Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg
Anzeiger für (bas früher kurhessische) Oberhessen
Marburg
Schaiding.
Kemal drängt zur EnWeidung
haben, die es gestatten, die Diskontierung bei
100
Millionen Goldmark als sicher
zu betrachten.
ent-
aus
Arbeiter Politik bleiben.
„Wir leben in einer
Z"it, :n der diejenige
chichr, die sich in idren Zei
die für
bayrischen Lieferanten durch die Aktiengesellschast Hoch- und Tiefbau Entschädigu rgskohle erhalten.
Es bestehe Grund zu der Hoffnung, daß die franz'- stsche« Warnungen und freundschaftlichen Rat.
spricht der Erhöhung der Beamtrngrhälter.
«-gelehnte Bergarbeiter-Forderungen.
Berlin, 23. Sept. Blättermeldungen
Bayern.
Gruppe von Inter
schlüge Kemal Pascha bestimmen werden, sich noch einige Tage zu gedulden.
London, 23. Sept. Heber die Unterredung des Generals Pellet mit Mustafa Kemal Pascha berichtet der Sonderberichterstatter der »Daily Mail" aus Konstantinopel, Kemal habe dem General erklärt, daß er seine Armee nur noch einige Tage zurückhalten lönne und nur unter der Bedingung, daß eint sofortige Konferenz in Modana abgehalten werde, aus der die Verbündeten den Forderungen der türkischen nationalistischen Regierung nach Rückerstattung Konstantinopels und Ostthraziens stattgeben mühten. Wenn dl«« geschehe, »erbe Kemal in Konstantinopel nur mit einer beschränkten Streitmacht einziehen, während das Heer der Verbündeten die Stadt weiter besetzt halten könne. Einer darauf folgenden Konferenz könne es dann überlassen werden, die Frage der Kapitulation und der Dardanellen zu regeln. Der Eindruck, den General Pellet habe, sei der, dah die Türken entschlossen seien, koste es was es wolle, vor Anbruch des Winters Konstantinopel m ihre Hand zn bekommen, selbst wenn die Anwendung von Gewalt eine Zerstörung Konstantinopels bedeute. Inzwischen sei die Organisation des kemalistischen Aufstandes in Thrazien gut fortgeschritten. Eine solche Bewegung könne die Verbündeten in Konstantinopel in grohe Gefahr bringen. Der Berichterstatter schlieht, es sei vollkommen unmöglich, die Gefahren der augenblicklichen Lage zu übertreiben. Bevor sie in England erkannt und begriffen seien, könne es z« s p ä t sein.
Paris, 23. Sept. Ein Mitarbeiter des „Oeuvre" hatte eine Unterredung mit dem Pariser Vertreter der Angora-Regierung Ferrid Bey. Dieser erklärte, die türkische Regierung sei der Ansicht, dah sie das unumstöhliche Recht habe, die Hauptstadt und die türkischen Gebiete in Europa zu besetzen. Solange es in ihrer Macht stehe, werde die Regierung sich bemühen, mit der Gerechtigkeit die Klugheit zu verbinveb. Durch ihren Vertrag mit Rußland habe die Jürtei sich verpflichtet, zu verlangen, daß Ruß land an den Verhandlungen, die sich über das Problem der Meerengen drehen würden, sich beteiligen könne. Bezüglich der Meerenge würde die kemalistische Regierung über Einzelheiten mit sich reden lasten. Er glaube, daß die Mächte sich leicht einigen könnten, Konstantinopel ohne Vorbehalt an die Türkei zurückzugeben. Gallipoli sei demgegenüber ein heikles Problem. Bezüglich der freien Durchfahrt durch die Dardanellen werde die Angora-Regierung verlangen, daß fremde Kriegsschiffe nur mit Genehmigung der türkischen Regierung die Meerengen durchfahren dürfen, da sonst die Sicherheit der türkischen Hauptstadt gefährdet sei.
Bekämpfung des Largeldmangels.
