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MchM ZeuW

AmUiches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurheUchej Oberhessen

Marburg

1922

Scheidinz.

toetftonte: St. 5015 Amt Frankfurt cl Main.

Ein »s SnÄlickrungsabkommen.

Berlin, 21. Sept. Die Blätter teilen den Inhalt eines weiteren Sachtteferungsabkommens zwischen der Firma Behrer - von Siemens, Ver­einigte Baustoffindustrien, und einem französischen Syndikat, dem 88 französische Baufirmen angehören, mit. Nach diesem Abkommen wirkt die deutsche Firma als Sammlerin und Vermittlerin der fran­zösischen Aufträge. Die französische und die deutsche Gruppe bilden eine gemeinschaftliche Arbeits­kommission, die am 2. Oktober in Paris zusammen­treten soll, um die Vorbereitungen für die Auf­stellung eines Lieferung?- und Bauprogramms für das Frühjahr 1923 zu treffen.

Von der an diesem Vertrag beteiligten franzö­sischen Gruppe wird ferner mitgeteilt, daß das fran­zösische Wiederanfbauministerium sich grundsätzlich mit der Verwendung von 50 Prozent ausländischer Arbeiter, darunter auch deutscher Arbeiter, einverstanden erklärt habe. Nach dem gegenwär­tigen Plan soll die Beschäftigung von etwa 40 000 deutschen Arbeitern im Wiederaufbaugebiet in Frage kommen.

Berlin, 20. Tept Heute fand Im Rctchsnrini- ftcrtum für Wiederaufbau eine Besprechung mit dem Vorstande des Verbandes sozialer Baubetriebe statt. Der Verband wurde zur Beteiligung am Wiederauf­bau der zerstörten Gebiete Nordsraakretctrs aufgefor dert. Es handelt sich um selbständige Verhandlun ;cn, die neben dem Stinnes-Lubersac-Ablommen her ehu und in keinerlei Beziehungen zu diesem stehen.

Die Zahl der griechischen Gefangenen. | Angora, 20. Sept. Die türkischen Truppen haben bei Edreniid weitere 2000 Gefangene ge­macht. Die Gesamtzahl der griechischen Gefangenen hn Lager der Stadt Angora beträgt über 21000 Dtann; in anderen Gefangenenlagern befinden sich noch etwa 40 000 Mann.

London, 20. Sept. Da die Loge der Flüchtlinge in Smyrna dadurch erschwert wird, dah die Türken griechi­schen Schiffen di« Einfahrt in den Hasen nicht gestatten, nm Flüchtlinge an Bord zu nehmen, richteten di.' Ver­bündeten an Mustafa Kemal Pascha ein gemeürssmr? Ersuchen, eine solche Erlaubnis zu erteilen.

Zurücknahme der italienischen Truppen.

P a r i s. 20. Sept. Wie derMalin" aus guter Quelle erfährt, hat die italienische Regierung, in dem Wunsch, jeden Konflikt mit den kemalistischrn Streitkräften zu vermeiden, ihren auf dem asiati­schen Ufer der neutralen Meerengen-Zone stehenden Truppen den Befehl gegeben, auf das europäische Ufer zurückzukehren.

Dl«Oderhelstich« Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 75 Ml. ohne Zuftellungsgebühc. Für ausfallende Nummern infolge Streiks ooer

Üt. 222 SÄÄÄÄK rmmt«. 1« 2L Sepfert«

LeMk-KMmiir in Ums.

Baldige Einberufung einer Orientkonferenz.

Paris, 20. Sept, lieber den Verlauf der heutigen Beratung veröffentlicht Havas folgende Einzelheiten:

Aus dem besetzten Gebiet.

Der Vorfall in Oberkassel.

Paris 20. Sept. Wie derTernpS" mitreilt, I haben die von der belgischen Regierung beauftragten Amtsärzte ihren Bericht über den Vorfall *.n Lber- kassel fertigaestellt. Die Amtsärzte erüären zum Schluß, daß die Schildwache nicht durch r.ie.i Schuß aus ck-rnächster Nähe getötet worden sei, während man an nehmen könnte, daß der Unteroffizier Staes durch einen Schuß, der aus 40 Zentimeter Entfernung abgeseurrt wurd., getötet worden sei. lleberdi.s sei die Richtung de? Schusses, der den Unteroffizier ge­tötet habe, die bei Selbstmödern normale Rich­tung. Ander-rseit- gehe auS den Feststellunren y-r- vor, daß die beiden Soldaten durch zwei Schüsse fob:. niedergersieckt worden seien und an Ort und Stelle gefallen seien Es scheine, daß die Annabue, daß die beiher Soldaten durch einen an der Straße ucke versteckten M.nschen getötet worden seien, Miigrgeben werden muß, da die Schildwache durch eine von vorn abgegebenen Schuß getötet worden sei und b*r Unteroffizier durch einen Schuß, der zu dem ersten in einem g-wissen Winkel stehe. In iednn Falle seien die Schüsse aus einer Pistole mit Patronen ab­gegeben worden, die denen einer modernen antomati- fchen Pistole ähnlich seien.

