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Amlliches Verkündrgungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (bas früher krsrhessischej OSerhessen
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D'- Besprechungen kn Berlin lind Vertr-t-r der Bankwelf haben
in vo^em Grnae den ipek^S'nnrler
in Sicht. Bergbau
von dem Reickstagsbeschluß über die Perlängerunk' der AmtSdauer der Reichspräsidenten bfc Ende Juni 1925 oh ne Einspruch Kenntnis. Auch mit den Beschlüssen deS Reichstages zur Getreide- nmlage erklärte sich der Re'chsrat einverstanden. Zu gestimmt wurde ferner einer Aenderung des Post- resebeZ daüin. das' die (’Fn'ffM'mnna für verlorene und -befr'Xbi^ie auf 200 Mark für das Sßfu* erhöht wird und für Einschreibesendungen auf 800 Mk
wurden heute nachmittag unter dem Reichskanzlers fortgesetzt.
Die Beratungen der Staatssekretäre der für die Renarationsfraae »«ständigen Reports der Reichs- Regierung zur Vorbereitung der Berhandlun- aen mit der R e v a r a t i o n s ko m m i s si o n
Stetigkeit im Innern und nach außen. In allen auswärtigen Beziehungen beabsichtige «r einen geraden Weg zu gehen, um die übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Er sei jedoch fest entschlofien, die englischen Verpflichtungen nicht auszudehnen, und falls sich eine angemessene Gelegenheit dazu bietet, sie einzu- schränken. Rur durch dasselbe offene und u n - eingeschränkte Zusammenwirken wie im Kriege mit Frankreich und den anderen großen Alliierten könne England hoffen, die jetzigen schwierigen Probleme zu lösen. Es werde das erste Ziel der Regierung sein, dem Völkerbund volle und tatkräftige Unterstützung zu gewähren. Aufrechterhaltung des guten Einvernehmens mitden Vereinigten Staaten müsie stets ein Hauptziel der britischen Politik sein. Alle die Sicherheiten des Reiches und die auswärtige Politik berührenden Fragen sollen im Einverständnis mit den Dominien und Indien geregelt werden. Erste Aufgabe >er Regierung werd« die Ratifizierung der irischen Vertrages sein. Eie wünsche eine ruhige und geordnete Entwicklung in Indien unter der durch das Gesetz von 1919 gewährten Verfassung. Im Innern sei augenblicklich die Lage des Handels und des Erwerbs die Hauptsache. Sparsamkeit sei ein wesentlicher Punkt des Programms. Die europäischen Märkte, die Großbritannien infolge des Krieges verloren habe, könnten am besten ersetzt werden durch weitere Entwicklung des Handels mit den überseeischen Ländern, insbesondere innerhalb des britischen Reiches. Bonar Law kündigt zur Erreichung dieses Zieles eine Wirtschaftskonferenz mit den Dominien an.
Paris, 26 Cft. Der Führer der englischen Arbeiterpartei. H e n d e r s on . hat einem Mitarbeiter des „Motin" erklärt, daß die neue konservative Regierung die reine Reaktion und damit die Herausforderung der Arbeiterklasse verkörpere. Er fügte hinzu, dost man die englische Arbeiterpartei nicht als eine Partei des Klallen- kampfes und der gewaltsamen Reoolution anzu- seben habe, sondern als eine Partei demokratischer Reformen Die Abstcht, den Besitzend die Lasten gerechter zu verteilen, habe nichts mit Bolschewismus zu tun und die Arbeiterpartei sei der feste Schutz gegen soziale Unordnungen. In der äube-en Politik verlangt die englische Arbeiterpartei 9t c - r i f i c n der Friedensverträge, die mehr Unheil als Ruhen stiften, ferner eine Bsmefiung der deutschen Revarationszablungen in een Grenzen der Leist nngsfäbiakeit. die Regulierung der türkischen Frage in einer internationalen Konferenz >:nt?r B-t-i'fgnng sämtlicher interessierter Staaten und die Stärkung des Völkerbundes sei das beste Mittel zur allgemeinen Abrüstung.
