Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen
Ter Anzeigenpreis beträgt für ben 9g«fp Zeilenmillimeter 8.00 Mk.
Marburg
amtliche und
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.00 Mk. Ander« Spaltenbreiten «ntjprechend. B«' ichwierigem Satz *>/ JAHM ; vät einlau,end« oder den Raum über */. Seit« einnehmend« La- Ul* DuljlBe
VJtr.271
1922
Regelung.
Geh.-Rat too mit der KshrnMildMg betraut
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Das Zentrum und Cuno.
und ver- Ta und ver-
lange sie, daß dem Eingreifen unter der Form der Kontrolle dur chdie alliierten Truppen in die inneren Verwalrungsangelegenheiten ein Ziel gesetzt werde. Tie Regierung der Nationalversammlung, der man die Verwaltung von Konstantinopel übertragen habe und die ihre eigenen Gesetze zur Anwendung bringe, erkläre wiederholt, es sei unmögliche eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten anzunehmen. Die Regierung rechne mit da entgegenkommenden Haltung der Alliierte«. , •
gestrigen Beschlüsse erklärt, dah fie, wenn sie den Kanzler stellen sollte, wieder Dr. Wirth präsentieren würde. Cuno gilt nun als Mitglied des Zentrums. Es muß daher ein Weg gefunden werden, der es dem Zentrum ermöglicht, Cuno trotz des vorgestrigen-Beschlusses als Kanzler anzuerkennen. Aber in parlamentarischen Kreisen errvartet man, daß über diesen Punkt eine Einigung mit dem Zentrum zu erzielen sein werde.
Kein Einspruch der Sozialdemokratie gegen die Kanzlerschaft Cuno.
Berlin, 17. Nov- Die sozialdemokratische Fraktion des Reichstages faßte gestern Abend nack zweistündiger Beratung einen Beschluß, der dahin- g^ht, daß die Frakticn keinen Einspruch dagegen erbebt, daß Cuno den Versuch der Kabinettsbildung übernehmen soll. Damit soll, wie von sozialdemokratischer Seite erklärt wird, nicht getagt werden, daß die Sozialdemokratie bereit ist, in ein Kabinett Cuno ohne weiteres einzutreteu.
Berlin, 16. Ron. Der Reichspräsident Hai Geheimrat Cuno, Generaldirektor der Hamburg- Amerika-Linie, mit der Bildung des Rcichskabinett» beauftragt. Geheimrat Cuno hat den Auftrag angenommen und ist in die erste Besprechung mit den Parteiführern eingetreten.
Eia Kabinett der Arbeit.
Berlin, 17. Nov. Generaldirektor Cuno hatte bereits gestern Nachmittag mit dem Rcichs- tagspräsidenten Loebe und den Vertretern der Deutschen Diükspartei, der Sozialdemokratie, des Zentrums und der Demokraten verhandelt. Cuno reiste gestern Abend noch nach Hamburg ab, um sich mit der Hamburg-Amerika-Linie ins Einvernehmen zu setzen. Er wird morgen Abend in Berlin wieder zurückerwartet. Zn parlamentarischen Kreisen verlautet. daß das neue Kabinett, das sich als Kabineti der Arbeit präsentieren wird, ansang nächster Woche gebildet sein wird. Mit Rückstcht aus die Neubildung der Regierung und auf die schlesischen Wahlen wird sich der Reichstag auf einige Zeit vertagen. Cuno steht seit langem mit dem Reichsvrändenten in freundschaftlicher Beziehung. Er stebt auf dem Boden des Wirtschaftsprogramms, das sowohl von der Deutschen Volkspartei als auch von der Sozialdemokratie angenommen worden ist.
7t« ,£)berbelfil<b« Zeitung' etifteint lecksmal roödxxtü*. — Bezugspreis monatlt* 185 Mk. mit Zustellungsgebllhc. Für ausiaUtnb« Rümmer« infolge Streiks ooer elementarer Cteigniüe teilt Eriag. — Verlag von Dr. C. Hinerotd. — Druck »er Univ.-Buchdruckerei non 3oh. Aua. koch. Markt 21.23. — r-ernivrecher 55, Dok!» Icheckkonto: Nr. 5015 Amt Rrantiert a. Main.
