Einzelbild herunterladen
 

LM

SA- vsv langer Wd norbereitet!

Berlin, 6. Zan. Nach demMatin" fand gestern vormittag am Quai d'Orsay eine Sachver- siändigensitzung statt, an der auch Marschall Fach reilnahm. DemPetit Parisien" zufolge hat der sranMsche Sevetalstab fit die Besetzung de? Ruhr- gebietes Pläne ausgearbeitet, die allen Möalich- teite« Rechn««, trage«. Insbesondere ist der Fall ins Auge gefaßt, daß Belgien und Italien gemein- am vorgehen, aber es seien auch ander« Pläne aus­gearbeitet worden, die vorsehen, daß Frankreich allein Hande!« müsse.» sei Pflicht des großen Ge- neralstabes gewefrn, sich «ich» erst seit einigen Mo­nate«, sonder« schon seit dem S«$t nach der Unter- cheift de» Vertrages (!) für alle Möglichleiten vor- zudeesitrn. Die Nachricht von der allgemeinen Alarmbereitschaft der französischen Truppen tu Mainz wird dementiert.

Anllliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg, Anzeiger für (das früher kurheMchej OSerhesseW

Marburg

MM. he» 8.8MM

Dl Setgaann in Solin.

Berlin, 7. Jan. Wie die Blätter berichten, traf Staatssekretär Dr. Bergmann abends aus Paris hier ein. I» einer Besprechung machte er dem Reichs« konsler Mitteilungen über die Eindrücke, di- er in Pari» von dem Berlanf der dortigen Verhandlungen ge­wonnen hat. SautVorwärts" wird das Reichskabinett

Sie AmrailoMMUsn.

Parts, 6. Jan. $te Separationstom« Mission lat beschlossen, de« Vertreter der deutschen Regierung am Montag nachmittag über di« «ohlenlieserung Deutschlands im Jahre 1922 anzuhören.

Paris, 8. Jan. Me dieChicago Tribüne» mitteilt, hat die Reparationskommission beschlossen, den im Friedensvertrag für Amerika be­stimmten 22prozrntige« Antell an den deutschen Farbstofflieserunge« unter Frankreich, England, B-lgien und Italien auszuteilrn, weil die amerikanische Regierung es unterlasse» habe, ein Organ zur Uebernahme der Lieferungen namhaft zu machen. Wie das Blatt schreibt, haben die Farb- stofflieferungm im vergangenen Jahre einen Wert von annähernd 10 Millionen Dollar gehabt.

Berlin, 7. Jan. DieDeutsche Allgemeine Zei- tung" berichtet auS Paris, daß die Kriegslasten« kommissioue« bei der Reparationskommission die Verschiebung der auf Montag anberaumten Sitzung bean­tragte. da die deutscheu Delegierten nicht recht­zeitig am Montag nachmittag in Paris eintrrssen lönnen.

Sofort!

! Ve rlin, 6. Zan. Es kann als sicher gelten, 6t> die ah Santtion bezeichnete Operation im ku5rgeöict sofort nach der Feststellung der Richt» rfülluug und nach der angekündigten Benachrich- igung des Parlaments erfolgen wird. Entgegen *** Ankündigung einiger Morgenblätter sei noch­mals erwähnt, daß das Datum des 15. Januar nach ^glisch-franziPscher Auffassung keine Bedeutung ^hr hat, da da» Moratorium am 31. Dezember lbgelaufen ist und die geplante Aktion mut durch ** Nichterfüllung begründet werden soll.

Wirt telnll ins InmziM Soli.

Pari», 8. Ja». Die englische Eesandtschaft ließ der heutigen Abenpresse ein« längere Rote zu der Angelegenheit des in der Bank von England dnrch Frankreich hinterlegten Gold«» zugehen. Dieser Rot« zufolge ist England nicht verpflichtet, die 150 Millionen Pfund Sterling, di« Frankreich 1914 nach England, um de» Gowfond» auftecht zu erhalten «nd von England nach den vereinigten Staaten gesandt wurden, an Frankreich zurückzulie- fern, bevor diese» seine t« England ausgenornmene Schuld bezahlt hat. I« diesem Sinne sei »wischen de« beiderseitigen Regierungen am 13. Dezember in Calais «in Abkommen geschlossen worden. Di« englische Rote fugt hinzu, daß eine sich auf diese» Abkomme« beziehende Reserve, di« späterhin von der sranzöstschen Regierung gemacht worden sei. dieserseit» wiederum durch einen französischen Fi» nanzdelegierten in London am 23. Februar 1920 abgebobcn worden sei.

