MW 'M Halt M für SW«!«.
Belgrad, 25. Sept. Die deutsche Regierung richtete an bi« Belgrader Regierung eine Note, worin auf die ernsten Folgen weiterer Vieblieserungen an Südslawien für die Ernährung des deutschen Volkes verwiesen und die Bereitwilligkeit der deutschen Regierung ausgedrückt wird, sogleich in Verhandlungen wegen der Feststellung einer entsprechenden Menge von Maschinen, vorwiegend für den Gebrauch der Landwirtschaft zu treten, die an Stelle des restlichen Teiles nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages von Deutschland zu liefernden Viehkontingents überwiesen werden soll. Die deutsche Regierung ersuchte die südslawische Regierung, im Falle der Annahme des deutschen Angebotes den Entfchädigungs- auSschuß von dem getroffenen Ueberrinkommen in Kenntnis zu setzen.
Da sich die Transportkosten für deutsches Vieh zu hoch stellten und der Viehbedarf int Lande z'emtich gedeckt ist, beschloß das Kabinett Pasitsch, das Angebot der deutschen Regierung an zu nehm en.
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Die Brüsseler Entschädig«ngskonsercnz.
Paris, 25. Sept. Wie dis „Etoile Beige" meldet, ist es jetzt sicher, daß die Entschädigungs- kcnferenz vor Ablauf dieses Jahres in Brüssel ftattfinden wird. Man könne voraussehen, daß oie Konferenz in der zweiten Hälfte des Dezember ihren Anfang nehme.
Brüssel, 29. Sept. Wie die „Agence Selfie'* aus Paris erfährt, sind die deutschen Schatzwechsel dort eingetroffen.
' Die iMWMeu WnlanbÄe.
Ganz offen werden die fran-Fsischen Rh«inlandpläuje enthüllt in einem Bericht, den der Präsident de» Finanzausschusses der ftanzSsischen Kammer D ariac vorgelegt hat. Dariac, ein einflußreiches Mitglied im nationalen Block, der im Auftrage der ftan- wfischen Regierung eine Dienstreise in das besetzte Gebiet unternommen hatte, tjat mit seinen Plänen die völlige Billigung Poincar6s gefunden. Tas ..Journal" gibt aus dem Dariac-Bericht einen Auszug. in dem e3 u. a. heißt:
„Wir haben den größten Teil des Ruhrgebiet.'s besetzt. ebenso die Ruhr- und Rheinbäsen. durch welche dir Hochöfen mit Erzen versorgt werden. Damit schneiden wir die Eisenindustrie mitten durch. Wenn wir wollen, können wir die von Rohstoffen abhängigen und sie verarbeitenden Fabrikanlagen im unbesetzten Deutschland, die nichts weiter tun, als diese Erzeugnisse fertig stellen, von ihrer Kohle, ibrcn Erzen, ihren Eisen- und Stahlerzeugnifsen a b s ch ne id e n." Aus dieser Grundlage fußend, verlangt nun Dariac folgendes: Der erste Akt einer aktiven französischen Rheinland- eolitik ist die „finanzielle Organisierung des Rheinlan- deS", die Aufrichtung einer Zollgrenze im Osten gegen Deutschland und die NiÄerleguug der Zollgrenze im Westen gegen Frankreich. Im Zusammenhang mit dieser finanziellen Organisierung müßte eine Trennung des Staatshaushaltes der Nheinlande vom Reich und von den Ländern erfolgen. Gleichzeitig wird Einführung einer „gesunden Währung" anstelle der entwerteten Mark verlangt. In der zweiten Etappe verlangt Dariac Ersatz der „preußischen" Beamten durch rheinische. Drit- tevS wird Erweiterung der Vollmachten der Rheinland- kommission und Einberufung einer gewählten rheinischen Volksvertretung gefordert. Hauptziel d'e- ser Politik ist nach den eigenen Worten Dariacs ein „sreieS" Rheinland unter dem militärischen Schutz Frankreichs undBelgiensvonDeutschland obzntreu neu
Von der Durchführung dieses Programms bis zur völligen Annektierung der Rheinlande ist dann nur noch ein kleiner Schritt.
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Die Bedeutung der Saargrubcn für Frankreich.
Varis, 25. Sept. Wie der .TcmpS» meldet, kam der Minister für d>e öffentticfren Arbeiten, L e T r o a u e r, bei der Einweihung seines Denkmals in Dinant gestern auf die Saargruben zu sprechen und teilte mit. daß es gelungen sei, mit Hilse der Saargruben Hüttenkoks herzustellen, dessen Wert dem Rnhr- 'oks gleit. komme. Außerdem gewinne man letzt aus dem Destillat des Saarkoks Petroleum. Frankreich könnte eine der größten, wenn nicht die größte ver- hürlende Ration der Welt werden.