Berlin, 23. Sept. Wie die „Vost. Ztg." er- ^khrt, wird in den nächsten Tagen ein Hilfs- Hundertmarkschein herausgebracht werden. Zur Bekämpfung der Bargeldnot werden Druckereien In einer ganzen Anzahl von Provinzstädten tzum Notendruck herangezogen werden. Zn den nächsten Tagen werde es Möglich sein, täglich 8
Wicderausbaugruppe $i ü » d; < .., 22. Sept. Eine
Genf, 22. Sept. Der erste Ausschuß der Völker- bnndsv.rsammlung genehmigte beit Antrag Ruts auf Erhöhung der nichtständigen Ralsmilglieder von vier auf sechs. Motta befürchtet, daß die scheinbare Mehrheit die kleinen Staaten und Mächte dazu verleiten würde/dem Völkerbund nur noch unwichtiae Aufgaben zn übertragen. Er befürwortet gleichzeitig eine Erhöhung der Zahl der ständigen Ratsmitglieder, die im Falle der Aufnahme der vereinigten Staaten, Deutschland und vielleicht Rußlands eintreten müßten.
In dem Bericht Nansens, dem die Versammlung ihre lebhafteste Anerkennung für sein Hilfswerk anssprach, wurde u a. erwähnt, daß durch das im Juli abg'fehloffene Hilfswerk 427 886 Kriegsgefangene von 26 verschiedenen Nationalitäten und fast 36 000 Deutsche aus Rußland, Sibirien und Ostasien zn- rücktrcmsportiert worden sind.
Die Verbündeten gegen ein Eingreifen des Völkerbundes.
Genf, 23. Sept. Gestern stand im 5. Ausschuß die Orientfrage zur Erörterung, anläßlich eines Antrages Nansens, der eine Beendigung des griechisch-türkischen Krieges forderte und von Lord Curzon lebhaft unterstützt wurde. Fisher-England und in Uebereinstimmung mit ihm Hannotaur- Frankreich lehnten den Antrag ab. Fisher schlug einen eigenen Text vor, der den Großmächten die Initiative für alle Schritte vorbehalten will. Zm Laufe der langwierigen Auseinandersetzungen wurde von den Vertretern der verbündeten Großmächte und mit besonderer Lebhaftigkeit von Hannotaux-Frankreich der Grundsatz vertreten, daß der Völkerbund nicht das Recht habe, Frankreich, Italien und England, die gegenwärtig Verhandlungen über das Orientproblem führen, das Problem aus der Hand zu nehmen, wobei die Uebereinstimmung der anwesenden Vertreter der drei Großmächte deutlich zutage trat.
81t tirfilto Mnmn.
Französische Mahnungen zur Geduld.
P a r i -, 22. Sept. Auf Befehl der französischen Regierung haben General Pellet und Admiral Dumesnil" über die jetzige Lage eine Unterredung mit dem Chef der Angora-Regierung gehabt. Sie haben di« Gefahren auseinandergeetzt, in denen sich ihre Truppen bei der Eröffnung der Feindseligkeiten gegen die Verbündeten Frankreichs befinden und darauf aufmerksam gemacht, daß die
; Mr. 224
UM Kemal zu veranlassen, jede Berührung mtt be< englischen Truppen, die sich in Tschanak befinde», zu vermeiden. _A..
Kemal verlangt Zusicherungen.
Paris, 22. Sept. Rach einer Havasmeldung machte die gestern veröffentlichte englische Mittei- hing, daß die englischen Truppen weiter auf dem Südufer der Dardanellen, besonders in Tschanak bleiben würden, in französischen und Italien i. schen Kreisen einen etwas ungünstigen Eindruck Man sei sich darüber klar, daß eine derartige Entscheidung nicht geeignet sei, eine Abmachung zu er-
Marcel Hutin hatte eine Unterredung mit einer unterrichteten politischen Persönlichkeit über die Krise unter den Verbündeten, die das „Echo de Paris" wiedßrgibt. Frankreich werde all« tun.
ftdrianop# V,.'. ■<"•••
I T H HW I
tffentcn gründete für Sachleistungen auf dem gcsam kn Gebiete des Wiederaufbcines im Sinne des Be melmans-, Gillets- und Wiesbadener Abkommens zwecks freien Zusammenschlusses eine Wiederaufbau- gruppe Bayern G. m. b. H. mit dem Sitze in München und einem vorläufigen Kapital von 300 000 X Wie den „Münchener Neuesten Nachr." mitgeteilt wird, gehören der Gruppe eine größere Anzahl bedeutender süddeutscher Wexk» an, darunter auch die Salmler Motorengesellschaft' kn Stuttgart. Für vlese bavrifchen Sachlteserttngen komme nach Zusage ves aauzSsifcheu Wiederausbauminlsteriums bet sranzö- sisehe Minimalzoll zur Anwendung. Mil Stinnes habe die Gruppe ebenfalls Fühlung genommen und bereits ein Uebereinlommen dahin erzielt, das; auch
Sie MntmdilWU.
