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wohl auch unsere Lage durchaus nicht übermäßig angenehm ist. Aber keine der beiden Rationen wünscht größere Konzessionen zu machen, al» unbedingt nölig ist. Bevor jedoch die deutsche Regierung einen bestimmten Aktionsplan aufstellt und uns sagt, welche Konzessionen sie als wesentlich betrachtet, um den Plan zur Ausführung zu bringen, kann nichts Nützliches geschehen. Som Gesichtspunkt des Fortschritts in der Richtung auf die Verwirklichung eines solchen Planes war unser Besuch iu Berlin eine Snttäschung."
Schließlich sagte Bradbury teilt persönlich: „Aber weder die Reparationskommission noch bei. Bankierausschuß noch eine internationale Konferenz kann als geistige Fee eingreifen. Wenn die deutsche Regierung keinen Mut hat und keine Mittel und Wege findet, sich selbst zu helfen, so können wir ihr nicht helfe»! Wenn sie weiter ihre Arme kreuzt und auf die Katastrophe wartet, so kann und wird sie wahrscheinlich zerstörende Kräfte auslösen, gegen die der Rhein nur eine schwache Barriere bildet und gegen die auch der
eine offizielle Ansammenardett mit der Deutschen «olkspartei. Während tote .Voss. Ztg.' berichtet, der Reichskanzler habe «um Ausdruck gebracht, dag zur Lett nur «wel Sitze im RetcbSkablnett frei feien. daS AuftenminMerium und da» Ministerium deS »teder- aufbauS und daß daS Kabinett eventuell noch durch einen Minister otzae Portefeuille erweitert Werve« könne, spricht da» .Tageblatt' auch von einer Heu# besetzt»»« des RetchSpost. und deS RetchswtrttSaflS- Ministeriums. Den BlSttera zufolge soll für de« Posten deS AulreuministertumS der Generaldirektor der Hamburg-Amertka-Ltnte, Geheimrat Cuno, in Aussicht genommen sein.
Kanal sich als unwirksam Stoß aber auf jeden Fall werden mutz!"
Ein Interview
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«• efonbte tr Vern, Paulucct de Caldokt, wird zum italienischen Botschafter in Madrid ernannt. Zum italienischen Botschafter in Wasdtngton wird der na- lionaltstische Abgeordnete Caotani bestätigt. Der Ministerrai sprach sich ferner gegen die von Mussolini geplante Ausländsanleihe aus.
Die ^vberheMiche Zeitung' erscheint iechmnal »Schentlich. — veplgsoeei, monattl» 185 Mt. mit Zustellungsgeblihr. Für oustallende Bemmen» infolge Streik» aaet elementarer Ereignisse lein Ersatz. — Verlag von Dr. E.Httz«roth. — Druck der llniv^Buchdruckerei von3ob. Lug. Noch, Markt 21 iS. — Nernjprecher 56, Poft» sckeckkouto: Rr. 5015 Amt Frankiert a. Main.
erweisen wird, deren zu Hause ausgehalten
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Für uns Deutsche gibt es in Wahrheit nur eine Frage von Bedeutung: das Schicksal der Mark. Sie schließt alle anderen Fragen in sich. So wichtig letzten Endes für uns auch ist und werden kann, was sich im Orient ereignet, wir haben näherliegende Sorgen. Das Schicksal der Mark aber cheint besiegelt zu sein.
Seit Jahr und Tag beweisen wir der Welt, daß die Lasten des Versailler Vertrags eine glatte Unmöglichkeit sind. Diese Erkenntnis bricht sich Bahn. Aber die Stimmung bei den einzelnen Völkern ist noch nicht reif genug, um nun auch entschlossen die Folgerungen zu ziehen. So find wir auch jetzt noch darauf angewiesen, uns selbst zu helfen, lind die größte lleberraschung wird wohl für weite Kreise der deutschen Bevölkerung gewesen sein, daß da» Gutachten der Sachverständigen eine äußere Anleihe noch nicht einmal für notwendig hielt.
