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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher knrhessischej Oberhefsen G-

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Marbuvg

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57. 3M

1922

5tr flriwt

Die Friedenskonferenz.

Paris, 31. Ott. Wie Havas aus Konstantinopel pteibet, fefrte die Nationalversammlung von Angzre den Wsrttaut der Antwortnote auf die E-n- lndnng zur Friedenskonferenz feit. Die Ne gitmng von Angora sei nach dieser Note mit der Wahl VS» LansanNi«Als Konserenzsrt einverstanden. Air türkischen Delegierten würden unverzüglich abreise:,

Lonstantinovel, 31. Ott. Der Vertreter der Weperung von Angora händigte dem Oberkommissaren yui Noten aus. Die erste erttärt sich mit Lausanne als Ort der Tagung der Konferenz einverstanden, und die zweite protestiert gegen die Einbeziehung |ift Konstantinopeler Regierun g in di- Li ul ad u n g, die sie als eine Verletzung des Geistes des Müdania-AbkommenS bezeichnet. Dis Note bemerkt, die? steche vielleicht den Angoravertrcter zwingen, von der Teilnahme en der Konferenz Abstand zu nehmen.

Die Haltung Amerl'ns.

Paris, 31. Ott. Der Botschafter der Vereinigen Staaten in Paris, Herrick, hatte gestern eine Unter rrdung mit Shfincate. Bei dieser Gelegenheit halte er bnn französischen Ministerpräsidenten eine Note Crr gehen, in der die amerikanische Negierung zu den Frie- deusLestimmungen für den Orient Stellung nimmt. Ti' Not; erinnert daran, daß die Vereinigten Sbxtten nibt mit der Türkei im Krieg; gestanden hätten und daher nicht ynisifiziert seien, an bin Friedensoerhandlungen teifyj irchmen. Sie zählt dann die Punkte auf, welche die ameri kamschr Regierung in Erwägung zu ziehen wünsche: i 1. Schutz der philanthropischen, religiösm und Er- zikhnugs-Jnstitute unter geeigneten Garantien:

2 Zusagen betreffend die Handelsfreiheit der V'r- einigtrn Staaten, durch die jedoch Sonderprivilegien für Hcndelszwcrle nicht präjudiziert werden sollen;

3. AuSreicherche Garantien für den Minderheitenschutz » 4. Zusicherungen betreffend die Freiheit der Me-r-ng-n: - S. Angemessene Erleichterungen für archäolsgische Fvr- schnnoen und Studien.

Die Regierung der Bereinigten Staaten erklärt |ick lernt, mit Zustiinmung der beteiligten Mächte 23:* achter zu d« geplanten Konferenz zu entsenden, um die erwähnten Jntere'sen wabrzunehmen und den Mei- mmosausta^ch zu erleichtern.

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$15 leit Mn.

""Wem, 31. Ott. Der König bat die idm vv.i »ussolini unterbreitete Liste des neuen Kabinetts a n- Sknommen.

r Rom, 31. Ott. Das neue Kabinett legte b»te den Eid ab. Mussolini sandte an alle Präfekten em Rundschreiben, in dem er erklärt, daß er, durch das Lortrauen dos Königs berufen, die Regierung übernehme. Er »erlange, daß alle Beamten, vom ersten biS rum btzten. ihre Pflicht zum Wohle des Vaterlandes mit Klar- kÄt und voller Selbstverleugnung erfüllen. Er selbst brotr mit fnrtm Bnspirl rorangebrn.

Paris, 31. Ott Nach einer Meldung derEbicagn 2iribune" anS Rom läuft dort das Gerücht um, daß Sitti von den faszistischen Truppen gefangen gesrh! wäre und daß Mussolini mehrere der früheren Regierung vngebSriar Staatsmänner zu verhaften rind vor den EtaatsgerichtShof zu bringen beabsichtige,

Lin Flugblatt deS Allgemeinen Gewerk- schaftsverbandes warnt die Arbeiter vor dem »uftuft zm Generalstreik. den das kommunistische ^toerkschafiSkomitee erlassen bat. Es fordert sie auf. Kube zu bewahren und mit Vertrauen in die Zukunft in blicken.