Deutscher Protest gegen die Verhaftung von Polizfi- beamten.

»etltn, 20. Sept. Wie die Blätter hören, ist der deutsche Geschäftsträger in Brüssel Dr. Landsverg l Von der ReichSregieruna beauftragt worden, bet der

Die türkische Vorhut.

Paris, 20. Sept. Nach einer Meldung der Chicago Tribüne" aus Konstantinopel ist vor- rückende türkische Kavallerie bereits in die Dorstadt Big ' ' "edruneen (an der Grenze der neu-

traicn ounoj.

TeHtnmo unb MMaftZWt.

Berlin, 20. Sept. Der Ueberwachungsausschuß des Reichstages ist, wie derVorwärts" mitte-U, zum Freitag einberufen. Er wich sich mit der Be­sprechung der Teuerungsaktion der Beamten und etante arbeitet beschäftigen.

Dem wirtschaftspolitischen Ausschuß des vorläufigen Reichswirtschastsrates lag ein gemeinsamer Entlw'.rf be§ Reichssinanzministeriums und Rcichswirtschrfts- ministeriums für die Verochnung über Zoll- erhöbunaen zur Begutachtting vor. Bei dem Ent- Wurf handelt es sich vornehmlich um die Einschränkung ter Einfuhr entbehrlicher Luxuswaren durch hohe Zoll- belnstung. Die Erhöhung der Zollsätze soll 50 v. ö. betragen. Zur Frage der Erhöhung der Steuer für Tabakerzeugnisse, die besonders behandelt wurde, wurde mit allen gegen eine Stimme folgendes beschlossen: Der wirtschaftspolitische Ausschuß stimmt der Absicht der Regierung zu, vorübergehend die Zoll- sätze für Tabak zu erhöhen; er drückt dabei die Er- | Wartung ans, baß baldigst durch entsprechende steuer« lichc Maßnahmen ein Ausgleich für die einzelnen Tabakerzeugnisse getroffen wird, der den Volkswirt« schastlichen Notwendigkeiten gerecht wird. Die Per« ordnung selbst wurde hierauf einstimmig gebilligt

München, 20. Sept. Eine neue Berard«uuj bestimmt' Der Strom der Ausländer muß ein« gedämmt werden Die Behörden sind daher zu ci*i?ct schärferen Vollzüge der Fremdenverordnung .rnzewresen worden. Aufenthalt darf Ausländern nur noch be« willigt werden, wenn sie ein triftiger Grund nach Bayern führt. Für bloße Vergnügungsreisen»« gibt cs keine Genehmigung. Soweit Aufenthalt bewilligt I wild, ist er zeitlich und örtlich auf das unbedingt nötig« Maß zu beschränken. Ausländer, die Gegenstände des täglichen Bedarfes im Nelermaß auflaufen oder sonst durch ihr Verhalten Anlaß geben, sind sofort und unnachsichtlich aus Bayern wieder anszuweisen.

Maßnahmen gegen die Sredltnot bet @em:tnben.

Im Zusammenhang mit dem Beschluß der Giro­zentralen der deutschen Sparkassen, den Rornmune« den Kredit zu sperren, teilt eine Rorrespondenz mit, daß sich der Netchssinanzmintster zu einer Hilfs­aktion für die Gemeinden entschlossen habe. Dir Lverfinanzkasien der Landesfinanzämter seien telegra. pH sch angewiesen worden, die Hälfte des gesamten Veranlagungssolls der Einkommensteuer für 1922 ohne Rücksicht auf die tatsächlichen Einzahlungen den oin'elnen Landesregierungen als Vorschuß zu über­weisen. Den Gemeinden steht dann ein einmaliges Vorschuß von insgesamt 24 Milliarden zur Verfügung.

Die Einigung mit Mien.

