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Mr. 241
ausw.
1922
Marburg grätig, m 13. Mtiber 8 lbharbl.
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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher kurheffifche) Oberhessen
rie ^Dberbelfildx Zeitung erleb eint letbsmal wöchentlich. — Lezugsvreis monatlich ISS Mk. mit Zusiellung-gebühc. Für ausrallenoe Nummern infolge Streits ooer elementarer Steigntite tetn Stia?. — Verlag von Dr. L. Hinerotb. — Truck der Unit>.-Sud)bru(feret non 3oh. »ua. Koch. Mar'k 21 23. — Sernfpredier 55, $Ott. l&etttonto: Nr. 5015 Amt Irtanburt a. Statu.
„zeigen preis beträgt ffir den 9ge|p Zeilenmillimeter 53)0- Mk., amtliche und
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Aus den Ausschüssen.
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'Anlaß gegeben wird, da die Ernte gut und das An-
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mäßig, so in Schlesien z. B. nicht über 300 M der Zentner. Unregelmäßigkeiten in der Versorgung sind
Sperre für den Versand der Uabrikkariosfeln über 15. Oktober 1922 hinaus angebracht ist. ’
gebot reichlich ist. D'e Erzeugerpreise
Paris, 13 Cft. Nach der „Liberty" spricht >kan von einer Vorkonferenz, die zwischen dem fran- Krichen und dem englischen Ministerpräsidenten zur Vorbereitung der Friedenskonferenz zur Regelung »er Angelegenheiten im nahen Osten stattfinden »ükde
5tiuH*£oierlot-WoMM.
Paris , 12. Ott. Senator de Luversac sprach gestern im Rathaus von Soissons über das Ab- l'ommeii, daS er mit Hugo EtinneS abgeschlossen hat. Die Genossenschaften müßten schon jetzt bie Verwendung deutschen Materials inS Auge fasse», Frankreich nickt als schlecht organisiertes Land gelte« olle. DaS Interessanteste an der Sach« fei bei kreis, für den die Materialien astgeboten würden. ES sei gleichgültig ob di« Industriellen 6 oder 15 Prozent Nutzen nähmen, wenn der Preis niedriger sei als der der französischen Waren. Wäre es anders» >ann würde der Kontrakt mit Hugo Stinnes geb röche« werden. Die Politik Frankreichs könne sich zu Gunst« Deutschlands unter der Bedingung wandeln, daß bie ehemaligen Feinde alle Anstrengungen auf den Wiebev» aufbauaufbau verwendeten. Er habe mit Stinne» als gleich zu gleich gesprochen, aber er habe niemals vergessen, ihn daran zu erinnern, daß er bedenk« müsse, daß Frankreich Deutschland besiegt hab«, be Luders« sprach auch von der demnöchstigen Reis» der deutsche« Industrielle«, tu deren Bee
ter Auftrag von der Reichsbank oder von Banken , eher Bankiers im Sinne des § 1 Abs 1 des Gesetzes ■ über den Verkehr mit ausländi'chen Zahlungsmitteln vorn 2. 2 1922 oder von einer Person oder Personenverein igurg erfolgt ist. die in das Handels- oder Eenossen'chaftsrrgister eingetragen ist und der von der zuständigen Handelskammer eine Bescheinigung darüber ausgestellt worden ist, daß sie in ihrem gewerblichen Betriebe die regelmäßige Zahlung in ausländischen Zahlungsmitteln zum Verkehr mit dem Auslande bedarf.
§ 3 Die in § 1 des Gesetzes über den Verkehr mit ausländischen Zahlungsmitteln vom 2 2. 1922 genannten Banken und Bankiers dürfen die Ge- 'chäfte in ausländischen Zahlungsmitteln nur dann ausführen, wenn sie sich über die Person des Auftraggebers vergewiüert haben.
§ 6. Personen, die ausländische Zahlungsmittel erwerben, haben der Prüfnngsstelle alle von ihnen geforderten Unterlagen zur Prüfung der Anwendung dieser Zahlungsmittel vorzulegen und alle von ihnen geforderten Auskünfte hierüber zu erteilen.
§ 7. Geschäfte, die entgegen dem Verbot des S 1 abgeschlossen werden, sind nichtig.
