rnniUtmeter 1X0U -- » <__
«nzeiqen 15.00 Ml. »elxte Spaltenbreite« S7 IfinfÄ >laa. Snät einlaufenbe ober ben Xaum über «*• VUljlM.
fit. 280
In MmsOn zmlttiA-
£rru'j'
L«ie Berweuduna der (Fiimabmtn baden
ihm zusteht, aber volkswirtschaftlich ist es wieviel jemand vom Einkommen für die
Ter flnieiaenoteis beträ it rür ben 9ge|p Zeilenmillimeter 12J» M^lKiern« «. Familien» ansetaen weniger). AmiItMe uno au»m. Ur.;;:™ r:“ ®'.1*!““ ^?«ft»nhreite« enhprertienb. i>e idiioieri em Satt :>n% »untblog. Spät einlaufenbe ober ben Xaum----
*«Seite einnebmenbe flnjeiien werben nadt Per Zertwalienbtette betedmeL Xenamen bie Coi-'-feile 50 btt Mk. Jever Rabatt eilt als Barradatt. Belege werben berechnet. Bei «us'tun't durch bie Eeichäitsit. und Vermittlung ber Angebote 5 Ml. Sonbergebubr.
Die AWlmdrms Milonis.
Die Nachrichten über Frankreichs Verhalten hl der Reparationsfrage werden immer alarmieren» der. Nicht allein, baß es stürmisch von dem neue» Kabinett die Herausgabe der Goldmilliarden fot* dert wird jetzt auch noch auf dem Umwege über die Preise der deutschen Regierung nahe gelegt, bie Kräfte unserer Industrie zu Reparationszwecken zn mobilisieren. Von einem Reparationsplan der 3m dustrie ist bekanntlich zur Zeit der letzten Anwesen» yeit der Reparationskommission in Berlin die Rede gewesen. Das Pariser „Journal" bringt nun detaillierte Mitteilungen, wonach der Abgeordnete Ltresemann damals in einer Besprechung mit Bar- ihou eine Ausländsanleihe von 20 Milliarden für Reparationen und gegebenenfalls noch weitere 20 Milliarden unter Garantie bekannter Erotzindu-- strieller angeboten hatte. Es fei damals betont worden, datz der Reichskanzler Wirth nichts für die Franzosen tun könne, datz vielmehr nur die Industriellen dazu imstande wären. Dazu erklärt Stress» mann, datz bei seiner Besprechung mit Barthou zwar von einer Anleihe mit Garantie der Industrie nicht die Rede gewesen sei. Etresemann lätzt aber die Frage offen, ob nickt andere Unterredungen über diesen Punkt stattgefunden hätten, die sich seiner Kenntnis entziehen.
Was an diesen Nachrichten Wahres ist, mutz einstweilen dahin gestellt bleiben, da Sicheres hierüber nicht vorliegt. Zu denken aber geben sie jedenfalls. Sie beweisen, datz die Franzosen durch die Orientkrise von jeder Rücksichtnahme auf England entlastet, nunmehr mit Riesenschritten zur Erfüllung ihrer rücksichtslosen Pfänderpolitik eilen. Mit schamloser Offenherzigkeit habe jetzt Frankreich feine Pläne bezüglich des Rheinlandes und des Ruhrbezirks arrfgedeckt Und es ift für unsere Stel- !ung am Rhein ein äußerst bedrohliches Zeichen, datz fast gleichzeitig wie die offiziöse Note in Paris herauskam. die auch dem unheilbarsten Träumer bas wahre Antlitz Frankreichs enthüllen mutz, bie Anhänger der Smeets-Bewegung in Bonn eine bedeu- kungsvolle Zusammenkunft veranstaltet haben.
