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Zwettes »ran

Nr. 260

^Sonnabend, 4. November

N«b«km,g

1922

WiMMIiA MMMMt.

ßon unserem volkswirtschaftlichen Mitarbeiter.

gn den deutschen Börsen vollzieht sich zur Zeit Hj« solange erwartete Anpassung der Zndustrie- »«ktienkurze an die Entwertung des beut» ßchen Geldes. Sie verfolgt in besonders stür­mischem Tempo, wie ein Eebirgsflutz, der lange künstlich zurückgehalten worden ist, wenn et einmal Ufer überflutet, sich mit wildem Ungestüm in die gdene ergießt. Auch im Ausland kommt man offen­bar jn wachsenbem Maße zu der Ueberzengung, daß He deutschen Industriewerte heute an dem deutschen Papiergelde gemessen überaus billig sind und daß e, lucher für die Unmengen deutschen Geldes, das pch in den Händen des Auslandes befindet, kein? bessere Verwendung gibt, als die Umwandlung in Anteilscheinen deutscher industrieller Unternehmun- jyn. Denn in Deutschland hat nichts seinen nor- jtolen Wert behalten als die natürlichen Boden- Mätze und die Arbeit des deutschen Volkes. Aus !tzjesen beiden Quellen zieht die Industrie ihre Er- "ttäge. Aber nicht nur das Ausland, dessen Kauflust für deutsche Effekten wir wegen der Ueberfrem- dungsgefahr mit einem heiteren und mit einem ,asien Auge beobachten können, zeigt lebhaftes Interesse für die deutschen Industriewerte, sondern >,uch das Inland läßt alles verfügbare Kapital wieder nach den Effektenbörsen abströmen in der Hoffnung, dort große Papiergewinne zu erzielen. Wie kommt es, daß nun auf einmal von Kapitalnot kaum mehr etwas zu merken ist? Man muß be- Itnfen, daß diese zunächst dadurch hervorgerufen rrorden war, daß infolge der Markentwertung die Preise aller Waren, besonders aber aller Einfuhr- züter, plötzlich in die Höhe schnellten. Jnfolgedeffen hielten die Warenbesitzer ihre Waren zurück und be­mühten sich, neue einzukaufen, wozu sie aber ein mehrfaches der bisher benötigten Zahlungsmittel fcburffen. Inzwischen ist zwar bei weitem kein Stillstand, wohl aber eine Verlangsamung der Preis st eigerung eingetreten. Ein Teil der Waren ist zu Geld gemacht worden und auf der andern Seite ist der Warenbedarf infoge der ver­minderten Kaufkraft der Bevölkerung, teilweise auch infolge der noch zu billigeren Preisen getätig­ten Vorratskäufe erheblich geringer geworden. Es konnten sich also wieder verfügbare Geldmengen an­sammeln, zumal das Reich inzwischen mit Hochdruck papierene Zahlungsmittel hergestellt hat.

Allerdings hat man in deutschen industriellen »nd Handelskreisen sich längst die Frage vorgclegt. chb die gegenwärtige günstige Konjunktur auch wei­terhin anhalten werde. Man ist dabei überwiegend |a der Ansicht gekommen, daß die fortschreitenden Steigerungen aller Inlandspreise die damit ver­bundene Schwächung der inländischen Kaufkraft und «r allem auch der heute schon sehr deutlich wahr- «ehmbare Rückgang des deutschen Exports sehr bald eine schwer« Produktionskrise in Deutschland hernorbringen muffen. Der 1 Novem­ber hat wieder sehr beträchtliche Erhöhun­gen der Eisenbahntarife, der Kohlenpreise, und in- *'wamBwimWL.nu.^r

(Nachdruck verboten.)

Magnus Morland und seine Erben.

* Roman von Günther von Hohenfels.

