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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

Marburg

St. 274

Nebelung.

MW eines WWIsministerilms

zu

enbtrtoia zukammengefetzt kein wird, fodatz veröffentlicht werden kann, steht noch nicht

wann ?4 die Liste fest.

57.3M

1922

irt« vorzuschlagen, ein neue» Kabinett bilden« * . . .

scheinlich Staatssekretär tn der Reichskanzlei weiden wird. Da? Sadin-tt wird wahrscheinlich et« über bat Parteien stehendes sein, daS stch narNrltch, da die Se»' zialdemokraten sich ablehnend verhalten, auf die bür» f.crlich-n Parteien stützen wird. Wann Cun» mit sei­nem Kabinett vor den Reichstag treten wird, und

Tie «Oberdeifticde Zeitung etkbeint ledismal wöchentlich. Bezugspreis monatli» 185 Mt. mit Zusteüungsgebühr. Für ausfallende Nummer» infolge Streiks ooet elementarer Ereionine tetn Erlag. Verlag non Dr. T. Hiserotd. Truck der Unio^Buchdruckerei von 3ob. Bug. Äo*. Mark» 2123. Fernsprecher 55, Post­scheckkonto: Rr. 5015 »mt Frankiurt a. Main

In Gent wiederholten sich im Lause bei NachmittagV: die Ruhestörungen, Annähernd 30 Verhaftungen wurde«! uotgeuommen. Mebrere Personen wurde« bemmutew Schutzleute zu Pferde griffen mit bei Waffe ei».

Eire flomiirhe Lewegmg in

Brüssel. 19. Nov. deute Vormittag wurde bei» Gouverneur der Provinz Oststandern in Gent von einer Vertretung der Genter Universität eine Ein­gabe überreicht, in der die Erhaltuno der französischen Universität Gent gefordert, dabei aber das Recht der Flamen aus eine flämische Universität an­erkannt wird. Zur Unterstützung bie{e3 Schrittes wurde ein Umzug, eine Anzahl Prostssorun und Mitalieder des Berwaltungskörvers der Universität an der Spitze, ver­anstaltet. Es kam zu Gegenkundgebnngrn und Zusam­menstößen mit Anhängern der französischen llniversstät Gent. Mehrere Personen wurden leickt verletzt. Die Polizei nahm ei» Anzahl Vrrhafmngen vor. Bts tn die

Der Sultan sei eine unbedeutende Persönlichkeit und ein Fngiine, und Verräter gewesen. Die britischen Be­hörden werden wider Erwarten nicht beschuldigt den Sultan gewaltsam entführt zu habe«.

Der neue Kalif.

Pari», 20. Rov. lieber de« neugewählten Ka­lifen Abdul Medjid teilt dieDaily Mail" mit: Ter Prinz ist ein bekannter Maler, Musiker und Kunstkenner. Er ist mit einer begabten Geigen- virtucsin verheiratet. Kürzlich hatte er eine Aus­stellung seiner Bilder in Konstantinopel veranstaltet. Politisch ist der Prinz ein Anhänger der britisch- türkischen Annäherung, soweit sich dies mit den Inter­essen der Muselmanen vereinigen läßt.

P a r il, 20. Rov. Rach einer Havasmeldung aus Athen hat das revolutionäre Komitee beschlossen, Zar-

Beniner Seilstao.

271. Sitzung vom 2 0. November.

Lei mäßig besetztem Hanse wird die Geschäfts- grbnnng für be« Reichstag weiterberate«.

Rach 841 müssen Anträge aut Annahme von Ent­schließung» von mindestens 30 Mitgliedern unterstützt »erden.

Abg Eichhorn (Komm.) beantragt, statt dessen 16 Mitglieder zu setzen.

Die Sozialdemokraten unterstützen diesen An- tzug.

Da die Abstimmung zweifelhaft bleibt, erfolat AuS- -Mhlung im Hammelsprung. 139 Stimmen werden für )eu Antrag Eichhorn abgeg ben, 105 dagegen. Der Antrag ist somit angenommen.

Im Einklang damit wich auch in den folgenden Paragraphen die entsprechende Abänderung der Zahl 30 Hz 15 beschlossen.

