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1922
Die Londoner Konferenz
amtlichen Absichten der Bereinigte« Staaten
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Willen fortgesetzt wlttden.
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Liotzd Georges habe Poinroro <4 Nicht ete-ri deshrss-
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wese« sei. Sobald er einen Schritt vorwärts gemacht habe, sei ihm durch ein Telegramm ans Paris der 8af»! um den Hals geworfen worden. Die europäischen Ratio»' nen hätten in Genua gesehen, das; eine der Großmächte' auf daS Scheitern der Konferenz hingearbeitet habe.
i i« „iDberbeifhrtie Zeitung eridtetnt letbsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlidi 400 Mk. mit Znitellungsgebühc. Für ausialltnoe Nummer» infolge Streite ooet elementarer 6:etqniiit tetn Erm«. — Pertag non Dr. L. Hixerottz. — Druck der lluio^Butvdruckerei non 3oh. Sb«. Koch. Marke 21.23. — Kernivrecher 55, Poft» itbetftonto: Rr. 5015 »mt flrankturr u Main.
Siioo Ober die Wlon6haie.
Berlin, 9. Dez. Bei einer Besprechung zwischen dem Reichskanzler und den Bertre• tern rheinischer Zeitungen sagte Reichskanzler Cuno über die Rhetnlandfrage u. a. folgendes:
„Es ist mit ein besondere« Bedürfnis, meine Herren. Ihnen als den Männern der rheinischen Preise für die ernsten und festen Worte zu danken, die Sie gegenüber den Zeitungsmeldungen gefunden haben, die sich mit der bekannten Sitzung im Elys^e befaßten. Die rheinische Presse hat die Empfindungen der rheinischen Bevölkerung wieder- gegeben, die in ^Befürchtung kommender Gefahren als Erstes ihren Treuschwur zum Deutschen Reich und zum deutschen Volk erneuert hat. Ich habe bereits am vergangenen Sonntag betont und will er freute nochmal» tun, dass die Reichrregierung eie
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W Störet Oer resMlmd M 3ronlreiO.
Sie SOhnenglt.
L Paris, 10. Dez. Havas teilt mit, die Ant- • »ort der deutschen Negierung auf die Rote der Bot- Msfterkonkerenz über die Zwischenfälle in Panan «Md Ingolstadt fei deute nachmittag in Paris vber- Eeüht worden. Die deutsche Neuerung crNärt. daß ?e allein berechtigt sei, die Enischuldiqunocu aus- ftsprechen, die verla,lgt werden. Sie erklärt weiter, ^rtz Re die Bürgermeister selbst in ihrer Eigenschaft ekz Polizeiorgane nicht absetzen könne, da ste keine Beamten seien, sondern gewählte Organe auto- vmer Berwaltungen. Tie deutsche Regierung teilt Mter mit, daß die verkannte Summe von einer Million Goldmark zur Verfügung der interalliierten Militärkontrollkommisfion steht.
5er Drieit.
, Unterbrechung der Lausanner Berhandlunge«.
' Ein neuer Zwischenfall mit Tschitscherin.
Paris, 9.Dez. Aus Lausanne wird gemeldet Wi Lord Curzon und mehrere andere Vertreter zu Weihnachten nach Hause zu fahren wünschen und daß dir '-»nkerenz vom 23. Dezember bis zum 2. Januar unterbrochen werden wirb. Die Sachverständigen werden in hieser Zeit ihre Arbeiten fvrtsetzeu. Die Konferenz wird -ec Sitzungen nur wieder aufnehmen, um die getroffenen Abkommen zu bestätigen und den Friedensvertrag zu unterzeichnen.