TU JDberbeiRitbe Zeitung erlebt hu itebemal wöchentlich. — Bezngsvteis monatlich 105 Mi. mit Zustellungsgebühr. Für ausfallende Stummer« infolge Streit« ooer elementarer Ereignens teilt EriaH. — Verlag oon In. L. Htsetotd. — Truck der Univ^Buchdruckerei noe 3ob. »ne. Koch. Markt 21 ZS. — ßUrnjpredjer 55, Postscheckkonto: Str. 5015 Amt Frankfurt a. Marn.
Marburg Srtilag, ten 27. Wh »elbhardt.
Berlin, 26. Cft. Der Vorstand der Aerzttkammer und d«S Groh-Berliner Aerztebundes stellten für Ge- bührenforderungen in der Amvatpraxis Richt- linien auf, wonach künftig der Grundsatz gilt, daß Der Friedenspreis mit dem jeweiligen amtlichen Reichs» ieuerungsindex muft pllzi rt werden soll. Als Varkriegs» zeitliche Grundgebühren sind für eine gewöhnliche 8er r» tung in der Sprechstunde 2—5 Mark und für einen ge- .vöhnlichen Besuch 3—10 Mark zu wählen. Da der leuerungsindex im September 113.75 beträgt, so wäre ^anach für eine Beratung in der Sprechstunde 226 bi» 565 Mark und für einen Besuch 339 bis 1130 Mark zu • erbten.
Berlin, 26. Cft. Die Verbandlungen im reutzischen Ministerium für VolkSwoblfabrt zwischen den Hauptverbänden der Aerzte und Kranken» lassen haben, wie der amtliche preußische Presfeduns mitteilt, anerkannt, daß das Verlangen der Kassenärzte nach einer baldigen Bezahlung für die geleistete Tätigkeit berechtigt sei. Zwischen den Kassenhauvttver- bänden und dem Wirtschaftlichen Verband« deutscher Zahnärzte ist vereinbart worden, daß die Krankukasten in Zukunft die zahnärztlichen Rechnungen momttllck de» zahlen oder sofort nach Monatsschluß eine angemessene Abschlagszahlung leisten. Dnn Vernehmen nach ist ein ähnliche- Abkommen bezüglich der Kassenärzte in Anlegung gebracht worden. Erforderlichenfalls wird die Staatsregierung unverzügllch ihre weitere BermitÜunI anbieten.
Die Vertreter der Spitzenorganisationen bet Beamten und Staatsarbeiter mit Ausnahme Ser christlich:,! Verbände haben sich gestern zum Reichskanzler begehen, nm ihm ihre Forderung üb-r die neue Teuerungszulage zu unterbreiten Anstelle des Reichskanzlers, der an dem Empsana der Abo-dnung verhindert war, nahm Ministerialdir-ktor v Schh.'ben sie Wünsche der Verbände entgegen. Da? ReichSstnaaz! "-inisterfttm lehnte kür den Dn^enblick Verhandsttnaen ah. Die Svitzenorqanisationen traten darauf gestern itotfr -ntff»a zu einet erneuten Belnrechnng zusammen nnd be» Glossen, noch einmal den Reichskanzler persönlich --inem Eingreifen »u veranlassen.
In der Frage derNobnerhShnngimBergban -mirde gestern ein Schiedsspruch gefällt, bet vsm 1 Rovember ab eine Erhöhung ber Löhne für b*e Berg» Arbeiter Ober 20 Fahre um 50 Prozent. für die Arbeiter uon mehr als 1R Fahren nm 40 Prozent und für Angendliche um 30 Prozent vorfieht. Außerdem fütirf s-r Schiedsspruch nach Mitt-ilung einer Korrespondenz • nn Kollektivprämiensnstem vor. daS die Arbeitsleistung Zeigern soll. Für jedes Kilogramm Kohle, das im abembet mehr als im September gefördert wird, soll
•ine Zulage in Höbe von einer Mark gezahlt werden. Di- PeroarbetterfrTbänbe fordern eine rückwirkende stobn- driaeruug ab 1. Oktober. Heber die Annahme oder Ablehnung des Schiedsfvruch»s entscheidende Bersammlun- gen werden am Sonntag stattsinben.
