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MerhcMlhe Zeitnn

Zweites Blatt

He^en-Naffau und Na^bargebiete.

6 4778

6418

Berliner Produktenmarkt.

5300-5400

in

Stroh draht^epretzt

Für 100 Mark nmtben gezahlt:

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dir, näher dem seligen Ziele.

heute:

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Mortsetzung folgt.)

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rbe des rbeten.

16000-17000

19500 - 20500

Reo«. Rton. RtML Rron.

H90012006 io ne-lot»«

97.80 Schill.

23S0 Doll.

125.40 «t.

MM 88M 115» 117.80

E» meteen gezahlt für:

Preis« siir 1<W Vfb. ad Station: Kerl iw. km 84. WewewBtt '922.

aller dem Gott

164

en.

Das Geld behalt seinen

Wert. Ma» mich ee mit richtig ««wenden. Das ttkwtt *«x am besten, mn men feine «leider. Slnfen, Sardinen, Strümpfe «sw. mit den weltbe» kühmten^SeUMan«'»Z«rben-, Marke ^nch»r»pl tie 6tetV fetbft färbt «nb dann steht, weich' prachtvollen Erfolg man dnrch die kleine «»»gäbe erzielt hat.

2200-3400

5300 - 5500 5300 - 5500

ruttererdsen Äikerbohne» vielen Wirten

llcn bewahrt

6426

fflhen

vor dem Krieg: 12542 Fr.

59.20 Euld.

Stihinft, sondenr eine Zukunft vor dem Angesickte Pottes. In ihr löfen sich alle Rätsel, schwindet Eckmerz und wandelt sich aller Abschied mit Irdischen Lebe« tn ein freudiges: Näher, mein

3ML1185.

. 2507» ' 1278.- 1710.- .

2 <uoe :

. an. t , 1425. . 0437« !

456

Der Wert der Mark im Auslande. \

JnnrtlMt, bett 24.Weee*6er 1922. I

Nr. 277

Sonnabend, 25. November

KeBelmtg

1922

ivirttich als bitterer Verlust erfahren worden ist, dürfte sa doch kaum, zu ersetzen sein.Aber er spricht »on einer Zukunft, tn der das auf Erden abge­brochene Leben sich forttetzt «nd neue MöMchkelten der Gemeinschaft, die durch den Tod für eine kür,e Epanne Zeit zerrissen worden ist. gewinnt. Die'e Zukunft, die für die Verstorbenen bereits Gegenwart geworden ist. aber «ns anderen eben noch akS Zu- 6mit vor dem geistigen Auge steht, will st» uns dar- Men alS das volltoinmene Ziel, an dem eS nichts «nvolkkommenes. kein Stürttverk mehr gibt. Es wird Oekstet in Schwachheit und wird aufersteben in Kratt: tn diesem apostolischen Worte wird die selige Zu- hilft, auf die der Totensonntag uns weist, zutreffend beschrieben. Es ist eben nicht Irgend eine irdische

0.06 0.25 a^ö 0.01 0.20

... gelbe Seradeila alle

neue krockenlcknihel Runkelrübe« Möhren, rote .. gelbe Mohn lorfmelasse tbleienheu, lose Rleeheu

f 11 m i) f i o ii, Rotergraben 5. Sonntag, morgens P1'» Ubr: Frübstunde. 11 Uhr: Sonftt^osf^iHe.

i MirWstNe MaltaMt.

jk Bo» unferm volkswirtschaftliche» Mitarbeiter.

n Zu der Unsicherheit der außenpolitischen Lage ist ein» mbfluernbe innerpolitische Krisis hinzugeiommen. Es

Aul der vermotteten Plüschdecke des Mitteltisches I leuchtete das weiße Viereck eines Brieses.

I Millenheim fühlte eine schwache Hoffnung in sich I a-rlzucken. Er hatte sich im Laufe dieser lebten drei Wvch-r. auf viele Anzeigen gemeldet Er hatte seine Dienste als Reisebegleiter, Fremdenführer und Pferde- | pstege. angeboten und nur in den seltensten. Fällen überhmipt eine Antwort erhalten.