31. Aorlctzuna.

Er stolperte zu einem oro'ien Koffer, schloss aus «nd begann alle Sacken, die unglaublichsten Gegen- W-.ve. schmutzige Wittck.-, »leider, Papiere, allerhand SRuHtr, ans dem »oster an die Erde ;u werfen.

tu: mir wirklich leid, daß ich Ihnen soviel Rübe macke.'

.Ra. da hilft nichts.'

Ganz zu unter» kam eine Mappe zum Borschetn. » der Briefe waren.

.So setzt wird s kommen. Wörland--* *

Es war wieder eine Anzahl Neiner Mappen alpha­betisch geordnet. Ordnung toten d-r nervöse Herr » seinen Papieren m haben.

.So da haben Sie WSrland.' Er schlug auf und blättert».

Korrespondenten mit dem Alten Brief an WSr- Donnerstag feine Adresse gewusst einfach Bremen gleich nach Absendung Brief Auskunftei Berlin erhalten mit Adresse Freitag zweiter Brief 8,11 Anzeig' meiner Ankunft »n Brem»n am Sonntaa 2 Poststempel Sonniag Nackt, also Sonnabend spät dcn »asten gesteckt. Hier ins Hotel gerichtet, hat ^iich gietck erwariet. Lesen Sie selbst.'

Der Justizrar nahm mit nervösen Händen den *Ttef.

.Sehr geehrter Herr ten Winkelt Ihren Brief er- ,fIf ick. Ich will Ihnen das <4ett> sa zahlen, aber bitte Sie der,lick, geben Sie 'tickt zu meinem ^uel. Ich schaff: das Geld bestimmt. Wenn Sie «"n Onkel geben, verderben Sir all» meine Hoffnnn- ?n- Ich bewerbe mich um sein» Tochter ein Gold

Dabet ganz nett. Ick glaube, ich bade Ans- i'ckten. also, ick bitte Sie berzl.ch, ich habe schon etn-m XRimmten Plan, toictm Sie mir einen Boten, wenn da und. und ich komme In das Hotel und bringe vtmen das

Hochachtungsvoll Magnus Wörland.'

. Ter Justizrat last vollkommen erstarrt. Ein eiS- ?Uer Schauer rieselte 'vm über ten RückkN.

. Seist dem Lieberwerk M

Die Stadt Marburg steht vor einem Winter härtester Not. Zahlreiche Mitbürger und Mit­bürgerinnen find bitterstem Elend preisgegeben. Sie hunger» «nd frieren. Die Entwertung der Mark treibt die Preise für Lebensmittel, Brenn­stoffe und Kleidet in gtausige Höhe. Vielen Ein- wohnetn ist bet Einkauf des Allernotwendigsten un­möglich. Erspartet Besitz ist aufgezehrt, Renten und llnterstützungen haben kaum noch Pfennigwerte, alte Männer gebrechliche Frauen stehen hilflos da im Kampf um das tägliche Brot. Invaliden leiden, Kinder darben, ganze Familien verarmen, viele stehen vor der Verzweiflung.

Es ist Vaterlands. «nd Bruderpflicht, allen denen zu helfen und zu dienen, die heute in tiefster Not alleinstehen. den Scheuen, Verschämten, den Ratlosen, den Unbemittelten, den Erwerbsbeschränk- ten, den Sozial- und Kleinrentnern.

Das Elend ist groß, die Not ist hart!

Das Hilfswerk zur Linderung der Winternot ruft die Bürgerschaft Marburgs, ruft die Landwirte der Dörfer auf zur Hilfeleistung. Die bisher in hochherziger Weise aus allen Kreisen der Bevöl­kerung gespendeten Mittel in Geld- und Sachwerten genügen bei weitem nicht, um die Not zu lindern. Auch die aus Amerika,, der Schweiz und Dänemark erhaltenen Geschenke reichen dazu nicht aus. Hier muß die gesamte erwerbstätige Bevölkerung in Stadt und Land helfen und unterstützen.

