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wird

envibert,

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sFortfesinng felgt.)

ihm dir in düse

sein Ber- abcr

rour*)? es still. Tie Passagiere, die jetzt Wieder verschmähte folgen, er hatte ei« ;u sein. Er lehnte

>er Mcnsch wirtlich einmal still und sielen ' lagen zu, dann quälten ihn Träume, und spielte wieder das Schnarchen hinüber.

M, die Sonn «ausging, kleioere er sich ging auf Teck..

an Bord, und jetzt überkam ihn wieder eine grenzen­lose Trauer.

Tas Ufer glitt vorüber, jeder Atemzug der Schiffs* maschine brachte chn weiter fort von der Heimat. Winkende Tücher waren am User gewesen, ihm gälte» sie nicht.

Der Gesetzentwurf über die Berlänge- «itng der Geltungsdauer für Dernobil» tnachungsverordnungen bis zum 30. März 1923 wird nach kurzer Debatte angenommen.

das Leben und Treiben, dann Frühstückglocke rief die wenigen cftoi: an Teck waren, hinunter, es Magnus, ihrem Lockruf zu Grauen davor, unter Menschen

Nicht anerkannten Feiertagen nicht statthaft soll, mit dem sächsischen Kultusministerium in bindung gesetzt habe. Die Verhandlungen seien noch nicht abgeschlossen.

Aus einMveiteve Auftage des Abg. Mumm

die Einführung der Konzessionspflicht für Lichtspiele nicht geplant sei.

Wenn man Ihnen etwas anderes geben will, dann lagen Sie bitte: Nein, ich nehme zum warben meiner Kleider, Blasen, Gardinen, Strümpfe us«. nur die weltberühmtenSeit*««"'» 5erfreu", Marl» -Suchlopt i* Ster«, «eil diej« die besten lind.

wieder auf dem Jsolierschemel sitzen. Aber vielleicht wird der Tag kommen, da ich Ihnen ganz in Ruhe sagen kann: t?hne die Tätigkeit des Reichspräsidenten und keiner Freunde hätten Sie keine Gelegenheit, hier zu sitzen Mit seiner besonnenen Ruhe war Ebert in unruhigen Zeiten oft genug ein Helfer aus der Not für die Kreise des Volkes, die sich von der Diktatur des Proletariats bedroht fühlten. Ausdem Provisorium müssen wir heraus. Der vorliegende Antrag bietet dazu den geeigneten Weg. Ich bitt, diesen Weg rasch zu beschreiten, damit die verhetzende Agitation von rechts endlich auihört. ^Beifall bei der Mehrheit, stürmische minutenlange Pfui-

bei den Deutschnationalen.)

Abg Müller-Franken (Soz.): Deutschland fährt i m besten dabei, wenn das Ausland sieht, daß die D-utschnationalen sich in einer rettungslosen Minder-

Alsdann begründet Abg. Dr. Marx (Z.) den An-1 htit befinden. Dazu bietet die Annahme des Antrags trag auf Verlängerung der Amtsdauer des Reichs-1 die beste Gelegenheit. Eine Kandidatur Hindenburg würde

ler zitiert demgegenüber wörtlich die angegrissene Stelle aus seiner Rede zum Schutzgesetz und verweist daran' dass er auf dem Industrie- und Handelstag zur Einigung aller Stände aufgefordert habe. Diese Mahnung habe Abg. Hergt heute mit einer gehässigen Rede beantwortet.

Abg. Hergt versichert unter stürmischen Unterbrech­ungen der Linken, daß er durchaus sachlich gesprochen habe. Die Zumutung des Reichskanzlers laufe daran hinaus, die parlamentarischen Rechte der Opposition ein­zuschränken.

Abg Fehrenbach (Ztr.) ersucht die Deutschnatio­nalen dringend, auf die ihnen nahestehenden Kreise mäßi­gend einzuwirken, vor allem auf die deutschnationale Presse, um der Mordatmosphäre ein Ende zu machen. Er Erweist auf die gehässigen Angriffe, denen, er in der deutschnationalen Presse ausgesetzt ist, weil er sich als Richter in Leipzig bemüht habe, die Verbindung der Mörder mit der zweifellos bestehenden Mörderzentrale ausrudecken.