All beim Kapitel Interpellationen ein wei­terer Antrag der Sozialdemokraten zur Abstimmung steht, anck hier die Zahl der Antragsteller auf 15 und ! nicht auf 30 festzusehen, ergibt sich die Beschlußun- Mtfähigkett des Haus-s.

Nächste Setzung Donnerstag Nachm. 5 Uhr. Tagrs- <Humg: Entgegennahme einer Rest-ernngserklärung und Dzmschnng der Geschäftsordnungsdebatte.

Deutsch-Oesterreich.

Legitimistendemonstratto» in Wie«.

W i e n, 20. Nov. Einer Zeitungskorrespondenz zufolge beteiligten sich Angehörige der Partei der schwarzgelben Legitim isten cm der für den früheren Kronprinzen Otto ver­anstalteten Messe. Rach deren Beendigung zogen sie in einem geschlosienen Zuge zum Parlament. Unterwegs wurden sie jedoch von der Polizei auf­gefordert, auseinanderzugehen. Da die Demon­stranten der Aufforderung keine Folge leisteten und ihr Führer Wolff sie in diesem Verhalten bestärkte, wurde dieser mit noch 22 Personen festgenom- m en. Die übrige Menge wurde zerstreut.

Induftriekrise in Oesterreich.

W i e n, 20. Nov. Trotz der herabgesetzten Löhne in manchen Industriezweigen nimmt die Zahl der Arbeitslosen in Deutsch-Oesterreich und besonders in Wien stark zu, da die Geschäftslosigkeit anhätt. In Wien allein hat die Zahl der Arbeitslosen bereits 100 000 überschritten. Ferner sind vielfach Kürzun­gen der Arbeitszeit eingetreten. 4 ..... ,.Vj,

Die mutmatzliche Minifterliste.

B e r l i n. 21. Nov. Die neue Minifterliste setzt sich angeblich wie folgt zusammen: . ..

Cuno: Reichskanzler.

Dr. Heinze: Vizekanzler und Iustizminister.

S t h a m e r: Autzenminister.

Kardorff oder Scholz: Innere», Dr. Herme»: Finanzen.

R a b i t h k e: Ernährung. '

Raumer oder Becker (Hessen): Wirtschafts- Ministerium, mit dem da» Echatzministerium zusammengelegt werden soll. u.. >

Dr. Staun 5: Arbeit ©tönet: Eisenbahn. Stiegl: Post.

Dr. Gehler: Reichswehr.

Dr. Hamm: Staatssekretär der Reichskanzlei.

Dr. Brandt: Staatssekretär de» Reichswirt­schaftsministeriums.

H-l Orient.

Die Friedenskonferenz.

Paris, 20. Nov. Havas berichtet aus Kon­st u n t i n o p e l, Admiral B r istol, der von der Re­gierung der Vereinigten Staaten als Beobachter für die Friedtnskonfevenz in Lausanne bestimmt wurde, fefoTi fmten hiesigen Posten als amerikanischer Ober- kemmisiar in Konstantinopel verlassen, um sich nach La«saune zu b geben. -

Paris, 20. Nov. DieChicago Tribüne" sastt Mt voraussichtlichen Friedensbedingungen, die auf de P'.riser Konferenz vom Samstag mit < end­gültig vereinbart worden se'en. und der Türkei oor- gckegt werden sollen, wie folgt zilsammen:

L Unbedingte Sicherheit der Freiheit der Meerenge n in Kriegszeiten und für Kriegsschiffe: Entmilitarisierung der Zone entlaneg der Dardanellen.

2. Tie Alliierten ergreifen militärische und maritime Zwangsmaßnahmen gegen die Türke t, wenn diese es ablehnt, die Friedeus- bchingungen anzunehmen. Rumänische und südsla- tztsche Truppen sollen Verwendung finden.

3. Tie Alliierten besetzen Konstantinopel und die neutrale Zone in Kleinasten bis der FricdrnS- vertrag von allen Alliierten ratifiziert ist.

4. Die Kapitulationen werde« ab ge­schafft, jedoch unter anderem Namen im wesent iicheu ausrecht erhalten.

5. Tas palästinische, syrische und meso- tzvtamische Mandat einschließlich der 'Petroleum- stl): vor Mostul bleibt bestehen.

