Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg
Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen
Marburg
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-lebeluug.
Das neue Kabinett
Hochachtung Ihr sehr ergebener
Ebert.
Ab». Bitte ^schieht. werde»
ix die Hönde von Ausländern übergeht. Der Staat muß
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r (Deutsche): Wenn nicht bald etwas wir es erleben, Satz diese Kulturstätte
mtntS in der der irische Vertrag gebilligt null und nichtig, die sogenannte vorläufige stelle eine ungesetzliche Körverschaft dar und des Aufruhrs gegen die Republik schuldig.
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Par:?. 21. Nov. Aus Mudania wird gemeldet; Es wird bestä.igt, daß der Sih der Nationalversamn» lnng nach Kvnia verlegt werden feil. ____
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Berlt« , 22. Nov. Der ReichsprSsident hat an den Reichskanzler Dr. Wirth bei dessen Ausscheiden aus dem Reichskanzleramt folgendes Schreiben gerichtet:
Sehr verehrter Herr Reichskanzler!
Die politische Lage hat Eie veranlaßt, die Enthebung von Ihren Aemtern nachzusuchen. Wenn ich Ihrem Wunsche mit dem beigefügten Erlasse entspreche, so tu« ich es im Gefühle aufrichtigen Bedauerns über Ihr Scheiden und in dankbarer Anerkennung Ihrer Verdienste um das Reich. Eie haben, in parlamentarischer Tätigkeit und als Finanzminister unseres gemeinsamen Heimatlandes bewährt, in schwerer Zeit als Reichsminister der Finanzen und dann als Reichskanzler dem Dater- lande große Dienste geleistet und an der Spitze der Regierung zielbewufft und tatkräftig die innere und äußere Politik des Reiches geleitet. Ernst« Stunden. die an Ihre Entschlossenheit und Umsicht die höchsten Anforderungen bellten, blieben Ihnen nicht erspart. Das deutsch« Volk wird Ihnen für das. was Sie ihm in diesen Jahren mühsamen und entsagensreichen Wied«raufbaues gewesen, Dank wisien Ich drücke die zuversichtliche Hoffnung aus, daß Ihre Arbeitsfreudigkeit und politischen Gaben auch weiterhin ein reiches Feld der Betätigung finden mögen und bin mit der Bersicherung ausgezeichnetster
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rte „DbetbeUiiibe Zeitung etitbeint letbemal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 185 Mk. mit Zustellungkgebiihc. Für ausialier.se Nummern infolge Erteil» ooer elementarer Greigniiie tem Ertatz. — Bet lag non Dr. L. Hisetata. — Ttutf ber L«iv.-Buckvruckerei non 3ob. Sna. Kock. Mar'- 2123. — Rernicretber 55, Poü- ILe<Nonto: Rr. 5015 8mt sirank-urr a. Main.
Cuno zum Kanzler ernannt.
Berlin, 22. Rov. Der Reichspräsident hat Aftern in sväter Abendstunde die Ernennung des Geheimrats Euno zum Reichskanzler vollzogen.
Berlin, 22. Rov. Die Minifterliste ist fei» oende:
Reicksjuftizminifter: Dr. Heinze, Mitglied des
Reichstages.
Reichswirtschaftsminister: Becker» Hessen, Mitglied des Reichstages.
Neichsarbeit^-minister: Dr. Brauns, Mitglied des Reichstages.
Reickwminiftet für Ernährung und Landwirtschaft: Dr. Muller, Bonn.
Reichsfinanzminister: Dr. Herme«.
Rekchsfchatzmknister: Dr. A l b e r t. Etaatsfekr. z. D. Reichswebrminister: Dr. Gehler.
Reichsverkebrsminister; Grüner.
Rcichspostminister; Stiegt, Staatssekretär der
Abteilung München des Reichspostministeriums.
Berlin, 23. Nov. Zum Reichsminister des Auswärtigen ist der bisherige Gesandte in Kopenhagen, v. Rofenberg, ernannt worden.
Berlin, 23. Nov. Der Reichspräsident hat zum Staatssekretär in der Reichskavz'ei das Mitglied des Reichstages und bayerischen Staats- minister a D. Dr. Hamm ernannt. Der Staatssekretär im Reichswirtschaftsministerium. Profesior Dr. Hirich. ist antragsgemäß in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden.
B e r 1 i n, 22. Rov. T«r Ehef der Reichskanzlei, Staatssekretär Dr. Hemmer, und der Chef der Presieabteilung der Reichsregierung. Ministerialdirektor Oskar Müller, haben dem Reichskanzler Dr. Cuno bei desien Amtsantritt ihr Amt zur Verfügung gestellt. Der Reichskanzler hat nach einer Aussprach? unter Anerkennung der dargeleg- t?« <5y‘»nbe die Gesuche um Enthebung von den Äemven angenommen.