Zn der gestrigen Nachmittagssitzung der Konferenz ei am Schluß der Sitzung zu einem Zw i sche n fal! Nit Tschitscherin, als dieser erklärte, dir Russen sstien bereit, an den Verhandlungen zur Annäh.runa der iMrkischen und der alliierten Gesichtspunkte aneiander sstilznnehmen. Lord Curzon erwiderte, das sei übrr- Mssig. da es sich um Fragen handle, die Rußland nichi interessieren. Tschitscherin protestierte dagegen und er- ßdte. daß Rußland an dem ganzen Meerengenproblem interessiert sei und Rakowski berief sich auf die Crö» kLdungsfchreiben, um dre Teilnahme Rußlands an den \ vetteren Verhandlungen zu fordern. Der französische kertreter Barrere vermittelte uno erklärte, es bandle sich nur um private Verhandlungen zwischen den Alliier» ;tm und der Türkei und Rußland könnte auch seinerse ts v istlche private Verhandlungen ernle ten. Di: Russen er» i Bärten, einen schriftlichen Protest überreichen zu wollen
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Marburg
Mag. 6tn II. Sejemter
Znlmonv.
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Ein deutscher Schritt in London.
Berkin, 1t. Trz. Entsprechend ihrer Absicht, in der ReparationsfrLge eine Politik der Aktivität, der Aufrichtigkeit und der geschäftlichen Klarheit zu führen, hat die deutsche Regierung zu Beginn der Konferenz der alliierten Ministerpräsidenten einen Schritt in London unternommen. Sie bat die Dringlichkeit einer endgültigen Lösung der Repara- tionsfrage erneut nachdrücklich betont und, um eine solche Lösung durch zweckmös-i--e Vorschläge anzubahnen, in Ausführung der Rote vom 14. November ein System von inneren und äußeren Anleihen zur Erörterung gestellt. Das dafür zu gewährende Moratorium soll se noch der Höhe des Zeichnungsergebnisses bis zu 5 Jahren betragen. Außerdem soll Deutschland im Sinne der Note vom 14. Ro- scmber für die Dauer des Moratoriums von allen sonstigen Lasten des Vertrages von Versailles befreit und seine wirtschaftspolitische Eleichberechti- g: ,'g wieder hergestellt werden. Der Betrag der Ausländsanleihe soll ganz, der Betrag der Zn- landsanleihe zur Hälfte der Reparationskommission zur Verfügung gestellt werden. Die andere Hälfte der Znlandsanlei'V soll der Stabilisierung der Mark und dem Ausgleich des Reichshaushalts dienen.
Paris, 10. Dez. Der Sonderberichterstatter der Agentur Havas berichtet aus London, die Beratungen der' Premierminister hätten um 3 Uhr ihren Anfang genommen und seien um 6% Uhr abgeschlossen worden. Die Vorschläge der deutschen Regierung, die in der gestern im Foreign Office übermittelten Note enthalten find, find an erster Stelle geprüft worden. Es wurde e i n st i m m i g entschieden, daß diese Vorschläge nicht die Grundlage einer Verständi- gung bilden könnten. Die Beratung über die Gesamtheit des Reparationsproblems wurde darauf fortgesetzt. Poincarck hatte nach Schluß der Sitzung eine Unterredung mit Bonar Law. Der englische Ministerrat wird morgen früh zufammen- treten Bonar Law wird über die im Gange befindlichen Verhandlungen Bericht erstatten.
Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg. h
Anzeiger für (das frühes kurhessische) OSerheM
London, 9.Dez. „Daily Chwniele" und ^Aail" veröffentlichen einen ausführlichen Artikel Lloyd «eoraes über die „Zukunft Frankreichs und «entschlandS", der Pakt Großbritanniens und die vchrohung des Rhcinlandes". der heute vor Begin» der «kmiermiufsterkonserenz von besonderer Bedeutung ist
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Lload George Lb* noch — auch in der großen Polstir. In diesen Tagen internationaier Spannung hat er i» mehreren Zeitungen Europas und Amerikas e nen Au takt >,ur Londemr Kcnserenz veröffentlicht, der die Aufmerksamkeit der Welt, besonders aber von uns verdient. Er führt darin aus, daß beim Zusammenbruch Deutschlands die mil'tärischen Kreise Frankreichs bereits die Rhein», grenze für ihr Land haben wollten nnd fährt fort:, „Die maßvollste und dennoch heimtückischste Form,, die diese Forderung annahm, war der Vorschlag, daß die deutschen Provinzen auf dem linken Rbeinufer bis jur’ Erfüllung des Vertrages von Frankreich besetzt bleibe» sollten. Dies würde bedeuten für immer! Allein die ge»! schickte Behandlung der Repamtionssrage durch den Cuot. d'Orsay würde die Möglichkeit der Vertragserfüllung für immer ausschließen." Eine Annexion des Rheinlandes'- aber, meint Lloyd George zu dielen Plänen, werde die Wiederaufnahme des Krieges in kürzerer oder längerer: Frist bedeuten. Eines „Befreiungskneges", bei dcmj Deutschland voll die Sympathien von Amerika undj England haben werde.
