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1923

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knachrichlsgung zu ter

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lsstz hat Frankreich über die VölkerbunSsbeftim

eine HeoUlbietzung feine, Rcp«ir«lisn,fchuir, 2. die

eine 9e«0ie$nwjg itinct t. »w ( , y - ' ,. ~ '

Feftsetzung diese, Sch«» nach R«»s-be feiner j f»n^nssnraus Garantien b^en w-lle«. nnd es etwaigen BudgetLSerschWe. Sie letzte F-rder-ug aufrrchreg z« bedauctu, datz die von dentscher fei offrusichtUch unangänoist. Sie vuv-etüüe^sr.üsie c^t!i[ene*rlt$ct,?*eL w oHer $®c£*

devtschr ^rt-berelltb- zu doknmeniieren, an Franko

1

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Ter Anzeigenpreis beträgt iür den Sgesp Zetlenmtllimeter 20.00 9tt, (XUie* M. Iastlien» anzeiee« 25, weniger». Umtllcbt en» au«». Nnzetzen 25 Ml. Set kbrotetl em Sa« «usschiag. Spät einlaufende ober beit Saum Ober llf Seite etnnebmenbe »meine» werden nach der legtipaltenbrelte berechnet. Reklamen der Zeilenmilltmeter 60$lt Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Belege werben berechnet. Set «ur» tunft durch die Heichäststt. und vermittlunq der Änaebote 20 M, bet Uebetienbung durch uns 50. ML ohne Porto.

reich» Widerstand gescheitert ist.

W!os

London, 2. Jan. Der Pariser Berichterstatter derEarly Mail" ist zr« der Mitteilung ermächtigt worden, datz die britische Regierung die durch Staatssekretär Hughes gemachten Vorschläge ge­billigt und der Schatzkanzler Baldwin ermäch­tigt wurde, bei der Erörterung darüber im Namen der britischen Negierung zu handeln. Senat Law würde bereit sein, die Reparationsfrage einer Kon­ferenz von internationalen Sachverständigen zu überwejsen. wen» in Parks eine Vereinbarung un- möglich sei.

.. ftE-fcefteirtfte Zeitung erichetnt itwitnal »»tfcentU». »eeitgeoteie mtmatlidi 800 mtt Zustellungrgebühk. Mr ausfallende Ru»»«rn httelQ« Streite ooer »len entaree Ereignisse kein Er «atz. Berta; uon De. E. Hieerot». Druck Mr Uutn.«Bmbbruckeret von Job. Bug. Nock. War't 21 25. Xeraivi»*et sh, Boll« toetffonto: Str. ROTS Amt irranfrutt «. Mai»

AmUiches VerÄndigungsblatt des Kreises Marburg

Anzeiger für (das früher kurheMche) Oberheffe

Der ää SM-esr;E

» ß B f n, 2. 3oit. Die Rhetrrland?ommiffion ordnete M «ntkernung der ZeitungSanf chküge «. die die Wuäeluünbtrfehung Lloyd Georges mit der MeniSsslüien Nhelnsandvolrkit wiedergeben. Desglei- werben weitere «ntchkäge von der Rbcinland- «M'ttifgua »1« pedutdct. Das Verbot wird damit Mnriindet. b»8 die unter tendenziösen Ueberschriften Medcrgegebmen SrNSrnngen eines aewiffen Poli- MrrS der IHHietfen geeignet seien, die Dsfentliche fvrdnnn, in ftSren.

MtwLnrg MM. Sn 3.3m«t tzs-tilnz.

ItM NIMmÄ.

Baris, 2 Ion I« bentijen Vkinisterrr! ent- kvickclle N»jncarbd»-Repar«tion«progr»mm Mit er in der tzentu-en Ksr>errnz der etlüerkn Permiel' Minister bertrrtrs wirb u* »*5 »btt den verschiedenen interessierten Ministerien. de» «imfterinm für answSr. !igr Anp-te»nhei1e,. de» SimntiaiuiiknHm. dem Mini­sterium kür SffeirtR-he ArLeiOe, tu* be« «iui^rmm für dir bcfrrifcn Sefctete au5g«ai*dtet wurde. Der Mim- sterntt Lillig de« ww^leitrn Plan einmütig.

