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Marburg
Nr. 248
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Die Knebelung Deutschlands
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»vlitischen Kreisen nicht ohne Besorgnis auf- ; Hknommen.
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Paris, 21. Oki. Barthou überreicht« gestern nachmittag der Reparationskommission namens der französische Delegation ein« Denkschrift, die im Laufe des Abends veröffentlicht werden Lird.
Im Gegensatz zu der Anregung Bradburys ist die französisch« Delegation nicht der Meinung, datz man dem Moratoriumsantrag Deutschlands für >923/24 zuvorkomme und einen solchen Antrag veranlassen müsse. Die französische Delegation schlägt eine strenge Kontrolle des Haushalts es Reichs und der Einzelländer vor. Dieses Auffichtsrecht müsste auch das Recht umfassen, gewisse Ausgaben zu beschränken, zu streichen ober aufznschieben und eine Erhöhung der Einnahmen durchzuführen. Dieses Programm mutz ausführlich festg stellt werden. Die französische Delegation schlägt daher vor:
1. Der Garantieausschuss kann von der deutschen Regierung bestimmte Maßnahmen verlangen oder verbieten.
2. Der Ausschuß wird nach Berlin ver- le g t, und es sind sofort Vorkehrungen zu treffen, datz diese Tätigkeit wirksam wird.
3. Die Maßnahmen für die Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben und zur llnter- brückung der Kapitalflucht werden unverzüglich angewandt.
4. Der Kontrolloryanismus wird die Derpfich. tung und das Recht haben, dauernd sich um die Einzelheiten der Finanzgebarung des Reichs und der Einzelstaatcn zu kümmern. Er wird alle Mittel der Nachforschung anwendcn, um das Mindestmatz der erzielten Einnahmen und den Höck)stbctrag der erzielen Ausgaben festsetzen zu können und wird das Recht Haden, unangebrachte Ausgaben zu verbieten, wenn die deutsche Regierung ich nicht den Weisungen der Kontrollkommission vgon sollte, wird dieser Verstoß sofort den Mächten gemeldet.
5. Die Anleihen des Reiches und der Lauder müssen von dem Kontrollorganismus bewilligt und direkt beim Publikum unter- gebre ht werden. Die ilnterbringung der Schatzanweisung bei der Reichsbank wird streng verholen. Tie französisckte Delegation ist der Ansicht, daß man der Reparationskommission nicht das Re.t/i streitig machen kann, diese Heihe von Maßnahmen mit der deutschen Regierung zu besprechen, diese festzusetzen und durchzudrückeu.
Di« franzcsisch« Delegation schlägt weiter vor: 1. sofort die öffentliche Finanzver-
<). 10. Die Inseln an der anatolischen Küste mit dem Dodekanes. 11. Kontrolle der türkischen Staatsschulden. 12. Kriegsentschädigungen. 13. Das Kalifat. 14. Die Rückgabe von vier Panzerschiffen, die in England auf türkische Kosten und in türkischem Auftrag gebaut und vor Beginn des Krieges zugunsten der englischen Flotte zurückbehalten worden sind.
Ihre rßmmoog ng b'.ssera unser Bart zen. Zn de- ndg i manne rci ENZ"’., isreli- 825
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^inbro, will wissen, daß sogar die ostthrazischen
Der Krieg im Orient.
$lt Fmdmlmftmij.
Paris, 80. Ott. Zu der Mfttetlung Lord Curzons an P oin c arch, in der ersterer den 30. November als den Tag der Zusammenkunft der Friedensko n f e renz vorschlägt, meldet Ha- vas: Frankreich-nimmt die Wahl an. jedoch werden di« Alliierten, wenn sich die Türkei mit der Zusammenkunft in Lausanne nicht einvrstanden erklärt, L u g a n o als Ort der Konferenz wählen.
.Beginn der Londoner Snchverständigenkonserenz über den Orient.
London, 20. Okt. Di« Konferenz der Sachverständigen in der Orientfrage begann heute in London. Der italienische Sachverständige ist Staatsrat Negara.
Die 14 Punkte der Angora-Regierung.