Alle Gaben, auch die kleinsten, werden dankbar angenommen, sei es ein Stundenlohn, sei es das Opfer für den Verzicht auf ein Geschenk, auf ein

LindttW her Äernoi!

Vergnügen, das sich der Geber auferlegt, oder sei es die Sammlung in einem Verein, in einem Büro, in einer Werkstätte, seien es aber auch Lebensmittel und andere Zuwendungen vom Lande. Zeder, bet noch über hinreichende Mittel verfügt, jeder, der noch in der Lage ist, sein Einkommen der zunehmen­den Geldentwertung einigermaßen angleichen zu können, ist zur Hilfe für die in Not Gesunkenen ver­pflichtet. Jede Gabe für die Winternot muß ein Zeugnis aufopfernden Eemeinfinnes werden.

Der unterzeichnet« aus allen Berufskreisen zu­sammengesetzte Ausschuß bürgt für sorgfältige Aus­wahl der wirklich Bedrängten und für gerechte Ver­teilung und Verwendung der der Winternot zu­gewendeten Gaben. Ein engerer Arbeitsausschuß ist mit der Durchführung der Aufgaben des-Hilfswerks betraut. Geldspenden, bei deren Bemeffung man der Geldentwertung Rechnung tragen möge, nehmen die riesigen Banken und die Städtische Sparkasse unter dem Konto ..Hilfswerk" entgegen. Alle anderen Zu­wendungen sind dem Landratsamt, Herrn Kauf mann Arnemann, Neustadt 26, Frau Professor Rade. Notergraben 84, Herrn Bankdirektor Rothschild s Mitteldeutsche Kreditbank) oder Herrn Lehret Drieschmann, Savignystr. 17, mitzuteilen.

Die Rot wächst von Tag zu Tag!

Helfen ist heiligste Pflicht für jeden!

Ärnemann Frl. Bach. Frau Dauber. Dietrich Estor. Hartmann. Henkel. Ilk. Liebegut. Lind non u. zu Löwenstein Ouanz. Frau Rade. Rotb- schild. Rohde. Trieschmann. Troje. Tuczek. Vogt.

Wendes. Wildhack.

folgedsssen auch bet Eisenbabnpreise gebracht. Diese immer schlimmer werdende Verteuerung der Roh. stoffe und des Güterverkehrs muß sich notwendig in immer größerer Entwertung des deutschen Geldes auswirken, bis es uns schließlich unmöglich wird, die unentbehrlichen Rohstoffe und Nabrungsmiitel mit unserem wertlos gewordenen Selbe aus dem Ausland zu beziehen, während mit andererseits nicht genügend produzieren und erportieren, um unseren Import mit Auslandsdevisen bezahlen zu können. Wir haben auch gesehen, daß die De - c i sen ord n u ng . auf die man in Regierungs­kreisen manche Hoffnung gesetzt hatte, ganz unwirk­sam geblieben ist, und zwar auch in ihrer verbesser­ten Gestalt, in der wenigstens ihre schlimmsten Schä­den einigermaßen ausgemerzt worden sind. Es wäre jedenfalls ein Irrtum, wenn man die in den letzten Togen langsamer sich vollziehende Verschlechterung des internationalen Markkurses auf die Wirkung der Devisenordnung zurückführen wollte. Dies» Tatsache beruht vielmebr auf der U n g e w i ß h e i t 0 er außenpolitischen Lage. Die inter­nationale Spekulation wartet ab, was bei den Ber­liner Verhandlungen herauskommen wird. Die deutsche Spekulation, deren Einfluß auf die Mark­gestaltung wohl überhaupt stark überschätzt wird.

Allo dock! Am Sonnabend abend batte Magnus geschrieben, nack der Sitzung mit dem Kommerzieura: ötiemssen. nachdem <r das Geld empfanden. An tenem Abend ickon cotte -r den «ckurkikcken Plan gefasst, lchcn vorder mit ten Wink l korrespondiert.