Unsere Lage ist verzweifelter als je. Frankreich hat uns mit feiner Erpresierpolitik dem wirtschaftlichen Ruin ausgeliefert. Nach der ganzen Lage der Dinge mutz gesagt werden, datz es nicht so sehr die inneren Schwierigkeiten find, die uns an ben Rand des Abgrundes getrieben haben. Eewitz sind die Ausgaben die der ganze viel zu umständliche Apparat unseres inneren Staatsbetriebes erfordert, zu groß. Es mutz gespart werden. Die Verwal» tungskoften «äffen bedeutend reduziert werden. Aber sicher ist jedenfalls, datz diese seit langem anerkannten Unzulänglichkeiten doch noch keineswegs an die Wurzel des Uebels rühren. Nicht von um ieren inneren Schwierigkeiten rührt die ungeheuere Belastung des Etats, die alle Versuche einer ord- nungsmätzigen Finanzgebahrung unmöglich macht, sondern in erster Linie schuld daran ist der furchtbare Druck, der durch die Entschädigungsverpflichtungen auf uns ausgeübt wird. Die Summe, die wir für die Leistungen von Sachlieferungen und für die sonstigen Reparationsverpflichtungen einsetzen muffen, sind ein unüberwindliches Hindernis bei den Versuchen, zwischen Einnahmen und Ausgaben eit ' Gleichgewicht herzustellen. Am schlimmsten ist es Dabei mit den Kosten der Rheinlandsbesatzung, die in der Tat dem Moloch des französischen Militarismus in den Rachen geworfen find. Alle deutschen Leistungen werden nutzlos und fast restlos hierdurch aufgezehrt, ohne datz davon etwas für Wiederauf- ''ouimetfe verwendet wird. Systematisch hat durch alle diese Belastungen, die es uns in immer noch steigendem Matze auferlegt, Frankreich auf unseren Zusammenbruch hingearbeitet. Und wie steht es beute dank aller dieser Lasten mit uns? Schon ein kurzer Blick auf Deutschlands finanzielle Verhältnisse mutz oas Trostlose seiner Lage offenbaren.
Seit März dieses Jahres haben wir eine Per- doppelung unserer Schulden zu verzeichnen. Tie schwebende Schuld des Reiches beläuft sich auf nunmehr ca. 800 Milliarden Mark. Der Friedensver» trog erforderte feit dem 1. April nicht weniger als 152 Milliarden Mark und in den letzten Tagen find zu gleichem Zweck nicht weniger als 15 Milliarden ausgegeben worden. Die schwebende Schuld wird täglich um nicht weniger als 10 Milliarden vermehrt. So fteberhaft arbeitet unsere Notenpresse. Die Aufwendungen find nötig für die Beschaffung von Devisen, für Getreide-Käufe, für die Besoldung und dergleichen mehr. Der Taumel geht in immer rasenderer Eile vor sich. Die Ausgaben für bas Auslandsgetreide können nur wieder durch höhere Brotpreise ausgeglichen werden. Das bedingt höbere Löhne, weitere Vermehrung der Zahlungsmittel weiteren Absturz der $iart
«lck uach"c..l Ürner Abg. Bwilscheid (Z.) sich gegen die sofortige Aushebung der Zwangswirtschaft qzisoespro chen hatte, aber auch dem tzausl^sitz znbilligen will, was ibm vmieiy. schließt die Besprech»,!«. Die Ostiuden^aa ter D.utschnationalen wirb »urückoesiellt, da die Sxe'jk- toUfl ftc heute noch nicht beantworten wird.
Der kommumsfifche Antrag auf sofortige Unterbrechung de- Strafverfahrens ggen Map Dölz. bei dessen - Begründung die Abg. Frau Drofi Wolfstein (S.' ; sich darüber beschwert, datz man Max Hölz in Breslau kn die Irrenabteilung geblocht habe, wird gegen die Glimmen Srr Kommunisten abaelebnt.
Im r r Debatte verwies Abg. Feib er (<£©),.) darauf, b.-; cer Amnestieausschuß des Reichstages für ööl» kein Gesuch eingereicht habe. DaS müffle maßgebend fein. — Ei" Vertreter de« Iukst,Ministeriums betont baß auch im Reichstag die gleiche Anträge gestellt sei und daß hort bie Antwort der Reichsregierung, die hierfür »llcin zuständig sei, erfo'gen werde. Im übrigen 6c6r ?ich der Zustand von Max §-ölz gebessert. Er feste , ilübenb ans und strotzend von (Mutibbeü. Die Behandlung müsse also doch mcht fo schlecht fein.
j Ein Antrag des Abg v. K r i e S (Deutschn.) auf Vor- z leaung eines Aussührnngsgesrtzes zur Regelung des Ver- fastrens bei Volksbegehren und V.lksentscheid wird ein« fiimmig angenommen.
