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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg
Anzeiger für (das frühes, kurhessische) Ovsrhesfei
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Marburg Mm. de» 5.3m«t (ert«*j.
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Sfttiffli« in ffiolMo».
£ o n b 0 n., 4. Jan. Die britische Finanzmffsio« unter Führung der Schatzkanzler» Baldwin ist in Nnvtzork eingetroffen. Die erste formelle Sitzung mit der amerikanischen Schuldcnfuudierungskommission findet am nächsten Montag in Washington statt.
Einer Washington« Meldung zufolge, hat der amerikanische Botschaft« in London Harvey seine Besprech-- NUg mit dem Präsidenten Harding und Staatssekce- Vt Hughes im Weißen Hause begonnen.
London, 4.Jan. Reut« meldet aus Washing» ton, die im Senat von'Robinson (DecklokraU eingc- brachte Resolution werde voraussichtlich die Debatte Iber die auswärtigen Angelegenheiten Wieder eröffnen. Durch die Resolution soll Prä sident Harding ermächtigt werden, einen oder mehr«« amerikanische Vertreter in die ReparationSkom» «issionzu entsenden. Die Resolution besage, der v e r- liner Vertrag gebe den Vereinigten Staaten das Recht, an den Reparationsmahregeln aufgrund des Ber- jii8er Vertrages teilzunehmen.
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Die dkMe flöt.
Berlin, 4. Jan. Bei^ einem Presseempfang im ineutzischen Ministerium für Bolkswohlfahrt gaben die Ne seren ten des Ministeriums eindrucksvolle Darlegungen über die neuesten schrecklichen Erfahrungen auf hem Gebiet der Volksgesundheit. Rach einer, kurzen Besserung nach dem Kriege trat Mitte 1922 eine außer- «bcniliche Verschlechterung ein, denn weite Schichten tes Volkes konnte« die für die normale Ernährung not» «endigen Nahrungsmittel nicht mehr bezahlen. Jns- koste Letzt die normale Ernährung «in« vier- tzpsMu Familie 50000 Mark jährlich. Das könnten fick, nur wenige leisten. Zahlreiche Familien, namentlich in den Städte«, führte» bereits ei« ausgesprochenes ,Hun-gechaseiu. Besonder- bcdenkfich «scheine die ge» 'srudüeMche Entwicklung her Kinder. Die Säugling-sterb- >8chkeit nehme z«. Utter 60 Prozent ter Schulender' fiieu «uterernährt. Skrvftlkose «nd Rachitis nehmen tenptsLchlich infolge des MilchnumgelS z«. Hundertta«- kknde von Kindern bekämen keine Milch mehr. Auch Re Tuberkulose steige im'eder uud der Kohlenmangel ter» Rehre die Erkältungskrankheiten. I» dem ersten Viertel Mr 1982 sei die Zahl ter Todesfälle an Lungenent- Mndung um über 20 Prozent gegen«« dem gleiche.» fritnmm des Jahre» 1921 gediegen. Wäschern.,agei ** Entteluung von Bademöglichkeite« führten zu «aM» «chen Hautkrankheiten. SBette nicht bald Hilfe geschas- hn. so steuere «ns« Volk der gesundheftlichen Zerrü:- tz>ng entgegen. Die Ursache alle» dessen sei ter wirtschaftliche Druck de» FriedenStertragS.
6m erMtz-tE« Mmmn.
1 London, 4. Ja». Die Mrhandlungen üter ein Wtzlitch-deutsches Abkommen betreffend Abwickelung der ElfH.'n Schulden ans Borkriegsterträgen im eng- »KjX'ch Hoheitsgebiet von China sind abgeschlossen und l*- Vc/einbarung dürste demnächst «uterzeichnel werten. Bs- ftstgestellte Verfahren entspricht dem in England selbst ■ Klienten, sodaß alle beschlagnahmten Werte für du *i;iurtie Schulden haften. Bedeutender deutsch« Be- kommt insbesondere in Shanghai und Hongkong « Betracht. Die Liquidationen und Verkäufe höre« mit fct?. Inkrafttreten ter Vereinbarung auf.