Paris, 20. Sept. Der Berichterstatter des Matin" hatte eine Unterredung mit Theunis, der ihm erklärte, daß die Garantie der Reichsbank für die Schatzbons ausreichend erscheine. Die Frage des Wertes der Papiere sei eine banktechnische Frage. Nun seien sich aber die Techniker über den Wert dieser Papiere einig. Der beste Beweis dafür sei, daß Belgien sie schleunigst diskontieren lasten werde. Auf die Frage, ob Belgien an den Besprechungen Havensteins in London beteiligt gewesen sei und ob dies« nicht eine Rückwirkung auf die vom Entschädi- aungsausschuß gefaßte Entschließung haben könnten, erklärte Theunis: Zn keiner Weise. Wir haben den Verhandlungen in London fern gestanden. Wir werden von Deutschland Bons im Einklang mit der Entschließung des Entschädigungsausschustes erhal­test. Der EnMSdigungsausschuß wird von dieser Tatsache Kenntnis nehmen. Das ist alles.

fern vollkommen abgebrannt sei. Auch der Bahnhof und die Ottomanische Dank wurden zer­stört. Unter der Zivilbevölkerung gab es zahlreiche verwundete.

Die Haltung Amerikas.

London, 20. Sept.Daily Expreß" meldet aus New Pork, von maßgebender Seite werde im Weißen Haufe erklärt, daß Amerika nicht die Ab­sicht habe, sich aktiv an der Lösung der Fragen des nahen Ostens zu beeiltigen. Es werde jedoch da­rauf hingewiesen, daß im östlichen Mittelmeer Kriegsschiffe anwesend seien, um die amerikanischen Interessen zu schützen.

Die Möge der Stelle.

Berlin, 20. Sept. Der Vorstand der Reichs- arbeitsgemeinschofl der deutschen Presse ist am 16. September in Berlin zum ersten Male zusammen- getreten. Gegenstände der Tagesordnung waren die Notlage bet Presse sowie die Mißstände bei der Hans- habnng des Gesetzes zum Schutze der Republik. In' beider. Fragen wurde das Präsidium beauftragt, die ihm erforderlich erscheinenden Schritte zu unternehmen. Ferner wurden Ausschüsse eingesetzt zur Ausarbei­tung der Vorschläge für den Normaldienstv-rtraz für Stellen-Vermittlung, für Alters- und Krankenversiche­rung der Redakteure sowie der Hinterbliebenen. Bei der Besprechung der wirtschaftlichen Lane der Redakteure stellte sich die ReichsarbeitSgeineiu- schäft auf den Standpunkt, daß grundsätzlich die tarif­liche Bezahlung der Redakteure standeswürdig fei und die Aufwendungen zur Erfüllung der beruflichen Auf­gaben berücksichtigen soll. Ans keinen Fall dürfe der Gehalt geringer fein als die tarifliche Bezahlung anderer Bernsgrfnppen im Zeitungsgewerbe, mii denen nach Art ihrer Tätigkeit eine Vergleichsmöglichkeit bistehl. .. J

Wie billig bet Bezug bet deutschen Zeitungen hn Vernältnts zu dem der ausländischen Zeitungen ist, siebt man aus den Zahlen, b'e die amtliche Zettungs« Preisliste für das lammende Dterteliabr nennt. Für bas 4. Vierteljahr losten die .Baseler 9iadrrt<6tene 391? X her .Berner Bund" 3108 M. dieWeite Zür­cher Zeitung'' 383t Jt. dasAllgemeen Hanbeisblad Ui Amsterdam 5547 M, dasPrager Tageblatt 2598 Mark, die deutsche ZeitungSobemta' 2118 »er Lallt, Herold" 7929 jH, derManchester Guarvtan

19099 JL

armeiaennteis beträgt Nit den ggesp. Zeilemnillimeter SSO Ml., amtliche und ausw Anäiaen 4.00 Mll Andere Spaltenbreiten entsprechend. Bei schwierigem Satz 50oi Ausschlag. Sollt einlautende oder den Raum übetI, bEite einnehmende An- .« ' . Bj. ... rr.«i^[ten6iette berechnet. Reklamen die Lol.-Zeile 30.00

aU1 Ul,.rabatt. Bei Auskunft durch di« Geschllstsstelle und ----------Vermittlung bet Angebote 3.00 Ml. Sondergebühr.

Berlin, 21. Sept. Wie dieGermania" mittcil, ist bezüglich der Abmachungen zwischen der Reichs- baut und der englischen Finanzwelt zu erwarten, daß die Regierung bald einen Finanzplan zur Deckung der Zablungen an die Reichsbank aufstellen wird. Für diesen Finanzplan dürsten sich die vom Reicks- kanzlcr in seiner 'Sesprechung mit den Gewerkschaften eng.kündigten Maßnahmen (Steigerung der AuSsickt durch Mehrproduktion, Verringerung der Einfuhr durch Einfuhrbeschränkung enckehrlicher Waren) als noi. wendig erweisen.

