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Janne und die Erwägung. daß er eine auffallende Rechtfertigung für Lloyd George wäre.
Eine Meldung der »Time»" ans Oppeln bestätigt, das französisch-polnische Militärabtommen ermächtige Polen, gleichzeitig mit der Besetzung de» Ruhrgebiet» eine Zone in Oberschlesien einschließlich der Städte Beut Heu und Gleiwitz zu be.
sprünglichen Bestimmung, daß Neu» und Siedluugsbaute» auf zehn Jahre von der Steuer frei bleiben (ollen
Abg. Katz (Komm.) Ordert Enteignung deS Großgrundbesitzes.
Abg. Lüdeman« Vor.) lehnt die Steuer in ihrer heutigen Gestalt ab.
Abg. L ö n n g r tz (Ztr.) tritt den Ausführungen bei Finaii Ministers entgegen und weist nochmals auf die schwere Belastung der Gemeinden hin.
Der grundlegende § 1 wird sodann unter Ablehnu.'» sämtlicher Abänderungsanträge der Kommunisten, des Zentrums und der Tcutschnationalen angenommen,eb ebenso die §§ 2 unb 3.
Das Haus vertagt hierauf die Weiterberatung aus Mittwoch mittag 12 Uhr.
Tie »Odervessttide Zeitung' erichetnt ftibemal wöchentlich. — Bezugsvrel« monatlich 400 Mt. mit Zuftellungsgebützc. Für ausfallend« Nummern intelg« Streiks eeet elementarer Errianisie lei« Eriag. — Verlag non Dr. L. Hiuerokd. — Druck der Uuio.«eud>»iuitetei D0«3eb. Bug. Noch. Markt 21.23. — Reraiptetbet öö, Poft. Ickeckkonto: Nr. 5015 Bmt Frank,«rr a. Marr.
Die »Kölnische Zeitung" erfährt durch ihren Berichterstatter:
London. 12. Dez. Sie Konferenz scheiterte wie die Augustkonsereuz, weil England nicht in die Besetzung de» Ruhrgebiet» willigen wollte. — Poincars gab amtlich bekannt, datz er die Ruhr am 15. besetzen werde. Donar Law erwiderte daraus bestimmt, datz keine britischen Trnppen dabei mitmachen» würden. Die Aucsichten auf eine Verständigung im Januar gelten als ganz gering. Ein offener Bruch würde nur vermieden aus Rücksicht auf Lau.
(In dem Telegramm ist nicht gesagt, ob der 15. Dezember oder der 15 Januar gemeint ist. Der 15. Januar udensalls ist erst der Stichtag für die Entschädigungs- rrrtge. D. Red.) •
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„entbüBunflen' nicht eines vtkanien Gewübren sie doch einen Einblick in Beweggründe. dte für die politischen maftoebend sind.
Aber eS ist nicht von der Sand
lich. Dazu sind Viele Offiziers- und 333 UnterofsizierS- trohnungen erbaut und eingestellt worden, während rabl- lose deutsche Familien unter dürftigsten Wohnungsverbält- nissen leiden. Zur Zeit sind 800 Häuser mit 3700 Z'.mmern und 781 Einzelzimmern beschlagnahmt. Au silbern sind zahlreiche andere Baulichkeiten in Anspruch genommen, darunter 11 Fabriken, 32 Sckulräume und anderer mehr. Die Gestehungskosten ohne die Entschädigungen der Eigentümer belaufen sich auf 8034 Millionen Mark. Wie hoch die Ansprüche der Eigentümer sich stellen werden, läßt sich bei der fortschreitensen Geldentwertung noch nicht annähernd feststellen.
Nach Erledig»ng der übrigen Anfragen wird der verlangte Nrchtrrgskredft znm Reichshaushalt in alieu drei Lesungen angenommen.
Es folgt die zweite Lesung bei Entwurfes einer Ge - fchäftSordnung für den Reichstag. Der Entwurf wird nach längeren Ausführungen des kommunistischen Abg. Bartz', die sich gegen den sogenannten tza»s- knechtparagrapben richteten, angenommen und wird am 1. Januar 1923 in Kraft treten. Gegen die Vorlage stimmten nur di- Kommunisten.
Es folgt sodann die zweite Lesung des 7. Nachtrags- etats beim Reichswehrminist-rium. Abteilung Marine. Der Etat wird angenomnten, nachdem Abg Studien (Loz.) gegen eine zweite Adm'ralsstelle gesprochen batte.
