Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher kurheMchej Oberhessen
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Marburg
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Rebelang.
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Tewfik erklärte, da er unter Anklage stehe, wünsche er sich vor seinem Land rein zu waschen. In natio- nalistischen Kreisen glaubt man aber, wie das Blatt linzufügt, an einen bevorstehenden Rücktritt des Sultans.
Paris. 8. Nov. Nach Konstantinopeler Mel düngen, die hier über Bern eingegangen sind, soll der Sultan deck Versuch gemacht haben, die Stabt zu verlassen, woran er jedoch von den Bevölkerung verhindert worden sein soll.
P a r i s, 6. Nov. Havas berichtet aus Konstantinopel, der Vertreter Angoras habe gestern nachmittag 4 Uhr eine Verbalnote überreicht, in der ge- 'agt wird, datz die Verwaltung von Konstantinopel nunmehr von der Regierung von Angora durch- geführt werden soll, so datz die a l l i e r t e mili- lärische Besetzung unmöglich und unnötig geworden sei. Wir hoffen, fügt die Note hinzu, datz die Alliierten unser Verlangen nach s o- fortiger Evakuierung günstig aufnehmen werden.
Paris, 6. Nov. Nach einer Havasmeldung aus Konstantinopel hat der Vertreter Angoras den alliierten Oberkommissaren eine zweite Note überreicht, in der erklärt wird, Kriegsschiffe aller Nationalitäten mutzten um die Ermächtigung zur Durchfahrt durch die Dardanellen ersuchen und' im Hafen die neue türkische Regierung grützen. Eine weitere Note fordert den Betrieb der Eisenbahnen durch den Staat, lieber die Abdankung des Sui»
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tans besitze man noch keine weiteren Nachrichten, nehme aber an, datz von den englischen Behörde« Matznahmen zum Schutze des Sultans und de« Erotzprinzen getroffen würden.
London, 6. Nov. Reuter meldet av» Kon» stantinopel: Die Oberkommiffare 8et Alliierten haben der Regierung von Angora mit« geteilt, datz sie die Forderungen nach A u fhe« bung, der interalliierten militäri«, jchen Bese itg kategorisch ablehnen.
Konstannnopel, 7. Nov. Der neue <6ow» rerneur hat bekanntgegeben, datz Stambul nicht länger mehr die Hauptstadt der Türkei wäre, sond» dern jetzt durch die Provinz Konstantinopel unter gleichzeitiger Einrichtung einer Provinzverwaltung ersetzt worden wäre. Refaat Pascha hat ferner die Aufhebung der türkischen Zensur befohlen. Bq» allen Seiten Höri man Schiehen und wilden Lärin. Tie Türken feiern auf diese Weise die Trnchtunp der türkischen Republik.
ding und Abgeordneter Breitscheid. Der englische und der amerikanische Botschafter waren ebenfalls erschi^ neu. In ungezwungener Aussprache bildeten sich Grup- ven mit den Mitgliedern der Reparationskommission, deren dauernder Vertreter in Berlin a g n e n i n ebenfalls anwesend war. Die Grnndprobleine der Ltabiu- sierung der Mark und die Anleihesrage wurden erörtert, wobei der ebenfalls anwesende Leiter der Deutschen Bank, von Gtvinner. beiden Richtungen der Kommissionsmit- glieder reichen Ausschluss geben konnte.
Berlin, 6. Nov. Die Beratungen der ausländischen Sachverständigen, die aus Einladung der deutschen Regierung nach Berlin kamen, um ihr Gutachten über die Stabilisierung der Mark abzugeben, steht, wie von zuständiger Seite gemeldet wird, vor ihrem Abschluß. Der holländische Sachverständige V i s s e r i n g wurde heute vom Reichskanzler empfangen. Mehrere Sachverständige haben bereits Berlin verlassen. Es ist damit zu rechnen, datz das Gutachten heute abend oder morgen vet> öffentlicht werden wird. An zuständiger Stelle wird nach wie vor die Beantwortung der Frage ob die Sachverständigenberatungen einerseits und die Verhandlungen der Reparationskommission mit der deutschen Regierung andererseits in direktem Konnex stehen, abgelehnt.
Die Antwort der Reparationskommission.