Zwei Dmge sind für uns hieran von Bedeutung: einmal d:e offene Bestätigunq der schamlosen fron» zösischen Raubpolitzk seitens eines Wissenden und zireitms die Anerkennung, daß ein Volk von 70 M llwnen sich diese nie gefallen lassen wird. Llond George unterscheidet sehr scharf zwischen „Revanche" und „Befrei-, ung". Seine Politik hat im letzten Grunde nichts erreicht,: deshalb mußte er von der politischen Bühne ti?treten. Er ist unser schärfster, zuweilen der perfideste Gegner gewesen, was er setzt geschrieben hat, daiür darf ihm die Welt, dafür dürfen wir ihm danken, denn es beleuchtet )tc internationale Lage blitzartig und damit die unfrige.
Als der Italiener Nitti von der politischen Bühne abtrat, flüchtete er mit seinem bekannten Buche, dos unterem Standpunkte gerecht wurde, in die Oeffentlichkrit. Lloyd George geht mit seiner Veröffentlichung den gleichen Weg. Weshalb? Well die Politik der Staaten heute unter Frankreichs s.idistischer Rachlust nicht nur — nein unter seiner Weltbeherrschung?Psychose seufzt, die nicht erst seit Napoleon I. traditz'o nelle französische Politik ist. Die ofszielke internationale Politik auch Englands kann sich noch nicht davon freimachen, und so werden wir vielleicht noch manche Konferenz mit negativem Ausgang erleben müssen. Wohin die Reise geht, das zeigt Nitti und Lloyd George. Daß rhre Politik letzten Endes siegen wird, bosien wir.
Was bedeutet da» aber kür uns? Einmal, daß wir den Versuchen unter französischem Distat die Quadratur deS Zirkels zu lösen, nicht allzu große Bedeutung beilege«, wenn wir an die Zukunst unseres Volles denken. Frankreich will keine Lösung. Lloyd George spricht es offen ans, was ia jeder Einsichtige, sobald er sehen wollte, längst wußte. Und Frankreich diktiert. Zum anderen aber, daß sie immanenten Kräste eine» Volkstum, das zusammen- hält, auch draußen Sympathien hat: nicht verloren ist, wenn es sich selbst nicht verliert. Lloyd George weiß, fraß die ungeheure Quälerei Deutschlands in jedem Deutschen, mag er sich auch Pazifist nennen, allmählich eine Stimmung erzeugt hat und täglich mehr erzeugt, die von selbst ihr Werk tut. Man muß nur aus dem besetzten Gebiet hören, wie unsere Brüder wie weiße Sklaven geschunden und getreten werden. Sie leiden für Deutschland heute, wir le.den im Geiste mit ihnen. Je mehr Frankreich b setzt, umso größer der Kreis derer, die >ich täglich nach der Freiheit sehnen. Je größer die Not, 'ne letzten Endes doch ans nichts anderes zurückzuführen ist als auf — Frankreich, umso gewaltiger die Spannung. Es kann nicht geleugnet werden, daß für da- Jnstrnment der Bergewastigung Deutschlands, den Versailler Vertrag, auch Lloyd George die Verantwortung trägt, daß et als Minister nichts getan Hot, seine Laste« tu erleichtern. Daß er heute wogt, so flat auszusvrechen, wie die D nge lieben, sei ihm dennoch angerechnet, den« von hervorragender Stelle in der Welt wird uns heute eines bescheinigt:
,chas Recht auf Freiheit".