§ 8. Mit Gefängnis bis zu 3 Jahren und einer Geldstrafe bis zum Zehnfachen des Wertes der ausländischen Zahlungsmittel oder mit einer dieser Strafen wird bestraft, wer vorsätzlich die Vorschriften des $ 1 des Gesetzes über den Verkehr mit ausländischen Zahlungsmitteln vom 2. 2. 1922 oder des § 1 vorstehender Verordnung zuwiderhandelt, wer vorsätzlich den Vorschriften des § 2 einer gemäß § 5 Abs 2 bekanntgemachten Anordnung zuwider ausländische Zahlungsmittel ohne die vorherige Genehmigung der zuständigen Prüfungsstelle oder Reichsbankanstalt erwirbt. Wer die Tat fahrlässig begeht, wird mit Geldstrafe bis zum Fünffachen des Wertes der ausländischen Zahlungsmittel bestraft. Bei vorsätzlichen Zuwiderhandlungen sind die ausländischen Zahlungsmittel, auf die sich die Straftat bezieht, zugunsten des Reiches einzuziehen, sofern sie einem Täter oder Teilnehmer an der Tat gehören.
8 9. Inhaber von Banken, deren gesetzliche Vertreter und Bevollmächtigte sowie Angestellte werden mit Geldstrafen bis zu 100 000 M. bestraft, wenn sie vorsätzlich den Vorschriften dieser Para- graphenzuwiderhandeln.
8 14. Der Reichswirtschaftsminister erläßt die Ausführungsbestimmungen zu dieser Verordnung, in denen bei einzelnen Fällen oder bestimmte« Gruppen von Fällen Ausnahmen von den Bestimmungen dieser Verordnungen zulässig find.
Berlin, den 12. Oktober 1922.
gez.: Reichspräsident Ebert, gegengez.: Bauer.
Die Regierung ist stch wohl auch darüber klar, daß diese Maßnahmen nicht den Wert der Mark wiederherstellen. Trotzdem muß es begrüßt werden, wenn dem Verfahren, bei uns so allmählich den Dollar als allgemeine« Wertmefier einzuführen, einmal ein Ende bereitet wird. Schon begannen die Privatleute, Dollars sich hinzulegen, abgesehen von den Geschäften, die den jeweiligen Tages- ja Stundenpreis nadj dem Dollarstand berechne t e n. Die Regierung, plant ein wertbeständiges Inlandspapier, da« für den Kaufmann wie den Privatmann ja auch nötig wäre, um ihn vor Verlusten zu schützen, wenn er Reserven anlegen will und muß. Ein« wirkliche Hilk kann ftellich erst etntreten, wenn unser Wirtschaftsleben überhaupt wieder gesund wird; heute ist es krank. Der Schlüssel dazu »egt wohl ht viel« Zeiterscheinungen, besonders aber in Versailles.
lebodi von der mannelhaften Wagengesiellnng seitens der Eis-nbadn 31t befürchten. Rn per lebten Zett würde nur ein Fünftel der anaeforderten Wagen ge stellt. Hiernach sastte der Ausschuß folgenden Be fcklutz: 1. Der Entwickelung der Kartoffelbandelspreise in den nächsten Wochen besondere Ansmerfsamkeit zu schenken; 2. dahin zu wirken, das; die Reiwseilenbabu- verwaltung tn erhöhtem Matze Wagen vor Eintritt
ter einer Rotmatznabme für kurze Zeit. Da» besetz. das sich eingebend mit der Materie befasse« wird, besmdet stch in Vorbereitung und wird voraussichtlich schon tn allernächster Zeil ben gesetzgebenden Körperschaften zugehen.
Der Krieg im Orient.
Som KrimschmM.
London, 12. Okt. Wie aus Konstantinopel von 6 Uhr 50 Min. gemeldet wird, ist eine Streitmacht von ungefähr 4000 Kemalisten heute vormittag bei Airan Kif der Halbinsel Ismid in die neutrale Zone eingedrungen. General Harrington ließ die Türken durch Flieger und Boten darauf aufmerksam machen, daß sie sich in der neutralen Zone befänden und sandte Telegramme an Jsmed Pascha »nd Mustapha Kemal Pascha, um ihre Aufmerksamkeit auf diese Verletzung des soeben getroffenen Abkommens zu lenken.
London, 12. Oft. Reuter meldet, daß sich in Ostthrazien 150000 Flüchtlinge aus Kleinasien be-
Sie M in SugM.
London, 13. Ott. Wie die Blätter melden, *ird Lloyd George heute vormittag nach London puückkehren und nachmittags nach Manchester ab- kahren. Wahrscheinlich wird Lloyd George vor |eiaer Abreise nach Manchester eine Audienz beim ^»nig haben Lloyd George wird am Sonnabend
Reden halten, und zwar in Manchester, Cal-\
■t Imrano.
I Reue Erhöhung der Postgebühren.