Die MrerhiW der r.WM Weiler.
Tte Arbeitsbedingungen, die jeder russische Genosse im kommunistischen »Paradies' durch Unterschrift bet seiner Aufnahme in die .ttatlonartficrten" Betriebe anzuerkennen bat, mackreu den heutigen russi- id*ett Arbeitnehmer gänzlich rechtlos. In der größten Waffenfabrik Rußlands in Tula kanten diele Re dinanngen:
«Ich Endesunterzeichneter verpflichte mich: 1. meine Arbeit mit ganzer Kraft, mit größter Pflichttreue tmd Pünktlichkeit zu erfüllen; 2. grundsätzlich und unter allen Umständen von ieder Teilnadm.e an kgmd welcher Streikbewegung oder auch nur
Vorbereitung dazu durch Wort »der Tat ad»>- schen; 3. mtch von allen Besprecht in gen. die direkt oder indirekt die Verminderung der Arbeitsletstung Im Betriebe zum Ziele haben, fernzuhalte»; 4. das Recht der Obrigkeit gegen mich im Falle der Rtcvtcrftiüuna dieses Vertrages durch mich, als gegen rincit Verbrecher am Gemeinwohl und einen Feind der Volksregierung die schärfsten und rücksichtsloseste« Maßnahmen unld Strafen an;uwe>nden^ a n |H<1« kennen.'
T'e «Revolut. Dielo' bemerkt dazu, der ertrag tiefere den niffifcbcn Arbeiter der Sowtetregivrung trtt Haut und Haaren aus. Der russische Arbeiter habe im heutigen Rußland geringere Rechte als i^t zart schon. Roch niemals habe eine größere D e&?_ höbnung des Proletariats stattgefunden alS heutigen Sowjeirußland, wo angeblich die Diktatitzf des Proletariats seit fünf Jahren eingesührt sei.
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Sie Grinnmuiotn les Sailers.
Der Kaiser behauptet in der Fortsetzung seiner Erinnerungen, daß Bismarck, ihm erst in bet letzten Zeit seiner Kanzlerschaft Andentungen auS dem Mckver» sichentngsvertrag mit Rußland gemacht habe. Er habe das Vertrauen, das ibm der Zar schenkte als den wichtigsten Grund seines Bleibens im Amte bezeichnet. Ob» kvohl der Kaiser im Auswärtigen Amt beschäftigt war. erfuhr er von dem Rückversicherungsvertrag nichts. In langen Ausführungen ergeht sich der Kaiser über die Parteien, insbesondere die Nationalliberale Partei, der er Verschmelzung mit der Konservativen vorgeschlagen habe. Der Konservativen Partei habe er gesagt, daß er im tReiche ohne die Liberalen nicht regieren wolle. Weil Stöcker .in Süddeutschland eine demagogische Hetzrede gegen die Liberalen gehalten bobc. habe er den auf sozialem Gebiet glänze ud bewährten Mann enttafjen.
Der Kaiser kommt bann zu dem Konflikt mit Bismarck. Er babe den Ministern freies Arbeiten in ihren' RessortS zugesagt, das sei aber unmöglich gewesen, weil sich alle als Beamten BisnmrckS gefühlt hätten. Der Kaiser habe erkennen müssen, daß er eigentlich kett« Staatsminister zur Verfügung -habe. Bei Gelegenheit der Erörterung des Sozialistengesetzes im Kronrat habe das ganz« Kollegium gegen ihn gestimmt, worüber der Kaiser bi« Minister zur Rede stellen ließ und sie antworteten, sie könnten doch nicht gegen Bismarck Stellung nehmen.