Paris, 16. Nov- Wie Havas aus Konstantinopel berichtet, hat Rifat Pascha eine Note an bie alliierten Oberkommissa.'e gerich et in der er er» Särt, die Regierung der Nationalversammlung fei entschlossen, das Abkommen von Mudania zu halten, wünsch- jedoch ,daß eine Auslegung sowohl der Einzelheiten wie der Grundlagen dieser Konvention ersolge. Man wolle in den Grenzen des Mudaniaabkommens die Anioesenheit alliierler Truppen gestatten werde au ck^eneigt sein, keine Maßnahmen zu hindern, um die Sicherheit zu gewährleisten, die Regierung die Aufgabe habe, die Ordnung Sicherheit in Konstantinopel aufrecht zu erhalten.
In «Mk Mlkmpf.
London, 16. Nov. Reuter meldet zu de» Wahlen: lyer neue Finanzsekretär im Schatzamt Hills wurde in Durham von einem Arbeiter» parteiler geschlagen, Au st en Chamberlain und Neville Chamberlain in Birmingham mit großer Mehrheit wiedergewählt. Unter den Wiedergewählten befindet sich auch Frau Win« tringham, die zusammen mit Lady Astör die einzige Frau ist, die nach den bisherigen Wahl- ergebnisfen ins Unterhaus zuerückkehrt.
London, 16. Nov. Die Blätter heben den allgemein überraschenden Sieg der Arbeiter». Partei und der unabhängigen Libe« ralen sowie die Niederlage der Lloyd George-Kandidaten hervor, halten jedoch noch mit ihrem Urteil zurück, da der größte Teil der Wablergebnisse noch aussteht.
Die „M o r n i n g P o st" schreibt in einem unter Vern Eindruck der ersten am Abend vorliegenden Meldungen geschriebenen Leitartikel, es muffe schon letzt zugegeben werden, daß die Hoffnungen der Liberalen und der Arbeiterpartei in hol'em Maße erfüllt worden find. Das Blatt hebt jedoch hervor, daß im Norden, insbesondere in Norkshire und Lanrashire, die Arbeiter ihre beträchtlichen Gewinne zum größten Teil auf Kosten der Lloyd Georgeschen Liberalen davontrngen. Wenn der Fortschritt der Arbeiterpartei in demselben Maß« bis zum Ende der Wahlen anhielte, müßte die Lage als em st angesehen werden. Die Arbeiterpartei könne gut 160 bis 170 Sitze gewinnen. Wenn dies« Asaufth-Liberalen ihre Stellung weiter so ver- besierten, so wäre die Lage leicht vorauszusehen, hl der eine Kombination der Asquith. Liberalen unch der Arbeiterpartei im neuen Unterbaus die Mehrheit bilden wurde. Di« ..Morning Post« schreibt zum Schluß, für den Augenblick scheine es, daß die Mahlen mit einem derartigen Kräfteverhältnis der drei hauptfäch- lichsten Parteien enden werde, daß krine eine Mehrheit erhalten könnte außer in Verbindung, mit der einen oder anderen der beiden Parteien. ~
Dos neue Mei
Veränderungen in der italienische« Kammer.
Mailand, 16. Nov. Nach einer Meldung de« „Eiornale d'^talia" stehen in der italienischen Kammer uichi unwesentliche Verschiebungen unter den Fraktionen bevor. Die Gruppe Nitti der italieni- 'cheu Demokraten wird zugunsten der mit bew AstMen verbündeten Nationalisten eine schwer« Einbuße erleiden und die Demokraten der Gruppe Eiolitti werden einige Abgeordnete an die regierungstreuen Rechtsliberalen abtreten müssen.
Muffolinis Programm.
Rom. 17. Nov. Zn einer großen Programm- rede in der Kammer erklärte Mussolini, zum zweiten Male — zum ersten Male war es im Mai 1915 — stürze das italienische Volk ein Kabinett und gebe sich ein Ministerium, außerhalb und im Widerspruch zu irgendwelcher Willensmeinung des Parlaments. Er habe die Koalitionsregierung gebildet nicht zu dem Zweck, eine parlamentarische Mehrheit zu schaffen, die er nicht nötig habe, sondern um über den Parteien alle diejenigen zu vereinigen, die die in Gefahr befindlich« Nation zu retten wünschten.
