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Amtliches Verkünd igungsdlatt des Kreises Marburg

Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

Marburg

57. 3M1

Mr. 254

Slldhardt.

Mstühl im Gokthk-MuskW.

sei

verboten worden.

i

vorsieht.

Paris, "-stern das

Der Generalsekretär der Partei, Bianchi, habe klär zu verstehen gegeben, datz die Faszisteu nicht mehr auf Neapel, sondern auf Rom achte« «ätzte». Die Stimmung in Neapel ist ziemlich n e r v S « f*i( worden, und unvorhergesehene Entscheidungen k2» nen jeden Augenblick eintreten. DieIdea Ratio»' nale" schreibt, dätz einige Minister infolge der 8» ncherheit der Lage die Absicht hätten. sofort des tat Negierung auszutreten und die Ministerkrisi» noch vor der Eröffnung des Parlament, ttnzulette».

Sachen gedächte, erklärte Bonar Law, dies sicherlich.

der er-

men nnd mit einem ahlreictzen Stabe von Beamten eine Durchsuchung des weiten Geländes des Reichs« kantlerpalats uud der 8tttck>Skauz'.et durchgefiidtt. Bischer haben sich keine Anhaltspunkte daMr ergeben, datz die dec Reichskanzlei zugegangenen Mitteilungen auf Tatsachen beruhen.

Politische Tagesna ^richten.

Deutschnationaler Parteitag. Zn dem grotzcn Saal der Etadthalle zu Görlitz wurde die erste öffentliche Sitzung des Deutschnationalen Partei­tages abgehalten. Ueber 100 Delegierte aus allen Gegenden Deutschlands hatten sich eingefundeu. Dazu kamen weit über 1000 Gäste. Der Partei» vorsitzende H e r g t eröffnete die Tagung und hielt eine politische Eröffnungsrede.

Berbot der »Roten Fahne-. Das Berliner Polizeipräsidium hat auf Gründ des Gesetzes zum Schutze der Republik dieRote Fahne" auf 14 Tags verboten. Gleichzeitig ist die im heutigen SDtorgen blatt der Zeitung £ng?tünbigte Massenversamm­lung der Eisenbahner im Andreassaal polizeilich

.lueil krut-

t3erfin vorgesehenen Arbeiten scrtigaestellt bat, wird, tic §>avaS bestätigt, vor ibrer Abrcise über die Anne- s'gcnhttt nicht mehr verhandeln. In der heutigen o'R. siellen Nachmittngssitznng stehen verschiedene lautende An« Gelegenheiten von untergeordneter Bdeutnng auf der Tage?o-dnnng. Nach demJournal des Döbats" han­delt es sich dabei um die Sachlieserungen und die Finauz- lage Oesterreichs. Zu dem letzteren Punkt werd« ber -Leiter der Finanzabteilung des Völkerbundes gehört werden.

Der Bermittlungsvorschlag Delacroix'.

Paris, DasJournal des Debats" bestät'gt, basi Prodburtz sich beute in London besindet und fügt binzu, das» er von seiner Regierung ausoe>ordert worden k-ei, sie über die schwebenden Angelegenheiten zu unter­richten und neue Richtlinien entoeeenxunebmen.

- .Pari», 27. Oft. DerEx e s oc" bringt über di "-ue Si'-nna der Repawsionskommission Mitteili'ngen. die den Tatsachen ungefähr entsprechen würden. Durch '> Erläuterungen d'sExcclsior" ist ersichtlich, worauf es Delacroix ankommt. Delacroix geht dorenf ins. dass die Mark stabilisiert werden muh. hält aber eine geringere Kurszister für nöttg als Bradburh ^schlagen hat. Eine innere und eine äußere Anleihe, d,e lediglich der Stabilisierung der Mark dienen lost, maßte bitte AnfaLAe erleichtern. Eine Kontrolle über das vanlsch« Bi'dget sei unerläßlich, sie könne aber nur mit Zustimmung der Regierung W Deut ichen Reiches durchgefübrt weichen und dürste sich nur unter genau bestimmten Bedingungen in die Finanz­verwaltung ttnm'scken, um ein« Beschränkung von Aus­gaben oder eine Erhöhung der Einnahmen herbeizuführen D r schwierigen Lage der deutschen Finanzwirtschast müsse bei der Kontrolle Rechnung getragen werden. Um s<*n Ausgleich des Budgets und die Stabilisierung der Mark zu erreichen, wäre nötigenfalls ein befristeter Aufschub der Barzahlungen und vielleicht auch der Sachlieserungen hcrbeizuführen. hiernach sieht der Vorschlag Bradburys etwas ander» aus als ihn die Haltung der französischen Zeitungen erkennen lassen wollen.