Natürlich setzt war alles klar er gab auf alle ?älle d-m aomm'rst.'nrat das leere, versiegelte Ku- tert und bedielt das Dokument.

Gewiss glaubte er von seinem Schwiegervater Geld tu bekommen wenn die Verlohn ig und wie er von Magna sprackl Von der edlen, stolzen Magna! .Ein Goldfisch---

.Ganz nett:'

Die Galle stieg dem alten Herrn tn das Blnt.

Pfui Teufel!'

ten Winlel beobachte e ibn 'dckelnd.

»Nun, wünsche» Sie noch etwas?'

.Noch eine Frage, also am nächsten Morgen -ablte er das Geld?"

.Allerdings, und dann gav ich Ihm das Doku­ment. Sie wissen, den Schn dfckein, aber er war so ausgeregt, dag er 'km auf dem Tikch liegen liess. Ich bemerkte eS erst, als t-ch abrelien wollte, in Bremen dar kein- Zeit mehr in Osnabrück batte 'ch eine Stunde Aufenthalt, da hab 'ck ihm den Schuldschein im eingeschriebenen Brief zugeschickt.'

.<fch dank».,

Sckuhmann stand auf.

.Nun also wtst.m Sie alle?? ?sch bitte Sie ick möchte dann endlich von der Geschichte Rude haben.'

.Ick möchte St: eigentlich um etwas bitten.'

.Ja?'

.Möchten Sie mir diesen Brief von MagnuS Wör­land an Sie überlassen?'

ten Winkel zuckte die Acht »In.

.Warum nicht mir ist it wertlos silt mich ist die Sacke nun hoffentlich erledigt.'

Schuhmann Neckte den Brief ein.

.Gewiss tch bin Ihnen zu grossem Dank vet- t flicktet.'

Er ging die Trevor hinunter und aus dem Hauke: er hörte nickt, wie der Potriet ibn grüsste. er «ahm einen Wagen und fuhr in fein Büro.

.Ick bin heute für niemand zu sprechen.'

Er schloss lii> hi seinem Zimmer ein und las noch­mals den Brief.

Ein vernichtender Beweis, nicht einmal eine Tat im Affekt, ein überlegtet Plan. Und überlegt und

bat sich ebenfalls jetzt mit Eifer wieber auf die Effektenmärkte geworfen. Dab:i beruht wohl die Unbekümmertheit, mit der sie den Folgen der in Deutschland für den Winter erwarteten Wirtschafts­krise für die Jndustrieunternehmungen entgegen-. sieht, zum Teil auf der Erwartung, daß bei den Ber­liner Verhandlungen doch schließlich irgend etwas herauskommen werde, wodurch der wirtschaftliche Zusammenbruch der deutschen Produktion verhin­dert oder hinausaeschoben werden könne.

Im allgemeinen freilich bringt man in Deutsch land Heu'" diesen langwierigen Beratungen mit der Reparationskommission die größt« Zu rückhalt »ng und einen durchaus nicht......»ar berechtigten Pessimismus

entgegen. Dazu trägt vor allem die Wahrnehmung bet, daß die internationale politische Lage für eine grundlegende Revision des ganzen Rkparationspro- blems zugunsten Deutschlands noch ungünstiger ge­worden ist, als vorher. Ohne diese Aenderung des Friedensvertrages aber ist auch die internationale Anleihe für Deutschland unerreichbar und ohne diese müssen alle ande­ren (Experimente zur Herstellung des Gleichgewichts im Reichshaushalt und zur Befestigung bet Mark erfolglos bleiben. Der Reichsbankpräsident

raffiniert hatte sich Magnus in das Haus fein.>3 2beims gestohlen. Nicht cinmrl die Liebe zu Magna war echt!

Einen Augenblick kam ihm der fSAanfe--

.Wenn der Brief falich wäre?'