Ar eilte Sing.

Paris, 2. 5**. Sie erste Sitzung der inter- uckiieLtrn «SLferenz, die n« 2 Uhr eröffnet wurde, nm- bereit, um 4A Uhr z» Ende. I» Verlauf der Sitzung »n-den di, frsr^öst-chen, englifchen und italienische« Pläne vsn Poinrar^, Bosar Law und Della Toretto entwickelt. tiefe drei Pläne wer*#« in» Saufe des festigen Abends »eröffentlicht »erde«. Sie nächste Sitzung der Kon­ferenz ist auf Morgen nachmittag 3 Uhr anbrraumt worden. Um ein grünliches Stutium der verschie­denen voeaebrachten Th-ftn zu ermöglichen, ist es nach Aavas nicht aurgefchioffe«, datz eine S a ch - verftändigenberatung f<hon morgen vsr- mittsz das Studium der rorgeLritchtkn P.stne be­ginnen wir».

Ak InsMchk NWts.

Paris, 2. Jan. Hnvas »eröfsrntttcht den Wortlaut dc» von Paincars brüte »»lft-.it- tag vor-rbrachten Programms wie folgt:

Frswireich könne nicht vergeben, datz Deutsch- land es fei, das ihm den Krieg erklärt habe, das in zehn franMfche SePartcmcnLs einxedrungc« sei und st, Plann-sttztg »erwMet habe. Fraakrrich sei der Ansicht, datz die won Versailler Vertrag an- geordnet-e restlose Mi-dergutmachsnz dieser Schä­den ein Wk,l elenrr-rtnrer Eerrchtizkeit sei. Es s i auch überzeugt, datz bhft Wiedergutmachung dir uneriätzliche BsrbeditkKtug für die Wiederherstel­lung der französt-chr» Finanzen und die einzige logische Vordrreitunz für eine« Wiederaufbau Enro-as sei. In diesem Sinne uniert,eitete Frankreich seinen AklrUrd-n >*» Arbeit-proGk«W«, das die französische Nezirrnng z» SegrSuden, im einzelnen nähe, dazulege« and eet de« Lasserenz zu entwickeln gedenke.

E» könnte 1. den Versuch eine, Lösung de» Repa­rationsfrage und der Frage der interaBHetteR Schulden ausfindig machen, L. die Anna s» einer bestimmten Politik hinsichtlich der StaLilisierung der Mark uLd der Resrnanifation der deutsche» Finanzen, 3. sofortige BefchlSstr «der da« so« Seutschland »erlangte Meratorin« und die PsLn- der, deren BeMaZaahmnng durch die frsn^ififchs Regierung, f4®?f;l um dir «Arend Kr Dauer de, .Noratoriums zu leistenden Zahlungen stcherzuste^ len, als auch um einem späteren Versagen Seutsch- lands vorzubeugcn. Deutschland Hede verlakrzt L

3?r Drienl.

Soeben, S.Jan Rach Depeschen eu$ A g r bin gant Pe'ctli« iie <i Süss: and W-^3z -br. chen, der von den urden und TiiArken g> jrag « wird. Die Türtdn hätje- vier JahrgSn-e m bi« gfiett, zwei weitere sollten folgen. Schon diese Rach- Dicht läßt erkeniukn, daß es sich nicht um einen ge tchtznlichen BolkSausstand, sondern irnt eine wahi « s »kg an isirrte Erhebung Han elf. Ti? ein ges hriichen St.eit't- «er Eng Ander di in >er sind, sind Flugzeuggeschivuder in Mesopotamien, hat man dadurch zu schwachen verstanden. Saß Mttdie Flugzeughallen inBranl^geffech hat.