Der Kaiser bespricht dann den großen Bergarbeiter« streik 1889, der eine große Kopf- und Ratlosigkeit bei beitj Behörden erzeugt habe, so daß der Husaren-Ofsizier> v.Michaelis auf eine Anfrage wegen der Lage ant-i wartet«: „Alles ruhig, mit Ausnahme der Behörden."^ Die Ereignisse geben, genährt von dem früheren Erzieherr des Kaisers, Hinzpeter, dem Kaiser Veranlassung, bfe; ganz« Arbeiterfrage zn beleuchten. Exzellenz v. B 5t» ticher, an den er sich tvanbte, sah >u Widerstand Bismarcks in dieser Angelegenheit voraus, aber bet Kaiser wollte, wie er erklärte, nach Friedrichs des Großen Wort, „ein König der Armen" fein. In der Staats« ratssitzung unter Vorsitz des Kaisers erschien Bismarck unerwartet, kritisierte ironisch die Plön- des Kaiser- und verließ den Saal, was in seiner Wucht und Rücksichtslosigkeit auf alle Amvesenden einen imponierenden Eindruck machte. Es kam aber doch zum allgemeinen Sozialkongreß in Berlin, dessen Resultate auch zu Gesetzen verarbeitet und ausgenutzt wurden, wie der Kaiser binzu- sitzt, allerdings nur in Deutschland. Der Kaiser erzählt, daß er Bismarck gegenüber darauf bestanden habe, in« wlge sozialer Kämpfe seine ersten Rcgiernngsiahrc nicht mit Blut seiner Landeskinder beflecken zu können, zumal «r wisse, daß die Lage der Arbeiter gebessert werden müsse. Bismarck wollte die Frage mit scharfen Maßregln, event. mit Truppen lösen, nicht aber mit Duma« nitätsdustlei, die er beim Kaiser angenommen habe. Er betont, daß Bismarck nicht arbeiterfeindlich war, er faßte die Frage nur vom Zweckmäßigkeitsstandpunkte auf. Bon einer Mitwirkung der Arbeiter und ihrer Hetzer wollte, er nichts wisstm. Der Kaiser meint, er habe heiß um* di« Seele der Arbeiter gerungen und sei aus Rechtsgekühl für sie gegen die Industrie eingetrcteu. Er habe die unberechtigte Begehrlichkeit der Führer gekannt, aber gerad« deshalb den berechtigten Forderungen die Anerkennung nicht versagt. Der Gegensatz in dieser Frage sei bet: eigentliche Grund zum Bruch zwischen ihm und Bismarck gewesen und habe ihm die Feinschaft Bismarcks und bei ihm ergebenen Volks- und Beamtentums auf Jahre hinaus einnetragen.
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Mniuig öes lAeizMui
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Bern ,25. Sept. Bei der schweizerischen Volksabstimmung wurde das Gesetz betreffend dir Aländ»- rung des Bundesstrafrechtes in Bezug auf Verbrechen gegen die versaEungsmäßige Ordnung und Ye innere Sicherheit mit rund 340000 gegen 300100 Stimmen abgelehnt. Das Gesetz stellt verschärfte Strafvor« sckriften gegen Vergehen von Hochverrat, Aufruhr, Widersetzlichkeit, Vergehen bei den Wahlen und Ab» stinimungcu, htzfahrduna der öffentlichen Sicherheit, . Aufforderung sttr militärischen Jnöisziplin und Land« srieden-bruch auf. Reben den Sozialdemokraten stimmten g.r.en das Gel tz katholische, bürgerliche und radikale Kreise, darunter viele Landwirte, nteil sie von den: Gesetz eine zu weitgehende Beeinträchtigung tradioneller persönlicher Freiheitsrechte befürchten und diechMH-noen VersasiunArgesetzbesttmmmtgeu bei «er»
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Amtliches Verkündigungsbiatt des Kreises Marburg
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derlassen wolle, könnte die Zusammenkunft ilkinasien ftattfinden.
Als frühester Termin wird der 16. Oft. «et. Wahrscheinlich wird die Konferenz in ftattfinden.
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Parts, 25. Sept. Dem «Ncwvorl vcralb" zu •Wfle ig ez nicht attSLeschloiicil, daß die englische Re
Aufstand ist von Gegnern der gegenwärtigen gierung hervorgerufen worden.
Tie .^Oberhessifch« Zeitung erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 75 Ml. ohne Zustellungsgeb iihr. Für ausiallende Nummern infolge Eireiis ooer elementarer Ereignisse kein Ersatz. — Verlag von Dr. E. Hitzerotd. — Druck der lluiv-Buchdruckerei von Job. Sug. Koch, Markt 2123/— Fernsprecher 55, Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
. London, 25. Sept. Wie aus Konstantinopel berichtet wird, soll sich die türkische Kavallerie, die kn die neutrale Zone bei Tschanak eingedrungen dar, ohne Zwischenfall wieder zurückgezogen haben. , Englische Verstärkungen. *-’=
London, 25. Sept. Der „Times" zufolge ist bie zweite ll-Bootflotte nach dem Mittelmeer ge-- fandt worden. Das 3. Bataillon der Gcstdstream- Earde fährt in dieser Woche nach Konstantinopel eb. Nach einer Blattermeldttng aus Gibraltar sind dort 3 leichte Kreuzer und 9 Zerstörer nach dem glichen Mittelmeer abfiegangen.