Die Besprechung der kbmmunistischen Anfragen über verbot der „Roten Fahntt^, der „Westfäl i- ifchen Arbeiterzeitung" und Beschlagnahme eines jfom tmimfrif d?en Flugblattes wick cbgclehnt, nach- tem von Seiten der Regierung keine Antwort erfo'gt war
Eingegangen ist eine Interpellation der Deutschen Wartei über die Gefahren, rvelche der Volkser- Währung dadurch drohen, daß der Breis für Stickstoffdünger auf das Fünffache über den Breis der fiefretbeümlage gestiegen ist. Die Pattei fordert euer« rische Schrille, nm der Landtvittschaft die Beschaffung ter für eine Höchsternte unbedingt erforderlichen Stick- te-sstüngemittelm.nge zu ermöglichen.
Margen Mittag 12 Uhr: Anträge und Anfragen, bar« tou« «ch die Ostjudenanfrage.
Pie „Dbetbelfiltbe Leitung ernbemt ie<bsmal roöcbentlirh. — Lezugsorei» monatli* 400 Mk. mit ZusteUungsgebühk. Für ausiaürnve Nummern uttolge Streit» ober elementarer Sreigniue lein Erlau. — Vertag von De. L.Hi«erotb. — Srutf »er UntD^®utbbnutetei do« 3ob. Su«. »o*. War" 3 23. - Nernivreider äö. Von- («berftoirto: Rr. 5015 »mt Frankiurr a. Main.
»ben. was nicht gleich. Miete ;c'"
■ein Bestreben fein, wenn ich natürlich dabei auch nicht Winter auf Zustimmung zu rechnen habe.
Nachdem Abg. Mcher lSoz.) zwar anerkannt hatte, das, die Miete bei der allgemeinen Teuerung nicht un- herüstrl bleiben könne, andererseits aber eine ordnungsmäßig: * ’ !.'! schäft forderte, indem die Mieter ein
1922 ,
Die Absichten der franrösi'chen Rem-rnng in de- Reparationsfrage werden jetzt aufgedeckt. Der „Figaro" schreibt, der Gerichtsvollzieher werde diesmal begleitet von dem Kommissar und dem Gendarmen die Pfän- Hungen vorzunehimn Schon feit vielen Monaten habe die Operation durchgesühtt wecken müssen, es fei aber besser, daß man geduldig gewesen sei. Jetzt sei ei aber zu Ende mit dem Lacken über Frankreich und seine Alliierten. — Der „Betit Paris en" weist auf den Ernst bet Stunde hin und schreibt, daß im „Einblick auf die Eventualität trr Bfänderergreifung der Ministervräsi deut, ohne seine Stimme mehr als notwendig »n erheben, dem deutschen Volke eine heilsame W ar - nnngzuteilwerden lasse. Das „Echo de Daris" redet von .^richtigen Entscheidungen, Von denen zum Teil die Zukunft Frankreichs abhänge". Die linksradikale „Eve luniöelle" verweist ans die deutschen Großindustriel- fcn und sagt: „Das Schlimmste für einen Gläubiger ist. wenn et auSgelacht weck. Reichskanzler Cuno bat sich für stark genug gehalten, die Regelung der Zahlungen zu bestimmen. Man hat ihm von Baris aus geentoertet, indem man mit dem Säbel raffelte." Zur Genüge kennzeichnen solche Auslassungen die gegen* wattige StimctoKfl. in Frankreich.
eine MW „Wolkin «*.
Paris, 27. Noo. Die H a v a s - Agentur ver- öfjentlicht eine umfangreiche offiziöse Erklärung auf die vom Wolfs-Büro veröffentlichte Richtigstellung verschiedener Behauptungen des Ministerpräsidenten P o i n r a r £ in der französischen Kammer.