SWtoenfMe keim Einmarsch der Fasziste« in Rom

Rom, 31 Ott. Bei dem gestrigen Einmarsch der »Mnfkn in Rom haben sich leider im Arbeitervier».-k ?uiee blutige Zusammenstöße ereignet, die etwa 20 ^Wcken das Leben kosteten. Ferner wurden die Zes, "fcrw ,.Paefe",Art»ne" urü>Evocha" beschädigt

Die Temvbtltsierung der Faszistischen Truppen nngcorvnrt.

R o m, 31. Ott. Das Kabinett Mussolini hat oic «nnvbilfiation der Faszistsn gestern Nacht nock ange- ^?uet, die mit dem heutigen Tage zu beginnen hat. Tas ^iererkomitee, das die saszistische Bewegung leitete, wirb Mtrhobcn.

Die Politik der Fasziste«.

. ^*nt, 31. Ott. Bei dem Empfange von Prestever- fcirrn im Saufe des gestrigen Nachmittags erklärte Mussolini, daß die auswärtige Polittk des neuen T^netts fest und ohne Schwanken und von den Em- pubunaen aufrichtta-r Freundschaft gegen bit HUitet, ."® geleitet sein w»rde.

i $ati3, 31. Ott Ueber die Haltung der Faszisten in *? äußeren Politik und namentlich gegenüber Frankreich 'MEperlsior" btr persönlich' Freund Mussolinis r* Vertreter der faszistischen Partei in Paris, O n \ e- P'si folgende Erklärungen ab: Ich glaube, daß Muftolini ^ilch zur Mitarbeit mit Frankreich und zur Unter Atzung seiner gerechten Forderungen für den Wicder- ^.^'bau der Ruinen in Nordsrankreich bereit ist. abe:

kann nicht leugnen, daß der groß; italienische Patriot dringenden Wunsch hat, daß Italien von k.^"kreich besser verstanden werde als Ist de r. Italien wird es nicht zugeben können JB man fät» Handelsfreiheit im adriati- ?"T" Meer beschränkt, das als «in italienisches

Negis« der RevMloszver-gsßlsvgev in Mn.

Empfang vetm Reichskanzler.

Berlin, 31. Ott Die Reparativom- Mission die gestern in Berlin anccfoimdtu ist. wurde heute mittag 12 Uor vom Reichska uXl e r in Gegenwart der an der kommenden $rrhant>!i«eft veteiligten Staatssekretäre empfangen. Ter StWs- kanfter begrüßte die Rcparationskommission, inwe- sondere den neu ernannten Vorsitzenden Barth »u, dem es vergönnt sein möge, fct.i Amt erfolgntehlür lie in der Revarationskommisston vertretenen Vökker und für Deutschland zu führen unb Voraussetznvwen zu schassen, die für lebe künftige ökonomische und/ku.- mrelle Zusammenarbeit der europälidien Vötlerkund damit auch her Rat tonen der Welt notwendig smd. Er begrüßte die Initiative, Gläubiger und Schuldner zttfammenzitführen, um einen Ausweg zu finden. Er tiitd seine Mitarbeiter fteuten sich mit voller Ofseith.'tr und Aufrichtigkeit der Aussprache zur Verfügung. Der Reichskanzler roUS dann auf die Veränderungen bin, die in der Lage Deutschlands seit dem letzten Besuch des Garaitttekomtt:es «m Juli elngetreten sind, und belegte diese Aenderung mit vergleichenden Da­ten der deutschen Währung und der deutschen Grotz- ltandelspreise. Das deutsch; Volk dem es an den nouweudtgsien Nahrungsmitteln unfc Kohlen fehle, stehe vor einem furchtbaren Winter des Hungers und der Kälte. Die bisherigen Versuche, aus der kranken deutschen Wirtschaft mög- Uctift große Leistungen herauszuho'en, befriedigten weder die Gläubiger noch die Schuldner. Der rich­tige Weg sei, erst die kranke Wirtschaft zu heilen. Rur bann bestehe Aussicht, Leistungen auszubringen. Deshalb sei die Stabilisierung der Wän r tt n.g das Kernproblem der Ausgabe. Die Stabilisierung der Währung werde von selbst das Gletchgeivicht tu den deutschen StaatSsinanzen bet« berühren. Er begriux- die Mitteilung der Repara- tiouSkommission. hau b ?r Gegenstand der Berliner Verhandlungen die Stabiltfierunq der Mark und der Ausgleich des Budgets fetn toll. Die Hauvtausgave sei, lchnell zu praktischen Vorschlägen ;,u kommen und sie mit raschem Entschluß durchzusübren. Nur eine schnelle Aktion könne die Lage retten und die Leistungsfähigkeit Deuksch'.ands wieder verstellen.

