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Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhesfen »,

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Br. 256

i ieÜberbeihidie Bettung etubetnt letbsmal möcbentlicb. Sejnasnteis monatlich 105 Mk. mit Zustellung sgebühr. Mr ausiallende yiummetn infolge Slreits ooet elementarer liretaniiie lern tttias. Sierlag oon Dr. L. Hrserotd. Truck der Univ.-BuLbrucketei con .'ob. $ua. Koch. iBiart 21 23. üernwrecher 55, Post» icheckkonto: Rr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

Marburg Mao. tal 31. MM «rlbhardt.

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Der Krieg im Orient.

Ile Ftiednislonlemir.

Das neue Italien-

Englische Einladung an Ruhland.

£ <i r i 3.30. Cft. D e erratische R.gurung hat ae<letn {n Moskau durch ihren Vertreter. Peter, an T sch < ti­sche rin eine Note überreichen lassen, um die russische Regierung zur Teilnahme an der Konferenz von Lau- «femu-, aber nur an den Verhandlungen über die Meer- tngeniri.fle einzuladen. DieIswestia" findet die Ein- fcbung zweideutig. Es sei nicht ganz klar, in welcher gorm die Teilnahme g.-wünscht sei. Das Blatt fügt hinzu, daß daS M-ßtranen der Sowietregierung durch hie frühere Haltung Lord Curzons Rußland gegen­über noch verstärkt werde.

Türkischer Ministcreat.

London, 30. Okt. Aus Konstantinopel verlautet, hos kemalistische Kabinett hat beschlossen, die Einladung jur Konferenz in Lausanne anzunehmen.

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Paris. 30. Okt. Nach einer Havasmeldung aus Washington wird der amerikanische Vertreter auf der Lausanner Konferenz der Gesandte in der Schweiz Grew eifer auch der Admiral Bristol sein.

Angora und Konstantinopel.

Paris. 30. Ott. Nach einer Haoasmeloung aus Konstantinopel hat der Sultan den außerordentlichen Kommissar-der Negierung von Angora in Thrazien Sh ft t Pascha empfangen. Im Laufe der Unter« tefcimg fei die Frage der Anerkennung der Nat'vnal- tzersammlung ton Angora durch den Sultan und die Frage der Vertretung der Pforte aus dm Konferenz von Lausanne zur Sprache gekommen. Dabei habe Rifel Pascha Erklärungen abgegeben über die Abtretung des berfüssüngsmößigen Regimes an die Nationalversamm- fang, über die Befugnisse des Sultans und über seine religiösen Vollmachten als Kalifen. Es verlautet, daß die Aödienz vom Eroßvesier vorbereitet worden sei? Das Ende des Dualismus der Regierung in der Türkei scheint Unmittelbar bevorzustehen. Der Sultan würde d e Natio­nalversammlung von Angora anerkennen, die dann die einzige Macht in der Türkei darstellen würde.

Die Räumung Thraziens.

London, 30. Okt. Der letzte Eisenbahnzug mit griechischen Truppen verläßt heute abend Thrazien. Dei größte Teil der griechifchen Zivilbevölkerung hat daS Land ebenfalls verlassen. Morgen kommt türkische Gen- barmeric an.

Parts, 30. Okt. Nach einer HavasmrLung aus Lth-'N telegraphierte der Kommandant der thrazischen Armee, daß der Wcgcposten westlich Madras von 200 türkischen Irregulären angegriffen worden sei. Es hat «in Gefecht mit den abgeschickten Verstärkungen statt- iecfnnfctn, das mehrere Stunden dauerte. Die Irregulären Mtten die Flucht ergriffen. Gritchischecseit» seien zwei Diann getötet worden.

Die Lage in Aiw.

Paris, 30. Okt. Nach'einer HavaSmcldung aus Athen hat die Untersuchungskommifsion vorgestern G u - Xari» Prolotadakis, Baltazzi und Strat- Itgoä verhört. De Blätter teilen mit, daß Prinz An­dreas zunächst als Zeuge vernommen werden wird. Die Untersuchung «oerde Ende der Woche beendet sein.

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Sie Kkise io eoolanh.

