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Tt« ^L-derdeiiittd« Bettung' endteiat ied>«moi wötbenthdL Lerugsoretr monatlich <00 ®it Btt 3uitellungsflebübr. Für ousiadenbe Kummete ietolge Sutils ober etemeatatet fftetantüe tein (itiatu Verlag von Dr. L. Htneeotd. Truck der Uatv^Bachdrackeni t>on 3eh. »na. Roth. Mar" 71 L Rentiptedter 55, Bokt- teedtonte: Ät. 5015 »mt Feankturt a. Main.

Marburg grtiitl. Den 8. Lemin Iulmoud.

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Ter »ntetnenDteis beträit rär Den 9ge|p Zellenmlllimeter 15.00 ®t,(Klein» u. Familien« anjelqea 33,|,»/(1 weniger). Stmtlitbe und au»w. Anzeigen 18 SÄt Andere Spaltenbreiten entipre»enb. Ve «hauen em Sah M'el. »undilag. Spat einlaufenoe ooer ben Saum über *>. Seite einnehmende «nzeiien werden nackt fee lerttpaltenbreite berechnet. »eNomen die (Tol «3eHe 7.">.0u Mk. Jeder Rabatt eilt al» Varrabatt. Belege werden berechnet 6et «aetwtrt berdsbteSettbätteiL tute Veetnittlnm »er «nuebotelOÄ,bet lieber endung durch uns 25. Mk. Eoubergebiihr.

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London,

7. Dez.

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7. Dez. Die Gefetzesvorlage betr. Man ulerstützana rS £>a nbefi ist tom

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Der Dritif.

Krise in Angora.

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neue Regime, das anstelle der Samtalatonen treten würde, btt Sicherheit und die Interessen ihrer Staats­angehörigen gm-öhrleistrn müßt« Dir Türken ant­worteten in entg genkammendcm Sinne.

Paris, 6 Dez. Der fiorrrfponoenf derChicrqo Tribüne" in Konstantinopel t.lcgtaph-erl. daß Ri sei Lasch« und der General Henderson nach Lau­sanne abreisten. Der französische £berfomm par General Beitet wird heute nachreisen. Der englische General Townshend ist gestern in Lausanne eingeirefftn.

England.

- London, 7.Dez. DieTimes" meldet aus Jo­hannesburg: Acht Arbeiter, die seinerzeit an der Revolte im Randminengebiet teilgenant- men haben utch w g n Mordes vor Gericht ge^-e lt wor­den waren, sind zum Tode verurteilt worden.

London, 7.De». Reuter meldet aus Newport- Rcws, daß-bei dem Zujammenstob zweier Flug zeuge zwei Offiziere und vier Soldaten getötet ivorden sind.

3ur srmzölHA» RsMoM.

Nkve PrsteAe.

Berlin, 7. Dez. Der Gesamtverband der christlichen Gewerkschaften nahm eine Entschließung an. in der es heißt, daß der Vorstand des Eesamtverbandes seine ganz« Kraft einseyen werde, um den neuesten Anschlag Frankreichs auf das Rheinland zurückzuweisen. Dieses fei deutsch und werde deutsch bleiben. Die Achtung des Weltgewissens war der nationalen Verbundenheit des rheinischen Landes und der rheinischen Bevöl­kerung mit dem Reiche und dem gesamten deutschen Volk müsse stärker sein als die Machtgelüste Frank­reichs. Der Griff nach dem Rheinlande würde außerdem den wirtschaftlichen Untergang Deutsch­lands und damit Europas nur noch beschleunigen.