Beim Nachtragsetat be» Ministerium- des Innern lenkt Abg. Frau Behm (Deutsch») die Aufmerksamkeit auf die Zustande im besetzten Gebiet und schildert besonders die Znnähme der Geschlechtskrankheiten und der unehelichen Kinder- Die Franzosen verlangen die voannsweise Errichtung Häuser. Sei beryi
dir Regierung ganz machtlos dagegen?
Abg Körnen (Komm.) wendet sich gegen die Ausgaben für die Polizei. Speziell die Reichskriminal- rolizei sei m'chts weiteres als eine Spitzelet gegen di-- Kommunisten.
Abg. Mumm (Deutschn.) tritt für ausreichende Erhöhung der Gehälter der Geistlichen ein.
Abg. Bruhn (Deutschn.) tritt für den deutsch- vSlkischen Schutz- und Trutzbund ein, dessen Tendenz sich noch durchsetz-n werde.
Der Etat wird genehmigt, ebenso die Ausschuß- enls-lli-ßur.gen darunter eine solche gegen die Bordelle im besetzten Gebiet.
Mittwoch. Nachmittag 3 Uhr: Gewerbeordnung, so wir Zwangsanleihe und anderes. Schluß 6l/i Uhr.
Ä 26.
pen fchttt er beute auf Tinge, zu denen er selbst seine Hand getiebcn bat. Aber dennocb entbehren diese
193: Sitzung vom 12-Trzc mbor.
Da? Gesetz über den Verkehr m it G rund stücken, das für dir Rechtswirksrmkrit von Verkäufen die Genehmigung vorsieht, wird an den vetsiärtten Gemeinde- ausschuß verwiesen.
Das Haus wendet sich alÄmnn dem Gesetzentwuri über dir neuen Grundsteuern zu.
Abg. Dr. Warntig (Sozi betont, daß seine Partei trotz schwerer grundsätzlicher Bedenken dem En! wurf znstimme, zumal es sich hier nur um eine vorläufige Regelung handele. Drei Slrritpunfte ständen zwischen den verschiedenen Parteien znr Debatte: erstens die Frage: Staatssteuer ober Gemeindesteuer, zweitens Ertragswert oder gemeiner Wert, drittens Einheitssih oder Stofkelsätze. Seine Partei erkenne zwar dft Not der «temeinden an und wolle ihr auch Rechnung tränen, fei "der der Ansicht, daß das nicht ans Kosten des Staite-- Heschehen dürfe. ZuFem halte sie <rn der Forderuvg oe- gemeinen Wertes ebenso wie an den Stasftlsätzen fest. Im übrigen könnten diese Fragen bei dem endgültige» Grundstenergesetz, dessen baldig. Vorlegung er wünsche gereo-'l werden.
Abg. Lönnertz (Ztr.) verwrist auf den .Konflikt in den Staatsinteresse unb Selbstverwaltung wegen der ftostenfrage geraten seien. Einst fe: die gesunde Selbstverwaltung Preußens Stolz gewesen. Selbst 6 im Zu sammenbruch habe der Mg. Erzberger sich noch gehütek. zu fordern, daß die Gemeindesteuern dem Reich überantwortet wecken. Seitdem feien w'r aber durch di^ bittere Not zu immer größ ter Eingriffen in die Gemeinderechte gezwungen worden und näherten uns allmählich dem französischen System, das gar nicht zur deutschen Eigenart passe. Darum sage seine Partei: Bis hierher und nicht weiter,
Abg. Dr. Preher (Deutschn.) will an dem Gesetz Mitarbeiten, erwartet aber bestimmte Abändernngen. um '.»stimmen tu können. $tr allem müßten die Kommune«- als die Eläubiger dieser Steuer anerkannt werden. Von einer Staffelung dürfe überhaupt nicht die Rede sein. Außerdem fordern wir die Kontingentierung V'r Grundsteuerzuschläge. Wir schlagen einen Satz von.300 Prozent vor und werbe» bei der dritten Lesung über diese Frage namentliche Abstimmung beantragen.
