Marburg
185 Mk. mU ZufleNnngsgebühc. Für ausiaUeabe Stummen infolge Streiks ooei
Ulf 9fiX elementarer (Eteigniite teU Ersatz. — Setlag von Dr. L. tztnet»tb. — Druck der /II* LMU Untv.-Buchdruckeret von Jod. «*a. Äo». Warft 2123. - Sernh>ted>et SS. Soft.
Rebeltiug.
töetftueto: St. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
Zuspitzung der Krise
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der endgültigen
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Regierungskrise, der bürgerlichen
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und damit für die Förderung jung des Rcvaraiionsvroblems.
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Berlin, 13. 91 ob. Die in
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len. D.r französische Oberkommissar könne sich mit der Verhängung des Belagerungszustandes nur bann einverstanden erklären, wenn es bei der Voraussetzung blnbe, daß eS zu keinen Kämpfen mit den Türken komm«. Den Meldungen werde hinzugefügt, daß die kemalistische Gendarmerie uui> Polizei, die heimlich nach Konstantinopel nndriugr, twiter an Zahl zunehme. Die Lage würde also immer ernster.
Poincare so« nach London kommen.
London, 13. Nov. Die englische Regierung hat den Oaai d'Orsah heute in einer Note versichert, daß sie cui eine sofortige Einigung der Alliierten über die Haupt' vnnkte der Bedingungen für den Frieden im nahen Osten bestehen müsse, und daher Poincare Vorschläge, morgen oder Mittwoch nach London zu kommen. Welche Entscheidung Poincare treffen wird, ist noch nicht bekannt.
den den Sozialdemokraten soeben im Reichstage durch den Reichskanzler Mitteilen lassen, datz ste den Eintritt der deutschen Volksvartei in die Negiernügs- koalition verlangen. Ste ersuchen die Sozialdemokraten um entsprechende- Entscheidung bis beute Abend 7 Ubr. Ter Reichskanzler bat sich dem Ersuchen der bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft angeschlosten.
Nach einer Mitteilung der »Bost. Zig." soll die durch die ablehnende Haltung der Deutschen Volks- vartel geschaffene Lage in Zentrumskretsen trotz aller Bedenken den Gedanken an die Auslösung des Reichstages und die Ausschrel- l’ima von Neuwahlen haben anstauchen lasten. Der . Lok.Anz.- will wissen, man gebe auch in sozialdemokratischen Kreisen mit diesem Gedanken um.
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Kit besteht, die große Koalition zustande zu bringen. Die „Boss. Zig.", die gleichfalls sehr optimistisch Hinsicht lich der Aussichten für die Bildung der großen Koalition ist, weiß zu erzählen, daß der Reichskanzler be. seinen gestrigen Besprechungen mit der. Vertretern der bürgerlichen ArbeitSgc- meinschast erklärt habe,erwerbe beieiner weiteren Weigerung der Sozialdemokraten, milder DeutschenVolkspartei nicht in einer Koalition zusammenzuarbeitrn, dar aus die Konsequenzen ziehen und s e i n e D e m i > s i o n einreichen, denn er sehe keine Möglichkeit, seine äußere Politik ohne die Mitwirkung der in der Deutschen Volksvartei vertretenen Kreise der Industrie und der Finanz weiterzuführen. Der „Vorwärts" dagegen ist außerordentlich pssimistifch. Er spricht von einer s ch w e rcn Krise. Unsere Prophczeihung, so schreibt er. wir schienen dem großen Krach näher zu sein als dec großen Koalition, beginnt sich M unheimlicher Weist zu b'.wahrbeiien. Will man die Unterstützung der So- ziaDcmokraten, so muß man sich dazu beauemen. fach licht und persönliche Garantien dafür zu geben, daß eine Politik getrieben wird, die mit den Aiiffassungeii der Sozialdemokraten von den Lebensnotwendigkeiten. des rrheit'nden Volkes vereinbar ist.