Der Antrag der Mittelparteien wird dar­auf gegen die Stimmen der Dnrtschnatioiralen und der äußersten Linken in erster und zweiter Lesung ange­nommen. Die dritte Lesung erfolgt am Dienstag.

Morgen Nachmittag: Kleine Vorlagen und Anträge

lei günstig für die Sozialdemokratie. Tas Gegen­teil ist Wahrheit. Tie Partei, die zur Wahl drängte, war die gegenwärtige Sozialdemokratie, später die ver­einigte Sozialdemokratie. Wie kann man also in diesem Zusammenhang die Worte brauchen, daß der Reichs­präsident für seine Partei gesorgt habe. Ich begreife ia Ihren (nach rechts) Schmerz, daß Sie nun plötzlich

I Der Brief an die Mutter war fort, nun noch | dieser Brief, jetzt hatte er nichts mehr in Europa I zu erledigen. Es war Abend geworden, er sah, I wie langsam die Passagiere den Dampfer bestiegen, I der am kommenden Morgen in Set stechen sollte.

Er ging noch einmal in sein Hotel, bezahlte die I Rechnung und ließ seinen Soffer zum Schiff bringen. I Je später es wurde, ein um so größeres Drängen und Treiben herrschte auf dem Dampfer. Tie Zwischen­decker durften erst, am kommenden Morgen, kurz vor der Abfahrt, hinauf, die Kajütspassagieoe hatten das Vorrecht, schon am Abend zu kommen. Nun drängte es sich in den Gänzen, auf den Treppen, die von den Decks in das Innere der schwimmenden Stadt führten. In allen Sprachen schwirrte es durcheinander. Hol­ländisch, Deutsch, Englisch, viel Spanisch dazwischen, die Stewarts hatten alle Hände voll zu tun.

Magnus hatte keine Eile, er lehnte an der Brü­stung, und es war ihm lieb, diesem Drängen zuzu­schauen, lieh war ihm ja alles, wa? ihn aülenkte von seinen Gedanken! Endlich kam auch an ihn die Reihe. Der Stewart führte ihn durch Gänge und über Treppen.

»Lier, Nummer 256, das obere Bett."

Es war eine der am schlechtesten gelegenen Ka­binen, dafür war sie auch billiget, und einige Nie- senkoffer und unordentlich umhergestreute Gegen­stände schienen darauf zu deuten, daß der Inhaber des unteren Bettes voraussichtlich kein all zu an­genehmer Nachbar war, aber was tat das? Was kümmerte es ihn, ob die Reise gut oder schlecht war, für ihn konnte sie ja nicht anders sein als schlecht!

Die Glocke rief zHd Tiner, Magnus blieb in seiner Kabine, er kroch oben hinauf hinter die Gar­dinen seines Bettes und zog diese zu, als könnte er nur so liegen. *

Er hatte Hunger, denn er war ja wieder den ganzen Tag unterwegs geroefen, ohne zu essen. Dort war die Tafel gedeckt, ohne daß es ihn einen Pfennig kostete. Er dachte nicht einen Augenblick daran, aus­

zustehen und hinzugehen, er suchte in seinen Taschen und fand ein Stückchen Brot und etwas Wurst, die er am Morgen gekauft. Er, um den Hunger zu stillen, dann lag er auf dem Rücken und starrte zu der Decke der kleinen Kabine empo^ die fast dicht über seinem Kopfe war.

Er zwang sich das Muster dieser Decke zu stu­dieren, er sah durchben Vorhangspalt in die Ka­bine, sie war klein, aber so peinlich sauber, er be­trachtete die kleinen Wandschränke, Die eingelassenen Waschbecken, den Spiegel, diese-Raumausnuhnng bis in das kleinste, aber immer wieder schweiften seine Gedanken ab, und er wollte doch nicht denken.