warten, den Erlaß oer Summen zu bewlllt- icn bereit fei. die die alliierten MSÄte Eng'and schulden und zwar als Ausgleich für die Schatzbous >er Serie C. Voraussetzung hierfür fei. daß ein solche« Opfer zur Lösung des allgemeinen Reparations- Problems beitrage« könne. Havas lügt hinzu: Anscheinend eröffneten sich nach dieser Richtung bin neue Möglichkeiten hinsichtlich der Liauidierung der euro
etfrfien Passiven, deren Erörterung die Balfournvte im August verhinderte. Stirn Schluß heißt es in der Havasnote: Wie man sehe, seien die stanzöstschen und
• nrifjf(<hctt Auf'assungen noch weit von»«n-wv» entfernt, aber im Gegensatz zu den leisten Konferenzen 'inne man eine allgemeine Lösung erhoffen, da die
die maßvollste und gleichwohl hinterlistigste Forderung v
mit der der Anspruch Frankreichs auf die Annexion ^•rr Rheinland' angenommm worden sei, der Vorschlag war, daß die deutschm Provinzen aus dem lin ken Rheinustr unter französischer Okkupation bleiben sollten, bis der Vertrag erfüllt sei. D's bedeute s ü r i m m e r' Die Reparat on allein, in gewisser Weise vom Quai d'Orsay behandelt. würde d-e Möglichkeit gnsschließen, je Erfüllungen zu erleb n. Die rheinische Schule in 6er französischen Politik sei heut? so mächtig, wie je, in einer Hinsicht sogar noch mächtiger, denn 1919 stand ein Staatsmann an bet ^vitze der Geschäfte, der die Kraft und Klugheit besaß mren schlecht b dockten Forderungen zu widerstehen. Llovsi George fragt, „aber tote ist e? im Jahre 1922?" Wo ist da Weitblick, wo Stärke? Nach Llovd Grt^geS Ansicht könne das englische und amen'kan'sche Znsammenstehen dir Katastrophe ahwende«. Beide müßten flat ausivr-chen. daß bet Angreifer, wer er auch sei, die unbesiegbare Macht der beiden Staaten regen jede Nation gerichtet sehen würde, der die Well in einen neuen Konflikt zu »er tvickeln drohe. Die Zeit sei gekommen, diese Tiuge zu sagen und wenn sie nicht von hoher Warte aus gesagt würden, würde die Menschheit eines Tages diejenigen, die diese Stellen einnahmen, zur Rechenschaft ziehen. Der Pakt mit Großbritannien liege augenblicklich im Papier» korb, ober nicht Engband habe ihn dorthin geworfen. Llovd George tadelt Clemenceau, well er seine Beschwerden in New York vor Ausländern vorbringe und näht in Paris vor den Männern feiner eigenen Rasse, und geht im einzelnen ans die behindernde Rolle ein, die die französische Reg erung auf der Genueser Konferenz gespielt hat. Er führt bann weiter aus, er beschwere sich nicht über Barthou. der unter demütigenden Bedingungen fein bestes getan habe, um der Konferenz gegenüber tonal zu bleiben, die seine Regierung müeinbtrufen habe, und gibt zu, daß Barthons Aufgabe eine unmögliche ge
l Der frühere Premierminister geht aus ton der Er j^tung Clemenceaus in den Vereinigten .Staaten, daß Großbritannien in der Frage der Garant!^ i**ng Fra nkreichs gegen einen deutschen Angriff Wort gehalten habe und weist noch, daß bas Angebot
* Cannes endgültig erneuert worden fei. Poinrare habe N später jedoch nicht angenommen. Nach der A:t-
London, 10. Dez. Reuter meldet, es gelte als wahrschetnttlv, daß dte Verhandlungen der Premter- mtntfter btS Dienstag dauerten.
