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Mr. 380

Die Sühne-Note genügt nicht!

57. Ä 1922

T t« .Dbetbelfiitbt Bettung etidxint tabemal uwdxntlt*. Lerugsorei« monetliä 400 SKI. Btt ZusteUogsgebühr. Für uusraBenbe Nummern infolge Streik» ooet elementarer Ereigniste kern Stieg. Setlag een Dr. S.Kinetotä. Druck der U«tB»M*H*terei o«u Ietz. »ne. **. Markt 21 LS. ^ernivrechet äs. Seit» id>e<Unte: Xt. 5015 Amt Frankfurt e. Kain.

Marburg Srtiiag, itn 22. WnStt Jnlnroub.

von Turin telegraphijch seine S-rlidarität ansgrdrückt haben. Der Präfekt von Turin wurde nach Rom t»M Innenminister berufen. - 1

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Der«nretqenpret,beträgt für den Ügefp Zeilenmillimeter 15M> KL.«Xletn-N. Familien« anxela« 331|.,J. eeniger). Amtliche und an»», thueigee 20 Mk. Rudere Soaliendrelten entivrechend. Bei idieteri cb sag 50»/, «e'Nblag. Saat etnlanienfte oDet den Xaum über »i Sette einnehmende flngei ten »ettten na» Bet lejtioaltenbteitt bereAnet »etlamen Me SolHelle 90.00 Mk. JederRabatt gilt al» Barrabatt. Belege »erden berechnet, »et Xnotnnft durch die 6ei68ft»it und «ermitthtm her «naebote 10 M, bei Uebetenbung durch un» 25. SRI Sondetgebühr.

Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marbmg

Anzeiger für (das frühes kurheMche) ObeOeW

Vmlmiti In Berlin-

Der JUtqler und di« Industrielle».

_ ver li«, 81. Dez. Bester« Nachmittag fand, wie Wir erfahren, die erste Besprechung des Reichskanzlers Ank den Vertreter« des RerchSverbaudes der deutschen Industrie über das RrpavationZprobiem statt. Die ge­strige Aussprache Kauerte etwa eine Stunde «ick bette den ratter einer Vorbesprechung. Die Besprechun­gen werden fortgesetzt. Wie wir weiter erfahren, stndet die nächste. Besprechung der Reichsregierung mit de« Par- teifLhrcr« am Freitag statt. Die Vertreter der Demo­kraten, der Zentrums unb der Deutsche« volvpartei werde« vom Reichsftnanzminister Xt. Hermes, die iMhrer der ttndere» Parteien vom Reichsnunifler des Aeußeren von Rosenberg empfangen wecke»..

München, 21. Dez. Wie eieTelegraphen-Union" erfährt, ist der baherische Landelsminister von Meine/ gestern Übend aus persönliche Einladung de« Reichs- stnauzminister- Dr. LerurcS zur Teilnahme an den Besprech ungen über die RepararwnSfrage «ach Berlin «hgeretst

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Bit MtDoralitiislw.

Rewyork, 2t. Dez. Wie dasSoutturi of rommerce" aus Washington meldet, wurde die Er- ertekllng der Mittel für eine Ordnung der Lage Europas und für eine Hilfe an Deutschland in den amtlichen Kreisen bis zum Eintreffen der Antwort der sranzöfischen Regierung auf die von der Regie­rung der Vereinigten Staaten offiziös ausgestreck- ien Fühler zurückgestellt.

