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Marburg

»r. 260

1022 '

Rebel«««.

M RepsrktlsssserhMdlmgell in Berlin

Sach-

feine Verantwortung in bestimmten Punkten nachgewi'sin fei. Wahrscheinlich werde er sich weigern zu kommen und es werbe in diesem Falle ein BersäumniSurteil gegen ihn rusgesprochen werden. Die zuerst zu verurteilenden wer­den btt Minister Gunaris und Stratos sowie die Gene­rale Ltrategis und Hadoinestis sein.

TieDbetbeifiKbe Zeitung ericheint sechsmal wöwentlich. Bezugsoreis monatli-d 135 Mk. mit Zustellungsgebühr. Für ausiaUenbe -iummern inrclae Streiks ober elementarer Ereigniüe fein Eriatz. Verlag von Dr. L. Hitzerot». Druck der Univ^Buchdruckerei von Jod. Aug. Koch, Mar'f 21.23. Retnipretfiet 55, Poft, scheckkonto: Rr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

Berkin, 3. Nov. Wie wir erfahren, hält heute nachmittag die Re i ch s reg ie ru n g ihre 4. Sitzung mit der Repara tion skomm i ssio n ab. Die $Te-- ^r>rtisn§k»mmiffiotz- hatte gestern um eine schriftlich.

vierung der Vorschläge gebeten. Demgemäß wird dir Regierung heute Ab'nd ihre bisherigen mündlichen Dar- 'egungen zum Etat, zur Stabilisierung der Mark und zur schwebenden Schuld in einer schriftlichen Auszeichnung überreichen. Di'se wird die Grundlage zu konkreten Bar schlagen der Regierung bilden.

Berlin, 3. Nov. Zur Vorbereitung der heutigen B-fprechungen mit der Reparationskommission 'aich vormittags in der Reichskanzlei eine Beratung unter Teilnahme der zuständigen Minister und Starts ükretäre solvie des Reichsbonkpräsidentm Haven st «in fiber die Reparationsfrage statt. D ieBoss. Ztg." ilaubt zu wissen, daß sich, insbesondere infolge der heuti­gen großen Wertverminderung der Mark, die Notwe.idig- *eit ergeben habe, die deutschen Vorschläge zur St.chili- 'ierung der Mark und des Budgetgleichgewichts sowie zur Regelung der schwebenden Schuld nochmals einer Be­ratung im Reichskabinett selbst zu unterziehen, ehe sie 'fr Reparationskommission überrftcht werden sollen. Nach­mittags sollen, wie das Blatt schreibt, der Kommission 'odiglich schriftliche Aufzeichnungen übergeben werden, die eine kurze Zusammenfassung der bisher gemachten mündlichen Darlegungen der Regierungsvertreter ent­halten sollen.

Die ausländischen Währungssachverständi- gen haben gestern nachmittag und heute vormittag im Reichsfinanzministerium Beratungen gepflogen, die sich mit den ihnen bei der gestrigen Begrüßung vom Reichs­kanzler gestellten drei Fragen beschäftigten. Vertreter der Reichsregierung haben an den Beratungen nicht ^ftte-nommen

Bankierkonferenz. tEine Stundung

9m m» Stalin.

Rom, 3.Nov. Zu dem gestrigen Mini sterrat rin dem. wie gemeldet, Einstimmigkeit darüber erzielt wurde, daß es notwendig sei, alle ministeriellen Büros M* -mbeholten, das Problem der Beamtenschaft von neuem zu prüfen und die Auswanderung zu regeln, ferner dgk es nützlich sei, Privatiinterncbmunge'l aller Zweige, fte mit Fehlbeträgen arbeiten, der öffentlichen Verwal­tung zu überantworten, ist noch nachzutragen, daß der Ministvrrat sich einstimmig dagegen erklärte, daß di« mk den Jnbaber laufenden Rententitres auch nur indwekt auf den Namen ausgestellt werden. Nachdem der Mini« sterrat noch beschlossen hatte, die Wiederkehr des Sieges! mit Vittorio V.'aeto, den 11. November, feierlich zu be- , -ehen. wurde der Wiederzusammentritt der Kammer aus )tn 16 November festgesetzt.