B e r l i n, 7. Rov. Die Rote der Reparations- kommission ist erst am späten Nachmittag der Reichsregierung übergeben worden, so daß diese gestern abend nicht mehr in der Lage war. zu der Note Stellung zu nehmen. Die Kabinettssitzung findet erst heute vormittag statt, liebet den Inhalt der Note verlautet, datz sie den Eingang der deutschen Vorschläge bestättgt und den Wunsch nach erweiterten Vorschlägen zum Ausdruck bringt. Die Veröffentlichung der deutschen Dorschläge und die Antwort der Reparationskommission ist vor der erneuten Stellungnahme der Reichsregierung nicht beabsichtigt.
Leipzig, 6. Ro». Das »Leipz. Tagebl.“ meldet aus Berlin: Die Reparationskommission hat die deutschen Borschläge über die Stabilisierung der Mark als Diskusfionsbasts abgelehnt. Die Kommission reist am Donnerstag ab. Bis dahin finden noch Berhandlungen über die Kohlenfrage statt, die morgen unter Hinzuziehung von Fachleuten, u. a. Stinnes, Klöckner und Borsig, beginnen werden. Die ausländischen Sachverständigen für WL-rnngs- fragen werden ihr Gutachten über die Stabilisierung der Mark noch heute abgebe«.
Bei lin, 6.Nov. Wie die „Germania" mitteilt ist eine Leräffen tlichun g her deutschen Voesch läge an die Repavalwuskommissjon zunächst nicht in Aussicht genommen worden Die „Voss Ztg." will wissen, datz in den deutschen BorschlSoen erklärt werde die Stabilisierung der deutschen Währung sei in der Hauptsache davon abhängig, datz die Revara tionsverpllichtungen Deutschlands auf ein tragbares Maß herabgesetzt werden. Die Reichsregierung schlage der Reparationskommission vor, sich mit einem internationalen Finanzkonsortium in Verbindung zu sitzen, das gemeinsam mit der deutschen Reichsbank eine internationale Anleihe von 500 Millionen Goldmark aufbringen soll zwecks Stabilisierung der deutschen Währung.
Während die „Boss. Ztg." glaubt, die Meldung der Pariser Blätter zutreffend halten zu dürfen, wonach die deutschen Vorschläge die Reparationskommis- fion sehr enttäuscht hätten und eS zu erwatten sei, dass die Kommission die weiteren Besprechungen über die Stabilisierung der Mark für aussichtslos erttären werde, hält das „Berliner Tageblatt" diese pessimistischen Meinungsäußerungen der Pariser Presse für voreilig.
Die Finanzsachverständigenkonferenz vor ihre« Ende.
Berlin, 6.Nov. Die „B. Z." meldet: Gestern mittag folgten die Mitglieder der Sachverständi' genkonferenz und die Mitglieder der Reparationskommission einer Einladung in ein Privathaus, um dort durch persönliche Fühlungnahme ihre Ideen auszutauschen. Auch der amerikanische Beobachter Boydeu mit dem Stellvertreter Oberst Logan waren erschienen. Als deutsche Teilnehmer der ungezwungenen Zusammenkunft bemertte man u a die Führer der Industrie Friedrich Siemens und Felix Deutsch, oei> Präsidenten des Kalikonzerns Geheimrat Kempner das Mitglied des Reichswirtschaftsrates Dr. Hilfer-
statt. In der Nacht drangen Banden in das Europäerviertel von Pera ein, wobei sie Fahnen und Bilder Kemal Paschas trugen und gegen di e Fremden demonstrierten. Die Lage in Konstantinopel soll sehr ernst sein.
Konstantinopel, 6. Nov. Nach einer Havasmeldung aus Konstantinopel sollen in Stam- bul, Skutari und verschiedenen anderen Vorstädten von Konstantinope Ecwaltkundgebungen stattgefunden haben, bei denen es Verwundete und sogar Tote gegeben habe. Weiter wird gemeldet, datz die türkische Gendarmerie in die neutrale Zone von Tscha- nak eingedrungen sei. Die letzte Nachricht wird von dem Berichterstatter des „Petit Parisien" in Konstantinopel bestätigt.
Nach einer Meldung der „Chicago Tribüne" aus Athen verlautet aus Gallipoli, datz 10 türkische Segelboote bei L a m p s a k i auf der Halbinsel Gallipoli kemalistische Soldaten gelandet hätten. Die Kemalisten beabsichtigen, die Abwesenheit der englischen Kriegsschisfe bei dem augenblicklichen Patrouillenwechsel auszunutzen, um Gallipoli zu besetzen. Die griechischen Zivilbehörden würden auf Gallipoli bereits am 20. November die Verwaltung dem Befehlshaber der französischen Truppen aus Gallipoli übergeben.