P a r i s, 20. Okt. Die 14 Punkte der Regierung von Angor» für die Konferenz werden von der ^Chicago Tribüne" in folgender Rcil>ensolgc vufgezählt: 1. Dardanellen und Bosporus. 2. Konstantinopel. 3. Sicherheit der Minderheiten in Griechenland und der Türkei. 4. Die Kapitulationen. 5 Die türkisschen Gebiete im Irak. 6. Bolle Unabhängigkeit des armenischen Staates. 7 Die Bagdadbahn. 8. Autonomie für Mazedonien mit einem Freihafen für Serbien. Autonomie oder Annektion von Westthrazien mit Dedeagatsch als Freihafen für Bulgarien. 9. . . ' , 1 <
Tte „Dbetbeiitidie Zeitung ttidseint lecksmo! wöchentliL. — Bezugspreis monatlich 105 Mt. mit Zustellungsgediihr. Für ausinilenoe Nummer» infolge Streits ooet elementarer (itetqnüie lein Lnatz. — Verlag von Dr. T. Ktuerotd. — Ttutf bet Univ.-Buchdruckerei non 3ob. Aua. Koch. $<at!t 21.23. — Kernirrecher äe, Poft» Icheckkon«»: 9tr. 5015 Amt Frankl ort a. Mai».
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Eetreideumlage.
Berlin, 20. Okt. Der volkswirtschaftliche Ausschuss des Reichstags nabm heute zum Ge se tz über die Regelung d«S Verkehrs mit Getreide na. -tnen Antrag Blum (Zentrum) an, wonach der Preis für das erste Drittel der Getreioeumlage nach den um 25 vom Hundert ermäßigten Durchschnittsinlandsmackt- vreisen des Getreides in den Monaten September und Oktober berechnet werden soll. Für die Umlage werden nach dem Ablauf des Termins für das erste Drittel (31. Oktober) anstatt zweier Lieferfristen vier Lieferfristen festgesetzt, nämlich 31. Deezmber, 31. Januar, 28. geb«
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Berlin. 20. Okt. Preffenachrichtm gegenüber d:e die Ausgabe von Goldschatzanweisnngen durch das Reich mit dem Goldbestand der Reichsbank in <:erbindung bringen, wird von zuständiger Stelle darauf hingewiesen, datz das Reich selbständig für blf Anweisungen haftet, nicht aber die Reichsbank und zwar weder mit dem Goldbestand noch mit sonstigen Attiven.
England in der ganzen Welt sicherer füllen und in einer besseren Lage sein, den Angriffen de? Bolschewismus und der Jntriguen der nationalen und internationalen Feinde Englands Widerstand zu leisten. Dieses Ziel gehöre zu den Hauptzielen der konservativen Partei und würde, wie zu hoffen sei, die Politik jeder Regierung bilden, die die konser- rative Partei schaffe und unterstütze. „Dailu C h r o n i c l e" erwartet, daß in a u s w ä r ti g e n Angelegenheiten fein Wechsel der Orientierung versucht wird. Dir Kritiker Lloyd Georges in Frankreich oder sonstwo, die Hoffnungen auf einen Wechsel in der Regierung gesetzt hätten, würden bald enttäuscht sein.
Die Berliner Press« zum Sturz der englischen Regierung.
Berlin, 20. Okt. In der gesamten Berliner Presse ha dtie Meldung vom Sturz des Kabinetts Lloyd Georges lebhaften Widerhall hervorgerufen. Allgemein wird der Ueberzeugung Ausdruck ver
liehen, datz die Pause, die notwendig während der Uebergangszeit in der aktiven Mitwirkung Eng
lands bei der Lösung der internationalen Fragen eintrete, unsere üble Lage nur noch oerWnmntcrr kann. Das „Berl. Tagest!." stellt fest, datz die Koa- lifton an Altersschwäche gestorben und Lloyd George das Opfer seiner vergeblichen Bemühungen geworden ist, sie über das natürliche Maß hinaus am Leben zu erhalten. Der „Lok.-Anz." schreibt: Nun hat «ich den letzten unter den heutigen Ministerpräsidenten, die dem deutschen Volk die Ketten des Friedens von Versailles geschmiedet hatten, sein Schicksal ereilt. Es ist der aus Kleinasien herüberstallende Kanonendonner, der seine Stellung er- chüttert hat. Aehnlich urteilt die „Deutsche Allg. Ztg.", die hinzufügt, datz seine Schuld umso größer wäre, als er die volle Unmöglichkeit des Versailler Vertrages erkannte. Die „Kreuzztg. stellt fest: 5 3afjre lang hat sich das Kabinett, dem man bei feinem Zusammentritt nur eine kurze Lebensdauer
31t Ligk.