Unruhe in Konstantinopel.
Paris, 25. Sept. Nach einer Meldung des „Jntransigeant" aus Konstantinopel ist die Ruhe in der türkischen Hauptstadt nur scheinbar. Die wildesten Gerüchte würden verbreitet. Die griechischen, armenischen und englischen Familien hätten, da sie einen Angriff der Kemalisten befürchteten, begonnen, die Stadt zu verlasien. Es reisten täglich bis zu taufend Personen ab. Das Geschäftsleben stocke. Das britische Hauptquartier habe l einen Erlaß veröffentlicht, der die Bevölkerung ermahne, ruhig ihrer gewöhnlichen Beschäftigung s »achzugehen, big ein Beschluß gefaßt wird.
r London, 25. Sept. Die „Times" meldet aus Konstantinopel, daß die dort befindlichen Engländer über die Nachrichten aus Paris enttäuscht ftnd. Sie befürchten, daß sich hieraus die fchwie- i | tigften Folgen für den englischen Handel ergeben ; könnten. Man sei in Konstantinopel der Ansicht.
daß die britische Regierung wieder einmal drohend kge redet und dann nachgegeben habe.
Eine indische Angora-Legion?
London, 25. Scot. Rach einer Meldung aus «kknbabad machen indisch« Zeitungen für die Bildung r eher Angora Legion Propaganda, die an der Seite drr Türken kämpfen soll«. Die propagandistische Wir- I dwa einer solchen Legion würde sehr groß sein, be- I torttrS dann, wenn sie nicht nur auS Mobammcda- r «em, sond.rn auch aus Angedörigen aller indischen l Aeüonalvarteicn bestehen werde. Es sollen mir frühere Soldaten zugelassen werden.
[* Englisch-amerikanische Besprechung.
London, 25. Sept. Einer Neutermeldnng aus Washinschn .'.«folge werden die Vertreter der ameri- f. UN'.ischtN vnd englischen Regierung benutäcbft eine 'Anzahl wichtiger Fragen, darunter niöglicherweise s«wch die Schwierigkeiten im nahen Osten erörtern.
London, 25. Scpt. Der l^onderberichterftatter der „Daily Mail" drahtet, daß die Einladung angenommen werden wird, daß Kenral Pascha fedoch vielleicht das Ersuchen stellen wird, Rußland ebenfalls an der Konferenz teilnehmen zu lassen.
Rußland und die Meerengenfrage.
London, 25. Sept. In einer Unterredung mit dem Moskauer Sonderberichterstatter der „'Sallü Statt“ wies der stellvertretende Kommissar de- Aeuk;«- " Ten Karacdan daraus bin, daß in einem tn den russischen Archiven befindlichen wäbrend des Krieges nb- tzcfchlostenem Gedetrnvertrage die Mächte Rußlands vollständige Souveränität über Konstantinopel und die Meerengen versprochen baben. Rußland verlange keine derartige Souverättität, wolle tedoch seine Interessen anerkennt festen. Es werde keine Lösung dieser Frage ohne seine Teilnahme dulden.
Sie Mohlm Der Mei.
s, 25. Sept. Nach einer HavasmÄbung jvls Konstantinopel ist die Einladung gestern durch die verbündeten Kommissare dem Großwesier sowie dem Vertreter der Angoraregierung ausgehändigt worden. . . .
- Wie der „Petit Parisien" mitteilt, wird in dem ffinladungsbrief an die Türken bei Erwähnung der sFriedenskonscrenz davon gesprochen, daß man einen Vertreter der Türkei einlade. Damit drücken die Verbündeten offtn den Wunsch ans, sich einem einzigen' türkischen Vertreter gegenüber zu befinden. Sie haben Deshalb der Angora« und der Konstantinopeler Re- hserung geraten, sich zu einigen. Der „Petit Pa- kisien" glaubt zu wissen, daß diese Einigung vor dem Abschluß steh«.
- Wie eine Nachrichtenagentur ans Konstantinopel Meldet, will Mustafa Kemal Pascha der in Aussicht genommenen Konferenz persönlich beiwohnm. Da « aber Asien, wo seine Truppen operieren, nicht
gierung bat General Townshend mit einer Mission bet der Regierung von Angora betraut, wie sie von ter französischen Regiernng Franklin Bouillon übertragen wurde.
London, 25. Sept. Reuter meldet ans Kon- ftanttnolel, daß Mustavba Kemal Pascha ein Glückwunsch elegramrn des Sultans, tn dem dieser ivn .^rstadenster General" nennt, unbeantwortet gelassen bat
Die LM in Hriechenlan-.