Die Mitglieder oer englischen 'Kolonie fn Kon« ti-ropel würben veiisiändtgt, sich bereit zu Hal- m, die Stadt tttner.jarS ?l S unden nach' e^altener

Deutschlands seien ja abhänzis »oh feiner Politik und seinem gntcn Willen. Sie Erfaleuuoen der Vcraangrnheit können nicht das mindeste Ver­trauen in die Zukunft einflönen. Sie srenzöstjchr Regierung erinnere in befände«. Rote ikre Alliierten an die unzähligen Verfehlungen, die Deutschland in »en letzten Monaten begangen habe; sie seien bezeichnen» «nb könnten »*n Franzosen keinerlei Illusionen lassen. Sie französische Regie­rung erkläre, datz sie nicht geneigt sei, irgendeine Herabsetzung ihres Anteils an den ZahlunZen zu akzeptiere«, die SentsÄlan» auf Erund des Zah- lungsftatuts schuldig sei. Dieser Anteil sei ja schon heute nicht genügend, um »ie Penston-lrnten und Yen Wiederaufbau der »ernrusteten Gebiete zu

s decken, eine Herabsetzung de, deutschen Schuld könnte also von der sranzöfischen Regierung nur dünn in Betracht gezogen werden, wenn gewisse unter ihren Alliierten eine etwaige Herabsetzung od« anderweitige Regelung ihre, Forderungen an Ämlschland Lurch Abänderung ihrer Anteilsätze itr.» die Eewährung einer Priorität für den Wie- derauiban »et ver-vststeten Gebiete zugestSnLen. Cs fei nicht Sache Frankreichs, in diesem Punkte den Dispositionen 6er übrigen Gläubige« Deutsch­lands vorzugreifen. Ein ofsizielles Dokument der -nglischen Negierung habe jedoch vernehmen lasten, datz diese geneigt wäre, ihre Forderung an Dentsch- .an» unter gewissen ScbinguHscn, die die Frage der intcralliierren Schulden betreffen, aufzugeben oder herabzusetzen.

Die sranzäsische Regierung glaubt, ihren Stand­punkt in dieser Bezielmng genau darlezen zu müs- leu Die französische Regierung könne weder der Mliigkeit halber, noch faktisch Kapital oder Zinsen dieser Schulden bezshrrn, solange sie nicht zum aßet» mindesten durch deutsche Zahlungen für die bereits gemachten nttb noch zu machenden Ausgaben für den Wiederaufbau der verwüsteten Gebiete gedeckt fei, im» diese Aufgaben entsprächen annährrnd dem französischen Anteil an den Obligationen A und B. Wenn gewisse Gläubiger Frankreich« geneigt v,sättn, sich diesem Modus anzufchliLgen, so wäre dir srsnzösifche Regierung bereit, ihnen von V> rem An­teil an dc« Odligotionen C schon heute ein Romi- tMst^Hjtal in Höhe des nominalen Betrages ihrer Salden zu Sbergeben. Sie französische Regierung erklärt sich bereit, die Obligationen C, die sie ge- -ebenensalls filr ihre eigenen Forderungen in Zah- luna erhält, zu annullieren, wenn dieser Modus no» den anderen Staaten akzeptiert würde und wenn diejenigen unter ihnen, die Gläubiger find, gleichfalls sich rulfchlöffen, die Obligationen C, die ihren übergeben würden, zu annnßietei.

AAlWZ teN! te dkiiWs ÄkMgk tum StzKr 6er K»W» ot.

Berlin, 2. Zan. Sie Havas-Agentur ver­breitet eine Meldung, wonach die von dem Reichs- kaazler Dr. Cuno in feiner Hamburger Rede er­wähnten Borfchläge zum Schutze der Grenzen und zur Kerhütung eint» europäifchen Krieges der fran­zösischen Regierung nicht offiziell mitgeteilt worden feien. Hierzu erfährt die Teleqraphen-Union vo» zuständiger Seite, datz die Borschläge in fester und bestimMtesier Form schriftlich durch die Ver­mittelung einer dritten Macht an Frankreich ge­richtet wurden. Satz der Vorschlag auch tatsächlich meitereeleitet ist, erhellt aus der Tatsache seiner Rblehuuns durch die Havas-Ngentur. Frankreich hat sich hierbei, wie aus dem Wortlaut der erwähn­te« Depesche hervorgeht, auf rein formal-vsrfaf- funxsrechilkche Bedenksn gestützt, die nach deutscher Aaffaflung bei gutem Willen auf gesetzgeberischem Steer lät-Lu leicht beseiiigt werden kömren. Deutsch-