Um aber Deutschland die Selbsthilfe zu ermöglichen, find nun doch Einwirkungen von außrn her und direkt« Hilfsmaßnahmen unerläßlich. Die Sachverständigen bezeichnen als solche Voraussetzungen die Befreiung Deutschlands mindestens für einen Zeitraum von zwei Jahren von den Leistungen nicht nur in bar, sondern auch in Sachlieferungen. Die Gutachter halten die deutsche Zahlungsbilanz für viel besser, als sie nach dem verfügbaren, allerdings sehr mangelhaften Zahlenmaterial sich darstellt. Sie glauben auch, daß bei stabilisierter Mark in verhältnismäßig kurzer Frist das deutsche Budget in Einnahmen und' Ausgaben ausgeglichen werde« kann. Als einen ganz besonderen Aktivposten in der deutschen Bilanz betrachten die ausländischen Fi» nanzmänner aber den noch vorhandenen Goldbo, stand der Reichsbank. Bei einer von ihnen vorge. schlagenen Stabilisierung auf einer Grundlage von etwa 3000 bis 3500 Papiermark würde kaum di« Hälfte dieses Goldbestandes in Anspruch zu nehme« •ein. Mit Recht knüpfen die Gutachter daran die Feststellung, daß noch nie eine Währung zugrunde gegangen fei, die eine derartige noch unbenutzte Reserve zur Verfügung gehabt hat.
Die Reichsregierung hat sich in ihrem Vorschlag, den sie der Reparationsommisfion machte, auf die Gutachten der Theoretiker und Praktiker der Berliner Sachverständigen berufen. Danach kommt alles darauf an, einen Weg zu finden, wonach Mittels eines zu gründenden internationalen Bank» fpndikats in Verbindung mit der Reichsbank die Stabilisierung der Mark in Angriff genommen wird. Das Gutachten der Bankiers Vissering, Brand und Dubois hält die Gründung eines solchen Svndikats für möglich und erachtet zu seiner Ausstattung einen Betrag von 500 Millionen Go dmark notwendig. Die Reichsbank würde dann gegei Verpfändung von 500 Millionen Gold einen gleichlautenden Bankkredit in Anspruch nehmen könnrn.
Es ist das erste Mal, daß ein praktische« Programm zur Rettung unserer Wirtschaft voigelegt wird. Ohne daß die Verpflichtungen Deutsckland» Hat unterschrieben und auf eine erträgliche Höhe festgesetzt ist, wird jedes Programm auf die flauer zur Erfolglosigkeit verurteilt sein. Beim Geld hört die Gemütlichkeit auf und kein Finanzmann der Welt wird einen Schuldner helfen, dessen Lage er nicht überschauen kann. Bei den Besatzungskolten, den Kohlenlieferungen, überhaupt dem Versailler Vertrag muß letzten Endes der Hebel angesetzt werden. Darum kommen wir nicht herum. Was nir im Innern unter diesen Umständen treiben, ja tief/ ben müssen, ist Bankerottwirtschaft. Die Noten« presse rast und das Geld wird täglich weniger wert. Eine slllche Wirtschaft ist aber nicht geeignet ei« Volk vorwärts zu bringen. Das geschieht nur durch Arbeit und Sparsamkeit. Dinge, die z. 3t. nicht i« hohem Kurse stehen. Wenn eine einzige günstig» Spekulation Riesensummen einbringt, wird die Zahl derer, die dzirch angestrengte Tätigkeit wieder auf» bauen wollen, täglich kleiner.
Immerhin hat die innere Lage seit kurzem wieder eine schwere Erschütterung erfahren. Ueber de« Zwist Wirth—Hermes berichteten wir bereits. Aber die eigentümliche Haltung der Sozialdemokratie dürste «och bedeutsamer für di« EntwicklüSsi exw,
Paris, 10. Nov. Die Agentur Havas ver- cffenllicht folgende Aeußerungen, die B a r t h 0 u ihrem Berliner Vertreter gegenüber gemacht hat: liebet die Jüagf haben wir viele, erfahren, was uns. ’Vonft unbekannt geblieben wäre. Indessen haben unsere Bemühungen es nicht dahin gebracht, daß wir die Vorschläge erhielten, die mir mit Recht erwarten dursten. In Deutschland ist die Flucht vor der Verantwortung nicht weniger groß al» die Kapitalflucht. Die Noten der deutschen Regierung über die Stabilisierung der Mark gleichen nur sehr entfernt dem genauen Plane, den sie uns versprochen hatte. Was sie vor- gebracht hat, find Anregungen, aber keine Lösungen. Ich will fein« Vermutungen über die Entscheidung anstelle« die die Kommission tteffen wird: ich will auch insbesondere nichts sagen, was eine Einigkeit, deren wirksame Kraft die deutsche Regierung bei allen unseren Besprechungen gefühlt hat, zerstören oder auch nur schwächen könnte. Aber als Delegierter Frankreichs werde ich die Rechte meines Lande» verteidigen» Ich weiß, daß ein Gläubiger seinen Schuldner nicht ruinieren darf, aber ich weiß auch, daß ein Gläubiger sich nicht zum Vorteil seines Schuldners ruinieren soll. Frankreich hat nicht so viele Opfer gebracht und ist nicht so weit entgegengekommen, um zu sehen, wi« man ihm notwendige Garantien verweigert oder sie zurückzieht. Niemand kann von Frankreich erwarten, daß es Mäßigung bi» zur Aufopferung treibt.
