Zweites Blatt
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Spetleerbjen, Viktoria,
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32000-34000
Stroh drahtgepreht oebiinoelt
Spetieeibi.tletnere28000—34000
Für 100 Mark wurden gezahlt:
SanltStSdlenft der
Freiwilligen
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(Fortsetzung folgt.)
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„Ich spotte nicht", fou'
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mit verschnörkelten, altertümlichen Häusern tat
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die Schokolade
der Anspruchsvollen!
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schwichtigen. Sie gingen über den Platz, wanderten durch eine Straße mit kahlen, häßlichen Häusern, denen man schon von außen ansah. daß sie von verarbeiteten, sorgenvollen Menschen bewohnt wurden, gelangten in eine Allee, zu deren beiden Seiten winter- kahle Bäume gespenstische Knochenarme in den Nebel streckten, und schritten ziellos in das graue Schleierwerk hinein, das das Eiche des Weges vor ihnen verhüllie.
Mellenheim dachte: Ich erlebe das alles nicht zum ersten Male —
Er besann sich auf einen Traum, in dem er durch eine endlose Allee einer Frau nachgegangen war, die
Brasilia». Vollreis Kartoffeln
19400—19700
18400-18600 15400-16400
15000—15500
19300-19400
26500-28500
25000-27000
9300
31500-32500
lender Alp auf»seine Brust.
„Werden Sie nach Budapest zurückkehren?"
Es erübrigt sich für mich, nach Budapest rückzukchren, nachdem ich Sie gefunden habe."
30000-32000
17500—18200 23000-26000 39000 - 45000
6700 -7000
vor dem Krieg:
125.42 Fr.
59.20 (Bulb.
88.80 Kron.
88.80 Kron.
115.80 Kron.
117.80 Kron.
97.80 Schill.
23.80 Doll.
125.40 Fr
WirMWße MAiÄMt.
s- Von unserem volkswirtschaftlichen Mitarbeiter.
1 Die französischen Gewaltmaßnahmen geqen das Ruhr- btBtet bedeuten einen Todesstoß gegen Herz oec atfdjen Volkswirtschaft. Vergeblich beteuert die rran« sische Regierung in ihrer Note, in der der Recht s- ch zu begründen und zu bemänteln versucht wird, sie ^sichtige keinerlei Verwirrung oder Störung in bi-
Weizen Roggen Sommergerste Wintergerste Hafer Mais Weizenmehl 8orgenmehl Roggenileie Raps Rübsen Leinsaat Reis
gebiet werden dir Folgen für das gesamte deutsche Kirtschaftsleben fein. Die Kohlenversorgung ist aufs kLwerste gefährdet, nachdem sie bisher schon notleidend «rar. Die von Poineare errichtete „industrielle Ruhr-
würfen bedrängt. „Meine Reise nach Budapest bedeu tet durchaus keine Notwendigkeit. Was soll ich in Budapest?"
„Es gibt zwei oder drei gute Hotels in Schwarzenburg. Es sind wenig Fremde hiex. Sie weichen mit •
bete Theater- und Musikgemeinde neuerdings eineu großzügigen Man entworfen, der zunächst die Werbung neuer Mitglieder bezweckt, mit deren finanzieller Hilfe der Fortbestand des Theaters gesichert werden soll«
dmmission" will die Kohlenverteilung nach dem Grundsatz regeln, daß erst die Länder der Entente, dann die kiesetzten linksrheinischen Gebiete versorgt werden rnüj- fm. Es ist selbstverständlich, daß bk von Frankreich : «ligeübte Gewaltherrschaft eine Verminderung der Ruhr- khlensörderung zur Folge haben wird und daß die daraus ^lgerude Minderbelieserung dann die Versorgung des un- bksktztcn Deutschland mit voller Kraft treffen wird.