Die Gehalts- und Lohnbewegung.
Mannheim, 26. Skt. Die Räteverwaltung de? Deutschen Eisenbahnerverbandes sandte an das Reichs- perkehrsministerium ein Telegramm, in dem auf die gro ßen Lohnunterschiede von 50—80 Mark b;e Stunde zwischen Privatindustrie^ und Eisenbahn hingewiesen wird. Die durch das Reichsverkehr? Ministerium angebotene Vorschußzahlung von 2000 Marl Beamte. 1500 Mark kür Anwärter und 1000 Mark Uh
Sir UmnitimiftW.
Paris. 26. Cft. Wie der „Petit Parisien" mitteilt, wird die Reparationskommission beute eine neue offiziöse Sitzung abhalten, um die Beratung über die beiden Vorschläge Brad- (* u r n und Barthou festzusetzen. Es sei wahrscheinlich, dafe beute ein Vermittlungsvor- l tf)f a8 des belgischen Delegierten Delicroir vorgelegt werde, der die Absicht habe, den französischen und den englischen Standpunkt miteinander zu verbinden. Der belgische Vorschlag werde sich bemühen. die Schwierigkeiten zu umgeben, indem er auf der unerläßlichen sofortigen Schaffung einer Kontrolle bestehe, aber Vorschläge, die ^i-kusfion über das Moratorium bis zur Srüffcler Konferenz zu vertagen.
Kie ein Vertreter der Fachgruppe _ Reirk'Sverbandes der deutschen Industrie laut
Aus dem Reichsrat.
Berlin, 26. Ott. Der R e i ch s r a t nahm
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Reue 5vprvzentlge Kohlenerböhung
Verbindung mit dem Rcparationsprvblem zu erzielen jei
•lbg Hilsferding wies darauf hin, daß G o l d l ö b n e unt ldp reise den Ruin des Staates berbeiführen müßten. Die Regierung stehe vor einer Finanzkontrolle und einer Stillegung der Industrie. Darum fordere er energische Maßnahmen. In der Nachmittagssitznug wurde eine Reihe Gegenvorschläge der bürgerlichen Ar beit-gemeinschaft zur D visenverordnung vorgetragen Da rin wurde eine bedingungsweise Zulassung der Devisen zahlung gefordert und unter Ablehnung der Beschlag nähme eine wirksame Behauptung der Devisenspekü lation verlangt. Eine Kommission solle zur Unter- Zuckung des gesamten WirtschastsproblemS eingesetzi werden. i
Nach den Ausführungen deS Abg. Stresemann ort der Reichskanzler eine ausführliche Darlegung der internationalen politischen Lage und machte dabei vericau- licbr Mitteilungen über die Tätigkeit der Regierung in der letzten Zeit. Die Reichsregierung habe das Repara- tionSproblem niemals passiv, sondern immer aftiv behandelt. Ueber seine innerpolitische Stellung erllärte der Reichskanzler, daß er weder der Kanzler der bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft, noch der der Sozialdemokratie sei. Die Regierung bestehe auS vrei Parteien und diese Koalition sei die Brücke, auf der er sein Amt führe. Schließlich wurde dem Vorschlag de- Reichskanzlers auf Bildung zweier engeren Ausschüsse zugestimmt.
Die Beratungen werden morgen fortgesetzt.