Er löschte das Licht und lag auf dem Rücken. Von weitem eertönte Musik) sie spielte im Speise- saalf manchmal klang sie lauter herüber, das war wohl, wenn jemand die Tür öffnete, dann kamen auch fröhliche, laute Stimmen die Korridore hinauf. Mag­nus fühlte etwas Feindseliges gegen diese frohen Stimmen. Und dann wieder war es still, und nur die leisen Wellen schlugen gleichmäßig beruhigend, kosend gegen das Schiff, das tot gut

Die Augen fielen ihm zu, da wurde die Tür ausgerissen, und ein Mann trat ein. Magnus konnte sein Gesicht nicht scheu, er lag ja oben aus dem Rücken und rührte sich nicht, aber nach seinen wuchtigen Schritten mußte er ein großer starker Mann sein. Jetzt lachte er laut auf, dann räusperte er sich noch lauter, dann begann er zu pfeifen. Wirklich, er mußte ein Riese sein, denn wie er sich jetzt auf den Rand des Bettes fallen lieft schien sich dieses zu biegen.

Mft lautem Krach flog der eine Stiefel gegen die Wand, dann der zweite, jetzt sang er, offenbar spanisch, irgendeinen Gassenhauer, Magnus hielt es nickt mehr aus und machte eine Bewegung der Mann mußte es bemerken.

,Lo sieno muche Jener!" ' ~ '

Voraussichtlich sollte daS eine Bitte em Cntschl- biflung sei«. MagnuS' Kenntnisse deS Spanischen.

repilblikanischen Staatsform getrorden sein. Eine solch* neue Zerklüftung könnte aber Deutschland in dieser schwe­ren Zeit nicht vertragen. Der Reichspräsident hat tts in die letzte Zeit den Mut gehabt, zu Jmpondtrabillen Stellung zu nehmen, bei denen es sthr zweifelhaft war, ob er den Beifall feiner Parteigenossen ftndeu würde. Tas i«t eint Grundlage, auf der oie Gesundung des deutschen Rolfe? möglich werden kann. Darum find wir übe'-- zcugt, daß der von uns beschrittene Weg der richtige war.

Abg. Frau Zetkin (Komm.) betont, daß angesichts | der Bedeutung des Präsidentenamts die Volkswahl nicht zu einem Kuhhandel der parlamentarischen Parteien wer­den dürfe, und fordert die Vornahm« der Wahl noch in diesem Jahr.

Abg. Wegmann (Unabh.) schließt sich dem an.

Damit schließt die Aussprache. -------

In einer persönlichen Bemerkung betont Abg. Hergt (Deutschn.) unter Bezugnahme auf die Aus­führungen des Präsidenten Löbe über die Schutzmaß­nahmen für den Reichskanzler, daß seine Partei mit größ­ter Entschiedenheit die Bestrebungen zurückwcisr, deren verbrecherischer Wahnsinn durch den Leipziger Rathenau- P'.ozeß enthüllt wo.den sei. Jeder sollte wissen, daß die verbrecherischen Wahnsinnigen bei uns keine Stätte lin­den, keine Entschuldigung, feine Duldung unb feine Schonung.

Reickskanlzer Dr. Wirth: Seien Sie sich deS Ern­stes der Situation bewußt. Nach den Nachrichten, die wir haben, ist berefts von einem Beteiligten an einer Verschwörung ein Geständnis abgelegt worden und müssen wir mit neuen politischen Morden in Deulfch- fanb rechnen. (Bewegung.) Ich habe keinen Anlaß mitten Dingen Pinter dem Berge zu chatten. Ich habe bki Politik immer nach sachlichen Gesichtspuntten behandelt. Darum hat mich bei der Rede de? Abg. Hergt das schmerzlichste Gefühl befallen darüber, daß gerade die Person des Reichspräsidenten, der wir alle zu großem Danke verpflichtet sind, in den Vordergrund geschoben wurde. (Zuruf: Der Feind steht rechts!) Der Reichskanp

waren noch nicht soweit, aber derUntere" schwieg, das heißt, nur für Minuten, dann begann dort unten ein Schuarchkonzert, als ginge der Mann schon jetzt mit riesigen Sägen *bem Urwalde des Gran Ehaco zu Leibe.

