Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg
Anzeiger für (das früher kurhessische) OberheW
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mittel in der Annahme, daß men beiden Ländern ba-
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Sitzung des amerikanischen Ksbisetts xt
daß die amerikanische R-girruxg bereit sei, eine
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feiner Not duräcktdle helfende Bruderdanv
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Man lasse sscd doch
ans d'N rrcn'.den Völkern heran
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Taris, 30.Dez. Nach dem
Äit Pannen" sand
gestern unter dem Vorsitz des Ministerialdirektors Seydanx eine neue Sachverständigen b e - ratung über die PfSnderfrage eai Quai d'Orsay
Notwendig sei, sowohl auf unmittelbare wie verschleierte Eroberungen zu verzichten und Nutzlands Sympathie den Vefreiungskampf mu'ammedanikchen Vol es begleite.
bieten beschlagnahmt werden. Nach demselben Blair werde da» Programm der französischen Regierung nicht vor kommendem Sonntag festgestellt sein. Aber schon jetzt scheine es, daß über die meisten Punkt? zwischen den Sachverständig». und dem Generals:ab des Marschalls Fach ein Einverständnis erzielt sei/ Der Generalstab sei damit beauftrage, die militari scheu Folgen der verschiedenen Maßnahmen zu prüfen.
aus dass de»
linderen Sanktionen, di: für gewisse Verschlungen, wie bei den Holzlieferuugen festgesetzt werden sollen, die französische These die fei, daß ein Moratorium als Gegenleistung die Besitzergrei- sungvon Pfändern sei eS ans dem linken oder dem rechten Rheinufer, nach sich ziehen müsse. Nach d in Attt w r> an die Crl.ebnug einer Kohlen» fteuer im sttuhrgebiei gedacht, deren Ertrag 158 Millionen Goldmark ausrnachen solle; außerdem an die VeschlagnahmedrrZölleimbesetztenGe-
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äutzerunz «ugensmme» werden sollte. Zweifellos würde eine hervorrarende amerikanische Persönlich» feit gewillt fein, sich einem solchen Auftrage zu unterziehen.
Hughes sprach schliesslich den Wunsch aus, daß eine offene und freie Aussprache statifindeu möge zu einer Zeit, wo die SSege amerikanischer Hilfe nicht umhin könnten, sich hsfinnrr-rsoll zu öffnen.
London, 36. Dez. Alitier«elLu»ßen aus
München, 30. Dez. Der baverisch? Minister Präsident v. K n t l l t n g richtete rum Jahreswechsel in den „Münchner Neuesten Nachrichten" nachstehende Mahnung an das deutsche Volk: „Neues Kraftbewutzt- «ein, neuer Mut, das ist es, was ich dem deutschen Volke vor allem zur Jahreswechsel wünsche. Gedenket der früheren Tage, des gewaltigen Aufstieges in den Jahrzehnten der Einheit, der Grösse vor dem Kriege, der beispiellosen Kraftcnlsaliung im Kampfe saft ge- ! gen die ganze Wett, die das deutsche Volk in beiden-
Tte „DbetbelWtbe Zsinrng' erscheint '»chsmal t»i*«wth*. — L«,u,s»rei« ■eaetlim 800 Ml? mit Znsteüungsgrbühk. Für aus-aBtnle Ru»«er» Eersiis ooer
elementarer (rretgniiie le»« tttiax. — Verlar box Lr. C.&isentS. — TtuI Ser Untv.-Buchdruietet von 3oh. Suo. noch, Mar't 2123. — sierni»recker 55, Post« id:etflonte: Rr. 5015 amt Iran klart «. Main.
uiS cntgegenzustelle» Mar» müsse die Han» ans Ruhrgebiet legen, das das Herz Deutschlands sei.
basier Stärke zeigte. Weg mit dem Materialismus!
Weg mit dem Irrwahn, als vermöchte ein dantteder- 1 liegendes Volk durch Einschränkung der Arbeit und durch Jagen nach nur scheinbarem Gewinn die Le- , densverhältnisse ?u verbessern! Fort auch mit der ; Zwietracht, der Parteisucht und der Nörgelsucht! Zu
rück zur deuttchen Einigkeit, zur deutschen Schlichtheit und Einfachheit, zu deutschem Psttchtvewutztietn, zu l ernstem, stillem, «widerstchlichem deutschen Wollen!
