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Zweites Blatt

Nr. 194 -

Sonnabend, 19. August Crwtittj 1922

Bi-,

für

aus seinem Blick schwand und ganneu zwischen ihnen und ihm Kämpfe.

und verwandte Blätter von der roten Fahne als Sinn­bild der Internationale und der Menschheit. Wie es

Kampfm die Herrsckaft ;w'fch?n Nationalisten und Sozialisten, der zwar noch nicht beendet, wohl akei

ihm als Staut best'mnt Eckacdt-Löwenskin üb.'v» durchaus Maler werde«

war. und die Herrschaft Nihmen. Er aber erklär^ ju wollen!"

eigener Kraft das Mögltckste zur Sanierung der tanzen und zum Wiederaufbau zu tun.

.chinterhanS.

3 H^r: Jn-

Mftiwoch, abuids Sl ,1

benommen. ab-r die Reaiernngrn aller Länder außerhafl- Deutschlands scheren sich nicht darum. In Italien tobt

um die Menschlichkeit in der Menschheit bestellt ist, wis­sen wir und Oesterreich zur G-nüoe. Die vielgerü hatte Internationale ist in ihrer Machtlosigkeit noch lläglicher und jämmerlicher als der Völkerbund. Äuk allen mög­lichen Kongressen werden schöne Entschließungen an-

Freundlich schob sie ihm den bequemsten Stuhl hin und schnitt seine Entschuldigungen schon bei den ersten Worten ab.

Die wollte ja eine G sellschaftcrin suchen, seit ihre Nichte den Reckwitzer heiratete. Dort märe Brigitte auch sehr gut aufgehoben."

Er kam wirklich abbitten, wie sein blasses, der- legenes Gesicht der Baronin auf den ersten Blick ver­riet. Dieser Umstand und die Tatsache, daß er t»fi seiner körperlichen Schwäche- persönlich nach Otren- tal kam, machte«, daß ihr gutes Herz sofort alles andere vergaß.

(Fortsetzung felgt.)

mTT WM I -Big

Breits entschieden ist. Er hat mit einer vollständigen Niederlage der Sozialisten geendet, die das wirtschaftliche Kampfmittel des Generalstreiks als voll tisckes Kampfmittel gebrauchen wollten. De Nationa Men oder Faszisten haben auf der ganzen Linie der Sieg davon getragen und eine Stärke bewiesen, von der 'ich früher niemand, am allerwemgsten die Sozialisten, ttwas träumen ließen Auch das sieht nicht danach aus. als ob der Triumph der roten Internationale nahe be Vorstände.

Auch Italien beansprucht weitgehende Aufmerk­samkeit. Bei jeder Gelegenheit sprechenVorwärts"

er lleinlant fragte: davon?"

Sie sollte ich?

Minute nickt einmah

Niemals vergessen

darf die praktische Hausfrau, daß es zum Färben von Kleidern, Blusen, Eardinen usw., nichts Besseres gibt, als die weltberühmtenHeitmann'» Farbe«", Marl« egMdisteH hn Stern".

worden, daß man die Angelegenheit an den Völkerbund verwiesen hat. dessen klägliche Hilflosigkeit vor aller Augen llegt. Etwas Jämmerlicheres und Trost­loseres als diese Behandlung von fünf Millionen Deut­schen hat die Weltgeschichte kaum erlebt.

v. :

Das Wintergctreide liefert dem Volle das Brot- Totu und dem Landwirt im aliaenreinen die sichersten, l'öchftcn und wertvollsten Köruerertröge. Ganz Deutschland hat das größte Interesse daran, das; jeder Morgen Wintrrgetreide gut bestellt und gedüngt wird. Eine zweckentsprechende Düngung mit Kali und mit Stickstoff im Friidiahr, ist heute Pflicht eines jeden Landwirts, eine Pflicht, die sich sehr gut bezahlt ma­chen wird.

3m Schatten.

Original-Roman von Erich Eben stein.

(Nachdruck verboten.)

Ilrh-berrecht 1921 durch Greiner & Co., Berlin $8.30.

27. Fortsetzung.

14. Kapitel.

Fran von Degen und ihr Gemahl saßen beim zweiten Frühstück. Letzterer war eben von seiner täg­lichen Jnspektionstour nach den Feldern heimgekehrt und mit dem besten Appetit, während Fran von Degen kaum etwas genoß.