England.
siondon, 4. Jan. Wie die „Timer" meldet, hat ter Sri> sche E i se n b a h n e rb u nd beschlossen, dem D e u t- 'Hfü Eisenbahnerverband eine Anleihe von Bnind Sterling zu gewähren, da letzterer.sich in .heuriger finanzieller Lüge tefinte und die englische» inn Hilfe gebeten habe.
Irland.
Dublin, 4.Jan. de Valera gibt bekannt, daß alte Hauptquartier ter Sina feiner iu Dichlin swieder eröffnet werde und erklärt, test ter Kamvf »egen England unbedingt fortgesetzt werte» müsse.
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AMm MeMHÄe m ®a.
Esse», 4. Jan. Die Betriebsräte Zentrale fü- !*« Bezirk Esten löst sich, wie d!c ,Rhe«:.'Wests. Ztg." «l-i-rt. am 1. Mär; d. Js. wegen ftnat:.;?eü'« DStvle- «Sit-iictt ans.
Me $atii« Mn« giWittrt!
Die Pariser Konferenz ist abgebrochen. Es ist nicht gelungen, die Gegensätze auszugleichen. Frank, reichsHalsstarrigkeit hat entschieden. Alles Entgegenkommen vonseiten Englands hat nichts genützt, Gestern noch hat Sonor Sa» in der Nachmittags: fitznng betont, er würde den französischen Plan sofort annehmen, wenn er glauben lönne. daß er wirklich Geld einbringe. Er wollte soga» für diese« Fall die belgische Priorität anerkennen. Auch in den Fragen des Finanzkontrollausschuffes war er zu Konzessionen bereit. Aber Poincarck, der in dem englischen Vorschlag eine« verflog gegen den Versailler Vertrag seten zu müssen glaubte, blieb unzugänglich. Eine Aenderung des Frirdensvertrags sei durch eine Konferenz überhaupt nicht möglich. Poincarck erklärte offen, dag nach den englischen Vorschlägen Deutschland in die Lage käme, sich seiner auswärtigen Staatsschulden mit einem ganz geringfügigen Opfer zu entledigen, um dann wieder al« eine der stärksten Wirtschaftsmächte Europas aufzutreten. Deutschland hätte nach englischer Berechnung bis zum 31. Dezember 1923 nur eine Verpflichtung von 25 Milliarden Gölten sek und für die sogenannten Gutscheine der 2. Serie noch weitere 2 Mikiarden anzuerkennen. 80 Prozent dieser Vorpflichtung würden zwischen den reParationsberech- tigten Mächten zu verteilen sein und zwar würden auf Frankreich 10,4 Milliarden, auf Großbritannien 4,4 Milliarden, auf Italien 2 Milliarden, auf Belgien 1,6 Milliarden und auf die übrigen Staaten 1,6 Milliarden Goldmark entfallen. Nach dieser Berechnung würde Frankreich im Kauze« mit einer Schuldenlast von 73 Milliarden Goldmark au« dem. Kriege hervorgehen, «ährend Großbritannien nur eine Belastung von 45,5 Milliarden, d. h. 62 Prozent der franzöfifchen Schuldenlast zu tragen batte. Aus allen diesen Gründen seien die britischen Vorschläge überhaupt nicht zu erörtern.
P a r i s, 4. Jan. Haoa» berichtet: Die Konferenz ist beendet. Tie englische Delegation reist morgen früh ab. Poinearck und Bonar Sa» hoben nach der Rachmittagspause Erklärungen abgegeben, welche die Uneinigkeit in der Reparationsfrage feststellten. Die Erklärungen Poin- earcks und Bonar Laws «erde» veröffentlicht werde». Die belgisch« Delegation wird morgen abend abreise«. Morgen finde» zwischen der französischen, italienische« «nd belgische« Delegatio» «och Besprechungen statt.
Sonor km mtb Wmw erfinttn.