Widerspruch der »vorwärts" gegen die Minister» liste.
B e r l i n, 22. Rov. Zur Ernennung des volksparteilichen Abgeordneten Dr. S eif er - Hess en zum Reichswirtschaftsminister schreibt der ..Norm." u. a.: Das ist das stärkste Stück der neuen Ministerliste. denn Herr Becker-Hesien auf diesem Platz bedeutet die Auslieferung des so ungeheuer wichtigen Amts an rein kapitalistische Einflüsse. Es ist vor- auszulehen, daß der Kampf zwischen der neuen Regierung und der Sozialdemokratie im Reichswirt- ichaftsamt und seiner Führung durch Herrn Becker- Hesien seinen Brennpunkt finden wird, ist doch Herr Becker-Hesien der Mann, der s. Zt. offen erklärte, bei der Schaffung der Zwangsanleihe nur zu dem Zweck mitgewirkt zu haben, um die kapitalistischen Interesien wahrzunehmen. Voraussichtlich wird sich die Belastung auf der 'Rechten durch Herrn Becker- Hesien bald als so stark erweisen, daß die Verbindung nach links zerreißen wird.
Die Zeremonie ist auf Freitag festgesetzt worden. Sh findet tat alten Serail statt.
London, 2L Nov. Wie aus Kairo gemttbd wird, sind die beiden liberalen Führer, auf bi« kürzlich ein Attentat unternommee worden watz ihren Verletzungen erlege«.
London, 21. Nov. Rach einer „TimeS"Mev düng au- Athen ist der vormalige Minister Su» narit em TypbuS erkrankt: er mußte aus de» iSk-Sngni» ins Krankenhaus gebracht werden. D«, Prozeß gegen die anderen vormaligen Minister Wirtz weitergejührt.
Regierungskrise in Athen., !
Paris. 21. 9.'dl. Aus Achen wird telegraphier!! Ti» Zeitungen melden, daß eine Ministerkrise wcho» scheinlich geworden fei. Eine weitere Meldung autz Athen besagt, daß die griechische Regierung der ften- zöisschen Regierung ihren Dank ausgesprochen bat für die so erfolgreiche französische Intervention bei de« Rückzug der griechischen Truppen aus Thrazien.
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Tie italienischen Forderungen sollen noch im Laufe b-s heutigen Tages von Sachverständigen geprüft werben.
P ar tS, 21. Nov. Ter Sonderberichterstatter der „Ere nouteile" in Lausanne meldet, ei sei sehr wahrscheinlich, daß man in Lausanne die Repara- tionLfrage besprechen werde. Einer der stalieni- schen Delegierten. der Spezialist in dieser Frage sei. sei in Lausanne angekommen. Man spreche davon, Jtali'N habe die Absicht, eine Erhöhung des ihm in bar zngesprochenen Anteils von 10 Prozent zu verlang«..
P a r i s, 21. Nov. Nach einer Havasmeldung aus Konstantinopel bat Mnstapha Kemal Pascha im Namen der Nationalversammlung von Angoe-r an den neuen Kalifen ein Telegramm gerichtet, in dem es h ißt- „Tie Nationalversammlung hat einstimmig di- Absetzung Mehemed IV. ausgesprochen, der sich mit der Absicht des Feindes einverstanden erllLrr hat, bk Gemeinschaft der Muselmanen durch die Aufgabe deS Kalifensitzes, die Flucht auf eng'isches Schiff und die Erbitlnng fremden Schutzes zu zerstören." Tat Telegramm fügt hinzu: ,Lch habe die Ehre, Sie davon in Kenntnis zu setzen, daß die Nationalversammlung von Angora, Sie einstimmig zur hohen Würde des Kalifen gewählt hat. Ihre Wahi ist zur Kenntnis der muselmanischen Welt und deS türkischen Volkes gebracht worden. Ich bitte den Allmächtigen, daß er Sie eine Quelle der Wohlfahrt und Güte für die islamische Wttt sein lassen möge."
