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(Fortsetzung fofet)
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der Währung in Deutschland immer mehr einbürgert Mose Zustände schreien geradezu nach der Stabilisi-rung
die Zett drängte. Ex mutzte, wenn morgen nach Budapest fahren. Wer tvte lange die Gräfin Solutzeff sich in zuhatten heavtzchtigte?
Er wartete, bis in Hamann» Stockung einzutreten schien, und fragte.
Industrien durch zu hohe Abgaben möglichst zu verhindern. Wir werben überhaupt, wenn es zu einem Ststlstanb oder gar einem Abbau der Marientwertung kommt, uns re ganze AunnerisamZeit der Verhinderung einer allzuschweren und allzu plötzlich über un« bereinSre- ckenden Wirtschastskris: wdmen müssen. Bedroht sind tei einem allzu schwsfen Währuiigsumscbwimg nicht nur dir Exportinduttrien und die Produzenten überhaupt, fontern auch der kleinere und mittlere Detailhandel, ein Teil des Handwerks, kurz alle Leute, die sich zu teuren Preis n mit 35krentarteten eingcheckt haben. Sie müs-en ungebeu« 5k-lu4* erleiden, totnif ter Wiederb'schrl. fungsprri« dieser Waren etwa unter den Einkaufspreis ffinS. Gerade diejenigen, die den vollen Wiederbe- sch-ffnngSpteij niemals für dauernd durchfütebir gehalten haben — und auf di sen Standpunkt hat sich erst ganz kürzlich auch t»S Reichsgericht gestellt — müssen 15r#
1 *e jDbetbeiftidte Zeitung' erickeint ledwmel wöchentlich. — Bezugsorei» monatlich 400 Ml. mit Zustellungrgebiidr. Für au» fallen de Summern infolge Streit, over elementarer Gtetgntiie fein Eriag. — Verlag von Dr. T. Hiverotö. — Trutf der Lntm-Vuchdrulkerei von 2o». »ug. »ach, Marti 7123. — !«em>vrecher 55, Post» schecklonto: St. 50J5 «mt Frankfurt eu Main.
richten. , J
• (Selbttbfiwbung bet Kapitula«, ten. Nach dem Mannschaftsversorgungsgesetz kann Kapitulanten, die nach 12jähriger Dienstzeit ben Zivilversorgungsschcin erworben haben, bl, zu« Ablauf eines Jahres, nach bet Entlassung aus dem aktiven Militärdienst auf ihren Antrag gegen Ser« zicht auf den Schein und auf die Ziotlversorgungs« entschädigung eine einmalige Eeldabfindung be« willigt werden, wenn sie für eine nützliche Sennen« düng des Geldes Gewähr leisten. Während nach dieser Borschrist Vie Bewilligung der Abfindung tu das freie Ermessen der Serwaltungsbebörde gestellt war, hat da, KapitulantenentschSdigungsgesetz für die Kapitulanten, die nach Soliendung de, 12. Dietstjhares infolge der Verminderung der Wehrmacht aus dem aktiven Dienst ausscheiden müssen und zum Beamten würdig erscheinen, einen Rechte, an'pruch auf die Deldabfindung geschaffen. Die
die köstliche Speise-Schokolade!
Budapest
Geschäft mit einer
• Welbnachtsunterbaltungen. Auch in diesem Jahre finden verschiedene WeihnachtSunter- baltunoen von Vereinen tmb Gesellschaften statt. Auch tontertliche Veranstaltungen verschiedener Art werden geboten. W>r verwelke« auf die diesbezüglichen Ankündigungen.
• <)icnNinbi:äum. Dem Herrn Hoffmann, Vorsteber der hiesigen EI-enSabn-Stailonskaffe, wurden zu feinem 50 täbriarn Dienstiubiläum Tank- und O.lückwunschschrelben von dem RetchSverkehrSminlste- tium und vom Präsidenten der Reichsbabn-Direktion twerre'.cht. Der verdiente langjährige Beamte unseres «anmmi^MsaMmMnMnRmHmsnnsnflB'anmMa^mmmMaam
Plötzlich kam ihm der Gedanke, Hamatm aufzu- suchen und um seinen'Rat zu Sitten.