Mussolini mahnt zur Ruhe und Ordnung.

Rom, 3.9>o. Mussolini hat gestern die Anführer; eer faszistischen Miliz zu sich berufen und später auch ne Vorstände der Palizeiverwaltung und Truppen, um hncn strenge Anweisung zu erteilen, daß den faszistischen Ausschreitungen gegen Sozialisten und Kommunisten, in Ende gemacht werden müsse. Jeder, der sich noch einer! Ausschreitung schuldig macht, werde streng bestraft werden. Mussolini will mit allen Mitteln auf dem schnellsten Wege eine Bruhigung der inneren Lage des Landes herbeiführm.s

Der jugoslawische Gesandt« bei Mussolini.

Rom, 3.Nov. Mussolini empfing gestern bett; uovslawischcn Gesandten in Rom, dem er in längerer j Unterredung betonte, daß Italien nach wie vor die freund­schaftlichen Gefühle für Jugoslawien hege und die gleich« Gesinnung auch von Judoslawien erwarte. Mussolini ,-vttS aber auch den Gesandten auf die Ansammlung 'ugo- sluwischer Truppen undB anden an der dalmatinischen Grenze hin und ersuchte ih r für deren Zurückziehung Sorge. zu tragen.

Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurhessifchej Oberhessen

9tr Ment.

Unris, 3. Nov. Havas melvet ans Konstantl-

Die deutsch« Denkschrift.

lieber den Inhalt der gestern von der Reichs­regierung der Reparationskommission überreichten Denkschrift weiß eine sozialdemokratische Kor­respondenz mitznteilen, daß in der Denkschrift ein­leitend darauf hingewiesen wird, daß eine Stabil! sierung der Mark gleichzeitig mit der Balanzierung unseres Etats erfolgen müsse. Unter Hinweis aus die deutsche Steuergesetzgebung und die Veraus­gabung eines Teils des Reichsgoldes zu Stabili- sierungszwecken begründet die Denkschrift dann die Zwecklosigkeit von Stabilifierungsmaßnahmen im Inlande ohne äupere Hilfe. Eine große äußer «An­leihe werde als Voraussetzung zu einer Stabilisie­rung ocr Mark für unbedingt notwendig erachtet. Uder der Voraussetzung : eine solche äußere A r leihe zustandekommt, sei, wie es in der Mitteilung 'er Korrespondenz heißt, die Reichsregierung nicht abgeneigt, auch den Goldbestand der Rerchsbank teil­weise zu Stützungszwecken der Mark zu verwenden. Die Denkschrift verweise darauf, daß eine äußere Anleihe aber nur dann möglich sein werde, wenn 'ie durch das Londoner T iftat geforderten deutschen Rkparationsverpfiichtuugen einer Revision unter­zogen würden und eine langsnsnge Stundung ein­trete. Die Regierung bezieht sich bei dieser Fest­stellung besonders auf den Beschluß der Pariser

leistungen wünsche die deutsche Regierung nur für Materialien, die nicht ausschließlich für den Wieder­aufbau Nordfrankreichs Verwendung finden. Tte Kosten für die Wiederaufbaulteferungen wolle die Regierung möglichst durch eine Innere Anleihe auf­bringen. Tie Denkschrift, die eine Erhöhung der Einnahmen und eine Verringerung der Ausgaben des Reichs anzustreben verspreche, führe zum Schluß eingehend den Beweis, daß eine Finanzkontrolle über Deutschland nur eine Schädigung der deutschen und damit der Interessen der Ententeländer herbei­führen müsse.