Auf die Ansprache der Reichskanzlers legte der Vorsttzende her Nevarat'.onskommttsion, Barthou, die Gründe bar, die die Skevarat'.onSkommisston ver aitiasn haben, sofort mit de: dmtlchcn Regierung in Berbinditng zu ttetett den Worten des Reichs­kanzlers liege etn Zeugnis und ein Programm. Die Reparationskoininission schätze beide utnio höher, als sie von der r-urch Ihre amtlich; Stellung am meisten gualisizierren Persönlichkeit her rührten. WaS das Zeugnis anlange, daS der Reichskanzler Ader die Lage Deutschlands ablege, so nehme d i e Reparat ionSkom Mission cS zur Kennt­nis, oL ne e S für den Augenblick zu erörtern. ES werde das erste Blatt der Aktenstücke lein, daß sie .zusammeustellen werde. WaS das Programm cniange, so habe der Reichskanzler eher Fragen aufgewor­fen alS Lökangea «.wiesen. Diele Fragen leien indessen durchaus diejenigen, die in das Arbeitsgebiet der Revarationskammission fielen. Die Stabili­sierung oer Mark «ei die erste Frage, deren Verbiuditug mit dem Gleichgewicht des Budgets nie­mand beftteite. D!e Revarationskommisston danke dem Kanzler für da! Versprech:n, an den Verhandlnnaen mit völliger Otfeuhen und Ehrlichkeit mitzuarbeiten. Es handele sich der-tut, möglichst schnell das Ziel zu erreichen, das gemeinsam inS Auge gefaßt wurde. Die Neparattonskommtssion hoffe, in allen Dienststellen, btc an den Verhano'ttngen teilnehmen werden, jenen guten W'llen anzutresf n, von dem der Kanzler sprach. Die Rrparafionskotnmlksion let hierher gekommen, nm einen kranken Körner js behandeln, um einen Ausdruck des Kanzlers «u gebrauchen. Es fti daher notwendig, daß sie die ganze Ausdehnung itnd alle Anzeichen der Krankh.it kennen lernen. Der Augenblick sei gekommen, ohne Umschweife zu sprechen und an die Arbeit ,u geben. An diesem Nachmittag beiße daher die P-.rote: Arbeit.n wirs

Es wurde befdiioficn, die Verhandlungen sofort zu heg nnen. Die erste Sitzung' bet Revarafionskommiiston mit den beteiligten deutschen

Restcrts bat b-rte nachmittag im ReichSfinanzmini- sierium stattgesunven.

Tie Berhandluugen.

Wie die Blätter Mitteilen, nahmen an den gestrigen Nachmittagsverhandlungen mit der Reparatious- kommission int Reicksflnanzmintsterium auf deutscher Seite der Retchssinanzmiutster Dr. Hermes, die Staatssekretäre Schröder und Fischer und der Staatssekretär a. D. Bergmann teil. Wie das .Bert. Tageblatt" mlttellt, war die Sitzung säst voll- siändig auSgefüllt mit eingehenden Darlegungen von Dr. Hermes uno von Staatssekretär Schröder über die Lage des deutschen Budgets. Tie Beratungen, die etwa m Stunden dauerten, werden beute nach­mittag fortgesetzt werden.

Laut .Bert. Taaebiati" traten die Delegierten der Revarationskommisston gestern zu einer internen Be­ratung zusammen, in deren Verlauf das Projekt Delacroix besprochen wnrd:.