!a nicht durch vereinzelte Stimmen täuschen, die aus dem friedlichen Auslände im Tone der intet» nationalen Verbrüderung berüberkitnaen. Das ssnd wesenlose Ausnahmen, die übezbauvt keine wirkliche Bedeittung baden. Die ungeheure Masse der Eualiinder und Franzosen, der Amerikaner und Ira» ltcuer, selbst der kleineren Staaten, wie der Polen, Tschechen, Slowaken, auch der Russen, die im 6ent iüres Wesens streng völkisch gestinimt find, IN durch» aus national. Zu allererst kommt tu lebet ntf^ektir
$oime rm PllM—3Ws'iMH!-Rgte.
Paris, 30. T.-zember. Im Verlauf der .Kam merfitznng spricht sich Poiucare übet die Z t? i - schenfälle tu Passau und I n a s l st a d t aus. Er »erlieft die deutsche Entschuldigungsnote und rrklärt, die Botschaster^nferenz werde ans örtlichen Sanktion neu bestehen. Nur neue Aufforderung sei deshalb an äie deutsche Regierung gerichiet woroen. Die Antwstt hierauf sei noch nicht t*.rgci;c;>en. Von ihr würde es abhänge», ob alle gepianteu Sanktionen auSgeführt toüchen. Die französischen Konttollkommisswnen begegneten jetzt nicht melir den Schwierigkeiten wie früher, seitdem die Botschasterlonsereuz, vielleicht ein wenig spät, ein- entschlossene - Haltung einnahm.
Abg. Josse richtet an die Engländer die AnförLe- rung, den gerechten Forderungen LoimareS lein Hiuder-
Berlin, 30. Dez. Die französische Regierung stellte an Deutschland die Fvrverung auf Lieferung von rund 300 009 Tonne« Sticktzofswaren, gleich rund 60 00t) Tennen reinem SttSfieff. und zwar 29090 To. reinen Stickstoff für die zerstörten und 31 000 To. sür b:e Nbr gen fr höfischen Gebiete. Die erstere Forde» r, ng wird auf da» Wiesbadener Haiiptablommeu vom 6. Olt. 1931, die letztere aus een Lonvourr Zahlungsplan gestützt. Nachdem die üöer diese Farverung geführten Verhandlungen z» keinem Er«e»ntzS gelangten, richtet die franzöfifche Presse bcstige Angriffe gegen die deutsche Reriernng wegen der ablehnenden S<ess»ngnas,me ud versucht c-nsAei«end, hieraus eine Verfehlung der deutschen Regierung gegen de» Vrr- säiller Vertrag zu konstruieren.
Hierzu ist dentfcherfells zu bemerckn:
Der in Deutschland etzenef» Stickstoff »eicht bei weitem nicht dus, nm den eigene» fit die BvlÄernayrunz unbcknngt erforberliche» Bedarf der Lanftoirtschaft zu dcSkN. B i dem jetzigen Stand der Mar? legt die Nnmög'ichLit vor. die für bfe Trnttrnnz der BepölLrun» erf»rderlich-n Mearen an zusätzlichen 8iadcunstSmttte1n auS dem Ausiaud einsust'lr-en und zwingt jn tet-mhe- ter Verweudong von Stickst»?!. inLbefondete um tu-* zu- Aufrechterhaltung unserer Vi*hbetzsnoer erferdrrliche» Fnttermr'tel zu e^engen. Darauf tft e$ 'znrLchuführeu, daß brr SfiFst»ffv:rh«uK in D-utschland znrre't toesent» sich trüer ist als »er dem Ktie«e. Dir kchll-ächnn- nnfreer Slükftostverssroung mui unbediuzt rar Aus- bnngerung Deutschlands Kirnt Nach der Ta» sicht berverrarender S^chverstLnhioer aus dem Gebiet der Lmchtvirtschaft reicht dre derzeirirr deutsche Stick- *7for*v.V-io'x tiijjit Vvnv*****v
dürsnisse im Rabmen der vorstehend <tn#e»eir:a?x Gr-tn-