Berlin. 13. Nov. Die f o z i al d emo k ra - tische ReiSstagskraktlon faßte zur Frage der Regierungsumbildung folgenden Beschluß: Die Frakiion erklärt, daß ste an der Forderung der Sta- bllssteruny der Mark ans der dringendsten Forderung der inneren und Süßeren Politik festväit und nur in ein Kabinett ehüteten kann, das diese Politik konsequent vertritt. Sie erblickt in der bisherigen Stellungnahme der Tentschen Volksvartei keine Garantie für die Durchfübrimg der Stabilisterung der Mark
Dl« deutsch« Botkspartei und die Regierungskrise.
Berlin. 13. Rov. Der Fraktionsvorstand der Deutschen BolSSvartet richtete an den Reichskanzler einen Brief, in dem es heißt: AuS dem Bericht de« .Vorwärts' ersehen wir, daß die Vertreter der Sozialdemokratie Ihnen bei den vor Unserem Zusammensein geführten verbandlunaen fdgcn Zweifel darüber ließen, daß nach ihrer Auffassung ein gemeinsamer Programm mit der Deutschen Volksvartei und damit eine große Koalition unmöglich sei. Diele Haltung der Vertreter der Sozialdemokratie war uns bet den mit Ihnen geführten Verhandlungen nicht bekannt gegeben worden. Wir hätten Ihnen sonst bereits bei diesen Verhandlungen (am Sonnabend. D. Red.) keinen Zweifel darüber gelassen, daß bte Benennung von Persönlichkeiten del der Besetzung wichtiger Aemter in dem umzubilden- den Reichsministerium von uns abgelednt werden müßte, wenn diese von uns vorzuschlagenden Persönlichkeiten damit gewissermaßen als außerhalb der Deutschen Volksvartei stehend angesehen werden. Wir verlangen von denjenigen Parteien, mit denen wir zusammcuarbelten wollen, die feste Erklärung, daß ste betet: sind, mit der Deutschen Volkspartei »u- lamme»,;uwirren. damit die gegenwärtige unklare Lage, die ohne Schaden des Reiches nicht mtor länger andauern darf, endlich geändert werden kann. Die Schaffung Narer Verhältnisse ist unbedingt Notwendigkeit. Wir können daher nicht die Verantwortung für die Bildung eines Ministeriums übernehmen, das diese Erforderniste nicht erfüllt.
Die Stellung des Zentrums und der Sozialdemokratie zur RegterungSumbildung.
Berlin, 13. Nov. Die Sozialdemokraten haben beschlossen gegenüber der geplanten Wiederbesetzung der zur Zett freien Ministervosten volle Neutralität zu bewahren und abznwarten. Sie werden zu der Lage erst dann Stellung nehmen, wenn sich be« der Umbildung des Kabinetts auch die Neubesetzung jetzt vergebener Ministervosten notwendig morfw. Das Zentrum leat größten Wert darauf, daß die große Koalition zustarrdekommt und empfiehlt, für den Fall, datz die Verbandsungeu hierüber scheitern als besten Ausweg auS der augenblicklichen Lage, die Neuwahlen.
Laut „2ofalan$äget" ist man sowohl in demokratischen als auch in Zcntrumskrcis-n der Ansicht, daß der fozi.il- demokratische Froktionsbcschluß die Gnnidlaae zu neuen Vethandlungeu bildet und daß durchaus die Mögssck-
LN. 21 64641
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r.rüm Wem- rn. Ab- ohuung b4634
(Ein« nette Rot« an hi« MmtlmslmiMoit.
Det „Vorwärts- und „Der Deutsche" melden, dl« Reichsregierung beabsichtige, eine neue Note an die Reparationskommission zu senden mit schärfer formulierten Vorschlägen, als sie mäh» rend der Berliner Verhandlungen zustandegekom- men seien.