Sos im Italien
Die Veränderungen t« der italienische« Diplomatie.
Rom, 10. Nov. Der italienische Ministerrat bat sich noch einmal mit den beabsichtigten diplomatischen Veränderungen besaht und nunmehr folgende Wechsel für endgültig erklärt: Die Demission des Senators Frassatt als Botschafter in Berlin wird angenommen. Er wird durch Baron de Bosdart, den gegenwärtigen Gouverneur der Ansel Rhodos und langjährigen italienischen Gesandten in Achen, ersetzt. Zum Botschafter in Parts wird Baron Romano d'Avezzano ernannt, während der letztge Botschaf- te in Linben, Senator de Marlin», durch den früheren Autzenminister de la Dorret« ersetzt wird, de Martino wird nach Tokio gehe», Der ehemalige
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Die Umbildung der Regierung.
Den Blättern zufolge empfing der Reichskanzler gestern die Führer der IkoalttionSvarteien sowie der Deutschen und der Bayertschen Volkspattei zur Fortsetzung der Aussprache über ein wirtschaftliches Aktionsprogramm. Hauvtgegenstand der Besprechung, an der fast sämltche Mitglieder der Reichsregierung tetlnahmen, bildete jedoch die Frage der Regierungs- umbUdung. Der Reichskanzler machte längere Ausfildrungen. in denen er erklärte. d a st der Reichspräsident ibn mit der Umbttbune. der Reichsregierung nunmehr beauftragt habe. Er wolle diese« Problem sofort in Angriff nehme« und, wie es im Tageblatt beitzt, zu diesem Zweck mit dem ihm geeignet erscheinenden Männern der Wirtschaft in Verhandlungen ein- treten. Es liegt also, wie die .«off. Zig.' und daS .Tageblatt' schreiben, nicht in der Absicht deS Reichskanzlers, die sogenannte große Koalition mit Ein- swinß der Deutschen Volkspartei eventuell auch der Dayettschen volkspartei zu verwirk ichen, sondern viel, mehr unter Qinzuziehung von führenden PersSnlich- keiten der Wirtschaft, die z. T. der Deutschen volkS- panei nahesteben, ein Kabinett de« wirtschaftliche« Wiederaufbaus zu bilden. Wie das .Bett. Tagebl.' wissen will, habe der Abgeordnete Hermann Müller alS Sprecher der Sozialdemokraten erklärt, daß seine Partei gegen den Eintritt von Männern der Wirtschaft in die ReichS- regterung niemals etwas etnzuwenden gehabt habe, dagegen fei die Sozialdemokratie «ach ttrt« vor gegen
hätten, Werl es mehr als andere Nationen vom Aussen- handel abhängig und daher die Wuckerherstellung Deutschlands und die Wiederherstellung des englischen Handels mit Deutschland ein eigennütziger Vorteil für das britische Reich sei, als völligen Irrtum. sei vollkommen wahr, daß eS im Jntcrcsse der ganzen Welt li-ge, daß sich Zentraleurova erhole. Deutschland sei jedoch, obwohl ein groß-r Abnehmer, auch ein grosser Rivale Englands. Es sei vollkommen sicher, daß. soweit materielle Interessen in Betracht kämen, du Erholung Deutschlands von diesem Stardpuntt auS m-ndesiens ebenso nützlich für Frankreich wie England sei. Der Premierminister schloß: „Wir beginnen nft dem guten Willen und w-ssen, daß er überall herrscht. Wir beginnen mit dem Wunsch an unsere Alliierten; wir beginnen mit der Ueberzeugung, daß sie ebenso denken wie wir und wir übereinstimm-n müssen, da sonst das Chaos die Folge sein würde. Ebenso wie wir int Kriege über- einstimmten, so hoffe ich, daß wir es ermöglichen werden, 6et der Herstellung des Frieden- ebenfalls Lber- einzustimmen." .