gegeben, und MtStsariiger Stickstoff tntt&fe zur Deckung de» dringendem Bedarfs unter schweren Opfern eingeführt werde::. Es wird erwogen, diese E-'nfn!>r wesentlich zv verstärken: mit anderen Worten: Deutschland ist bereit, einen Teil der für die Einfuhr von (betreibe dringend' benötigten D.visen für die Einkulir von Sticksiofs ans- zutvenden, weil bei unserer derzeitigen Lage und unserem interuatioualen Geldstande die Stärkung der eigenen Erregung für die Ernährung der Bevölkerung sicherer und »ollrivirtschastliÄ vatmneller ist, als die Einfuhr von Getreide. Bei dieser Sachlage würde es, vom Stand- vrinrt der Aufrechterhaltung des soziale» wirtschaftlichen Leben; nicht zu »erantwort.in sein, wenn die dentfche Legierung die Lieferung von Stickstoff aus Revarations- w»w zustehen toßrbx 'Eine Verpflichtung kann nach dieser Sachlage aus dem Wiesbadener Slbkommen nicht her geleitet werde«. D^e französisch: An- 'orberung scheint, fo-o.it sie die zerstörten Gebieie betrifft, deren Bsturrf weit zu öLersteigen. Wenn man den Bedarf der zerstSrten Gebiete tm Verhält ms zum Gisamtvrriruuch Frankreichs im letzten Jahre, nach dem Prozentsatz der Bobenflüche t-er ersteren zur Gesamtfläche Frankreichs berechnet, ergibt die französische For- bcniHg etwa das Fünffache des Bedarfs. Die Ablehnung der französischen Forderung ist deshalb unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage Deutschlands und der re ch t l i ch e n V e r li ä l t n i s > e u n o Bestimmungen zu Recht erfolgt. Sollt? Frankreich auf !ei- rrer Forderung beharren, wmmt für btt Entscheidung das im Wiesbadener Abkommen vorgesesiene Schied s- gcricht in Betracht, kl'brigens erklärte sich feti deutsche Regierung bereit, Verhandliingen zwischen deutschen nick französischen WirlichaftMcrseu xuzulasten über
Marburg tost«, tffl 2. Zg!!M Hartum;.
zen zu decken. Daher. Würbe dir Stickstefseiumbr frei- * durch gerecht werden könne.
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Nerv ha »en, 30. Dez. In einet Rede vor einer Versammlung der amerikanischen historischen Eesellsck^.st regte Hughes an, die Regelung dos Sleparationsproblems solle in der Weiss notgenommen werden, Latz es der politische» Behandlung entzogen und einem Soudetaur-schutz v?» Sachverständigen verschiedener Ratio- nalitäteit überwiesen werde, deren Ergebniste von den verschiedenen Nationen nach ihrem eigenen Ermessen verwandt werden könnten. Das tiefgehende Interesse Slmerikas an der Regelung drr europäische» Wirtschastssrage sei hervotgegangen. aus Len schädlichen Folgen der gegenwärtigen Berlältnisse für das amerikanische Eeschäfts- leben und aus Erwägung -bet Menschlichkeit. . Huoles betonte, dag die Grundlage bet endgültigen Ordnung die Reparationsfrage sei. Die Zasilungs- iföhigkeit Deutschlands werde durch die Verschuldung der Sinterten bei Amerika nicht in Mitleidenschaft gelegen; diese Verschuldung vermindere nicht Deutschlands Zahlungsfähigkeit. Amerika hege nicht den leisesten Wunsch, dah Frankreich irgendeinen Teil seiner gerechten Ansprüche verliert, aber es wünsche Deutschland nicht vernichtet zu sehen. Keine wirtschaftliche Wiederherstellung Europas sei möglich, sofern sich nicht Deutschland wieder erhole. Ws werde keinen dauernden Frieden geben, wen» nicht die wirtschaftliche Gesundung gesichert fei. Amerika sehe mit Mi'^allen Magnahmen, die, air- ftatt Reparationen zu etgeö-n eine Katastrophe herbeizuführen drohten.
Hnghe« fragte, was geschehen sollte, falls die bevorstehende Konferenz der Premrerministet in Paris yt keiner Lösung gelange» sollte. Die Aussicht ans Zwangsntatznahme». um Reparatisne» zu erlangen, sei nicht verlockend. Ler Staais- sekretär fttzzicrte einen Vorschlag, wonach dir höchste finanzielle Autorität in jedem der bettessen- ben Länder anfgefordert werde» follr, einem Fi.