Di« Leidensbahn, di« wir zu gehen fjabtu., wird I immer abschüssiger. Allmählich treten alle politischen I Frage«, immer mehr in den Hintergrund vor der einen I Frage: Wie hält sich Deutschland sein« wirtschaftlich« und politische Selbständigkeit. Denn das ist schließlich I der Kern oller Fragen, die wir heute mit Valuta ober ähnliche» Ausdrücken umschreiben. Unter diesem I Gesichtswinkel werden wir alles betrachten müsse», waS um uns herum vorgeht. Auch den politischen Tost Lloyd Georges, der schon früher eingetreten ist I «lS man erwartete. Aus der Laufbahn Lloyd George! können wir sehen, daß nicht Versassungs- und Mehv heitskeschlüsse für das Leben der Staaken entscheideni sind, sondern Persönlichkeiten, die das Zeug in sich fühlen, zu führe». Eine Lehre, die freilich in Deutsch land heute »och kaum verstanden wird, wenn auch jeder nach den: Führer schreit, oen» zum Führer gehön, damit er wirksam werde, als Gegenpol oer freiwillige Gehorsam, wie ihn das englische Volk in straffer Selbstdisziplin jedem barbringt, den es als Geist von seinem Geist erkennt. Bei uns braucht sich bloß ei» Verband mit de» Worten „Ordnung und Ausbau" znschmücken, uni aus gewisse Volkskreise wie ein rote* Doch zu wirken, und es kommt dann zu den Aus- schreitiingen mit allen ihren parlamentarischen und ministeriellen Auswirkung«», wie wir es in der letzten Woche erlebt haben. Man sage nicht, daß dieft inneren Zwistigkeiten auf unsere Lage dem Auslände gegenüber Lohne Bedeutung wäre. Auch sie tragen dazu 6eL boä Sinken der Mark zu beschleunigen.
Di. Frage unseres Ruins ist aber auch für die anderen, doch nicht so gleichgültig, als sich nament lid, die Franzosen noch den Anschein geben, und d«s- I halb erleben wir immer wieder Versuche, die Mail zu stabilisieren. Morgan glaubt bei einem Dollar- kurs von 700—1000 stabilisieren zu können, ändert haket, andere Mittel, auch die Goldanleihe gehört dazu. In Frankreich verbietet man den An- kauf der Mark. Eigenartige Mittel die Lag« für uns zu retten. Bis jetzt hat da* utt- trügfidu- Baromiter für alle diese Dinge, die Börse, mit einem rapiden Sinken der Mark reagiert. Was das bedeutet, erlebt jeder täglich an sich selbst. Bitter« Not, die niemand wenden kann ober will. Es ist ein offenes Geheimnis, man schämt sich, davon z, sprechen, aber alle Versuche, unsere wirtschaftlichen Verhältnisse und damit auch einen großen Test bet Weltwirtschaft zu sanieren, haben feinen Erfolg, sö- lange Versailles besteht. Und hier zu ändern ist Frankreich nicht bereit.
prophezeite, gehalten, dank der Geschicklichkeit unt Handlungsfähigkeit Llond Georges, dessen politische Laufbahn mit seinem Rücktritt sicher noch nicht abgeschlossen ist. Der „Vorwärts" würdigt die Laufbahn Lloyd Georges, indem er ihn einen her bedeutendsten Staatsmänner der Neuzeit nennt.
Blankovollmacht für Curzon.
London. 20. Ott. Da man sich darüber im c aren ist, dass Großbritannien sowohl bei den Pariser Verhandlungen wie aus der Orientkonferenz durch eine autoritative Persönlichkeit, deren Sach- lenntnis über jeden Zweifel erhaben ist, vertreten «ein müsse, hat man sich dazu entschlossen, Lord - 11 * 1 * 3 4 5 6 7L? °.n dem nunmehr erfolgten Rücktritt der Regierung eine Blankovollmacht auszustellen, tue es ihm ermöglicht, im Amte zu bleiben.