Er entzündete die Lampe und griff dann mit giütnmben Fingern nach dem Briefe. Der Brief war von seiner Braut. Sie schrieb:

Liebster, ich habe wichtige Nachrichten erhalten, die ich gern mit Dir durchsprechen möchte. Kannst Du mit - morgen gegen elf Uhr beim Kaiser Maximilian criv orten?"

Mellenheim hielt den Brief in der Hand und übcrl'gte mit gerunzÄter Stirn, ob man die Fchrlarte für die Stadtbahn durch eine Fußtour ersparen könnt« oder ob die Abnutzung der S.ieselsohlen den Gewinn w'der wettmachte.

' Er entschloß sich für die Stadtbahn. Seine Sollen wann lnreits bedenklich dünn. Schließlich war es auch gleichgültig, ob man mit seinen dreit tufeib

i stronen eine halbe Stunde früher zu Ende kam oder nicht.

Eine stumpfe Müdigkeit übermannte ihn. Er löschte das Licht, suchte im Dunkeln sein Bett auf und schlief sofort ein. Er träumte; daß er eine lange Allee hinobschritte und Julie einzuholen versuchte, die in ihrem schwarzen Trauerweide am anderen Ende der AU-e vor ihm h-rging. Er rief, daß sie stehen bleiben möchte' ober sie ging unbeirrt weiter; ohne ihn zu hören. Er hegann zu laufen und fühlte eine wachsende Angst, daß Julie ihm entgleiten könnte; Endlich erreichte ei sie. Sie wandte ihm das Gesicht zu, und er erkannte in einem hilflosen Schrecken, der seinen Herzschlag stockend machte; daß «S gar nicht Julie 'war. Es war eine fremde Frau, die er nie zuvor gesthrn Hütte. Sie lächelte ihm Pt ttud fügte mit ge- dänOrr Stimmer . - ---------

Aber man konnte inzwischen ein Stückchen durch den j 9 Park wandern und wie ein harmloser Rentenempsliger 11 die Segnungen der Herbstsonne genießen. 11

Mellenheim stieg langsam die leere Maxingstraße 11 iinauf. Die gelben, niö»eigen Häuschen lagen still l l hinter ihren Hecken, die langsam entblätterten. Leber!» de« Haustüren hielten wohlbeleibte Putten Blumen-!» kränzt mit verwitterten Jahreszahlen tu der Mitte. !A

Vupinen blaue 15090-16500

16500-16000

, Der dem Gedächtnis an die Verstorbenen geweihte eonnnw am Ende de» »ttcheniabre» ist von einer ^pcnontaen Stimmung umwoben, der stch so leicht niemand entzteven kann. Es müßte schon ein ganz rover Mensch kein, dem der rückwärts, tn die Er- tnneruna an vergangene Zelten wettende Finger die- $e4 GedächinlStages nicht das Herz rühren ward-, er doch in unserer Erinnerung manches auf- ße»gen und aufs neue Wehmütige Gestalt gewinnen, W«S einst unser glücklicher Besitz war, aber dann ein- t»al uns für alle Erdenzeit genommen wurde, ebne dad unser Her, davon lassen könnte. Es ist nicht ,n fällig, daß dieser Gedächtntstag sich In der ebene e't