Finanzminister Dr. ».Richter: Angesichts der dringenden Rolwendigkeit. dem Staat neue Einnahmeaucllei> zu eisch'.nßeu dari die deutschnat'onale Partei für sich rein Vorrecht in Anspruch nehmen. Auch der Standpunkt M Herrn Lönnartz, der den Enttvnrs vom Standvnnli der -Steuerzahler aus als nnerträgliche Last bezeichnet, ist nicht gerechtfertigt. Aus dem preuß'schen Städtetag ist eine Entschli-ßung angenommen Wochen., daß nur m't Hilfe des Staates ei"» gleichmäßige Ileri<-ilnng der Arttnd- und Gebändesteuer für die ganze Provinz erreicht werben kann. Uns zwingt die bittere Rot und das Staatsdefizit von 8—9 Milliarden dazu, neue Stenern zu suchen. Ich würde wünschen, daß die Landwirtschaft immer eine so geringe Last wie die Grnndsteuer zn tragen hätte. Die gfuidbesitzenden Parl-ien deS Abg' Lönnartz würden mir dafür «iißrordentlich dankbar fern. Jedenfalls s i bisher noch kein Mensch auf den Gesg"ken gekommen, daß die Grundsteuer eine ungerechte Stru-r sei. Zum erstenmale handle es sich außerdem darum, daß der preußische Staat das tue, was die anderen Staat--» längst getan hätten, nämlich, daß er sich die Möglichkeit verschafft, sich eine eigene Steuer zu verschaffen Menn d r Landtag bi-fe Gelegenheit unbenutzt vorüber- geben lasse, so würde das im Augenblick doppelt schwer verständlich sein, wo die Regierung erlläre, daß sie 6-rrii wäre, alles zu leisten, waS sie könne, aber an der Grenz- der Leistungssähiakeit augelangt sei. Wie soll man dein Reich geg-nüber sich ans die Grenzen der Leistungsfähiz- keit berufen, wenn eine solche Gelegenheit unbenutzt hleibe?
Abg Lesdig (D Trotz aller Opposition
sei das Reich sich darüber einig, daß die heutige Gnrnd- lage der Beranlagung des Grundvermögens unhaltbar fei, daß die Gemeinden sich in einer schweren Finanzlage befänden und daß die Sage für Preußen deshalb so schwer sei. weil die Freiheit der Steuergesetzgebung ihm genommen wurde. Die staatliche Aufiicht über die Gemeinden ist zu verstärken. Trotz aller Bedenken im einzelnen stimmen wir aus finanziellen Gründen dem Entwurf zu
Abg. Dr. chöpke-Aschasf (Dem.) fordert Staffelung deS Steuergesetzes. Der Großgrundbesitz müsse stärker derangezogen werden als Ser Mittel- und Kleinbesitz Seine Partei wünsche ferner Wiederherstellung bet «r-
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-Ngtgtett ihrer etaenen, döckft perfönlicben Absichten (» empfindlicher Weife hemmen. Es ist nicht uninter- effant zu fetzen, datz icbon Bonar Law nicht mehr ganz lo rann, wie er will. Tie Sifentitche Meinung in England binde« ihn, den Plänen Frankreichs zu;n- stimmen. Durch daS Bott. das hinter Ihm siebt, ist her englische Premier zunächst gebunden. So muß er eine Haltung einnehmen, die „nicht Fletsch und nicht Fisch' UL Um mit Poinearö eS nicht zum offenen Bruch kommen zu lallen, stellt er unter fß r o «j test die Besetzung des RuhrgehieteS tret. Ganz gewiß liegt hier eine Warnung für den politischen Ehrgeiz, der nur fleh ftlbst kennt und mächtigere Kräfte) übersiebt. Und Poincare? Er kann nach seinem Plane nur bandeln, well et die öffentliche Meinung! feines Landes knebelL Kein französifcheS Blatt hat] den Wortlaut des dentteben Revaraiionsvor-j fchlages gebracht, ttm nicht die Illusion von Deutsch- lands Böswilligkeit zu zerstören un» M Lügenhaft» dieser ganzen Politik zu entlarve«, »
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Marburg »06. Den 13. Dtitmitt 3*lme*b.
Sotiris.