20. Ott. Nach einer Havasmeldung »us Athen geben die Blätter ergreifende Echil- •trungen von den langen Zügen de: ihre Heimat »erlassenden thrazifchen Christen. Adrianopel biete «nen trostlosen Anblick. Die Straßen seien mit .Karren angefüllt, die in der Richtung auf Sara- fortzögen. Die meisten Bewohner führten
P a r i s, 20. Okt. Der Rücktritt des englischen .Kabinetts wird in Paris als ein Sieg der Politik Doincarcks betrachtet,' dessen ungeachtet wird er In
waltung Deutschlands unter den vorstehenden Bedingungen unter die KontrollederGlöu- biger Deutschlands zu stellen.
1. Alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen,
um den Haushalt ins Gleichgewichstt zu bringen unb1 das Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. wobei man progressiv in die Ausgaben den Teil der Reparationen ein fügt, deren Zahlung nicht durch andere Mittel oder Anleihen zur Amortisierung des Kapitals aufgebracht werden kann.
3. Dem Schatzamt zu verbieten Schatzwechsel irgendwelcher Art zu diskontieren, sowie iede Ausgabe von Schuldverschrei- l u n g e n auf kürzere oder längere Zeit der in- ^eralliierten Kontrolle zu unterstellen.
4. Tie Reichsbank utlfcr die alliierte Kontrolle zu stellen, die damit beauftragt ist, alle von den Alliierten geforderten Matznahmen zu überwachen.
5. Die genehmigten Verfügungen zur Vermeidung der Kapitalflucht und Ankauf von ausländischen Devisen werden der interalliierten Kontrolle unterstellt.
6. Sobald es die Ilmstände erfordern, soll mit de: Ausgabe von Goldschatzanweisungen begonnen werden, deren Unterbringung durch fiskalische Vorteile erleichtert iverden könnte». Das Ergehnis dieser Schützvxrbselausgabe würde soweit dies nötig ist zur Unterstützung des Varmittelbestandes der Reichsbank bienen, um den Erfolg der Währungsreform zu sichern. Der Rest würde dazu bienen, den Teil der Reparationen, die nicht in den Haushalt aufgeführt sind, zu zahlen.
7. Die deutsche Regierung soll auch weiterhin in Gold ober ausländischen Devisen Betröge von nun heftens 25 Prozent der Ausfuhr erheben.
Das Ergebnis dieser Summe, das Ertrag, j nis der Zölle, der Einfuhr und d a s E r. lrögnis der Ausfuhr, soll einem besonderen Konto überwiesen werden, oas bei der Reichsbank namens des Garantieaus. 'chusses eröffnet und von ihm besonders kon 1 r o H i e r t wirb. Die deutsche Regierung wird das Verfügungsrecht über dieses Konto haben, solange die Reparationskommission der Ansicht ist. daß sie ihren Verpflichtungen nachkommt. Wenn die Kommiision der Ansicht ist. dass dieses nicht ge '^feht, wird der Garantieausschuß von! den für ihn verfügbaren Summen und d e m E r gebnis der Abgaben Besitz ergreifen.
Der Anzeigenpreis beträgt kür ben Sgeip. Zeilenmillimeter 6.00 Mk. amtliche und aus». Anzeigen 6.00 Mt. Andere Spaltenbreiten entsprechend. Bet ichwierigem Sali " ■*/, Aufschlag. Spät einlaurenbe ober ben Staunt flott st, Seite einnehmende Sin» >en nach bet lei tipaltenbreite berechnet, »etlame» die (EoL»3eile 30.00 ___ _____ Rabatt gilt al» Banabatt. Belege »erben berechnet. Bei Auskunft durch die Geichüstsfielle und Vermittlung der Angebote 5.00 Mk. Sondergebühr.
mar «nd 45. April. Ferner nahm der Ausschuss «im» Zentrumsantrag an. wonach dem 81 des Gesetzes »em 4. Juli 1922 folgender Absatz zugesügt werden soll: Die Reichsregierung wird ermächtigt, die Umlagemenge ent- wrechend hevabzissetzen. weizn nach dftn Ergebnis der Feststellung der Ernteerträgnisse die Aufbringung einer Umlagemenge von 2* 1/* Millionen Tonnen nicht mözle" erscheint.
tret n»t,r « abzugeb«
,rtt 2, n.
Aus den Ausschüssen.