Er schlug dte Richtung der Kärntner Stratze ein und hörte schon nach wenigen Minuten Hamanns heisere, abgehackte Stimme, die unaufhörlich die neuesten Sensationsnachrichten in die Menge schrie.
Mellenbeim sagte sich, datz fetzt vielleicht nicht der rechte Augenblick wäre, mit Hamann zu reden. Aber
,'chlossenert Bewegung auf ibn zutretend: »Hast du eine Minute Zeit für mich?" Hamann runzelte die Stirn: „Mutz es gerade
Preise und Löhne aufgebaut finit.
Man hat oft daran gczkveifclt, ob ttn Falle einer Pkarkb^sscrnni sich auch die Pheife der der änderten Laae archassen würden. Dir letzte Woche brachte uns gewi<- sermahcn eine Generalprobe und hat uns bewiese», wie schnell diese Anpassung sich gegebenenfalls vollziehen würde. Dir Ervhhantelsintexzisfer ist am 15. Dezember. grgrnüber der vorn 5. Dezember um fast 2 Prozent zinückgegangen, nämlich von dem 1495sachen auf bas 1468fachr. Der Rückgang betraf nicht etwa nur die Preise der Einfuhrwaren, sondern auch die zahlreichen Inlandscrzeugnisse, wie z.B. die der Textilwaren und Metalle und auf dem Ernährungsgebict die der Fette, des Zuckers, der Fische und des Fleisches. Auf dem Gctreidemarkt wurde ein vorübergehender erbeb sicher Preisrückschlag wohl nur dadurch verhindert, daß die Reihsgetrridestelle zu den ein wenig ermäßigten Preiftn sofort umsangreiche Käufe an Brotgetreide tätigte und dadurch dir Nachfrage wesentlich verstärkte. Jedenfalls scheint der Beweis erbracht zu sein, daß angesichts der starken Zurückhaltung der Käufer die Preise heute bei einem Konjunktnrurnschwuns nur geringe Widerstands- iShigkeit besitzen. Die gleiche Erfahrung dürfte man im Falle einer schweren Prvduktionskrise auch mit den Löhnen und Gehältern machen. Billige Preise sind kein Ideal, wenn die Produktion dabei zum Stillstand kommt, und die Arbeitnehmer nicht mehr ausreichend Beschäftigung finden.
Lch von seiner Höhe h.ncbaleite! und wenn dann bei oee femm nben Markfabius-erung ein zu niedriger Dollar- Ltrs zur Sftmndlag- 6er Umrechnung gemacht wird Auch gnil Rücksicht auf die Lohnverhältniffe müßte eine solche tzmaeeigurte Stabil sierung der Mark große Bedenken Hervorrufen. Es ist klar, daß ein Abbau der heutigen Löhne und Gehälter im Fal'e einer bauernden Markb sfe- nmi nur unter schweren Kämpfen und mit erheblichen Keibuugeu durchgesetzt werden könnte. Diese können sbrr nur dann vermiede« werde«, wenn die Mark aus einer Höhe befestigt wird, die dem heutigen Lohn- itfce.u entricht und zwar ohne Rücksicht auf den zurz-'k ter Stakiiis eruug bestehenden Workkuts, wenn dieser etwa erheblich niedriger ist.
Rach in einer anderen Hinsicht können die Erfahrnn- len der letzten Woche für die Reichsregierung lehrreich fein Sie haben gezeigt, wie. schnell der deutsche Ervoft durch einen Markanstieg gefährdet werden kann und wie hftechtigt daher die Forderung der Industrie war. die AitNusiadgaten so beweglich und anpassunassShta tp> möglich tu gestalten. Die gegenwärtige Entwicklnim hot d m Nusftihrabgrbenausschuß des vorläufigen ReickS- 'wiris bsstsrat? bereits P'ronlasiung gegeben, mit Rück- sicht auf die Lage des Ausfuhrgeschäfts für zahlre'ch" Positionen teS Tar f? ei nm Abbau zu fordern ES wird von w s.'ntlicher Bedeutung sein, daß dieser Abbau rechtzeitig genug erfolgt, um eine Schädigung der Ausfuhr-
Blarbura und Umgegend.