8 o .. t o n, 2t. Dez.Daily Telegraph" schreibt, »er Vorschlag, datz der Geldbetrag der Repara­tionen von einer internationale» Körperschaft von Finanzsachverständigen festgesetzt werden solle, werde in Paris kaum begünstigt. Zn dieser Frage teile Rom möglicherweise die Ansicht von Paris. Tin sebr umfangreicher Meinungsaustausch sei jetzt zwischen der italienischen und französischen Haupt- sik'dt im Gange. Die Frage einer Tagung in Brüs­sel wurde erneut aufgeworfen. Es verlautet, dasi brr französische Botschafter in London St. Aulaire in Paris keinen neuen Reparationsvorschlag Poin- car6s als Ergebnis einer Unterredung mit dem französischen Ministerpräsidenten mit nach London brachte. P o i n c a r 6 scheint noch aus dem Stand­punkt zu stehen, den er zum Schluß der letzten Lon- douer Konferenz eingenommen habe. Der versöhn- , lüfir Ton der Rede PoincarSs im französischen Par la-nent darf nicht dahin ausgelegt werden, dasi Frankreich bereit sei, in seiner Entschlossenheit nach- zugcben. falls ein interalliiertes Uebereinkommen, das Frankreich die wichtigsten Rechte und Zntsr- esien sichern soll, nicht erzielt werde. Bis gestern abend fei nach dem Daily Telegraph in der Zufam- menftüist zwischen Bonar Law und dem franzö­sischen Botschafter nichts vereinbart worden. Die britisckwn Echatzamtssachverständigen seien mit der »llgsmeinen Prüfung des E.'famtvroblems der Re- pßtfliiorett und der interalliierten Schuld bei'chäf- tigi und ständen in engen Beratungen mit Brad- bury. Die Grundsätze der englischen Politik, wie sie vor einigen Tagen von Bonar Law festgelegt wurden, haben sich nicht geändert.

Amerika lehnt ei« Eingreifen i« der Reparations- frage ab?

P « r i 0, 21. Dez. DerTemps- schreibt: Rach Informationen, die aus Washington eingetroffen sind, ist ein Eingreifen der ameri'anischen Regie­rung i« der Frage der ReparatioSe« nicht i« er­warten.

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Sointnre oor der

Paris. 21. De;. Der Senat erledigte in der hkuti- flen Sitzung den Gesetzentwurf über btt Rekrutie- f n n (t der Jahresklasse 1923 und begann in später Nach- miktagSstnnde mit der Beratung der vorliegenden drei Interpellationen über di- auswärtigePoli- tr k d e r Regierung. MinistcrvrSsident P o i n e a r e ert/ärie. er siebe dem Senat zur Verfügung. D-r $or- fiper.be des SeimtsauZscdusies für auswärtige Angelege«- betlen Donutergue schlägt vor, feie Beratung der Inter- Mfctröitiu um 8 Tage pt vertage«. Das Hau» spricht -sich bngegen aus. Zur Begründung seiner Inter Pella- ^twn ergreift f jbann Senat Jopr> duS Wort. Er sagt, es /fei unuS/ig, das Subrp-Md fi besetzen. Es genüge, .toenn mau Deutschland bindere, irgend etiMl ohne Er- ' flaubnis der Alliierten auS dem Ziuhrgein'ei /«erguszubrin ^tzen. Wir wecke« dadurch siesteschi in Deutschland Utt- ptben Hervorrufen. Redner riebt jedoch vor. !«nruben in Deutschland. anstatt in Frank- ulreich zu gabelt Aus alle Fälle sei das die einzige Wsglichkrtt, i*ie Ttu-schc« zum Nachgeden nnd zur Uarucn-ng der iran^sis.-hen Fimnzen zu zwinge«. Die gtoWenirage. vir rniag von Brenufissien {fttu* ^'schlaues «n giauhseitb ftj für die asisrauzöfizchc

P a r i, 21. Dez. Wie die Morgenpresse mit- teilt- nimmt der Botschasterrat in einem Brief an Len deutschen Botschafter Mayer die Zahlung von einer Million Goldmark durch die deutsche Regie­rung an Stelle der Städte Ingolstadt und Pasiau zur Kenntnis. Weiter heiht es darin, et werde die Entschuldigungen der deutschen Regierung unter der Bedingung annehmen, datz sie im Namen der Reichoregiernng lowie der bayerische« Regierung und der Lokalbehörden von Passau u«d Ingolstadt ausgesprochen werde« und der Text der Entschuldi­gung amtlich in der Presse veröffentlicht wird. Was die örtlichen Sanktionen für die Städte Stettin, Pasiau und Ingolstadt anbelangt, so erkläre die 3iote, bet Botschasterrat werde erst «ach völliger Durchführung Genugtuung erhalten haben. Jnfolge- desien werde die Mklitärkontrollkommission beauf­tragt, von der deutschen Regierung zu verlangen:

Industrie eine Lebensftage. Die Franzosen hegten in ungeheurer Mehrheit zu Poincare Vertraue«. Er werde -in solches vertrauen zu rerftifertigen wissen. Senator Ehgstrnet verzichtet aus die Begründung seiner Inter- rellation, damit P o i n c <t r e sofort daS Wort er grei­sen könne. Dieser sagt, es sei natürlich, datz angesichts der Verfehlungen Deutschlands d« Geister beunruhigt seien, daß man nach einer neuen Lösung suche. Er glaube, er könne sich auf kurze Erklärungen (>escbrün° ken, da er feine Erklärungen in der Stammet und im Senat aufrecht erhalte, von denen er nichts zurück»«- nehmen und denen er nichts hinzuzufügen habe. Deutsch­land beharre auf seinen Fehlem. Seine Magnaten der Broßindustrie hätten sich auf Kosten des deutschen Boltes bereichert. Die Inflation sei in beträchtlichemMaüc gestiegen und die wirischafttiche und finanzielle Mihwirt ichast könne in Deutschland die beklagenswerteste Kata­strophe nach sich ziehen. Deutschland habe vor allem zu ntebriam Steifen eiooriieren mallen und bad? sich systematisch ruiniert, um der Repa . ationszahlung zu ent gehen. Welche» sei de: rascheste und sicherste Weg, damit Frankreich in seinen Rechten befriedigt werde? Deutschland führe seine Bcr pslichtungen nicht aus und der Zahlungsplan vom Ma- 1921 sei zum toten Buchstad. n new erden. Sei das utV bicht der Augenblick, um Deutschland ohne tÄegenle'.stung ein neues Moratorium zu bewilligen? Mae nnöig? neue brutsche Vorschläge an. Es werde sich wahr- schcinlick um ein elastisches Moralorium handel«. Aber werde Dinischinnd das Morsterinm dazu benutzen, um seine Mnanzm zu D t B.-rOangenbeit müsie