---*--- ttnetilM Sinne.

Pari», 8. Jan. Gleichzeitig mit dem De­menti der Nachricht über die Bevorstehende Ein­berufung einer internatioualeu Wirtschafts-

MWimM.

Bon unserem politischen MÜacheiter.

Eine ungewisse Zukunft liegt vor mrS. Wir wisse.; nur, daß Frankreich btt feste Absicht hat. eine Macht­probe zu unternehmen, um btt Widerstandsfähigkeit nicht nur Europas, sondern auch Amerikas gegen dir Stärkung und Festigung bet französischen Vormacht­stellung zu prüfen. Im Grunde genommen gebt Frank- reich setzt daran, aus dem Ende des Weltkrieges oie Kouseguen.z-« eines Sieges zu ziehen, den «$ gar nicht errungen h»r. Und es wird sich kragen, mir lange und wie weit seine ehemaligen Verbündeten dabei stumm« schauer bleiben. Frankreichs Vorgehen ist aber noch in anderer Beziehung eine Prob-, tzerr Poinrare ge­denkt einen Hammerschlag gegen das deutsche Reichs» igcb.mde zu führen, um sich zu überzeugen, ob das Ge­füge noch staudhStt. Hier kann uns die Haltung der, übrigen WArmachte nicht hellen, denn hier sind mir- selbst unseres Verderb-ns Schmiede. Von uns allefa: hängt es ab, ob wir die innere Spm k äst anib'in- gen, die notwendig ist, um den Reichsbau auch ii( der bevorftchrrwen stürm isihen Zeit zufammenxnhÄ ten. Hier liegt such der Schlüssel der ganzen Lage Denn wenn das deutsche Volk die Schickkalsprobe, del jetzt unterworfen werden wird, geschlossen und ein- heülich übersteht, so werden alte französischen Ber- aichlitiezspräne unfevkm nationalen Dasein nicht gk- fähriich iverde«.

Per-renlicherweise hat man bis setzt durchaus den Eindruck, daß das deutsche Bolck in allen -chichtt»; und in allen Partrilagern fest zusammeechält, abge-s scheu vjelleiM von de«. tzoKmMkoftn KmnAumst.ü, die.man nvrr'lsiagst nicht mehr" einen uatiormicn Bestandteil betrachtet. Der Reichstag wird bis auf weiteres keine Gelegenheit haben, von der inneren Ge- schlvssenheit des deutsch» t Boi es Zei-gu S ob ulegen. Man denkt mit Recht nicht daran, ihn überstürzt einz-'-bernfen. Bei einer etwaigen Knndg-bung des> Parlamentes must man nach den bisherigen Ersahriin- gen immer mit Störungen rechnen. Es li gt also kein, unbedingtes Bedürfnis vor,die Stimme deS Par!amen-! les jetzt schon sprechen zu lasse», zumal die außenneli-, tische Lage noch nicht klar zu übersetzen ist und der Reichstag demnach keine feste Grundlage für feine Er- Alterung vorsinden würde. Dem parlamentarischen; Bedürfnis ist deshalb fürs erste dnrch die Einberufung des auswärtigen Ausschusses Ge-lllge getan, der Mitte dieser Woche zusammentreten wird. Ailerhings wich et diesmal seine Hauptaufgabe nicht darin sehen dür» fen, hinter verschlossenen Türen von der Regierung In- fermätionen entgegenzunrhmcn und die Lage vertrau­lich zu erörtern. Stein, diesmal muß von dem auswär­tigen Aueschllst ein Echo ausgchen, das weithin hörbar ist. Der Reittzskanzler wird selbst spreche», und was et zu sagen hat, ist sicher für die breiteste Orssent-- lichkeit, und nicht nur für die deutschen Ohren, son-i dern auch für die der Welt bestimmt. Der Reichskanz­ler kann di« Gelegenheit watzruehmen, um gegen all«! französischen Manipulationen der letzten Zeit Berwah- tmifl einzulegm und den festen Widerstand Deutsch.! lands gegen alle Knebelungsversuche durch Trahunge» oder durch ein Ultimatum anzulüudizen. Teutsch- land unterwirft sich diesmal nicht fteiwillig der Ge­walt dies Losungswort muß der Kanzler auSgeben, und es muß in der ganzen Welt gehört werben. Aber' das nicht atteiiu Wir brmichen nicht minder nötig ein anderes Echo, das von Mstgliwern der Volksver­tretung ausgchen muß, Sache der Parieren wird es sein, im auswärtigen Ausschuß bereits eint fest« Ein-, heitL front zu schließen und durch einen Beschluß kund-, zu tun, daß oer Reichstag eine feste Stütze der Re-j gierung bildet. Auch dieser Beschluß mützt: an die Oes-! sentlichkeit gebracht werden, damit das deutsche Volk weiß und alle Welt erkennt, daß Negierung u ib Reichs­tag zusammenstehen, um den jranzösirchen schnöt-erz Vertragsbrüchen moralisch Trotz zu bieten. Die Par­teien. di« bei einer solchen Kundgebung beiseite stehen würden, müßten darauf gefaßt sein, vom deutschen Volk zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Wenn nicht alles täuscht, so kann man diesmal da­mit rechnen, daß nur die extreme Links- oder die ex­treme Rechtsgrupp« beiseite stch.n »«erben. Ein« brei­te Front wird sich also für die aktive Politik der Re- grerung einsetzen. Und diese Front wird sicher auch zusammenhalten, wenn die Regierung aus der außen« volitischen Lage die twtwendigen Konsequenzen zieht« Es ist Herrn Poincare von der gesamten englischen Presse bescheinigt worden, daß sein Vergehen eine« Bruch des Versailler Vertrages bedeutet. Aus diesen Vertragsbruch aber gibt es nur eine Antwort Dir deutsche Feststellung, daß der Vertrag von Versailles, nun nicht mehr besteht und daß somtt auch die deutschen : Leish'.ngSverpslichtunge» aufgehört haben. Ti« deutsche