Paris. 27. CfL Im Laufe der gestern nachmittag ghgebaltenen offiziösen Sitzung im Dotcl Astoria einigten sich die Abgeordneten nnb Beigeordneten der Repara tionskommission über das Programm ihrer Arbeiten während ihres Aufenthalt» in Berlin. Der Plan Dela- roir wurde nur einer kurzen Diskussion unterzogen. Rach den Morgenblättern soll der Plan das französisch-.' Kontrollspstcm zulasscn und Vorschlägen, von Deutsch land zu verlangen, die sofortige Kontrolle anzu nehmen, während der Vorschlag eines Moratoriums der Brüsseler Konferenh Vorbehalten werden soll, die auch das gesamte Rcparat onsvrobkem behandeln werde.

Nach demMatin" beharrten die französischen Dele gierten auf dem Standpunkt ihres Vorschlages. Wenn die Reparat onskommisfion zuslimmen würde, daß d'.' Brüsseler Konferenz den Hauptpunkt, nämlich dos Mori- on'nm regele, dann würde sie selbst ihre Befugnisse ver­leugnen.

TieOberdelstudt Zeitung' euch«int letbemoi wöchentlich. Bezugsoleis monatlich 105 Mk. mit Zustellungsgebühr. Für ausfallende Rümmer» infolge Streits ooer elementarer Steigniiie lein Eriatz. Verlag von Dr. LHitzerotd. Truck der Unio^Buchdruckerei do»3oh. Äug. stoch. Markt 21 TS. Hernwrecher 55, Post» lätecktonto: Kt. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

Bit Mit-mW m Sinaajlage.

Man nimmt in unterrichteten Kreisen an, datz aus den verschiedenen Einzelkonferenzen, die fetzt eingesetzt haben, in Berlin eine grotze allgemeine große Finanzkonferenz unter Beteiligung der in- and ausländischen Fachleute unter Führung der Reichsregierung und der Chefs der zuständigen Ressorts zustande kommt. In Verbindung mit der Anwesenheit der Reparationskommission in Berlin, die zu einem Studium der wirtschaftlichen Verhält­nisse für mehr als eine Woche zugegen sein wird, dürften diese Zusammenkünfte und Aussprachen von einer ganz besonderen Bedeutung sein. Sie werden den Auftakt zu einer auf ganz neuer Grundlage sich aufbauenden Behandlung des Reparatronspro- blems in seiner Gesamtheit bilden.

«hren, da die Regierungsstellen mit Arbeiten stark iberlasiet find. Sie werden morgen fortgesetzt wer- *n. In sozialdemokratischen Kreisen «steht, wie derVorwärts" nochmals betont, tarke Verstimmung darüber, datz die bllr- lettichen Koalitionsparteien augenscheinlich schon «r Beginn der Verhandlungen mit der Deutschen kolkspartei stark« Verbindungen eingegangen find md datz über die gestrigen Besprechungen in der Rechtspresse tendenziös verzerrte Berichte erscheinen. Ran erblickt nach demVorwärts" darin eine starke Gefährdung des Verhandlungsergebnisses, die im fnteresse der Sache bedauert werden müsse. Bei *n Sozialdemokraten bestehe nach wie vor das Be­ireben, zu positiven Resultaten zu gelangen.

krehmgen der Bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft.

Berlin, 27. Okt. Die Bürgerliche Arbeits- «meinschast ist heute vormittag 11 Uhr zu einer sitzung im Reichstag zusammengetreten, um über In gemeinsam aufzustellendes Wirtschaftspro- ramm zu beraten.

Aus dem besetzten Gebiet.

Berlin, 27. Okt. Ei» Anträge des Londlagsabge» »rdnetrn Göbel und Genossen beantwortete, «nie der amtliche preußische Pressedienst meldet, der IustizmiMe, dahin, daß die Zeitungsnachrichten »her bte ne»fdien* nn würdige Behandlung der in bat besetzte Rhei nland übcraesührtcn »berfchlesischen ®e* fangenenauf dem Transport nach Mainz e* ftu französischen M'silärgesängnis in Main» »utreste». Dai Siaatsministerium werde die Reictisrcgierung ersuchen, arauf hinzuwirken, daß die schuldige» Personen zur Rechenschaft gezogen werden.