, sweil Kirche Deutschlands gerade im Anschluß an'die Opferreichen Kriegsjahre der napoleonischen Zeit all uiäbiich als kirchlicher Feiertag durchgeletzt bat. Die M>mer;ltchen Verluste, die diese Jabre vielen dent- schen Familien gebracht vatten, mutzten ia das Be dürsnis nach einem solchen Tage Wecken, an dem man 'tn stiller Besinnung wieder einmal znrückdenken und |K6 vergegenwärtigen konnte, was man unter der un­erbittlich mähenden Sichel des Todes auf den Schlach! Geldern verloren, dem Vaterlande geopfert tz*tte. Ist dieses Bedürfnis nickt unter uns nach den SoOten des Weltkrieges tn gleicher Weise lebendig? Die allenthalben erstehenden Denkmäler für vte - Clfer des Krieges sind Zeugen dieses Bedürfnisses, Wan will, man kann dieientgen, die leiblich aus un (erer Mttte gerissen sind, dock nicht aus den Augen verlieren. Das. steinerne Denkmal soll däS dankbare Mcdäckmls wach erhalten, soll die Größe unseres Verlustes uns ständig vor Augen stellen. Gleichen Dienst erweist uns der iährlich wiederkebrende Ge dächtnissonntag. Was im Trubel der alltäglichen Geschäfte oft In Gefahr gerät, uns zu entschwinden, die lebendige Erinnerung an die Persönlichkeiten, die einst uns auf unserem Lebenswege begleiteten, aber jetzt von uns geschieden sind, dringt an diesem Tage Wer die $tlu?t der dazwischen liegenden Zeit macht-1 voll ein und nimmt unser Sinnen gefangen. Aber zücht in Wehmut allein und nachtranerndem Schmerze | soll es sich gefangen nehmen lasten. Das dankbare Gedächtnis an die Menschen, die uns einst nahe ge­standen haben und von uns gegangen sind, soll viel­mehr eine Quelle der Kraft und >e8 Segens für un-1 fere Gegenwart werden. Ihr Vermächtnis soll uns | rin Ansporn werden, tn ihrem Sinne weiter zu bauen »nd den Weg, den sie uns gewiesen haben, auch ohne Wre Begleitung zu geben. In diesem Sinne ist fa fedes Denkmal an Verstorbene, auch jeder den Opfern des Weltkrieges geweihte Stein, ein Vermächtnis an I ,tas lebende Geschlecht, und ohne dieses Vermächtnis für die Gegenwart hätte die in die Vergangenheit stch, versenkende Erinnerung für uns nur einen geringen Wert. Jndesten lebt der Totensonntag überhaupt I »ich! nur von der Erinnerung tut die Vergangenheit »n» ihrer unmittelbaren Wirkung auf die Gegenwart, tr weist zugleich mit einem denMch erhobenen Finoer | in die Zukunft. Nicht in irgend eine irdische Zu- tzntft. für die et etwa neues Glück oder Ersatz für er- l «Hielte Verluste in Aussicht stellen könnte. Was

I ist unzioeifelbar, daß Industrie 11:13 Handel der lieber I nähme des Kanzleramtes dnrck einen praktisch erfahrenen I Wirtschaftsführer, wie den Generaldirektor der Ham ! burg-Amerika-Linir Cuno, mit großen Erwartungen ent- I gegensehen. Aehnlich scheint auch oie Stimmung beS I Auslandes, besonders Amerikas, zu fein. Der Dollar- I stand ist daher auch ein auffallend niedriger. Er schwank!: 1 während der ganzen langwierigen Kabinettsbildung zwi- I lÄn 6000 und 7000, näherte sich aber beim Zustande- I ommen des Kabinetts Cuno immer mehr dieser unteren I Grenze. Bemerkenswert ist auch, daß der Dollarrück I gang diesmal aus den Effektenmärkten keine wesentliche Abschwächung der Kurse hervorgebracht hat. Während wir bisher an ein Zusammenfällen steigender Devisen­kurse mit steigenden Eftektcnkursen und umgekehrt ge- Iwöhnt waren, und nicht selten bei steigenden Devisen­kursen sogar fallende Effettcnkurs.- erlebt haben, haben wir in bei letzten Woche b-i fallenden Devisen steigende Effek-

I ienkurse beobachten können, eure ziemlich ungewohuke I Erscheinung. Allerdings dürfen wir nickt vergessen, daß I hierbei Hoffnungen aus eine günstigere Entwickelung der I innerpolitischrn und damit in Zukunft auch der außen- politischen Lage entscheidend mitgewirkt haben. Nur

I wenn sich diese Hoffnungen auch erfüllen, können wir mit nnem Andamrn dieser günstigen Geschäfts- und BSrstn-

| tage rechnen. Denn «in kaufmännisch betrachtet ist I diese WirtschastSkonjunkkur in D utschland zur Zeit kei- | ncswegs unbedenklich. In verschiedenen Jndustriezw i- | llsn wird über fühlbaren Absatzrückgang geklagt Das I gilt z. B filr die Eisen- und Stahlwarenindustrie. Im 1 Inland ist der Absatz infolge der starken Verteuerung | der Erzeugnisse zurück gegangen und im Auslandsgeschäft I macht sich aus dem gleichen Grunde die englisch-amcr:- kllanische Konkurrenz erfolgreich geltend. Man hat des­halb an einzelnen Stellen bereits zu Arbeitsverkürzungen schreiten müssen. Aehnliche Verhältnisse sind in der Aittomobilindustri: und anderswo sestgcstellt worden. In der Textilindustrie werden die etwas billigeren Dwisen reichlich ausgeglichen durch Preisste gerungen der Roh­baumwolle auf den Weltmärkten. Auch hier läßt daher das Geschäft stark nach und die Spinnereien wie die Webe- r-vn beginnen Arbeftseinschränkungen vor-unehmen.