DerTag" berichtet: Der Inhalt der gestern fi5er> reichten Denkschrift wurde an Regierungsstelle als ver­traulich erklärt. Wir haben, nicht zuletzt auf Grünt ''on Mitteilungen an? den Reihen der ReparationSkim Mission, Anlaß zu der Annahme, daß der Inhalt der Denkschrift nicht ganz den Erwartung en entspricht, die die Revarationskommifsion in der letzten Tagen in der französischen und englischen Prell- rum Ausdruck hat bringen lassen. Alle Gerüchte über be­stimmte Vorschläge der deutschen Regierung, insbesondere über die Forderung einer auswärtigen Anleihe in v3fx von 500 Mill Goldmark und über ein Moratorium, find darauf zurückzuführen. daß ähnliche Wünsche oder Anregungen aus den Reihen der Revara- tionskommission gekommen sind. Di'se Anrezuv- ren haben aber bisher bei der deutschen Regierung noch kein bestimmtes Echo gefunden, da weder die B'ratungm der Sachp-r^ändig->n noch di-i-nigen des Kabinetts schon fr

lett, , ömt < trve in SU Inalien verbliebenen einge­borenen Ebrtstemanszu »reiben.

Konstantinopel, 1. Nov. (Reuter.) Die Sationalberfammiuiifl von Angora erliest am 1. November einstimmig folgendes chesetz:

Sri! dem 16. Mär; 1920 und für alle Zeiten ruüt d«e Regierung der Nation in den Händen der Na- t' o it a . v e r s a m m l u n g, Mn» andere Repie- rungSform wird anerkannt. Das Bolt wird keine periüultche Herrschaft von d;r Art der Kon- ftamlnoiclcr ancrlenncn. Das Kalifat bleibt beim ecmaniichtn Hau-e, aberne Rattona'versammlung wird toi Prinzen Oeft Immen, dellen Charakter und moralftche Vorzüge dieser Stellung würdig sind.

P a r i k, 3. Nov. (Havas) Poincare hat sol- gendcs ton Ferid Pascha unterzeichnetes Schrei­ben e» halten:

Ew Exzellenz! Ich erhielt von meiner Negierung den A'.'nog, zur Keuntu»S der Regierung der fr*n- röllschen Republik zn bringen, datz in GemStzheit des Gesetze: vom 17. Juni 1320 die große türkische Ra- tlonokvlrkammlung alle Berrrüge. Rechte und Ai'lvnunen. die seit dem 16. März 1920 mit der Der. waliung von Konftantmopel geschloffen würden, eben­so wie sämtliche Handlnnpen bk-f*r Berwaltung als null und nichtig betrach.et werden. In Durch- führnna des glichen Gesetzes verficht eS fich. daß die Ergelmiffe von Unterhandlungen, >t: durch die gleiche Betwasiung mit Finanz Unternehmun­gen imlttknupft würden, um Vorteile zu erlangen, dir tüikische Regierung te keiner Hinstcht »er pflichten.

V a r i s, 3. No». Aus London wird gemeldet, daß am kommenden Sonntag vor einem Kriegsgericht die Ver­handlungen in Athen über die an der kleinasiatischen Nie« ckrlage. schuldigen Personen beginnen werden. Di- Athener Blätter erklären, daß Exkönig Konstanttn aarge­fordert werden Mrde, vor dem Gericht zu erscheinen, da

Der enMk MW.

London, 3. Nov. Morgen findet die Aufstel­lung der Kandidaten für die Parlamenrs- tocbien statt. Man nimmt an, daß für 615 Parla­mentssitze wenigstens 1370 Kandidaten in Vorschlag kom­men. Bisher sind vorgeschlagen: Unionisten 464, Arbei­terpartei 414, Liberale 320, Koalitionsliberale 179. Es heißt, daß 34 Koalitions-Liberale, die Llovd George unterstützen, einen konservativen Gegen­kandidaten erhalten: andererseits aber unterstützen in ungefähr 50 Wahlkreisen die Konservativen die Koali­tions-Liberalen.