Marburg. 23. Dezember (Iulmond).
• Weihnachten. Aach arbeitsreichen Wochen, denn biS letzt meinte c5 la der Sinter immer noch gnädig und gestattete manche- Tagewerk, da« bei Schnee und Ei« erstarre« mutz, au«,»führen, gibt «S jetzt für viele Menschen soviel Ruhetag?, wie fett langem nicht. Zu den fünf Sonntagen des Dezember kommen dte beiden Wetbnachtsfeienaye, dem oft noch der .brüte, btttzugesellt wird und dann kommt schon Nettjahr. Wegen der anderen Tage, die man gemeinhin .zwischen ben Jahren' bezeichnet, wird tn vielen größeren Betrieben jedenfalls nicht angefangen, besonder» da. wo große Kraft und yeueranlaae« in Betrieb gesetzt werden mllsten. — Wenn eS nun auch statt .Weihnachten tief verschneit", wie man daS Fest im Bilde darstellt, anscheinend .grüne Feiertage' gibt, so schadet daS ntdrt. Deshalb mutz man immer noch nicht denken, datz unbedingt weiße Öfter« die Folge sein müssen. Sprichwörter lassen auch oft genug Ausnahmen zu und so manches Sprichwort, da» früher gana und gäbe war, bat der neuen Zeit Weichen müsse«. Wer z. B. Pfennige gespart bat. um zu Talern zum Kauf eine« Weihnachtsgeschenke« zu kommen" wird die» bestätigen. Wird atch in mancher Familie, vielleicht zum erstenmal. kein WeibnachtS- bäumchen mehr den Blick zurück in» kl Inder land werfen lassen, so mutz sich doch Immer noch damit getröstet werden, datz e» viele Menschen gibt, denen noch schlechtere Feiertage beschleden ssnd, die infolge der Zeiwerhältnisse noch «übt einmal einen Raum in der kleinsten Hüne haben. Vielleicht findet e« einmal Nachahmung, wa« in Heilbronn im Reckartai diesmal zur Wirklichkeit werden fall. ES heißt da: .Die grotze Rot de« Lande» wird vielen die AnMellung eines eigetten Edristbaum« unmöglich machen. ES ist deshalb ein fcbCner Gedanke, in der Weihnachtszeit auf dem Marktplatz einen grossen Edristbau« auszustellen und «hn die Weihnachtswoche hindurch allabendlich einige Zeit mit brennenden Lichtern zu versehen. Dann können jene — und mit ihnen wir alle -4- vvrt eine stille Stunde verleben.' Qbervürger- n>elfter B-utlinaer hat den größten Tannenbanm der Forsten verfproeten, der aus der Freitreppe Aus- sielluna finden fall. ES liesse sich diele Festbetrachtung noch viel auSdehnen. .vir wollen unseren Weih- ttachtswuntch in der Hoffnung auSNingen lassen, datz bald — recht bald — nun endlich der Friede aus Erden Einkehr halten möae.
• WeihnachtS- und NeujahrSwünsche. Unter den Bestimmungen deS neuen Posttarif«, der mit dem 15. Dezember in Kraft <wtreten ist, ist wenigstens eine, die «n der jetzigen Zeit nicht gerade bart erscheint. Die Glückwunschkane mit fünf Worten auf der Vorderseite kostet fünf Mark. Wir halten die« für wichtig, unsere Leser darauf aufmerksam zu machen.
(Nachdruck verboten.) I
Die Abenteuer des Grafen Mettenheim.
Roman ton Gertrud v. Brockdorff.