Mit einer Umständlichkeit, die nichts zu wünschen übrig lieft, ist man ans Werk gegangen. ES wurde geheimnisvoll gen«schell. Die Haupwetettigten zeig» leit stck' sehr zugeknöpft und im sivrlgeu wurde die ge* famte Presse aufgeboien, nur um auf das entfdjei» dungsschwere der Londoner Tagung hlnzuweiien. DaS Schicksal der Welt sollte sich hier entscheiden und in großen Linien sollte hier feftgetegt werden, was dann auf der im übrigen auch noch recht frag« würdigen Brüsseler Konferenz der-staunenden Menschheit als fertiger Bcfcktuk verkündet werden sollte. Und des Pudels Kern? Man ist nach einer zweitägigen .Beratung" wieder auseirtandergegangcp in der Absicht am 2. Januar wieder zusammen ,« kommen. Im übrigen bat man Pläne ansgetauschl, die Sei)ermann kennt und die aber auch nicht das geringste Neue an sich haben. Ter einzige Vorschlag — der dentsche — der geeignet gewesen wäre, die Lebensfrage EnrovaS einen Schritt vorwärts zu bringen. wurde von Poincaw als .einer Erörterttng nicht wert" erachtet und demzufolge von den Alliierten ge- borsam.znriickgewiefen.
Es ist nicht zuviei gesagt, wenn man das Ganze als eine Komödie höchst zweifelhafter Art bezeich. nrt. Es lanu nach den Erfal'rttngen der Nachkriegszeit nicht Wunder nehmen, wenn diese sich einander jagenden und völlig resultatlos verlaufenden Raufe« renjeu nicht mehr für das angesehen werden, waS sie fein sollen: ernste Perfuche, eine Besserung der Sage terbetjuführen. All diese sattsam betannten Be- rofimger« hni’i.t es bis heute noch nicht vermocht, den Krieg zu beenden und dem friedlosem Europa einen einigermaßen erträglichen Zustand zu sichern. Immer und immer wieder bat Englands Vertreter nein bet- gegeben. Sein: wob'begriindete Ablehnung gegen die französischen Pläne ist immer wieder, wenn eS daraus anfam, zur wirkungslosen Geste verpufft. DaS hat sich auch feit Liovd Georges Sturz nicht geändert. Es ist alles beim Alten geblieben.
Aber die Unterhändler treiben hier mit den Geschicken Europas ein frevelhaftes Spiel, das sich ar ihnen rächen wird. Sie .eben, rechnen und feilsche» t-nd vergesse.-' darüber in ihrer Aumatzung, die Geschicke dcr Völker bestimmen zu wollen, das, Wal wirklich die treibenben Kräfte der Geschichte sind. Ter Orient lehrt es. Schon einmal bat bas Schwert e nen sorgte t jwV-mnungetüftelten Vertrag zerhauen und ein abgekartetes Spiel zunichte gemacht, das nur Listen 'ei.ni und Taten scheut. Dte Männer, die sich beute an einen Verhandlungstisch nach dem anderen fetzen, lassen nutzer Acht, datz die Geschichte kein giaiteS Rechenexempel ist, das man lediglich durch Kalkurntion zu lösen vermöchte. Welches auch tmmei die Beweggründe sein mögen, die ihr polittfcheS Ränkespiel bestimmen, es sind nickt dieselben, die all w'rkliche Triebkräfte der Geickichte in Frage fern» mtn. Vielleicht ist der Tag nicht allzufern — viel- leickt helfen gerade die gegenwärtigen Geschehnisse mehr als alles andere dazu, ihn herauf-usübren — wo es den Völkern aufgebt, datz es aus diesen Konferenzen um alles mögliche, nur nickt um ihr Wohl sich handelt. Tie Herren in London haben allen Grund dazu, fo geheimnisvoll zu tun. Es könnte für sie« doch sehr schlimm ausfallen, wenn die „ffiegtrTten* hinter ihre Schlicke kämen. Wie reinlich ist es ihnen schon, datz Llovd George aus der Schule geplaudert. Wir dürfen freilich den »'tttstion der Entrüstung mit dem der britifcke Erminisier setzt auftritt, nicht ,u ernst nehmen. Vorwieaend ans agitaorüchen Grün-
RwWtt Sonötng.
192. Sitzung vom 11. Dez. mittags 12 Uhr.
Nach Erledigung einer Reihe kleinerer Vorlagen konnte der Gesetzentwurf zur zweiten Lesung, der die Möglichkeit bietet, Ministerialdirigenten ober Oberpräfidialräte und Oberregierungsräte, soweit sie Vertreter der Regierungspräsidenten sind, und den bett Berliner Psktzetpräsidenten vertretenden Regierungsrat in den emstweiligen Ruhestand zu versetzen. Ter Entwurf hängt mit dem Schutzgesetz der Republik zusammen.
Abg. D a l l m e r sdn.s bekämpft den Entwurf, der aus rein politischen Gründen gemacht worden sei.