London, 30. Okt.Evening Standard" zu kse wird der Sekretär Bon ar LawS Geossrev »rh sZn, der in der Fritdensdelegakion Mitglied bei Professor Keynes unterstellten Abteilung war und oer ks RetarationSproblem eingehend kennt.

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1 Bonbon, 30 Ott. Dem Mestauer Berichterstatter *$ '.Manchester Guardian" zu'olge hat der englische Arbeiterführer ClvncS ein Telegramm an die S ow- ittregferung gerichtet, in dem er erklärt, eine so Artige Ratifizierung des Urguhari-Ab "mmens würde die Stellung der englischen Arbeiter ^ktei bei den Wahlen sehr erleichtern, da Churchill und "Jon und ihre Anhänger bei allen Wahlversammlungen träten würden, die Genueser und die Haager Konseretfz kl>ie die Nichtratisizieiung eines reinen Handelsabkom- xisss hätten bewiesen, daß es unmöglich wäre, mit de» ^--ichewisten zu verhandeln.

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Mtritt ökZ KabineliS LerlhMd.

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^München, 30. Ott. Wie wir erfahren, ist rsucktritt des Kabinetts Lerchenfeld nun- "'br vollendete Tatsache. Der Landtag tyab zusammen berufen werden, um den neuen Mni- ^Vräsidcnten zu ivählen. Ms aussichtsreichster Kanoidal nach wie vor der bisherige Staatsrat Meyer.

r* Rücktritt Lerchenftlds, der aus der innerpolirischen .thmflung in Bayern heraus zu erttären ist, wiro Irlich auch außerhalb des Landes «in gewisses Be­ern auslösen, da sich seine ausgleichende Art wieder- - ^sonders bei den verschiedenen Streitfragen zwr-

^ Aadern und dem Reich für beide Telle vorteühaft |

Dar m ttaiienMe Kabinett.

Paris, 31. Ott. Nach einet Havasmeldunz aus Rom setzt lich das Ministerium Mussolini wie foLv zusammen: Ministerpräsidentschast, Inneres und Aeußeres Mnssokini, Krieg General T i a z, Marine Admiral Thaon di Reval, Schatz Jnaudi (Marimalist), Industrie Thtophilo Rossi (Nationalist), Finanzen di Stefani (Faszist-. Kolonien Federeeni (Natio­nalist), Befreite Gebiete Giuriati (Faszist), Justiz Oviglio (Faszist), Oesfentliche Arbeiten Carnazza (Rat oualist), Post und Telegraph ColonnadiCesarc (Nationalist), Wohlfahrt und Arbeit C a v a e c o n i (Poro- lartt, Unterstaatssekretär beim Ministerpräsidenten Acer- ! o (Faszist), beim Minister des Innern Finzia (Faszist). beim Minister de4 Atußeren Paswon« li ne Vasale Demokrat), beim Kriegsministtrium di Bono' (Faszist!. beim Marinemimsterium B i a n o (Faszist), für Pensionen di Vocchi.

Das Regiernngsprogramm Mussolinis.

Mailand, 29. Ott. Das Programm der Reg'erunr Mussolini besagt: Das neue Italien soll sofort zur Vereinfachung der Organisation des Staa­tes und Verringerung der Verwoltungs- zweige schreiten. Arbeitsniederlegung in öffentlichen Betri ben und Kurssveknlationen so! sen streng verboten werden. Mussolini will, bat die Italiener eine kräftige, arbeitsame und guLiszirliniert. Nation abgeben feilen. In einem Depeschenwechs-l mr dMnnuuzio erklärte Mussolini: Di- letzten Nachrichten bestätigen unseren Triumph. Wir werden maßroll «no einsichtsvoll genug fein, um uns ren Sieg und unsere Macht tficht zu mißbrauchen. d'Annunzio enviberte, er arbeite eben an einem Buche, das für bfe Jugend Italien? bemerkenswert fei. Alle aufrichtigen Kräfte müßten rus'mmengefaßl werden um die großen Z ele argjurü6ren. Der König wisse, daß er stets der ergebenste Kämpfer Italiens war und ist.