England.

| kandou, 2 Inn Wie Reuter «t< (Matta «nehmet, " side n t des indischen Rakioualiftenkon-

msü'4 von seinem Amt znrtick getreten und hat neue Partei aebildet: die neue Barter ist der An« fiSt. fraS Im?, vo» dem Kongresi ongi-nommene Brogram» v-chk (twifrwf ist. um die baldisi Selbstverwal- tr n 1 jn erlangen.

! S-8 :i v e a, 2 Jan. Wie aus Dublin gemeldet wird. k-ßLcckteu am 31. Dezember abends Lewosinetr MSnuer krtechhiedene -Luser in Dublin in Brand.

gng hörigk haben schon -ezt die Stadt Lerlasscn. Mau ührt diese Ankündiznnz darauf zurück, daK btt Lach gegenwärtig so g -spannt ist, daß man mit einem of- ziellen Bruch rechnen kann.

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London, 3. Jan. Eine Neuterm ibung aus isnstarltinopel besage, nach aus Angora voriie<;en- »n Rachcichten scheine sich eine starre Haltung ter A »go r »regier utlg anzuzeigen. Die Ratio- talversammlnng in Angora hat eine sechsstündige rhrime Sitzung abzehalten, in der die Lausanner Muchandlungeu erörtert wurden. Die Haltung der rMii.ch-n wurde dabei sehr kritisiert und eine Ent« Mr-Hunz c-ügenrrnmru, in d« der uchwch^le Pa5t Muftechterhatten wird. Nach allerdings noch nicht testätiAteit Berichten ist Jsmed Pascha insir!:« ster! woichen, auf der unveränbrrteu Auf- rechtcrhathtnng deö nationalen Paktes .zu bestch-n und mit den Mächten, dis. bereit fein wär« ;ten, di- Bestimmungen dieses Paktes zu uuterschrci« ri'-ffti Sonderfrieden abzuschlirhen.

r>och kur; vor Sylvester gut mit Waren etngedeckt. Eine Stockung der LebcnSmttte.'zufndren ist auch deS- dalv nicht ;u erwarten, weil der Retchsverband der LDst- und Gemüsebändler stck dem Ausstande nicht angeschlossen bat, sondern vielmebr in einer Ausani-

nienarbeit mtt dem Berliner Magistrat beschlossen bat

eine umfassende Rotitandsversorgung emzurtchten. eso

sollen in allen Stadtteilen grössere Lager eiugerichiei

Ritalieder deS BerbanSeS

tverben, aus denen die

ausreichend Waren zur Versorgung der BedolfemZö

cryatleu könnens

M W Streit!

Me Pan'fer Konferenz mag ausfallen wie sie will: und man tut gut, sich in dieser Himrcht nicht den srendig* üen Hoffnungen hinzugeben auf jeden Fall ist h< fit, uns und dadurch mittelbar für die Welt von fdriffatt* schtverer Bedeutung. Denn fit wird, so wenig befriebi* yenb sie immer für uns anssmlen mag, für die künftiges Verteilung der politischen Kräfte auf dem Kontinent ent«j scheidend sein. Frankreichs Hastung wird den Ante, schlag geben und es ist darum angebracht, bei dieser. Gelegenheit auÄ>rücklrch auf das zu ven-.esen, was wir' bitten, um eindeutig festzustrtlen. auf ineffen Seite btej ganze Last der BrranNoortung im Falle einer Ablehnung - der deutschen Borschläge fallen würde. i