London, 3. Nov. Nach den bisherigen Ergebnissen der Gemeinderatswablen in England und Wales -rbielt in nur vier Gemeinden die Arbeiterpartei, txe Mehrheit, in elf GemeinderSten erhielt nicht ein einziger Arbeitervertreter einen Sitz. Man glaubt, daß di« Veröffentlichung de« parlamentarischen Mani­festes der Arbeiterpartei die Gemeinderatö- wahler gegen die Arbeiterkandidaten beeinflußt hab'N. Bemerkenswert ist, daß die Arbeiterführer Clynes öffentlich erklärte, die Arbefterpartei sei mit der Idee der Kapitalsabgabe nicht vermählt. DerTimes" zuwlge erhielten alle Arbeiterkandidaten für das Unter­haus die Mitteilung, daß di« Kapitalsabgabe nur eine ausgesprochene Idee war, aber kein bestimmter Vorschlag. < .... ______

teilen Zwischenfälle. Der V rtt ter der Neaierung A. aora habe in einem Rundschreiben die Be-

ivei! gediehen sind, daß positive neue Vorschläge der Re­gierung vorhanden wären. Auch derTag" kritisiert i- GeheimuiSkr Smerei der Regierung une schreibt: Es ist kein Zeichen von Vertrauen zur, eigenen ?ache, wenn man sachlichen Kritikern von vornherein die Möglichkeit zu einem positiven Urteil abschneidet.

Von einem gemeinsamen Unterausschuß des sinan,- olitischen und wirtschaftspolitischen Aüsschuls.s des Nftchswirisck-aftsrates wurde, den Blättern zufolge, eia -Gutachten ausgearbeitet, das folgende Voraussetzungen für eine dauernd« Stabilisierung der deutschen Währung oorsieht:

1 Eine NeuregelungderReparationsver- p fli ch t u n ge n, die D uischland eine mehrjährige Atem­pause zur inneren Kräftigung gewährt.

2 (Sine Sanierung des öffentlichen Haus­halts. Es ist unbedingt geboten, schleunigst für den ge sunkenen Geldwert entsprechende Mehreinnahmen zu schassen, daneben für «ne möglichst« Ermäßigung der Ausgaben zu sorgen, insb.sondere durch Sparsamkeit und Vereinfachung in den öffentlichen Betrieben und Zenvaltungen.

3 . Eine Intensivierung und Rationaki- sierungderProduktion. Als Einleitung der nur unter dies n Voraussetzungen zu erreichenden Stabiliiie- eung müsse jetzt eine Regulierung des Markkurses ejnletzen, bic der künftigen Stabilisierung de» Weg bahnt. Dazu sei erforderlich, daß der Wirtschaft für die nächste Zeil iejenig. n D visenbeträge zur Verfügung gestellt werden, die sie für den unmittelbaren realen Bedarf nötig hat.

$k internationale MMmImil.

Genf, 3.Nov. Die internationale Arbeitskonfrreuz bat es in der heutigen Vormittagssihung abgelehnt, tn eine Besprechung der Ausschußanträge. darunter den gestern b'schlosfenen Antrag des Unterausschußes über die neue Amtssprache, einzutreten, sondern beschloß, litte xefe Anträge ohne Besprechung dem Verwaltungsrak zu überweisen mit Ausnahrue des Antrages, der ft ne D inkkundgebung für die Schweiz darstellt. Der Antrag des deutschen Regierungsvertreters Dr. Lehmann, auch den Sprachenantrag auszunebmen. da die deutschen Del»» gierten hierzu wenigstens eine Erklärung abgeben müßteff,., wurde abgelehnt.