München. 27. Okt. Wie zuverlässig berichtet wird, ist der Rücktritt des bayerischen Ministerpräsidenten Grafen Lerchen­feld als bereits feststehende Tatsache anzusehen. Angesichts der heute beginnenden Ta­gung der Bayerischen Volkspartei ist mit der als­baldigen Vollziehung des Rücktritts zu rechnen. Als Nachfolger kommt Staatsrat Dr. Meyer in Frage.

Bit Stjoratioiuiragi.

27. Okt. D'e Rcparationskomtnission. bi- Programm der für ihren Aufenthalt -r

Ein Protest der Landgemeinden.

Ans Einladung de» Vorsitzenden deS Landge- wetndcverbandes Kurvessen, Herrn BürgermetNer Wißner-Eappel. fand am 26. b. Mts. in Gießen. S'otel Schütz, eine Versammlung der LandgemeindeverbSnd« st urbesten und Natlau statt, zu der auch die frerrn Landtagsabgeordneten geloben waren. Ungefähr 30 Kreise waren vertreten. Als Hauptpunkt stand bfc* Stellungnahme zum Entwurf der neuen Land« mcindeordnung, welche am 7. Rov. voraussichtlich he. Landtag verbandelt werden soll, zur Beramng. Aach der Begrüßung der Teilnehmer durch £>erm Bürger­meister Winner, wie» dieser darauf bin. daß in elfter Stunde die Vertrctcr der Kreise nochmals geveteu feien, in Gegenwart der Herren Abgeordnete» z» vrotestieren gegen den Entwurf einer neuen Landge» nteindeordnung, die »nt wesentlichen den Landarm et»» den und den Landbürgernteist-trn ihre SelbftSnBtgfett und Freiheit «cbmr und die Gemeinden ftiunqtel ruiniere. Utbem »n. Emwrrf Mr die heutige» d*.

Ile itirnifiüorGle MekiMmnz.

Genf. 27. Okt. Die internationale Arbeitsfonferen» Hai angesichts bet unlösbaren Meinungsverschiedenhesi wisck>cn der Arbtttn-Hmer» und Arbeiigebergruppe dc- 'chlofsen, auf die Dahl einer diesen beiden Gruppen an ebörcnben Vizepräs benten zu verzichten und in diesem iZahrr nur einen Vizepräsidenten, nämlich den Regie­rungsvertreter Aorerro -Kuba zu wählen.

Genf, 27. Okt. Das internafonalc Arbeitsamt Hai

Zm NegieruugMe.

Die Berhandlungen in der Reichskanzlei.

_ Berlin, 27. Okt. Die Verhandlungen in Reichskanzlei haben heute eine Unterbrechung

M in 3mtm.

München. 27. Okt. _ Die Führer der Baneri- ichen Volkspartei kielten gestern eine Beratung mit dem Ministerpräsidenten Grafen Lerchenfeld über die entstandenen wirtschaftspolitischen Mei­nungsverschiedenheiten ab. Auch die Landtagsfrak- tion und Der Wirtschaftsbeirat der Bayerischen Volkspartei haben bereits gestern längere Beratun­gen abgehaltcn.-

Weimar, 27. Ott Am Dotmei-taf. n vhiritt- tag, als ziemlich starker Verkebr im Goelsi .nal» museum war. erbrachen unBelangte Di-.'.-, eine Rlasvitrine in einem der Museumsräume des Goethehauses und stahlen daran« verschieden« Eoethereliyuien, so die Trauringe Goethes, einen Herren- und einen Damenring aus Sold, einen sil­bernen Siegelring mit goldener Platte, auf der sich ein Wapven mit Stern befand. Doetbes goldene Spindeluhr, mit hellblauem Emaillerand, Schlüssel» aufäug und Ziffernblatt mit römischen Zahlen sdie ilhr liegt in einem abnehmbaren Goldringf, eine Schnupftabaksdose aus marmoräsinlichem Stet» «ich Gold ausgelegt, einen silbernen Trinkbecher, innen stark vergoldet, in Form eines halben Gänseeis. Von den Tätern fehlt jede Spur. Es find nicht einmal Andeutungen Über die Personen vorhanden, die zur fraglichen Zeit das Museum besichtigt haben. Einige Personen wurden verhaftet, mutzten aber wieder freigelassen werden, da sich ein Zu­sammenhang mit dem Diebstahl nicht nachweisen ließ. .

dritte §11 der G schästsorbnung genehmigt, der die eng iscke und französische Sprache als alleinige Amtssprachen