Nach einer vom „Journal" veröffentlichten Meldung aus Konstantinopel hat der E x o r o h w e s i t TewfikPascha in einem Interview erklärt, der Sultan bebaute sehr die gegenwärtige Lage, er habe aber keinerlei Absicht abzudanken.
London, 6 No». D.-r diplomatische B-richterstat ter des „Dnlv Telegraph" schreibt zu der Ab! cbt der belgischen Regierung, die Reparatioii s- und S ch n l denkonserenz zum 5 D znnber nach Brüssel cin- ruberuftn* Anscheinend sprach der belgische Botschaft-': in der veraang'nen Woche bei-Lord Gurwn Vor. um ihn ober die wahrscheinlich: Stallung Donar S-'to? und ferner Kollegen gegenüber der geplanten Brüssl'r Konferenz zu befragen Auf die bedeutsame Unte-redirrg bin, dic Donar Law am Mittwoch mit dem französischen B t schakter hatte, entschied man sich nunmehr vermutlich "ür eine baldft- Konferenz. Bei dieser Unt-rrednng wurden die englisch-französischen Beziehungen. jedoch hauch sächlich das Reparationsproblem ctörtirt. Bonar Law brückte die Sympathie und Bereitschaft aus, in diese, wie andern lebenswichtigen Fragen nvt Frankreich zu sammenznwirken, legte jchach bar, daß er, bevor das Ergebnis der kommenden Neuwahlen seststehe, keine end- aällige politische Linie angeben könne. Ans französischer Seite habe man jedoch anscheinend Grund zu der Annahme. daß. wenn die Neuwahlen die augenblickliche englische Regierung in ihrem M-ndat bestätigen. Bonar Law. bevor er sich mit dem Schahkanzler nach Brüssel begebe, eine pttvate Beratung mit Poincate haben werde. Sie werde aber nur zu einem vorläuftgen grundsätzlichen Uebereinkommen und zu dem Beschluß führen können, dass die beiden auswärtigen A-mter eine umfassende Prüfung alter ausstehenden Punkte vornehmen, um eine neue Festigung der Entente zu erzielen. D'M Berichterstatter zufolge nehmen an der Brüsseler Kaufe renz Belgien, das britische Refth, Frankreich, Serbien. Griechenland, Portugal usw. teil, die Interesse an der Reparation oder den Kriegsschulden haben. Es werde jedoch angenommen, daß führende Delegierten, in der Regel die betreffenden Premier- und Finanzminister der vier alliierten Hauptmächte zunächst unabhängig von den übrigen beraten. Ob und in welcher Eigenschaft die vormals feindlichen Länder vertreten sein werden, bleibt okznwarten.
Aus dem Reichsrat.
Berlin, V. Noo. Der R.tchsrai entarte sich in seiner heutigen Sitzung mit den Beschlüssen des Reichs- rates zur Anwendung des Gesetzes über die A n gestell- tenversichernng einverstanden. Ang nommenwurde ferner der 6. Nachtragsetat zum Reichshaushalt für das Rcchnungsjahr 1922. Durch diesen Nachtragsetat werden die T e u e r u n g s z u s ch l ä g e für die Beamten um weitere 30 Prozent bis auf 49 erhöht. D er Kredit für. Die Reichshauptkasse wurde auf 500 Milliarden festgesetzt,!
rcmgefetzgebung baldigst erfolgt.
Der Ausschuß des RelchswtrttchaftsratS SiedeluugÄ- und Wobnungswefen schüftiate sich mtt der Lage auf dem Baustoff» markt. Es wurde beschlossen, den Einslutz der tu
Der Orient
s Paris, 8. Rov. Havas meldet, es sei möglich, tzatz das Erpffnungsdatum der Lausanner Konferenz um einige Tag« verschoben werde. In gut unterrichteten Kreisen glaub« man, datz die Unterhandlungen wegen der Meuerlichen Borgänge in der Türkei und Italien
20. November beginnen könnten. 1
i Paris, 6. Rov. Rach einer Havasmeldung eus Konstantinopel haben bie alliierten Oberkommissare dem Vertreter von Angora in Konstantinopel Pamtd Bey in Beantwortung bet letzten Mitteilung der Regierung von Angora betteffenb ihie Konferenz von Lausanne eine Note über- iteidjt, in der an das Verfahren bei den früheren Perhandlungen erinnett und dem Wunsch« Ausdruck gegeben wirb, die Türkei möge sich auf der Friedenskonferenz durch eine einheitliche Delegation «ertreten lassen, ohne datz man von alliierter Seite sich hiermit in die türkische Polittk einmischen wolle. L Die Haltung Rüglands.