Deutschland an der Entschädigungsfrage „nicht interessiert"!
Genf, 22. Sept. Die gestrige Aussprache des Abrüstungsausschusses der Vö'kerbundsversammlung über die Entschädigungsfrage wirb von allen Teilnehmern als die bedeutsamste Sitzung, die bisher statt- gesiinden hat, bezeichnet. Allerdings stellten auch alle Redner sesh daß der Völkerbund nur den Rahmen abgegeben hat und die weiteren Entschließungen bei den interessierten Mächte liegen. Dabei erfuhr der Begriff , interessierte Mächte eine bedeutsame Einschränkung durch die Erllärnng von Hymans, daß es sich hier nur um die Mitglieder des Völkerbundes handele, und durch die scharfe Zurückweisung, die der französische Delegierte dem Schweizer Delegierten erteilte, da dieser Deutschland zu den interessierten Mächten rechnete und seinen Eintritt in den Völkerbund forderte. In der Rede Fishers wirkte auf die Teilnehmer besonders die Wendung über Deutschlands Mitwirkung.
beiterlöhne sind abgeschlossen. Die Neuregelung der Löhne, die ub 1. September in Kraft tritt.
Essen zufolge hat auf Ersuchen der Bergarbeiter- verbände um Verhandlungen über neue Lohn- erhöbungen für Oktober der Reichsverband der deutschen Industrie, Fachgruppe Bergbau, geantwortet, daß die Notwendigkeit einer Lohnerhöhung zum 1. Oktober nicht eingesehen werden könne. Die letzte Lohnerhöhung sei mit Rücksicht auf das damalige, scharfe Anziehen des Dollarkurses sehr reichlich bemesien worden und müße für Oktober ausreichen. Eine weitere Erhöhung der Kohlenpreise, die für die geforderte Lohnerhöhung Voraussetzung sei, sei für die deutsche Wirtschaft untragbar.
mngen Immer noch als das Proletariat bezeichnen läßt, zum M i t t e l st a n d geworden ist, während andererseits diejenige Klasse, die sich in ihren Zettun- gen neu’ immer Mittelstand nennen läßt, wirklich das moderne Proletariat geworden ist."
Die Notlage der Presse. Die «Zweibrücker Zig." (160. Jahrg.) stellt am 1, Oktober ihr Erscheinen ein.
Di« ^Oberhessijche Zeitung' erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 75 Mk. ohne Zusteüungsgebiihr. Für ausiallend« Nummern infolge Streiks ooet elementarer Ereignisse kein Ersatz. — Verlag von Dr. E. Hitzrroth. — Druck bet Ilniv.-Buchdrulterei non 3ob. Äug. Koch, Markt 21.23. — Fernsprecher 55, Postscheckkonto: Rt. 5015 Amt Frankfurt a. Mai«.
Sozialpolitik im verarmten Deutschland.
Auf der Eisenacher Tagung des Vereins für Sozialpolitik betonte Prof. Phil. Stein dir Notwendigkeit, ans der Tatfache der Verarmung Deutsch- lands die Folgerungen zu ziehen. Manchmal mache es den Eindruck, als ob einzelne Beamte und Be- amtenorganisationen tbre Hauptaufgabe darin sähen, zu ersorfchen, wtevtel Gehalt die andere Kategorie bezieh«, um daraus eigene Forderungen herzuletten. Er würde sich nicht wundern, wenn nächstens auf jeder deutfchen Visitenkarte fo wie früher darauf vermerkt sei, wo der Inhaber die Qualiftka- tton zum Reseveleutnaul erworben habe, angegeben fei, in welcher Gehaltsstufe er besoldet werde, und aus welche Gehaltsstufe er zukünftig die Anwartschaft habe. Dr. Heinz Potthofs bezeichnete den Begriff der Sozialpolitik im alten Sinne als überholt. Er erkläre für den Inbegriff aller Sozialpolitik das, was er als vernünftige Wirtschastspolt- t i k ansehen zu müssen glaube, „den organisierten Kampf gegen Hunger und Kälte". Er verlangte „deutliche Wahrheit gegen das Luxusbedürsnis der großen Massen der Bevölkerung" und Mehrleistung der Arbeiterschaft. Prof. Keßler- Jena er- Lärte Sozialpolitik könne nicht mehr lediglich
Erhöhung der Gehälter urö Löhne.
