Zweites Blatt
Daß
»m hier so unerwartet gegenübertrat. Auf die
werden, erfährt.
Xux mit neuer Bitterkeit.
Er tat es ja sicht auK Liebq, sonders bloß aus
sich ihr hef. Er- die
^elbsterhaltungstneb zu folgen, nickt so feindselig be- ^bandeln, wie es die Gewerkschaftsführer getan haben.
Sonnabend, 9. September
Scheid n»g
1922
Es ist unglaublich,
datz es noch eine praktische Hausfrau geben könnte, die nicht aus eigener Erfahrung wühte, datz die weit» berühmten „$eitmann’s Farben", Marke »FnchsknP- hx Stern" zum Selbstfärde» aller Kleider, Blusen, Eardinen, Strümpfe «sw. die besten stad.
3m Schatten.
Original-Roman von Erich Eben stein.
(Nachdruck verboten.)
llrhebcrrecht 1921 durch Greiner & Ko., Berlin W. 30. 45. Fortsetzung.
Sie hatte noch einen Grund persönlich zu kommen. Eie will Onkel Oppach ein Vermögen abfordern, oas, wie sie sagt, mir gebührt."
„Deinem Onkel? Das wird wohl ein Irrtum sein. Wie sollte er dazu kommen, Gelder für dich zu verwahren, da deine Eltern doch als arme Schlicker starben? Du sagtest mir ja selbst, dein Onkel hab« dich nur aus Barmherzigkeit erziehen lassen!"
„Fa. In diesem Glauben wuchs ich auf. Aber Frau Perez sagt, dies sei ein ungeheurer Irrtum, denn mein Vater sei mit der Anwartschaft auf Milli- •”en gestorben. Onkel Oppach hab« dies Geld offen- har unterschlagen."
Brigitte sagte «s mit müder Gleichgültigkeit, als tfmge diese Sache sie im Grunde gar nichts an. Und so war es ihrem Empfinden nach auch. Bon allem, was Frau Perez chr mitgeteilt, hatte dieser Punkt sie völlig kalt gelassen. Desto tiefer erschütterte sie die Lebensgeschichte ihrerr Eltern und die Ent-
Vücherschau.
— Michael« Führer für Ptlzfreunde, svnemalisch aeordnet und gänzlich neu bearbeitet von Roman Schulz. Berlin. — Druck und Verlag von Förster und Borries. Zwickau, Sa. Im Erfchelnen begriffen. Preis der 1. Lfg. 36 X.
Die Zetten, in denen das Sammeln der eßbaren Pilze nur von wenigen Kundigen gewissermaßen als Cvorr betrieben wurde, find vorüber: wir haben an- r?«stchtS der bedauerlichen Lage unteres VaierlanveS allen Grund, die ergiebige NabrungSguelle. die ver Wald mit seinem PUzreicktum darstellt, möglichst voll- kommen anSzunutzen. Mancher Sammler beschrankt sich auS Furcht vor Vergiftung auf wenige Sorten; er kommt mit leerem Sorbe wieder beim, wenn er zufällig keine Steinpilz? oder Pfifferlinge gefunden bat. während doch gegenwärtig mehrere hundert eßbare Arten bekannt stnd. Freilich gibt eS gegen Pitzver- giftungen nur ein zuverlässiges Mittel: die genaue Kenntnis der Arten. Unter den vielen Mlzbüchern. die diese ArtenkenntntS vermittel» wollen, beftnven stch neben allerlei minderwertigen Erzeugnissen fehl auch eine Reibe von brauchbaren Schriften und rlb-
Pflichtgefühl und weil ihm kein anderer Ausweg blieb. So wenig Alfred Oppachs Geld sie je würde entschädigen können für die liebeleere Jugend, die er ihr bereitete, so wenig konnte Graf Ronspergs Anerkennung sie seine Herzenskältc vergessen machen.
Ja — kenn er in dieser Stunde ein warmes Wort für sie gehabt — wenn er, statt sich sachlich nach allem zu erkundigen, sie in seine Arme genommen hätte wie ein Großvater sein entetfinb — Brigitte hätte alles vergessen und vergeben.