mißtrauisch mach «. Man müsse Deutschland einer effektive« Kontrolle unterstellen. Urbri- -'n-:-, selbst wenn Frankreich sich gabttlben wollte, könne es bas nicht. Am 31. Dezember werde Franlret'ch für Drntschlanb ettva 100 Milliarden bezahlt haben. Man kenne daher nicht un&egrenjt die französischen Str US- öärger ohne Znblungen lassen. Die kommende Kim bagne müsse also für den Wiederaufbau und für die natio­nale LAckererhcbunz entscheidend fein. Das begonnene Werk müsse zu Ende geführt werden. Deshalb mülle Deutschland brzahlm. Deutschland habe Domanial- aüter, über di: nach Artikel 248 des Friedensvertragee. die Alliierten ein Brivrieg ersten Ranges besitzen. Dreies erivslrg sei für ihn, Poincare, eine konkrete Rea­lität. Er werde von den Alliierte« ver­langen, mit Frankreich diese Pfänder zv nehmen ober Frankreich für gemeinsame Rechnung nehmen zu lassen. Derselbe Artikel des FriedcuSvertrages gestatte den Alliierten, durch die Aepamtionskommission die Ausfuhr von Gold aus Deutschland zu verdi ten. Deutschland habe diese Klinisch nicht respektiert. Deutschland besitze aber auch im­mobile Pfänder, die als Pfänder für die Fordern« «n an Deutschland dienen könrllen. Poincare wender sich dann gegen die, wie er sagt, lächerliche Ber­ten mdung, als wolle Frankreich Deutsch­land erdrücken. Mr wollen Deutschland, so sagt lineare, m'cht ruinieren. Wir wollen aber auch nicht datz es in einigen Jahren, nachdem es sich heute hinter feine Armut versteckt, sich über unsere tatsächliche Armut lustig mache« kn«. Unter dieser Reserve werden tot'- '"s nickt den Bemühungen Deutschlands widersetzen eine Währung zu stabilisieren. Wir werden glücklich fein, wenn Dn'-ischl-rnd innere oder äußere Anleihen ab- fchließeu kann, die es ihm gestatte«, seine Schuld zu mobi- ltfieren. . Loincare erklärt weiter, es sei wünschenswert, d-ast Deutschland Kapital erlange, aber das tvolle nicht befegen. daß die Reparationsfrage in die Hände Str Bankiers übergehe. Sie müsfe vo n den alli ier- ten Regierungen mit Unterstützung der Reoara- tionskommissinn geregelt werde«. Diese Frage wecke den Gegenstand der Verhandlungen am 2. Januar 1923 bslde«. Dann werde man auch über die inter­alliierte« Schulden spreche«. Poincare behgop- tet, daß er weitestgehendes Entgegenkommen hierin ge­funden habe und daß man nichtmehranfAmer'ta warten wolle, um die Frage der europrischeu Schulden zu lösen, «ach der Rede PvincuräS wick die Debatte eröffnet, an der sich Franopis-Marfal und R i ho t beteilige«, ßieranf wick die einfache TageS- ocknung, die das Bertrane» fcce S«gter««| * ..

Für den Zwischenfall in Stettin:

a) der Kontrollkommission mirzuteilen, wohin die verantwortlichen Poltzeiboamten sowie die bei­den ihrer Stellung enthobenen Berbindamgsoffi- ziere verseht wurden, b) Verschärfung der Strafe, die die Polizetbeamten erhalten haben unb Ab­änderung der Begründung dieser Strafe;

wegen des Zwischenfalls in Pasiau:

a) Abberufung des auf Erund seines Amtes als Bürgermeister mit der Leitung des Polizeidienstes betrauten Beamten, b) Mitteilung, welche PerWen­dung der feiner Stellung enthobene Bataillons- führer gefunden hat;

wegen de» Zwischenfalls in Ingolstadt:

a) Abberufung des mit der Leitung der PoNzei beauftragten Beamten, b) tatsächliche Pensionie­rung des Kommandanten der Munitionsanstalt.

MbereitMW für Sans.

Paris, 21. Dez. Der Londoner Berichterstatter d-esVetit Parisien« will erfahren haben, datz das englische Schatzamt immer noch mit den Vorarbeiten für die Konferenz vom 2. Januar, an der Sir John B r a d b u r y und andere Sachverständige teilneh­men. beschäftigt sei. Ein endgültiger Plan sei noch nicht feftgestellt. In London erwartet man übri­gens auch, datz bei Begin« der Konferenz in Pari« ein neuer Vorschlag der deutsche« Regierung unter- breitet werde, der als Grundlage für die Perhand- lnngen dienen könne. In gut unterrichteten eng­lischen Kreisen glaubt man nicht, datz die franzö­sische Regierung ihren Plan vor der Konferenz ver­öffentlichen werde.