Pari«, 5. Jan. HavaS meldet offiziell: «onar Sa» hat in ter Schlutzflbung ter Konferenz folgende Erklärung abgegeben:
Die Regierung Seiner Majestät ist, nachdem sie die -französischen Borschlüge mit der größte« Aufmerksamkeit geprüft hat. j» der klaren Ansicht gekommen, datz diese BorschlSge, wenn man fle $et Ausführung bringe, nicht nur nicht die Eraebntfse zeitigen würden, die fle erreichen sol- le», foutem wahrscheinlich ernste und selbst unheilvolle Folgen für die wirtschaftliche Lage Europas nach sich ziehe« werde«. Unter diesen Umständen kann st« die britische Regierung diesen Vorschlägen nicht anfchlietzen, «och eine Verantwortung hierfür übernehmen. Die Regierung Seiner Majestät will ab« zu gleich« Zeit die Regierung ter französischen Republik versichern, daß fle eS außerordentlich bedauert, dost eine «nver- köhnliche Meinungsverschiedenheit in ein« so ernsten Angelegenheit besteht, dost aber dadurch die freundschaftlichen Gefühle nicht mit der bri- tischen Regierung, sondern, wie ste überzeugt ist, deS britischen BoUeS gegenüber ter französtschen Regierung und dem französischen «olle unverändert bleiben.
Ministerprästdent Po i n e a r e hat hierauf folgende Erklärung abgegeben:
Die Regierung der französtschen Republik bat ihrer- fetts die britischen Vorschläge sehr aufmerksam und sehr streng geprüft. Je mehr sie ste stndiert hat, desto mehr mutzte ste «kennen, datz ste eine wesentliche Herabsetzung d« französische« Forderungen in stch schliessen, sowie einen Nmstotz des Vertrags von Versailles und datz eS unmöglich fei, eine derartige Lösung anzunehmen Die Regierung der Republik bedauert lebhaft, datz ste in dieser be-
sonder» ernsten Frage mit der britischen Regierung nicht hat einig gehen iöunen. ater ste dankt der britischen Regsenmg für ihre freundschafttichen Gefühle und ste kann ihr die Brrftcherung gebe«, datz trotz die- -fer Verschiedenheit der Ansichten die Gefühle ter Rr- gicruna ter französtschen Republik und ter französt- schen Ration gegen«6ct England unverändert herzlich bleiben werden.
Soteate „6niW".
Paris, 4. Fan. Poincar 6 hat dem französischen Boifchnfter in Washington telegraphisch mitgcteilt, daß et von dem französischen Botschafter in Berlin ein Resumck der Erklärungen de, deutschen Auhenministers Dr. Rosenberg an den Berliner Korrespondenten der ./Associated Pretz" über den Vorschlag eine, Cicherheitspaktrs erhalten habe. Potncarck kommentiert in feinem Trlegrantm das Resunu- wie folgt:
Diese Erklärungen des Minister» Rosenberg sind sehr bezeichnend. Ach Litte Sie, mit Staatssekretär Hughes darüber zu sprechen und ihn darauf aufmerksam zu machen,
1. datz der Zweck Deutschkailds, als es diese Vorschläge machte, wie Minister Rosenberg zuaibt, offenbar der war, uns zur Rünmung des finten Rheinufers zu veranlssien, bevor Deutschland seine Berpslichtungen erfüllt habe;
2. datz es Unsinn ist, zu behaupten, Deutschland wäre, bevor es in den Völkerbund eingetreten ist, nicht allen Bestimmunge» der Versailler Vertrags unterworfen, die feine silnterschrift tragen und ee stände ihm beute frei, Frankreich ««zugreifert; _ 3. datz der Vorschlag, Franlreich, Italien und England nicht anzugrerfen, es Deuifchla»d »Ößig freistellt, unsere kleinen Verbündete«, namentlich Polen und die T s ch e ch o s l o w a k e i, ia s iZar Rentrale wie Dänemark, anzugreifen, um die von Polen bewohnte« Gebiete wieder an sich zu teigen »ud mit der Vorbereitung feiner Vorherrschaft über Europa wieder von neuem zu beginne». Wir wissen schon setzt seht gut, datz Deutschland, sobald es wieder Krieg ««fangen wird, sich von neuem auf die kleinen Rationen stürze» wird Sein Sicherheitsplan würde ihm das Recht dazu nicht nehmen und würde es uns versagen, ihnen zu Hilfe zu komme«.
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ZMkMs MniHkNku nach dm 15. ZUM.