So aber — verschmäht, ungeliebt, beiseite geschoben von den Verwandten mütterlicher- und väterlicherseits, brach ihr fast das Herz vor Jammer.
Der Gras betrachtete sie in sprachloser Derblüffluig. Die Nachricht, daß sein Sohn nicht arm und im Elend gestorben, sondern Reichtümer hinterlassen haben sollte, hatte ihn in ungeheure Ervegung versetzt. Und dieses junge Geschöpf, das nie einen Heller sein eigen ge- i nannt hatte bisher^ sagte das so kalt und nebenher, als sei es für sie ohne Belang! Das imponierte chm mächtig.
„Brigitte", begann er endlich, habe ich dich recht [ verstanden? Frau Perez behauptet ernstlich, daß du Anspruch auf ein Vermögen von . . < von Millionen habest?" t
„So sagte sie, und es wird wohl auch so sein, denn sie behauptet, von meinen Eltern selbst in alle Details genau eingeweiht zu sein."
„Aber das ist ja eine Nachricht von ungeheurer Bedeutung für deine ganze Zukunft! DaS mußt du mir genauer erzählen. Komm, wir wollen uns dort auf j die Bank setzen. So, Und nun beginne! Vor allem, lwieso dein Vater so eng mit Frau Perez befreundet wurde, um ihr ein so. weitgehendes Vertrauen zu schenken?"
tige Erregung folgte dann aber desto trostlosere schlaffung. Seine Beveitwüligkeitz sie jetzt, da ...
Verhältnisse es erforderten, anzuerkennen, erfüllte sie
hüllung, daß Graf Ronsperg ihr Großvater war.
Als sie dies erfuhr, war eine maßlose Bitterkeit ygcn den alten Mann in chr aufgeflammt, die " ' hi leidenschaftlicher Weise Lüfte machte, als er
22. Kapitel.
Brigitte war chrrm Großvater schweigend zur Bank gefolqt.
„Sennora Per^", begann fie immer noch mit müder gleichmütiger Stimme, „lernte meine Eltern fchbn kennnen, als sie jungvermählt nach Amerika gingen. Cie machten die Ueberfahrt gemeinsam und Tante Anna fühlte sich sogleich von meiner Mutter angezogen. Sie sagt, Mama sei trotz ihrer Mittellosigkeit, aus der sie kein Hehl machte, die strahlendste, glückliche junge Frau gewesen, der sie je im Leben begegnete. Meines Vaters Liebe aber grenzte an Anbetung. Auch Frau Perez befand sich auf der Hochzeitsreise daher fühlte sie sich doppelt zu dem jungen Paar hingezogen. Sie redete beiden z», nach Texas zu kommen, als sie merkte, daß mein- Vater noch ohne bestimmten Plan war."
„Ging er darauf ein?" ' ■
, „Ja. Perez' meinten, eS würde gelingen, ihm mit Hilfe von Empfehlungen Aufträge zu verfchafjen. Lest>er erwies sich diese Hoffnunny schr bald als falsch Und wären mein« Eltern nicht die ersten Monate zu Gast gewesen in Senuor Perez Landhaus, wären sie wohl bald in Not geraten."
„Hm, bar ließ sich Voraussehen! Nur deinen Baler ,der immer ein Träumer war, wird eS wahr- scheinllch überrascht hccken!"
„Vielleicht. Aber wenn er auch ein „Träumer" war, so war er nebenbei doch noch viel mehr ein guter, edler und anständiger Mensch, der sich dadurch alle Herzen gewann."
„Herzen — aber kein Geld tofcer!" ’ ’
„Doch — auch Geld, wie Sie sogleich hörerl werden, Herr Graf."