Parts, 10. De,, lieber den Verlauf des geftrtgcn ersten BerhandlungStages In London glaubt Havas, obwohl alle Delegationen strengstes Geheimnis wahren, mitteilen zu können, es fd-etne, daß der französische Stndpunkt dahin formuliert werden könne, daß Deutschland, höchstens für zwei Jabre Zahlungsaufschub ffir die Geldzahlungen ge- wShrt werden solle. Während dieser Zeit müßten ober die Sachlieferungen, wenn auch in verringertem Maßstab diirchgtührt werden. Tie deutsche Regln tung müffe in kurzer Frist gesetzliche Maßnahmen er- lallen, um Kc deutschen Finan en zu sanieren. Ein Kredit von einer halben Milliarde Goldmark, wozu eine gleich hohe Summe ntt3 dem Goldbestand der Reichsbank kommen müßte, solle Deutschland zur Sta- l'tlisierung der Mark zur Vertügung geft-M werden. Um eine Bürgschaft für die Ausführung dieser Reformen zu beftben. müßten die Alliierten 25% von den deutschen Ausfuhreinnahmen erbeben, sowie die Bergwerke des Ruhrgebietes kontrollirrem
Der italienische MinistervrSstdent vberroichte, wie Havas weiter berichtet, der Konferenz eine Note, in der er die Ucbcr’cugung ausfpricht, daß man Deutschland zum Zahlen bringen könne, und daß, wenn ein Zahlungsaufschub gewährt werden müßte, dies nur gegen gewisse Bürgschaften erfo'gen dürfte. Er fei jedoch Gegner mitt arischer Druckmittel. Gr w'eS ans die 9iotroenoigtcit h'n, die Verpflichtungen Deutschlands neuerlich nachzuprüten. in dem man Rücksicht nehme auf die allgemeine Sage ganz Europas. die einen Ausgleich erfordere.
Der belgische Ministerpräsident Then- nts sprach stch zu Gunsten der franzSstsch-englischen Solidarität aus. die für den Weltfrieden- notwendig sei. Bonar Saw fritisier'e die Borfchtzge des frautössschen Ministerpräsidenten in sehr gemäßigter Form. Er betrachte die Aufrechterhaltung der Gntente eordiale als eine grundlegende Notwendigkeit, er müsse aber auch mit der öffentlichen Meinung tu Großbritannien rechnen, die in der Mehrhei feder Zwangs Maßnahme gegen Deutschland feindlich gesinnt sei. Auch England leide stark unter den fvo'gen des Krieges. Es fei weit davon entfernt, das Deutsche Reich von seinen Verpflichtungen befreien zu wollen. Er wolle Zahlungen erlangen, aber Im Rahmen des Möglichen. Die gegenwärtige englische Regierung werde einer verstärkten Kontrolle der deutschen Finanzen ziisttmmen. sicher auch der Erhebung von 25% vom Wert der deutschen Ausfuhr und von den deut- fchrn Zolleinnahmeu nilassen. Welter berichtet L>ava8. die Verhandlungen schienen bei der Erörterung des ^eparationSvrohlemS gestern über diese allgemeine Auöeinandersetmug nicht ftinausgegangen zu sein. Die Annahme habe wahrscheinlich etwas för stch. '>on brl'ifcher Seite ernste Anstrengungen untcmem- men würden, um eine Beschlagnahme der Kohlengruben im Ruhrgebiet zu v e r s ch i e b e o und dieser Maßnahme nur den Ebarakter eine? Pfandes zu berieten. Sie solle ober a'S eine vorweg bestimmte sofortige Sanktion aufgefaßt wer d-n. toetnt sich das Deutsche Reich der Sanierung Finanzen en festen soll e. F« der Nach—-- wurde nach Havas die Fraae der alliierten Schulden angeschnitten. Bonar Law gab in dieser Beziehung e’ne besonders interestante Erklärung ab Er versicherte, daß die britische Regierung, ohne die