Na, Mütterchen, doch auch etwas. So allein schmeckt es ja gar nicht," ermunterte der Gatt«.

Tanke. Ich kann wirklich nicht."

Oho man faun immer, was man will jst ja dein Lieblingssprichwort. Aber ich weiß schon die Geschichte mit dem Osterloher Grobian geht dir immer noch im Kopf herum! Zwei -Nächte nicht tzesch lasen, kaum einen Bissen gegessen ... und alles, weil du's mit dem Kerl gut meintest! Ja, ja Undank ist der -Welt Lohn hab's dir ja immer prophezeit, wenn du dir gar nicht genug tun konntest. Tas ist nun der Tank dafür!"

Darum handelt es sich doch nicht, Hans. Um Dank tat ich's ja nicht, sondern ausChristrnPflicht. Aber - ich versteh's nun einmal nicht, wie sehr ich auch darüber grüble! Was meinte er nur? Warum war er so außer sich über die arme Brigitte; die er doch nie im Leben gesehen ljaf?"

Bah, zerbrich dir den Kopf nicht darüber. Daß er ein Rädchen zuviel hat, merkte ich ja längst. Golt weiß ,was ihm wieder in die Krone gefahren ist? Wichtiger ist, was wir nun mit der Kleinen anfangen, wenn du sie durchaus nicht hier behalten willst? Oder hast du vielleicht deine Meinung nun geändert?" i «Nein. Ich bin nach wie vsr der Ueberzeugung,

Kirchliche Rochrichlen. davtistenaemeinde, Elisgbttlr'r. 9, Borm. 8*/. Uhr: GebMunde. Nackm. gendversommwno in Bückings Garten abends 81 h. Ubr: Pr-d:gt Freitag, Uhr: Ingentb'-nd IHofstadt 5).

MStll-AiiSW.

Tie gescheiterte Konferenz und ihre Folgen Der ymlschSdtgnngsausfchust bat das Wort. Die Zurück­haltung Amerikas. Oesterreichs verzweifelte Lage.

Die Niederlage der Sozialisten in Italien. Die Machtlosigkeit der Internationale.

I.

Di« Londoner Konferenz gescheitert, der Stand de? Dollars auf über 1000 Mark- das ist die Sianatur de? Tages. In dieser knappen Gegeneinanderstellung ist der vollständige Zusammenbruch der gesamten Polllik ientbalten. die mit dem D'ktat von Versailles ihr--, verhängnisvollen Anfang nabm. Neberall in der ?Be" bat sich längst die Erk-nntn's durchaerungen, daß man sich auf gänzlich falschem Wege befand und daß die Wirtschaft aller Länder zugrunde geben muffe, wenn kll" rechtzeitiges E-nlenken und Umkehren möglich fei. Di­ersten warnenden Stimmen kamen aus England und Amerika, wo man von jeder am besten und schärfsten wirtschaftlich zu denken verstand. Italien, bis zu einem gewissen Grade sogar Belgien, schloffen sich an. Dentist knnd hoffte von der Zeit eine heilend: und verföbnende Wirkung und befolgte deshalb die sogenannte EMllunq?- polltik in der bestimmten Erwartuna, daß noch recht zeitig die gesunde Vernunft siegen und der Beweis guten Willens die Aufhebung der unmöglich zu tragenden Last bewirken werde. Daß diese Re-f-nunq falsch war beweist die Lage, in der sich heute Dmtlchland und bi- ganze Welt befindet. Frankreich beharrt nach m:e vor auf feiner reinen Macktpolitik. weil es beute ebenso­wenig wie früher imstande ist, wirtschaftsvolittsch zu denken. Der einzige Franzose, der Sinn und Verständ­nis für wirtschaftspolitische Fragen hott', war kein Franzose, sondern Italiener Napoleon, und auch er verrechnete sich gründlich in der Führung des wirt- schaftsvolitischen Kampfes gegen England. De heullgm Machthaber Frankreichs mit Poineare an der Spitze, mit Elömenreau und Tardien im Hintergrund, treibn nur Machtpolitik in der von ihrem Standpunft aus »«treffenden Erkenntnis, daß jetzt oder nie noch einmal nnb zuim letzten Mal der Zeitpunkt gekommen ist. in dem die Verwirklichung alter französischer Weit­her rschaftsträume möglich erscheint. MftMe- Beharrlichkeit haben es die französischen StaatSlenkm burchgeietzt, daß die Republik jenseits der Vogesen bis vn^die Zähne bewaffnet dastebt, während die übrigen Mächte, England nicht ausgenommen, ihnen gegenüber wacht los sind. Der Weltkrieg bat eine solche Um­wandlung der technischen Kriegsm-ttel gebracht, daß Englan!) nicht m e h r die unangreifßare Insel ist, die durch ihre starke Kriegsflotte vor allen Ueberroschuu-mn gesichert war. Französische Flugzeuge und Unterfee« twie netten heute eine solche Bedrohung Englands da-, raß dieses einem kriegerischen Zusammenstoß mit Frank-