Hierzu kommt dann die mit dem Steigen der Bremse immer empfindlicher fühlbare Ged- und Kreditnot. T o Ansprüche an den Kapitalmarkt wachsen ins Nngemesftne. Man erwartet bereits eine weitere Heraufsetzung'des Reichsbanst>iskvnts, also weitere Geldentwertung Die Inanspruchnahme der Rcichsbank ist überaus stark. Da diese tn der letzten Woche außerdem tmeb-er für f\5 Mil­liarden Mark neue Banknoten in den Berkebr aebrackt hat. ist der Umlauf an paviernen Zahlungsmitteln nur nunmehr 5S6 Milliarden Mark gestiegen. Die schwebend' Schuld des Reiches ist ebenfalls wieder, von 601 auf 66 t Milliarden Mark vermehrt worden. Hiervon sind fast 23 Milliarden Mark innerhalb der ersten 10 November­tage zur Anschauung anslänbischer Zahlungsmittel für die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen aus dem Feindesvortrage verwendet worben. Ferner baden die

Getreideansiäufe int Ausland, die Fehlbeträge der Reicks- eisenbahn. die Erhöhung der Beamtenbesoldungen, erhb- liche Mehrausgaben des Reiches verursacht. Trotz der geringen Eingänge an Umlagegetreide ist die Brsorgune mit Brotgetreide, wie es heißt, bis Anfang Febru tr sichergcstellt. Das scheint aber hauptsächlich durch Aus- landseinkäufe erzielt worden zu sein, denn bezüglich der Ablieferung des Inlandsgetteides hegt die Reicksgetreide- stelle. ernste Besorgnisle. Das ganze Umlageversahreri erweist sich offenbar wieder als ein Fehlschlag. Glück­licherweise war dafür die Kartoffelernte überaus r-ich- 'ich. Sie wird jetzt auf das Eineinhalbfache des vor­jährigen Ertrages g-schStzt.

Als die Retchsregterung kürzlich währe ich der Stoch'- lisierungsverbandlnngen mit den ausländischen Sach­verständigen Veranlassung nahm, die Ursachen der starken Passivität unserer Handelsbilanz nochzvvrüfen, stellte sich heraus, daß dabei die Notwendigkeit der Ein-ührno.' englischer Kohle wegen der zu hohen Koblenliefernng-v an Frankreich eine überaus wichtige Rolle sp'elen Mein die Reichsoisenbahnverwaltttng gibt monatlich 8 Milliar­den Mark für den B-zng englischer SoHe auS. Schon ,m September haben wir für 20^/, Millionen Goldmari Kolken eingeführt. Frankreich, das durchaus nicht ar.

SckersHausen. 3Uhr: Gedächtnisfeier aus dem I Wetten

Friedhöfe. . .. - ß 'llonaen ______ _____

Im Elisa heil,Haus und ynlien stift von 47 Uh' | "000-11.100

-nngsr-menveteim 1200..-1N00

.R e f_nJLm, Jt. U ittbr r t Ste.xJht.- 10-Ubr | «ui» §4400is«>l!

10250-18750 145O0- 16000 6200-6400

20000-20100

Nachm. 4Uhr: Jungftauenstunde. Ab nds 8V- Uhr:!

Versammlung. Montag, abends 8*/s Uhr: Chor-1 in stunde. Mittwoch, abends 8*/t Uhr: Jungfrauen-1 Zürich stunde. Freitag, abends 8'/, Ubr: Bib-lstunde. Amsterdam selbst, evanp'lutb. Gemeinde. Nikokaistc. 1.1 c?*2?:?£***

Sonntag. 26. Nov., vorm. 10 Uhr: Gottesdienst. | nut* LandeSkirchl. Gemeinschaft S»a tburfl-Sßb. j V««g

Sckwanallee 51. Sonncag, vorm. 8 Ubr: Morgen-1 -

andacht. 10'/, Uhr: Sonnlagsschule. Nachm. 4»';

' (Nachdruck verboten.)