Wie die Blatter melden, hat di« Rcichrregierunz gestern übe« eine neue Rote an di« Reparations» kommission Beschluß gefaßt, nachdem Reichsbank« Präsident Havenstein dem Reichskabinett mitqeteilt bat, daß die Reichsbank bereit sei, stch eit einet grü« fieren Summe in Goldmark an einer Anleihe, di« von ausländischen Rinan,greifen aufgebracht werde» soll zum Zweck der Markstabilisierung. zu beteilige». In der Rote wird der Reparationskommission for« mell das Anerbieten gemacht, daß die Reichsbank mit einem Betrage von 500 Millionen Goldmark ee der Stohnnasakion der Mark sich beteiligen werd«^ wenn es celinge, ausländische Bankkredit« in der gleichen Höhe zu dem gleichen Zweck zu cdielten, In der Rote wird ferner daraus hingewiesen, datz ein längeres Moratorium und zwar eine zwei, bi« vierjährige Befreiung von allen Zahlungen auf da« Reparationskonto für eine erfolgreiche Stützung?« aklion für die Mark notwendig fei. Während der Dauer des Moratoriums fei die Reichsregierunz bereit, die Sachlieferungen feftzusetzen. soweit dies« ohne die Inanspruchnahme von Kredite» oder neeei schwebender Schulden durchführbar sei.
Ar Snwaitonsitan« in htt jrmiiW» Sammet
Pari-, 13. Aov. Bet der fortgesetzten ©eiter*' bebakte über da? Budget 1923 ergreift tzlnanzmintttet de Laftevrie das Wort, um sich über die allM vagen Betrachmngen zu beklagen, die btnstchtltcb der Zukunft vorgebracht worden seien, die auf__ntdn»
Seriösem beruhten, die aber den Kredit Krankteichl’ fchlMge» OHM ' ... ___________
AnMches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher kurheMche) Oberhessen
Die RevmtmchW.
Paris, 13. Nov. Wie Havas mitteitt, HM die Reparationskommission beute mittag eine offiziöse Sitzung ab. in der die Ergebnisse der Berliner Enguote und die Vorschläge sowie Anregungen ge.
Ser mW« Mll«»s.
London, 13. Nov. Die „Times" vermutet, daß, abgesehen von 51 Sitzen, die zweifelhaft sind, das neue Unterhaus folgende Parteigruppierung aufweise: Unionisten 322. Arbeiter 95, Liberale 76. Nationalliberale 63. Unabhängige 5, irische Nationalisten 3. Diese Zahlen gäben den Unionisten eine Mehrheit von 80 über alle anderen Parteien im Hause. Selbst wenn alle 51 zweifelhaften Sitze den Oppositionsparteien zufallen sollten, würden die Unionisten noch eine klare Mehrheit von 29 Stimmen haben.
London, 13. Nov. Lord Derby erklärte in einer Rede in Manchester, in diesem schwierigen Augenblick müßte müßte das Land fest und in. vollem Einvernehmen mit den Alliierten stehen und er sei ftoh sagen zu können, daß die Regierung in voller Uebereinstimmung mit Frankreich sei. Die Regierung wolle, daß die Uebereinstimmüng fortdauere nicht nur in der gegenwärtigen Krise, sondern auch in der Reparationsfrage.
London, 13. Nov. Churchill erklärte in einer Rede in Dundee, er habe bei den letzten Wahlen sich zu der Eintreibung der deutschen Reparationen in Höhe von 2 Milliarden Pfund Sterling verpflichtet. Die Ereignisse der lefcten vier Jahre
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ne»«, «238 rtutlui probe.
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26 5. Sitzung vom 13. November:
' Dis Hau- erledigt zunächst eine Reihe von Aus- Ichußbciichtcn ohne jede Debatte.
