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In: Vertrages stehe, ohne Bedeutung, denn in fctn UktiKl selbst sei die dort festgesetzte Verpflichtung von einer Vowusfttzung abhängig gemacht, die für Deutsch» fa* nicht zutreffe. Wenn frvnzvsischerseits versuchl loerde, hieftn Sachverhalt, nachdem er zunächst zugegeben wurde, «chträglich in Zweifel zu stellen, so sei das um so onf- sollender, alS gerade die Tatsache, daß Nichtmitglieder des Lölkerbmcke» wie Deutschland und Rußlaiw <m dem IrtiKl 10 nicht gebunden seien, auf der Konferenz in Genua eine Rolle gespielt habe. Aus dem Konstrenzpro»

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berichterstatter stellt fest, daß bte allgemeine Stim­mung In Frankreich Poincarcls Vorhab«, unter­stütze. E sset möglich, daß zunächst etwas von Deutschland eingehn werde. Potncans werde daher vielleicht einen unmittelbaren Erfolg haben. Lei­der werde dieser Erfolg, der an sich schon zweifel­haft sei, ganz illusorisch sein und wahrsäzeinlich er­zielt werden auf Kosten der vollkommenen Zer­störung des deutschen Kredits, was spätere sub­stantielle deutsche ReparaÜonszahlungen ganz un­möglich mstchen werde. .

P a r t s, 8. Jan. Rach der Paris« Presse mutz Deutschland darauf aefatzt sein, daß die Stadt Essen an der Ruhr am Mittwoch von etwa 5000 Mann französische, Truppen und einer belgischen Brigade besetzt werden wird. Die Besetzung von Ssien, dem Sitz des deutschen «shlensynditats. scheint als Sanktion nach dem Muster der früheren Besetzung non Düsseldorf und Duisburg-Rubrort geplant zu sein und ist kaum in direkten Zusammenhang mit Poincarö» Psänderprogramm im Rheinland und im Ruhrgebiet für ein nach dem 15. Januar zu ge- wührende» Moratorium zu bringen.

Kl en Sol* «e«r eben»

«ationskommiss ou aukerlegten Verpsticktungen ani den Gebieten der Solz-. Ko'Ken« und Pflastersteinsieferunqe» nick, in vollem Umfange erfüllt hat, trotzdem dir sämt­lichen beteiligten deutschen Dienststellen von Anfang an »en testen Willen- gehabt und ebn and: in allen Cwd'en der Durchführung immer wieder an den Tag gelegt baden» die Lieferungen bis zur Grenze der Möglichkeit ausz»» sttbren. auch wenn dadurch der deutschen Wirtschaft un­erträglich erscheinende Lasten aufgebürdet werden. Da» teidvcise Versagen der Pemübunaen ist daraus zurück;»» iühveu, daß diese Forderungen von vornherein d-e Set» stilNaSMiakcil der deutschen Wlrilckalt weit übersttegen. Beispielsweise barckelt es sich bei Hol» um die Bn-orüe- enttfl von 55 000 Kubftmeler Schnck bo!' und 200 000 Telegraphenstangen. Davon wurden geliefert bis 30. September 1922 35000 Kubikmeter 6e$ro 65000 Stück. Die Forderung aus PiMetsteiu« lautet auf 80 Mill, stück. Die Forderung wurde auf Grund eigener Erkennt­nis der Neparatiousüomm ssion von einer Lieierun-s- menge von 16 600 Tons monatlich an* 7500 Tons ab 1. August 1922 heradgefetzl. Die geleistete monarl-ckr Durchscknittsmcnge betrug edva 7000 Tons. Ferner ist zu betonen, daß Streiks, S tantoart fdinuengtriten nutz andere nicht von der deutschen Regierung zu verirrtenda Umstände und nicht zum wenigsten vertrogswidrige band» luuzo« franzüsischer DienWellen bi» Lieferungen ermäßigt haben. Von einem Verschulden oder gar einer absicktluben Verfehlung der deutschen Regierung fan« hiernach nicht , im entferntesten die Rede sein. Brr Leu Stickstoistteti» nuigen und dem La Trxsuerschcn Projekt baubeit es sich um Borverhaudlungen. bet denen die deutsche Regierung vollkommen korrekt verfahren ist. Eine Verfehlung gegen Bestimmungen des Versailler Vertrages kann umso wem- ger in Frage kommen, als eine 9ln Forderung der Reva- rtaienSSominifiion in dieser Hinricht überhaupt mcht vorlag Daß man eS im Rahmen der Teuffcknit zur Koustatierung einer Verschuldung der deutschen Regierung mit hcranzieht. ist nur ein Beweis dafür, wie wemg tatsächliches Material der französ-icken Regierung für chre Behauptungen zur Brrsüguug stebt.