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In Orient

Lausanne, 21. Dez. Die Meerengen-Kom- mission der Konferenz trat gestern nachmittag 4 Uhr 50 Min. zusammen, um die türkische Antwort aus die alliierten Vorschläge bezüglich der Meer­engen entgegenzunehmen. Sowohl die türkischen wie die russischen Delegierten waren anwesend. Die Türken hatten die ganze Nacht über beraten. I s - met Pascha hatte eine Unterredung mit Bar­re r e und Earonni, deren Ergebnis am frühen Morgen Lord Curzon und den britischen Mi­litärsachverständigen mitgeteilt wurde. Ein ge­nauer Bericht über den Verlauf der Konferenz von gestern mittag liegt noch nicht vor. Ismet Pascha erNärte. die Türken nehme« im Prinzip den alli­ierte« Plan an. fordern jedoch für Gallipoli eine minimale Besatzung, ferner verlangen sie, datz die Tätigkeit der alliierte« Kontrollkommission auf die Regelung der Meerengensrage beschränkt bleibt. Die Türken wünschen ouherdem mehr Garantien al« die durch den Völkerbund. Curzon erklärte am Schlutz der Sitzung, datz alle Schwierig'eiten sich gelöst hätten. Die Türken seien versöhnlich und die Rusie« stumm gewesen.

Lausanne, 21. Dez. Rach der gestrigen Sitzung über das Meerengenprofett galt das Haupt- rnteresie der Frage, welche Haltung nunmehr die russische Abordnung einnehmen würde. Das Schwei- den Tschitscherins in der Sitzung hat starken Eindruck gemacht und man nimmt allgemein an, datz die russische Abordnung nunmehr in einer Rote die Wciterberatrmg der Meerengenfrage fordern wird. In Kreisen der russischen Abordnung be­wahrt man grotze Zurückhaltung über die weiteren Pläne. Ma« warnt jedoch vor dem Optimismus, den gestern die Alliierten zur Schau trugen und weist darauf bin. datz die ausgetauschten Kompli­mente keine Lösung der Meerengensrage bedeuten. Da die Türken bestimmte Forderungen gestellt haben und Lord Curzon gewisie Anregungen in Aussicht stellte, könne »»« einer Lösung und Be­endigung .der Meerengensrage keine Rede sein.

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Reet WanmnM

Turin, 21. Dez. Die Schreckensherrschast brr ita­lienische« Faszistrn in Turin bauert noch an. Die Gc- amtzobl der kommunistischen unb fafzistischrn Opfer hat ich auf 10 erhäht. Außer der Arb»«'tZrammer haben die Faszistrn in Turin auch den neu.« Sitze des kommunisti- cheuOrganS JOttrine Nuovo" smfie mehrere kom­munistische Elubs und ei« Erbolunqsbeim der Eisen­bahner in Brand gesteckt, lieber 20 Verletzte mußten i« das Krankenhaus überführt werde«. Dir Hausfuch- u»etn der Faszute« bei ihren Vart-ior-'i'ern dauern an. SB« ÄtipiNtiieä«« 21t jßCjfti j« bv» Satti»»

Statuten von ter MW MWltttn.

Der Reichsregierung ist eine Rote der Bot» schasterkouferenz zugegangen, die eine neue 6«t» scheidung über die umstrittene Grenzziehung an der Weichsel enthält Danach hat Polen vom 22. De­zember ab das Recht, eine« 50 Meter breite« Ufer- streifen rechts der Weichsel zu besetze«.

Durch diese Entscheidung verliert Ostpreußen^ seinen letzten Zugang zur Weichsel.

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itolttnei in bet Setter ShteroröntW ShIimM

Berlin. 21. Dez. Während der Beratung eines kommunistichen Antrages auf Maßnahme» zur Sicherstellung der Ernährung der Berliner Be­völkerung in.einem Ausschuß der Berliner Stadt» oerordneienversammlung drang auf Tferanlasiung des Antragstellers eine aus K.P.D.-Leuten be» stehende Deputation in den Sitzungssaal ei«. De sie den Saal nicht räumen wollte, sah sich der Bor« sitzende gezwungen, die Sitzung zu schlietzen. 3» der gleichzeitig tagende« Vollversammlung der Stadtverordnete« kam es bei dem Bericht eine» kommunistische« Stadtverordneten über diese« Vom fall zu so starke« LLrmszenen. datz die Sitzung vor­zeitig geschlosien werden muhte.

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Wenbahntanj und Imnmo.