I Die Abenteuev des Grafen Mellenheim.

Roman von Gertrud v. Brockdorff, krpurighk by August Scherl G. m. 6. H..Berlin

' 1928.

5. Fortsetzung.

Ec trat in fein Hans und stieg die schmale, von »ielen Fußtritten befleckt« Treppe hinaus. Es wohn­ten Dirnen und Artisten, steilungslose Kaufleute und kommunistisch« Arbeiterführer in diesem Hause; in dem es beständig nach Sapirituojeu, Moschus und ver itannien Haaren roch. Mettenheim mußte an vielen t Türen vorüber^ die Visitenkarten trugen. Es setzte - >ihn immer von neuem in Erstaunen, daß «r in drei ^Wochen seines Aufenthaltes in Wien noch keinem feiner Mitbewohner zu Gesicht bekommen chati«; Alle Hefe Leute schienen tagsüber zu schlafen und erst mit dem Einbruch der Dunkelheit irgendeine unöetanntc tznd geheimnisvolle Tätigkeit zu entfallen. Man t itnirßt- sich hüten, die Achseln über sie zu zucken! 1 jfcet konnte wissen, wie lange es noch dauern würde, . bis man selbst zu ihnen gehörte?

i Er blieb vor seiner Zimmerlür stehen und suchte Aach dem Schlüssel. Es war ungefähr die einzige Tür j r in bxfem Hause, die keine Visitenkarte oder irgendein j Namensschild trug. Es machte den Einbruch als ob j l die T ür sich ihres Bewohners schämte. An einem k Seittueingang befand sich ein Schild, auf dem Frau

8nni Näglein sich als Friseuse empfahl. Meli'rnheim I itrat mit dem Schritt eines Kranken in das Zimmer, 'das noch den verstaubten Polstermöbeln der korpu-I i,toten Frau Näglein roch und von den grauen! ikchatten bet Dämmerung verhängt war. Er fühlte i l®» brennendes Bedürfnis nach Licht und zögette I ^och, die Lampe anzuzünden, well jede Biertelstunde Mr Hrlligkeft unerschwingliche Kosten verursachte. |

Dreitausend Kronen!" dachte I

pünktlich- Einrvekbung der Geden''->fol für bi? Ge-!

fallcns'n? P^rrer Eisenberg und Pfarrer Sie. 1

ort (Kirchcnchor.) 5 Uhr: Der Gottesdienst källt -

auS . ' /i - lliibtetz

! 1 k 0 n i sie n M u t t e rba u s Hebron. Wehrda ! ^elnlatzt

Sonntag, vorm. 9 Mr: Gottesdienst, Misswnar Eckatt | Dillan. Vollrel, -

K-o idol-scke Kirch e. >/,7 Mk: Hl. Messe. V.81 itatfofeln 7500-7700 Ubr1 Frühmesse mit Predigt, Gemeinsck. Kommunion l =pebeerb|e«, Siftoria« des Mütterverttns. */,1O Uhr: Hochamt mit Prediift. 1

11 Ubr: Akademischer Gottesdienst. 2U6r; Christen-1 s»tlle«b1.nelnete20000-2(l100 lehre und Andacht.

Dreitausend Kronen!" ? flern und letzte; späte Reseden blühten In be*

, Wer bist bu?" woll e Me^lenheim fragen und I Gärten. 1

üWw, das. seine Stimme wie festgeftowr in seinem I Mellenheim ging bis zum Friedhof« und setzte sich ricu men haftete. I aus ein* weiße Bank, di« verlassen zwischen Gräber*

Jr. diesem Augenblick erwachte er. Se,n .Herz! stand. Auf einem frisch aufgeworfenen Grabe vor ihm schulg laut und hastig. Di- Sonne schien, mb vor I 'aff ein Kranz aus schwarzem Draht und weißen ÄlaS- den Fenstern stand der Himmel flimmerblau wie im j Putt«, ein rührender altmodischer Kranz, bei dessen Frühling. I Anblick man die zitternden Frauenhände vor stch zn