Berlin, 22. Sept. Heute fand in der Reichskanzlei unter «dem Vorsitz des Vizekanzlers Bauer und in^Anwesenheit von Vertretern der preußischen Staatsregierung eine Besprechung mit den Führern der Parteien des Reichstages und des preußischen Landtages über die Besoldungserhöhung der Beamten, Ang'stellten und Arbeiter statt. Vom Reichssinanz- mi-'-—wurde mitgeiteilt, daß nach schwierigen 83;.. . (| - a mit d-n Spitzenorganisationen eine
Ei.i.gnng erzielt werden 'ei. Es sei in Aussicht ge- tzenmnmen ,den allgeme "n Teuerungszuschlag von 43* Prozent auf 677 Pr -ent und den Kopsznschlag, d den erhöhten Teue.n. gszuschlag auf die ersten IG... '<i Mk. von 492 Prozent auf 777 Prozent zu erhöhen. Die Arbeiterlöhne sollien entsprechend festgesetzt werden. Die Reichsregierung habe zugesagt, daß schon am nächsten Donnerstag in die Beratung Iber die grundsätzliche Neuregelung der Gehälter, insbesondere des GrundgHWts, und der Ortsznschfäge eingetreten werde DiW^Rstrsministerium hat bereits -er Neufestsetzung der. Tenoonngszuschkägc zugestimmt.
Der Ueberwachnngsausschuß des Reichstages hat sich damit einverstanden erllärl, daß schon jetzt die. Zahlungen an die Beamten usw. nach den neuen Sätzen erfolgen wird. '
- Die Verhandlungen über die Erhöhung der Ar-
Die SchchmM für Mito.
■’ Paris, 22. Sept. Wie daS „Journal de- DebatS" aus Brüssel meldet, hat heute ein Minister rat ftattgefunben, der davon Kenntnis genommen hat, daß es inzwischen der deutschen und der belgischen Negierung bezüglich der Schatzbonds und der Garantie für sie zu einer Einigung gekommen fei
Wie der „Temps" aus Brüssel meldet, handelt es sich bei den Bonds, die die deutsche Regierung der belgischen Regierung aushändigen wirb, richtiger gesagt pm Wechsel, die fünf Prozent Zinsen tragen und in sechs Monaten fällig werden. Statt zweier Abschnitte von je 50 Millionen Goldmark habe die belgische Regierung um zehn Abschnitte von je 10 Millionen Goldmark gebeten. Aus diese Weise werde man den Wechseln jeden politischen Charakter nehmen, Um sie leichter diskontieren zu können. Wahrscheinlich werde die belgische Regierung sich bemühen, die Bonds unter die Banken verschiedener Länder zu verteilen. Sie soll ,wie man sagt, bereits günstige Angebote erhalten
Milliarden Papiergeld in den Verkehr zu bringen. Im Laufe des Monats Oktober erwartet man einen großen Rückstrom von Bargeld in die Ka'sen der Reichsbank. '
■ ■ -------*--------
renz kommen werde, wenn sie nicht vorher förmliche Zusicheruügen bekommen habe, daß auf dieser Friedenskonferenz ihre Ansprüche auf die Maritza-Erenze unb die Zurückgabe Abria- nopels im Einklang mit dem Akt der Nationalversammlung anerkannt werden. Es wär« daher gut, wenn sich die Verbündeten darüber verständigen würden, die Friedenskonferenz auf der Grundlage der Befriedigung dieser terri« torialen Wünsche der Türkei in Thrazien einzu- berufen. Im Laufe der Berhandlungen würde di« Freiheit der Meerengen in der Weise geregelt, daß die türkische Souveränität nicht berührt werde, daß aber die Sicherheit der Durchfahrt feststehe. Ziem-« lich leicht werde man über die Maßnahmen si^ einigen, die bezüglich des Schutzes der Minderheiten und über den Gerichtsstand für Fremde notwendig wären.