Genf, 3. Nov. Die Behandlung der Frage über die Einführung der deutschen Sprache als dritte Amtssprache »and in der heutigen Schlußsitzung der Internationalen Arbeitskonferen, einen ziemlich aufregenden Abschluß. Kurz vor Beginn der Nachmittagsdebatte verlangte der i leu'.sche Arbfttnehmervertreter Reichsminister a. D Wiff-I das Wort zur Geschäftsordnung. Er erklärte mit ernster Stimme und nachdrücklicher Betonung folgendes: Wir werden auf der nächsten Konferenz Mittel und Wege finden, damit den Vertretern e8 nicht mehr im Reise-, neber des Auseinandergehens unmöglich gemacht wird, Fragen zu besprechen, die im Interesse der Sache liegen. Ich weiß nicht, ob ich 1923 wieder hier stehen werde. Aber das weiß ich und muß ich erklären, daß ein Gefühl tiefster Erbitterung und tiefsten Schmerzes die Herzen von Millionen von Arbeitern erfassen wird, wenn ich ihnen erzähle, daß es einem Vertreter hier nicht möglich crar, ihre Interessen auszudrücken. Der Präsident der Konferenz hat mir unmittelbar versprochen, daß ich hier zu Worte kommen würde. Das hat die Konferenz un­möglich gemacht. Aber, meine Herren, auch ein Voll^ dassotiefgestürztistwiewir.hatdasRecht, denKopfhochzutragenunddenGlaubena» die Zukunft nicht zu verlieren. Diese ntit großer Eindringlichkeit und tiefer innerer Erregung ge­sprochenen Worte lösten einen sichtbar starken Eindruck ans. Ein Teil der Versammlung sowie der Präsident ' brachen in BeifallsNatschen aus. Wissel kehrte an seinen Platz zurück, um die französisch« lleVersetzung der Reoe abzuwarten. Dann erhob sich die gesamte deutlcke ' ordnung und verließ geschlosst» de» Saal. Diera-. u S* Burnham_i« Schlußrede.

i erfuckn, Eifer und Pün'itichkett 8d zeigen. Un- £ den in dem Schreiben aufgeführten Matznatzmen ^-stttertn: Nekrutierung aller waffenfähigen Männer ? der Gendarmerie, Verbot der Getrette- und Vteb- ?''u»r fowte des Verkaufs, der Herstellung und des wranchs von Sviriiuolen.

London, 3. Nov. In einer Proklamation an

Einstodner Tbraziens sagt der neue Wall »*!l Adriano pek, Nichtmobamm'dauer, die in röteten blieben, würden beschützt werden Alle alko- Mstcu ffetränfe sollen mit Beichlag belegt werden, xj. Ausfupr von Getereid' werd? verboten. Falls 5 C'i(ntarmerie nicht ausreich.', wffrd.n die Torf- ^opner als Hilfsgendarmen in Dienst genommen

arid, 3 Rov. Rach »wer Meldung der ,Cbi- Tribüne" aus Konstantinopel soll bte

> er > ianische U u t er ttii tz u n g s ko mmt s - n für den Naben Osten gestern von der Naiioual- manimüing in Angora telegraphisch die Mittet-

- «l auen haben, die V«samm'ung habe deschios-

Sur Lent.

Der Dollar 6000 Mark! Blitzartig wird unsere Situation durch dieses Unheil beleuchtet. Gegen- Ker diesen Katastrophen versagt die Politik der feinen Mittel, und es muh immer wieder darauf hingewtesen werden, daß nur eins an der Kata- ßrophe schuld ist, das Diktat von Versailles, und daß gut eins sie aufhalten kann, eine Aenderung dieses [ Diktats. Richt die Notenhamsterei, die bei dieser Lertverminderung unglaubliche Torheit ist, nicht -ie private Spekulation, nicht sonst eine noch so ver- : ^rsliche Handlung bei uns kann entscheidend fein xlgenüber der Einsicht des Auslandes, die sich mehr eub mehr ausbreitet, daß wir wirtschaftlich zusam- Nengebrochen sind. Daß dieser Zusammenbruch von hcn Franzosen bewußt gefördert wird, um die po- j sttischen Ziele der Zerreißung des Reiches zu er« - reichen, ist kein Geheimnis. Die Absichten auf das Rheinland, das Ruhrgebiet, die Pfalz, das Eaar- ßebiet, liegen zu klar zutage, als daß man sich darüber irgendwie täuschen könnte. Wer uns helfen will, muß deshalb mit Frankreich anbinden, und es ^ßeht nicht, so aus, als ob das zurzeit jemand ver-

Nöchte oder wollte.