Köln. 7. Dez. Die Bezirksvorsitzenden und Delegierten der Kölnischen Zentrums­partei nahmen in ihrer gestrigen Sitzung Stel­lung zu der Nheinlandfrage. Nach Ansprache des Vorsitzenden Rings und des Stadtverordneten Re­dakteur Saupe wurde eine Entschließung angenom­men, in der es heißt, daß die Zcntrumspartei sich jeder Maßnahme, die geeignet sein könnte, das Rheinland von dem deutschen Vaterland zu tren­nen, oder die unauflöslichen Bande, die sie mit ihm verbanden, zu zerstören, mit allen ihr zu Ge­bote stehenden Mitteln widersetzen werde. Keine Macht der Erde, keine Bedrückungen, kein Mittel werde imstande sein, zwischen ihnen und dem übrigen Teile des deutschen Vaterlandes eine Trennungsmauer auszurichten. Sie seien deutsch und wollen deutsch bleiben. Als deutsche Männer und Frauen wollen sie leben und sterben. In diesem Geiste würden sie ihre Söhne und Enkel er­ziehen und ihnen heiße' Liebe zu dem Daterlande ins Herz pflanzen. Die schwergeprüften Brüder des Saargebiets bitten sie, standhaft zu bleiben und dem deutschen Vaterland« dir Treue zu halten.

Berlin, 7.D-z. Gestern Aden» landen eine Rckd? öfientlicher Versammlung-« in allen Stadtteilen Groß- Berlins statt, die von der sozialdemokratischen Partei einberufen Wochen waren Es sprachen u. a. Reichswirt schaftSminister a D. Schmidt, die Abo. Cri spien. Giebel. Breitscheidt und Bahtke. Schmcht be­tonte, daß feder die Note Poincares als eine Kränkung der deutschen Ration empfindet. Der einzige Aktiv­isten unserer Politik sei das Zusammengehen der.g ostm Masse der Arbeiterschaft. Auch in den anderen Bertemm- lnngen wuche $im Ausdruck g-brächt, aast die iran-ösische Po'itik eine furchtbare Last für das deutsche Proletariat bedeute. Das Schicksal Deutschlands werde bestimmt durch die Entente; wie es wird, könne ntenwnd sogen. Alenn sich Deutschland gdulon wolle, so wolle sich die Arbeiterschaft nicht als stille Dulder zeigen. Vom Ka­binett Cuno müsse gefordert werden, bei der Antwort auf die französische Note sich nicht von nationalistischen täeder-ken zu unbesonnenen Schritten Hinreisen zu lassen. Die 9$e rfammfvr.fi n waren überall gut besucht und ver-

llnterbans - in zweiter Lesung angenommen worden Di: Vorlage ist bestimmt, die Ar(>eitslos:g.'eil zu Mlderu durch Anregung des Ausfuhrhandels »>ti:trls llnter- ftützung von Krediten und durch die Förderung bet Unternehmung n im ßanjen Reiche mt Hille von Re­gierungsgarantien. Ferner wurde in der Vorlage der britische Anteil an der Anleihe für Oesterreich entsprechend dem Plane des Völkerbundes g-nehmigt Endlich wird eine Anleihe von 3'/» Millionen Pftma iur Förderung des Anbaues von Baumwolle - m Sudan bewilligt.

liefen ohne St'r7"»g»«.

Dessau, 7. z. Am Abetch fand im Kurhaus Bernburg zu Ehrendes Reichspräsidenten und des Reichs- Ministers des Innern ein Essen statt, in dessen Verlaus in Erwiderung auf eine Begrüßungsansprache de- Mini- sterpräsideutry Deist Reichsminister Leser Kenntnis

Berlin, 7.Dez. Der Reichstagsausschuh für die ausfchmücknngdeS Reichstagsgebäudes 6/ «ter anderem beschlossen, das Denkmal Kaiser Wilhelms I.. das jetzt im Kuppelraum der Wandel- Ml? steht, an einen anderen würdigen Platz zu t rH?n. M tst in Aussicht genommen, entweder di fogenannt- Wailotballe, d. h. die Halle bei dem Portal 4, in der das fftundeiid des '/Lauers des ReichstagsgeLLudeS sicht per dir Halle bei dem Portal 2, in dem das D-mkmal den Wscksr.ß bet- Denkmäler der alten d'

Sie StBuilifMlmof.