; ßu bet Interpellation Dittmann (So».) wegen her Rechtsprechung des bayerischen Volksgerichts in Mün- Lcichts in München im Landesverratsvrozeß Fechen- ha ch erklärt der Reichsjustizrninister. daß die Regierung hic Interpellation innerhalb der geschält so kdnungSmäßi- Wn Frist beantworten werde.
Dos beulsch-volwschc Bergwerksabkommen hber Oberschlesien wird dem Ausschuß C6er-= »iefen; der Entwurf eine- JugendgerichtSge- fetze- brat Recht-ausschuß unb der Antrag aller Par- tien, baß Messeabgaben erhoben werden dürfen, hem volkswirtschaftlichen Ausschuß.
Der 6 Nachtrag zum Reichshaushalt-dlan Wh» in erster und zweiter Lesung angenommen.
Nachdem ein Antrag Schulz- Brombcrg (Dratschn.), ftr morgen die Entgegennahme einer Regierungserklärung lauf die Tagesordnung zu setzen, gegen die Stimmen der . tze itschnationalen. der Deutschen Boll-partei und der ■bmmunvte'i «t?o<l. Fn> werden ist. vertagt sich da- Haus «tf morgen Nachmittag 8 Uhr: Kleine Anfragen, ©e- |äSftSoibnung des Reichstags unb Interpellation Marx jütr bie Not bet Wissenschaft.
Volk unb keine Kolonie vor sich. Gleichberechtigte unb keine Vasallen."
Stimmung in der Entente.
Paris, 13. Nov. Havas veröffentlicht folgend« offiziöse Not«: Seit einigen Tagen wird die öffentliche englische Meinung in den aus London kommenden Nachrichten als sehr besorgt lungtstellt inbezug au! bie tzaltun g der französischen Regierung in den Fragen des Rohen Ostens Man geht sogar soweit, von einer Krise in den Beziehungen bet beiden Länder zu sprechen. De Ursache dieser Spannung soll vor allem ine Weigerung Poincares sein, dem Wunsch Lord CurzvnS entsprechend mit diesem vor der Eröffnung der Lausanner Konferenz zusammraznlresien Unter liefen Umständen hat Poincar? wissen lassen, daß er bereit wäre. Ende dieser Woche sich in eine der beiden Städte Genf ober Lausanne oder auch sonst wohin zu begeben, um nut Lord Curzon unb Mussolini rnr jammenzutreff.n D r französische Ministerpräsident werde um)o lieber an diesen Besprechungen teilnebmen, als man in Paris überzeugt sei. das in der Sach« selbst, was die Bedingungen des ntuen Fr^edensverkrages mit der Türk« anlange, das interalliiert« Einvernehmen bereits hergestellt sti.
Die offiziös« Mitteilung geht bann auf bie Londoner Nachricht ein. wonach bet französische Oberkommissrr in Konstantinopel, General Pelle, nur in beschränktem Maße zur Verhängung des Belagerungszustandes ermächtigt worden ist, während die beiden anderen Oke.r- kommissare uneingeschränkt« Vollmachten hierzu besaßen. Diese Darstellung wird dahin berichtigt, daß ö« an und für sich völlig vorbehaltlosen Instruktionen PoincareS an den General durch ein« Störung der Nachrichtenverbindung trotz ber Zuhilfenahme der englischen Funkstation auf Molta nicht richtig nach Konstantinopel gelangt feien. D r Belagerungszustand fei aber in Wirk- l-chk-it nicht infolge des Fehlens der Instruktionen nickt verhängt tootb.n. foitbern wegen ber Unstimmigkeit unter den alliierten Vertretern in Konftantinop«! hinsichtlich der Opportunität dieser Maßnahmen, wobei die Generale Harrington, C h u r p v uns M o m b e l l i alle drei gegen die Verhängung . miesen seien.