Die Erklärung deschästigt sich in erster Linie mit der Frage der Zahl der deutschen Beam- 1 c n , bie bei ber E i f e n b a h n 1913 740 502 betragen habe, am 1 April 1922 aber 1 020 000. Bei der Post seien 1913 247 ’74 Angestellte b-schäsligt gewesen, 1922 aber 319 250 Diese beiden Beispiele genügten, um die Richtigkeit der deutschen Perteidi- gung zu beweisen. (!) Wenn behauptet werde, datz zahlreiche Beamte b r L a n d e r in den Dienst des Reiches übergetreten seien, io stimme das schlecht mit. den Beobachtungen überein, die in den Berichten des demokratischen Abgeordneten B a r t e l d im Preußischen Landtag enthalten seien Nach diesen Berichten betrage die Zahl der Beamten und Hi.js- arbeiter allein in der preussischen Verwaltung SO2 721 Personen mehr als am 1. April 1914. Außerdem rechtfertige sich die Behauptung, datz Deutschland die Deamtengehälter erhübe ohne gi ichzeitige entsprechende Erhöhung der Steuern, aus den veröffentlichten Zahlen vom Monat Oktober 1922.
Die offiziöse Erklärung beschäftigt sich alsdann mit der Einkommensteuer. Die Zurückhal-i tung an Salären habe tatsächlich vom Monat Apttl bis Monat September einschließlich "20 977 Rllil- Iinnen Mark eingebracht. Aber um die entgangene Einkommensteuer in ihrer Gesamtheit zu würdig n. müffle man feststellen, datz die Eingang auffler Einhaltungen in anderen Einkommenskategorien sich insgesamt nur auf 20 350 Millionen belaufe. Was die Ein- und Ausfuhr betreffe, so sei zu bemerken, daß in diesem Iabr die Kontrolle über die Ausfuhr auf die Erklärungen der Exporteure gegründet gewesen sei, al|o keinerlei Garantie für die Richtigkeit biete. Erst im Laufe des Jahres 1922 feien Vorkehrungen getroffen worden, um Auskunft über die Verkaufspreise der ausgeführten Waren zu erlangen. Avtzerdem habe die deutsche Statistik über den auswärtigen Handel seit dem Kriege es regelmäßig verabsäumt, eine Bilanz zu ziehen. Die ausländischen Finanzsachoerständigcn, die bei der letzten Anwesenheit der Reparationskommission in Berlin die deutsche Regierung befragt hätten, hätten sich über die Handelsbilanz wie folgt ausgesprochen: Unter ben gegenwärtigen Bedingungen fehlen uns die statistischen Nachweise, bie uns gestatten könnten, gewisie Schlüsse zu ziehen. Man bat uns zahlreiche unten fick wechselnde Zahlen übermittelt, und wir zweifeln, datz sie viel Glauben verdienen. Um uns ein Urteil zu bilden, find wir verpflichtet, zu einer anderen Berechnung»- Methode Zuflucht zu nehmen.
Die Note, bie sich noch mit ber Lage der deutschen Industrie und der deutschen Finanzen be- »chästigt. stellt schlietzlich die Behauptung auf, Deutschland habe nicht für 41 Milliarden Eoldmark Zahlungen geleistet, sondern nach ben offiziellen Ziffern der Reparationskommission hätten diese Zahlungen bis 30. April nur die Zahl von 6 957 567 000 Jl erreicht. Hierin fei enthalten bet Wert der abgetretenen deutschen Güter, deren Lasten Deutschland zufallen, was zwar eine Verminderung ber deutschen Aktiven, aber keinesfalls eine Zahlungsanstrengung bedeute. Man müffle aber gerechterweise dem, was Deutschland effektiv geleistet habe, den Wert der beschlagnahmten deutschen Güter in den alliierten Ländern hinzurechnen, ledoch mit der Reserve, datz diese dazu gedient hätten, die auswärtigen Gläubiger ber deutschen Staatsangehörigkeit zu befriedigen, also die Zahlung von Kapitalien erspart hätten, die normalerweise hätte erfolgen müssen. Man müsse ferner die Ausgleichszahlungen in Berücksichtigung ziehen. Aber auch, wenn man dies alles berücksichtige, müffle der Betrag der geleisteten Zahlungen von 4 1 M i I • Narben auf 8 Milliarden herabgesetzt werben.
lieber bie Lage bet deutschen Industrie und bet deutschen Finanzen sagt bie offiziöse Havas-Note, ein Land, bas die Wiederherstellung feines industriellen Materials, bie Vergrößerung feinet Fabriken, die Konstruktion neuer Arbeitsstätten und neuer Wohnhäuser durchführen ließe sowie den Wiederaufbau feiner haudelsslotte und die
Ein bernünitiprr Ausgleich zwischen de« Interessen .. -jermidtr und der Mieter wick imnu-i
PMWn Lmdtai.