von seiner dksjährigen Tagung in Weimar zwei Kundgebungen. Die eine Kundgebung wendet sich an die deutschen Volks- und evangelischen Glaubensgenossen in den abgetrennten und besetzten Gebieten, die zweite wendetz sich gegen die Lüge, daß Deutschland den Kr eg verschuldet hab«
Die erste Kundgebung lautet:
„Den schwer leidenden Volks- und Glaube..- cnosien in den abgetrennten und besetzten .Gebieten deutschen Landes entbietet der Eesamtvorstand de- Evangelischen Bundes von seiner Tagung in Weimar wärmsten Gruß. Ihrer aller in Ost und West, in Nord und Süd gedenken wir in Liebe -und Teilnahme. Niemals darf und wird vergessen und verloren sein, was deutsches
onnabend, 13. Januar
Hartumg
1923
i zeitig zu entziehen, beweist schon die Tatsache, daß die stanzösische Note für die Kontrollbeamten Frankreichs die weitgehendsten Rechte in Bezug auf Einholung von Auskünsten, Zutritt zu allen Büros und Äetriebsanlagen, Einsicht in alle Dokumente und Rechnungen in Anspruch nimmt. Es ist selbstverständlich, daß die Verwirklichung dieser Forderungen zu einer Industriespionage führen Müßte, die für die betroffene Industrie eine ungeheuer schwere Gefahr darstellt. Wie also auch die Dinge laufen, ob die deutschen Rubrindustrellen sich fügen mögen «der, was eigentlich selbstverständlich ist. den stärksten passiven Widerstand gegen die französischen Rechtsbrüche Men, ei» ungeheuerer nichr widergutzumachender Schaden für die ganze Ruhrindustrie, (ine verhängnisvolle Störung des Wirtschaftslebens deS vergewnltigsten Gebietes muß die notwendige Folge deS Vorgehens Poin- «ares sein. .
Frankreich wird also die Früchte seines Vertrags- und AcLtsbruchs nicht ernten. Aber ebenso verhängnisvoll Wie für das direkt in Mitleidenschaft gezogene Ruhr-
außerordentlich erschweren wird. Denn er muß nun wahrscheinlich eine ganz neue Organisation ausbauen, der die Erfahrungen der alten fehlen und die keinesfalls in absehbarer Zeit reibungslos arbeiten kann. Wie sehr die betroffene Industrie auch ihrerseits alle Veranlassung
Für die Schris eitung derautwortl.: Dr. Carl Dhrfjen. Für den örtlichen uno Provinz. Teil: Wilhelm Wißner.
Sprechzeit der Schriftlei'tung b>s ‘/,11 Ilbr norrmttafl».
1 Fr- 1 (516.
1 Kr.
1 Kr.
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1 Sch. IDll. tFr.
Sophie Adrianowna lächelte.
»Ick will nicht hassen, daß sic die Spur aufnahmen.
Mellenheim."
..Ich war länger als eine Woche in Bukarest," »Und dann —?"
»Dann gab ich die Hoffnung auf. Sie wiederzu-
Unb wie gelangten Sie nach Schwarzenburg?" »Zufall, Gräfin — lächerlicher Zufall." .Glauben Sie an Zufälle?"
heute: 0.05 0.02
0.05
0.03 665.—
33— 0.01
0.04
0.16
Leichtigkeit ein Quartier finden, das allen Ansprüchen ■iuicIt wird.
Mellenheim mußte lächeln.
,.Meine Ansprüche sind beschedn geworden."
. Kommen Sie, lasten Sie uns zurückgehen k Tiefe Allee ist so traurig! Künsten Sie sich vorstellen, daß ich während meines Aufenthalts in Schwarzenbucz jeden Tag durch diese Allee gegangen bin?"
Sie kehrten um.
„Fürchteten Sie sich nicht vor der Einsamkeit Gräfin?"
..Nein, ich fürchtete mich vor Mensche». Es gibt nichts, vor dem man mehr Furcht Haden müßte, als vor Menschen."
Melkenheim begriff nicht mehr, wie er auch nur für die Tauer von Sekunden hatte geneigt seiukönnea, die Gräfin Solutzeff für eine Hochstaplerin oder Aben- rerin zu hallen.
Sie gingen durch die graue, häßl'che Straße und überaurrten den altertümlichen Platz. Das Schild eine sHotels wuchs aus der Nebellust.
„Bum König Matthias" stand darauf. Wie kam ein Gasthof „Zum König Matthias" nach Schwatz' zenburg? Mrilenheirn blieb stehen.
„Wenn es Ihnen recht ist, werde ich hier meid Quartier aufschlagen«"
Evangelischer Bund.
Der Gesamtvorstan-i des Evangelisch.'» Bundes
Kirchliche Nachrichten.
Neuapostolische Gemeinde, Heusingerstraße 5. Gottesdienste: Sonntag, von». 10 Uhr: abend» 8 Uhr. Mittwoch, abends 81/$ Uhr. Die Kapelle ist geheizt.
Mt.1970.— „ 4110.50 „ 2120.- .. 2840.- „ 0.01
. 305.X .