In ihrem letzten Abschnitt sagt die Denkschrift, daß, solange die flagrante Wergewaltiaung des !Sesbstbrstnnmungstechtes der Völker auf dem 23ak ■ kan und an bet Donau fortbestehe, wie sie in ver- ’fd)iebenen Verträgen nach dem Dalkankriege vor ■bei» Weltkrieg begangen wurde, der Friede nicht gesichert fei.
Das Memorandum schließt mit der Erklärung, ;bafj dis russische Abordnung, indem sie den anderen iDelcgationen die aufmerksame Prüfung dieser Tar- ilegvngen ancmpfehls, eine wesentliche Pflicht gezen ^bic durch die Kriege erschöpften Völker der ganzen Welt erfülle.
Der Jahreswechsel gibt diesmal zu fchwermütlae« Betrachtunaen über unicrcS deutschen Volkes bittere* Schicksal Raum. Dass di« Wirkungen des auf Mei Schuldlüge ausgebauten Berfailler ZwangsMedewk den Anlass zu unserer Not in Teuerung, Embebrun»- Nnehre bilden, siebt leider die grosse Masse der Deut-, scheu noch immer nicht ein, obwohl die Erfabrungetz' von Tag zu Tag eine überzeugende Sprache reden,' Millionen verharren in ftumpset Gleichgülriglett, vertrösten sich mit dein Dahinlebe» von Fall zu Fall- unlf rechnen mit einem unbestimnwaren, vo-läusig nicht zu bcgreifeuden Glücksfall, der mit einen» Schlage oHel wenden soll. Andere leben mit hoben Löhnen im lieberfluss dahin, wieder andere Ziehen, übermässigen Nutzen aus der Not der Zeit du«v ge»' wisscnlose Ausbeutung der Geschäftslage. Alle dies» Kreise vergessen aber, dass wir allesamt dem ZerfttL entgegcnei'.en, sobald infolge der steigenden (Selben^ Wertung die deutschen Erzeugnisse den Wcttbandel». petts erreichen und überschretten werden. Tann wtrh die Kauflust des Auslandes auf dem deuttchen Markt ausbören, dann wird die Möglichkeit, mit unirrem liefstehondeu Geldwerte Rohstoffe vom Ausland ?« beziehen, die Stillegung vieler Betriebe in Deuttch» land, daher Arbeitslosigkeit und Verarmung der At- beilertrflTe nach sich ziehen, also gerade derseniae» Kreise, denen es zur Zeil noch gut geht, während an», bete Schichten verarmen und verkommen.
Trotz aller handgreiflichen Anzeichen diesesWetde», ganges, bet uns bedroht, und trotz der Ansvrefiung und^Verskiavung, mit welchen unsere äusseren Feinde von Neuem fie&r5ngci-#-gttt—tl fet*« tzek vn ■ weite Streife, denen das .Heil Demschlatchs von aussen bet kommen soll. Obwohl gerade die letzte» Tage mit überzeugender Klarheit erwiesen wurde,, dass unsere Feinde keine Schonung kennen, sondern tir rücksichtsloser Entschlossenheit aus ihrem Schein be»j stehen, glauben trotzdem viele u» die kommende Ct*w sicht, an die erwack'ende Milde und Nachsicht unteren Feirche. Sie rechnen auf die Gegensätze zwischech Frankreich, Engand, Italien, vergessen dadet av-ck trotz der setzt viersährigen Erfahrungen, dass imfere Feinde stets wieder einig find und Nck nsannnen« finden, sobald es gilt, die Folgen des Welckrieae* aus.znbenten und Nutzen auS dem Ttessiande Dentich» lands zu ziehen. Ernst Moritz Arndt 'chrieb 1813,, als sich Preussen zum Kampf ums Dasein erhob, die trefflichen Worte: „Schande, Elend, Fluch, Verderben und Tod über dich, der du vom Ausland den Heiland erwartest.