Paris, 13. Nov. Havas meLet auS London, die offizielle Nerdofüät, dir sich in London in unter* richteten Streifen zeige, hrtb: gestern «ugebauert. Es verlaute, daß man burch ossizielte Depeschen aus Kon- slauünopel erfahren habe, General Pell6 hätte hinsichtlich der Verhängung bes BelagerungS- »ustanbes nur eine eingeschränkte Ermächtigung «hal-
kiätten ihn jedoch überzeugt, daß nicht der mindest« Grund dazu besteh«, daß Deutschland nicht sogar 2Va Millionen und zwar in Zahre-zahlungen von 120 Millionen Pfund zahlen könne. England sei vollauf berechtigt, von seinen Schuldnern auf dem Kontinent und'von Deutschland genügend Zahlungen z« roibetn, die es instandsetzen würden, seine Verpflich- tungen gegenüber den Vereinigten Staaten zu erfüllen.
L o n d o n, 13. Rov. Der Schutzkanzler Baldwin erklärte in einer Rede in N e w c a st l e, man könne nicht auf eine Besserung der Handelsfrage i» Europa hoffen, bevor eine Regelung der Repa- rationsfrage erzielt fei. Das fei aber unrnög. li chobue ein weit engeres Einvernehmen m i t Fr a n k r e i ch. als es in letzter Zeit bestanden habe. England werde Deutschland nicht entwischen fassen, wenn jedoch durch unvorsichtige Behandlung Deutsch, 'and in Bankerott oder möglicherweise in eine Revolution getrieben werde, werde Frankreich selbst di« Krebswunde am Körper Europa» »tz ‘einen eigenen Grenzen sehen.
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j ie ,L'berl>e;RW Leitung et scheint lechrmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich
1; Ser Örient.
Pa riS. 13. Nov. Noch einer HavaSmelbung ou5 Konstantinopel haben bie alliierten Generale gestern Nachmittag von neuem in bet englischen Botschaft, wo auch bie Oberkommissare znfammengetreten $r.b, miteinander beraten. Die Konferenz sei vertagt Worden. Di« Alliierten hätten beschlossen, bie Zensur abzuschaffen, ber bie türkische Nachrichtenver- jltubuno mit Angora unterworfen war. Wasdi e Le- tzenZmittel anlangc, so sei bte Lag« ernst. Infolge der Inkraftsetzung beä kemalistischen Zafttarifs seien groß« p?rngen M-chl, die aus dem Anstande an gelangt waten. Wieder in die Schiffe verladen worden. ES fehle an Brot. Di« Bäcker in den asiatischen Bierteln lehnten etz l6, Brot an bie Christen »uv erkaufen.
Lonbon, 13. Nov. Reuter melbet au« Konstantinopel: Reset Pascha hat nicht nur bk 'Kontrolle ber aan»en Verwaltung übernommen — et scht sich auch über bie Kapitulation hinweg, bie et «acht anerkennt, soweit sk »n dem Erlaß der Rational- terfnmntiung in Widerspruch stehen. Der Verwalter der H ö l le hat den Zollaufschlag aus Getveide ausgehoben unb baburdj bte Herabsetzung des Brokpreises auf ben frühere n Staub erreicht. Reset Pascha weigert sich auch, ,büs von den alliierten Behörben für die Regelung von Streitigkeiten »wischen Ausländern und Eingeborenen angerichtete Verfahren anzuerkennen, unb verlangt bk Abschaffung bet Gefängnisse ber Alliierten. Erfordert tatsächlich mehr, al- bie Türken auf der Soufaener Konferen, »u erlangen hoffen dürfen.
Wie Ankunft der lütkifchen Del-gatton In Lanfanne.