Sie lükliltzen Sotöetüngen.

Rückgabe Konstantinopels und Thraziens.

Paris, 20. Sept. Nach einer Havasrneldung «us Adana ist der Standpunkt der Türkei, um allen Gerüchten ein Ende zu machen, wie folgt festgelegt worden:

Es gibt zweiFragenim Orient, erstens die Frage der Meerengen und zweitens die Frage Konstantinopels und Thraziens. Die Meerengenfrftge besteht nicht, da die Angoraregie­rung von zwei Jahren erklärt hat, daß sie grund­sätzlich die Freiheit der Meerengen a n n i m m t. Die Angoraregierung ist bereit, die diese Frage be­treffenden Einzelheiten zu besprechen. Was die Frage Konstantinopels und Thraziens angeht, wird die Angoraregierung fordern, daß Konstantinopel and Thrazien an die Türkei zurückgegeben wird.

Der Berichterstatter desJntransiseant" hatte Nach den persönlichen Besprechungen, die Lock Curzon eine Unterredung mit dem Verrteter ber ^2,S %?£

regierung m Paris Ferck Bey der ihm erklärt^steScpante-Konferenz zwischen dm Vertretern Franzosen, Engländer und Italiener wurden sich bet brei verbündeten Mächte abgehalten. Der größte Teil sicherlich'auf der Konferenz einigen, damit den ^Eerungen bezog sich darauf, welches di« allgemeine Dingen im Orient ein Ende gemacht werde. Die Haltung gegenüber den Türken angesichts der durch die Angoraregierung nehme diese Konferenz an und Räumung Kleinasiens durch die Griechen g-ftbafieuen würde gern an ihr teilnehmen. Konstantinopel Sage sein soll. Bekanntlich bat die britische Regierung, ncrlonae bi« Anaorareaieruna da es die Hauptstadt Frankreich und Italien, ebenso wie die drei verbundenen Rumänien, Südslnwicu und Griechenland des Landes sei, aber die Anwesenheit einer tnLr-1 gl^?foTbprt ßemrinfant cinc militärische Anstrengung alliierten Oberkommission tn der Stadt werde unternehmen, um die Meerengen von Konstant'novel nicht geduldet werden. Auf die Frage, ob bte l eqn jcbn Ungriffsversuch der kemallstjfchen «treib Angoraregierung die Anwesenheit der Sowjet- ?u schützen, und in diesem Sinne auch die Absicht regierung auf der nächsten Orientkonferenz her englischen Regierung kundzugeben, ihre Truppen in verlangen werde, erklärte Ferid Bey, es werde sich Tschanak zu verstärken. Dagegen waren die Kreise in am zwei Konferenzen oder bester gesagt um zwei Frankreich der Meinung es würde besser scm, keine Ani- i-.Mn TU» bi« bet schenfalle mit den regulären nationalistischen Truppen

»ertrage bnnbcln. Di « eine ^ Hber mit irregulären Banden zu riskieren und aus die-,

Großmächte, mußte den Vertrag von Sdvres; b<.s H @runbe ha&en 6cibe Mächte ihre Kontingente vom zerristen und unmöglich sei, wieder 3ufammcnf men. 3Gfcll^r MarmarameereS zurückgezogen. Lock Der zweite Vertrag werde der sein, der das Meer- Curzon gab seinem lebhaften Erstaunen über dieser engenstatut festsetzt. Es wäre logisch, wenn bei Beschluß Ausdruck und sagte, er sei der Meinung. baf; feiner Abfastung Rußland, Rumänien, Bulgarien, dieser Beschluß wenig übereinstimme mit den Verträgen Georgen und Aserbeidschan vertreten seien, da sie wn 1915 und «20, die die teilweise Besetzung deS « Hs» s"** --LK- caÄr.Ä,E Meerengen mteressiert seren. daß diese Verträge aus den vorliegenden Fall nicht anzn-