Terenitiaentnel»beträ,tfürbee Sgesp 3eite*miUii*ttet 20-°®

« «. * "

Sm wrt Wart Im?

2thort, 6. Ian. Die Frage, die hier im Vordergrunds steht, bezieht sich darauf, welche Schritte nunmehr bte englische Regierung unter­nehmen wird In dieser Beziehung steht vorläufig mit fest, dcH England gegen einen Einmarsch Frankreich» in das Ruhrgebiet durch eine Note vrotestieren würde, die ausdrücklich jede Verant­wortung für die Folgen eines solchen Vorgehens ablehnen würde. Di- Zurückziehung englischer Truppen vom Rhein, die bereits von einigen Blät­tern dringend gefordert wird, ist aber vorläufig nicht zu erwarten. Im übrigen wird die Haltung Englands ohne Zweifel in hohem Matze durch die Stellungnahme der Washingtoner Regierung be­stimmt »erben. Alle diesbezüglichen Nachrichten merken von der hiesigen Presse mit größter Span­nung erwartet.

London. 6. Statt. Reutet berichtet, Bonar Law habe beschlossen. den britischen Sabinetisrat nicht ein,«berufen fass nicht andere Entwick-iunoen in der internationalen Lage eintreten. Der Premier­minister warte ab, nm Me genaue Art der nnabbfinat« gen Aktion kennen ;n lernen, die Frankreich im Rnbr- pebtet beabsichtige. Wenn die Haltung ieststebe. werde die britisch« Regierung eine endgtltige ErASrung Über die britische Polittt abgeben. Die britische Mißbilli­gung des Einmarsches ins Ruhrgebiet und die Ent­wertung de» Franken müßten ein Zögern bei Frank­reich Hervorrufen. Die Schwierigkeit. Me zähe west­fälische Bevölkerung ,u zwingen, sei et» weiterer Fak­tor, der erwogen werden müsse. , . .

Paris, 6. Jan. DerMaiin" schreibt, Poin- arä hat gestern nach Warschau, Bukarest, Prag rab Belgrad telegraphiert, um di« befreundeten tHllerungen über die durch die Konferenz geschaf. en. Lage zu unterrichten. . Ei« könnten aber be- sthigt sein, man werbe von ihnen nicht verlangen, wischen beitbetben Mächten zu wählen, die die «uotsächlichsten Gründer ihrer staatliche» Ein- eiieil gewesen seien. Sie wüßten, dah Frankreich 8ii ihnen sei. Es sei unwahrscheinlich, daß Eng- ttud in dein Veftreben, Deutschland zu schonen, so geken werde, seine wesentlichen Interessen 'Manzustellen.

Mre$s WM.