Lcpyrighk by August Scherl G. m. b. H« Berlin si 1922. : t
23. Fortsetzung. « / 3
Mellenhetm versprach zu komtnen und warf ver- ziveifeue Blicke in das hohe, Helle Zimmer mit den prfineu Seidcnmöbeln. Es war unmöglich zu denken, .las; er vor etwas mehr als vwrnndzwanzig Stunden der Gräfin Solutzeff tn diesem Zimmer gegenüber-1 gestanden hatte. ES war unmöglich zu denken, datz die schmalen, beringten Hände der Gräfin mit einer eigentümlich nervösen Bewegung tn den Strauß freisten Flieders gcgrifken hatten, her da trauet« und Halbwelt auf dem Tische stand. Schritte kamen dte Treppe herauf.
.Auf heute abendl" flüsterte Mtzzie und drängte Kicllciltzeim aus hem Zimmer.
Er wanderte in dumpfer Natlostgkeit über hie siorridore. Wo war Sophie Solutzefsf Die Bank- poten von Mr. Harriman aus Chicago wurden zu einer unerträglichen Last, die ihm die Brust zusam- menpreßte. Wo war Sophie Solutzeff?
Er blieb ftehen und überlegte, daß irgend etwas geschehen müßte. Man mußte versuchen, die Adresse her Gräfin ausfindig zu machen.' Es tonnte keine unlösbare Aufgabe fein, den Aufenthaltsort einer schönen und in jeder Hinsicht ausfallenden Dame zu ermitteln.
Er wurde allmählich ruhiger. Rach kurzem ZS fern ging er in die Halle hinunter und erkundigte sich hoi dem Biörmer R6vai, oh die Gräfin bei Ihrer Abreise ein Neileziel angegeben hätte. Er erzählte die Geschichte ton dem Briefe des Russen und wunderte sich über sie ruhige Selbstverständlichkeit bei Tonfalles, mit der er die Lüge vorhrachte.
Der Ungar blätterte verdrossetl tn seine« Listen. Es ergab sich, daß Sophie Solutzeff nach Budapest ab- Cereiit war und gebeten hatte, etwa eingehende Briefschaften aus .Hotel Hftorta* weitergehen zu lassen.
Meontheim atmete befreit. Er war sich fofort ikar darüber, dass es seine Pflicht wäre, der Gräfin to-b Bichavest zu folgen traft über ben Berkans des Smaragde« abrni-ge«» r><— *
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So» unserem dolkswinscbaklickeu Mitarbeiter.
-Auf die Kett de« sinkenden Dollar« ist «er allzuschnell Mieter eine Periode hn&er Schwankungen gefolgt. Für Hantel und Wandel gibt e« nicht« Schädlichere« als dieses heftiae Autzvärts und Abwärt« der Devisenkurse, daS icke feste Kalkulation zur Unmöglichkeit macht und fern Warengeschäft überhaupt die feste Währung-grund- |ege entzieht. Man darf sich unter diesen Umständen nicht Montern, wen» sich da« Nebel ter Berechnung in fttm«
Er dachte: .Sie bat sich durch irgendwelche Sutze reu UntslSnde veranlasst gesehen, ihre Abreise von Wien zu beschleunigen. Sie wagt nicht, mir Nachricht zu geben aus Furcht, datz meine Verbindung mit ihr ihren Verfolgern Verraten werden könnte. Wahrscheinlich wartet sie tn vollkommener Ratlosigkeit auf das Geld, dessen sie dringend zu bedürfen fcheint. da sie andernfalls von einem Sertauf de« Smaragden abgesehen haben würde."
Alle seine Gedanken reihten sich zu einer logischen Kette. Es war al'o unbedingt nötig, mit her nächsten Gelegenheit nach Budapest zu fahren trab hie Gräfin an« ihrer Verlegenheit zu befreien.
Mellenbeim erwog heu. Gedanken einer Reife «ach | Budapest und erkannte, dass sich keinem $umt gewichtige Hindernisse entoeaeniürmten.
Das erste Hindernis war der Umstand, datz r seinen Portierposten ohne weiteres weder verlassen konnte noch wollte. Er scheute sich davor, sahueusiüch- tia zu werden. Er scheute sich in einer Anwandlung von Aberglauben davor, den Posten, der Ihn tonn Verhungern geschützt batte, ohne die zwingendste Notwendigkeit aufzugeben.