Paris, 4. As«. An offiziellen französischen Kreisen nimmt man au, datz Deutschland die französischen Forderungen, die «ach Ablauf des 15. Januar in Form eines U l ti matums an die deutsche Regierung gerichtet werben solle«, nicht annehmen wird. In diesem Fall wurde nach' dem Plan des Marschalls Fach die sofortige Besetzung von Essen und Bochum sowie eines weiteten Teiles des Ruhrkohlengebietes vorgenom- men werden. Genauere Angaben über die notwendige Truppenstärke werde» nicht gemacht; es ist aber wahrscheinlich, datz drei Tivistone» eingesetzt werde» sollen, um Esten und Bochum beseht zu halten «nd da man es für wichtig hält, datz Foch «/et eventuell zu erwartend« industrieller Unruh e « im Ruhrgebiet Herr werde. In besonders großem Matze sollen Tankbatallone benutzt werden. In dem jetzt besetzten rheinischen Gebiet hält man eine Verstärkung der französische« Truppe« nicht für notwendig. Die wirtschaftlichen Matz- nahmen, die Frankreich bei der Besetzung vorzu- nehme« gedenkt, bestehe» in der Beschlagnahme von Holz und Kohlenprodnkten für de« Wied«aufbau, in der Beschlagnahme bet deutschen Kohle« st euer «nd bet 26» pr ozentigeu Devifenabgabe für die Ausfuhr aus dem Rhein» und Ruhrgebiet.
8kW die Sv dttbWdltt.
Darmstadt, 4. Jan. Am 3. Januar ftfnä Met eine Versannnluna sozialdemokratischer Gewerkschaften des besetzten Gebietes statt, die zur Rheiw- iai-dsras? Stellung nahm. Es wurde festgestellt, daß die Dorten-Bewegung im Sande verlaufe, dagegen die Smeeis-Bewegnug deshalb so besonders gefährlich sei, wett sie die Landbevölkernng mit der Frankenwährung köderc. Es wurde der Beschluß gefaßt, eine ztamvi- Orgauisation zu gründen, beim Ausschuß sofort ge
wählt wurde und die beabstchtigt, durch wirksame politische Demonstrationen gegen jede« separatistischen Gedanken vorzugehen.
Lenin wieder schwer erkrankt.
Berlin, 4.Jam Der Berlin« Professor Kftm- pcicr ist neuerdings wieder dringens nach Moskau gerufen worden, da sich ter Zustand Lenins bedeutend verschlimmert hat. '
Mo
Der Ab
maß
C. D.
Dir soeben gescheiterte Konferenz zeigt ganze Verlogenheit dieser Redensarten. C. hruch ter Pariser Verhandlungen hat die Weit eines besseren belehrt. So ernstlich für «ns immrt* hin die unmittelbaren Folgen dieses jähe« Schlusses sei« werten, ein Gutes hat er bewirkt. Der Glaube bei Auslandes an Frankreichs Redlichkeit, hat durch Poin« eures brüske Ablehnung in Paris eine schwere, nn- teiltet« Erschütterung erlitten. Eine Erschütterung nicht zum tvenigsteu noch verstärkt durch den Eindruck, bei#1 bie s«h.« verosftntlichlen Dokumente aus den Papiere« Jstociskis (die wie in unserer gestrigen Nummer brach»«) Hervorrufen. Beide Ta'sachen sind unschätzbare Beweise dafür, daß der SchandvertrqL von Versailles wirklich nur ein Fetzen^Papier ist, der unter allen Umständen zerbissen werden
56DM bMt m! leinen Gifiein.