* Das gilt wortgetreu auf die Gegenwart, )a beute mehr denn ie zuvor. Die Meinung: „Die Welt kann ohne Teuifchlands Woblsavrt und Gedeih«» ittöi besteben", ist eine ganz törichte Schön- scher ei. Die Welt stebt nicht still - das beweist eine mcbrrausendjäbrige Geschichte — sondern leitet sich in neue Bckbum hinüber, sobald das bisherige nicht melir lebenssähig. nicht mehr dascinskräflig tft. So will eS da? Naturgesetz, nickt allein in Bezug auf das Leben des Einzelnen, sondern auch für Völker und Staaten. Wenn die Kraft zusammenbrtckt, um sich selbst Reckt l > Geltung zu kckaffen. vcrstntt ein Volk in Zersall und Sckwäcke, denn die blosse Zahl und das Gesetz der Masse sind noch lange nicht ent- «ck.-ideud. Beweisen dies nickt, um nur aus bet unmittelbaren Gegenwart Beispiele derauszugretsen, China, Indien und Russland? J
Sodann die trügerische .Hoffnung auf Amerikai Möchte man dock endlich einmal bet uns aufMrctt, in jeder deulschsreundltch klingenden Redensart einer anierikanischeu Zeitung oder einer amerikanischen Börsengruvpc die rettende Hofsnuugssttasse für nnS zu begrüssen und in ein Jubelgeschrei darüber auszu- brcdicn! Wir machen uns hierdurch vor Amerika läckerlick. ES kommt nur deu eigenen Vorteil und ist lübl bis ins Herz hinein. „Die Ansicht ist tonckl", urtcille ttirzlick V a n d e r l i p , z. I. der entscheidende Finauzmann der Newvorker G-ldberrschoft, .alS dinge d'e amerikanische WirtickaflSlaae vom Handel mit Europa, insbesondere mit Deutschland, ab. "Kit haben ganz andere, viel lohnendere :md weit wIAi- far’er- Wcge."
Endlich der dritte Gesichtspunkt, die schlimmste Täuschung über den Ernst der Gegenwart und über die Gefahren der Znknuft: das Lug und TAiagewenst von der kommenden Völkerverbrüderung. Leider gebt es trotz aller schlagenden Gegenbeweise immer noch in deutschen Kövscn nm. In doppelter Bettebung: erstens bei vielen durck Jrrleürrr feblgc-' führten Arbcitcrkreise», zweitens bei den Träumern riud Schwärmern der pazifistischen Nicktuug. Eine Ansicht ist so haltlos, so undeittsck, io widerfinnig wie die andere. „Es ist einfaa> erstaunlich, wie langsam die Deutschen bei der Beurteilung be* Auslandes begreifen", hat Bismarck einmal voll Bttlerkei: ge» Kagt. Das stimmt noch heute aufs Bor«. In aller Belt denkt nur her gutmütige, vertrauensselige Deutsche international, b. b. glaubt an die Er-
Kommissisn «ittfL«fllicher um» finanzieXer Sach- hetjtSnbtger nach Europa ja fenben, um Sei der Wiederherstellung notleibender Länder «i t z v, helfen. Er fei aber üttm Slusbtuck geLtocht worden, Last die Vereinigten Staate« eine Aufforderung erhalten wüssten, bevor eine solche Aktion nntsribsnrmen «erden könne. Eine europäische Hauvtftadt würbe für die Zufsrnmenkunft gewählt werden.
Newhork. 30. Dez Mr auS Washin»ton gemeldet wirb, hat b-r «publikan sche Senat« Burfum im Senat rtn.*n Ge>pe-t-ourf über Sie Gewährung von Krediten an Dentsch^and itx Gesamtbe ragr einer 2J?tf» Harbs Dollars für den Ankauf von Lebensmitteln in den St reinigten Staaten ein geb rach«. Das Gesetz sieht vor, baß Deutschland als Sicherheit S-ck>atz- scheine hergrbt, dir durch Judnstrieobligatiouen fssch-r- gcfielit Werften sollen und daß es die Ktchite innerhalb von zehn Jahren zurückzahlt. Ter Zinsfuß solle 5 Prozent betragen. - ‘ >■
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Vlllistlim in Berlin.