Berlin, 12. Cft Vom Reickspoftministerium wird mitg-teilt, daß die fortschreitende Geldentwertung zu einer weiteren ErbShung der Post-, Postscheck-, Telegrapben- und Fernsprechgebübren nötigt Die Vorbereitungen stnd fetzt zu einem gewtsten «b- schlutz gelangt. Der Verkebrsbeirat soll zum 24. Cft. Unberufen werden. Als spätester Zeitpunkt der Einführung ter neuen Gebühren ist der 1. Dezember in Aussicht genomtnen worden. In Frage kommt im allgemeine« ein lOOorozentiger Zuschlag zu den seit dem 1. Cftober gültigen Gebühren. Beim Paketverkebr denkt man jedoch an eine Gewtchtsftafselung von Kilogramm zu Kilogramm und beim Telegraphenver- kebr an eine Beseitigung der Mindestgebiwr für 10 Wörter.
Kündigungen wegen ArbeilSmansri.
Berlin, 12. Oft. Wie die .B. Z." meldet, hat die Cberpostdirektton in Berlin rund 600 Telephonistinnen gekündigt. Die Kündigung wird mit der vermindetten Zahl der Fernsprechteilnehmer de- gründet, - ...... - - \
Athen, 12. Okt. Einer hier eingetroffenen Meldung zufolge ist der sozialistische griechische gunirnaltft Paleclogos in Smyrna von den Kema- »sten gehenkt worden.
Athen, 12. Ott. Da der Beschluß der grie- Kiichcn Regierung, die Bestimmungen des Protokolls anzunehmen, enkzültig ist, so werden die griechischen Delegierten bis nächsten Samstag unter- reichnen. Die girechische Regierung hat die fränkische und englische Gesandtschaft hiervon benach- ffichligt. Heute wird General Mazarekis in Athen ienvartet, der den Text des Protokolls mitbringen wirb.
Athen, 12. Ott. Die Regierung hat die Presse vissen taffen, sie werde in drei Tagen das Mudania- Abkommen unterzeichnen: sie wartet nur noch die Rückkeh rder griechischen Delegation ab.
Athen, 12. Ott. Das Amtsblatt veröffentlicht ein Dekret, durch das für alle politischen Ver- ethen Amnestie gewährt wird. Auf die Minister vnd öffentlichen Beamten findet das Dekret keine Anwendung
Eine Rote der Sowjetregierung.
M 0 s k a u, 13. Ott. Tschitscherin hat eine neue 1 Kote an die Entente gerichtet, in der er die Teilnahme Rußlands, der Ukraine und Georgiens nicht Nur an der Meerengen-Konferenz, die ihm von der Entente bereits zugestanden worden ist, sondern nuch an der Friedenskonferenz fordert.
ford und Blackpol. Churchill wird am nächsten Dienstag in Bristol sprechen.
London, 12. Ott „Evening Standard" zufolge unterstützen die konservativen Führer im Ka- hinett den Premierminister. Sie sollen ein Vertrauensvotum für Lloyd George angenommen haben. Es herrsche jedoch 'die Ansicht, daß der übrge Teil der unionistischen Parteien aus der im November stattsindeuden Konferenz die Oberhand gewinnen.werde.
Aus dem Reick>srat.
Erhöhung des Preises für Umlagegetretde.
Berlin, 12. Okt. Der Reichsrat nahm in feiner heutigen Sitzung unter dem Vorsitze des Ministers Fehr ohne Erörterung mit 47 gegen 13 Stimmen eine ®orfage an, welche die Preise für das erste Drittel der Getreideumlage erheblich erhöht. Der Preis für eine Tonne Roggen soll von 6 900 auf 205000 Match Weizen von 7400 auf 22 500 Mk.. Gerste von 6 700 auf 19000 Mk., Hafer von 6 600 auf 18000 Mark erfjöfyt werden. Als Preisbemessung ist das Jndexverfahren zugrunde gelegt. Ter Umlagepreis wird immer nur noch ein Fünftel des Preises auf den freien Markt vom 10. Oktober betragen. Angenommen wurde ferner eine Verordnung über die Erhöhung der Teuerungszuschüsse für Mili- tärrentner und eine solche über eine weitere Erhöhung der Anwaltsgebühren.
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des Froftcs für den Kartoffelverfand zur Verfügung stellt; 3. ZU erwägen, ob nickt eine Ausdehnung
Die Tragödie Des geistigen Weiterz.