6. Alle Konzessionen, die in der Zeit vor dem fdege vor. der türkischen Regierung gewährt »neben, müf,eu oufrechterhalten bleiben, ausgenommen die Konz.'sienen an Deutsche.

i. Der Waffenstillstand von Mudauia 6eiii in Kraft bis zur Ratifizierung des Friedens.

8. Sämtliche alliierten Milit ärfriedhöfe ht bet Türkei müssen auch immer an die Alliierten ab­getreten werden.

9. Ter Todekanes bleibt unter italienischer Kontrrll bis die Alliierten untereinander darüber ver­fügt haben.

10. Tie türkische Truppenzahl wird einge- schränkr und in Europa ausschließlich auf Freiwillige beschränkt.

11. Schutz derchristlichen Minderheiten toter üeberwachung alliierter Offiziere.

12. Ersatz des Schadens an Eigentum aller NationSaugehörigen infolge des Krieges.

13. Kein Anspruch an Griechenland wegen Kriegsentschädigung für den Krieg in Kleinasien.

L a u s a n ne, 20. Nov. Nachdem der Bundesprä- Kdent der schweizerischen Eidgenossenschaft, Baab, He Delegierten der alliierten Hauptmächte nacheinander fa O uchy empfangen hatte, wurde nachmittag Uhr btt Lausanner Konferenz mit einer Ansprache te8 schweizerischen Bundes Präsidenten eröffnet, worin « auf die Wichtigkeit und Tragweite der gegeilwär- ttgen Konferenz hinwieS und dem Wunsche Ausdruck Gab, daß, wenn demnächst Wechnachten gefeiert Ar-.ro«, auf der ganzen Welt infolge der Bemühungen der Delegierten zur Wahrheft werden möge einFnede Ms Erden".

t. Die Rede Ismet Pascha«.

Ismet Pascha führte aus, daß der Waffenstill­stand, der vor mehr als 4 Jahren auf der Basis des Vertrauens in die Wilsonschen Grundsätze abgeschlossen tdordrn sei, nicht den Feindseligkeiten ein Ende gemacht itzabe. Tie türkische Nation, die ständig der Wohl- jtam des Friedens beraubt gMfthc» je^ -ade die

Unzulänglichkeit, mit deren Hilfe sie Recht Utto Ge- rechtioktit zu verlangen suchte, erkannt. Da ihr keine andere Hosir.nno und keine andere Wahl geblieben sei. habe sie ftlbst ihre Existenz verteidigt und sich chre Unabhängigkeit durch ihre eigenen moralischen und ma- teri^len Hilfsmittel gesichert. Sie habe dabei zahllose Opfer gebracht, denen alle freien Völker chre Sympathie nicht trrsagen würden. Dadurch, daß sie die,- un­menschlichen Opfer gebracht habe, habe sich die Türkei ihren Plotz in der Kultnrwelt mit allen Rechten auf ihre Existenz und Unabhängigkeit erobert. Rechte, die jedes lebensfähige Volk besitze, vor allem die Rechte rin Arbeit und Tätigkeit. Das höchste Zie: der großen Nationalversammlung der Türkei fei. dies. Stellung zu wahren und zu festigen. Dec all­gemeine Frieden und die allgemeine Sicherheit müßten insoseeu gewahrt werden, als die Nationen gegenseitig ihr eNecht- aui ^teiljeit und Unabhängigkeit achten. Ec hoffe, daß die Erinnerungen an diese Ereignisse für die Zukunft ein Pfand des Friedens und der Sta­bilität geben würde, und er hofft auch, daß die türkische Tcleoation, die im höchsten Maße von gutem Millen bestell fei. bei den anderen Delegationen guten Willen finden werde.

Daraus schloß Raab die Eröffnungssitzung, indem er die Konf.renz einlud, die Beratungen am Dienstag in Ehotcan d'Ouchv fortzusetzen.

Die amerikanischen Forderungen im Rahen Oftn».