i Part-. 11. Nov. Nach einer HavaSmeldnng itf? London erfährt man aus Konstantinopel, daß die alliierten Oberkommissare Donnerstag Nachmittag dem Vertreter von Angora eine Not» überreicht haben, m der die Beseitigung aller auf die Zollerhöhung, die öffentliche Schuld, das Gesundheitswesen und ander- lsierwaltangszweige bezüglichen Maßnahmen verlangt wich mit der Begründung, daß sie den Kapitulations- uno len Bestimmungen des Wasfenstillstandsvertrogs von Wubania zuwiderlaufen. Im Falle der Weigerung würden die Oberlommissar oezwungen fein, ihren Regierungen die erforderlichen Maßnahmen an- guempfehlen.
Paris, 10. Nov. Di« franzSsische Regierung hat beschlossen, einen weiteren Kreuzer in die türkischen Gewässer zu entsenden.
- Paris, 10. Nov. Die „Chicago Tribüne" berichtet aus Rom, Italien habe 3Kreuzer nach der "Levante geschickt, um das Admiralsschiff „Archimedes" unterstützen daS sich unnenbessktich iu K»,»stantii.ovel befindet, und um die italienischen Interessen zu vertreten. Wie Nachrichten des Generals de Mombelli, die im Ministerium des Aeußern eingegangen sind, schildern fee Lage als sehr ernst.
Paris, 10. Nov. Der amerikanische Kreuzer „Pittsburg" hat Befehl erhalten, sich von Gibral- tar noch Konstantinopel zu begeben. Nach dem „N-w- ^Horker Herald" erllärte der Fioltenseftctär Demby gestern, ^es dürfe darin kein Anzeichen dafür erblickt werden, daß -die Regierung ihre Streitkräfte tm nahen Osten weiter zu verstärken gedenke. Die „Pittsburg" solle nut den Kreuzer „Utah" ersetzen.
u Paris, 10. Nov. Der „Matin" erfährt auS Athen, ■fcaß Aaimis ein nationales Koalitionsministerium bil- B werde auS allen enlentesreutchlichen Gruppen, oie Gefühle der Revolution b'll'oen Politi» werde nister deS Auswätti«n tm neuen Kabinett bleiben.
U Paris, 10. Nov. Eine Nachrichtenagentur berichtet auS Athen, Exkönig Konstantin werde nicht Hör da» Kriegsgericht zitiett werden und werde auch nicht isür die Niederlage des griechischen Heeres in Kleinasien iterantwortlich gemacht werden. AlS Grund werde an» 'gegeben, die griechische Verfassung widersetze sich der Anklage gegen den König, da die Minister allein ver- «nttvottllch seien. '
Die Hetwott der Reparationskommission.
Berlin, 10. Äo». Die Antwort der Repa- rationskommisfion auf das Schreiben des Reichskanzlers vom 8. November lautet:
Die Reparationskommisston hat die gestern von Ihnen mitgeteilte Note de, deutschen Regierung nebst den ihr beiliegenden Urkunden zur Kenntnis genommen. Wie die Kommission, die zum Zwecke einer Untersuchung hergekommen war, schon vor ihrer Abreise bestimmt hat, wird sie sofort nach ihrer Rückkehr nach Paris die ibr von Ihnen unterbreiteten Vorschläge oder andere, womit Cie sie etwa noch zu befassen für angezeigt halten, über die Gesamtheit der Fragen, die sie mit Ihrer Regierung erörterte, einer Prüfung «nterziehen. Genehmigen Cie, Herr Reichskanzler, die erneute Versicherung unserer ausgezeichneten Hochachtung.
Eez.: Louis Barthon. John Bradbury. L6on Delacroix. Salvago. Raggi.
Abreise der Repko nach Paris. ? ~
Berlin, 10. Nov. Die Mitglieder der Reparationskommission haben heute mittag um 2 Uhr mit dem V-Zug Warschau—Paris Berlin verlassen.
Anleiheumfrage der City.
London, 10. Nov. In der Londoner Eftn wird gegenwärtig eine Umfrage veranstaltet, um die Aussichten einer Anleihe für Deutschland festzu- stellen^» Ein bekanntes Finanzinstitut wird in diesem Zusammenhang, genannt. Der Betrag, der event. ausgegeben werden soll, wird mit 25 Mill. Pfund Sterling genannt, nach heutigem Kurs etwa 750 Milliarden Papiermark.
Bradbury über den .Erfolg" der Berliner Beratungen.