Nach einigem Ueverlegen entschied et sich dafür, Herrn Lissek. den Empfangschef, dessen Entgegenkommen er feine Stellung verdankte, um eine Unterredung zu bitten. Er erzählte von einer unaufschiebbaren Reife tn Vermögensangelegenheiten, die eine Abwesenheit von mehreren Tagen notwendig machte.
Herr Lissek zeigte sich wohlwollend. Wenn Mellen- Heim einen vertrauenswürdigen Ersatzmann zur Ver- sügung stellte, könne man daran denken, die Stelle für ihn osfeuzubalten.
Mellenhetm dankte mit erleichtertem Herzen und machte sich sofort auf hie Suche nach einem Erfatz- I mann. ES tonnte nicht schwer sein, tn htefer gemitz- I tollen traft grausamen Stadt, die täglich Zehntausenfte hungernd und frierend auf das Pflaster warf, einen vertrauenswürdigen Menschen zu finde«.
Mellenbeim bückte in alle auf her Straße bet» I überströmenden Gesichter, fudrte ein Gesicht, tn dem I die Sehnsucht nach Brot und Arbeit geschrieben stände, und sah nichts als gierige Sattheit, für hie I Brot unh Arbeit nicht mehr bedeutete alS die ge- I winnspcienhen Zahlen der Börsenberichte. ES war nach sechs Uhr, und hie Bure«» her Stellenvermittler
I waren geschlossen.
I „Man müsste t« die Vorstädte binausftch«» ,
seins
.Ja. Es mutz. Ich brauche eine« Ersatzmann für meine Stelle.^
.Einen Ersatzmanns^
.Ja. Es bandelt sich um drei ober vier Rächte.
Ich muss morgen nach Budapest fahren."
Hamann machte ein nachdenkliches Gesicht.
.Ich würde es ftt dicht tun", tagte er nach einer Pauke. .Aber Ich glaube nicht, dass dein Hotel einen stelzkützigen Portter al» vollwertige« Ersatz ansehen würde."
„Weisst d« keinen anderen?"
.Ich weitz Dutzende. Es ist nur jetzt, am Abend, nicht leickst, sie aussindig zu machen. Ich habe hie Ahressen nicht Im Kopf, klebrigen- Haben sie Nicht einmal alle Ahressen."
Er lächelte wieder fein fcharfes und bitteres Lächeln. .Ader du fötmteft dich vielleicht an Leiner wenden. Du weisst doch: SelneT der damals die be- rüthrlaten Witze von sich gab nnd hie besten Walzer tanzte."
.Ja, ich erinnere mich!"
Mellenhetm» Stimme klang belfer. Er dachte an Begerndorffer. .vor etwa vier Wochen begegne leb dem Leiner., batte Begerndorffer gesagt. .Er war nicht los zu werden, Poldl. Er Ist jetzt Angestellter In einer Tabakfabrik. Ich sollt' ihm helfen."
.Soviel to weiß, tfl her Seiner jetzt arbeitslos", meinte Hamann.
Mellenbeim sah sich selber hungernd und frierend unter den ickmeeverhangenen Bäume« der Ringstraße babtewmbeoh .
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Marburg Sannoitoi, htn 2$. iejtmta
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Der Anzeiaravrei, beträgt tür de« »gesp Zeile»«tlltmet«r 16.00 ÄLItlet«» «. F«mlli««, I anzeige« 331///, roentgrt). Amtliche und au»». Anzeigen 20 Mk. Andere Spatte-dreite« I rn entipred>e«6. V«' uvwiert em Sb« -Mi •!„ Ausschlag. Spat eislaufenbe »der den Raum über IZ/, «UjjfjL • - Seite ewnehmende »azeinen wervea «a» der Iettio«luebrelte berechnet. Reklame« I .