TaS Prograuim der Reparalionslvmmisstcn.

Paris, 31. Ott. Der Berlm.r Ko-respondent deS .Journal" erklärt, daß im Widerspruch zu einer Verbreiteten Nachricht die Revarationskom- m t fr I o n ein festes Programm nach Berlin m i t g e o r a ch t habe, das man Im einzelnen noch diskutieren werd.-, das aber In seinen großen Zügen von Teutschwud angenommen werden müßte. Das Programm enthält folgen»; Punkte:

1. Einrichtung einer sehr genauen interalli­ierten Finanzkontrolle nicht nur im Reiche, sondern auch tu den einzelnen Bundesstaaten. Das Garantiekomttee wird feinen Wohnsitz in Berlin nehmen. Es werden dauernde Konttoll- kommlssionen in den einzelnen Landesfinanzämterck in Berlin, München, Stuttgart usw. unterhalten. Die Konimtsstonen werden in Ihren Bezirken Inspektoren mit fest umgrenzten Ausgaben einrichten können. Die o 11 m a d> t des Garantiekomit eS wird sehr g r o 6 lein. Deutschland würde unter keinen Umstän­den ohne Ermächtigung deS Kontltees neue Budget- Ausgaben vornehmen können. Tas Komitee w'rd unverzüglich datau gehen, zusamuun mtt dem Reich geeignete Maßnahmen ;u einem baldigen Ausgleich des Budgets zu finden und dafür zu sorgen, daß alle überflüssigen Ausgaben auS dem Budget gestrichen werden.

2. B e s ch i e u n i g t e Eintreibung der im letzten Jahr vom Reichstag angenommenen Steuern sowie Anschreihung neuer Steuern.

3. «erbot jeder SVetulatton mtt frem­den Devisen.

Die letzten «etffi(uinn-*tt der Regierung werden dahin ergänzt werde» mästen, daß kein Ankauf von Devisen ohne vorherige Erlaubnis Oes Relchsfinanz- minlslers möglich sein wird.

4. Auslegung einer inneren Anleihe In Gold zum Zwecke der Erleichterung der Stabiliste- rung her Mark.

ö. Tie G o i d r e! e r v e der R e l ch s b a n k ist sofort zur Unterstützung der Stabilisierung der deutschen Währung in Anspruch $n nehmen. Keinesfalls soll es der Reichsbank erlaubt sein, ihr Metall untätig liegen zu lassen. Teutichland soll keinen Zahlunasausset uh erhalt-m ehe die Konferenz von Brüste! über otfie Frage entschieden haben wird. Deutsche Vorschläge an die ReparttionSkommisston.

Berlin. 3t. Oft. In der gestrigen Schlntzbe- tatung deS R»tPSkanzler. und des Re'.chs- s-nanzmtnisiers Dr. H-ermes mit den deutsch-:» Sachverständigen wurde ein; Einigung über teste tetfsche Vorschläge erziel«, die der Repara­tionskommission gemacht werden sollen. Ticke Vor­schläge sind bereits schriftlich fixiert worden und werden der Reparationskommission noch beute »nm Stttdmrn tztorgelegt werden, lieber den Inl>el, her deutschen Vorschläge w'rd na- lürltch vor Eröffnung oer Diskussion Stillschweigen brtrabrt.

Seine KabtnettSsttzung.

Derkln, 3l. Oft. H m'e nachmittag findet eine Sitzung des Reichstabinetts statt.