P ariS, 22. Nov. Nach einer Havasmeldung verlautet aus Konstantinopel, daß sämtliche Mitglieder der Dynastie OSman und dir hecoorngendste, Perförlichkeittn von KoustantinLpel gestern zum Dolma Bagtsche-Palast begaben, wo der neue Kalif Abdul Med schid residiert, um ihm ihre Glückwünsche dar- zubringen. In einem offiziellen Sommunioue vom neuen Kalifen «Q von »Seiner Hoheit" ge- sprachen, während der Titel .^kaiserliche Mriest St" sortgefellen tfk ES sollen 15 Mitglieder der Ratio- n derrfammlnng von Angora zur EinsetzunSzeremonie eintreffen, bei der die heutigen Rrliguien des Prs- phrttr. dtzl WM d«S MM Lalije» übergeben werden
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Milttt fionblao.
102. Sitzung vom 21. November.
* Auf der Tagesordnung steht zunächst der Urantrag bei Deutschen Bolkspartei über die besondere Belastung der Stettiner Schiffahrt durch Schifiahrtsabgaben.
bAg. Münchmetzer (D. Vpt.) verweist in der Ergründung auf die ungünstige Belastung Stettins und h« übrigen preußischen Hüten gegenüber anderen deutschen Höfen hin. Rach oem Gesetz über die Verreich- Mung der Wasstastraßen dürfe kein deutscher Seehafen ter einem anderen bevorzugt werden. Redner verlangt Hie Begradigung und Vertiefung auf neun Meter für die Büsserstraße Berlin—Swinemünde und zwar ohne Ga- letttie der kaufmännischen Korporationen, ferner Gleichstellung der Schifsabrtsabgaben auf der Eüe bis Hamburg mit der Strecke Stoinemünde—Stettin sowie Regu- fcntng des Oberlaufes bis Breslau und völlige Gleichheit der Befahrungsabgaben auf dem Lohenzollernkanal ta»t der Belastung von Berlin zur Elbe. Für diese Maßnahmen fei höchste Eile geboten, da volnisch-englisch-- «merikanische Kreise am Werke seien, Danzig zu einem Weltbaken für die Ostsee auszubauen.
i Der Antrag geht an den Ausschuß für Handel und Dwrbe.
Es folgt der Antrag von KrauS lD. Bpt.) über tue Erhaltung und Unterstützung des Gvethehauses in Frank-
Str Orient.
Die Friedenskonsekenz.
F L au sann e, 21. Nov. Tie erste ordentliche Mtzung der Or'entkouferenz wurde heute vormittag ill Uhr im CH ateau d'Ouchy eröffnet. Sie war fwschlsirßlich der Organisation der Konfe- ten gewidmet. An der Spitze der englischen Abocd- «uirg erschien Curzon. Poinearö und M u s so - kiu i, di- nicht den Delegationen angehören, nahmen ’en der Sitzung nicht teil. *Tie türkische Delegation Erschien vollzählig, darunter JsmetPascha.Rieä Wuti Veh und Refchid Fathy Beh. Die striechifche Abordnung führte Benizelo s. Dir Bec- Hardlungen dauerten bis gegen 1 Uhr. Sie waren swing geheim. Ein Bericht wurde bis jetzt nicht ans- gegeben. Di« Konferenz ist in der Tat bis jetzt noch jiucht völlig organisiert. Es ist jedoch geplant, daß bet Sekretär der Konferenz regelmäßig Berichte äus- -hcben soll. Es steht aber noch nicht fest, ob es -sich um einen Bericht der alliierte« Gruppe oder der Gesamtkonferenz handelt.
; Wie in Kreisen der Konferenz verlautet, erheben die iTiirkn zalreiche Einwände. Vor allem foebrrrt sie |btn Vorsitz in einet Unterkommission und Zulassung -der Nferstaaren des Shwarzen Meeres. Es wurde ikhnen geantwortet, daß diese Staaten bercktS zur De- 6alt eüber die Meerengenfrage eingeladen worden sind.
Ti. zweite Sitzung der Konferenz begann mch- .dnktagS 4 hr. Tie Uerste Sitzung des ersten Aus- 'fchusfkS ist auf Mittwoch vormittag angesetzt worden. Koinrar. rr* Mussolini werden vorausstchl- ikch heute abend Lausanne verlassen.
London, 22. Nov. Der Sondecherichterst atter ike» „Taifr Thronicle" auf der Lausanner Konstanz lschriibt, das in letzter Stunde gegen hartnäckigen Miderstand Poincares erzielte englisch-französische Uebereinkommen weroe wohl end« itzüllig im Laufe der Konferenz und wahrscheinlich aus der bevorstehenden Brüsseler ReparationSkonserenz ;u- stagetreten. Jedermann scheine anzunehmen, sowohl "h* Lausanne als auch in Paris, daß Lord Curzon Einen möglicherweise großen Preis für Poincace ^vgtrnzte Mitwirkung in Lausanne zu zahlen habe. iStn höre Leute erzählen, daß es ein rein« 8o>
Str Hililit M!lM.