Zur auswärtigen Politik übergehend erhärte Mussolini, seine Politik beruhe auf den Grundlagen der Friedensverträge. Verträge seien aber nicht ewig. Wenn sich während ihrer Durchführung ihre Sinnlosigkeit ergebe, könne man die gegenseitige Stellung der Vertragschließenden von neuem prüfen, lieber das Programm des wirtschaftlichen Wiederaufbaus jagte Muffolini, es sei bester, Handelsverträge zu zweien obzuschließen, anstatt große nutzlose Vollkonserenze« abzuhalten. Die Formel sei einfach: das faszistische Ztalien wolle feine Kriegsalliierten nicht im Stich fasten, aber er frage, wenn noch eine Entente im eigentlichen Sinne des Wortes bestehe, wie stelle fie öch zu Deutschland, Rußland und zur deutsch-russt» chen Allianz, und welche Stellung nehme Italien in der Entente ein, Italien, das durch die zur Erreichung des Sieges gemachten Ausgaben wirklich erschöpft sei? Er nehme sich vor, in den Unterhaltungen mit den Ministern Englands und Frank« reich? mit aller Klarheit und in seiner ganzen Ve« wickeltheit das Problem der Entente und da« daraus folgende Problem der Stellung Ztaliens te der Entente ins Auge zu fasten. Aus dieser Prä« kung gehe entweder ein wahrhaft homogener, la Gleichgewicht sich haltender und demokratischer BloE von Kräfte» mit denselben Rechte» «td deojelde, ’
Der Stiegt
Inhalt der englischen Orientnote an Frankreich. ( P aris, 16. Nov. lieber den Inhalt der gestern «n Quai d'Orsay überreichten englischen Note er» Wt der „Petit Parisien", daß der heikelste Punkt der englisch-französischen Orientverhandlungen, näm- Wh die Frage der Zwangsmaßnahmen im Falle des Scheiterns der Friedenskonferenz darin nur kurz 6e= lonbelt und im Übrigen für die Verhandlungen zwi-
Lord Curzon und Poincare zurückgestellt fti. Tas Schriftstück befaßt sich im Wesentlichen mit der ir.ter« 'Eierten Note an die Regierung von Angora vom i«. März d. die in einzelnen Punkten Veränderungen notwendig macht. So wird die Abrüstung £er 2Artet, die darin für das ganze türkische Gebiet gefordert wurden jetzt auf den europäischen Teil des Landes beschränkt und daneben Ewe entmilitarisierte Zone vorgesehen, oie einer intet- iäuerten Aufsicht unterliegt. Eine Kriegsenlschäöi- Mng solle der Türkei nicht auferlegt werden, dagegen Wie sie Ersatz für die Privatschäden der Fremden Wsten. Die Abschaffung der Kapitulationen wird als wünschenswert bezeichnet, aber dabei ergriffenen positiven Maßnahmen gegen eine un- Snerbtt Behandlung der Fremden in der Türkei zur Eeihan^ung gebracht. Zur Vorbereitung einer 3te= jotm der Gerichtshöfe wird die Blldung einer gemischten Kommission vorgeschlagen. Für die Eisen- ^«chnen regt England die Vereinheitlichung (tu ßrfan,ten türkischen Eisenbahnnetzes, anstelle der t^erigea SSedeUung auf mehre« Provinzialgesell-
schosten an. Schließli chwird die Frage des S ch n y e S ber christlichen Minderheiten in der Türke besprochen, die die Einstellung europäischer Offiziere m die türkische Gendarmerie zwecks Ausübung einer diskreten llebenvachung verlangt.
Paris, 16. Nov. Die Denkschrift des Foreign Office, die gestern tm Quai d'OrsaQn überreicht wurde, wurde am Nachmittag von Poin- earö geprüft. Der diplomatische Mtar'efer oer Havasag-ntur glaubt zu wissen, daß die darin enthaltenen Ansichten der französischen Regierung sehr ähnlich seien. Sie beruhten hauptsächlich aus dem interalll.erten Abkommen vom 23. September. Poincare bat gestern abend London verstäudigt. ohne aui die britische Denkschrift mit einer bis ins Einzelne g?» landen Note zu antworten, er finde nichts in diesem schriststüch was geeignet fei, ein Einvernehmen zwischen den beiden Negierungen zu verhindern, lieber die Grundsätze, die die französische und englische Abordnung im Lause der Verhandlungen berücksichtigen werden, herrsche beiderseits Entgegenkommen. Unter diesen Umständen zwefelt man nicht daran, bafj Lord Curzon am Samstag zu Beratungen mit Poincarö nach Paris kommt. Tie beiden S aatsmänner toerben Paris am nächsten Tage auf der Reist nach Lausanne verlassen, wo sie mit dem italienischen Vertreter vor ter Eröffnung der Konferenz zusammenkommen. Poinmre wird jedenfalls au der Eröffnungssitzung am 21. November te lnehmen, aber nicht das Wort ergreifen. Der Teparatemews- ches des politischen Departements des Schweizer Bundesrats Motta wird den Vorsitz führen und die Eröffnungsrede halten. Es ist wahrscheinlich, daß die Abordnungen sich dahin einigen, die weiteren Sitzungen als privat betrachten.