Abg. v. Evnern (D. Vpt.) übt gleichfalls Kritik an dem Entwurf.
Abg. Lönnartz (3) bemerkt, datz der Entwurf das Maximum dessen sei, was seine Partei mitmachen werde.
Die Vorlage wird schließlich gegen die Stimmen der Deutschnationalen angenommen.
Aufgrund eines Urantrages bet* Deutschen Volkspartei über das Goethehaus in Frankfurt a. M. wird sodann beschlosien, das Staatsmini- fferium zu ersuchen, zur wirklichen Erhaltung dieser Geistesstätte der Verwaltung des Eoethehauses eine ausreichende jährliche Beihilfe zu gewähren unb bafttn zu wirken, daß sich das Reich mindestens mit dem gleichen Betrage beteiligt
Nächste Sitzung Dienstag 12 Uhr: Kleinere Vorlagen, Steuergesetz.
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L. B. l’> b :97S
SkMtk Mtilstog.
27 9. Sitzung b»m 11. Dezember.
Die TeurrungSinftrpellabon der Tentfchnationalen hjch innerhalb der geschäftsmäßigen Frist beantwortet
Ter anwlaeuptti» betiäit fiit 6ett Ogefp Zellenmillimeter 15JM) Mk^ (Klein- u. Familien» anzeige» »'/,»/,«oenigerh amtliche ttnh au»a>. anzeigen 18 Ml. ankere Spaltenbreiten enhpretbene. t<e ichaneri em Catz -VI•(, annchleg. Geilt einlaufenbe aber den Raum über st. Sette einnehmende Anzeigen werden na» der Tertipaltenbreite berechnet. Reklamen die Sol.»3eile 9O.(Xi Mk. Jeder Äabatt gilt al» Barrabatt. Belege werden berechnet. Bei ansttmit durch die (Seuhärtsit and Vermttttnni »er anaebote 10 !#t, bei lieber,enbung durch um 25.— Mk. Sonbetgebflbr.
trotz aller vieler rlgenmächtigen
Kräfte am Werke sind, die feder Berechnung am grünen Tiftb spotten. Und diese Kräfte haben di« .Frledensmacker-, die soeben noch in London zusammen waren, selbst ausaelöst, Kräfte, die die Frei»
280. Sitzung vom 12. Dezember.
' D.tS Hous erledigt zuerst kleine Anfragen. Eine An- itzage des Abg. Leidig (B. Vpt.) wegen Beschlagnahme iNn 250 Morgen vollen Kulturlandes zur Errichtung von ^Kasernen unb einem Exerzierplatz für die französisch'' ICtfnftung in Neustadt a. d. Haardt wird vom Staats Sekretär Walter dahin beantwortet, daß 280 000 : Dnadraimeter für den Ban von Kaserven und 16 0 000 i klitadvaimeier für einen Exerzierplatz angeforbert warben find, formelle Rechte dazu können nicht bestritten wer- den. doch stehe btt Forderung im Widerspruch mit den Unslassungen ftan^sischer Regternngsverttster, wonach Üt Besatzung die deutsche Friedensstärke nicht wesentlich überschreiten sollte. Eine Besatzung von 2200 Mann, betret noch für die Offiziere und Unteroffiziere ständige Robnungen bereitgestrill werden müssen, sei aber für knie Stadt von 20000 Einwohnern, wie Neustadt a. b 'büardt, ungehörig. Die Bemühungen Bayerns und des iAriches, eine erhebliche Besatzungsvermindernna zu er» Zeichen, seien aber ergebnislos geblieben. Die Regierung ■ttuürte sich bereit, eine Kaserne zu bauen und einen Merzierplatz <nt anderer Stelle berettzastellen. Trotzdem wurde dir Beschlagnahme des angeforderten Ien^v-§ angevrdnete. Ob diplomatische Darstellungen b:: itr französischen Regierung überhaupt und noch reckt- jriiict Erfolg haben werden, blecht abzuwartrn. Die fciften für die Kaserne würden sich auf ungefähr eine »K'ftiatche belaufen. Die Beschaffung der Wohnungen *ürbc etwa 600 Millionen Mark erfordern. Ebenso iftch sind die Ausgaben für die Bauten au? den bensch- kriiu Flugplätzen. Derartig ständig wachsende Be- sstziingskoften werden ivesrnilich zur Leistungssähigkrit T:utschlands für Wied, r-.utmackungszwecke beitragen Mcil Regierungen dcr Besatzungsmächte wurden diese ^erbältnisse wiederholt dargelegt. Einen Erfolg bafc-n U se Vorstellungen bislang nicht gehabt. In der Pfalz «Irin bestehen 25 Kasernen für rund 23000 Mann, a'sc kiihr als das Doppelte der früheren deutschen Besatzung Wugffoibeti sind dafür t-tn großer Truppenübungsplütz, Wt Weik über eine Milliarde kostet, zwei Flugplätze unb itett große Exerzierplätze, für die hochwertiges Ackerte- lande abargeben werden müßte, vier Munitionsdevns •tob zwei Benzindevols. ckie rund 5 Milliarden kosten der Landwirtschaft nutzlos wertvolles Gelände ert- itiefen. Außerdem sind in Neustadt a. d. Hoard, Kai- 'sirsiautern, Lachen, Ludwigswinkel und Maximilians ru ^jchichene Neubauten sür rund vier Milliarden ersordik-
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[ Das Gerichtskostengesktz und da? Pensionsergäniungs- werden den zuständigen Ausschüssen überwiesen.