Magnus verbrachte eine qualvolle Nacht. War

Unpolitische Tagesnachrichten.

Autounglück. Siegen, 18. CH. jxuu »enettw» wurde aui der Strecke Kreuttal F'rnvors auf cum unbewachten Wegübergang.' ein Laim»,» bee Personen rüge überfahren. Tas 9iuto tour»# Ngtu» big zertrümmert, die Lokomotive uuervedttch btüfrck- d'gt. Ter Krastwagenführer lst ichw«. btt tvgjnui leicht der ittzt.

Rückkehr deutscher Äriepcgcfattgtu#*. e#rmw, 18. Ott. Gestern mittag «taten auf brat «Proitoartrr Hauptbahnbos 20 aus Totttoit belmltbrcnfr# deutsche Kriegsgefangene ein. Sie wurde« von einer grotze» Menschenmenge stürmisch begrübt und von den 3e» Vörden fckrild) empfangen. Der Marsch zur Rote» bübl-Kaserne, der unter Voramriit der Miiilärkavcüe vor sich ging, glich einem Triumph?ngc. Die Heim» sichrer wurden am Abend im Stadtgarten festlich et* wirtet. Oberleutnant Font (Berlin) hie« »le Bt- grützungsredr. Ministerialvirektor Sch», »kett ent­bot den Wittkommengrug der würtlemvrrgUchen Sie» (Uirmtg. In immer Folge wechselten Die Tarvtetun- gcn der Stuttgarter Künstler mit anderen Reden. ES wurden größere Geldsummen, die sitr die Heimkehrer gesanimelt waren, unter sie verteilt.

(Nachdruck verboten.)

Magrrrrs Wövland und seine Erben.

?' Rorusn von Günther von Hohenfels.

j*' 19. Fortsetzung.

--Lieber Onkel! Ich hahe gesehen, tote leicht Tu ben Glauben an Deinen eigenen Verwandten verlierst. Wenn Dein Vertrauen zu mir und Deine Liebe nicht größer toat; so habe ich den Verlust beider nicht zu bedauern. Ebensowenig den Verlust Deiner Tockter, die mit, nicht einmal des Abschiedsgrußes für würdig hiett. Ich gebe Dir das Wort zurück ich werde versuchen, zu vergessen, sie selbst hat mir dazu die beste SS afft in die Hand gegeben, die Ueberzeugung, i baß sie mich nie geliebt, sondern mit meinen hei-1 sigstcn Empfindungen gespielt hat!

Tic Stunde wird kommen, in her Tu bereiten toirft, tote Du an mir gehandelt, denn auch in diesem letzter. Bries, den ich ft an Dich richte, wiederhole I ich Dir: Meine Hände sind rein!

Das Geld, das Du mir überwiesen, hatte ich Dir am liebsten vor die Füße geworfen. Leiber gestattet mir der Zwang der Not nicht so titel Ehre, ich nehme von der Summe zwanzigtausend Mark als Darlehen. Hörst Tu, als Darlehen, und werde sie Dir mit ben üblichen Zinsen so schnell ich eS vermag, zurück- schicken. Ter Rest folgt sogleich an Deine Abreise . zurück.

Nur eine Bitte habe ich an Dich, es kostet mich dich Dich zu bitten, aber, es muß fein; Sorge für Meine Mutter^ bis ich in der Sage bin, sie zu mir! 1« rufen. Es wird nicht lange bauern, und ich I totrbe Dir auch die Auslagen, die Tu für meine I Dutten Hafk redlich ersetzen. Und nun leb wohl, I danken brauche ich Dir nicht, ich bin Dir keinen! Dank schuldig. Morgen geht mein Schiff nach Ar- Miinaa ür See.

allen Umständen seine Absicht durchführen wird, di? Neuwahl durch Amtsniederlegung zu erzwingen. Unter keinen Umständen darf eine solche Verfassungsoer- ktzimg ohne eine Befragung des Volkes, ohne einen Volksentscheid geschehen.