Paris, 16. Nov. Wie das „Echo de Paris" mitteilt, wird in Territet in der Schweiz eine Begegnung zwischen Poincare, Lord Curzon und Mussolini stattfinden. Mussolini werde nach Italien zurückkehreu, ohne sich nach Lausanne zu begeben.
Paris, 16. Nov. Bei der heutigen Znsammen- silnft Jsmed Paschas mit Poincare entschuldigte sich der Ministerpräsident einer Havasmeldung zufolge namens der Alliierten wegen der Verzöge- r.un g der Eröffnung der Konferenz, wodurch di- türkische Abordnung gelungen sei, eine Woche zu warten. Die türkischen Vertreter erkannten die Gründe der Verzögerung an, wiesen jÄoch auf Unannehmlichkeiten hin, die eine weitere Vertagung mit sich brächten. Jsmed Pascha wird keine weitere Unterredung mit ?ctncare haben und wahrscheinlich morgen nach Lau» annc zurückfahren.
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Dratlfler toW
268. Sitzung vom 16. November.
>- s« der heute fcrtgesttzten Berorung ber Jnterpclla- tio>: über die 92c: bei Wissenschaft bezeichnete Abg. Dr V2r.se s (Soz.) es als eine Ehrenpfiicht der deutschen Sroßindustrie, der Not der deutschen Forsch- »ngSinstitnte abzuhelfen. Bei aller dankbaren Genugtuung über die Millwnenspende des japanischen St inne S, tzoshi, möchte man ein gewissts Gefühl der Beschämung darüber empfinden, daß die deutsch- Großindustrie noch nicht an eine solch- Hilksaktion gedacht l<tt Die Antwort der Regierung bat unS nicht be- frifbigt Streichen Sie die Milliarden für die unpro- dnktivc Sr-ickswchr und unterstützen Sie damit die nvt- fctbeube deutsch- Wissenschaft.
Abg- Dr. Strathmann (Deutjchn.): Di- großen krfolge bet deutschen Wissenschaft, speziell der Chemie fceb der Medizin, die vom Ausland- nicht haben erreicht »echer. können, sind nur möglich gewesen durch di- methv- Mf&e Forschungsarbeit an den wissenschaftlichen Jn- ßitaten. Die Notgemeinschaft der deutsche« Wüscnschast daucht mindestens 150 Millionen, um weiter arbeiten zu Brnet nnb di- nächsten Etatsansgaben müßten wenig- ß-ns ent eine halbe Milliarde erhöbt werde»
Dr. Mvldc nHauer (D. Vpt.) erwidert dem »bg. Moses, daß Deutschlands Industrie für di- Unter ftSSunc der notleidenden Wissenschaft well mehr getan &be, als öftentlich bekannt geworden sei. Ohne eine Amstsstudc Hilfeleistung ans Reichsmitteln werde freilich tzrr Niedergang der wisleutzchaftlich-n Forschung in Veulschland nicht ausznhalten sein.
L Schück,ng (Dem.) siebt in deutscher
Mknit und Wissen,chaft das vornehmste Mittel, Deutlch- **• "5,4 dem Sturze von der Höhe seiner Mach! ^-edcr Geltung und Achtung in der Welt zu verschaficn. »er Redner geht dann auf die Not der studentischen Lugend ein. D.n vielen reichen Leuten in Deutschland musst klar gemacht werden, daß der Reichtum ihnen bfc ki licht Zerlege, mehr fnm Wissenschaft zu tun Der etaat muffe tm übrigen für die Notgemeinschaft der «fistnschast mindestens 500 Millionen auswcrstn
«bg Dr. Beyerle (Bayr. Vpt.): schließt sich dn Ventrumsinterpcllation durchaus an. Bauern sei in der Unterstützung der Pnvatdozentcn führend vorangegangen Er emvm-hlt das Osteuropa-Institut in BreSlau und Römisch-Germanische Museum in Mainz der be- jondercn Fürsorge des Reiches.