ßir neue Gebührenordnung für Gerichtsvollzieher, welch.' be Gebührensätze um etwa das Acktfttche erhöht, nnrb in
und 3 Lesung angenommen, ebenso der Gesetzentwurf fcer die Erhaltung der Kriegergräber aus dem Delk stieg. Eine Entschließung des Ausschusses für Bil- hingswesen, im Interesse der Not der Shtbienafkffotcn tob Junglehrer der Höchstöesetzung dec Schulklassen en: ^genzuwirken und stellenlose Siudienasiessoren unb konglebrer im Reichsdienst |u verwenden, wird ange- !»mmen.
; Der Nachtragsetat des ReichswirtschaftsM'mstermms stick bewilligt. Abg. Bruhn (D.-utschn.) verwies auf di. tamtr noch steigende Rot der deutschen Presie und 6er- leagle, daß die Regierung genügens Pamerholz iroang v Dkise für die Presse zur Bersügnng stelle.
Reichswirtschastsrninister Dr. Becker erkannte dte Deckse nde Not der deutschen Presse durch- Das an, die eine schwere wirtschaftliche, politische und istkturelle Gefahr sei, der die Regierung mit allen mr möglichen Mitteln entgegenwirken wolle. Die Lolz- Mrbe werde verdreifacht. Durch «höhte Unterstützungcn Ifrilc einigermaßen das Absterben der Presse verlang- teil werden. Die Regierung betrachte die tzifle für die -«kleidende Presse als ihre Pflicht. (Beifall )
U Beim Haushalt bei Reichswehrminine- iriums beschwert sich Abg. Künstler (Soz.) darübet
die höheren Offizckrsstellen meisten- mit «dli-ten «setzt würden. Die Reichswehr fei kein rnverlässtges «Misiikam'sches Machtinstrument.
Abg. Tho Mas (Komm.): 90 Prozent der Reichs- .Mreffiziere seien Monarchisten. Den Soloaten werde die politische Betätigung verboten.
Rrichswehrminister Geßler: DaS Liebeswerben der Oommunisten «m dis Reichswehr wird vergeblich sein. Sie wollen die Soldaten mit Zuckerbrot und Peitsche für sieb gewinnen. Aber das Z.ckerbrot ist zu teuer und die Peitsche ist längst abgeschafft. Ich sehe meine Auf- stchc darin. zn verhindern, daß die Reich, ^mehr auf deutsche Volksgenossen schließt. Der Reichste rministcr 6et das Recht, den Soldaten Zeitungen zn verbieten, kren Lektüre die Disziplin gefL-rdet. Ich habe dfts bisher nur einmal, beim «Miesbacher Anzeiger", getan. ®er rohe To« der kommunistischen Prefw schreckt »ie Leute- ganz von selbst ab und macht sic geradezu immun kgen den Kommunismus. (Heiterkeit.)
Ma. Thomas (Komm.): Dann könnte der Mini- ßtt auch alle« Soldaten die „Rote fta&ne" gratis Srfern.
J ReichÄvehrminister Dr. Geßler: Gern, wenn sie sie l*n Berlügnng stellen
Ter Nachtragsetat des Reichswehrministerium» wird dwilligt. Schluß nach 6 Uhr. Dienstag: Anfragen. : Nachtiagsetats, Geschäftsordnung.