PJ m*t 'sorge entgegensehen kann. Daraus er« Part sich zum nicht geringen Teil die schwache unh schwankende Haltung Llond George«, der seinen Lands-

'n ^,r5er ffrist nach dem Kriege eine neue r-och schwerere Probe auferlegen kann. Uebrigens würde Mich ein kriegerischer Zusammenstoß zwischen den beiden W eltmächten für D.'utschland die verhängnisvollsten Fol­gen haben, da dann sicherlich Frankreich sofort unseren ganzen Westen mit der Küste, mit Hamburg und Bre- men. besetzen und Deutschland noch den letzten Bluts­tropfen anssangen würde.

n.

erzeugung begnügen und sich durchhungern mutzte» Plane einer Abwürgung jeder Irgendwie zu entheb« rende« Nahrungseinfuhr werden ernstlich erörtert und sogar eine teilweise Rückkehr zu der AvangSf und Hungerwtrtschaft der Krieg?zett ist trotz der d» mit gemachten traurigen Erfahrungen von den Arbeit- nehmerverbänden wieder angeregt worden, alles z< dem Zwecke, um ein weiteres Steigen der Devisen^ kurse zu verhindern, damit wenigstens die zur Auf» rechterhaltung unserer industriellen Produktion unbe­dingt notwendige Rohstoffzufuhr uns nicht abgeschnit« I ten wird. Aber schon macht die Kapttalnot etncii Reihe von Industriezweigen den Bezug der Rohstoff? fast unmöglich. Eine andere notwendige Folge bei maßlosen Preisverteuerung wird überhaupt die fein, daß die Kapitalnot einen noch größeren Umfang al« bisher annehmen wird und daß dadurch die Industrie wie der Handel zu wetteren Einschriinkungen der Er­zeugung und des Warenumsatzes gezwungen fei» werden.

Die Zahlen der Außenhandelsstatistik bestätigen den Rückgang der Ausfitbrntengen. Daß der inlätu discbe Verbrauch zurückgeht, weiß jeder, der in die Rot unseres Volkes, besonders seiner Mittekstanvskretse, Einblick Hai. Es scheint ein Gesetz vorzuliegen. nach dem wir umso weniger Werte erzeugen, je mehr unt fere Währung erschüttert wird, imferm ©üterumtairf die wirklichen Werte entzogen, die Pavierwerte at-ef vermehrt werden. Die Gefahr des Ausverkaufs unserer deutschen Güter und Produktionsmittel um lin Butterbrot an das Ausland ist wieder gestiegen. Das alles sind nur zu deutliche Zeichen unseres Wiv» fchaftszersalles, der mit der Währungskatastrophe Hand in Hand geht, sie bedingt, aber, auch durch si« wieder gefördert wird, bis der Kreis sich schließt, bei uns i n s Ehaos hinab stürzt.

stets so gütig zu mit; daß sie wohl ein Recht haben, zu erfahren, was ich sonst niemand anvertrauen würde. Also hören sie. Ich habe meine Fran aus Liebe ge- beiratet, und sie war die einzige Person auf Erden der ich nichts abschlagen konnte. Ich muß dies voraus- schicken, well sie sonst kaum begreifen würden, warum ich meinen einzigen Sohn, der das weiche liebens­würdige Wesen meiner Frau, aber auch ihre Schwäche IH

... _ v .besaß, nicht sogleich in streng« Zucht nahm. Edgar I

.Sitbeu tou nicht mehr davon. Ich wetß ja, «war chr Lrebling. Schwärmerisch und zugleich fturiglL

Volkswirtschaftslehre an der Universität Köln Dr. Eduard Heimann it von der rechts- und ftaatswisienschafrlichen Fakultät der Universität Freiburg zur Umhabilitierung aufgefordcrt worden und wird dieser Aufforderung folgen.