Abg. Hehdemanu (Komm.) greift die Universi- t-tcn 6ti, di- jetzt nur als Drillanstalten für dst Funk- tmiSrc des Kapitals gelten könnten, und hält ben Pro- stsstreii vor, daß sie vor dem hoffnnngswstn Trottel Wilhelm U. g-katzbuckelt hätte». * Obwohl die Studenten «kgen die Arbeit-rklasst hetzten, würde er doch dafür ein- treten, ihnen das Existenzminimum za liefern.
'Abg. Weg mann (Unabh.) fotbett, daß die Wis- Mlchaft nicht allein den besitzenden Greifen offenstehcu «srie Auch den befähigtesten Köpfen aus den Kreisen »rr Arbeiterschaft müffe -s ermöglicht werden, dst Uni- der.< taten zu besuchen.
. Dr. Pfeiffer (Ztr.) stellt in seinem Schluß- allen Parteien volles Verständnis für * Wissenscynst herrsche. Die hk-r aufgeroll-
tm Bilder von der Not der Wissenschaft seien erschütternd ”2" bedeuteten demgegenüber 20 Millionen für die Not- xmiiNschaft. von denen der Staatssekretär gesprochen Wbe. Auf das Mäeenatentum sei in diesen Zeiten wch« M rechne». i .
fc6lie6t die Besprechung. Morgen Nachmittag -Uhr: Weiterberatung d-s Antrages Hergt über ost jWbiu:bmtng der Umsatzsteuer, Fortsetzung der Geschäfts- I «duuuasdebatte. Schluß 7 Uhr.
Die erste Schwierigkeit Cunos.
Berlin. 17 Nov. Die „Kreuzzlg." berichtete qeftern Abend: Zm Reichstage wurde bekannt, daß Ge^ermrat Cuno bereits auf die erste Schwierigkeit gegoßen ift. Er will Dr. Strefemann als Außenminister in sein Kabinett aufnehmen. Die Sozialdemokraten sollen den Führer der Dcutscheo Volkspartei aber sebr energi'ch ablehnen. Das wird nicht die einzige Schmieriakeit fein, der Generaldirektor Cuno auf seinem Wcge begegnet.
5Knn', 16. Nov. Aus Konstantinopel wird dem -Corriere della Sera" telcgraph'ert: Für die «chrheii des Sultans, der noch immer im Palast wohnt und der noch gestern dem Selamlik beiw'hnte haben die Alliierten besondere Tr-'p^nkontingente zu ''einem Schutze zur Verfügung gestellt, weil der Sultan ftch von seiner schwachen kaiserlichen Garde nicht gr- nügenö beschüt-.t. sühtt Gestern haben die Engländer den Kai von Galata wieser besetzt, um den Türken die Kontrolle über di- Landung und Abfahrt der Pasiogirre zur See zu nehme».
’ aris, 16. Nov. Die Angorar-aierung ver- breite eine Mitteilung, nach der die Ausübung des Kali.als ihz. als der stärksten, bestorganisier:esten wenn auch nicht größten Macht in ber Türkei zmallen müffe. Das Schicksal und die Zukunft des Islams hänge von der Grcßkii Natioualnecsammlunz von Angora ab. Die Wahlen zum Kalifat sonnen nicht eher wieder stattsindeu, als bis dasselbe seine volle Un- albavgiakeit wieder erlangt habe.
P a r i s, 17. Nov. Nach einer Havasmeldung aus Konstantinopel hat die türffdj-e HandMkammer im Auichlnß an di- Par'ümerie-, Seiten», Vjouterie, Alkoh l- nsw. Zölle um das lösache und Dar Einfuhrvcröcr für die genannten Art kol. das innerhalb eines Monats in Kraft treten soll, dst zuständigen B-Hörden ersucht, die Zölle auf das 15- bis Sfache wieder herabzusetzen und die Erhöhungen, soweit sie danach in Betracht kommen, erst in zwei Monaten wirksam werden zu lassen.
Eine türkisch- Rote an die Alliierten.
Paris, 17. Nov. Wie der „Jntransigeanf^ mit» teilt, toirb Jsmed Pascha am FreillH abend nach Lausanne juMukkchven, t L j
Sex 11 n, 17. Nov Der „Bert. Lak.-Auz." schreibt: Die Zentrumsfraktion hat in ihrem not-
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