„Warum sagst du nicht du und Großvater zu mir, Brigitte? Die förmliche Syrede hat doch jetzt keinen Sinn mehr!" "
I wirtschaftspolitische Einsicht, wenn die Gewerkschaften in ihren Besprechungen mit dem Reichskanzler immer
I wieder die Forderung der Rückkehr zur Zwangswirtschaft in den Vordergrund gerückt haben. Noch sträubt sich die Reichsregierung aus wohlbegründeter besserer Ueber- zeugung diesem Drängen nachzugebcn, aber in weiten Kreisen der Wirtschaftssachverständigen besteht dir Befürchtung, daß man sich doch schließlich wieder zu wirl- sckaftsschädigenden Zugeständnissen verleiten lassen könnte. Sterin liegt aber für die weitere Entwicklung eine große Gefahr. Der Reichsernährungsminister Fehr hat vollkommen^ recht, wenn er im Vollswirtschaftlichen Reichs- tagsausscknß den Satz prägte, daß keine wie immer geartete Zwangswirtschaft dem Gedanken der Produktions- steigerung förderlich sein könne. Man sollte diese volkswirtschaftliche Wahrheit unter den Politikern und auck in den Massen weit verbreiten, damit sie endlich zum Gemeingut des ganzen Volkes wird.
. Auch auf dem Gebiete der Währung besteht zurzeit wieder die Gefahr, daß durch Zwangsmaßnahmen aui Grund dilettantischer Ratschläge großer, nickt wieder gutzumachender Schaden angerichtet und das Uebel, das man mildern möchte, nur noch verschärft ober verewigt Es bedeutet wahrhaftig keine Gettnqschätzung der Gewerkschaften, wenn man ihnen den Berus, in den r° ?&tr<tod schwierigen Währungsfragen posftive Vor- chläge und Forderungen einzureichen, grundsätzlich abspricht. Wenn z.B. in der Gewerkschaftsbesprechuna mit dem Reichskanzl-r di» Drohung ousgesvrocken würd', ^aß die Gewerkschaften für d-'e Arbeiter Goldlöhne verengen würden, falls der Kleinhandel sortfahre. ferne Preise den Dalutoverdältnissen onrnvasftn. so ist da? :ine gefährliche Methode, die schwierigsten Wirtschaft?- vrobleme durck Anwendung klaflenkämvferifcher Dro hnnaen zu verschärfen, anstatt sie s a ch l i ch zu behandeln Auch wenn man der Meinung ist. daß der Wieder- rnsthasfungspreis nicht allgemein zum öandelsgrund- satz gemacht werden kann, so muß man doch die Nöte >er Emeuger und des Handels würdigen und darf die verzweifelten Versuche des bedrängten Kleinhandels, dem
bildungswcrkcn, und ein nickt nur brauchbarst- Mick.a-c^cöu hervorragendes Werk, der altbewährt gerade in neuer Bearbeitung. —i ä-mSOS'Eä .lablldungen in natürlichen Farben und Grüßen^ /30Cu bie erften Lieferungen bereits vor. Die! kunstl> risch vollendeten Bilder erfreuen nicht nur das Auge, sie befriedigen auch den prüfenden Blick des Kenners. Mit großem Geschick hat der Künstler es- dcr,landen, alle wesentlichen Merkmale im Bilde aus- zudrncken. Um nicht nur die verschiedenen B.sitm mungsmerkmale, sondern auch den oft erstaunlicher Wechiel in Form und Farbe bei derselben Pilzart zu deranschau.ichen, sind ans den einzelnen Tafeln »er- schieden« Entwicklungszustände, durch den Standort bedingte Abweichungen und andere Besonderbeiten z-lsanimeneestellt. Wie oft wird einem von unsicheren Sammlern, denen man eine der landläufigen Abbil- oungen zeigt, entgegenge-halten: „Aber meiner steht doch ganz anders aus." In dieser oft sehr wett gehenden Veränderlichkeit der Pilze liegt lattäckltch eine Hauptschwiettgket für den Anfänger, und da können nur Grupponblder, wie der Michaelsche Führer sie gibt, helfen. Vom Großen Schirmpilz ist leider die von der gewöhnlichen Form etwas abweichende Darstellung unveründett ans der