Mailand, 30. Ott. Mussolini ist nun Mini­sterpräsident geworden und die Nachrichten auS dem ganzen Laude lauten weit beruhigender. Allerdings darf man nicht vergessen, daß eine überaus strenge Ze n - für über den gesamten Nachrichtendienst ausgeübt wird, 'ol'- man nicht beurteilen kann, wie weit diese Mel­dungen den Tatsachen entsprechen In Como, wo dir Faszisten das Post- und Telegravhengebäude besetzt habn wurde der kommunistische Professor P o z z o n i auf der Straße halb tot geprüg li. Während der Telephonverkebr nach dem Auslande nach wie vor unterbrochen ist, funttio- niert der Zugverkehr z.V. nach der Schweiz regelmäßig Auch Telegramme tont Ausland nach Ita'.im s nd zuge-

Zllk Reg!ttMgs!ki!r.

Berlin. 30. Okt Dis von der Arbeitsgemeinschaft Mitte und den Soz-aldemokrtten im Reichstage zur Aus­arbeitung eines Wirts chaftsprogramms einge­setzte zweite Komitee setzte nach 6erB Z am Mittag" auch am gestrigen Sonntag seine Beratungen fort. Von der Reichsregierung nahmen der Neichssinanzminifter. Keichsbankpräsident Haven stein und ReicksbanLirek- or Glasenapp teil. Heute Vormittag trat der Par- teivorffand der sozialdemokratischen Partei tm Reich? togsgebäude zu einer Sitzung zusammen.

©räitog Ml lwlM NÄMeWM.

Berlin, 30. Okt. Im Reichsarbettsmtntsterium wurde beute Mittag unter Vorsiv des Retchsarbetts- minlfterS Dr. Brau» die Gründung der Teutschm Siotgemcinschaft vollzogen. Ter Gründungs- versammluns wohnten autz-r den Vernetcrn der Gesandtschaften der deutschen Länder, die deurscllen Arbeitgeber und '21ibclm<,t>inerbertret:r, die Vertreter der gewerkschatlltchen Svitz-norgautsat'onen, sowie die Abgesandten der deutschen Städte and Gemeinden, des Handels und der Industrie und der vrivcnen Woblsayrtsetnrichtungen bet. Man will zunächst durch einen Ausruf zur Avanbe von Geldern anft lordern. Bon der Landwirtschaft insvetonverr er­hofft man die Bereltstelluitg großer Mengen von Le- benSniittctn. Die Arbeiter sollen das Erträgnis einer freiwillig zu leistenden Überstunde au die Roige- metiilchaft abfübren. Für Siefen letzteren Plan buben die Gewerkschaftsvertreter besonders ihre volle Unter­stützung zugefagr.

Die Unterhandlungen baden, nach den Mittcilun- gen die der .Tag' darüber macht, erschütternde Ein- telbetten zur Sprache gebracht. So ist in einer Ar- kriiervcrsamnilung, die am Sonntag in Essen stan- sand mitgeteitt worden, daß allein im Rubr- bereich über hundert Selbstmorde aus N abrnngssor gen verübt worden sind. Der be- bcrftebenbe Winter und die ständig wachsende Ar- beitsnot lasse die srSrteu Unruhen befürchten.

Es wurde tm Laufe der Verhandlungen besonders bedauert, daß yloyern erklärt stabe, es wolle von der Deutschen Notgemeinschaft ausgeschlossen bleiben, da es leibst, eine solche gegründet habe. Es wurde von einem der Redner scharfe Kritik an diesen Sonderbe- ftrebuncen zur Zeit etaer großen das ganze Bott um» toUffibe# Not grübt.

(affen, dageg-n ist der Telegrammverkehr innerhalb Ita­liens so gut wie eingestellt. Der Telephonoerkehr im Jnlandc ist nur unter strenger Ueberwachung möglich. Nach dem Auslande ist der Telegramm- verkehr ebenfalls unterbrochen.

R o m, 30. Ott. Man erwartet in Rom Montiag früh den Einzug des auswärtigen Faszistenheeres. Nach dem Einzug soll eine große Ovation vor dem Quirinal folgen. DasJournal d' R o m a" schreibt in einer Sonder ausgabc, daß 22 000 Faszisten etwa 5 Kilometer von Rom entfernt feien. Alle Befehle der Militärbehörden die den Verkehr eiuschränkten, wurden aufgehoben. Die Stadt nimmt ihren normalen Charakter wieder an.