^ür die Sckristteitang verantwortlich: Kurt Hsinter 7rüt den örtl. u vrovinz. Teil: i. V. A. Gaßmann.

Svreckzekt der SAri>tfe:tum b>? 1 i iitzr v-'rmittaas.

Tn Frage, was nun zunächst geschehen solle, steht ok'euan. Die eigentlichen Entschädigungstahlungen sind vorläufig eingestellt, und d-'e erste Entsck»eidng lieg rmck dem Sckeitern der Londoner Konferenz bei dem Ent- schädigiinasaiisschiiß in Paris. Wahrscheinlich wird er eine kurzfristige Stundung für Deutschland bewilligen «m Seit für eine ne ue Konferenz zu gewinnen - trenn nicht in Frankreich die schon mit den Ausweisungen fn Elsaß-Lothringen b gonn-ne Machtpolitik des schrok'- sten Vorg-hens gegen Deutschland sofort die Oberhand ge­winnt Es ist nicht ausgeschlossen, daß Belgien in der Furcht, schlimmstenfalls von Frankreich überrannt zu werden, sich diesem anschließt und dann wäre im Tnt- schädigtingsausschilß Stimmengleichheit vorhanden, wo­durch Frankreich seiner Auffassung nach auch nach Maß-

Bei der Mamsell in der Mitchkammer glaube ick-. Sie bat so flehentlich, sich nützlich machen zu dürfen, da ließ er ihr den Willen. Aber nnn sage mir, Hans, verstehst du die ganze Sache ans Osterloh?"

Keinen Schimmer! Ist mir auch schnuppe. An­derer Leute Narreteien gehen mich nichts an. da habe ich Vernünftigeres zu denken. Mach's auch so, Pau- linchen!"

,.Wenn ich nur könnte . . .!" Frau von Tegm hob horchend den Küps. Unten war ein Wagen an- zefahren. Ihr Gatte stand auf und warf einen Blick -urchs Fenster hinab. Dann lachte er hell aus.

,.J der Tausend! Tie Oflerloh-r Gäule! Tu, mir scheint, der Sohn der Wildnis kommt um BergeS.ln , bitten! Also da verdufte dich! Item ich keine Last habe, Rührszenen mktzumachen. Viel Vergnügen Mütterchen! Und mach's ihm nur nicht zu leicht!"

Er klopfte seiner Gemahlin aujj die Schulter, kicheite und verschwand. Fast im selben Moment meldete der Diener den Grafen Ronsperg an.

ry »ufere chaottfck werdende Wirtschaft Überflutet, wird

, .. m I einen neuen Höbevunkk erreichen.

Sonb°" und Varis hat man Die nächstkieaende Wirkung der Devtsenkurssteiae- Kunden, sich mm anderes zu kümmern ntngett ist die alle? Maß überschreitende VrePsertzötz- twer neben Der Markkatastrovhe in Deutschland und ittta der Einfuhrwaren, der unentbehrlichen Nab- der brutalen Machtpolitik Frankr-eich? ist das bedauerns- rnnasmittel. wie der Rohstoffe obne die unsere In- werte Los unseres Brudervolks in Oesterreich e:n I^uftTte nicht zu arbeiten vermag. »Erft Brot dann weiteres Zeichen für den völligen Bankerott der nach Ae"arattonen", lmi'et dte kurze Formel, in die der dem Waffenstillstand in Paris auSgeheckt-m Voliiik. Auf Veichskanzter die Taflackre zusammenaemstt bat, daß die Hilferufe des in Hunger und Elend verfallenen Oester- J'l? ausreichende Eruät'runa unseres Volke? fiei'fe von rnchs hoben bisher Verbündete und Völkerbund immer tft

nur leere Versprechungen gehabt. Auch jetzt wied-r Z?7ckad -i7 n ift der verzweifelnde Hilfeschrei aus Wien damit abgefertigt | Vott nd)

, - ' JJlWUU. »EMU» J

daß es Oppachs wegen nicht gehl, so leid es mir tut

Ich will nachmittags zur Frau Zedlitz hinübersabreu.