Havas weist darauf hin, daß bezüglich der Meer, engen die Außenminister Frankreichs, Englands und Italiens bei der Zusammenkunft im März sich darüber einig waren, daß die an die Meerengen grenzenden Gebiete aus beiden Ufern entmili« tarifiert werden und daß Streitkräfte der Der« bündeten nur auf der Halbinsel Gallipoli stehest sollten, während verbündete Militärinspefteure nur; die Aufrechterhaltund der Neutralität des 6üb. ufers überwachen würden. j
London, 23. Sept. Steiftet meldet aus Äon« stantinopel, es werde erklärt, daß, wenn die Kema» listen keine Versicherungen und Garantien von dest Verbündeten erhielten, daß die thrazifche Frag« zugunsten der Türken geregelt werde, es nicht möglich sein werde, den siegreichen Vormarsch de« Heeres aufzuhalten. Die Verantwortung für bi« Folgen würde dann auf die Mächte fallen. Außer« dem werde erklärt, daß, wenn die Zusicherung nicht innerhalb 48 Stunden gegeben werde, s« würde eine ernste Lage entstehen.
Die englischen Truppen bleiben in Tschanak. I
London, 23. Sept. Der diplomatische Berichterstatter des „Daily Chronicle" meldet, die Zurück- ziehung der englischen Slreitkräste aus Tschanak komme, immer noch nicht in Frage. Zwischen Curzost und Poincare sei in Paris nichts vereinbart worden, was diesen Entschluß ändere. Im Gegenteil, Curzon sei sehr fest in seiner Haltung bezüglich dieser Frage gewesen. Die brstischen Truppen würden auch ohne französische Truppen in Tschanak bleiben. Das ftan- zösische Volk müsse sich damit abfinden, und die französische Politik muß sich die Folgen vergegenwärtigen.
Das 2. Bataillon der Garde-Grenadiere fährt heute nach dem nahen Osten ab. Das 2. Bataillon der Königsfüsilier- hält sich bereit, ihm zu folgen. Möglicherweise werden dann noch zwei weitere Bataillone abgehen. Wie verlautet, gehen auch Zerstörer nach dem Mittelmeer. Zwei Zerstörer haben für morgen Befehl zur Abfahrt erhalten. ,
Für die Verteidigung des Abschnittes von Tschri-af sino Äle notwendigen militärischen und maritime q Vorbereitungen getroffen. Die gesamte englisch« Mittelmeersloite ist in den Meerengen versammelt., General Shnttleworth erklärte, er habe genügend Kräfte zur Verfügung und beherrsche die Lag« vollkommen.
Die Opposition gegen Lloyd Georges Politik.
London, 22. Sept. Der Arbeiterführer Th o, mas erklärte in einer Rede in Colchester, die britisch, Arbeiterschaft müsse dem Kabinett klar machen, da? es unter keinen Umständen England in einen Kries verwickeln dürfe, ohne das; die Vertreter des Völkel tm Parlament die erste Stimme in dieser Frage hat. len. Thomas sagte: „Wir wollen, daß der Bölkep bund in dieser Frage die Initiative ergreift. Wi, wollen, daß dieses Friedenswerkzeug eine Gelegenheit erhält, die Arbeit zu leisten, für die eS geschaffen tft Die Meerengen müssen frei sein, aber unter bef Freiheit der Meerengen darf nicht verstanden west de» <tge AiMetj -M Vorteil? feg Sl-Hlgg
Der Anzeigenpreis beträgt für den Sgeip. Zeilenmtllimeter IM SRI- amtliche und -
B 57. WO.
SonnoM.6m23. Swtemta 1922
Vermittlung der Angebote 3.00 Mk. Sondergebühr.
Zurückziehung der ftanzösifchen Truppen in keiner ...
Weife als Vorwand dienen dürfe, um auch die (leichtern. Aus den Unterhaltungen, die Kemal mit rückziehung der englischen Truppen zu verla^ . a. s französischen Vertretern hatte, geht hervor, daß di« \ -s Angora-Regierung nicht zu einer Friedenskonfe-
t