Paris,«. Ja«. Der«ew York Heralb» gibt dem Programm, das die französisch« Regierung im Anschluß an die erwartete Festster» kng der deutschen BerfehlunginderKoh- leulief etnngsf tage durchzusühren gedenkt, eine Darstellung, in der es heißt:

Nachdem die Reparationskommission bet franzö- pfcheu Regierung ihren mit Stimmemne! rheit oder einstimmig gefaßten Beschluß fiber die Verfehlung »««tschlands mi.geteilt haben werde, werde das französische Kabinett sofort zusammen- treten, die Absichten Frankreichs formell noti- i,(giere« «nd gleichzeitig seine Alliierten zut Mtwirkung aufsorder«. Sie Rotifikatio« werde M sämtliche Alliierten einschlietzlich Eng- kaad» gehen, eine Abschrift wahrscheinlich auch an die Bereinigten Staaten und daneben werde »reutschland mitgeteilt werden, daß Frankreich «nd ! Wenigsten« auch Belgien hinsichtlich Italien» be­stünden noch einige Zweifel, jwf Beschlag« «ahme der Forsten im Rheinland »nd zur MBefteuereng der Kohle schreite» und in !jedes Zollamt im Ruhrgebiet und an den ®ten» ;gen de« Rheinlandes französisch« Beamte !pr Einziehung der 28prozentigen Ausfuhrabgabe «(»setzen würden. Deutschland werde aufgesordert werben, diese Maßnahmen zu unterstützen, und von seiner Haltung werbe ber Umfang bet mUi» itörischen Borsichtsmatznalme» abhängen, fdie Frankreich bei.der Durchjührung diese« Planes i ftreffen werde. An einem bestimmten Tage, der, wie rwim annebme, zunächst für Mitte der nächsten | Woche angesetzt sei. würden sich mehrer« tausend ftm-Msche Beamte einschließlich eine, Stabs «n Jngen^onren auf die für sie bestimmten gtaUen la ven Forstverwaltunge«, Bergwerksdirek- tions« und Zollämtern begeben. Eie würde« von französischen Truppenabtelkungen begleitet sein, die für ihre« Schutz zu sorge« und Streik« und - .Unruhen zuvorzukommen hätten. Die hierfür er» i forderliche Ttnppenzahl werde nichtamtlich auf 7500 I Kann geschätzt. Sie Truppen würden an» dem

DÄsie'dorfet Dreieck herausgezogen werde«, wo die Herwlkerung den Franzosen längere Zeit (eine Sor­gen gemacht habe. Im Rheinland und entlang der französischen (Stenge seien indessen insgesamt 280006 Mann verfügbar, fall» die vorgesehenen Maßnahmen auf ernste Schwierigkeiten stotze« wlte«. Zum Beweis ihrer Solidarität mit den ranzosen hätten die Belgier hinsichtlich diese« Bor­chens eine kleine BettretnNg im Hauptquartier rr jede Truppenbewegung zugesagt, aber auch bte elgische« Divisionen in Aachen sollten ver- ärkt werden, nm ggebencnfaCs als Reserve zu tesen. Sollte bie Reparationskommission am 15. nscar, wenn diese Maßnahmen im Gange wären, kschtietzen, Deutschland aus Grund de» von Poin- ßtc aLsgrstettten System» produktiver Garantie« »gen die England Einwendungen gemacht habe, in M oratorium zu gewähren, dann würden di« . chen genannten französischen Maßnalmen neben em Nkoratorium einhergehe«. Für den lu-r; :4!ick jedoch betrachte man da» Moratorium inb Oie Psandnahme als unabhängig voneinander.

Tie ^Dbetbeirtnfce Zeitung eri&etxt lememal - SemiwceU »ewatii*

800 Äkk. mit Zustevunskgebühr. Für aeeiaOenM Rnewet* Streit* »Mt

elementarer Steigniiie fein Lriag. - Vertag oox Sc. t. ^tserot«. **< t**r Itnio^LuLibrrnterei no«3oi. »u«. Ro*. Ä.rN 512$. - *enti?te**-*, DoS- i&erftont*: Rr. 501» »mt Ätawthm «. Mais.

M mteralüertea Wtn.

London, 6.Ian. Rach einer Reutermeldung aus Washington teilte Staatssekretär.Nell»n mit. daß bie eigentlichen Sroiterunaen poischeu der amenkani- scheu und britischen Schnldeniund!«iungSkommissi»n am Montag beginnen werden. Am 20. Januar kehre Bald- h> i n nach England zurück, und man nehme an, daß die britische Delegation wahrscheinlich Vorschläge machen toeiche, die nur nach Aenderung des bestehenden Ge­setzes über die Schulveukundiernng angenommen werden könnten.