Es steht fest, daß die deutsche Regierung Vor allem; eine endgültige Lösung ins Auge gefaßt hat. Man Hat sich den Erwägungen nicht verschlossen, die füt ein Desinitivum aus den Kreisen der Industrie besonder« geltend gemacht worden sind. So soll denn zn dem End» ziel. nnS die politische Freiheit nieder zu geben, eine äußere und eine innere Anleihe aufgelegt werden. Da« von würde die äußere ganz, die innere zu einem Teil zur Deckung der Gesamtentschädigung von 50 vezw. weniger Goldmilliarden Gienen, während der Rest der inneren Anleihe vor allem der Sanierung unter wirtschaftlichen Lage dienen sollte. Mit diesem Borschlag, K dessen Unterbreitung Dr. Bergmann in Parts weist, ist grundsätzlich Deutschlands Bereitwillige feit in bet Reparationsangelegenheir zum Ausdruck gebracht. Urü> es muß den Gegnern überlassen bleiben, ob fit durch ihr Verhalten einefriedliche" Lösung der Frage ermöglichen wollen, oder aber dem Frieden Europas eine Belastungsprobe zumuten, die er unter Umständen nicht ertragen könnte Es muß angesichts der Entscheidungsschwere noch einmal erllärt werden, daß auch da? militärische Hauptargumeut Frankreichs, die angebliche Bedrohung durch Deutschland, jeder Grunde^ läge entbehrt. Deutschland wäre, abgesehen von feinet. Wasfenlosigkeit. schon rein wirtschaftlich gar nicht inj der Lage, Krieg zu führen. Es gehört Jein polistscher _ Scharfsinn dazu, um auch diesen ftanzöi icken VvlWanr in seiner Durchsichtigkeit zu ernennen. Frankreichs eigent». licht Wsichten find unverkennbar. Umsomehr muß kvrum die Konstatierung bet deutschen Bereitwilligkeit am Platze fein, al» sie geeignet ist. einen diplomatisch sehr wichtigen Faktor in der kommei-dcn Entscheidung der Dinge zu bilden. ES stehen auch in der Frage eine» eventl. militärischen Garantieabkommens mit Frankreich deutscherseits keine unüberwind'ichen Schwierig« feiten entgegen. Freilich würde die Regierung in d i e 1 e mj 'Falle wohl der begreiflichen Stimmung der Bcoölke«, tung soweit Rechnung zu tragen haben, daß sie nicht direkt mit Frankreich, sondern etwa zunächst mit Englan» einen militärischen SicherungSvertrag schlöffe, der mittel­bar auch unserem westlichen Nachbar zugute kommt« Sönnte. Aber - 6kibt bei der Betrachtung solcherj Mögsichkeiten üuüiet zu erwägen, »ieioe»! die Tatsachen ihnen auch wirklich cntgegenkomnwn und was die Haltung Englands in dieser Frage angebt, so muß iebenfalJ beachtet werden, daß Sonar Law sich zunächst wohl überhaupt mehr abwartend verhalten wird, um Frank­reich die Initiative zuzuschieben. Es sieht nicht so an», als habe England für Paris einen konkreten Plan bereit, bet über den Rahmen einersplendid isolation" wef-ntlich - hinausginge. Andrerseits ist es aber in Frankreichs eige* nem Interesse ein Gebot der Klugheit, an» der beut' scheu Bereitwilligkeit Vorteil zu ziehen für Vetnnck- langen, die menschlichem Ermessen nach schon in nicht allzu ferner Zukunft den politischen Horizont verdunkln können. , , , , ,

Die Haltung Rußlands hat sich schon in bet Orient« frage mit unzweideutiger Bestimmtheit geäußert und die ganz kürzlich erfolgte Betonung des russischen In­teresses <m der Memelfmge zeigt, baß die Sowiets in keiner W-.ise geneigt find, sich in fper'. zsch europäischen Angestgenheiten auch nur im geringsten beeinträchtigen ja lassen. Die zielbewußte Politik der Räteregierung macht, wirksam u-ckerstützt, von der trorganisietten und ant diszipliniert. n Armee, den Franzosen ernstlich Sorge und der Bund, der die Sowietrepudliken les fernen Ostens mit Räterußland zu einem Block ver­einigt bat, ist ksnm dazu angetan, die französische Rer« nosität zu mildern Auch bet optimistischste Franzo'e wirb nickt glauben, daß Polen.ein unübcaoinblichec Schutz gegen feen Osten sei und öie fieberhaften Rüstungen Frankreichs, die für die Welt ein offenes Gebeimnick find, retvn «im oeuttitbe Sprache. Es wäre also für Frankreich nur von Vorteil, wenn es im Hinblick auf <>'lle feiff? wahrscheinlichen Komplikationen sich in bet Rcvarationsfrage etwas nachgiebiger zeigte.