1 Bit Stile ii gnglaei.

London, 27. Ott. In einer Rede in Glas- »ow, die sich größtenteils mit seinem veröffent­lichten Manifest deckt, «Hätte der neue Premier­minister Bonar Law, jetzt sei die Zeit ge- fcmtnen, da man internationale Angelegenheiten Dem Foreign Office überlassen und Konferen­zen eine Ausnahme bilden sollten. Die Hauptfrage in der auswärtigen Politik sei gegen­wärtig der R a h e O st e n. Man könne darauf ver­dauen, daß Lord Curzon sein Möglichstes tun »erde, um die Konferenz zu erfolgreichem Ende tzn bringen. Bonar Law bemertt weiter, die wirk­lichen Schwierigkeiten hingen mit den R'para- tionen zusammen. Er liebe es nicht, s "ber zu jprechen, aber jedermann wisse, datz nach ' Ton fcer französischen Presse das Gefühl bei groß­en Bitterkeit gegenüber Englann ent­binden sei. Bei den Wahlen in England habe jedermann und nicht nur Lloyd George und seine Inhänger gesprochen, als wenn sie dächten, Deutschland werde die ganzen Kriegs- zch u l d e n bezahlen. Bonar Law sagte, « habe «es niemals geglaubt. Ueber die Beziehun- Den zu Amerika sprechend, erttärie der Redner, r hoffe, datz die Zeit kommen werde, wo auf die kne oder andere Weise die Vereinigten Staaten mit dem Völkerbund vereinigt sein würden. Da- wrch würde sein Wert ungeheuer vermehrt werden. Bet Ansicht eines italienischen Blattes entgegen» betend, datz Großbritannien die Meerengen tob Konstantinopel zu einem zweiten Eibraltat zu

Zm MntiiiiMM.

Der republikanische Ntcblerbunb kat in anrt rnng zu dem Spruch des Volksgerichis in München in du

Sache Fechenbach und Genossen feierliche Venvabrung ri:-.

-egen das Versahrcn. sodann gegen da» Sirafmaß uns üttr alles gegen den Schu^spruch selbst. Die ErNL:.i>ig schließt mit den Watten: Wir behalten uns vor. nach Empfang der erbet'nen UrteilZausiettigiing nob Ein» lhnten d s Falles zu prüfen. Sckwn ietz: l

in vollem Bewußtsein unserer Veranlworrung cm» als eine objektive Vergewaltigung bei Rechtes '.eichncn.

Bit galilRtltwtoimg.

Nach dem Neapel« Kongreß.

Mailand, 27. Ott. Die neuesten Berichte bet hiesigen Ptesse übet die Beratungen zu Neapel lauten recht alarmierend. Der Korrespondent desCorriere della Sera" betont, datz die scharfe Richtung der faszistiscken Pattei in Neapel eine große Symapthiekundgebung erzielt habe und datz eine entscheidende Aktion der Faszisten nicht mehr fern sei. Der Kongreß des Na­tionalrates der faszistischen Partei ist in dieser Nacht zu Ende gegangen. Musolini, der Haupt- sühter der faszistischen Organisation sowie die mili­tärischen Mannschaften haben bereits in der Nacht von Mittw-och auf Donnerrtag Neopel verlassen.

reittim.

Die neue Kohlenpreissteigernng.

Berlin, 27. Ott. Infolge der Erhöhung ber Bergarbeiterlöhue haben bk Organe der Kohknwitt- schaft heute eint weitere Koblenpreiserhöhung beschloi sen. die am 1. November in Kratt treten wird. Es werden erhöht: Ruhrförderkoble um 2060 Mark pro Tonne. Sachsen um durchschnittlich 3013 Matt. Aachen-Esch Weiler 2692 Matt. Die Preiserhöhungen für die übri­gen Kohleugebiete bewegen sich in ähnlichem Ausmaße. Bei der Abstimmung enthielten sich die vier Arbeitervn:- trtter der Abstimmung bezw. stimmten sie bei Ruhr lobten gegen die Erhöhung mit der Begründung, daS die Lohnererhöhungen weit hinter der Geldentwcttung zurückgeblieben feien.

Zur Devisenordnung.

Berlin, 27. Qtt Dur» die zwttte Ausfvtz rungsverorvnung de« RetchsorSstbenten gegen die Spekulation in auslänbifchen Zav- lungsmitteln vom 12. Oktober ist die Frage der Anwendung blefer Verordnung auf laufende Verrra.ie baöln entschieden worden, dast MeSülttgeelt lausender Vetträge unberührt bleibe, und bafi die verein­barte Zahlung in ausländischen Zahlungsmitteln z»- l S f f i g ist. sofern ste bis tum 15. Dezember zu er folgen 6at Lat ste in einem fröteren Zeitpunkt zu erfolgen, so ist str in R-tchswäbrung zum Kurse des Fälligkeitstages zu leisten.