Eine ansstcktSlose Hoffnung! Dann hätte tbn der Mann sicker nickt hergegeHen, <r brauchte tbn la nur WSrland zu zeigen der hatte unzählig? Vergleiche , das war ausgeschlossen er war echt!

Wörland!

Wie gut, dass der Senator in Berl'n war, heute wäre Schuhmann nicht tmftande gewesen, cS ihm zu sagen.

Der arme Vater die arme Mutter! Herrgott das arme Mädel, daS hu ' unden Lande ne'n - augenblicklich war fie anscheinend glücklich! Natür­lich noch musste e.- vorsichtig fein.

Aber später die Ehe musst: geschieden werden -- natürlich, wenn bet eine Ehegatte nachher erst Um­stände erfährt, die den anderen unwürdig erscheinen lassen.

Wohin verirrte er Nck wieder laS er den Brief.

Und er erclhff hatte geraten er batte den Junacn Magnus verteidigt. Noch heute halte er zu­geredet.

Ein neuer Schreck der (Senator legte beute die Bläue der deutschen Negierung vor die Pläne, die i>ner Betrüger entworfen. Was mochte daran wahr sein? Nicktsi Sicker uickts! Wieder -tn Köder t telletot, dass der Alt: Geld senden sollte?

länger -r darüber nachdachte, umso nervöser wurde der alte Herr.

Sollte er zu Tbereie? 5fetzt. wo der Gatte tn Ber­lin war? Bestimmt nickt!

Er schloss den unglückseligen Bries m den ®e- lelmtrefor, den er In seinem Schreibtisch batte, und suck»e Ruhe zu gewinnen vergebens - »nm ersten Male seit langen Jahren hatte der Jnstizrat eine schlaflose Nacht.

Siebentes Kapitel.

Senator Wörland war mtS Berlin zurückgekehrt. Jnstizrat Schuhmann, der sich täglich im Büro er­kundigt hatte. Hotte *hn von bet Bahn. Wörland sah ordentlich fung und frtto aus.

.Willkommen, alter Freund! TaS tst ja ein glück- l'cher Zufall, dass Sie an der Bahn sind. Schön wars

H a v « n ft e i n hat sich mit großem Nachdruck gegen eine Verwendung bes Goldes der Reichsbank gut Stützung der Mark gewandt. Jn der Tat wäre nicht» verkehrter und verhängnisvoller, als «>enn ntae etzt die große Aufgabe der Sanierung bet deutsche« Wahrung am ganz verkehrten Ende anfaffen würbe.

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Marburg und Umaeaend.

Marburg, 4. November (Nebelung).

* St. Hubertus wat der gestrige 3.November ge* fc. M An diesem Tage finden noch alter Sitte bk -roßen Jagden statt. D:t Tag ist nach dem heiligen Hubertus genannt, der neben seinem frommen Priester-

auch noch ein leidenschaftlicher Jäger war. i

* Die Entschädigung für verlorene «nb; )esch'ädigte Pakete wurde vom Reichsrat auf ZOO Mark für das Pwnd und für Einschreibesendungen auf 800 Mark festgesetzt.

* Die neue 2 0-Mark-Briefmarke ist jetzt in den Verkehr gekommen. Sie hat Längssormat und zeigt in expressionistischer Ausführung die Gestatt eines pflügenden Bauern mit ein paar unheimlich klapprigen Gäulen. Mit diesen Pferden kann Deutschland nickt mehr weit kommen.

-----ch-----

Turnen, Sm! inö SM. T

Fußball. (Einheitsliga- abgeschafft.) Der Ber- bandsvorstand hat das Spielen im Einheitsliga-ShsteM nicht gestattet, da einzelne Vereine auf ihrer Gauliga verharren. Ausführliches hierüber in den nächsten Tagen. Am -Sonntag Vormittag nncet im Schützenpsuhl eine Gau-Vorstandssitzung statt, woselbst Gauliga und Kreis« liga angesetzt werden. Nette Zustände im Hess.-Hannoo. Gau' schreibt der Einsender dazu.