N e w h o r k. 6. Jan. Nach einer Meldung desNew Park Herald" aus Washington brachte Senator Reed eine Entschließung ein, drrzusolge das Staatsdepartement be ider englischen Regierung anfragen sollte, «fo sie bereit sei, zur Regelung ihrer Schuch bei Amerika über die Abtretung von Trinidad in verhandel«. Ebenso soll von Frankreich die Abtretung gewisser zu den Antillen gehöriger Inseln verlangt werden.

auf Grund der von Bergmann überbrachten Jmor-« mationen am Montag zusammeutrete» und zur mifitn- volitischen Lage Stellung nehmen.

t»nfere«8 zur Regelung der Reparation»- s r a g e durch die ame ikanische Regierung ,ct diese nach den in Paris erscheinenden ameri­kanischen Blättern ihre Absichten für die nächste Zu- fnnft halbamtlich wie folgt dargestevt:

Staatssekretär Hughes wird bie inoffizielle« Verhandlungen wieder aufnehme«, um scstzustellen, ob bi« Mächte jetzt zur Teilnar-me a« einer intet» nationake« Sachverstänbigenkonferenz bereit waten, woran bie Bereinigten Staaten teilnehme» wür­de», «m eine angemessene Reparationssumme vor­zuschlagen. Beiahendeufalls solle jod« politische Erörterung bet Reparationsfraa« a u f a s - schoben weck«», 6is Me erwähnten EachVerMn- Mgen zujammeitgeiretrn wären und ibee «orschtäae x-machr hätten. Werde die Ausfützrung dieses Plaues verhindert, so würden die Veremigtcn Staaten ber Welt klarmach:», auf welcher Seite die Bcrantwortung liege. Falls die Franzosen ins Ruhrgebiet eiumsrfchi-rjen, würden bie »etetnigten Staaten feftigeu Ein­spruch erhebe»; das Doksr'.en Ft-ankreichs rsrrde in diesem Fall da? Znrückz-chen der amerikanischen Truppen vom Rhein zur Folge haben. Jn-re^en stabe Hughes, als er nach S'Äutz der grsiriacil Ka- binettssitznng befragt wurde, erklärt, Amerika könne nichts tun, wenn Eu-rsxa «s nicht um Hilf« angebe, und das f-i osfiziell noch nicht geschehen. ' -

Die Blätter beivnen, datz die Bersinigt-n Staa­te« vor allem von Frankreich Gegsnvor, ; ch l S g t zum Konfercnzplan von Hughes erwr-rten.

Rewvork, 7. Ian. Nacki Meldunge» aus shingtan ist die amerlfanifrfif Handerskammer im Bc- liriff auf ltrsuckicn von PersöMMeprn. die am beut« fdirn Gesck-Sfi in<ete<nert sind, uochmg^r Vie Frage der Bildung eines «nsschuNes von G-f-biifiSle'.'.ieir zu Visiten, die eine Nnkersntbung über dir ZnhlvngZ» kSstigt-it Deutschlands vermstalt-n so». Das BNro der »»'welsrammer beEchtigt. Rackricktrn »ber die SntffafTnngen der «eMästsleute in den a-'Aerten Lan­dern elnzu teben und über die S"«be zu bekchrie^en. bevor die internationale HandelSlammer am 1S. M«r^ in Rom Zusammentritt, d!r sich unter anderem auch mir der ReparativnSsragr beschäftigen wird.

London, 6. Fon. Roch einer Reutermekvnng miS Washington nahm der Senat eine EntschtietrE ReedS an welche di« Zurück-iebnna bet amerikani­sche« Truppen «iS dem Rlfeinkand fordert.

Sine S«W««ir»W Wer Mstür

Wwv

Pari«, 8. Jan. Au« Helsingfors wird ge­meldet: Rach einem Moskauer Bericht hat bie Sowfettegierung auf bie von dem deutschen Bot, schäftet Btockdarff-Rautzau unternommene De­marche beschlossen, daß für den Fall bet Besetzi-ng be» Ruhrbezirks alle Staatsangehörigen der En« tente, Franzosen. Engländer, Italiener, Serben, Rumänen unb Polen, bte sich in Rußland aufhal­ten, verhaftet «nd i« Internierungslager unter» gebracht werben solle«. Wie die Telegraphenunion von zuständiger Stelle erfährt, liegt in Berlin noch

1 keine Bestätigung dieser Nachricht vor.