„ 243150 „10475.— .. 729JO
er für Julie hielt, bis er sie endlich erreicht hatte und Sophie Solutzesfs Gesicht erkannte.
Er schwieg Plötzliche von Erinnerungen überwältigt. Sophie Adrianowna sagte nichts. Er sah sie an und bemerkte, daß sie weinte.
Er erschrah roeU er die Ursache ihrer Tränen nichi zu begreifen vermochte. War irgend etwas in seinen Worten gewesen, das die Gräfin verletzt hatte?
Verzeihen Sie, Graf Mellenheim, sind die Nerven! Ich habe meine Nerven nicht mehr in der Gewalt." !
Larlloses Schluchzer. sckÄttei'e Körper Mel- lenheim wollte irgend etwas Tröstliches sag.-n, und sand keine Worte. Er betrachtete in wachsender Verlegenheit die Bäume, die an verkrüppelte Skelette erinnerten und lang herabhängende, gespenstische Finger nach' den Vorübergehenden auszustrecken schienen. War eö wirklich kein Traum, daß er hier neben der Gräfin Solutzeff ging? Würde er nicht in fünf Minuten aufwachen und die rüttelnde Faust eines Eisenbahu- beamten an seiner Schuller spüren?
Tie Gräiin trocknete chre Augen.
„Sie können den Grund meiner Tränen natürlich nicht begreifen, Graf Mellenheim. Sie können nicht verstehen, was es in meiner Lage bedeutet, einen Men- scheu zu finden."
Sic änderte ihren Ton. 1
,.Jc bi: Ihnen eine Erklärung schuldig. Ast cs eine Unbescheidenheit von mir, wenn ich Sie bitte, ihre Reise nach Budapest aufs»geben?"
„Sie haben zu befehlen!"
„Warum rühmen Sie sich die Mühe, meine einsame und bedrängte Sage zu verspotten, Graf Mellen- heim?"
-MW Geschlechtsleiden WW Ätiit QvrUsilb., ohne $trui»ftar.Sto tonte”" Aujtl. Lrosch. 9(1.2.) gegen Einsendung von 200 Ml.
ÜSpez. flrzi Dr.ßoIIaender’s "ÄJ
ßrantFurt n.M., Bethmannstratze 56. (8886
„Was gedenken Sie nun zu tun, Gras Mellen- heim?"
„Ich weiß es nicht", antwortete er dmnpf. Die lliacwißheit seiner Zukunft senkte sich wie ein quä-
(Nachdruck verboten.)
Die Abenteuer' des Grafen Mettenheim.
Roman von Gertrud v. Brockdorff, rcpurigh' by August Scherl G. m. b. H. Berlin " 1922.
42. Fortsetzung
.^ie konnten Sie mir Nachreifens
,Sie hatten in Wien die Adresse eines Budapester
Hotel sangegeben." t
„Ich bin niemals in Budapest gewesen."
„Das erkannte ich leides zuspät. Ich reiste nach dopest, um Sie zu treffen."
„Wir seltsam!" sagte sie. Der Ausdruck deS Schieb» schwand ans ihren Zügen.
„In Budapest wies mich eine Spur nach Buka-
Die Flucht vor
Müllnheim sprach von feinem Besuch in Somögy. ^2phie Sslutze^ fragte: ,
vom Roten Kreuz.
Meldestellen:
Station 1: Salziger, A., Assöllerstr. 19, Tel. 264.
Station II: Maas, Balduin, Ketzerbach 26, Tel. 468.
Station III: Müller, Cbrist., Untergaste 7, Tel. 426.
Station IV: Kramer, Josef, Am Grün 56, Tel. 290.
Sonntags: Bon 2—8 Rathaus,'Tel. 118 oder 119.
Der Wert der Mark im Auslande.
Frankfurt, den 12. Jannar 1022.
ftrophentzausse an- fr:n deutschen Vfrs
Ainü u*ö lieben tjt. Stets werden auch wir dafür wirken, daß unser bleibt, was unser ist. Den um Glauben und Heimat kämpfenden Brüdern und Schwestern aeloken wir aufs neue Treue um Treue und rufen ihnen zu d-n Trotz und Trost der Großen von Weimar: „Wir wollen sei» ein einig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr!" und „Versäumt nicht, zu üben di-- Kräfte des Guten, wir heißen euch hoffen!"