London, 7. Dez. Der Pariser Bericht­erstatter der »Times- gibt die französischen Vorschläge, die jedoch keineswegs irgendeine« festen Plan bedeuten, wie folgt an: i. Kein Mora­torium für Deutschland ohne die Auslieferung be­sonderer Pfänder wie der Bergwerke und Wälder an die Alliierten, 2. Herabsetzung der deutschen Ent, schädioung gleichlaufend mit der Herabsetzung der französischen und anderen interalliierten Schulde«, 3. Revision der den Alliierten zugestandenen Pro­zentsätze an den deutschen Zahlungen. Frankreich sei der Ansicht, dah es Anspruch auf mefcr als dis bis­herigen 52 Prozent bade. Zn der Praxis wurde das bedeuten, daß nicht nur England auf feine« Kredit gegenüber Frankreich verzichten wolle, son­dern daß auch Frankreich Englands Eesamtrepara» tionsanteil oder jedenfalls einen Teil davon übet« nehme.- 4. Ein klarer vorsätzlicher Versuch Deutsch­lands, oder eine absichtliche Verweigerung Deutsch­lands, zu zahlen oder finanzielle Reformen im Innern durchzuführen, miisie bestraft werden durch die Anwendung von Sanktionen, wie z. B. dir ört­liche und zeitliche Ausdehnung der alliierten Be, setzuna, die Errichtung einer Zollschranke um das Ruhrgebiet herum und die allaemeine wir kchast- liche und administrative Organisation des Rhein­landes.

Reparatiousvorschläge der englische« Handels­kammern. - ;

Paris, 7. Dez. «Daily Mail" meldet: Ein besonderer Ausschuß, der von dem Bollzugsrat der Vereinigung englische, Handels» kammmern eingesetzt wurde, bat die Frage der Wiedergutmachung geprüft und folgende Vorschläge gemacht:

1. Eine Reparationssumme muß festgesetzt wer­den, die Deutschland in absehbarer Zeit leisten kann, ohne den Handel der Verbündeten zu schädigen.

2. Deutschland braucht unbedingt für eine Reihe von Jahren ein Moratorium.

3. Irgend ein Druck, der auf Deutschland aus- zuüben ist, um die Reparationszahlungen zu er­zwingen, muß zwischen den Verbündete« verab­redet und ins Werk gefetzt werden, damit der gegen, wärtige« Unsicherheit ei« Ende gemacht wird.

4. Eine internationale Anleihe für Deutschland ist unmittelbar notwendig, doch ist die Bereinigung

der Handelskammern nicht dafür, daß die englische Regierung für die Höhe der Anleihe bürgt.

Sie erklärt ferner die Zurückziehung der mili­tärischen Besatzung ans Deutschland fmvett Jte sich

j'1'""- " Dez. DieTimes" meldet < Monslantinovel, in der Natlonalv, Vigorn fei offenbar eine L n'*,nbcn> deren Ursache jedoch nicht belannt

Aus den Ausschüssen.

7.Dez. Im sozialpolitischen Ausschuss ms Reichstages wurde eine ErhShung der Sitze für »amtltenhilfe und Dochenhilfe besM^ftn

1 Reich entsteht dadurch ein« Mehrausgabe von 3,5 Milliarden Mark. Dft Zulagen in der Ünfallberfi^e- , tt,9 wurden in der Weise festgesetzt, daß die Berfiche- «ngsgrrnze auf 1200 000 Mark erhöbt wird. Die Tr t- Hnng der Grenze erhöht sich «uf 360000 Mark, das

1 kterbegeld auf 30000 Mark.

»ee(iu 7 5>ej. RechtSansschntz des Refchs- W - hat yente den §6 deS Entwurfes des In gen d - Uei:chtSgefetzeS angenommen. I« diesem Pars- |r<il yen wirb der Grundsatz ausg sprachen, daß von w ichen abia^n if1, wen" d-e Erziehun-smaßregeln

l1 \ Kemal Pascha un-nsrieve«.