London, 10. Nov. In einer Unterredung mit dem Berliner Vertreter des Reuterschen Büros sagte das englisch« Mitglied der Repaia- tionskommission, Sir John Bradbury:
„Unser Besuch in Berlin war nützlich in dem Sinne, daß jedes Mitglied der Kommission jetzt von der S ch w e r e der Lage überzeugt ist, und wir alle find der Meinung, daß, wenn eine Katastrophe vermieden weiden soll sofort Schritte unternommen werden müssen, um die Mark zu stabili- iieten, den Haushalt ins Gleichgewicht zu bringen und die f ch w e b e n d e S ch u l.d e i n - zudärnmen. Mein franzcfifcher Kollege und ich halten daran fest, daß die Verantwortung für die zu ergreifenden Maßnahme« bei der d e u t - fchen Regierung verbleiben müsse. Aber es kann keine grundsätzliche Meinungsverschiedenheit und keinen Widerstreit zwischen den britlschen und den französischen Interessen geben. Es ist zweifrl- los, daß die unmittelbaren finanziellen Bedürfnisse Frankreichs dringender find als die unfrigen, ob«
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Lord Curzons Absichten auf -er Lassan«« Konferenz.
- Paris, 10. Nov. Dem Londoner Korrespondent beS „Petit Parisirn" zufolge, richtete die englisch« Regio- iiung gestern Nachmittag an den englischen Botschafter M Paris, Lord Lardinge, eine Reihe von Instruktionen. Lor allem solle Lardinge dem franzSsischen Ministerpräsidenten darlegen, daß Lott» Curzon noch in der Lage sei. sich am 13. November nach Saufanne zu begeben: nickt allein aus t)erfaffung?mcüigen Gründen, sondern weil er vorher mit Poinrare und Mussolini fiter die gemeinsame Poltik auf der Konferenz von Laujanne ein Einverständnis erzielen wolle. Lord Curzon wünsche, daß ans der Konferenz in Lausanne die Entente so fest sei, daß der Führer einer der drei Delegationen mit der Autorität der beiden anderen antwotten könne. Diese Frage wünsche Lord Curzon vorher mit Poinrarä zu bespreche«. • ’
Paris, 10. Nov. DaS „Echo de Paris" meldet. Lord Curzon habe nach Nachrichten, die in diplomatischen Kreisen verbreitet sind, die französische Regierung von sriner Absicht in Kenntnis gesetzt, sich nach Paris zu begeben in der Hoffnung, er f3nne sich mit Poinrare und Mussolini über die BerhaltungSlinien verständigen, die England, Frankreich und Italien in den orientalischen Angelegenheiten annehmen könnten.
Eine Rede Bonar Laws.
London, 10. Nov. Bonar Law erschien gestern Aberck wegen Erkältung erst nach Beendigung deS Banketts in der Guilshall. In seiner Rede erllärte er, das »roße Ziel einer jeden Regierung, die ans Ruder käme, n die Betonung des Friedens. Es gebe augenblicklich nur einen Weg, wie der Friede gesichert und die Schwierigkeiten in Europa fitenrunben werden könnten: dass die Alliierten, di: den Krieg zusammen gewonnen hätten, auch gmuinf.un kandesien!, um den Frieden zu sichern, den sie allein sichern könnten.
Bonar l-errichncle tle Ansicht, daß England Hne eigennützigen Interessen in der Reparations- Itage milde g—enülcr Deutschland gestiimur
Btt Orient
XW4' Die Friedenskonferenz.
Amtliches VerWndigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeigeß für (das früher kurhessischej Oberhessen
London, 10. Nov. ES verlautet, daß die «men ckerungen der Türken eine vorherige iü-zatung der nötig mache. E» fei wahrscheinlich, daß eine usammenkunft zwischen Lord Cur»»« und n Premeerminister von Frankreich und talien stattfinden werde. Infolgedessen werbe die Lausanner Konferenz möglicherweise über den 20. Nov. chobe« werden müssen.
Pari», 10. Nov. Nach einer Havasmeldung aus Mmstantinopel ist die türkische FriedenÄ>elegation unter Dührnng von J«mid Pascha gestern mit dem •*' iCrienterurefc von Konstantinopel nach Lausanne abgereist, >wo sie am Montag erwartet wird. Hamid Bev und » einige Sachverständige werden heute oder morgen mit dem *| !französischen Passagierdampfer „Tigre" abreijien, der am I [16. in Marseille eintreffen wird. * ' '
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