Ter Sonntag in Italien.

Rom, 30. Ott. Entgegen den ersten Meldungen, d-e zu berichten wußten, daß der gestpge Sonntag ruhig unh ohne Zwischenfälle verlausen ist. ist es doch zu einigen schweren Zwischenfällen gekommen. In Rom durchzogen Faszisten die Stabt und am Niechmittng kam eS zu einem Zusammrnüog zwischen Kommunisten und Faszisten, wöbet ein Kommunist und ein Faszist getötet und mehrere Faszisten mehr oder weniger erheblich verletze wurden. In Bologna kam cs ebensaitS zu einem Zusammenstoß zwischen Gendarmerie und Faszisten. wo­bei ein königlicher Lübgrenadier getötet und 5 Faszisten verletzt wurden Im wetteren Verlaufe deS Sonntags versackten die Faszisten entgegen den Weisungen die Gara- Änierikaserne in Mailand einzunehmen. Es ent­wickelte sich ein Fuiergefecht, wobei ein Faszistentührer und ein Faszist getötet und mehrere schwer »emnittbi-l wurden. Die Kaserne wurde schfteßlich inro.<te der lieber nwdjt durch die Fassten geräumt. In Genua steckten die Fajzisten, ebenfalls entgegen den Weisungen den Sitz der Eiser.bahnverwalf.ing in Brand. H.-ute ftüh stürmten dft Faszisten die Redaktionen desAvanti" und des Seiolo"^ und schlugen alles kurz und Nein, was ihnen in die Hänoe kam. DerKontere della Sera" erscheint heute wieder. ,

Paris, 30. Ott. Eine Meldung aus Rom besagt daß die Faszisten sich der Räume des Blattes ..Paeso"'.

dem Ministerpräsidenten Nitti gehört, bemächtigt, die Archive an sich genommen und das Haus in Brand :esteckt haben.

Das Ende der kommunistischen Parst in Italien.

Paris, 31. Ott. D.e römtfche ZeitungAzios" veröffentlicht folgende Meldung: Wir erfahren, daß gestern Abend alle Mitglieder der kommunistilchen Partei davon unterrichtet wurden, daß mit dem heiitigen Tage die Partei zu bestehen aufhöre und daß den Mitgliedern alle Frei­heit im Hinblick auf Disziplin und ouf ihre der Partei gegenüber übervommeneu Verpflichtungen zurückgegcben werde. Angesichts dieses Entschlusses glaubt Man. daß aie kommunistischen Abgeordorten ihr Mandat nieberfegen werden.

Die Repkrationrikase.

Parts, 29. Cft. Ter sranzösilas Delegierte tn brr Reparattonskomllstog Bartvon bat heute vor- mttiag noch eine längere Unterredung mit Potnearä gehabt. Nach bemTexuos wird tzie Kommission, Vie sich nach Berlin begeben wird, am eine Prüfung der deutschen Ftnauzlage vorzunehm. n, nach ihrer Riickfevr nach Parts über die befarnttett engttsch.nt ulid französischen Sntwürse eine Entscheidung treffen.

Die Rew der ResarationStommtsston.

Die Mitglieder der Reuararionsfommisston treffen beute nachmittag um 5 Uhr tn Berlin ein. Der Scfalanietger* vermutet, daß es noch heute Abenv in verl'lnditchen Besprechungen «wtschen Ihnen und her Netchsregierung kommen wird. Ttr Engländer Keynes wird, wie das Blatt Wetter hört, in Berlin erwartet, sodaß bann auch die B->ratnngen bitt den Wäbrungssachderständigen aufgenommen werden können.

Die RevarationSlommifston tn Berlin.

SJIe die Blärrer melden wird R'tchskanzler Dr. Wirth beute Mittag die Mtfgtwder der Renaratlons- tommtfsion offiziell in der Reichskanztei entvfangen. ,f?terbet soll die Form der Verhand'unpen fcftgefteKt werden. ES fet anzunevmen. baß zuerst eine Reibe von Etnze'hel?recvung.-n zwischen Mttaliedern der Neuaraitsnsfomwissioi! und den an den RtrarattonS- beratungen beteliiaten Relsons ftattfinben werde und haft die Ergebntste dieser Einzetvervandiungcn in Gefmntutzungeu zufammengesatz werden. Tie Ober Ictiung sämlischer BetpreSungc» werde tu der Hand des Reichskanzlers liegen.