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Leipzig, 26. Oft. Der StratsgerichtSbof hat is der gestrigen nicht öffentlichen Sitzung die Verbots ^egen kokende Leitungen aufgehoben: „Mftt^e. rutsche Presse". „Staßfurt-r Tageblatt". „Hessische Lan» ^eszestirng", „Tanuaer Anzeige^, ferner das Berlik 'egen die Zeitschrift „FriderievS" und das Verbot bei ^ilmS „Friderieus Rex", das Verbot der Versammlung 'e? HeimatbnndeS Schl'fien. Ortsgruppe Schweiduitz. daß Verbot des Vwius für Rasensport in Neubuckow und bai' Verbot der Versammlung d-s B^SmarckbundeS in Alwna..
Verworfen wurden die Beschwerden der Zeitschrift!
Bo-dwest" und der „Niederdeutschen Zeitung. I
Die Beschwerde gegen das weitere Verbot bet Bet*. ':rng , Mitteldeutsch- Presse", „Sbaßkurter Tageblatts ''rner di- Veschirechen gegen das Verbot der Verfamm- ' 'ng d-t Dwtschuat'onalen VolSpartei in Dess an und 1
$nr her ÄntaTtroülj<>.
Berlin. 26. Cft. Heute vormittag wurden bie Besprechungen des Reichskanzlers mit den Parteiführern wieder anfg-uom men. G"genstand d»r Beratung war zunächst b»- Vvtwurs b-r oba^änbertew ^eviseuordnuua den Vartesfübi-e'-n zur Mein"na^äuf'eruna vor- vekegt mürbe, und darauf die allgemeine vastftfcka Lage. Die B-'snrecknng-'n mürben um die Mittagszeit unterbrochen unb am Rachmittag fortg-sestt.
Perlin. 26. Cft. Der Rerch-kanz'er emvfina beute vormittog zwei der hier eingetmfferen inter- vatiovaken Wäbrungssachverständiaen b»n Schmef,er Herrn Dubois und den rudchen Volkswirlschaftler Herrn Boris Kalenka.
Des slhmwSWtit-Wwii.
Paris, 2ll. Cft. Zu den Gerüchten der letzten Tage, dafi bas Stinnes—Suberfac-Abkommen infolge bet jetziaen Wäbrungsverhältniffe in Deutsch« taub unausführbar geworden sei. erfährt dar .Oeunre“. daß es zu einer Berichtigung dieser Behauptung ermächtigt sei. Das Stinnes—Luberiac- Abkommen fei nickt nur nickt gescheitert, sondern in das Stadium der Verwirklichung getreten. Lubersac m-ar vergangene Woche in Deutschland mit einem Stab von französischen Ingenieuren unb lanbroirt« »'ckaftlicken Technikern, unb ebenso habe Herr Stinnes schon vor längerer Zeit ein ansehnliche» Versonal nach Frankreich geschickt, um bie Arbeit biet aufzunehmen. E- seien banach auch mit ane deren Firmen als bet Stinnesgruppe Verträge, nn» mentlick um bie Lieferung von Zimrnerwohnunge^ abgeschlofien werden.
P a r i s, 27 Oft. Wie Savas mitteilt, hat Senat« > e Lnbersa^ e s-m in Deutschland tätigen Vee» wxter de? G-vo" " l-verbanbes. heften VorfftzendK ■r ist. folgendes Telegramm erhalten: Der Pressechef hf deutschen Ministerium für auswärtige Angeleaeuheitei» ---mächtiat m'ch, Ehrten offiziell W>ttei<ung davon zn -eben, daß der Reichskanzler keinerlei Aeußerung stler ^ie Uudurchführbarkeit der SachliekerungSvertrage int Zusammenhang mit dem Sturz der Mark abgegeben bgt
Sie S*ife in (MnL
London, 26. Cft. Der König bat den Erlast unterzeichnet, durch den das Parlament auf- 8 e l ö st wird.
Sonar Law auf bet Agitationsreise.