U. Lausanne, 7. D z. In den Kreisen aller Deft- > Kc[te ivich die heutige Sitzung der Orientkonstrenz des schleppenden Ganges der Meercngenverhand-

1 u"d trotz der vieistichrn Bedenken, die der «vientePlSnm en^gmstehen. aksdiewjchtiasteSltz- '''K der Ko n ferenz bezeichnet. Man gibt allaemein r Hoffnung Ausdruck, dast nun doch noch die Möalich- 'J , zu einer VerflS>id'g.inq lu-stehe. In den Kreisen 1 r,^"r kr sch en Delegation herrscht aber ohne I nn ^wisser Pefs imismus. der wohl am ch.-n aus Angora zurückzuführen ist. Es verlautet

» $«f»« ®i> d-m k, SeX.

V..tn Lausanne sehr unzufriÄen ist und dost er sich j 8-mißcrt habe, er müsse feststellen, daßdir Uierien bis her in keiner Weise den ge-

V- 1 cn türkischen Standpunkt anerkannt F* 11 e n.

j Lausanne, 7. D.z. An der Beratung des Unter» i su'iisfts für die Kilpftulalionsfrage nahmen heute zum ; p.T: Male auch die Mnrtealen teil und zwar die B-r- dkr Dänemarks, Norwegens, SchwchenS, Hollands und i Einens. Auch die Ixckg.sche Abordnung war ingegen

*e neutralen Delegierten betonten» Haß das. etwaige

Stöllfer ÄtiSM

278. Sitzung vom 7. Dezember. 2 Uhr.

Zunächst werden debattelos angenommen die & veile zum L i ch t s pi elg es e tz, welche Lücken Filmprüfverfahren ausfüttt, und die Novelle tzrni P o st g e s e tz, welches die Ersatzleistungen für Mieren gegangene Postsendungen der Geldentwer- gtng anpaßt. /

f Beim Nachtragsetat des Reichspostministerturns «hebt Adg. Bartz (Komm.) touwte Vorwürfe zegen den neuen Reichspostminister, der nicht die jerinflfte Gewähr für eine Abkehr von dem alten teaftionären Geist der Postverwaltung biete und Mlüngt Aufbesierung für das Postpersonal sowie Zeitigung der technischen Nothilfe.

ri Der Etat wird hierauf ohne weitere Debatte be= »illigt.

gab von einem 1 e leg ramm deS Vereins de, Rheinländer in Bernburg an den Reichspräsidenten welche» die RrichSveg erung bittet alle Kräfte daran W> setzen, die drohende Abschneidung der Rheinlandes ab­zuwehren Der Reichsminister des Innern ertlärte, dah Reichspräsident und Re-.chsrigicrung auch das letzte daran setzen würden, um die Rheinlande bei Deutschland zu erhalte«.

Berlin, 7.Dez. Der Reichsverband der Rheinländer dickt heute abend im Sitzungssaal be-t Reichstag-s eine große eindrucksvoll verlaufene Proiest- tundg.bung gegen die französischen Gewaltdrobungeo ab. Saal und Tribünen waren von den in Bert n lebenden Rheinländern dickt besetzt. Am Rcg'erungs'isch, fad man die Führer der großen Parteien und auch meh­rere Minister batten in ihren Logen Platz genommen Tic Versammlung wurde durch den Vorsitzenden des Re>chs"erbandeS der Nheinländ-.r Tr. stanffmamt mii dem Hintveis darauf eröffnet, daß die heutige 58erfimm= lang aller Welt zeige, die Nheinlande sind deutsch bis au; dir Knochen, die wollen deutsch hieben und keine äußere Gavalt werde ihre detUsche Gesinnung unter­drücken