Die Beratunge-, über die flobtenabltfentngeit.

Berlin, 30. CO. Im Zufamtnenhang mit den koiumenben Reparattonsvervandtung:.n finden beute Nuct'Minag, wie bereit gemeldet, tm Wiederaufbau Ministerium Berarungeit zwischen den Vertretern der zustundtgen Nessorts und den Sachverständigen über die Frage der Kovtenlleft-rungen an die Entente statt. Als Sachverständige werden wahrfchwtlich erscheinen: Stinnes, Tsylsen. Klöckner, 2 üb f en, sowie Vertreter des Reichsverauades der deutschen Industrie an dieser Sitzung teflnehinen. Haumgegen- stand der Beratungen ist das Kohlenprogram in bet Reparationsfommifsion. Die Retchs- legicrung steht bekanntlich auf dem Standpuntte. daß die bisberiqen Koolcnserderungrn! der Alliienen unerfüllbar sind. Tie Sachverständigen sollen nun darüber ihre Ansichten äußern, tote viel Kohlen

Deutschland liesern 'önnt, ohne seine Industrie ext Winlchast zu ruinieren.

Beginn oer Berliner Daluiakonserrnz.

Berlin. 30. Ott Um 10 Uhr votuttuagS wurde unter dem abwechselnden Vorsitz des Rewasfanzler» Dr. SBittD und des ReiebStt»anzminister< Dr. Hermes eine Vorkonferenz mit cinv-tmikchen Sach­verständigen eröffnet, tu weichet u o. Melchior, 4'Ufer bi ng, C ebrüder Wo < sf und andere ein­heimische Sachverständige erswlenen. ES werden in erster Reibe oie Problem.' erörtert die mit den aus­wärtigen Ezperlen un» mit der ReparationSlommis Non zu veryanbeln sind.

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In den Chefbrfvt-chungen, die am Montag Nach, mittag über die Grundlagen der Reparattonsverhand- fvngen staufanben, kam dte einmütige Ansicht ,uip Ausdruck, daß die Fi nanzlon notle von uns nicht angenommen werden könne. Tie Souveränität des Reiches cbenio wie die Autoriiäi der Regierung würden durch eine solche Maßnahnu endgültig preisgegeben.

Im übrigen herrscht aber in der Frage der Fi­nanz- und Wirtilliaftsresormen -elv-t imtc.geib bet Parteien noch der schärfste Ne grnsatz und es bat bis jetzt nicht ben Anicheln. at§ ob der Reichs- kan-ler mit feinen Kompromißvorschlägen aus Ent­gegenkommen hat rechnen können.

London, 30. Cft. Lant »Manchester Guardian' ist Btadbuth der Anstchi, daß der Z:ti anmen- btilch Deutschlands > ede ,i A v g e r. !> 11« erfolgen fßnne und daß Damit das Ende all t Pläne für den W t ebcr au i b uu Euro va- Offomnten fet. Unter diesen Umständen fet der v:e- gietungswechfel in London, begleitet von, der Ung- wtßveit, wie die Poiiuf bet neuen Regiermia fein werde, bedauerlich. Ties werde noch verichlimmert durch die Tatsache, daß Sonnt 2 a w In feiner Et- f ung über den allaeme:n?n Gtlindiatz der Repara- uonen eine Perstcifung der britischen Kattun k> cnaetietitet oabe. Es werde daher für dringend notwendig cra-ntet, daß das Kabinen Bonai Law io bald wie mögiifb reine Nevatations- v o I i: i f im einzelnen datiege.

Parts, 30. Cft. DerSreelftot* berich'eh Ba11bou habe auf die Frage, welche Rolle das Gaiainiefomitee in Berlin spielen werde, arantwotiet, das Komitee lei ein Epetutivotgan. de« m gegebenen Falle der Auftrag erteilt werde, die Beschlüsse f o f o 11 z x r Durchführung ,u vtin'ng. Me Die Repataiionsfomm,?sioi' etwa tm Ein« bewehrten mit der deutschen Rwiermig fassen werbe.