Was für ein seltsamer Traum!" dachte er »nd I W/h glaubt«, die ihn gebunden hatten. Mellenhe'.m lauscht», auf das Klopfen seines Herzens. Dann fiel! betrachtete ihn lang«, bis die Perlen vor seinen Auge* ihm «in. daß er heute nach Hietzing hinaus müßte. I u verschwimmen begannen und zu weißen Blumen Er stand auf und kleidete sich an. In einem der un* I Wi rken. Seine Augen schmerzten. Er fuhr sich mit tew:i Stockwerke sang eine hohe, trrmolierende Frauen-1 brr Hand üb*r be S^rn und bl'ckte verwirrt nm sich, iimm» ein italienisches Lied. I Ein« lange Reihe schmale^ brauner Hügel streckt«

Mellenheim hörte zu. ohne di« einzelnen Worte M ?td> vor ihm. Halbwelke Kränze dufteten. In einigen Liebes zu verstehen. Seine mutlose Stimmung vom! ^cr steckten etwa fußbreit«, rohgefügke Holz- Vercbend war verflogen. Die Sonne schien, und das | ^rtu$e-

Leben war tote eine schöne Frau, die nur daraus I Mellenheim begriff, daß er inmitten von Kinder- wartete erobert zu werden. I gröber« faß. Die Wiener Kinder starben in dieser

E; fuhr mit der Äadtbahn nach Hietzing hinaus rasch und laittlo^ «iellncht daß die Zukunft . und toonberte fröhlich über den Kirchplatz, auf dem Der X % '

Kaiser Maximilian von Mexiko regungÄ in der I «nd un-rsattlichst« Kampf «fl entbranxte- - | blinkenden Herbstsonne stand. 1 Mcklenheim staill» auf. Seine Gestalt straffte stch. ,

<y , ., , m . | »Morgen abend werde ich irgendeinen Beruf

3u*le- w°rn°chMellenheim warf einen <;aber/., pacht« er.Morgen abend werd« ich Ml-l> Mick au, bte billige silberne Uhr, die er vor ein paar Straßenkehrer sein -« Sein Ges öft

®eXn ttUe ^-rdc Larl und energisch, »rot und Arbeit! Bick

° f°ns Minuten vor halb elf. Julie würde erst tu ums Arbeit! ALes andere war gleichgültig.

e.ner halben Stunde kommen. Er war auch nicht gkug zwischen den Gräbern entlang und strich

» rf,Vt,0J mifzustören. Das alle ?tau- L «oäeigehdn über die Rind« einer Trauerwett? yr? ^"^sha t der tottfiortenm Öwe. bie tau^ jnfftfl war. wie die Haut sehr alt x

t«-.£ auflöste, besaß altfüngftrlkche Eigentümlichkeiten, I 1 * 1

mit denen gerechnet werden mußte;

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18111 egbaree

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ist bofj Aufkäufer f.'ettla am Werk sind und sick mit Bretten überstürzen, während die Landlente ihre kost bare Ware fo lanpc wie möglich behalten, denn die Gänse hohen eine sehr imttae Bezi-huna zum Dollar. Zwar sind sie auf der Börse nlchi zu gebrauchen, umso stärker ist Ihr Abnunosvermöoen nach den I «entlMcr ItniMiMMt-----------*

valutastarken Ländern bin. Dw Elicken Besitzer 7 .7. . ....

nod> lebender Gänse sollen sich tn ackt nehmen, paß | Rotfällt von xrttaa« 18 Ubr bis 9nU| stütz

sie nicht eines schönen Tages davonsllegen. I 7 alt.)

Am 88. Mn,.: Prof. Jusii, »llhelmstr. 88; «r. «,lfk.

- - - Bahnhofstraße 15. *

. Kirchliche Nachrichten. - . \ 8*»«»titn*«t «9«,

; F'ÖÄS -E.

aus. I Born 25. Nov. bts 1. De,.: Einh,rnap»tb«ke. \

Elisabs thkirche. 10 Uhr: Pfai-rer Metz. 11*.',.

Uhr: Fugei'bgottesbc-nft. 2 Ubr: fällt aus. , In Bber. Kircken K->ll-kte für bedürftige Hinterbk'e- der im Krj-ge Gefallenen.