* * wenden seien. Die französische öffentliche Meinung würd-

nicht gestatten, daß die französischen Truppen feindlisi mit türkischen Streitkräftrn zusammenträsen, und die französische Regierung habe beschlossen, alle möglichen Anstrengungen zu unternehmen, um eine friedliche Rege­lung des Orientproblems zu erzielen. Aus das Argu­ment des britischen Ministers, man müsse in Tschanak bleiben, erwiderte Poincare, logischerweise müßten die Verbündeten unter diesen Umständen das ganze Südufer des MarmarameereS besetzen. Dies sei in militärischer Beziehung eine unhaltbare Sage, da die Truppen denn mit dem Rücken nach dem Meer kämpfen müßten. D e

kemalistischen Truppen hätten bisher Mäßigung gezeigt und in keiner Weise die Ab'icht zu erkennen gegeben, die Meerengen anzugreifen. De Aufstellung militärischer Streitkräfte in di-ser Zone könnte also in den Augen der Türken als eine Herausforderung erfcheinen. Eng­land fei ebenso wie Frankreich und Italien eine große mohammedanische Macht. Eine unnötig starrsinnig« Hal­tung würde in der Welt des Islams schwere, vielleicht kriegerische Rückwirkungen haben. Daher seien die Ver­bündeten daran interessiert, eine Sösung nicht mit den Waffen, sondern durch diplomatische Besprechungen tu suchen. Graf Sforza vertrat im Namen Italien? den gleichen Standpunkt.

Hierauf kam es ohne Schwierigkeiten Muifdjen den drei Delegierten zu einer Uebetcinfltmmung bar» jüber, daß cs nötig fei, sobald wie möglich eine Konfe­renz einzuberufen, nm die Frückensbcdingungen im Orient zu regeln. 'Sock Curzon trat für eine Vor­konferenz ein. . Graf Sforza meinte, es würde am besten fein, in der ruhigen und von politischen Ein- vnglisch« Bekstnrkungen. , flfiffen unberührten Provinzstadt Venedig die Ver- London, 20. Sept. Ein Jnsanferlebataillon I Handlungen zu führen. Grundsätzlich wurde der Wahl ans Belfast erhielt den Befehl sofort nach। bem hjenti)igg zugestimmt, vorausgesetzt, daß die türkischen Or!-nt abzugehen, zwei Sarbetoai tone, die sich im Musi«!, !km«l In bet Sw f*«.

Baser »onstfte^ot behnben, erSierten stet«s ,4

ben Beseht, sich im Saufe bet TtAanot Platten und Jaden sowie Tüdssawitn und Rumünitn

na» betn Onent enMuf».» uni' L.;d) a4 N,,ut r«uu- an den Bethaud.

abzugehen. Jedes der genannten Bataillone um- . .K .

faßt rund 800 Mann. !un?fn er^ rocti,c^ ,

ö , Havas fügt hinzu, daß ine Politik Belgrads und Buka-

Australien und Neuseeland sagen zu. teils vollständig mit der von Paris und Rom überein» Melbourne 20 Sept Gestern erörterte I ftmeif. Serbien besonders widersetze sich jcker Ab­das Bundeskabinett die Orientfrage. Die Minister änderung der Grenzen Bulgariens Es habe nichts Haden den Besch,-d % SS SÄXi

Truppen für Gallipoli anzubieten, g e b , l l i g t. von Dedeagatfch der Regierung von Sofia

Wellington, 20. Sept. Das Parlament I werde. Voraussichtlich werden die Anhcn-

billigte einstimmig den Beschluß des Premier-1 jtuifier der verbündeten Mächte an der geplanten Kon- Uinisters Masten, für die Verteidigung der Meer- -trenz teilnehmen, wenigstens zu Beginn, denn die Be- rng«n ein neuseeländisches Kontingent anzubieten sp, eckungen wecken längere Zeit erfordern angesichts der «nnberma abaebrannt Notwendigkeit, neue territoriale, miliMische, politische

", . und finanzielle Bedingungen ausznarbeiten. Rußland

Paris, 20. Sept. Das franMfche Marine-1 ^.-j^et sich nicht unter der Zahl der eingeladenen ti lifterium erhielt die Nachricht, daß die Stadt Mächte, da cs kein direktes Interesse au der fraglichen fßenbeima mit Ausnahme von etwa 100 Häu-1Negelung habe.

belgischen Regterung gegen die Verhaftung der Ham- bcrner Pollzetbeamten zu protesttcren. Dr. Larcks- berg wurde ferner beauftragt darauf Hinzuwelsen, haS bei den andauernden Verbaftungen von leitenden Pofizelbeamten tn dem von Belgien besetzten Gebiet dl dorttgen Behörden nicht in der Sage seien, die Garantien für die Aufrechterhaltung der Ordmng zu übernehmen.

Ausweisung auS bem Saargebiet

Saarbrücken, 20. Sevt. Der verantworttkch« Redakteur Rausch und der politisrbe Redakiciir Lca- mann sind ohne Angabe von Gründen von der Saar» ifßlenma aufgesordert worden, das Saargebiet bin­nen 24 Stunden zu verlassen.