Die zweite wider die Kriegsschuldlüge gerichtete Kundgebung, die vom Gesamtvorstand einstimmig angenommen wurde, lautet:
„Der in Weimar zu seiner Herosttagung versammette Besamtvorstand des Evangelischen Bundes, dem Vertreter aus allen Gauen des Vaterlandes angehören, erkennt es als eine Gewissenspflicht, gegenüber de» fort und fort erhobenen, mit allen Mitteln der Entstellung gepflegten, die ganze Kulturwelt vergiftenden Umlage, daß Deutschland den Krieg verschuldet habe, auch an seinem Teil einmütigen Widerspruch zu erheben. Nicht nur unsere eigene gewissenhafte Ueberzengung führt uns dazu. Je mehr die Staatsarchive sich öffne», desto unzweideutiger tritt zu Tage, daß das deutsche Volk und seine Regierung den Krieg nicht gewollt hat, daß er uns aufgezwungen wurde. Wir tragen als Besiegte die Lasten, die der unglückliche Ausgang des Krieges uns auserlegt. Aber daS Unrecht der Schuldlüge, die zu dem Gewaltakt des Versailler Friedens geführt hat, zwingt uns zu rüdikUIofet Al-wehr. Mögen die rechtlich Denkenden in allen gegnerischen Lagern den wahren Sachverhalt erkennen und die verheerende Wirkung ermessen, die neben der allgemeinen Not die deutsche Bildung und Wissenschaft bis zur Brrlümmrung betroffen. Möge insonderheit der Protestantismus der Welt sich die Gefährdung vor Augen beiten, die das evangelische Wesen :n Deutschland bedroht, solange ein ungerechter Friede, der in Wahrheit nur ein immerwährender Unfriede ist, mti seinem maßlosen Wirtschaitsdruck die rolle Entfaltung der Gotteskräste des Evangelium? im Volksleben lähml. Wir wnsen in dieser Beziehung nur auf das eine hin. oaß selbst die Bibel Luthers für die ärmeren Mitglieder der Gemeinden, wie für die nachw.ichsende Schuljugend ein unerschwingliches B ich zu werden droht.
Gottes Segen über jeden, der dazu beitragen will, der Wahrheit und der Gerechtigkeit zam S»ge z» verhelfen!"
in
Zürich Amsterdam Kopenhagen Stockholm üliien
Prag London
New Port Pari,
Geschäftliche Mitteilung.
Zur Erhaltung der Schuhe!
Ein ganzes Vermögen kostet jetzt ein Paar neu* Schuhe, weshalb man sich um so mehr des grobe» Wertes der Fußbekleidung bewußt wird und größtes Interesse daran hat, die Schuhe vor vorzeltger Alters- schwäche zu bewahren. Um dieses zu erreschen, darf man deshalb nicht den ersten besten Schnhputz kaufen, sondern man mutz retslich überlegen, welche Schuhcreme die zweckmäßigste ist. Rur solcher Schnhputz, der genügend Fett enthält und in die feinen Poren des Leders eindringt, garantiert die Haltbarkeit des« selben, und schützt vor dem Eindringen von Master, biclute Scherbett bietet in bezug auf Zusammensetzung da? weltbekannte „911 c 11 n“, welches in feiner erstklassigen Qualität sich stets gleich bleibt m» unübertroffen dasteht.
fisch.' Montanindustrie, vor nichts zurstöschreckt Leben bat begonnen!
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Futiererbsen Ackerbohnen Linsen Micken Lupinen blaue „ gelbe Seradella alte „ neue llrockenschnihel Runkelrüben Möhren, rote gelbe Mohn Torfmelasse Wleienbeu, lose Kleeheu
Berliner Produktenmarkt.
Preise für 100 Psb. ab Station:
Bert iw. bett IS. Zamwar 923.
©ein*. Stimme klang tonlos. Er begann von de tr,®crfauf des Smaragden, von dem amerikanischen Paß und von der Kapttalsanlagc auf der Ungarischen Zentralbank zu sprechen.
Die Gräfin unterbrach ihn mit keinem Worte. Er vermied «S, sie anzusehen. Er sprach, als erzählt» er itgcnd eine sernliegende Geschichte, deren Vorgänge ihm im tiefsten Grunde gleichgültig waren. Ter Alp aus seiner Brust schien von Minute zu Minute stärker in lasten. Die lähmende Angst vor der Zukunft fraß jeden anderen Gedanken.
Tas Abenteuer, das fei~c T. r>:n in Spannung er halten hatte, war zu Ende. Die Gräfin würde ihm ein freundliches Taukeswort sagen und ihrer Wege x Heu. Was zurückblicb, war die grinsende Alltäglichkeit, der Kamps um Brot und Arbeit', die grüne Livree nn ddie engt, lichtlose Stube in der Glockengasse.