18 7. Sitzu ms 6o m 28. Rovember.
Auf der Tagesordnung flehen zunlichsi bie großen An- ftszen der Demokraten und der Deutschnotionalen bttr xkietangelegenheiten. Di: demokratische Anfrage pkndet sich gegen den Erlaß des Dohlkabrtsminislers d«mr 16.6., wonach Zuschläge von über 5 Prozent für Ainsüeigerung, über 60—70 Prozent für laufende Re- Maturen, über 40 Prozent für große Instandsetzungen «ph über 15 Prozent für VenvaltungSkösien nicht ge- pebmiflt werden sollen. Die zweite große Anfrage weu- ’ift sich dageg n, die besleheuden Wohnungs- und Mitten- yfft?, die zum vollständigen Ruin des soliden Hausbr- ßtz?s führten. Die Errichtung bet M'ete'nigu ngömter ebne Berufungsinstanz sei die Quelle steigender Zw etracht Der Reichstag habe daS lang erw-ttete Reichsmicteu- gesch bedauerlicherweise zurückgesttzt.
Abg. Dr. Höpker-Aschoff lDem.f begründet die große Anftage der Demokraten. Der Erlaß der Mini ßers sei durch die Geldenttoettung längst überbolt. ober von richte sich lecker danach noch vielfach in den Magi ftrarsbüros, Instandsetzungen könnte« aus Mangel an Kupital garnicht durchgefühet wecken. Ein Reparatur pschlag von 1000 Prozent sei notwendig Wenn nui:> frage, was der Mieter dabei machen solle, so müsse nun ickenken, daß der Mieter heute, selbst bei lOsachee Gruno- Biete, außerordentlich billig wodue. Es fe« doch nick, selten, daß ein Arbeiter, der früher 2000 Mark Der- jtirnre. jetzt 5000 Mark verdiene.
i Aba Dallmer (Deutsch».) begründet die große Anfrage seiner Partei. Redner bemerkt, daß die Anftag- tereits aus dem Jahve 1920 stamme und das Reichs
1 «ietengesetz ja inzwischen ertasten sei, aber den Bejchwer ten beS soliden Hausbcsitzes sei damit nicht obgebolftn. •n zahlenmäßigen Beispielen sucht Rckner nachznweisen. Wie ungerecht oft die Entscheidungen der Mietein^gungs- truter seien. Die Erbitterung über diese Zustände wecke tzon Tag zu Tag größer. (Beifall rechts.)
Zur Beantwortung der gwßen Anfragen führt Wadtz far,rts«enister Dr. Hirtfiefe<- ans: Seit dem 10.8. ist feine allgemeine Anordnung über die Zuschläge mehr ergangen. Die Anordnung vom Juni ist natürlich überholt. Rach Vereinbarungen mir Mietern unb Vermietern haben wir uns im allgemeinen da bin schlüssig gemacht, daß fortan zugelassen wecken für Zinssteigerung fa 40 Prozent, laufende Instandsetzungen bis 200 unb wents. 300 Prozent, für große Instandsetzungen 150 Bwzent, Berwattungskosten bis 300 Prozent. Daneben besteht die sogenannte Auswandsockming, wonach dir Witter sämtliche Instandsetzungen in der Wohnung tra- l gcn müfsen usw. In Berlin wecken wir aus diese Weis.- j bereits im Dezember auf die mindestens 30fache Grund- : BiEtf kommen. Dazu k.'mmt die erbfibte Wolinungs- teuuckgabe. Ich bin durchaus bereit, dem Hausesitz zu
«IHarburq
Mittworh. Den 29.
Nebelung.
AnlÜiches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg
Anzeiger für (bas früher kurhessifche) Oberhessen
Bergrötzerung seiner Häsen betreib«, könne nicht zu gleicher Zeit von seinem Elend sprechen. Tie zeitweilige Verminderung des Goldwertes der Dividenden könne nickt als em Anzeichen des Ruins der Industric gedeutet werden. Wenn die Ber- fchwenvungssucht eine Verarmung des deutschen Staates und vielleicht der Mehrheit des deutschen Volkes herbeigesührt habe, so habe sich doch andererseits die Lage ber deutschen Industrie erstarkt. Tas seien unbisfutierbate Tatsachen, gegen die keine Dialektik auftommen könne.