Koblennot leidet, muß unter diesen Umständen feine An-1 Ubr Iunasrauenm>^n ..

l^ucke auf deutsche Kohlculieferungen erheblich zurück-1 Uhr: Evangelisalion. Monwa ^ nackm ' lckrauben, und zwar im eigenen Interesse, denn fo ein I Frauen »'ibelstunde ot,1 «

erheblicher Bezug englischer Kohl«, wie et jetzt in SStanb K

Deutschland nötig ist, muß die deulsche Zablungsbilan» | woch. abends 8 ® Ubr^Iuna^än^er

^lkg ruinieren und schließt daher jede Wiederberstrl- firrritae. nbe5>8 8*/. Ubr- eMMefflnnkj

I tag. borm. 9,30 Uhr: Predigt und Abendmahl. gupdM

tntenbent Jahnke. Nachm. 2 Uhr: Suaenbwtfitm* l«ng, Vortrag von Suv. Jahnke. Mittwoch. 8M Uhr: «ibelstundt. Freitag, 8 Uhr: Frauenverein.

Elckenzell, 22. Rov. Eine hiesige SOtaOrioe. | irdlge Einwohnerin ist tn atttve Resistenz gegen die! ^"""tas-dotm 10 Uhr; abends 8 Uhetz

Mietersmutzverordmmaen «Inpftreten. Well sie einen! abends 8'/, Uhr Dte Kapelle ist geheizt,

ihr nick, genehmen MlNer auf Einschreiten deS Mtet-j ^""stengtmeinbe. Elisabeihstt. S. Hinterhan«. einsgungSamies bin im Haufe bebalten muhte, schlug s Don «tag, 10 Ubr: Sonnlagsschule. Nachm. 3 Nhkt

fie ben Sohn des Mieters blutig. Der Vater, der | Gottesdienst Mittwoch. 81/* Uhr: Gebetstunbe.

|bintu kam. wurde mit einem Knüppel derart zuge I Evangel. Gemeinschaft. Frankftirterstraße 8 (ttg riebet, daß er sofort ürztlicke Httfe in Anspruchs grauen Hau»). Jeden Freitag 8Uhr abends: $et«

nehmen mußte. , I sammlung. |

**- I Verein igung christlicher Eisenbahner nutz

Mitteilungen aus dem Leserkreise. LLt"''u

Unter dieser Rubrik veröksentlicht Vie Storiftleitunp |®tr*fi'fi<6er Verein innget 1 ner. Roter» Stimmen au? dem Leserkreis. Für Vie hierin ansge- s graben 5. Sonntag, ll1/« Uhr: Choralblasen *uf bet* 'vrockeuen Ansickien und Tendenzen übernimmt die | Z" o?/ WbenbJ V-9 Uhr: Bibelstunde. Dien-»

^cknktteftung (außer der preßgesetzlichen» keines tag. 8Uhr: Gesangs- und Posaunenstunde. Donners»

Verantwortung, biete bleib, vielmehr dem Ein- | «»- ^9 Uhr: Bibelstunde. Samstag, lA9 Uhr: So-

. Q'iher scherlafken | betstunde.

Es ist zwar keine Fraae von westbewegender Be-1 ® *'L\ ®eJetK Ju Mädchen. Jnllenstist, deuiiing, denn jeder Mensck kann ohne Gans fertig s «onntag, 84 Uhr: Konfirmanden. 47 Uhr:

werden, aber es bleibt dock immerhin merkwürdia, s Mtnt Gruppe. Dienstag, 8 Uhr: Berein-stunde.

daß man hier in Marburg kaum lewals einen Land-s Donnerstag 8 Uhr: Chorstunde, belnohner triff,, der eine Gans verkaufen will, und Kirckl. Verein innaer Männer Wartburg wenn man zufällig auf ein Dorf kommt, stell, man s PbilivvshauS. UniversitätSstraße. Dienstag, abends Vr9 Uhr: Vortrag von Herrn Missionar Beck man* tm Landgrafenhaus. Freitag, 8 Ubr: Heimabend. M'ttwcch. nachm. 35 Uhr: Knabenabteilung. Don­nerstag. nackm. 5*/$7 Uhr: Konfirmanden.