Wie weit freilich blindwütgier ThauvinikmuS hiet über politische Kliwheit siegen wird, muß dahingestelÜ. 1 leiben Damit, daß man un5 nur in die Internationale lluttfokrtlonvention eintreten läßt, ist unS/uickb gebient, Wit müssen, abgesehen von derartigluftigen" Zuge­ständnissen durchaus auf greifbaren Resultaten bestehen.

D. uns allerdings solche zugebilligt werden, kann .mhr als fraglich erscheinen. Vielleicht ist man politisch' fing genug, um eS nicht zur vollen Ablehnung oer bei'*c'' - Vorschläge kommen zu lassen. Aber wenn .

für ein D nnitivum nicht zu habest 3 es doch möglicherweise einem Prs- n-ifriii rbaencigt sein aus Gründen, die lediglich

in der SLwietigkeit seiner eigenen politischen Situation zu suchen sind. Wie dem a<>er auch sei, es ist umsowenize^ angebracht, über den möglichen Ausgang der Pariser DW

raiungen zu orakeln. Äs, gleichoiel ob eine volle oder »ost eine teilweise Ablehimng erfolgt, unser Verhallen ist feinen Grnndzü-en eindeutig feftgelegt bleibt. An» dech

Icörtgng.

Berlin, 2. Jan. SämMcke St« ndtr»boder der Zcntral-Marktbalken fin» heute morgen

mri'fii r, und 7 Uhr tu orrr Streik getreten. Die

Gründe futb in den abermals erhöhten Frachten und

i.> den hoben Standmieten ru suchen.

Die *yoli3et

Si.l er^eillsmaüuatzrnetl r-cchkn

trat alle

eventuelle

^lnsschretrungeii.

Dir Bllllt« meiden

daß »ot-

tauf18 Lebcn'mtttelknap'.chM für Berkin nicht zu

»«fürchteU iZ, Taft alle «teinhändter tzave« sich

MM nt FmknW.

Pu riS, 2,Htt Der Newyork Herold meldet ans Wastslngton, dir AMwrvug sei völlig'dsra^vorbereitet f^efen, daß die Anregung HugheS, die ReparalionS- nage (tit einen Sochverstäickigenausschuß zu überreu .H falls die Pariser Ko uferenz fehlschlage, in Paris .»teüchst abgelehnt ioüti>e. Man nchme in Wafting- Iten au, daß der wahre Zweck und Grund de» ameri- ^vischet! Angebots, an der ^Regelung bet Reparations« w nitzuarbeiten, mißverstanden worden fei. Ans N n» eiirem Grunds den man in den arnetikani- Weu amllichen Kreisen nicht verstehe nehme Frank- Aich nach wie vor den Stanbpuntt ein, daß die Ver­einigten Maaten Deutschland in die Karlen spielen. Dbn-ohl man sich in den Bereinigten Staaten al'e ®ü|e gebe, dem Ausland klarzumachen, baß Amerika Ebensoviel daran liege, wie den Franzosen selbst, daß Krankteich rasche Bezahlung finde: gerade deshalb M man fn den Vereinig'en Staaten überzeugt, daß ftie Reparationen entschieden herabgrschtanbt werden lteüßteu. Nachdem sich nun die amerikanische Ne,:e

über ihren Standpunkt mlsgesptcchen habe, werte

keine neuen Schritte zugunsten der Koaserenz «nie

men, bi» »ns Ergebnis der Pariser Ve handlnnge'-!

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