Berhängnng des Belagerungszustandes?
L on d o n, 25. Sept. Reuter meldet aus Athen, daß in einer die ganze Nacht dauernden Sitzung das griechische Kabinett beschloß, die Nationalversammlung für den 2. Oktober einzuberufen. Die Regierung werde dann ein Vertrauensvotum fordern. Es herrsche die Ansicht, daß die jetzige Regierung nicht lange bestehen wird und ihr möglicherweise ein Kabinett unter General Metaxas folgen wird.
In politischen Kreisen glaubt man, daß der General folgendes Programm durchführen wolle: Wiederherstellung" der Versöhnung im Orient, Feststellung der Verantwortlichkeit an der Niederlage in Kleinasien, Neuwahlen, Politik der Annäherung an alle Staaten der.Entente und rasche Organisation einer schlagkräftigen Armee in Thrazien. General Metaxas war während des Krites einer der größten Anhänger Deustchlands und einer der deftigsten Gegner von Venizelos.
Nach einer Blättermeldung aus Athen soll das Kabinett beschlossen haben, über Griechenland den Belagerungszustand zu verhängen und in Thrazien die vier letzten Jahresklassen unter die Waffen zu rufen.
Paris, 25. Scpt. Nach einer Havasmeldung aus Athen wird amtlich dementiert, daß der frühere Kri.'fisminifter des Kabinetts Beniz-loS GrivaS m< haft-st worden fei.
Athen, 25. Sept. Der ehemalige Oberbefehlshaber der Armee in Kleinasien Papulas ist zum Ecneralgouverneur von Thrazien, General Kun- d u l i s zum Generalp.ouoerneur von Mazedonien ernannt worden. Mehrere Generäle, die vor 1921 in Thrazien und Mazedonien gedient haben, wurden zum aktiven Dienst einberufen.
London, 25. Sept. Nach einer Blät!erme?du".g m- Ath-n ist es in Thrazien bisher zu einigen Zu- sammcnstößen zwischen griechischen und türkischen Banden gekommen.
sonen wurden bei diesen Straßenkämp'en geiötck und 100 verletzt. Mehrere Abgeordnete und Parteiführer befinden sich unter den Toten und Verwundeten.
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MM in Nchittiev.
Paris, 25. Sept. Die „Chicago Tribüne" meldet aus Konstantinopel, daß infolge eines Aufruhrs, der sich am Freitag und Samstag in Sofia ereignet habe, der Belagernnaszuftand erklärt wurde. 50 Per
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Gens, 25. Seist. Die am Freitag im Sechsten Ausschuß der Völkerbundsversammlung begonnene Aussprache über die Orientiraoe wurde heute mit der Annahme folgender Entschließung beendet:
„Von dem Wunsche beseelt, die Wiederherstellung des Friedens im nahen Orient zu sichern und alle zn diesem Zweck« unternommenen Bemühungen zu unterstützen, nimmt die Völkeröundsvcrsammlung mit Genugtuung davon Kenntnis, daß die E i n b e r n f n wg einer Konferenz geplant ist mit dem besonderen Auftrage, die gegrnwärtige Lage zu studieren, um zu einer Lösung zu gelangen. Die Versammlung he^t velles Vertrauen in den Volkecbundsrat, daß er, ohne sich irgendwie in die vorgesehenen Verhandlungen ein- zumischen, alle Maßnahmen ergreifen wird, die er für opportun und durch den Stand der Verhandlungen für gerechtfertigt hält, um dem einstimmigen Wunsche der Versammlung nach schneller Wiederkehr des Friedens zu entsprechen."
In der- Völkerbundsversammlnng erklärte Lord Balfour, er habe von feiner Regierung die Mitteilung erhalten, daß die Lage der nach Hunderttansenden zählenden Smyrna-Flüchtlinge sich außerordentlich verschlechtert hätte: seine Regierung sei deswegen bereit, 50 000 Pfund St.-kling dem unter Nansen st-henden HUsswerk zur Verfügung zu stellen, wenn die anderen Regiernngen zusammen ein« ebenso große Summe aufbring-n. Nach zustimmenden Erklärungen nahm die Versammlung einen Antrag an, der die anderen Regierungen zur sofortigen Unterstützung des Kilfswerks auffordcrt.
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Der Anzeigenpreis 6ekkägt für den 8gesp. Zeilenmillimetei 3.00 Mk„ amtliche und ausw. Anzeigen 4.00 Ml. f"
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Vermittlung der Angebote 3.00 Mk. Eondergebühr.
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Die MkiitönWe Lsrre. jej Abzug der Türken aus der neutralen Zone.
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