; Breslau. 7. De». Der Obervräsident nnd die Rgierungspräsdeuten von Ober- und Nieder­schlesien erließen gemeinsam einen Aufruf, in dem es heißt: Schl.sier! B.ele Monate habt Ihr um die Yr- ballung Obrrschlesiens bei Deutschland gekämpft und fre willig Opfer aller Art g.bracht. Heute weichen wir 'tue aa-'tm .,3 a. Euch, die J»r Gr :ii,i.iud-sck ckfale fennt mit der dringenden B tte. gedenkt der deutschen Brüd-i und Schwestern im besetzten Rheinland. Ihr Schleper, die Ihr schwerste Zeiten durchlebt und Ihr Oberscklesi.r die Ihr die Leiden einer Fremdherrschaft etb-ißet hab! helft mit all Euren Kräften dem Rheinland, das seft t Jahren unter fremder Bürde schmachtet, die doch «nr alle Bersichrrung-n, Verlockungen und Druckmiltek, mh dem tzielöbnis unverbrücklicher Treue zu Preußen ^und vum Reich antworten. Gemeinsames llnglück muß da deutsche Voll zu einer Gemeinschaft verbinde»- Ihr Schlesier, zeigt in gemeinsamer Arbeit mit allen D^nt scheu'den Zihrinländern durch die Tai, daß ihr Leber. Stier Leben nnd ihr Schicksal Eurer Schicksal ist. Geh ftibrend voran bei. der Abstattung der Danlessckuld für alles, was die Rbcknlande in der Abstimmungizeit und seither für Euch g Ian habt. Lindert durck» werfiät g öilfe bte Not. Jedes und auch bas geringste Scherf lein ist willkommen.

L Beim Nachtragsetak für das Neichsschahmini- ßerium erhebt «bg. Ersing (Ztr.) Beschwerde krület, daß bei diesem Haushalt im Gegensatz^ kn anderen Ministerien keine Streichung tzer Beamtenstellen hätte vorgenom- «e« werden können, weil durch die Ansprüche Vx Beiahungstruppen der Neichsvermögensver- »altung eine solche Fülle von Arbeit erwachse, daß lie vorhandenen Beamtenstellen nicht mehr aus- «ichkeit. Der Redner schildert« die überlrtcbenen Msprüche der Besatzungstruppen auf Möbel, Klub- Ml, Damenschreibtische. Wein, Sekt. Liköre ufm , -nährend das deutsche Volk nicht einmal mehr für Mac Kranken und Kinder genügend sorgen könne. j»an rnune an die ganze Welt appellieren, daß Wem Wahnsinn endlich ein Ende gemacht werde. ßLclhafrer Beifall.)

| Auch'HM» M»t wird sodann bewilligt.

Rächst? Sitzung Montag den 11. Dezember, mrch- ttags 3 Uhr: Kleinere Vorlagen und Nach'trags- »ts.

,. st. " icvom nicht bekannt ge-

,0rbe ,eL Der ftenvertretenve zweite Bor- ein- Kten Derkammlung Adnan fei zurückge-

mit der Sicherheit vereinbaren läßt, für wünschens« wert.

Der «eue deutsche Reparatkonsplan.

Wie die Blätter mitteilen, wurden gefter« die Besprechungen der Rrichsregierung über die neue« Reparationsvorschläqe fortgesetzt. Endgültige Be» Icklüste wurden nicht gefaßt. DieSoft. Ztq." staubt aber, daß die von den. Reichsminifter Dr. Herme, in seiner gstrigen Rede im Haushalts» ansfchuß des Reichstags erwähnte Zwifchenlöiung darin bestehen könne, daß Deutschland, um Zablun- aen aus das Reparationslonto zu leisten, zunächst eine a«?kändifche Anleihe anfne^me und gleichzeitig eine innere Anleihe in Gold aufleoe. Das Ertrag» nis der Ausländsanleihe solle völlig zu Repara, tionszwecken verwendet werden, wahrend das Er» "ebnis der inneren Anleihe mindestens zum größten Teil der Stabilisierung der Mark diene« solle, durch diese Zwischenlösung würden Frankreich und die anderen Alliierte« erhebliche Zahluuge« vo» Deutschland erhalte«.

Die Anleibegarantie der Induftrke.