Amsterdam, 22 Nov. Ans London wird oenfet* bet: Da« letzte Wahlresultat, nämlich bei für dir Orknev- und Sbetlandinseln. ist jetzt bekannt aegeden worden. Der Liberale Sir Hamilton gewann de« Sitz seine» nationalliberalen Gegner». Die Parteien bei Darlaments weisen jetzt folgende Stärke auf: Konter« votive 433. Arbettervattei 144, National- oder Lloyd George-Liberale 69. «nabbäna-ge oder A,auitb-Liberale 53, Unabbängzge 14. Ramsey Macdonald i# nm parlamentarische« Führer der «rbeittrpaotti gewählt worden.
London, 22. Rov. D« Blätter geben der 8» forgm's Ausdruck daß ernste Zusammenstöße entstehe» können, wenn der für heute Nachmittag angesetzte g u^, der Arbeitslosen ttotz des PolizewerboteS ta m* Regierungsviertri von White ball einzudringen trrfwdx« würde. „Daily Tbroniele" zufolge erwartet man et* Beteiligung von 100000, auch aus der Provinz grfet» menen Arbeitslosen an dem Zuge. — Bonar 8a» hatte daS Ersuchen, eine Abordnung der Arbeit»* tofen zu empfangen, erneut a b g e le 6 t mtb sie en be» Minister für Arbeit und öffentliche Ge,und beit verwiese«,
London, 22. Nov Die „Times" meldet, die A t* beiter Partei babr beschlossen, zu verlangen, daß fll alS dir bei weitem stärkste OvvositionSvattei im Hatte» baust als offizielle Opposition anerkannt werden soll mit alle» Rechten und Vorrechten, bk beet, verbunden sind. !
London. 21. Nov. In einer gestern in Dublin veröffentlichten Erllärung. die von de 8aIrra unterzeich* riet ist, wird gesagt, di- Resolut 'n des irischen Varta*
( Abg. Frau Fröhlich (D. Bpt.) begründet den An- ’bag. Die Trockenfäule fei allerdings durch die Erueue- Mng des Heizwerkes brkämpst. Aber die Sicherheit Men Ttebstahl und Brand fei noch ungenügend. Weiter sichle eS am nötigen .Heizmaterial. Die Beamten werden jschr schlecht bezahlt. Besonders großer Schaden sei durch •k unersetztlichen Erinuerungsstücke auf der Aussiellunr, von Lyon eulstandeu, die heute noch nicht in die Hände bis Gvethehauses gelangt sind. Die Kosten für trn Rückivanspvtt würden sich enorm hochstellen. Hier müsse bie Regiernng helfend einqreisen
Abg. Frau Ege (Soz.) tritt dafür ein, daß der Staat einen genügenden Zuschuß leistet, damtt das Eoethehaus erkalte» bleibt. Di« Stadt Frankfurt habe -bereits alles getan, was in ihren Kräften steht.
-rz utm.) lvftech« :t Roch et Anzf, t Selter, teriir. 19
Sos ntn( Wien.
Musiollnls auyeupoltttscheS Programm.
Paris. 22. Rov. Mussolini gewährte dem Sonderberichterstatter de? „Matin" in Lausanne ein Interview. in dem er erklärte, Frankreich sei mit seinen» Frieden unzufrieden und eS habe Recht. Der Fried» sei schlecht, denn der Krieg sei nicht bis zn einer natürlichen Folge sortgefühtt Worten, man hätte ihn beenden müssen, bte Franzosen in Berlin und bk Italiener in Dien und Budapest. Der Feind hätte an der Gurgel gefaßt werden müssen. Jetzt legten die Franzosen sich Rechenschaft ab, daß sie wenig Aussicht baben daS zu erreichen, «vas man ihnen schuldig sei. Die Franzosen sti-n enttäuscht und bk Deutschen hätten den Willen nichts zu bezahlen. Er habe Deutschland durch» -niert und eS vor einigen Monaten sorgfältig studiert., Deutschland sei bedrohlich für Frankreich und auch fflf Italien, denn Tirol sei nur ein geographischer Begriff. Daher sei Frankreich nicht nur unzufrieden, sondern auch b-wechtigter Deist beunruhigt. Inner halb wenig- Tage werde die Sftentllche Meinung Frankreich vielleicht zu einer Handlung treiben. Es werde nicht ander? fSnneit, selbst wenn es augenblicklich zu spät fei. als daß ei von dieser Handlung dir Erfüllung seiner Forderunge» erzielen könne. Frankreich würde in diesem Fall« gegen die Ansicht der meisten Länder und gegen seine eigenen Interessen bandeln und es würde dann an Deutschland vor sich haben, hinter dem Sowietrußland steht. Er lebe Europa vor einem Chaos. Der Osten sei von der bolschewistischen Torbeit durchsetzt, di« sich auch Deutschlands, daS nach Revanche schreie, bemächtigen weide, beim der Bolschewismus und der Chauvinismus seien zwei Kräfte, die sich wunderbar verständigten, ber erstem um die behindernden Verträge zu beseitigen und die zweite, um die gesunden sorialen Formen durch eine ungedeuew liche Schimäre zu ersetzen. Er glaube nicht an bk DLeo» stund? fähigkrit Mitteleuropa», aber er glaube n dtt mächtige Tugend ber westlichen Zivilisation, wen» «fle ihre Kräfte vereinigten. Hier sehe er den große» FasziSmnS der Lerteidignng westlicheM,
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Berlin, 22. Nov. Heute nachmittag fand in der Reichskanzlei eine gemeinsame Sitzung des alten und des neuen Neichskabinetts statt, in bet Dr. Wirth die Geschäfte dem neuen Reichskanzler Dr. Cun» übergab. Im Anschluß an die gemeinsame Sitzung tagte das neue Kabinett.