Mellenheim sprach immer aufgeregter unb hastiger,
i Daß unter diesen Umständen der Dollarkurs flt.r - 11009 emporgcklettert ist, kann nicht htinber nehmen Di? der neuen Markentwertung folgt für das deutsch« t k-lk neue Teuerung, verschärfte Not. Die ungeheure Devifenvertemrung macht nicht nur den Bezug aus ländischer Kohle zur Auftechterhaltung der lebensnotwendigsten Industrien fast unmöglich, sondern sie ge sährdet «fad? die Volksernährung aufs Schwerste. Di: Arotgetreideernie de? Jahres 1922 betrug nur <4 Pro»
beschränkt sich diesmal auf die Valutawerte, auf Schl'' fohrts- und Braunkohlenwert: sowie auf die obersch'e
IHl gatte, ihre private» Verteilungs- und TranSporlein- fi’ richtunge» dem rechtswidrigen Zutritt Poincares recht-
Die Franzosen setzen die Aushungerung und Lahmlegung der deutschen Industrie, die sie mit der Auslieferung . Ost-Oberschlesiens begonnen haben, systematisch fort. Nachdem Poinears seine Hand auf das Ruhrgebiet gelegt : ht verbleibt Deutschland zur freien Verfügung nur noch ttinc ganz minimale Kohlenförderung, vor allem b-im kt Deutschland verbliebenen Rest deS oberschlesischen - Kohlenreviers und die Braunkohlenerzeugung. Leider fsrit auch die oberschlesische Förderung mehr rückwärts a(.» vorwärts. Die Durchführung der Pläne Poincares iP Kichrgebiet müssen daher zu einer Kohlenkatastrophe unb tu einem völligen Zusammenbruch der Kohlenversorgung
§Whlyttks?WsNkr-MWleljZ.
Die Dezemb'r'onftcenz der westdeutschen Handwerkskammern Arnsberg, Aachen, Bielefeld, Kassel, Koblenz, Detmold, Dortmund, Düsseloorf, Köln, Münster, Saarbrücken, Trier und Wteslxrd?» fano in Dortmund im Magistratssitzungssaa! statt. Die sehr stark b suchte Konferenz nahm zu Beginn der Sitzung e-n Referat des Herrn Professors Dr .Bürger über die Ge-verbe- förderung entgegen. Die Aussprache über , diesen Punit gab der Vertretung des westdeutschen Hanöweris Gelegenheit, an die Regierung in Berlin das Ersuchen zu richten, sich Mehr als bisher des rüeinischen Gewerbes anzunehmen. Di: Konferenz nahm Kenntnis von einem Erlaß des Reichsfinanzministers, wonach eine Rückvergütung der durch die wirtschaftlichen .Sanktionen entstandenen Schäden in Aussicht gestellt wird. Die Auffassung der Konferenz ging dahin daß der späte Zeii- punft der Rückvergütung eine tatsächlich? Entschädigung der Verluste nicht annähernd zuläßt. Gegen die Einräumung von Krediten seitens des Reichs, der Länder und 'Aemeinden an Konsumvereine wurde Einspruch erhoben Der Vorort machte Mitteilungen von Berichten über die wirtschaftliche Sage des Handwerks in Oesterreich, die eine ganze Reihe von Anregungen enthalten, die für das westdeutsche Handwerk wertvoll sind Ferner befaßte sich die Konferenz mit den Methooen der Kreditgewährung der preußischen Zentraigenossenschastskasse an gewerbliche Mittelstandsinstitute, die als vollkomm-n unzureichend abgelebnt wurden. Der Plan einer Organisation des Kunsthandio rks im Bezirk oer westdeutschen Kammern wurde eingehend erörtert. Der Hauptschwer- punkt dieser Organisation soll au? die wirtschaftliche Seite gelegt werden; der Hauptzweck soll die Vermittlung von Aufträgen an das schwer leidende Kunsthandwerk sein. Bei dieser Gelegenheit wurde von neuem auf die drückende Last der Luxusfieuer hingewiesen, die das Kunsthandwerk zu einem großen Teil unbegründet zu tragen hat.