He Lol.-Zetle 90.00 Mk. Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Belege »erben berechnet. I 1Q99
Bei '.'Lueteart durch die Setoärteit wie Bermintunr der Anaedote 10 Ä, bei Hebet webe«« I 1 «44
durch aas 25.— Mk. Sandergebühr. | \
Hauptbabnhof» erfrret sich ta offen Kreisen et*t Belieb thctt.
* W ieber Berl«ihn »gv.« Eisernen 9rtv »en Da« Staat-Ministerium hat bcsckloffe», dem ffte». f(Muffe de- Landtag«», die Prüfung der vorliegende» tts». träge auf Verleihung des Eisernen Kreuze« wieder «fe, zu nehmen, sta ttzuqebe». E- handeft sich em die bisher etno"Vt*t»n Anträge.
• Der Verkehr mit Zucker. In her Fach« zeitung »Der Konditor" erbebt der Geraer <hvt«e direktor n«b Einführung der Zwana-dewtrti<6afm«ff schwere Vorwürfe e««f« die Znckersabrtken. Er leb kl- tert, wie btefe die Zuckervcrtetttmg künstlich veriöoerk und durch allerhand Matznadmen zur Vertwenrae de« Zucker» beigetraaen hätten. U. a. drängte« flc, fe heisst e». auf fofertloe Abnahme unter vonmS» bezablung, eine einzige Ladung kostet l 9.39 000 X Fracht, nachher tourte Wagenmangel, erhöhte Lato- gebühr, Sackmangel u«to. geltend gemocht und VM Lieferung immer verzögert. Am Schlüsse bettzt eck» In einer fo unglaublichen Weile arbeiteten hie Zucke» fabriken mit einer AmlSstelle. hem Kommunotvev' band Wie mögen sie da erst den private« »tau* handel misshandelt heben. Tiefer bet wirklich «® Ursache zu fre*diger Dankbarkeit für hie AuftlSrn»ae» de« wahrheitsliebende« Beamte«, der durch diele te» privaten Einzelhandel von einem großen TeU tel Anwürfe, Vie in letzter Zett förmlich fhstemmifch gegen ihn gerichtet wurden, fäubert.
*DerKampf»mdaSHartgelte Dem Reichte rat ist ei« Gcsetzenkwurf über die Ausprägung »o» Erfatzmünzen im Rennwerte ton 10, 20, 60, 100, 290 und 600 Wert »ugegenge«. — Um die Prägung «e» neuen HangeldeS wick seit langer Zeit vo« de» beteiligten Instanzen <ht heftiger Kampf geführt. Da» Reicb-finanzmiMermm hat die Durchführung der oete. schfetenen Vorschläge bi- «um heutige« Tagt hinatoge" zögert, weil die Schwankungen deS Geldwerte« ne Bestimmung der zu prägende« Münzsotte« verhinderte«.
♦ Die LuschEsf« für Aeltrsthinterdlite M«ne, die keine gesetzliche Witwenpension. sonder« nut Sitroengcß an- einet Militärnntwenkasse erhalten, stad mit Wirkung Vorn 1.10. an sa erhöht worden, daß die lIrfomtbezäge einschllrhlich Privateinkommen 60000 Mk. im Iabrr erreiche». Anträge sind an dir Fcauengruppe be« DOB.. Berlin S. 9, Potsdamer Strohe 21 d. z»
Erstes Stott
. - ! I B denken dagegen geltend maqlen. dass ter Dftai'handel
ter Mark. Aber die wenige» Tage, i» denen der Dollar r,nn durch einen allzu scharfen Druck auf die Wieder- PL »»ter «000 ober nur wenig darüber bewegte, haben 5 schassungspreife qenöftzt ivick, s ine Warenvorräte mit Mas an» gezeigt, welche Gefahren anterers-tS mit der „nueteuren Verlusten a&jutofcn, too;u sie bei einer xfarkssabiliseninz Verbunden sind, wenn diese etwa auf | Senkung ter Devis-nturse durch Mangel an
emer zu niedngen llmr-chnungsbas:- versucht werten und Kredit sehr bald ge-wungen fein würden.