Washington, 20. Nov. Ein osfiziellees Kam- muniaitc des Weißen Hauses besagt, daß die Regierung Darding sich nicht dazu bereit erklären könne, den Argumenten derjenigen amerikanischen Kreise nahe- zi-geben, die aus gefühlmäßigen oder religiösen Gründe dazu bereit wären, zu verlangen, die amerikanische Armee oder Flotte zur Aufrechterhaltung des Friedens im Nr-Hcn Osten anzufttzen. Ter amerikanische Ver- tretet in Lausanne wird ein offizieller Vertreter sein. Er wird freie Hand haben, und die amerikanische Re gierung wird ihm gewisse Instruktionen hinsichtlich ihrer Politik im Nahen Osten geben. Diese Politik nift> folgendermaßen zusammengefaßt: 1. Aufrecht erhattung der Kapitulationen die für die Wahrung der nn'hamedanischen Rechte von Wichtigkeit sind. 2. Ter Schutz der philanthropischen und. religiösen Institu­tionen und Stellung von Garantien hierfür. 3. Tie Freiheit der Handelsunternehmungen. 4. Schutz der christlichen Minderheiten. 5. Die Freiheit der Tar- danellen. Amerika hat nicht die Absicht, die Verträge zu unterzeichnen, die in Lausanne abgeschlossen werben. Amerika wäre jedoch bereit, mit der Türkei zu ver­handeln.

Paris, 21. Nov. Nach einer Havasmeldung aus Malta ist der englische KreuzerMalaya" mit dem Sultan au Bott» gestern ftüh in den Hafen einge- l aasen.

London, 21. Nov. TieTimes" meldet aus Kairo: Der König von H^schas hat den Sultan eingcladen, feinen Wohnsitz in Mekka zu nehmem

Wie derTimes" aus Konstantinopel ge­meldet wird, stellen die türkischen Blätter die Flucht

_ NackiMrttaflsstunden hinein durchzöge» AbtcLtoM» bet

bd Sultans als dne »»bedeutend« Ltzisode Hw. .Gendarmerie «eb der Pottzej tie Stxaßem

Berit«. .20. Rov. Der Reichspräsident hat (ficncralblr trat Dr. ff uno erneut mit der Bildung des ReichSkavinettS beauftragt. Dr. Cuno hat de« Auftrag angenommen. Er beabsichtigt, ein Geschäfts- Ministerium zu bilden und hofft, morgen diese Auf­gabe zu Ende zu führen.

Das Kabinett Euno ohne Sozialdemokraten.

Berlin, 20. Nov. Generaldirektor Cuno ar­beitet bereits beute an die Bildung eines politischen Kabinetts das lediglich aus Mitgliedern des Zen­trums, der Volkspartei und der De­mokraten bestehen soll und mit dem er sich am Donnerstag im Reichstage unter Darlegung seines Programms vorslellen will, um durch die Abstimmung ;u ermitteln, ob er die Regierung tatsächlich antreten tarnt. ES kann kaum medr ein Zweifel darüber be­stehen. daß die sozialdemokrattsche RetchstagssraktionS- sitzung heute Nachmittag den gestrigen Beschluß des 'Sraktionsvorstandes bestätigen wird, wonach die So- ria'dentokratie tn keine Regierungskoalitton mit oct Deutschen Vottsparte' eintreten werde. Man darf er« warten, daß Cuno ein Kabinett bildet, dem außer der Mehrzahl bei bisherigen Vertreter des Zentrums und der Demokraten fsidrende Männer der Deuticben Volksvartei und der Wirttchaft angebören werden.

Berlin, 20. Nov. Wie derSotaianj." erfährt, bar Geheimrat Cuno sein Kabinett fast vollständig zusammen. Ueber die Persönlichkeiten kann noch nichts gesagt werden, doch ist anzunehmen, daß es sich um Männer des deutschen Wirtschaftslebens handelt. Dcr oinziae Name der bekannt geworden ist, ist der des bayrischen Demokraten Hammer, der wadr-

5k tot dn Amte. ,

Es ist also nun doch so weit gekommen wie «m Anfang an zu befürchten war: Die Sozi al« bemoftaten entziehen sich der ver« antwortung. Wir stehen nunmehr, wen« nicht unvorhergesehene Komplikationen eintrete», oor der Bildung einer bürgerlichen Regierung. Allem Anschein nach wird das neue Kabinett zu­sammengesetzt sein aus den Vertretern der bürget« lichen Koalitionsparteien, Zentrum und Demo» froten, zu denen die Deutsche Bolkspartei trete» wird. Die äuherste Rechte würde sich einer solche» Zusammensetzung gegenüber wohlwollend neutral verhalten. Allein die Soztakdemokratie legt an­gesichts des kommenden Winters die Hände t» be» Sch oh, und statt am wirtschaftlichen Wiederaufbau mitzuwirken, macht sie es sich leicht, über die Schwie­rigkeiten zu spötteln und sich womöglich gar tn etne Opposition hineinzuarbeiten, die für un» eilt von schwerwiegendster Tragweite werben kann.