Berlin, 27. Okt. Wie wir von zuständiger Seite erfahren, roerxn d e neu n Bus ührnng^bmiim tnungen für Me e ectsenverordnttng in allernächster Zeit, vielleicht stvon im Laufe deS heutigen Abends, veröffentlicht werden.

Die Tenerungsattio« der Beamten.

Gestern tagte in Berlin der Bnndesausschuß bei deut­schen Beamtenbundes. Er beschäftigte sich vor allem mit der neuen Teuerungsakt on und erhob gegen br vom Reichstag verabschiedete 7. Ergänzung des Besol­dungsgesetzes Einspruch, da sie weder der wirtschaftlicher Notlage ber Beamten gerecht werde noch die von dem Bunde gesordette Verbesserung des Besoldungsg -setzes berücksichtige. Der Bunbesausschuß erwartet, daß Reicks regicrung und Reichssinanzministettum sich ,u fo'ortigeii Verhandlungen über die Teuerungsatt'on mit den Spitzen- o,-Aaniw;onfn bereit erklären.

Die ReichSarbttterlöhne. Allhntch der Berhand. lungen.

Berlin. 27. O In der Nacht zum Freita,' sind im Relchssinanzmiitisterium die Vctt,andlung..m über die geforderte ErbSbung d>r Stait5arbciterldbnc ergebnislos abgebrochen lvorden. Auw die Be mübungen der Beamten jetzt nach -Verabschiedung des Vesoldttngsgesetzes die Regierung zu ein nc Teuerunas- eftton zu veraulaffen. stnd bis zur Stunde ergebnis­los geblieben. Minister .Aennes will erft die Geneh­migung des Kabinetts ablvarten.

Die BccgarbeiterlSlme.

Berlin, 27. Ott. Im Anschlntz an den für den Ruhr Bergbau gefüllten Schiedsspruch fanden im Reichsarbettsministerlum (" intgungsvcrbanl lungen zwischen d-n Arbeitgebern nnd Arbei'nehmerverbSn- den der übrigen Stein- und Braunfoblen-Gebtcle stall tn deren Verlauf teils durch Einigung der Parteien, teils durch Schiedsspntch Lohnervöhungen im 'iSnia*"/' >oi 87 bis 100 Vror. d-r für das Rnbr,..- btet gewährten Zulaa-n festg fetzt wurden. Soweit es die Prodnlktonsverbaltnisse dieser Bergbanaebietc »ulaffcn, wurden gleichfalls Prämien für Mehr- ltistung vorgeseben. Die Stellungnahme der Parteien ist dis zum 6. Rovember yt erwarten.

Der Krieg im Orient.

Bit FMeuilonIMnz.

z- New Port, 27. Ott. Die Associated Pretz netoet aus Washington: Die Vereinig­en Staaten werden wahrscheinlich offiziell auf Kt Friedenskonferenz vertreten sein, voraussichtlich cher ^wt Hch-aus ihr ergebenden Friedensverlrag sicht unterzeichnen. Die amerikanische Politik stehe jett politischen Wirren Europas fern, sie beschränke ich streng auf die Fragen, an denen sie wirtschaftlich cher sonstwie unmittelbar interessiert sei, da die Freiheit der Meerengen unangetastet bleibe.

Konstantinopel, 27. Ott. Nach Erkundi- ipingen in nationalistischen Kreisen soll die Frie­denskonferenz bis zum 25. November zurückgestellt »erden, um die völlige Besetzung Thraziens zu er­möglichen.

Rm AttevtatsgerNte.

RechtSradUalee Anschlag auf die Reichskanzlei?

Berlin, 27. Cft Heute vormittag waren in Bettln verschiedene Gerüchte tn Umlauf, wonach eine Bruvve rechtsradikaler Leute beabsichtigen fol'te. g>-- aitfam tn bte Rttchskanzlei etnzudttngen. Wie die >B. Z.' erfährt, stnd tm Laufe deS gestrigen SvSt- lllends Mttttlnngen an die Reichskanzlei gelangt von ivem geplanten Eindringen in die Rttchskanzlei. D ®ufhht stnd die mit dem Schutz der Regierung und besonders des RetchskanlerS beauftragten Beamten ttort benachrichtigt worden. Oberregterungsrat Dr. 8eiß als Lttter ber polftischen Polizei und Oberst 'aupitsch. ber Chef ber Berliner Schutzpoliztt, oben die Rachkorschungen sofort in die Hand genom-

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