Die Eruährungs- und Bekleidungssrage ist heute im kvausbaft des deutschen Volkes, von einer begünfhgteren Nberfckickt abgesehen, die Kardinals ,<ie geworden. Die aanze Sorge dreht sich darum, ob und wie bei oer Massen« nernrrnung ober (was dasselbe ist) bei ber ungeheuren Weiterung das Leben materiell getriftet werden kann. Diese Lage lastet mit doppelter Schwere auf einer Schicht, die einst ber Stolz und die Blüte des deutschen Volkes qet-rv'f’n ist: Aut dem geistigen Arbeiter.
Die Regelfos-gk-it und das Durcheinander unserer Entwickelung haben manches zutage gebracht, übet das man den Kops schütteln muß. Dazu gehört auch die Art, wie die Verhältnisse dem giftigen Arbeiter mitspielen. Es mutet einem hier b-sonders so an, als seien Vernunft und Logik rn t ben Tatsachen in unheilbaren Widerspruch geraten Die geistige Arbeit gründet sich ebenso auf 'in? besondere Eruährungswe'se, wie es bet ber körperlichen Arbeit der Fall ist. Darüber hat kürzlich Prof. Dr. Lepiu-Berlin in „Reklams Universum" bemerkenswerte Forschungsergebnisse nrtgeteilt. Di? wissenkchafL- licbe Untersuchung hat den Nachweis erbracht, daß die verstärkte Tätigkeit dta Gehirns, di? bei dem geistigen Arbeiter die Regel ist, eine regelmäßige Zunahme der ^bospborsäure im Blute zur Folge hat. Diese Heber- fäitrung des Vintes wirft schädlich und kann nur durch eine verstärkte Magenabfond.'rung ausgeglichen weroen. Der geistige Arbeiter braucht also einen Nahrungsstoff, der fine solche W rkun-i Hervorrink, nicht aber Nahrungs« zuknbr. die nach der Menge zu bemessen wäre. Nun ist von allen Gebranchsnahrungsmitteln das Flrisch tn erster Linie geeignet, di jenige Magmwirkung ausztiüben, die der geistige Arbeiter nötig hat, um die schädlichen Wirkungen der verstärkten Gehirntätegteit auszualcichen Mr! anderen Worten: D'r geistige Arbeiter muß reichlich Fleisch essen. Bei dem Handarbeiter liegt ein solches Bedürfnis nicht vor. Er muß nur wie jeder andere Mensch zur Erhaltung feines L b-ns eine bestimmte Nahrungsmenge ssinin Körper zuführen, die bie Brennstoff» zur Erhaltung des Organismus (die sogenannten Kalo- tten) liefert. .Diesen Dienst leisten eine ganze Anzahl von Nabrungsstofsen, die nicht in erster Linie Fleisch zu fein brauchen. Auch Pflanzenstosfe können unter Umstä t- schon genügen, um di? notwendigen Kalorien dem Körper zuzuführen Diese Menge kann sich der Schwerarbeiter. auch wenn er rein vegetabilisch lebt, ans Pflanzennahrung und verstärktem Verbrauch von Brot zu« führen. Der geistige Arbeiter aber kann di: befonbe» Nahrung, bie er als Gegcnweriiges für die verstärkte Qfebirntätigfeit braucht, unter feinen Umständen aus vegetabilischer Nahrung decken. Mft anderen Worten: Wer körperlich schwer arbeitet, kann unter Umständen ohne Fleisch anskommen. Dagegen braucht ber geistige Arbeiter das Fleisch als wichtigste Quelle, ans der et die Gesunderhaltung seines Körpers schöpft.
Die heutige Wittschaftslage stellt diese Theorie vollständig auf den Kops und hier zeigt sich, rote die Not bet Zeit ben geistig Schaffenden doppelt hart trifft Et wäre an sich schon in seinem Schaffen durch die Verteuerung am meisten gehemmt. Dazu aber wirkt sich die wirtschaftliche Not noch nach ber Richtung m3, daß sie bie geistige Arbeit entwertet, weil die Material- sorge in erster Linie steht. So kommt es, daß der geistig: Arbeiter gegenwärtig bie gedrückteste Schicht des deutschen Volkes ist. Das macht sich vielleicht im Augenblick nicht ehr bemerkbar — wenn es auch jedem Ausländer auf- 'ällt, der nach Deutschland kommt— denn bet geistige Arbeiter ist nicht in Massen organisiert. Aber auf die Dauer wird diese Notlage ben Gesamtstand des deutsche» Volkes herabdrücken und deshalb sollten sich alte, d« es angeht, endlich einmal um die Notlage flimmern. Der geistig Schaffende schreit und streikt nickt. Wenn ma» ihn aber versinken läßt, so wird es sich am gesamte» deutschen Volke räche».
kuüekitksrdiiim.