älteren Auflage übernommen worden. Der Text zu den einzelnen Abbildungen ist mit dem heutigen Stande der Forschung in Einklang gebracht und an zahlreickwn Stellen bedeutend vermehrt worden. Die in den letzten Fahren lebhaft erörterte Streitfrage nach der Eßbarkeit oder Giftigkeit des Pantherpilzes ist nunmehr zu besten Ungunsten entschieden und die bis vor kurzem in den teston Pilzblichern verbreitete gegenteilige Meinung auf ein, Verwechselung mit einer ähnlichen eßbaren Art znrückgefuhrt. Man darf erwarien, daß in den folgenden Lieferungen auch die seit den Kriegssabren besonders eifrig untersuchte Satanas-Luttdus-Gruvve tm Lichte neu bereicherten Wissens erscheinen wird. Ein wefentlichcr Vorzug der neuen Ausiage liegt in der Anordimng der Pilze nach ihrer nattirlicken Ver- lvandtschaft, wodurch das Auffuckrn Ver verschiedenen Arten sehr erleichtert wird. Wäre auch dem Fottge- schrittcnen eine geschlostene Durchführung des Svstems erwünfcht gewesen, fo mußte doch hier aus praktischen Gründen ein Mittelweg zwischen diesem und der früheren Stoffverteilung eingeschlagen werden. Wer sich scheut, das ganze Werk auf enmal anzufckaffen, oder sich mit einer kleineren Anzahl von Arten begnü- gc-n will, findet im ersten Bande eine in sich abgerundete Einführung in die Pilzkunde, die 113 der häufigsten und wichttgsten Pilze aus allen Familien sowie mehrere Bestimmnngstabellen bringt, nnd es trifft sich günstig, daß dieser Teil n a. dir tm Stiftern voran gestellte Gattung der Wülstlinge, zu denen unsere gefährlichsten Giftpilze gehören, in weitgehender Ausfiibr- ltckkett enthält. Der 2. Band behandelt 152 wettere Blätterptlze, der 3. Band 121 weitere Arten der Löckerpilze nnd übrigen Familien. Wertvoll find schließlich auck die an mehreren Stellen gebrachten vinweise auf ähnliche Arten. Außer der Lieferungsausgabe E und der ihr inhaltlich gleichen, in Vorbereitung befindlichen dreibändigen Ausgabe B ist eine Volksausgabe (Ausgabe C) zum Preise von 24 X erschienen, deren Tafeln dem großen Werke entnommen sind und die allerwichttgften Pilze zur Anschauung bttngen, begleitet von erläuterndem Text. — Ferner sind die Michaelschen Abblldung.m ans größeren Tafeln zufammengestellt, die für v.nterricktszwecke mrd für Behörden zum öffentlichen Aushang geeignet sind: Ausgabe A „Unsere wichtigsten Pilze", 8 Tafeln, 47 X 64 cm, mit Erlänternngsbeft: Ausgabe D „Unsere Vesten Speise- und Wrtfchaftsvifze towie die mtt ihnen zu verwechselnden ungenießbaren und gifngen Pilze", 3 Tafeln, 54x71 cm, mit 40 Pilzgruvven. Alle Abbildungen in natürlich'n Farben und Größen Möge das Meisterwerk zu feinen zahlreichen alten Freunden reckst viele neue gewinnen und an fetnem Teile die Not unseres Volkes lindern helfen.
„Ich . . . kann nicht' anders," antwortete sie Herd und wandte den Kops ti>. Ronsperg preßce dir Lippen zusammen.
„Gut. Wie du willst, Bitte fahre fort."
„Tie Eltern fühlten sich trotz aller Freundschaft gedrückt durch die gewährte Gastfreundschaft und Papa sann unablässig nach wie er sich durch einen Berufswechsel die Mittel zum Lebensunterhalt verdienen könnte. Er war zn allem bereit und Mama ebenso. Aber es wollte sich zunächst nichts Passendes finden. Bis plötzlich die ersten Nachrichten über Goldfunde in den Minen kamen und alle Welt in Aufruhr brachten. Da entschloß sich Papa sozusagen über Nacht, sein Glück gleichfalls dort zu erproben und Mame erklärte trotz allen Protestes von seiner und Perez' Seite, ihn zu begleiten."