Reichskanzler Dr. Wirth: Ter Vorredner hat hie Prrsokt des gegenwärtigen RrichspräsidEn nur schein. d« ans tum Spiel gplaffen. Er hat Aielmehr einen So.ß gesagt, der eine direkte Kränkung dacstellt. Er hat gesagt, der Reichspräsident habe stets für seine Partei gesorgt. Ich bestreite das. Herr Hergt hat angeführt, die gegenwärtige Stellung der Parteien

Nr. 248

Sonnabend, 21. Oktober

»llfrharfr«

SnWr Heilst«.

260. Sitzung am 20. Okkvber.

r Auf der Tagesordnung stehen zunäch kleine An- fragt«.

Auf Anfragen der Abg. Mumm und Dr. Phülipp (Deutschn.) wirb erwidert, daß sich die Reichsregierung wegen des Erlasse- deS sächsischen , Kultusministers, wonach Schulbefteiung an staatlich

Deis Srche WtUtmS Mörland.",

Eben wurden die Zwischendeckec eingeschifst. Dann aber, das Schiss mußte mit der Ebbe aus Der Sckelde, damit es sich nicht festsackte und bis zur nächsten Flut toorten mußte, sonst wurde das Geschäft bet Einschiffung unterbrochen, und ein Teil mußte auf einem Ter.ber hinterhecsahren.

Langsam glitt bas Schiff stromab, zuerst war bas Bild noch bewegt durch oic Menschen am User,

*?_* ««Wiederaufleben der aufgelösten Selb : Selbstschutz ist aber «r Leib, octnta ** Selbstschädigun,. Raub begebt an allge- sich selbst hilft in eigen« Sacke. (Ki-

"bg Katz «geht fick andauernd in btiribioettbcB Sitrufen an ben Minister, bis Präsident Leinert tratet ien Beifall de- Saufe» droht, ihn auS dem Saal « weife».

Abg Serie (Ztr.): Pflicht der kommunistische» gartet wärt gewesen, ihre Anhänger von StSrungsver- ucken obzub^e«. Die Polizei kam titel zu spät. Die trantwortliche Leitung versagte. Der Auftuf zur Grün» c>ung deS Bunde» für Freiheit und Ordnung im Jahre 931 »st von unserem Reichstagsmitglied Pfeiffer interzetchnet. Das ist die einzige Bestätigung meine» Parteur-undes. Daß der Bund sich nicht feinen Satz, ingen entsprechend betätigt, das haben wir am Sonntag ^setzen. Vorstandsmitglied des Bundes ist Dr. Pfeif» 'er, der fett Monaten Gesandter in Wien ist, ebenso- mig wie K o p s ch.

Abe Janssen (Dem.) fordert, daß b« Staat seine 3ärger schütze, protestiert gegen die Absichten des Bundes ür Freiheit und Ordnung, der diesen Schutz garnicht -alle, sondern sechst offen zur SSaffengrtoatt aufforbere, und verlangt Untersuchung der Vorgänge durch eine eile, die über Dem Polizeipräsidenten steht.

Abg Grzesinski (Soz.): Es darf nicht mehr -oglich sein, daß Versammlungen gesprengt werden. Solche Versammlungen aber, wie die am Sonntag, sollten ckerhaupt nicht mehr stattfindcn können. Dem Bund ür Freiheit und Ordnung muß rücksichtslos zu Leibe -aangen werden. Die Gefahr von links scheint unS -M bedrotl.ch, denn die Arbeiterschaft folgt den Kom- : >nisten nicht. Gefährlicher ist die Reaktion von echtS.

W Russer (Deutschn.): Tie Staatsgewalt gewähr- "i,'tet keinen genügenden Schutz. Wenn man sich bc» .xiffnet hat, kam eS immer daher, weil d« Schutz nicht u-reichte. Es gibt nicht nur eine sozialdemokratische, nder» auch «irre douifthnationale Arbcfttrbewtgung, ud die verlangt allerdings Freiheit, Sicherheit, Ruhe uck Cdmung.