fe<üe. Dx kurze Dollarsturz Hal genügt, »in für ter- ]'^n welcher Seite eti? man die Dinge also betrachtet. schictene wichtige Warengattungen die oeutschen In- Gesichtspunkt der Industrie, der Arte tnehmer.
lundSpreise über die Mektmarttpre-'s- steigen zu lassen. As-iud-nd fä ober des Handtxerks au3, immer ertr'bt
Mud) nachdem der Dollar wieder auf fast 7000 Mark sich o{3 die Lehre ter Eriahrungen, die wir mit dem
erholt hat, sind manche deutsche E'portwaren auf dem „ten höheren Dollariiurz seit langer Zeit gemacht haben, Wektmarkt nicht mehr konkurrenzsählg. Da? gckt be- I uns von ciu-r schnell:» Marldes'eruna nicht eeringer, sonders für die so wichtige deutsche Eisenindustrie. Erft L^rt^a«^: ^fahren droben, als von einem neirn um 15 Dezember war mietet eine neue ErbSbung M^kftnrz, wie er infolge eines Scheitern, ter Anleihe- und der Kohleupreise eingetreten. Bis nun dfe rückläusige SkfssssfterunsssverbanLlungen cintreten könnte. WaS wir »«vegung ter Anslandsdemsen cintvat. sah sich’ ter I ^Echen. ist nicht so sehr ein recht niedriger als ein deutsche Stahlbund genötigt, den Stoleiseuvre« ohm fest^ Markkurs. Gelingt di-Stachl'sierung der Mar", «ückfichl auf die höheren Rotes-npreise terabiwetzen nm fo !oIw;nt e3 ün sich nicht viel darauf an, auf welcher Wfth-ubt noch exportieren zu können.. Man erkennt ^sjz fie „folgt, wenn dies- nur nicht allzu weit von tos du fern Beispiel, tn eine tote schnneriae Lage te- ^ftmzen S'sis entfernt liegt, auf ter unsere heutigen beutfcbe Industrie geraten m iß, wenn her Dollar Plötz-1 . - . - -
,Wv finde ich Ibn?" erkundigte er sich. I
»Er wohnt draußen In Mariahllf. Seine Woh- mrag kann ich dir nicht lagen. Aber et sitzt um btefe Seit metft In her Hoftnüvigasse in her Wirtschaft. »Zum Sandwirt". i
Mellenbeim liess sich den Weg zur HosmÜhlgaffe beschreiben und fuhr nach Marlahlkf. i
Die Wirtschaft »Zum Sandwiri" befand sich im Erdgeschosse eines hohen, nnfmmbncben ßtagenbaufe«; unh war um btefe Zeit von kleinen Kaufleuten, Schreiern und Nähmädchen befucht, hie au ben mit' Wachstuch bedeckte« Tischen Itzt beschetbenes Rächt- wohl verzehne«. >
Mellenbeim entdeckte den Oberleutnant von Leinet,: der allein an einem Tische fass und Ibn wie eine Et-j fchetnung anftarrte. nnd brachte In einer gewiss«. Verlegenheit sein Anliegen vor. '
Seiner brach In ein ausg.iassenes Gelächter au8. > »Nachtportier? Warum nicht? ES Ist wenigsten», eine Abwechslung. Sind viele Amerikanerinnen ht hem Hotel?"
»Es ist ein ziem'ich internattonafeS Publikum."
»Desto besser. Man muß auf irgendeine Weise die Möglichkeit haben, fein Glück zu machen."
Mellenbeim wunderte sich darüber, b»ss Leinet fick ben alten, leichtsinnigen Ton noch nicht abgewöhn^ hatte. Er batte auch noch daS hübsche, glatte Rnaben«, gesicht von früher, daS feinen Eindruck auf die Wiener Mädel eigentlich' niemals bertebft bane.
»Es ist lieb von dir, datz du a» mich gedacht hast. Poldi. Ich hab' gerade gemeint, wie ich fo gesessen hab': Einmal mutz das Glück doch kommen —"
Mellenhetm schüttelte mitleidig den Kopf unh tarn