porusk anbei fei. der augenscheinlich daS TrgeSluht nicht vertragen könne.
Land: n, 22. Nov. Einer Blättermeldun; aus Kairo zufolge, trieb dort offiziös mitgeteilt, daß Frankreich bescklosstn habe. Nordsyrien zu behalten und eS den Kemalisten nicht ab»,nt.'tt7n. Aus Aleppo totrb die Errichttmg von Verteidigungsanlagen gemeldet Dieser Beschluß Frank reichS ist, wi» verlautet, das Ergebnis der letzten Unter, redunzen zwischen Poinc arck und Lord Turzon.
London, 21. Nov. In einer Unterredung mit dem Lausanner Berichterstatter der „Times'' trat Mussollni für die Teilnahme der Ver- t' c ‘et Sowjetrußl andS an den Zufgmmen- kstnsten der Konstrenz und der Ausschüsse ein. Er segle, e3 bestehe keinerlei unmittelbare Aussicht, aus einen Sturz der gegenwärtigen Regiwung Rußlands. Es liege auch im allgemeinen Interesse Europas, Ruß- landi Vorschläge nicht zurückzuweistu. da ein allzuweit ausgedehnter Antagonismus gegenüber ber Sowjet regierung die Wirkung haben könne, daß die Bolschewisten in die Arme Deutschlands getrieben würden.
Lausanne, 22. Nov. Ter russische Sowjetvertreter in Rom, DorowSki, ist gestern hier ein- getroffen. Gleichzeitig kamen verschiedene Sowjetbeamte aus Berlin hier an. AIS Führer der russischen Tckgation nennt man in Kouferenzkreisen Tschitscherin und Karakhan.
Lausanne, 21. Nov. Die Lage wird einstweilen zweiselloS von Mussolini beherrscht. Er sprach besonders eingehend heute von der Teilnahme Ztiliens um Kriege und den großen Opfern, dtt es gebricht, und üfr die es noch keinen Entgelt -rh-allen habe. P o r n r c r € zeigte während dieser Rede wiedechott Zeichen von Ungeduld. Die hauptsächlichsten Ansprüche, die Mussolini erhebt, ist die Italien bereits zuer'annte aber noch nicht erfüllte Erhöhung des Rep aratisuS anteils. Dagegen scheint Mussolini geneigt zu fein, militärische Zugeständnisse zu machen, falls ein Zwang auf die Türkei auSgeübt werden fällte. Besonderen Wert legt Italien daouni, daß es groß« Zugeständnisse «eb wirt- ickaftliche Lorieil e i^KllliUSklL«» s4S^
helfend (ingteife«.
ASg. Dr. Schwerins (Ztr.) spricht sich ebenfalls Ur den Antrag aus.
Kksilusminister Dr. Boelitz teilt Mil, daß bte Erhebung einer Lustbarkcüssterwr adgetehnt wachen ist. Ti- Lnter'.ichtsverwaltung sei bereit, für das GvethehauS eite’ seine Sammlungen etnzutreten, sobald die Notwendigkeit uadigtwiefen fei. Bisher lägen die Unterlagen dafür Mcht vor.
Dei Antrag gehl au den Hauptuusfchuß.
Nächste Sitzung Donnerstag 12 Uhr: Kleine Vorlagen
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