Abg. Kardorff (D. Bpt.) verweist auf die Wir» jtng der Vorgänge, auf die LoZ-von-Berlin-Betvegnug tnd auf das Ausland.- Wie soll es Vertrauen zu uns

'Tt. wenn die Sicherheit nicht besser gewährleist,-! wird. Dir Selbstschutzorgar.'sationrn werden von selbst mftbtain» en wenn das Volk sieht, daß der staatliche Schuy genügt.

Abg. Schultz-Neukölln (K'inm.) erblickt in de» ' -r-'cngen nur ein Spm.'om für kommende größere Gefahren. Te: Bund für Fr.iheit und Ordnung werde ine Mrrd- und Umsturzpläne weiter in die Tat um* üen. Wenn cs diesmal nicht gelungen sei, die Ve>

<ung zu versichern, so werde es in Zukunft gelingen.

Morgen Sonnabend 11 Uhr: Weitcrberatnng: außer» em Notlage der Presse urb Fall Stubcnrauch.

Präsidenten bis zum 30. Juli 1925. Eine Aenderung I die Sozialdemokratic nicht schrecken.

der SSerfaffung sei an sich bedenklich, in diesem Falle! Präsident Löbe ruft Koch-Düsseldorf (Deutschn.) aber durch dringende Gründe des Gemeinwohls geboten. I nachträglich zur Ordnung, weil dieser dem Reichskanz!« Tie schwierige wirtschaftliche Lage 'M Schlüsse sein« Red« zugerufen hat: Sie Hetzaposteli Deutschlands lasse es gefährlich tr ?5fe knüpft an den Ordnungsruf die Mitteilung, daß scheinen, das Volk in diesem Jahr durch !" ,ie Schutzmaßnahmen

eirf ¥räfibettttnmabl aufzurusen. Redner wo^rd^stte"^ (B^gunV) **"

wetst die Angriffe der deutschnationalen Presse gegen I 9/r S) ( «... - «<

^ktvolle und ge-1 wgg auf Anregungen der Sozialdemokratte zurückzn- schtck.e Art fein« Geschäftsführung als ein Mann führen sei. Er entspringe lediglich der ernstesten Sorge erwtelen, cer es verstanden habe, sich loszulölen co.i um das Wohl der Vaterlandes unb um bie Reichseinheit den ihm durch sein« polittsche Anschauung gezogenen I Diesen Vorstellungen der Parteiführer habe sich auch der Grenzen. Durch den Beweis der hervorragenden Äe-1 Reichspräs'dent nicht verschlossen und darum das Opfer fkhiqung für sein Amt habe er sich in weitesten Verzichts ans die Wahl in diesem tZahr gebrach». (Bei- * ^ölfetwsgafteifee große Sympathien rrworben. Ä»s ^ll.) Die PräsLtntenwcchl würde in diesem Jahr zum diesem Gntnde sei die Annahme des Antrag» na-' EntfKcidungskamps zw.schen Anhängern und Gegnern her tiou ale Pflicht.

Abg. Hergt (Deutschn.) tritt für den Antrag seiner Freunde ein, die Präsidentenwahl am 3. Dezember vorzuuehmen. Ter vom Vorredner begründete An­trag sei angesichts der noch vor kurzem vorhanoenen Einheitsfront von den Deutschn ationalen bis zu den Kommunisten rin Rätsel. Zweifellos hab« der Ar- tikel derVoss. Zeitg.", die fälschlich eine deutsch- nationale Präsidentenschaftsdiktatur Hindenburg a.i- künbigte, bei der Sozialdemokratie schlotternde Angst aui-grlöft. Hindenburg ante Portas! Darauf habe man das Kompwmiß geschaffen. Wir brauckca an der Spitze des Reiches rin« Persönlichkeit, welche ein« Gewahr bedeutet für eine Politik der Dauer und Stetigkeit, einen Präsidenten, der als eittr sichtbar Gewähr für die Reichseinheit gelten kann. Das Volk will einen überparteilichen Führ« als Prä­sidentin. (Gelächter und Rufe links: Massensch'ächter Hindenburg!) Es gibt keine zwingende Notwendigkeit, über bi* Rechte des Volkes hinwegzugehen. Darum bars sich bet Reichstag hier nicht ein Recht an- rigcnen, das dem von ihm vertretenen Volk gehört Wir rechnen darauf, daß der Reichspräsident unter I

Milto rtnidt«.