T ie jDberbelfttdw Seltne, eef»etnt letbemal »eieewtei» ewnatU*

800 Mk. mtt Zustevungsgebüdr. Für aueialerne Xuewete lur»i,e Stteiw »eet elementarer Ereizuiiie tetn Srtatz. Verla« een vr. l. Hl,ersetz. Trw< »er Unlo^vuchdruikerel von So». »*a. «*. »«r't 3 3. - Retnwee*« 56. Boe« fche-lonts: Re. 5015 1ml Frsekkurr «. Welx.

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wegzukommen.

DemSBerf. Tayebl." zufolge beschäftigt man In den Svitzenorgantsationen der GewerNckaften dem Plane gegen den Einmarsch der Franzosen melrJam grob.« Kundgebungen ohne Unterschied Partei sprechen sollen.

Paris, R. Ian. Die Action Fraucaise verlangt seit einigen Tagen scharfe» Vorgehen gegen alle Fran­zosen. die nickt mit der Besetzung de» Ruhrgebeit» ein­verstanden sind und die» in der Oesfmtlichkeit zum Ausdruck bringen.

Pari», 8. Ian. In Marseille und Toulouse haben Lestern Die sozialistischen Parteien, die Liga für Menschenrechte und der ccklgemcine Gewerkschaft»» bnnd Kundgebungen veranstaltet. ES wurde eine Reso­lution angenommen, die sich gegen eine Politik wen­det, die au? Zerstückelung Deutschland» und über das Recht der Völker, über sich selbst zu verfügen, gerich­tet ist. In der Reparationsfrage und in der Frage der Ausführung de» FriedenSver.rage» von Beriailles soll ein Schiedsgericht de» «öikerbunbe» entscheiden.

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Sertin, 8.Ian. Der Reichskanzler gewährte

Die drsvtdt Asü.

Die Nachrichten, die aus Parts vorliegen, lasse» keinen Zweifel daran auffommen. daß die stanzöstsihe Gewaltpolitik schon in der nächsten Zeit zu den en» gedrohten Maßnahmen schreiten wird. Tie Anhörung deutscher Vertreter vor der Reparationskommission trat nichts weiter al» ein Zwischenspiel, da», wie ef scheint, auf Wunsch de» englischen Vertreters einge- schobrn worden ist, durch das sich aber der französische Ministerpräsident in der Entialtung feiner Gewalt» pläne nicht im mindesten hat stören lassen. Tie Vorbereitungen, die für die Besetzung weiteren deut­schen Gebietes getroffen werden, sind seit Montag in vollem Gange, und es ist sehr wahrscheinlich, daß der Auswärtige Ausschaß, wenn er am Mittwoch zu­sammentritt, bis zu einem gewissen Grade schon vor vollendeten Tatsachen stehen wird. Es wird also jetzt ernst mit einer Gefahr, die immer über unseren Häup- ten schwebte und die auch durch die Erfüllungspolitik bis zunt äußersten nicht beseitigt woroen ist. Wem» heute noch Zeit und Anlaß wäre^ zurückzuschauen. sch könnte man feststellen. daß diese Erfüllung-Politik, die auf der Gegenseite den bösen Willen überwinden sollte, tatsächlich doch nut dazu geführt hat, da- Deutschland die unvermeidliche Schicksaisptobe bestehen muß, nachdem seine inneren Kräfte aufs äußerste er­schöpft worden sind. Aber alles Rückwärtsblicken ist jetzt vom Uebrl. Die Gefahr die uns bedroht, er­fordert, daß mir alle Kräfte und alle Aufmerksamkeit. in die nächste Zukunft richten, damft wir ver un­geheuren Gefahr, die unS droht, doch schließlich noch Herr werden können.