Turnerischer Vereinswettkampf Easseler T. E. gegen T. u. Sp. V. Marburg 1860, bet erste seiner Art in Marburg, erregt sicher bas Inter« i esse weiter Kreise. Cassel stellt sehr leistungsfähige j Turnerinnen und Turner. Für Marburg treten fol»; gendc Turnerinnen in die Schranken: Damen: j Minna Strauß, Anneliese Scharrenberg, Eugenie Eller, Liesel Ebinger. Zugendturnerinnen: ©etiube: Koppstedt, Maria Wolf, Luise Wenzel. Resi Körner.' Schülerinnen: Zlse Hobohm, Leni Plaack, Dina^ Fuchs, Sophie llnckel. Ersatz: Dina Schmibt, Dora j Feußner. Die Wettkämpfe beginnen Sonntag 1/^41 Uhr nachrn. in den Stadtsälen.

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Kirchliche Nachrichten.

Michelchen. Sonnabend, 8V. Uhr Abendandacht.

Kirchl. Verein junger Männer Wartburg,' Philippsbaus. Universitätsstraße. Dienstag, abends 8 Uhr: Bibelstunde. Mittwoch, nachm. 35 Uhr: Knabenabteilung. Donnerstag, nachm. 5V,7 Uhr: Konsirmandenabteilung.

Selbst. evang.-luth. Gemeinde. Nikolaikr. 1< Sonntag, 5. Nov., vorm. 10 Uhr: Gottesdienst.

Ne« apostolische Gemeinde, Deusingerstraße 5. Gottesdienste: Sonntag, vorm 10 Uhr: abends 8 Uhr: Mittwoch abends 81/» Uhr. Die Kapelle ist geheizt.

Für die Schris ieitung verantwertl.: Dr. Carl Thrifen, 3ür den örtlichen und promn$ Teil: Wilhelm Wißner, Sprechzeit der Schriftleitung b-s '/,!! Uhr vormittag».

tn Berltnl Bon morgens vis abmds gcarbetttt^ herumgelaufen von Pomlus zu Ptiams, die Re- aterungsslellen äußerst wohlwollend. War auch bet Grossbanken, auch da Interest:. Justizrat, Me Firm« Wörland kommt wieder hoch!'

ES fcknltt dem Sreund« tn das Herz, nun aff« diese Hoffnungen mit einem Schlage nerntoten zu n.üssen: ober, durfte er ihn länger tn der Ungewiss­heit lassen?

.Lieber Freund, ick hätte ein- Bitte. Wiirdm Sie. ei ft einen Augenblick mit auf mein Büro kommen?. Ter Wagen wartet.' j

Wörland sah tbn an.

.Was ist? Fetzt »ehe tch erst, Sie sind ganz ver­stört. Ist etwas actochen? Ist meine Fran?'

.Ack nein, alles wohl, nur eine rein geschäftlich« Sacke.'

.Und w eilig?'

.Allerdings.'

.Also gut.'

Es waren nur wenige Minuten, bann standen |R tn des Jnstizrats Arveits zimmer.

.Nun?'

.Cbne viel Umschweife: ich habe mtt ten Winkel gesprochen.'

.Mit ten Winkel?'

.Er war in Bremen, und fefttamerWetfe wurde i-_ durck einen anonymen Brief davon unterrichtet.'

.Und?'

Wörland wurde nervös.

»Leider recht dumme Nachrichten.'

-.Atto soch '

Wörland wurde totenbleich. Er fad plötzlich greiienhaft und betroffen ans.

.Seien Sie staitdt'aft. lieber Freund. Ich wollte, ick kömtte es Ihnen ersparen. Ich selbst kann eS nicht fassen.'

(Fortsetzung folgt.)

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