„Ein solcher Entschluß sieht meinem Sohu ganz ähnlich!" schaltete der Graf ein. „Er war immer für abenteuerliche M^ge!"
Da wandte sich Brigitte ihm plötzlich zu und sagte ernst: „Glauben Sie nicht, Herr Graf, daß es Gott U der die Wege der Menschen bestimmt? Gott, der Papa nicht verließ, wie es sein irdischer Vater getan!"
Ter reine Glaub«, der sich dabei in ihren • tinderaugen spiegelte, rührte etwas in dem alten Mann auß an da- er lange nicht gedacht Gotte- Wege! Ja — sie waren wunderlich . . . Bttgittr» Hiersein legte Zeugnis dafür ab . . . auch sonst . . .
lFortietzung tclgr.f
wenigen Phantasten bei uns. die trotz allem und trotz bet, französischen Bedingung, daß Deutschland nochmals ausdrücklich den Vertrag von Versailles vollinhaltlich, und rückhaltlos anerkennen müßte, die Ausnahme Deutsch, lauds in den Völkerbund befürworten, sind glücklicher- Stinnes und Lubcrsae von groß» Wirkung I fo einflußlos, daß ihr Werben nichts zu bedeuten zumal wenn es noch wesentliche Erweiterungen *at ____
was nicht ausgeschlossen erscheint.
. w n. @„w. WEMnllt.
digungsfrage durch das Abkommen gegeben worden ist, Don unfern volkswirtschaftlichen Mitarbeiter. ^/AEnblick ^uüber steht, wie man vielleicht im < Es ist begreiflich, daß die wirtschaftliche Not. die! SXJÄ' ,ft T Ersreulrckes infolge des Zusammenbruchs der deutschen Währung, da? ft.®?.?feinen letzten Existenzmöglichkeiten ge- Ur - bngetr-sen. stoffen hat, den Massen Veranlassung gibt. nach der Hilfe
L ^utet -tne Staates zu schreien. Aber bedauerlicherweise rickttt
EX En XS Ä t 'ich auch jetzt wieder der Ruf der Massen unter dem
!~/c, n?..t,7?noZ.einfn '-onfaurfneben Most. So I als unwirksam und sch ädlich erwiesen haben,
kbeutet der türkische eieg in der Tat einen Steg Frank- beweist mehr parteipolitische Programmtreue als
sHitffhlilf I rei®§ über England. Als nach Beendigung des Welt-
/vvliirtt JlUiUllU. krieges die Verbündeten der Türkei einen vernichtenden
$«18 Abkommen zwischen der deutschen und der stau- Griechen auferlegen wollten, organisietten die Natio- zösischen Industrie. — Politische Möglichkeiten. — nalisten unter Kemal von Angora aus den nationalen Amerika nnd Poineare. — Die griechische Niederlage Widerstand. Zugleich nahmen sie Fühlung mit den Bol- und ihre Folgen. — Der Völkerbund. schewinen auf, schlossen mit diesen Verträae und trugen ,z x I. '^re Agitation unter die mohammedanische Bevölkerung
’ Gerade in dem Augenblick, in dem die belgischen Ver- <>n^!'en^ 11 Aegyptens. An Heinen Ausständen und tretet in Berlin eingetroffen sind, um mit der deutschen ,ln«'eren Zeichen spürten die Engländer die Wirkung Regierung über die „Garantien" zu verhandeln, di: , r türkftchen Propaganda. Das britische Weltteick für Einlösung der auf sechs Monate ta> trnben ?cha/> ,^’en ’n ie’wn Grundfesten bedroht, und so entschloß vecksel auf Grund des Beschlusses des Entschädigungs I England dazu, fick von den Griechen di: türfischen aussckusseS gegeben weiden sollen, ist der Wortlau! I Kastanien ans dem Feuer holen zu lassen. D ese haben des Abkommens zwischen Hugo Stinnes und dem I die,^ände dabei verbrannt. Die Türken hätten Marguis de L u b e r sa e .verössentlickt worden. Durch Unfalls nicht gesiegt, wenn ihnen nicht die Franiosen diese Vereinbarung hat die ganze Entschädigungssragc' Rücken gestärkt hätten. Frankreich treibt in Syrien ein neues Gesicht bekommen, namentlich das viel be- Mesopotamien durchaus seine eigene Politik. ES fprochene Wiesbadener Abkommen. Gegen dfefeS richtete dort feste Machtstellungen schaffen, um gegen-
