie Zechenvertreter bezüglich bet Frage etwaiger Kohlenlieserungen an Frankreich und Belgien ansbrvcklichi crllärt, batz solche Lieferungen nur gegen Bar- z a h l u« g erfolgen könnten, wobei vorausgesetzt wäre, daß nicht entM8e»fteh««be «rrfSgimgen beK NcichSlohkeulommiffars erlassen würden. Der Reichs- kohlenkommlssar hat, nachdem er von diesen Verband, luugen Kenntnis erhalten hat, unter dem 13 d. MrS.
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Der Anzeigenprei« beträgt fit den 9g«jp. Zellenmillimeter »X» »L (Klei« «»zeige« gegen bar, 25weniger). Lmtliche und aurw. «yeigee 25 SIL Set schwierigem EO VA«* Satz 50*/» Ausschlag. Spät einlaufend« »der den Raum üb«« */, Seite eixnebmentw (jd« nuSlOi! Anzeigen werden »ach der Textlvaltendreit« berechneL ReName« bet Zeilenmillimeter ---- '
60 ML Jeder Rabatt gilt eil« Bariabatt. Belege werbe« berechnet. Bei Auskunft durch die Eejchäftsst. und Vermittlung der Angebot« 20 SL. bei Ueberjendu«g durch »n» 50.— StL ohne Porto.
■ Tagung zusammen. Reichswehrminister Gehler wies » in seiner Begrüßungsansprache auf den Ernst der Lage @ hin und betont^ daß er volles Vertrauen in die Rejchs- A teehr habe, die, wohin sie auch gestellt werde, ihre ■■ Pflicht tun werde. Mit besonderer Genugtuung
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