Berlin, 30. Dez. Die Abendblätter bemerken zu den nunmehr abgeschlossenen Vorschlägen der Reichs- regrerung in der Reparationsfrage, daß über den Inhalt noch nichts Näheres mitaeteilt werde. Nur sovici- kbnne man sagen, daß in hiesigen amtlichen Kreisen, die Auffassung herrsche daß die von Sonar Lack nach den Londoner Stottern genannte Summe von 40 bis 50 Milliarden bei weitem die wirLiche deutsche Leistungsfähigkeit übersteige. Die Meldung eines hiesigen MittagZblLtles, das; einige der Minister sich gegen den Plan der Reichsregrerung erkiürt hätten, toiib als falsch bezeichnet. ,
nanzplan zuzustimmen, der von der ganze» | statt. Man wisse, dich tatsächlich außerhalb der be- SBelt ob die matzgeSenbe erlsszSare M-ttnnng^ '
Ter Jabresivecksel ist ein Mahner. Deutsche« 8efl, tcöre diese Mahnung! Latz dahinten, was Detnet unb Deiner grossen Vergangenheit unwürdig ist, tasfo Dich auf. allen Schwierigkeiten, allen Gefahren, allem Lwfle der Gegner zum Trotze, zu neuem Leven, in eo» neuter Kraft z» neuerwachtem Willen! —
Der Attzeigenvrels beträzt 'Lr de» 9geip. 3til«nmiUimtter 20.00 SRI. 1 Älel«» «. Familien* I
anzeigen weniger!. Amtttch» und ausw. Anzeigen 2ö Ml. Andere Svaltenbreite» CO <Tgfce* • entsprechend. Be nbwiert em Latz äast, Buülblag. Spät einlauirnde oder de» Nsum über Jy, gdljlü' '-.Seite «tnnedwende Anzeigen werden nach der Tertwaltendreite berechnet, v-eklame» .... der Zelleninillimeter M Dtt. Jeder Rabatt eilt al» Varrabatt. Velens werden berechnet. IQyi Bei äustunit durch dis ®eid»ättsit tutb Seimitttuna Der Luqsbote 10 3R, bei Hebetienbung ivutl durch une 25.— Mk. ohne Porto.
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Lausanne, 30. Dez. Nach einer eingehen- ben Kritik des Vertrages von Shores stellt die vom hßräfibenten der Konferenz übermittelte russische Denkschrift fest, daß die Ziele bet .alliierten Unterbrüiungspolitil nur teilweise verwirklicht werben konnten, ba bet Triumph bor Sowjet-Revolution in Rutzlanb dem türkischen Volke bie Möglichkeit zum Wiberstanbe gab.
In bet russischen Denkschrift heisst es weiter: Die Konflikte im Orient könnten nut aufhören, wenn die imperialistischen Mächte darauf verz'ch- teten, bie Muhammedaner als untergeordnete Böl- !ter zu behandeln. So müssten bie Türken in ^hten wirtschaftlichen, juristischen unb finanziellen Einrichtungen durchaus unabhängig sein. Di; drussische, ukrainische und georgische Delegation erklärten jetzt schon jede Konzession, die ausserhalb bts üblichen Rechts stehe und der Türker durch den »Druck der Mächte aufgezwungen würde, als mo-. italisch und juristisch wertlos. Was bie künftige ^Grenze der Türkei betreffe, so müsste sie sich an b?n nationalen Pakt halten und Volksabstimmungen -Mutzten stattfinben. Die Minderheitenfrage könne sman nur lösen, wenn im Orient normale Verhält- !niste hergestellt unb die Ursachen künftiger Kriege ! unterdrückt würben. Die in Lausanne vorgeschla- ! gene Lösung habe einen einseitigrn Charakter und ssei wirkungslos; sie verfolge einzig dm Zweck, die ,Existenz des Völkerbundes zu rechtfertigen, der lediglich eines bet Beherrschungsmittel der imperia- Aistifchen Grotzmächte sei. Die Minderheitenfrage jwetbe nur auf dieser besonderen Konferenz zu lösen jsein, die bi« Lage bet religiösen unb nationalen 'Minderheiten in allen Ländern untersuchen muffet •Sie russische Delegation mache darauf aufmerlfam, dass es im Interests des Weltfriedens 110626««tt
Mjjafaga biet, sowie an dir Befchlagnahme ber Domänial-- tttzÄ^z l|«eft<en und gewisser Kohle^gntben. Anss rfsm T5nn- lei. eine anG dte auswärtigen Devisen in verschiedenen ®e-
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