I Berlin, 20. Ott. Der Reichstagsausschuß für bat Wohnungswesen setzt heute die Beratungen über die Er- böhungder Wohnungsbauabgabe fort Reichs- emährungsminister Dr. Fehr crllärte. daß vom Mini- terium noch im Lause dieses Monats Vorschläge gemacht werden würden, in toelcher Weise das Bauholz zur Ver-
I Fügung gestellt werden könne.
Berlin, 20. Ott. Der Hausbaltsausschuß de» Reichstages beschäftigte sich heute früh zunächst mit einem Vereidnungsentwurf über dieErhöhungderllnter- st ü tz u n g e n der Rentenempfänger der Invaliden- und Angestelltenversicherung. Die Unterstützungssätze wurde» auf 18000, 150<K). 12000 und 7000 Mark erhöht.
Abhilfe zur Pressenot. '
I Berlin, 20. Ott. Im Dauptausschuß des Preu- I Nischen Landtages ist ein Antrag Dr. Schering <Z.s I üngegangen. der Ausschuß wolle beschliessen, 1. die sofortige Bereitstellung von Mitteln durch i'tt’ Staat, woraus ben Leitungen Kredite gewährt
| werden, um das Druckpapier zu bezahlen: 2. die Sicherst ? l l u n ss ausreichender Pavierhol,meng«n sei- wns der Staatsforsten zu angemessenen Preisen, 3. bei der Rnchsregierung dahin zu wirfen, daß durch das Staatsministerium der Papierpreis amtlich fest;».
I r n ist: 4. Erleichterungen auf steuerlichem Gebiet z» 'ewähren: 5. die Umtansierung des Zeitunaspapiers au» cklasse B. nach Klasse D., und 6. diese Erleichterungen
t*r Fachpresse zu gewähren. — Ein gemeinsamer > Antrag der bürgerlichen Patteien und der Sozialdemokra- e» fordert, daß auf die durch besondere Gesetze des Reiche» ober der Länder der Presse gewährten Vergünstigungen nur Berlage Anspruch haben, die die zwischen den Organi» wtionen der Verlexer und der Redattmre abgeschlossenen Tarffe für die Redakteure und deren Mitarbeit« a» | Tüllen. In der Abstimmung wurde der durch ben Antrag Hauschildt ergänzte Antrag Schering mit einigen Aenderungen angenommen. Nach diesen Aenderun- gen sollen Staatsmittel außer den Zeitungen anch jDen Fachzeitschriften zur Verfügung gestellt werden. Die Detarifierung des ZxitungDdruckpavckr- j
Amtliches Derkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher kurhessischej Oberhessm
; Wege»
)ffel= runß
24. d. 1
| Die Ne in Englnnb.
I L. 2t "don, 20. Ott. Nach der Äildung des Ka- Anetts wird König Georg das Dekret unterzeichne», «as die Anftosung der Parlamente und die Ausschrei' «»ng von Neuwahlen anordnet. Di« offiziell« Aus- Ssung der Parlament« wird für morgen erwartet.
M Ci* Sieg Poincar^s.
London, 20. Ott. Die Blätter begrüßen I ^snahmslos das Ende der Koalitionsregierung. „M o r n i n g P o st" sagt, die Koalition fei tot, ^beweint und unbesungen. Wenn die Freundschaft t Frankreich fest wiederhergestellt fei, werde sich
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Rußland und die Friedenskonferenz.
Moskau, 20. Okt. Der Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten Tschitscherin wies di einem Telegramm an die russischen Vertreter in London und Rom enreut darauf hin, daß bei der geographischen Lage Rußlands und den geographischen Banden, die es mit gewissen Staaten des * ahen Orients verknüpfen, eine Befestigung des Friedens im nahen Orien und eine dauerhafte Lösung der damit verbundenen Fragen ohne die Teilnahme Rußlands unmöglich sei. Indem sfih Russland das Recht Vorbehalte, die Forderung des russisch-türkischen Vertrages von Moskan, nach der die endgültige Feststellung des internationalen Statuts über die Meerengen den Delegierten der Ufer- siaaten des Schwarzen Meeres übertragen werden solle, aufrecht zu erhalten, teile die russisch« Regie- Nrng int Hinblick auf den nahen Zeitpunkt der Konferenz, welche die gesamten Fragendes Aahcn Orients prüfen soll, mit, datz sie bie Teilnahme an dieser Konferenz auf den gleichen Grundlagen und unter denselben Bedingungen wie die anderen vertragschließenden Parteien bean- Dtuche.
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