•itfjf angenommen, weil er n-cht wünkchie. das Zeichen der Hilligung unter das Werk seines Voroangers zu s t en. Der Grund s'i bi»lmehr dunklerer Art. Denn wenn Frankreich GroßbUtann'ens Garantie der Verfeidiaung seiner Grenz-n anneöme. so entschwinde bam t ieoe Entschuldigung für die Annexion des linken R b e i n» ufers durch Frankreich. Wenn das die Ve- deutuni sei. to’nn die französ scheu Minisier entichlosfen feien, sich unter keinen Bedingungen selbst am Ende der Bcsatzungsperiobe nickt, vom Rtein zvrück?uzieben, Lx= 'inne ein neues Kapitel in der Geschickte Europas und der L^tt mit einer Klimax des Schreckens, wie sie die Menschheit noch nicht erlebt habe. Lloyd George erklärt:
Die deutschen Provinzen auf dem linken Rheinufer sind durch und durch deutsch
der Rasse, Sprache, Tradition und den Sympethieu nach. In Europa sind 70 Missionen Deutsche, in einer Generation können eS 100 Milsionen sein. Sie werden niemals zufrieden bleiben io lange M liionen ihrer Landsleute auf der anderen Seite beS Rheins u n le r einem fremden Jock leben, und der Beginn des nnveimeidlichen Befreiungskrieges wird nur eine Frage >'t Zeit und der Gelegenheit sein Lloyd George fragt, ob es zu viel sei, darum zu ersuchen, daß Amerika rechtzeitig ein wirksames Interesse an der Entioicke lung am Rhein nehme. Weber Großbritannien noch Amerika könnten es sich leisten. Manöver unberücksichtigt ;u lassen, fc»> von den Ufern des Rheins bis zum MrssimpSi. ein Ccko fänden. Die beiden seien nicht so treit vou-einauder entfernt, wie früher, denn nicht fern wm Rhein.sei«« jetzt Gebiete, in freuen der S-tsnb t-on WSnurrn ruhe, bi? vor weniger als 6 Jahren von den Ufern dcö Missilfippt, „ihre Gesichter dem
-$t"<in zmvandten".
Llovd George weift im Velsians seines Artikels darauf <j:n daß anscheinend
Berlin, 9. Dez. Der Reichstagsaus- -mchuh für auswärtige Angelegenhei- Ite n trat heute vormittag unter dem Vorsitz Etrese- »anns »u einer Sitzung zusammen. In der zunächst ■ tei Außenminister Dr. Rosenberg über die Ost- ftagen, insbesondere über die Ausdehnung des Ra- patiovertrages, sprach. An der Debatte beteiligten Sch blc Abgeordneten v. Rhein baben (Deutsche kolksp.l, Dreitscheid (Soz.j, Graf Bernstorfs (Dem.), Koenen (Komm.) und Dr. i Wirth (Zentr.l. Anschließend gab Dr. Rosen- f berg einen Ueberblick über die gegenwärtige po- sittsche Lage und erörterte in großen Zügen die Ausgaben, die der Reichsregierung daraus er- «vachsen. Dabei behielt er sich eingehendere Mitteilungen vor. Die Reichsregierung hoffe, diese l Erklärung im Laufe der kommenden Woche geben zu können. Weiter beleuchtete der Minister die befristeten Forderungen, die die Entente wegen der Umwandlung der militärischen Kontrollkommission M ein Garantiekomitee und wegen der Vorfälle in Pa'sau und Ingolstadt jüngst stellte. Die Aussprache eröffnete Dr. H e l f f e ri ch (Dn.).
Der Reichstagsausschuß setzte in der Nachmit- tegssitzung die Aussprache über die allgemeine außenpolitische Lage und die beiden letzten Cntente- Aorcn fort. Zu Wort kamen dabei Dr. Wirth. Außenminister, v. Rosenberg, Dr. C t r e s e - Mann, Müller-Franken, Gothei n und f Koenen.
Ter «metoenpretobettä-tt für beit 9ge|p ZeNenmillimeter 15.00 Mt-l Klein» «. Familien« an,eigen SS'/,'/, weniger). Amtliche und answ. An^igen.G Ml. Andere Spaiteabreiten rn entsprechend. Be nbwieri em ca« .Mi% «untblag. Spat etnlauiende oder den Raum öder A'HJtU«
Seite einnehmende «nzei-ien werden nach der Tertipaltendreite berechnet. -leklamen ।
die Cot.-Zelte 75.00 Mk. Jeder Rabatt ritt als Barradatt. Belege werden berechnet. 10
Bei Suetuait durch die ®eirt>ä>t$it. und Bermittlunr »er «».tehotelOSt, bei Heber,enbung keufa
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