Ter Reichskanzler wird am kommenden Mittwoch nicht zu dem auswärtigen Ausschuß, sondern in erster Linie zu dem deutschen Volk sprechen. Seine Rede wirb veröffentlicht werden und sie wich dessen find wir sicher dem deutschen Volke als W g richtu ß diener können, wenn es sich jetzt darum handel^ durch die Wirrnisse per nächsten Zeit hindurchzukow- men. Die Regierung hat sich, seitdem sie die Führung der Regierung übernommen hat, niemals einem fal­schen Optimismus h ngegeben. Cie war über die Stim­mungen in London und in Washington genau unter­richtet und wußte, daß der Widerstand und ine Aktivi­tät, an denen sich zunächst Frankreichs Gewaltpoli­tik brach, ihre zeitlich sehr eng gezogene Grenze hatte. Jnfolgchessen rechnete sie damit, daß Herr PoincarL alle Vernunftgründe in den Wind schlagen und durch seine Gewaltanwendung dem Haß» und Rachegefühl der französischen Politik Lust schassen würde. Die Regierung ist also gerüstet und aus alles vorbereitet, was auch kommen möge. " Sie wird es nicht daran setzten lasten, im Augenblicke der Gesahr zum deut­schen Volk« zu sprechen und namentlich zu demjenigen Teile unserer Bevölkerung, der dem sranzösischen @r wa'tstreich unmittelbar ausgesetzt ist. Cie wird auch .gegen Frankreich die einzig mögliche Politik durch­hallen. Sollte Herr Poincare wirllich die Keckheit besitzen, und nach vollzogener Gewaltverhandlung mit der deutschen Regierung anknüpfen, so würde « «ß

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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurheffifche) OSerheffe

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Berlin. 8. Jan. Dir französisch; Presst verössrnd' «Sfe ein? Dmlschrist der französischen Regierung über »i? deu'sch'n Sachliestruugen. di« den Nachweis erbringen totr, daß D'utschland bei der Lieferung von Kohlen, ^lr. Pftastersteinen, Schotter und Stickstoff und in der dehrMung des sogenannten La Trocquerschen Planes ^genüber den ihm obliegenden VerpiliÄtnngen sich spsie» lisch absichtlich Bersehlungen-habe zu schulden kommen Me«. Den Behauptungen ist bezüglich der Kohlen- ^-ruuzen bereits in einer ausführlichen Detökrentlicktcng

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einmütiger Widerstand.

Berlin, 9. Jan. Gestern abend fand unter dem Vorsitz des Resivskanzler» eine Mtntstervelprechung statt. Die Rachrtchten, die di» a-stern avend an Ber­liner amtlichen Stellen au» Pari» etngegangen waren, ließen, wie die Blätter schreiben, kaum mehr einen Zweitel darüber, datz die sranz»sische Aktion, die zu­nächst auf die Besetzung von Esten und Umgebung ab­zielt, mtsächilch zur AuSfühnmg kommen werde. Alle Mögltchletien. dte sich für Deutschland auS einer Be­setzung EstenS ergeben, seien in der Minlsteobespre- chung erwogen worden. Einhellig sei die Ueberzcugung zum Ausdruck gekommen, datz dte Aktion ais ein Bruch des Versailler Vertrages anaeseden werden mützte. SBeMx Matzregein die deutsche Negierung treilen wird, bleibe abhängig von dem Umfange de» französischen Vorgebens. Wie die Blätter weiter schreiben, ist sich die Retchsregiernng darüber Im klaren, datz die näch­sten Tage dem deutschen Volke und seinen Vertretern Enticbetdungen von autzerordentilcker Tragweite aus- erlegen werden. Sie ist aber durchdrungen von der Ucberzengnug, datz das Einbeitsbewiltzts-in und der Opserwille des deutschen Volkes die starke Front tm Innern verstellen werden, die gegenüber den gewalt­samen Uevergriffcn Frankreichs notwendig sind. Hin­sichtlich der pariamentartschen Lage schrerden die Blät­ter, datz die Parteien des ReichtagS von recht» bis l'nks bei der Abwcbraktion gegen da» fran,Ssische Vor- geden einmütig hinter der Regierung sieben werden. Tie Blätter bringen eine Reihe von Meldungen auS Westd.misch'.and über dte kranzSsiscven Vorbereitungen zum VornmZch. So seien, -einer Nachricht aus Esten zufo'-'e, die französischen Truppen schon in grotzem Umfange an die Grenze des besetzten Gebietes, namentlich nach dem Ruhegebiet bin, vorgeschoben worden. In den Kasernen der Besatzungstriivven In Düsseldorf herrsche fieberhafte« Leben. Auf den Siratzen zeigten sich zabireiche Panzerautomol ile und mit Truppen besetzte Lastkraftwagen. Aach einer Zei- trnigSmeldung ans Mainz soll auf den Strecken Ceblen-Köln und EobleuzTrier der Güterverkehr zum Teil zum Erliegen gebracht worden sein, um die Strecken für Truppentransporte frei ?,« machen. Aucv aus der Pralz w^'deu starke TroPdentranSvorie ae- meldet. Wte die .Voff. Ztg." au? Köm meidet. iriM das neue Unrecht die volltischen Parteien des Rv-In­landes nicht unvorbereitet. Bel a«er inneren Er- teettna, die In allen Kreisen von ganz Links bis Reckcks zum Ausdruck kommt. Herrscht dock, eine niMoe E'ft- schlossenbeit. Der unbeugsame etnbettitrne Wwe de-- ganzen beutfeben Volkes wird den Sbelnlftnbern dazu verbellen, auch über diese neuen schweren Zeiten vln