f Moskau, 6. Rov. Auf die Aufforderung der Regierungen von Grotzbritannien, Frankreich und Italien, zur Beratung der Meerengenfrage auf der Lausanner Konferenz Delegierte zu enthüben, hat, wie bie Russische Telegraphenagentur mittcilt, das Autzenkommissariat der Sowjetrepublik in einer Rote vom 2. November g e - Antwortet, da die Lausanner Konferenz offenbar eine allgemeine Regelung der gesamten An- gelegenheiten des Rahen Ostens bezweck«, könne bie russische Regierung auf keinenFall dem zustimmen, datz Rutzland nut zur Erörterung der Meerengenfrage und nicht zu allen Arbeiten dci Konferenz zugelassen werde. Außerdem sei es Guverstänblich. warum Bulgarien, der Nachbar ber Türfet, fehle« sollte, während gleichzeitig nicht nur Sübslawien und Rumänien, sondern auch das ferne Japan anwesend sein sollten. Diese künstliche Auswahl unter den Konferenzteilnehmern erscheine bei russischen Regierung als ein Versuch der einladenden Mächte, die Beteiligung eines jeden Staates willkürlich festzusetzen. Diese Haltung ber einladenden Mächte müsse notwendigerweise als Ausdruck einer Politik wirken, die eine Vergewaltigung der begründeten Rechte der schwachen Staaten durch die starken in sich schließe. Sie könne auch ernstliche Befürchtungen erwecken. *6 die Absicht, die Siechte des türkischen Volkes sowie Deine Souveränität aus seinem Gebiete und in feinen Gewässern wiederherzustellen, den einladenden Mächten nicht fremd sei. Der Beschluß, gerade Rutzland von einer Teilnahme an der allgemeinen Regelung mit der Türkei auszuschließen. zeige, datz bie Ententemächte entschlossen seien, das t ürlisch e Volk um die Früchte seiner Siege zu bringen.
$ns neue Mim
Flucht vor dem Faszismus.
Rom, 6.Nov. Nack enter Meldung der „Epaca" -st der kommunistische Abgeordnete Bombacci nach Deutschland abger.ü. Ferner sind der südtiroter Ab- icorbnete Toggenburg sowie der sozialistische Abge- ordnet' von Turin. Romila aas dem Lande geflohen«
Zur bevorstehenden Kammereröffnung.
Mailand, 6. Nov. Dee „Coniere Della Sera" sagt ju den kommenden Regierungserklärungen bei Wieder» ?t Öffnung der Kammer am 16. November: Btoefeltoi wird die Abstimmung der Regierung ein VertrauenS- ootum bringen, denn nur die sozialistischen Gruppen und ein Teil der Demokraten werden gegen daS neue Kabinett stimmen. Unter de» Gesetzentwürfen. die Muskotiut oorlegen wird, befindet sich auch derjenige einer Wahl» re form Mussolini hat die Absicht, ein Wahlsystem jnzufnhren, das dem in Frankreich geltenden gleich wäre.
■#' In nzliltze MlkM.
Londv n, 6. Nov. Nach den letzten Meldungen sind wlgende Parlamentskandidaten, weil ihnen kein Gegenkandidat gegenüberge stellt war, wieder ins Unterhaus gewählt worden: 42 Konservative, 5 Liberale, 5 Nationalisten, 4 Arbeiterpartei, 10 irische Unioniste" Wahlabkommen zwischen Bonar Law und Ajquith7
Paris, 6.Nov. Der Scuboner Äorcesvondent des Echo de Paris" teilt seinem Blatte mit* Ter allgemeine Cirtruef wa- gestern der, daß für die konservalive Parte» -tc Aussicht besteht, bei den Wahlen am 15 November -neu eklatanten Sim da-ou».uttagrn. Ueberdies spricht^ man vorläufig unter dem Siegel der Verschwiegenheit von vr Möglichkeit eines Wahlabwmmeus zwischen Asquith and Vouar Law.