17 7. Sitzungvom20. Oktober.

In B.nintwortung der Anftqgen über die Vorgänge am Zirkus Busch erklärte der Minister deS Jnne.m. Sfbering, u.a.: Ich will die Vorgänge am Zirkue Busch in feiner Weise beschönigen, aber ich muß mich da gegen verwahren, daß der preußische Staat irgendwo wackele. Die Auftegung der Kommunisten kann ick am wenigsten verstehen. Sie wissen doch: Wer sich in Gesabr begibt, kommt darin um! Wollte vielleicht einer vor Ihnen (zu den Kommunisten) im Zirkus Busch das Podium besteigen, um die nationalistische Bestie auf diese zu beschwören? Gecmn Anmachmng d«r Staatsgewalt durch Unberufene wird bie StaarS- ttnaft tzW rücksichtslos rinfchreiten. Mri- 'all bei ber Mehrheit, Unruhe £ei ben Kommunisten.) Wie ich «fuhr, hatte bie kommunistische Zentrale bie Macht den Zirkus zu besehen. Da bandelt es sich doch nickt mehr um einen Schutz bei Republik, sondern um das was Sie (nach links) Vorwärtstreiben der Re­volution nennen. Etwas Würdelo'eres als die Zu fammensetzung dieser Sprengkolonnen kann man sich nicht denken. (Lärm bei den Kommunisten. 89e!ribi- gende Zurufe gegen den Minister. Präsident Seiner i littet, solche Zurufe uz unterlassen.) Minister Sev* ring fährt fort: Der Bund für Freiheit und Ordnung ist eine Stätte, in der mindestens ebensoviel aufgepu'schl wird, wie bei bei kommunistischen Zentrale. Diesem Bund i'xrt sich in letzter Zeit als besondere Abteilung eine Gruppe angeschloffen, die aus dem Verband nationalge- finntn Soldaten entstanden ist. Diese Abteilung ist naiv gewesen, dem Pollzeipfäsidium ihre Hilfe zum «ralfckntz anzubieten. D e Polizei hat allerdings inso­fern versagt, als sie die Versammlungspsycho'oqie nickt genüg-nd berücksichtigt hat. SSenn eine Versammlung um 10 Uhr augesetzt ist, genügt es nicht, daß um ß',10 Uhr die Schuhmannschaft antritt. Dann müßte man früh« auffiehcn. Auch der Pvlize'präsitent müßte früb'i ansstehcn. Der Polizeipräsident hat aber geglaubt, d> Versammlung gestatten zu müssen. Nun zu ben Maß- mhmen für die Zukunft. (Abg. Katz (Komm.): Kam- munistenversolgungen!) Fällt mir garnicht ein Sie 'ollen sich selbst um jeden Kredit bringen! (Heiterkeit tei der Mehrheit.) Bei den politisch unbestimmten Grnv- ven soll die Bcrsammlungsgenehmigung nur erteilt tret' den, wenn sie die Gewähr leisten, daß die Teilnehmer 'ich friedlich und unbewaffnet versammeln. Der Minish-r verliest weitere polizeiliche Maßnahmen und erklärt: Ich hoffe, ba8 geiLgt! An bie Rechte richte ich die Mahnung: Wenn eS Ihnen ernst ist mit der Aufrichtuna der StaaMrutorität, 'bann verzichten Sie auf jede Selbst- 'fbnWxtregung. Jetzt soll eine neue deutsche Freiheit-?- Partei gegründet werden. Nach ihrem Programm will sie 'ine Führerschaft schaffen, wenn der Staat versage und für die Befreiung des Volkes mit allen Mitteln eintreben