Dee Anzeiqeirvrei» beträ zi iür ve« OgetP Zeileninilllmeter 80.00 W,(Äleje' e. SeiHliee» amelatn 25*1. roentaeet ÄmtWdx un» «ueta. Anzeige» 25 Ät Sei «bwieei e» Saa i*ieu «ufi<bl«a. Spät einlaufenbe aber een Raum übe» *1. Seile eiwebmenbe Snieiaen»erben na» bet lejtlpnltenbrelte bereMet t-'eName» ver 3eiUnmiaimeter fifl Mk. Jeder Rabatt gilt al« »nrrahatt »eleqe werden berechnet. Bel »nr- knnft bnech bU veichätwit. u»o Sermittlun« her «naehote 20 XX, bei Hebetlenbun« durck nn« 50. Mk. ohne Port».

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ftamm habe der Vorschlag gestanden, daß alle Länger dir gemeinsame Verpstichtung eingehen müßten, sich i des @y* ^ristS auf ihre Nachbarn zu enthalten. Der Zweck die­ses Vorschlages fei nach der auSgesprockienen Absicht kr Alliierten gewesen, den Artikel 10 durch eine auck Mr D.'utsckstrnd und Rußland blickende Berpstichtunz W ergänzen. Der Borschlaa sei bekanntlich in Genu» Mt verwirllicht worden. Di« internaichnal-rechtliche &g«, der er feine Entstehung verdankte, besteht mit» hi» auch |e|t noch, so daß die Annadme des deutschen Lerschtags tatsächlich eiW vertragliche Festlea- Ang de» deutschen FriedenS«iil«-n» zur Folge .»habt bätw, Wir-, sie rechtlich zur Zeit «och «cht gegeben (et

Mf die Frag«, warum in dem Vorschlag für die Str» vo-gszeit «in Krieg nicht überhaupt auSge- schlsssrn, sondern von einer Voiksahstimmung ^hängig gemacht wurde, äußerte der Reichskanzler, daß fce Abhäugigmachung einer KrirgserNärunst von der kslksabstinimung nicht deshalb vorgeschlagen sei, weil die bevtscke Reoicrung irgendeine Möglichkeit zu einer Krii-gs- Eärung hätte behalten wollen, sondern ledialich darum, »cil sie damit die stärkste und. zugleich zeitgemäßeste Sicht-

. r" bringen Unser Vorschlag ist nicht eine Geste, nicht ' Nlanöver vor der Pariser Konferenz und noch bid dfkiia-r ein Freibrief für Uebersälle ans andere ftiedl che lad. ent w die übelwollende Deutung uns unterkgen ^löcl'ie In 'SLahrhcit beabsichtigen wir ein praktif>hes : fe ir&n* in einer Frage zu erzielen, an 6er die ganze I ^ uschhcit interessiert ist. Wir konnten zunächst tat -riiitu allgemeinen Rabmen für das Al-'ommeu an« f Ktka, Hessen Eirnzlheiten dann in offen»r Aussprach« Avisch'n den R-gierpngen HLtten zrregrlt werden müssen.