sich scharfe und berechtigte Krittk, weil eS geeignet to3r, ?*er britischen Weltreich einige Trümpfe in die die deutsche Industrie- und Arbeitskraft unter das Jeck: I Öand zu bekommen. London ist nämlich nur Vorder Franzosen, Tschechoslowaken und anderer zu zwingen I tnaltungsmittelpunkt, der englische Schwervuntt lfeat da. Weitgehende französische Pläne zum Ausbau des Wasser- tr® die Wege nach Indien, Australien und Aeavvten straßennetzes. sehr zum Schaden des deutschm Rheins. Neffen. In der Tat hat Frankreich bereits wiederholt die mit deutschen Werkzeugen, deutschem Material und I Geschick verstanden, das Entschädigungsproblem und deutschen Arbeitern ausgefühtt werden sollten, zewen Frage der Zivangsmaßnahmen mit den Nünasiati'cken nm besten, wohin der in Winsbaden beschnttene Weg Fragen in Verbindung zu bringen. Englands Nach- geführt haben würde. Soweit der ursorünglich zugrund: ^^en gegenüber ftanzösischen Wünschen ist zweifellos liegende Gedanke richtig und auch für Deutschland vorteil- bierdurch hervorgerufen worden. D e griechische Nieder- host scheint, ist er in den jüngsten Vereinbarungen ans- ?nflf bedeutet nun einen schweren Schlag für das englische geführt worden. Die „Reparationen" sollen Herstellung Ansehen im Orient. Für Deutschland kann diese Verdes zerstörten Gebietes sein. Die französische Regierung 4 -uickung der europäischen und der kleinasiatischen Fragen, -at sich jedoch bisher hartnäckig allen deutschen An- bie bisher nur zu feinem Nachteil ausfiel, diesmal geboten und Bestrebungen, diese Aufgabe zu erfüllen, öum Guten auslaufen. Lloyd George wird jetzt Pointeshalb widersetzt, weil sie in der Fortdauer d:r Zer- ^re gegenüber eine energische Tonart führen muffen, störungen in Nerdfrankreich ein bequemes Mittel zur I ''P bas in Kleinasien geschädigte Ansehen der britifdrn | Hege gegen Deutschland erblickte. Es war gar zu leicht Diplomatie in Europa wieder herzustellen. Der griechische und einfach, die Scharen der Besucher aus anderen Län- Iusammenbruch ist daher für Deutschland und die tern dorthin zu führen und ihnen zu zeigen, wie die europäische Politik von großer Bedeutung.
Hunnen und Boches gehaust haben. Poineare und die I jjj I
französiscke Regierung haben wahrscheinlich höchst ungern , u ...... ' .... .
ihre Zustimmung zu dem Abkommen gegeben: denn -s ~ S8*a6“nb fo politische Mögllchkecten von großer wird ihnen nicht nur ein bequemes Agitationsmittel -r.igwecke ergeben, ist in Genf der Völkerbund M, »ÄÄ ÄÄÄ K z; «*- •» d.-, mäws-ä
ganze Hinterhältigkeit ihres Verhaltens erbntvn m-nii -ieten, ist so kläglich, daß man getrost von einem wetteren ^'kherbe^mvfungsciesetzgebung nicht Herangehen, sonst diese kg reifen Xftörte SS l ä n a st w." ^fall dieses unmöglichen Gebildes sprechen kann. Es'^rdman unermeßlichen Schaden anrickten, den Ver-
b rgesttllt sttn könnte UeberLaum a winnt es^en An ^-nat wie ein Hohn auf den Grundgedanken des Völker- br"uckern aber gewiß nicht helfen. Selbst der R-icks- schein. als ob sich die I ^'ides vom Selbstbestimmungsrecht der Völker, wenn ^^smmtster Schmidt, der sich ganz von sozia-
langsam ihrem Ende zuneige. Änfckein'nd r-cknet w in Herrschaften in Genf unter französischer Führung Prlnrwien leiten läßt, hat anerkannt, daß d'.'