Die aukerordeutltÄe Steigerung der Elfenbahn- gntertarlfe bat laut .V. Z." den Berliner Magillrat z« einer Eingabe an den RetchsernLvmngsmtntjier tnranlabt in der ans die gerade;« kaiaftrophalen Aus» Wirkungen der Larifvolitit der Eisenbahn auf die Preisgestaltung hingewiese« wird. So betrügt t B, die Fracht für ein Pfund Räucherfisch von Stock i« Pommern nach Berlin uack dem n-uen Ianuartarif. 74,60 M, ein Waggon Gemüse aus Italien kosten 800 000 M Fracht. --------.

M hm «eitemitlWrot.

Berlin, 21. De;. Dem wirtschaitspolitif.uen «usschutz des vorläufige« RetckswtnschafisrateS tag eine Novelle zum Gesetz gegen die Wirt» sckaftttcke Notlage der Presse vom 2L Juli vor. die eine Erhöbung der Abgabe von Hoi> grundstiicken Berechtigten von V» Pro-mi auf 11» Prozent vorsiebt. Der Satz der Regierungsvorlage von VA Prozent wurde angenomnten. Als neuer Zu­satz zu Paragraph 4 des Gesetzes wurde folgender Antrag Bernhardt mit 9 gegen 5 Stimmen ance». nommen: Die Rückvergiitungslasse bat bis zu 5 Pro»; zrnt der tbr zngckenden Betrage abzuweigen unb Ne den in Betracht kommenden Verbänden zur Unter-, stützung der durch die Rot der Presse stellenlos eetvot». denen Arbeiter, Angestellten und Redakteure zur Ver», stigung zu stellen. Diese Gelder sollen insbesondere auch zur Erleichterung der Ueberfüvrung stellenlos gewordener Redakteure in andere Berufe verwendet, werden. Die andere« Bestimmungen erlassen W ständigen Ministerien nach Vereinbarungen mit den Verbänden der Verleger. Redakteure. Angestellte« ttnd Arbeiter. Ferner lag zur Begutachtung der Ent­wurf einer zweiten Verordnung zttr Aussühtung des Gesetzes gegen die Notlage der Presie vor. Der Ent­wurf bestimmt al? wesentlichstes In einem neue« Paragravb 16 a, dast die Rückvergüwng aberkannt werden kann, wenn a) der ««forbctie Be­nag durch Verschulden de« Verlegers zu doch ist «ver b) der Verleger die idm nach Paragraph 16 cbiteoeiv den Pflichten verletzt, der c) wegen unlauteren Bett- beioerbs verurteilt wird, oder d) verbilligtes Druck- pantcr zu anderen Zwecken verwcitdet ober verwüst. (Mn Antrag Bernhardt wurde einstimmig angenom­men dem Paragrapb 16» unter e) btniufupen. wem«, der 'Verleger die tariflichen «crvffMiiitnjcn yaen feine Angestellten. Arbeiter und iournaUjitsche« arbeltcr nicht erfüllt.

Aus dem besetzten Gebiet.

Mainz, 2t. Dez. Das Kriegsgericht de. 6«. neraljtabs der französifchen Rheinarmee verurteilt« qestern den Krtminalafsifienten Berthold »»« der politischen Abteilung In des Polizeipräsidium» in Berlin zu iy3 Jahr Gefängnis und de« Kn- minaloberwachtmcister Franz Sckonche« 1« 2j fahren Gefängnis wegen Svionageverjuch» rm, Sinne der Verordnung 71 der interalliierten Rheinlandkommisfion. weil sie an einefremde, nicht an der Rheinlandbefetzung te,'.nehmenden Macht" Nachrichten ,u übermitteln versuchte«, dm geeignet gewefe« feien, die Sicherheit $e* etzungstruppe« zu gefährde«. Der Kruntnalasst« tent Berthold, der bei der deutschen Spionage«

wat, wurde M 'S».