Der Anzeigenpreis beträgt Nir den 9geh». Zeilenmillimeter OjOO Mk- amtliche «•} altem. Anzeigen 8.0U Mk. Andere Spaltenbreiten entsprechend. Be* schmiertqem San 50«l Austchlitg. 6oät einlaufende ober den Raum über Seite einnebntenbe Au» tfiblldflfl hbil 7 'nflliMilflbf gtlqe« werden nach bet Textipaltenbreite berechnet. *eHamee die Lol..Zelle 50.00 «UlCIUlUy» Ulli I. VlUVCulOll 3ebet Rabatt gilt als Banadatt. Belege werden berechnet. Bet Auskunft
durch die Geichäjtsstelle und Vermittlung bet Angebote 54)0 Ml. Sonbergebühr.
Aus den Ausschüffen.
Berlin, 6. Nov. Ter WtrrlchaftSpolt- tiiche Ausschuß des VoriSusigen Rkichswtrt- fchaftstats billigte einstimmig den Gesetzentwurf (Hiireifenb ein vorläufiges Uebereinkommen zwischen bet beuttoen Regierung unb bet finnischen Negierung über gewisse Fragen des Hanbeis- verkebrs. Dem vom Reichssusttzmtntsterium Borge» legten Entwurf einer Verordnung zur Srvövung betj patentamtlicven Gebühren stimmte bet Ausschutz zu, erwartet aber, batz eine Reform bet Pa-j
। Paris, 6. Rov. 9tadj einer Havasmeldung eus Konstantinopel hat die Regierung von Angora dem General Rifet Pascha den Befehl erteilt, Konstantinopel zu verwalten. Er hat die Unter- paatssekretäre der verschiedenen MilitSrbeparte- ments zusammenberufen. um sich mtt ihnen über di- Aufrechterhaltung des öffentlichen DiLnste» während der Uebergangszeit zu besprechen.
Konstantinopel. 6. Rov. Rifaat Pascha hat gestern morgen die llntersekretäre der verschiedenen Berwaltungszweige zusammenberufen und sie davon in Kenntnis gesetzt, datz auf Gründ der Matz- nahmen der Regierung von Angora die Amtsräume des GrstzwefLrs und der Minister t e n des Aeutzern wie des Innern g e - ich lassen würden. Das Untersekretariat für die Archive der Pforte würde ebenfalls geschlossen. Das ^riegsministerium und Marineministerium würden nnter der Leitung ihrer Untersekretäre weiter ar- driten, und die Konstanttnopeler Truppen würden befehle vom Kommandanten der Garnison empfan- ßen. Die Polizei würde die Anordnung der Na- ^onalversammlung von Angora und die Richter die besetze der Nattonalversammlung durchführen.
Paris, 6. Nov. Nach einer Havasmeldung Ms Konstanttnopel wird aus Angora der Rück- ,tritt des Kommissars für religiöse Angelegenheiten Errichtet, der in seiner Eigenschaft als Abgeordneter <*m einen sechsmonatigen Urlaub gebeten habe.
London, 8. Nov. Der Konstantinopeler Son- ^rberichterstatter des .^vaily Expreß" meldet: In Äonftanttnopel ereignete sich ein bewaffneter 3 u f a m m e n ft o 6 zwischen der britischen ^ilttärpolizei unb türkischen Demon- ■ Renten. Die Türken hätten burch das Feuer brttischen Polizisten leichte Verluste erlitten. !^Ot der Sophienmoschee unb in anbeten Vierteln ^nst«tjnopeiK fanben türkisch« Kundgebungen
jilngfter Zett mtt Frankreich abgeschlossenen Aachlleferungs ab kommen auf bte Baustoff- berforgtma Deutscliianbs nachzitptüfen.
Betlln, 6. Rov. Das Wablptüsungsge, richt beim Reichstag bat unter bem Vorsty bes Abgeotbneten Svabn bas Ergebnis bet Abstimmung In Obetfchleflen vom 5. September Übet bie Frage, ob Cbettoieflen eine pteutzliche Provinz bleiben ober ein felbstünblges Lanb btlben solle, geprüft Dte Zahl bet gültigen Stimmen betrug 568 341. Davon entfielen 517 812 auf ben Fortbestand bet Preu« ftlschen Provinz. Das Wablprüfungsgertcht etNärte bie Abstimmung als gültig. Der Vetttetet bet Reichsregierung erklärte, batz also bte berfassungsmä» Hgcn Voraussetzungen für bte Bilbung eines Landes Qbetschlesten nicht gegeben feien.
Berlin, k. Nov. Im H a uS b a ltS aus- fchuffe des Reichstages würbe bet Antrag des io- ztalpolttischen Unterausschusses auf Gewährung van^ 1 Mllltarbe Mart zur UzuerMtzuu« »emetnnUtztger Anstalten genehmigt.