London, 26. Oft. Bonar Law konferierte gestern mit seinen Ministerkollegen und reiste um 11.40 Uhr nach Glasgow ab. um dort seine Wahlprogrammrede zu halten. Er ist von dem Haupt- wahlmacher der Konservativen begleitet. Bonar Law hat bie Prelle zu der Mitteilung ermächitgt. dah in bet Bekanntgabe weiterer Ernennungen in der Regierung eine Verzögerung eintreten wird, Äls Gegenkandidat Bonar Laws in dellen Elasgower Wahlkreis wird bet Liberale Sir 6 e o t g e Peifh äuftreten.
Lonton, 26. Cft. Lord Leslie Wilson, der bisherige Haupteinpeitscher bet unionistischeu Partei, wird dieses Amt auch unter dem Ministerium Bonar Law beibehalteN.
London. 26. Cft. Heute vormittag empfing der König im Buckingbampalast die zurückgotretkncn SRinifter. Morgen findet eine Sitzung des Ee Heimen Staatsrates statt, in der die neuen Minister kn Eid ablegen.
Siu Wahlrnanifcst Bonar Laws.
London, 26 Cft, In einem Wahlmanifest, das zugleich Parteimanifest ist, erklärt der neue Premierminister Donar Law, die so plötzlich entstandene Krise habe einen sofortigen Appell an bas Volk unbedingt erfordert. Eine vorherige Prü- hng mit seinen Kollegen sei unmöglich gewesen, »te Ration bedürfe vor allem der Ruhe und
^sambl" mitteilt, werden die in dem Schiedsspruch über 'm B"r<"-rbeiterlöhne voroesebenen 2ebn-rb9bnngen vrr '"Ssichft-ch eint etwa 50pro;entige Preiserhöhung zur Folge haben.
Die Devisenoetotduung.
Rach einer Mitteilung des ..Deutschen" werben heute die Vertr°t-r des deutschen Gewerkschaftsbunde? dem Reichskanzler vom Bunde ousgearbeitete Vorschläge über die Regelung des Devisenverkehrs wiegen.
Die Kattoffelnot.
Der ReickSernährungSminister hatte au' ^en letzten ErnährungSministerkourerenzen in Berlin und Hamburg erklärt, er würde sofort zu schärferen' st w a ugsmaßnabmen übergeben, wenn Mangel obr Preistreiberei am Kartoffelmarkte einträte. Dst >ie „Zeit" mitteilt, hat das sächsische Wirtschastsmini- llerium sehr an Fehr die Feage gerichtet, wa? er gegen die Zurückhaltung der Kartoffeln zn tun gedenke.
"'^1 'm Zw-i'el darüber oesasten. daß die Denifenv^r- o-dnuno in ihrer ietzig-n Form gänzlich unhaltbar für •tnfer Wirtschaftsleben sein wüste. Mi' Bedauern wurde ftf?"estellt. daß die Finaurkreise nicht vor dem Er'af 'n Rate gezogen warben sind. Menn auch eine siten.f fteb-rwackung der D'vist-nw'rtschaft durchaus am Platze r*i. io müsse b»e Verordnung, wie sie jetzt besiehe, unbedingt aufgehoben werden. In der Revarat'onSfrage herrschte die n'nmütige Ansicht, daß Deutschland in den nächsten Jahren aus ein geordnetes Budget nicht rechnen könne.