Frankreich hat die Maske fallen lassen. Die Zurück- iveisung ter deutschen Friedensgarantie ist nur sie letzte logische Folgerung, zu ter sich Frankreich durch die inne« ZwangSlänsigkeit seines Verhaltens gezivungen sieht. Lügen haben kurze Beine, umso kürzere, je dick« die Lüge« anfgetwgen werten. Die Komödie, die das ,,-rrete lirbcnte" Frankreiü, bis yeute vor aller Welt zu spielen bemüht war, konnte in ihrer ganzen Erbärmlichkeit, i'.icht besser entlarvt werten, als durch die Geste, mit der Herr Poir.earö die deutsche Friedenshand ausa-' schlagen hat. Heute toird auch der Dümmste in Deutschland wohl kaum noch' daran glauben, daß Frankreich t nur bezahlt werden wollte. Es will nur £brwdnbe zur Vesriedigung seiner Rach- und Raubgelüste. Alle Lügen — und Fmnkrnch hat'wahrlich mit solchen nicht gespart — dienen nur dazu, seine Gier zu temän- teln. Auch das Ultimatum, bas man uns nach zum 15. Januar stelle«.wird, ist nur eine Farce, die Pfand- »ahme fleht fest. Die Grundlüge, auf ter bi» flanze. heutige Elend beruht, ter Berir ag von Versailles, wächst sich in feiner Konsequenz immer mehr aus. Shvloch'Poinrarv besteht auf feinem Schein! Er test es leicht, mir Hilfe dieses Lügen Dokumentes die ge» äntk Miene dessin zur Schau zu tragen, der nur fein „"recht" will. Noch am 15. Dezember konnte er unter diesem Titer vor ter Kammer sagen. „Man nrog; un- keines Hiutergedankeus brschutsigen. Frankreich denkt nicht i'nd wird nicht an Expeditionen militärischen Gin* ratter? denken. ES hat ebensck wenig im Sinn, Deutschland zu züch-iigen und zu bestraken. Cs will nur in dem Umfange bezahlt feilt, in dem cs bezahlt sein kau n." Nur sein „Recht" sollte tev arm?, hinterlistig aus seinem Friede« anfge* störte Frankreich baten. Die französische Kammer, hat . auch am 21. Dezember entrüstete Timten über dieses; . sattsam .variierte Thema angchört. Es ist wirilich nichts! •??rute «ms Herr Poincara trotz aller gegenteiligen i Lmudlung'n auch dort wieder beteuerte, wenn er sich ver-; Mbmeii ließ: ..Kun» man ernstlich behaupten, wie; das. Reick, e» glaube wachen will, . pnsere Land:
auf alle Z^ißfilur« tvWMaiLS legen, daß wir Deuttch- laud zvgrnnSr richten, daß wir es ersticken wollen? Lächerliche Perlen mdungenl Wann hat Frank» reick stnttals D utschlai-d zernichten wollen? Ist es FiÄi-stwich. da-. L 'utsHland «ngrgtisit» hat? Waren wir 06; die KriegSziele gehabt haben, die mit denen ver» gliche« lverdeu könmu, bereu sich Deutschland während des Krieges gerüchni hat? Sind wir es, die während ter. Feindseligkeiten einen Plan gedruckt und ausgenrbeftet durch tei: französisch; Fabristu, Werkstätten, Scry werke und all; rrauzösischen irchustriellen Unternehm»»» ecn zerstört werden sollten? Nein, meine Herren wir denken nicht daran, Deutschland z» vernichten, aber wir wollen nicht, daß es in eint» gen Jahren, nack tem eS sich hinter einer lügenhah» ten Armut ve.fthauzt hat. um uns nicht zu bezahle», sich über unsere von ihm veranlaLte und erhalte« dauernte Arrnut lustig machen tann.*
Sie graet in SWmOmm.
Berlin, 4. Jan. Der preußische Minister des '.nnerr. richtete an den Reichsmintster ves Aeußern eine eingehende Denkschrift, in der er aus die be-s dcutsame Frage der Osteinwanderung htnweist und konkrete Vorschläge macht, wodurch den aus dieser Zuwanderung droheirden Gesabren begegnet werden könnte. In der Denkschrift wird auSgeführt, daß alle bisher unternommenen polizeilichen Matzirahmen sich als unzureichend erwiesen halten. Dieses Problem sei ttur international zu meistern. Insbesondere müßte sich der Völkerbund mit der Osljudenftage befallen, die ohnehin ein internationales Gesicht trage. Weiter müsse durch Fübltmgnahme mit den Etnwan» derrrngsgebteten, in denert noch Bedarf an Arbeitskräften bestehe, die Auswanderung der nach Deutsch« land gelaugten Ausländer möglich gefördert und ihre Ansiedlnng in fremden Ländern erwogen werden.
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$« SmrlmMar ier Wsgoll
Berlin, 4. Jan. Um die von der ReichSpost und der Telegraphenverwaltung beabsich» tigien Sparmaßnahmen einheitlich in sämtliche« Oberpostdirektionen dnrchzufübren, ernannte der Retchsvostminister den Ministerialrat im ReichSpost» Ministerium Sauter zum besondere« Sparkommissar. Die Aufgaben deS BostsparkommisiarS sol-l len Hand in Hand mit dem Neichssparkonurrisiar Dl» Samisch durchgesührt Werden,