B e t ti n , 7. Dez Aus den Kreisen des Reichs- nerbandes der deutschen Industrie erfährt die ..B. 3.: Die Idee einer Anleihe von 20 Mil­liarden Goldmark unter Garantie der Industrie ist fein Vorschlag der deutschen In- dustriei sie geht vielmehr auf einen Gedanken des amerikanischen Senators MacCormick zurück, den et s 3t. hier ausgesprochen und angeregt hat. Cb sich die neuen Vorschläge der deutschen Regie­rung genau in dieser Richtung bewegen, wird bs» zweis-lt werden müsien.

Bedcutjame Aktivität der amerikanische» Votschastcr.

'. "London, 7. Dez. Die bedeutsame Schwen­kung der amtlichen amerikanischen Politik in d« Lichtung einer nun wieder größeren Aktivität in europäischen Fragen wird täglich deutlicher merk­bar. Heute ist eine politisch bedeutsame Zusammen» kunst der drei amerikanischen Botschafter Har» voy (Vonbon), Houghton (Berlin) und F l e t ch o r lBrüssels zu verzeichnen. Es wierb in den poetischen amerikanischen Kreisen ohne wei­teres zugegeben, daß diese Botschafterzusammen» kunst sich auf die Londoner und Brüsseler Repara t i onsberatu ngen bezieht. Man weist hier dabei mit großem Nachdruck auf das sehr interessante Erscheinen des Berliner Botschafters Houghton hin. Es wird daran erinnert, daß Houghton vor seiner Abreise aus Berlin ei«« «in- zehend« Unterredung mit dem Reichskanzler Euno und dem englischen Botschafter b e r» u o o n gehabt hat. Während Houghton dann mit Senator Mac Cormick zur politischen Aus- spro.che nach Paris gereist sei, sei d'Abernoon am gleichen Tage direkt nach London gefahren. Hier­oer ist nun gestern auch Houghton gekommen, und man darf annehmen, daß er sehr wertvolle Infor­mationen aus Paris mitbringt. Man erwartet danach in politisch?« Kreisen Londons eine weitere Entwicklung mit Spannung und wäre nicht über­rascht, wenn der Gang der kommenden Londoner Ministerpräsidentenkonserenz durch neue Vorschläge Eunos, die er Houghton und d'Abernoon schon skiz. ziert haben dürfte, eine neue Wendung erhol», te« würde. Man nimmt an, daß zu irgend einem' Zeitpunkt der Konferenz der eine oder der andere der drei Botschafter oder alle drei als Vertreter der Vereinigten Staaten an den Londoner Bespre­chungen der Ministerpräsidenten teilnehmen merben

Die deutschen Kohlenlieferungen.

B e r l t n, 6. Dyz." lieber die Frage der deut­schen Kohlenlieferungen, über die augenblicklich wieder in Paris verhandelt wird und über die eine Entscheidung täglich zu erwarten ist, erfahren sir von zuständiger Stelle folgendes: Auf Grund be» Iuliprogramms werden von uns gefordert: Mo­natlich 1,6 Millionen Tonnen, 12 000 Tonnen ober», schlesische Kohlen und 20 Prozent des Förderüber», ichusies über 8,3. Infolge der äußerst schwierigen Kohlenlage Deutschlands, die den Alliierten nicht unbekannt ist und die den Mitgliedern der Repa« rationskommisilon bei ihrem kürzlichen Besuche in Berlin noch von sachverständiger Seite ausein­andergesetzt wurde, ist es bisher nur möglich ge­wesen. 1,8 Millionen Tonnen zu liefern. Die Entente besteht augenblicklich immer noch auf der vollen Einhaltung des Iuliprogrammes. obwohl durch den Uebergang eines Teiles der oberschlefi- ichen Bergwerke die Lieferung von 123 000 Tonnen monatüd) nicht mehr in Frage kommen kann. Daß es aber auf die Dauer Deutschland auch nicht mög» lieh sein wird, wie bis jetzt 1,6 Millionen Tonnen noch weiter zu liefern, ist daran» ersichtlich, daß bte,