Binnenmeer b-tratfitet wird. Jivlien wird auch nickt st I b t n , daß seine Freiheit im Gebiete bet Donau beschränkt werbe burch ein offenes od-r uerhülfteS Wiedererrichten der öfterrrichisch-ungariscken Monarchie Um keinen Preis würde Italien vt« "tnmnt, daß Oesterreich in irgend einer Form mit Deutschland vcreiniat wirb. Ter late- nische Fasz-sm-us wird keine gemeinsame Grenze mit dem Deutschtum haben. Die tirolische Grvnzr ist für uns heilig. Italien wird nicht erlauben, daß von Deutschland im Gebiet' ^er ok-erm Et ich i r - 'end eine Agitation betrieben wird. Die For­mel:Das Mittelmeer den Amrohnern des Mittelmeeres" ist eine Formel Mussolinis. Italien fordert seinen ge­rechten Platz im Orient, ohne jedoch imperialistische Ziele eegenüber der Türkei zu verfolgen. ES ist bereit, den Türken, zusammen mit Frankreich Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Das saszistische Italie» bleibt den Verpflichtungen deS Landes treu und wünscht nur den Frieden mit friedlichen Nachbarn. Die Regierung Musso­lini wird niemals eine Abenteuerregierung sein, sic wird aber nicht dulden, daß man der Ehre unk den natisnalen InLrrcsfcn Italien» zu nahe tritt.

Paris, 31. Ott Wie HavaS «titteilt, hui der itaüenische Bstschasier in Paris, Gras Ssorza, bei dem

nuten Minist-rpräsideutrn Mussolini seine Demissiok! eingereicht. In einem Telegramm Gras SforraZ an die italiemiche Regierung, das die Agentur gtcicbiaflS oer öfftnfiicht, erklärt der Bofchafter, er hege die kreunb- irbafhidjitcn Gefühle für die neue Regierung, aber in >«^er^Außenpolitik, die eine Politik unb nicht eiafadj eine Summe von Gefühlen und Empfindungen fei. habe a!k§ finnen Zufammenhang. Er halte sich bereit, ent« C-ier fo ort abzureifen ober, wenn bie Regierung es erziehe, bk Ankunft des neuen Botschafters abznwark».

Ser knglWe Kajiloiügl

Lonbo», 31. Ott Nach einer vorläufigen Auf­hellung bsw-rben sich um die 615 Sitze im Unter­haus 435 Uw'onisten, 160 Nationalfiberafe. etwa 300 unabhängige Liberale unb mehr al? 400 Arüeiterkandido- teu. Die endgültige Aufstellung der Kandidaten ero'gt am 4 Nobembcr. D«" genaue Verhältnis zwischen den Kaalitionskonservative» unb Bonar S a tu ist nicht ganz klar. In einigen politischen Kreiftn heißt es, _<e Reden Hornes unb Birkenheabs in Glasgoto schienen daraus hinzuweifen, daß sie sich bös zu tinem gewissen Grade abseits halteu würde». .....

Landon, 31. Ott Die konservativeMor»i»> P o ft" schreibt, dir Neuwahlen entwickeln sich, vom konser­vativen Standpuntt aus gesehen, günstig. Bisher se>e« 148 konservative Kandidaten ausgestellt worden.

D-rD a i l y C h ro nic le" schreibt, die EntwicklmtE der Wahlschlacht zeige immer mehr die Gefahre» der Torh-Reaktion. Drs Blatt warnt vor der allgemnue» Apathie gegenüber dieser Gefahr.

Der Parlameittsberichttrstattcr derDaily Tele» g r a p h" schreibt, es scheine die Gefahr zu bestehen, daß Le Skmn6antngtn zwischen bett Konservativen und de» Nationalliberafen bezüglich der Schaffung eiten ver­einten Front gegenüber dem Angriff der Arbeiterpaedei m dir Brüche ginge».

3ar iogtnWo MWMe.

München, 31. Ott Das formelle Rücktrittsgesuch dcs Grafen Lerchenfeld dürfte heute dem Landtagsvröii- dium zugehen. Die Besprechungen innerhalb der Karli» tionäpaiteien bezüglich des neuen Ministerhräfibenken, dis Staatsrates Dr. Meyer, sind im Gange. Ykerüchir, die wissen trolen, daß vonseiten der Koalitionspartorea an die demokratische Fraktion das Ersuchen ergangen sei, sich wieder an der Regierung zu beteiligen, entsprechen wicht den Tatsachen. ®er Landtag wird Freitag, den 3. November zur Neuwahl des Mtnisterpräfidenten zu- iammentieten.

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Wtwrtnfßftt IWN 6s LenWw fioniwirlMaltstoits.