Paris. 28. 91 ob. Das amtliche (rommitniaite ül>cr von beut:gen Mtnisterrat besagt: Mtnlsterpriist- bcni Poiucara bot den Mintsterrm Über den Bertaut brr Brratunoen. die gestern im Ettsee statttanden, in Kenntnis gesetzt, über die die ungenauesten Fnforma- lip»en verüffcntiicht worden sind. .Temps" glaubt 6?n sensationellen - Cbaraktcr dieser Mitteilung sest- sretzen zu müllen. Das .Jnrrasigeant" hofft, indem er von ctnem Eommrintaue von der gestrigen Sltzuug ftTrid):, dgtz die AMier'en von Frankreich vorher von leinen Absichten in Kenntnis gesetzt worden seien, damit die Mioei'nngen der Morgenblätter ihnen weniger brüsk und überraschend vorkämen.
Paris. 28. Rov. Die Savasagentur verbreitet über die Sitzung im Einsee -ine Meldung in der eö steisti. ste g'aube zu willen, datz die Regierung stck augenblicklich damit besckättige. d!e PolitU nüber zu erkäumru. die ste inbeziig auf die RevarniionSsrage verfolgen wist, und datz ste einen Aktionsplan vorbe. teile, den Poin ar-' feinen englischen, italienischen ,-nd b--laitcken Kvlieg n wahrscheinlich im Saufe ber Vorbesprechungen zur Brülle er Konferenz zur Rork- fi ie-ung vorfchfagen wirb. Dir frgu-östscke Regierung werde getreu der auf her letzten Londoner Konferenz' von Poinear- aufgeftellten Thefe gewiß nicht eine auch nur tevroeife Entsiinbung Deutfck- r.dti fc'n n Bervfticki^nqen znqcben, wenn eS utchk als gewShnlicher Schuldner einen Gegenwart tze^e brr Tat werde die Befchlagnahme von Plündern den Alliierten unver-stofick Gelder bringen dadurch baS Reich zur Durchführung brs B-r- trags zwingen. Dann werde das Reick danach trachten. bgtz die Ouvotstefen anfgrstosten ro rhen. Die Ausbeutung der StantSgruben im Rubrrrvier solle ins Atme nrfnr-t worden fein. Der italienische und brr belgskche Delegierte feien der Ansicht, datz zu Die- ffm n-iiüintft bet fran'üvfche Borfck'ag ein Mittel e-'-baft'-. nm die Durtbfstbrung der Kohteniieferungeu stchrr'ustellen. Scklietzllck bebauvte» SavaS. datz aud bie brttifche Regierung die Kontrolle der Rnbrari'ben anarnnmmen stabe, frdoch nur für den Fall einer B r- fehlung Deutschlands.
Keine Aktion vvr Januar.
Paris, 28. Nov. Es ist für bie Herrschende allgemeine Nervosität bezeichnenb, bah in ben Hßanbelgängen bet Kammer gestern nachmittag, wie bet „Ecclair" berichtet, bas Gerücht verbreitet wat, ber Dormarsch ins Ruhrgebiet sei schon für heute Rächt geplant. Das ist natürlich völliger Unsinn. Die Morgenblättet heben einmütig hervor, batz die ins Ange gefaßten Maßnahmen erst im Januar zut Ausführung kommen würben.
Poincars hat freie Hand.
Patis, 28. Nov. Die in ber heutigen Motgen- preffle mitgeteilten, vom gestrigen Ministerrat besprochenen Maßnahmen gegen Deutschlanb haben dem ..Echo be Paris" zufolge heute vormittag weiter den Ministerrat beschäftigt. Dem genannten Blatt zufolge sollen die Maßnahmen von dem Ministerrat gebilligt werden, so daß Pcincar<r von jetzt ab von den ihm zur Verfügung gestellten Mitteln Gebrauch machen könne, um die wichtige Entscheidung zu treffen, von der ein großer Teil von Frankreichs Zukunft abhänge, wenn bie Stunbe gekommen fei.