B e r li n, 12. Okt. Auf Grund des Art. 48 der Verfassung des Deutschen Reiches hat zur Wiederherstellung der öffentlrchcn Sicherheit und Ordnung für das Reichsgebiet der Reichspräsident Ebert folgende Verordnung erlassen:
8 1. Die Zahlung mit ausländischen Zahlungsmitteln bei inländischen Geschäften im Sinne des 8 1 Abs. 3 des Gesetzes über den Vorkehr mit ausländischen Zahlungsmitteln vom 2. 2 1922 dar' nicht g fordert, angeboten, ausbedungen, geleistet oder gefördert werden.
8 2. Im Kleinbandelsverkauf ist auch die Preis- ftellung in inländischer Währung nach dem Werte ausländischer Zahlungsmittel verboten Die Erwerbung ausländischer Zahlungsmittel ist nur nach rorferigor Genehmigung der Ptüfungsstelle zulässig. Der Genehmigung bedarf es nicht, wenn
Sie Lase in Men.
1 Paris, 12. Ott. Nach einer Havas-Meldung MS Athen hat die Regierung mit der griechischen Aationalbank eine Abmachung für eine Anleihe von kvv Millionen Goldfranken unterzeichnet, mittels prren die dringendsten Bedürfnisse gedeckt werden Dollen.
| Wte bie BOtter höre«, trägt bte Verordnung ge- I40« bte DevtsenspekUlgtiim nmt be« E-arat-
53erlitt, 12. Cft. Der Reichs tagsausfckmtz Bilduugswesen hat feine Verhandlungen über R ercksschulgefetz wieder aiijgeuommeu. K „ teurbe tn einer Fafsung angenommen, tn der getagt h'lrb, dgtz innerhalb einer Gemeinde zur Stellung eines AmraaS auf Einrichtung von Bekeuntuisfchulen oder befenntnisfreien Sckulen befugt find die im ^inne des bürgerltcfwn Rechts Erziehungsberechtigten
finden. Die Zahl der dort wohnhaften Christen beträgt 220 000. Daraus ergibt sich, daß die Fort- kH°nung so vieler Personen«,ne ziemlich schwierige Voiksschukpfiifhtiger, die Votksfcvuie besuchender >o Aufgabe darstellt. wie folcher Kinder, die iimerbalb 5 Jahren volkSfchul-
Konstantinopel, 12. Ott. Die alliierten M^Antrrn^i Sa,Cr Oai bU Sult"
keneräle haben beschlossen, eine alliierte' Kommis- -rf • ™ , . ., , . ,
sion zu dem Oberbefehlshaber der griechischen „ X.' ' ' 2 5^ WAnungsau-Muß des Streitkräfte, General Rider, nach Rodosto zu « “n‘*t<«öf4’ig nur Rehe von
Dicken, um mit ihm die Bestimmungen bellglich Wohnungsbauesunte-
ÄÄÄ taST?“"0 w7LgekLun^ »XXK durch allirertes Militär festzusetzen. 9on Dachgeschossen, Einbaun von Wohnungen in öh | * . * fentli.K und private GeLärrd« gefordert. Im Jahre
; 6 e n f. 12. Ott. Nansen, der gegenwärtig In P® Mm wenigstens 1COOOO Wohnungei 1 e 1 getaut. Konstantinopel die Hiflsaktion für die Flüchtlinge ^?°^^ustand ber daraus folgenden
itt Kleinasien leitet, richtete an das Völkerbund Tukusston bildete das Problem der Ftnanzleniug des sekretariat ein Telegramm, worin er ein außer-1 ort
ordentlich dusteres Bild der Lage entwirft, die sich schuf; des Reichswirtschaftsrates nahm einen elngebeiv ata viel ernster herausgestellt habe, als man ür- den Bericht des llnterfumuiigsausschusses für Lanv- fprünglich in der Völkerbundversammluna annahrn wtrljchaft und Ernävrung über dir Kartoffetversor- Etwa 750 000 Flüchtlinge seien aeaenwärtia über £*n0 ''"^»gen. In der fiel) hieran anscb,fotzenden Er
U 1,, uoer ptreruua betonten bie Vertreter der Landwirtschaft, «vnechenland, Thrazien und d,e Znsoln zerstreut datz für die zur Zeit wieder wie im Vorjahre ein- «nd zwar größtenteils Frauen und Kinder, denen | fetzende Preissteigerung seitens der Landwirtschsi kein «s an Geld, Kleidung, Nahrungsmitteln und Obdach fehle.