Paris, 30. Cft. Der .Petit Parisien' schreibt zu der Nette der RevarattonSfomiiiifsieu nach Berlin: In dem Maße, w'e die Ideen der Delegierten bifttmmtere Formen anneh.nen. schein.' es, baß die Kontrollfrage sich ietzr ein wmtg anders stellt. Es laiibett sich nicht mehr so lebt Datum, ob eine Ron« ircHe geirt,aff-n werden müsse, als ni*!mehr um einet Erfllirnng dafür, daß das Garantietointiee niemals von bet Kontrolle Gebrauch gemacht habe, die ihm von Anfang an übertraean war. Es handelt sich um Ben Ertrag der Deutschen Schuld und bie 25 %tae Aiissudtavciabe. der Einnahme au5 gewissen Werten vnd inbfreften Steuern. Anstatt ;u fordern, daß btefe Summen auf feinen Namen bei Der Neirhsdanf eilt« gezahlt würben, habe das Garantiefomitee es in Wahrheit der deutfchen Realerung erlassen, auf Bleie Weife den flaffenfcbiüffcl auszntt:fern. Sei es nicht -logifch, wenn endlich Bieter Beschluß der Miniertet von 5 5. 1921 zur Anwendung gelangt, anstatt, daß man sich tn neue ?'erhanbluna>-n stürz», nm eine an« bete Form der Kontrolle zu Waffen, die Gefahr taufe ebenfalls nur toter Buchstabeu bleiben.

Der .Eclair' berichtet, daß. die beiaitche Delega­tion gestern noch an dem Rontroffenttourf erarbeitet labe, worüber Stillschweigen bewahrt würde uw Betten Durchführimg ,m einzelnen die Kommission le 'ort nach ihrer Ankunft in Berl'n m prüfen und zi erörtern haben werd'.

Der .Erceltior' bcftSfat d!e Nachricht vor dem der Stommifnon noch nicht voraetegien Entv-urt Telaeroir kennzeichnet ihn ai5 zua' eich wirttchiitiiich und politi'ch und was das wichttgste sei. als finan Ztell.

TerFI p a r o tprirbt von Der unbebingten Rot wendtvlett, bet vössioen Aeorganttatton des Saranks komiteeS, worüber sich sämtliche Alliierten einig tec«

Die intemoüDnnit ArSe!ts!on!ererr;.

Gen f, 30 Ott Die brr, Grupvcn der Iniev nationalen Arbeitskonserenz wählten heute bie M il« g lieber be 8 VerwaltnngsratS für bi< näch sten drei Jahre. Die Arbcitaebergruppe. btt auf 6 Sitze Anspruch bat. wäbfte Lithsos (Euglanbj, 9iroö (Frankreich). Olivetti (Italien), Carlirs (Bel« aitn), Hoäaez (Tschechoslowakei), Gemail (Südafrika), Deutschland (Kommerzienrat Vogel- behielt einen oer bei« -.--ordneten Sitze. Die Arbcitnehmer wählten Ioubautz Frantteick), Leipart (Drutschland). Poufta (England), -Moore (Kanada), Thorbere (Schweden), Oudegaft (.Hvft land).

Genf, 30. Ott. Der Ausschuß für bie Arbeit»» losenfrage beendete heute feine Beratungen mit bet Annahme einer Entschließung, die zunächst vergleichende Staistiken über die Arbeitsiage fordert, ferner Ford- kührung der dokumentarischen Sammlungen auf Grund der voriährigen Beschlüsse ber Konferenz und Fortführung der Veröffentlichungen auf Grund des Beschlusses der Kon­ferenz von Genua, die besondere Erhebungen über ine Schwankungen in ber Wirtschaftstätigkeit und bie not­wendigen Maßnahmen zur Stabilisierung des Arbettt- marttes forderte. Weiter verlangt die Entschließung, doH da- internationale Arbeitsamt in UcberdnfHmmung nd ebn vorjährige» Resolutionen von de» Aümn-- enb Bg>