In den darauf folgenden Beratungen mit den Parte-- ''eriretern legte der Reichskanzler die Auffassung der stinanzsachverständmen dar und ersuchte die Parteien, eine gemeinsame Plattform zu schassen, von der ans eine starke Regierung die Geschäfte führen könne. W'rtschaftsminister Schmidt trat für eine Steigerung der Arbeitsleistung ein und empfahl die Uri erlragung des 11 eberschichteu abkommens im Bergbau auch auf die. anderen Industrien. Strebe- m an n betö rte, daß eine Produttionsstcigernng nur in
Der Krieg im Orient.
jit FÄdmWemr. _
Par i9,26. Cft. Dieenglische Regierung ffat gestern dem französischen Botschafter eine neue Rote in bet C vrie ntfarge überreicht. Hierin verlangt sie bie Hinzuziehung ber Bereinigten Staaten zur Friebenskonferenz unb batz die Einladungen zu der Konferenz von ber englischen Regierung ausgehen sollen. Rach bem „Petit Journal" schlägt bie italienische Regierung jetzt als Ott der Friebenskonferenz Florenz vor.
Paris, 26 Cft. Für bie Friebenskonferenz ihSIt man in ben Kreisen ber Berbünbeten sowohl I an dem Tag dos 13. November als Eröffnungstag, wie an der Wahl von Lausanne als Sitz ber Konferenz fest. Die italenische Regierung, bie gestern den Vorschlag überreichte, eventuell Florenz zn wählen, tat bas nur, um ber Türkei bie Annahme ber Einladung zu erleichtern, da diese gegen eine schweizerische Stabt Vebenken hatte. Man glaubt jedoch, bafi biese Beben ken überwunden werden unb der Vertreter ber Angora-Regierung in Paris Ferib Ben ist bereits gebeten worben, seiner Regierung Tag unb Ort, wie oben genannt, mitzu- teilen.
Paris. 26. Oft. Wie das „Echo de Paris" mitteilt, wird jeder der intmPertrn Staaten auf der Orient-Friedenskonferenz durch einen Minister unb einen Botschafter vertreten sein. Das Blatt nennt heute ben Iustizminister Colrai vnd ben Botschafter B a r r d r e als französische Vertreter. Als britischer Vertreter werbe Lord lkurzon genannt; der Name des Botschafters stehe noch nicht fest.
Die Lme in M'en.
Konterrevolutionäre Verschwörung in Eriechenland.
Belgrad, 26. Oft. T'.e Belgrader „Politica" meldet von der Aufdeckung einer Versckwöurng in Griechenland zugunsten der Rückkehr Konstantins. Hauptversckwörer soll ein gewiller Mawr Riri (ein, der Anhänger besonders bei der Marinedivision in Samos habe. Das Revoluitonstribunal sandte den Kreuzer „Kilkiswa" nach Samos, liefe mehrere der Verschwörer sestnehmen und verwies den Bruder Konstantins, Andreas, des Landes.
Athen, 26. Cft. Die verhafteten ehema ligen Minister des Kabinetts Gunaris, Dal- tazzi und Bosikis, werden unter der Anklage, zum nationalen Unglück Griechenlands beigetrvg n zu haben, vor ein a u fe e r o r d e n t li ch e s Militärgericht gestellt.
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Konstantinopel, 26. Oft. Die französischen Truppen sind in Adrianopel eingetroffen unb bie Englänber haben Muradli und Gallipoli b"ketzt. Die englisch« Arbeiterpartei und die Konservativen
Der Anzeigenpret« beträgt fit de, 9 geh» Zeilenmtllimeter 6X0 9RL amtliche und ,
a«sw. Anzeigen ».00 Mk. Andere Spaltenbreiten entsprechend. Bei ichwieriaem Satz K7 ftnsipn 5Uft, Anftchläg. Spät eintamende ober den Raum übet Seite einnehmende An- zeigen werden na<d der Textipaltendreite berechnet, »flamen die Tol.-Zeile 50.00 tot Jeder Rabatt gilt als Bar rar alt. Belege werben berechnet. Bei Auskunft burch bie Eeichäftsstclle unb Lermtttlung bet Angebote 5.G0 tot Sondergebühr.
Arbeiter wich abgelehnt nud eine sofortige Vor- ':ug der D^utschnat.ooulr-. u, „„
schußzahluna von 6000 Mark gefordert. (gegen die Verbote der Ortsgruppe tzaßlan und Re