Es kamt gar nicht genug hervorgehoben »erben, wie kritisch die Lage ist, in der wir uns gegenwärtig befinden. Mit diesem beschämenden Zwist in den deutschen Parteien liefern wir uns völlig an die Entente aus. Unsere Gegner haben keinen Grund mehr, an bas in der letzten Note an die Repara- tionskommission aufgestellte Programm zu glauben, wenn die Unterzeichner sich tm nächsten Augenblick' Verschärfung seiner Haltung tn der Reparattons»! frage, die England erst gestern Frankreich gegenüber betont hat, dürste tn der Tat keinen Zweifel mehr.! darüber kaffen, dah unsere Peiniger gesonnen find, aus unseren beschämenden parlamentarischen Un­einigkeiten die äuhersten Konsequenzen zu ziehe«. Man ist in England des ewigen Lawterens müde. Die Wahlen, die in bett letzte« Tagen dort zum Ab-, fchluh gekommen sind, haben das unzweideuttg be-' wiesen. Lloyd George, der Mann der soweit e»i englischen Interessen überhaupt möglich ist ge­neigt schien, uns immer noch irgendwie eine (Ertrag«, lichkeit unseres Loses zu verschaffen, ist abgetan. Mit ihm ist unsere letzte Hoffnung auf England end­gültig gescheitert. Die Antwort der Reparativ«, kommtfston hat nachdrücklich betont, dah etne«: Deutschland, das sich nicht selbst zu helfen vermöchte, überhaupt nicht mehr zu helfen sei. Und die beson­dere Herzlichkeit, mit der PotncarS und Lord Turzon tn den Orkentstagen Hand in Hand gehen, bedeutet für uns unter allen Umständen Un» beilvolles. Der englische Kurs ist heute namentlich im Hinblick auf die Schwierigkeiten im nahen Osten franzofenfreundlicher als je. Nur unbelehrbare * Sumer können noch hoffen, dah uns das Heil irgendwie von auhen kommen würde. Es ist wahrlich höchste Zeit, dah wir endlich einmal an- fangen, mit solchemIdealismus" abzubauen und uns auf das zu besinnen, was uns der Augenblick gebietet.

Die Sozialdemokratie kamt und darf sich in keiner. Weift bar auf berufen, daß sie durch Zus.mimeugeben mitkap-tolistis^-wittschastlichen Kräften, ihreit Prinzipien" untreu werde. Das wird zur sentimen­talen GeiLhlsniache in einem Augenblick wo eS «m unser Alle r Eristenz geht. Wit können es unS nicht leisten, Weltanschauungsftagen zu lösen, roennt unser nacktes Leben auf dem Spiele steht. Wir müssen heute alles zurückstellen, was nicht unmittelbar bet Aufgab. dient, uns zunächst überhaupt erst wieder eine wirtschaftliche Basis zu schaffen, von der au$ wir aufbauen können. Politik wirb in erster Liniq von btr Not der Stunde geleitet. Und die Aus- gab t, die uns hieraus erwächst, ist ganz gewiß kein» leichte Auch ein Wirtschaftskabinett wird sie nicht nn Handumdrehen lösen können. Es ist nicht möstich^ von heute auf morgen billiges Brot, billige Ka^vsielnl billige Kohle und billiges Holz zu schaffen. Es wär» aber auch eine irrige Auffassung, wenn man glaubeq würde, daß nun durch die Ueberlritung der politischen Geschäfte des Reiches in die Hände von Wirtsch iftlerq die Wähmngssrage sich glatt lösen ließe. Hinsickftf lich all dieser Dinge, nicht zuletzt der auf die Strbi, lisieruug der Mark bezüglichen Maßnahmen müsset wir uns mit größter Geduld wappnen. All das hängi nicht zm.. wenigste« ab, von der inneren Sicherheit Eine solche aber stütz sich vor allem auf die Bereitwillig teil aller Vertreter des Volkes, zu ernster WmN wortungSschwerer Mitarbeit en der äußere» mch amam ßefunbang des Beterlander. j j

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