^ügegengetreten worden. Auch bezüglich der übr-g-u e-^chlieferungen wird jetzt von zuständiger deutscher Stelle 7^4 detaillierte Darstellung des Sachverhalts der Rach­es erbracht, daß die ftanzösisehe Denkschrift in jedem - eint absichtliche Verfehlung Deutschlands künst» touflrokrt. Die deutsche Erwiderung kommt zu- I «^unenfasseick zu folgendem Ergebnis: ES wird zuge- daß die deutsche Regierung die ihr seitens der Repa-

emg gegen jede Krieg sm ög li ch kt i t »u bie» ten glaubte. Die Völker selbst sollten zu (Saran- en de» Vertrages gemacht werden. Erne festere Ver» r, , te-a!eru«g des Frieid nstvillens al» die Ueberlassung der MxutschestMng an btt Väter. Mütter und Frauen aller gtettx die sich mit ihrem Blut in solcher Stunde bewußt Krieg einsrtzen müssen, ist undenkbar. Glan» nicht, daß eine solche Bestimmuug den Stieben umfl . r sickert al» z.V ein Urteil des Völker» »iahrf Aber ganz abgesehen von dem idealen demo

Ti^lpn Wert unseres Vorschlags siegt es doch aus der 'sich <daß der Weg der Volksabstimmung auch rein dech durch den dadurch bedingten längeren Zeit - brr Folge hakien würde, «Uva im Ent sieben be» d u Ü ^^lkrische Empfindungen zu unterdrücken. An» ?(ir'Glätte die deutsche Regierung nicht einen Augen» koL'i.-zözert. einem Gegenvorschlag ihre Zustimmung kfm,kn. der einfach den Regierungen für die Vertragt- * Verpflichtung auferlegt hätte, keinen Krieg zu ^ren wenn der Gegenseite eine solche Vereinbarung ***-+ fiter erschienen wäre. Ihre Ansicht, daß eine gk^erlmgssvrm nicht den glfirben moralisch esset' gehabt haben würde wie der Vorschlag, den ^^EfMacht haben, würde sie zurackgestellt haben, um etwas für die Sicherung des Friedens zustande

em hiesige« Vertreter derTime»" aw Utttettebung #tr den von Deutschland vOlgeschlagenen Frie» , Itnlielt: Auk die Frag«, ob der Pakt nicht ange-

edet Lhts des Art. 10 der Bölkerbundsakte überhaupt über» pss'-g gewesen sei, erwiderte der Reichskanzler, daß sick SSCJ Buickesmitglieder in Artikel 10 der Böllerbundsakte hdiglick verpflichtet hätten, die Unversehrtheit des Ge» Huts und die bestehend« politische Unabhängigkeit der Aiuckesmitgüeder zu achten und gegen jeden äußeren An griff zu wahren. Art. 10 begründete also nach feinem fcttn Wortlaut eine Verpflichtung nursürdieMit- Glied et de» Bunde», nicht aber für Dtut sck» (anb, ba» bem Bunde nicht angehört. Gegenüber dieser Oachlage sei di« Tatsache, daß die BölftrbnickSakte an M Spitze de» von Deutschland unterzeichneten Versml»

Zur Besetzung les Ruhrgebret».

Berlin, 8. Jan. Die Blätter schreiben ,u der Ankündigung in der französischen Presse, datz die Pariser Regiernng nach der Besetzung E s s e n 3 in direkte Verhandlungen über ein Moratorium mit der deutschen Regierung ein­treten wolle, die Besetzung Essens sei das un­geeignetste Vorwort für die Eröffnung der direkten 'lussprach^. Sonderverhandlungen mit Frankreich über die Reparationsfragen seien für die deutsche Regierung ein« Unmöglichkeit, da laut Friedens- Vertrag nur die Gesamtheit der Entente als Ber- handlungsfaktor in Frag- komme. Gegen die Be- etzung Esiens, die eine Vergewaltigung des Der- ailler Vertrages- sein würde, habe das entwaffnete Deutschland kein anderes Mittel als das des Pro­testes-, wovon es auch Gebrauch machen werde. Uebrigens hoffe man, datz Frankreich selbst sehr bald zu der Einsicht gelange, datz derartige Gewalt­mittel am allerwenigsten geeignet seien, um Repa­rationen zu erhalten und die zerstötten französi­schen Gebiete wieder aufzubauen.