Paris, 13. Rov. Aus Lausanne wird gemeldet: Die türkische Abordnung ist gestern vollzählig in Lausanne angekomtnen. Bei ber Ankunft hörte bie Desertion, daß die Konferenz auf ben 20. November verschollen worden ist. „Wit haben alle» getan", so erklärte Ismid Pascha, „um ben vorgeschriebenen Etöff- Nungstermin einzuhältcn unb sind Über die Verzögerung enttäuscht. Vielleicht, «verde ich mich mit einigen Mtt- efieöern der Abordnuttg nach Paris begeben. Das hängt kdoch noch von den Ereignissen ab. JedensallS werde ich mit meiner Entscheidung bis morgen warten." Ismid P-.csckm hat telegraphisch den Pariser Vertreter der An- tzoraregierung Tereth Pascha beauftragt, sofort nach fettfattne zu kommen, wo er mit feinem römischen Kollegen zusammentressen wird.
Pari-, 13. Nov. Ismid Pafcha hatte vor feitet Ankunst in Lausanne im Eisenbahnzug ein Ge- Itzräch mit einem Vertreter des „Matin", in dem er sagte: »Die Verzögerung der Konferenz sei sehr gefährlich, do han nicht ein ganzes Volk und -ein« skgreiche Armee in bent ungewissen Zustand des Waffenstillstandes taffen 8nnc.
Pari-, 13. Nov. JSvtib Pascha erklärte dem iBedreter beS „Matin" in Lausanne, bk Verantwortung btt Negierungen, bie bie Friedenskonferenz vertagt hätten, ife ernst. Er erklärte, baß dies gefährlich sei, weil man ^nicht leicht ein ganzes Volk unb ein ganzes Heer in der !Üttgewißheit bes Waffenstillstände- erhalten könne. Es tzebe keine normalen Verbindungeu »wischen den Möchten unb ben Türken, aber eine nervöse unduldsame Spannung für ein gan-e- Volk, das nichts dttderes verlange als den Frieden. Auch in Konstantinopel sei bk Loge verwirrt. Nachdem man das tzersSnliche Sultanat abgcschafst hab«, leien die National- tfirten an bie Stelle ber türkischen Behörden o’teti Re- dimer getreten. Konflikte könnten entstehen. Die alli- ierte und die türkische Polizei ri-kkrten, aneinander ;« Hernten. Wäre «S nicht besser, da Konstantinopel den ^Rationaltürkeu feierlich versprochen worden fei. sie allein die Verantwortung für btt Aufrechterhaltung der Ord Mutig übernehmen »u lassen? Sei eine einzige Autorität Gegenüber einer tkf beunruhigten Volksmasse nicht voc- 8»»iehen? Mle bkfe Verzögerungen seien verhängnisvoll, bchlitßljch erklärte Jsrnjb Pascha, bk Ziele unb Wünsche fder Türken wie ihre Jutertssen gingen bahin, herzliche »nb enge Beziehungen zu Frankreich zu haben. Aber, * «ÜSrte er weiter: »Sie habe» ei« freies
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Mussolini und bie Reparationsfrage.
Rom, 13. Nov. In einer Unterredung, bH Mussolini französischen Pressevertretern gewährte, bei ährte er auch die Reparationsftage, wobei et f 1 ch zum französischen Standpunkt bekannte. Italien habe die gleichen Interessen wie Frankreich, da es das deutsche Geld brauche. Natürlich bedürfe die Frage einer Lösung, ob Deutschland dieses Geld auch zahlen könne und ob man es zum Zahlen zwingen könne und wie, ferner ob man mit Geivalt oder mit der Kraft der Ueberzeugung vorgehen müsse. Amerikanischen Pressevertretern sagte Mussolini im Zusammenhang mit der Frage der tnreralliicrten Schulden, daß man diese Frage auch nach seiner Ansicht von der der Reparation nicht trennen könne. Er gebe sich der Hoffnung hin, daß sich die 'Ikteinigten Staaten der Fr'gen ihres Vers holiens gegenüber Europa bewußt und ihren Stand» punft ändern werden. Zur Frage etner amerikanischen Anleihe sagte Mussolini, der Staat wolle keine neuen Schulden mathen, er wolle vielmehr das Lud», get durch ernstliche Ersparnisse heilen.
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