in amerikanischen Kreisen mit einem Weckf-l in Ser 'rtaC0en bem einstimmigen Verlangen der gesamten Be- Stellung der Gesetzgebung, der Behörden und
französischen Regierung und Politik in nickt w f-rner oölkerung des Saargebiets einem Regierungsmitglied, ber Dreisfrage zu einer Minderung des
Seit wie sich ans Prttatmeldungen ergibt.^ Die ameri- Beseitigung gefordert und der als Fälscher entlarvt ^-ebskapttalr führe, die volkswittschaftlich höchst un- kanische Regierung läßt erkennen daß fie hrmnärM n«-1 'J9rS:x,n rt- von neuem in feiner Clzenschaft als Kommissar I ernmmcyi ,et
ueigler sein wird sich um euro'väifcke Anaelearnh-ni-n ! Völkerbundes bestätigen und ihn sogar für seine I. .,.®1 n e ” r^>en W>ederansckaffungsprels zu be- pi 'kümmern, was dringend zu wünsch m wäre Gleich- Tätigkeit eine ^sondere Anerkennung aussprechen. Es Verbrauchern zu helfen, gäbe es, nämllck
zeitig jeooch gibt Washington bekannt daß eine Einladuna ?lltbf6rt nic5t cintr unfreiwilligen Komik, wenn der ^5"' f töIm a.”9eI ""s der
zu einer internattonalen KriegsschulSenkonferenz, die von als das Organ der ttanzösischen Regierung wesentlich m m-kern Es sind
Poineare ausgeht, kaum Annahme ftnoen könnt- d-nn beflrg dagegen zu Felde zieht, daß etwa Deutschland als I Geldverknapvung nach
Man weiß dort, daß eine Herabsetzung der franrZfisck?» Mitglied des Völkerbundes aufgenommen und gar rur ^ml. Ok.ober und toenn die Ernte den Landwirten
Rüstungslast und eine Zurückziehung der Bekatzuimsbe-i-r Vertretung im hohen Rat zugelassen werden könnte. Der Wieder Geldmittel gebracht hat, erheblich nachlassen wird.
dem Rbettlland"nicht zu erwarten^ist ^folmiae^llwin- ^mps" kann völlig beruhigt sein. Bei d i e se m Völker- wird tue Preisgestaltung auch wi der normal
carc das Ruder führt D'e R-a-eruna her 5Ren>inint?ii linnd. der überhaupt diesen Namen nicht verdient, weil m”n hnrt> aIt™ bewährten Methoden
Druck auf Frankreich ausgeübt und dürste das nunmehr > Deutschland nicht um Aufnahme bitten. D.e > -urü-tteyren rönnen, in verstärktem Maße tun. Das kann nur den Zweck haben, den Stein des Anstoßes, also das Ministerium Poineare, zu beseitigen, in der Hoffnung, daß dann-anch in Frankreich eine versöhnbare Stimmung Platz greift 8n dieser Hinsicht könnte das Abkommen zwischen den Herren ~"
Der Wert der Mark im Auslande. Rrautfurt, den 8. Septbr. 1922.
Filr 100 Mark wurden gezahlt: .
in
heute:
vordem Krieg:
gezahlt für:
Zürich
0.37
125.42 Fr.
1 Fr.
M t. 271.50
Amsterdam
0.18
59.20 Kuld.
1 Eld.
„ 549.00
Kopenhagen
0.36
88.80 Kron.
1 Kr.
„ 303^0
Stockholm
0.30
88.80 Kron.
1 Kr.
„ 374.00
Wien
115.80 Kron.
1 Kr.
_ 0.02
Prag
. —
117.80 Kron.
1 Kr.
_ 47.63
London
0.31
97.80 S-bill.
ISch.
„ 32.25
New Park
0.07*/,
23.80 Doll.
IDll.
„ 1420.-
Paris
0.92
125.40 Fr.
1 Fr.
„ 111—