Nach Meldungen aus dem Ruhrgebiet sieht man dort mit yu Higer Gefaßtheit dem Kommenden entgegen. Heute nachmittag soll in einer Minist-erbesprechung ble Haltung Deutsch­lands zu dem drohenden Gewaltakte Frankreichs erwogen werde«.

Essen, 8. Jan. In der Gegend von Uerbtn« gen finden große Truppenübungen statt zur Vor­bereitung des französischen. Einmarsches in das Ruhrgebiet. Die ftanzcsischen Militärbehörden haben im Verkehr zwischen bem rechten und bem linken Rheinufer eine scharfe Post-, Telegraphen- und Telephonzensur eingeführt.

Paris, 8. Ian. Das AbendblattParis" teilt mit, 9 Divisionen feien für die Besetzung des Ruhrgebiets bereitgestsllt. Es fei aber wahr­scheinlich, baf diese Ziffer auf 7 herabgemindert werde durch die Beteiligung von 2 belgischen Be­satzungsdivisionen. Einige Armeekorvs vom Rord- csten Frankreichs würden an der Besetzung teil- nehmen, beim ihre Truppen würben bi« Garni­sonen "beziehen, die die nach dem Ruhrgebiet ge­regten Truppen jetzt belegten. Im ganzen schätzt das Blatt die notwendig« Truppenzahl auf 50000 Mann.Petit Paristcn" verbreitet die Nachricht, datz 40 Bergwerksingnileure und Ingenieure der Marin« nach Esten abgereist feien. In Esten wür­dest sie auf die Hauptbergrnerke im Ruhrgebiet ver­teilt werden. Ihre Abreise fei in größter Stille vor sich gegang-en. Den Mitgliedern sei der Ort nicht bekannt gemacht. Nachmittags hätten die Abteilungsleiter längere Besprechungen mit bem Minister für öffentliche Arbeiten unb mit bem Gs- neralinspettor der Bergwerke Esst« gehabt. Dazu erklärtPetit Parisien": Die Jitgenieure würden zunächst in Düsteldorf Anfentalt nehmen, wo dir Regierung ihnen neue Instruktionen werde zn- aehen lasten, wenn der vsm Ministerrat festgesiellte Plan zur Durchführung gebracht werden soll. Der Ministerpräsident habe beschlosten, am Donnerstag in bet Kammer zu sprechen. An biefem Tage roerde er wohl ht der Lage sein, den Abgeordneten Mitteilimgen von den bereits ins Werk gesetztsn Maßnahmen zu machen. Ferner erfährt das Blatt von seinem Betichterstattor über Truppenbewegun­gen, daß das 149. und 52. Feldartillerieregiment (Spinal sehr bald abbefördert würden. Die beiden Regimenter sollen am Mittwoch am Rhein.sein.

London, 8. Jan. Der Pariser Bericht­erstatter betTimes" schreibt, seinen Informa­tionen zufolge würden die sranzöfischen Santtionen vor bezw. unmittelbar nach dem 15. Januar be­ginnen, Wahrscheinlich werde Frankreich fchlietzlich einem bedingten Moratorium zustimmen. Da die RegierungLN nicht LLereinstimmen konnten, sei es ouschsinenb Sache der Reparationt-kommission, die Dauer und di- Bedingungen des Moratoriums zu l-estimm-en. Dies werde vielleicht noch in dieser Woche gescheen. Es verlaute, daß dis belgische Re­gierung bei der Anwendung der Sanktionen akiiv ieilnehmen werde unb daß Italien mindestens feine moralische Unterstützung dabei leihen werde. Der Mittelpunkt werbe wahrscheinlich Esten fein. Die Besetzung Vochmns werde, wenn nötig, zu einem späteren Zeitpunkt ftattfinben. Für die Einfüh­rung der französtschen Währung in dem neu zu be­setzenden Gebiet feien die technischen Schwierig­keiten als zu groß erachtet worden. DerTimes"-

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