Berlin, 31. Ott Der Landwirtschaftsrak ist zum 7. November nach Berlin einberufen worden, um die Neu­wahl der beiden verstorbenen Präsidenien Freiherr Po» Schorlemer und Mehnert voriunehmeu. Auf der Tagesordnung stehen außerdem noch folgende wichtig« Gegenstände: Maßnahmen zur Erhaltung d-S Bauernstandes und der Geschlossenheit der Bauern­höfe und die Forderungen der Landwirtschaft zur Aufrechterhaltung der Lebensmittel erzeugung.

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TMkM.

Zur Devlfrnorvuung.

Berlin, 31. Ott. Die zweite Berorbmmg zur Ausführung der Devtiennorverordmmg vom 12. Oki. 1922 wurde nunmehr tm Retcysg.-s.tzblan veröffent­licht. Sie bringt Insbesondere Erleichterungen iflr die Zahlung In ausländischen Devisen Im In­landsverkehr, indem die für diele grundsätzlich Der« botenrne Iuiandszab.'uugen gew fie Ausnahmen zu­läßt. Ferner wird sie F.age der Gültigkeit laufender Verträge, wobei effektive Devilenzabumgen ausbe- düngen wurde, geregelt.

Die BreiOerHSHung^».

Berlin, 31. Ott. Ter .Rttwsanzetger" Vev- öffeiinicht das Gesetz zur Abänderung des GekeveS über die Regelung des Verkehrs mtt Getretde aus der Ernte 1922, ein» Bekanntmachung über die H ö ch st p r e 1 s e für Zement, eine Verordnung über dir Verkaufspreise ,ür den tulänbifajett Absatz von Süßstosj, ein- Bekanntmachung be» n eisend die Preisänderunaen in der deutschen Arznettare und eine Bekanntmachung über di« ab 1. November geltenden Brennstoffver- k a u s S p r e I i e.

Die ZuckerrlnsuHr gesperrt.

Berkin, 3t. Ott. Tie Einfuhr von AuSlandS« zucker ist vom 16. 11. ab nur noch aufgrund behörd­licher Einfuhrbewilligung zulässig. Tie Sverre der Einfuhr von Austandszucker konnte Vorgenommen werden da kamst gerechnet werden^ kamt, daß der Mundbedarf der Bevölkerung aus der Inländischen Ernte hinlänglich befriedigt werden kann. Die erste Verteilung von Zuckee neuer Ernte erfolgt tm Laufe des Monats Rov.'Uwer.

Die Gehalts- unb Lohnbewegung.

Berlin, 31. Ott. Wie der Deuiichnaiionale HandliingSgehstfenverband rnsttrilt, bat das R.etckS- arbeltsmintsierium Vie Perir.-t.-r der Parieieu ans Donnerstag vormittag 10 Uhr zu Verhandlungen vor tinem im Reichsfiuaniminister'um lagenhcn Schieks- aerlcht elngeiaben. Tiefe SchiedstomMillion ioll nach einer befonperen Vereinbarung unter den Vertre-ern der Parteien gield.sehtg über h'c Frage der frevtem« der Ortszuichläge wr Hamburg. Stuttgart, Nürnhetch uno Gotha bindend emich-id n.

Berlin, 31. Oki. Wie der Allgemeine Verband der deutschen Baukange st eil­ten mhtctlt, wurden beut? im ArbeltSminiflerstim -wfichen den Tarlsvertragsparteien neue freie Ver­handlungen fir den 2. November vereinbart.

Berlin 31. Oft Tie Verhandlungen nist den Spitzenorganifationen über die Erhöhung der Arhesterlöhne filr November haben heute nachmittag im Neichssinanimtnlstertum zu tütet Einigung geführt. ------

Die Notlage her Ireße.

Wie dieGermania" mitieilt, sieht sich daS. Blatt gezwungen, ab 1. November nur noch einmal -äglich, und zwar als Abeiidausgade. zu erscheinen Bur Sonnt-ras trieb bas B* -st n- -10-11 - ausgeaeben werben.

Nack einer Berliner Meldung der .Kölnische« Volks»ritung" haben die aus der Fuldaer Konferenz berlammeltt» »ijchtje sich etudlütgUch der Rot