Zn Berlin tagt die Reparationskommifsion. Sie will alle Probleme unseres Niedergangs lösen. Man kann eben ein Polk von 60 Millionen nicht un­gestraft ans der Weltwirtschaft streichen. Das steht die ganze Welt. Die wenigen Tage genügen bereits, sm zu zeigen, daß man so mit Verschleppung und starrem Festhalten an den Forderungen selbst den hllfsbedürftigen. Körper der deutschen Wirtschaft eicht wieder auf die Beine stellen kann. Mit Wor­ten läßt sich das eben nicht errftchen, und wenn eine Konferenz die andere jagt. Taten stnd nötig, und tas bald.

K Wie die nationalen Kräfte eines Volkes zusam- »engefafft werden gegenüber der erschlaffenden, 'er- tziitternden des Internattonalismus, das erfahren wir nach den Türken jetzt in Italien. Jede der- «rtige Zusammenfassung findet natürlich die in dem rSanbe üblichen Formen, und im Lande der Camorra. Jbes Garibaldi sind es die Schwarzhemden, die mit großartiger nationaler Energie das Volk zu gemöin- Kmem nationalem Wohl zusammenreiben. Tie Hchistenbewegung ist in erster Linie ei Bewegung M Bürgertums gegenüber dem kommunistischen Co- ^alismus gewesen, der in Italien nach dem Krieg -b drohend feine Hand erhob, daß man in Rußland Ms Italien die böchften fr^te. Eine

Nationale Welle bat in Italien diesen Kommunis- Ms und Sozialismus internationaler Prägung Hnweggefegt, und nun steht die Bewegung vor der' Ausgabe, die Leitung der Politik des Landes selbst p übernehmen. Ob das positive Programm dazu d«-reicht, darf füglich bezweifelt werden. Es ist ein Markantes Zeichen, daß die Botschafter Italiens in ikkmdeu Ländern sofort ihre Aemter niedergelgr Wen. Es ist etwas anderes, die Politik des Eakro kgoismo im Innern zu verteidigen, ein anderes, fr nach außen durchzufetzen. Wir Deutsche müßen Ms aber bewußt fein, daß diese Faszistenbewegung, W >ehr sie auf mancher Seite des biirg"rlirbens Lagers Empathien auslöst, auch für das Deutschtum eine 4»üße. Gefahr ist. In Bozen haben sie durch ihre -ÜMchtslose Itakianisierung der urdeuifchen Stadt Ozclgt. was sie wollen und können mit ihrer bru- dlen Gewalt. Auch wenn sie mit Frankreich anein- «dergerieten, was wahrscheinlich ist, würde es nur jM unsere Kosten gehen.

Ie«lNn Rkiilffiig.

Berkin. 3. Nov. Der Stetteftewrat »e<; Retcl>slags bett'loft tn seiner tzeutigen Sitzung an der auch d.'r RetchSl.rnfter tellimOm, k'm Pröll- tinten des Reichstags anheimntgebet, den Tag be<: Wieder.ufammrmritts des Pft'mtms im ^invemeb-s nun mit d<r Reichsregterung <u veft'.mmen. fobald dt« Verpandlungen mit der 9t.i ir iitonSfoinmi'Pcn «n» den Finanzsachverständigen fotoett gedieb-r sein leer«. den. daß die N 'gieruug die Erklärung ?or dem Reichs­tes abg'v.n kann. In Aussicht genommen ist der 13. oder 14. November.

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3«t Ml i>« ntiiai MWtxMtM in BWM.

Von ihrer Münchener Redaktion erfahren di«Frau^-. "iirter Nachrichten":

München, 3. Nov. Die Wahl für den Posten bei neuen bayerischen Ministerpräsidenten wird aller Wahr­scheinlichkeit nach ans Dr. Eugen vonKnilling falte«..

jy-te, die mifttätitee Räumung Ostibraziens sei dutchaelührt. Tte lewen arirchischen Truppen ffc(iiittnt die Ma>-itza. Trotz der Vemübunaen der ^«alltterten Millionen dauere der Auszug der De- Weruna an. Es verlaute nichts über trgendwelchc

Tet Anzeigenprei» beträgt llir den Ogefp. Zeitenmillimeter 6.00 38L, amtliche und ausw. Anzeigen 8.00 vl«k. ** , .ine/ Aullchlaq Spät «inlautend« _____ _______ _______,________ ....

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