Auf dem Gebiete des Verkehrswesens wurden Wünsche für den Sommersahrplan geäußert. Ferner nahm die Konferenz zu dem Verhältnis der Personen-Tarfe zu den Gütertarife» Stellung, das immer mehr zu Ungunsten des Gütertarifs verschoben wird. Mit Rücksicht auf die Wirlungei: d-kser Euuvicklung auf oen Material- transport im Handwerk wurde gegen diese Tarifpolftit Einspruch erhoben. Ein weiterer Berutungsgeeienstand war die Auffassung der Preisprüfungsstellen über den Begriff Wucher. Hierbei wurde einc große Verschie- deimrtigkeit der Rechtsprechung in den einzelnen Bezirken sestgestellt. Die Gewerbestenerreform. die zur Zeit unter dem Eindruck einer bevorstehenden Veröffentlichung des Regierungseniwurss steht, wurde eingehend besprochen, desgleichen die Befreiung von der Umsatzsteuer und die Stellung der Baupnoduttivgenossenschasten in dieser Frage, sowie die Entwicklung des Arbeiksrnarttes.
Hesfen-Naffau und Nachbargediete.
Wtesbaden, 11. Jan. Dte Landwtrtschafts- kammer für de» Regierungsbezirk Wiesbaden trat am Freitag zu einer außerordentliche» Vollversammlung zniammeir, an der 30 Mitglieder teilnahmen. Den Vorsitz führte Oekonomierat Bartmann-Lüdicke. Die Versammlung hatte sich in erster Linie mit der Erhöhung der Beiträge zum Ausgleich des Haushal- tungsplanes zu besaflen, die um 3000 Prozent, also auf 3575 Prozent des Grundsteuerertrages beantragt war. Demnach sind zu zahle» für 1922 für den Morgen Land im Kreis Biedenkopf 65 M, Kreis Westerburg 167 M, Kreis Usingen 196 M, Unterlahnkreis .208 JL, »«eU St. Goarshausen 208 M, Kreis Limburg 345 M, Rheingaukreis 565 M, Obertaunuskreis 576 Jt, Landkreis Wiesbaden 624 M, Stadtkreis Frankfurt 672 M Ein Antrag, bei einer weiteren Geldentwertung automatisch den Beiwag nach dem Roggenpreis bis auf 10000 M zu erhöhen, wurde ab« gelehnt. Weiter verhandelte die Versammlung über verschiedene Beschwerden, so über das immer noch bestehende Sondergesetz der zwangsweisen Fleisch- und Trichinenschau für Hausschlachtungen, gegen die Versetzung des langjährigen Tierznchtinspektors Dr.Torn- ebe aus dem Kreise Biedenkopf nach Frankfurt und gegen die Zwangseinmielung in Bauernhäuser, die gar nicht zur Vermietung eingerichtet sind und gegen die zu niedrige Hausmietebemeffung. Endlich beschäftigte sich die Versammlung mit der Aufhebung der Zwangswiwschast im Getreidebau für 1923. An den RcichSemährungsminister foll durch die Landwirtschaftskammer eine Anfrage gerichtet werden, um die erwünschte Aufklärung zu erhalten.
Göllingen, 10. Jan. Bekanntlich ist die sinan- zi'lle Lage des Stadttheaters und der städtischen Kapelle derart, daß noch immer mit einer S^icßung de sTheaters in der nächsten Spielzeit gerechnet werden muß. Um das zu verhüten, hat die neugegcün-
Virtschast des Ruhrgebietes hineinzutragen. Diese Ver- _____ kchetung stellt den Gipfel verlogener Heuchelei bar. Es »»mU sft selbstverständlich, daß man auf deutscher Seite nicht »ttrarten durste, bis die Franzosen die in mühevoller jahrzehntelanger Arbeit geschaffene Organisation des Koh- tznsvndikats mit Beschlag belegen und zur Durchsetzung tzrer Ziele eine einheitliche Kontrolle der Ruhrkohlenproduktion und Ruhrkohlenversorgung benutzen. D ie Verlegung und vorläufige Tätigkeitseinstellung des Kohlen jhndikats stellt einen durch die Sachlage gebotenen unb .pan den Franzose» provozierten deutschen Gegenzug bar, .her allerdings Poineare die Durchführung seines Plai-es
Sie sagte, sehr leise, mit leeren, weitgeöffneten Au- in denen sich ein unbestimmtes Grauen spiegelte: --Äch habe es verlernt, an Zufälle zu glauben." , ^ellenh.rim wußte keine Antwort, er dach.e wieder luu i t‘ntm sonderbar hellseherischen Erschrecken:
stehen vorgezeichnete Wege. — Alles ist Schick- ,»yt<* 7? Eie waren am Ende der Straße angelangt. Ein