^rrckiten.

x Urnbabilitieruna. Der Privatdozent

DemTag" wird u. a. gefcbrieben: Wie weit beut« noch mit der dentfchen Mark als Zahlungsmittel im Weltverkehr gereckmet wird, betveift die Tatsache, bafi am Dienstag an einzelnen Plätzen überhaupt keine Markkurse genannt wurden. Die Kala- strophe im Innern zeigt sich darin, daß etliche Jn- buftrlett in Thüringen und in Bahern Arbeits­einschränkungen vorgeuommen haben, da bet den augenblicklichen Finauzverhättnisfen etue Rohstoff' besclaffnng für sie unmöglich erscheint. Nur wenige Indnflrien sind in der Lage, linbeeinflntzt von bei deutschen Währung mit dem Auslände Geschäfte abzn-, 'chließcn. Ob mit organisalorikcheu Maßnahmen e*< was zur Behebung bet drohenden Krise gelan werdeii! kann, erscheint zweifelhaft, jedoch ist es ein Irrtum, gerade jetzt die Anssuhrindustrie mit neuen Belastun­gen zu bedenken. Jedenfalls ist dte denische Wirischafij im Augenblick von den volillfchen Ereignissen so ab, lmngtg wie kaum jemals zuvor, und damit zugleich schmilzt die Mögftchkett immer mehr zusammen, ansj

.reber Graf, daß sie neulich Abend v'el zu erregt waren, wie sie, zeigt- er von jeher wenig Standesbewußts-in, um sich der Tragweite ihrer Worte bewußt zu sein." war begeistert für alles, was Kunst hieß, und sprach

Ronsperg atmete erleichtert auf. I schon als Knabe davon, Maler werden zu wollen."

Irh war sehr erregt über ihre Zumutung.Verstehen sie unter diesen Eigenschaften di« t^st später kam mir zum Bewußtsein, daß sie es wahr- Schwachen, deren f:e vorhin e wähuten''" nntlrbrach sckemlich sehr gut meinten und über die Gründe ihn Fran von Degen mit feinem Lächeln.

C^»TCr , a Wohl aar nicht oder falsch unter- IJa," antwort te er schroff.Für einen Grasen ncktet sind. So mußte es ihnen wohl unnatürlich von RonsPerg,Eckardt-Löwenstein sinh das Schwächen, rschein-n. daß ich mich ablehnend gegen die Tochter I Die Folge hat gezeigt, wie verhännisvoll sie ihm ei eines Sohnes verhielt.' I nnd .mir wurden. Meine Frau unterstützte leidet

,v _re§ . . Sohnes?" stammelte Fran von Degen, liefe Schwächen heimlich beständig, so daß ich oftz ein- ihn sasiungslos anstarrend. BrigitK ihre Enkelin^ schreiten mußte und dann immer Den Entschluß faßte; ^.ote trare 5a3 möglich? Sie . . . heißt doch Eckacdt?" Edgar ganz von ihr zu trennen. Aber er war ihr

Eckarbt ist ein Zunamen der Grafen von Ronsperg Abgott und ich wie ich schon erwähnte - leider wein Sohn den Adel ablegt?, lebte er unter diesem unfähig, ihr etwas abznschlagen. So schlkpvten sich camen und schloß auch seine Ehe darunter." loie Tinge hin dis zu meiner Gattin Tod. Edgar wat

Die alte Dame saß stumm da und starrte ihn mit damals neunzehn Jahre alt."

so zweifellos echter Verblüffung an. daß der letzteAls kein Knabe mehr! Ich errate nun be- Rest von Mißtrauen ''

gäbe des Vertrages von Versailles feine volle Hand­lungsfreiheit gegen Deutschland zurückg-wonnen hätte. Als erschwerendes Moment tritt die Unmögllch- feit binzu, die Ausgleichzahlungen in der festgesetzten Höhe zll leisten. Leider hat die Londoner Konferenz im letzten Augenblick und in größter Eile anscheinend noch, um ;'rn Franzosen einiges Entgegenkommen zu beweisen, wider bessere Einsicht d-n Beschluß gefaßt, von Deutsch­land die volle Zahlung der am 15. August fällig gewor- denen dlusgleichsumme zu verlangen also eine Un­möglichkeit. D e nächsten Tage werden die Entscheidung darüber bringen, ob Poincarä sein Schlaowort von den -produktiven Pfändern" verwirklichen wird. Unzweifel­haft find fich die Franzosen darüber klar, daß dadurch ihr Konflikt mit England nicht nur verschärft, sondern unmittelbar auf die Spitze getrieben werden würde. Viel­leicht scheuen die Franzosen doch noch im letzten Augen- Md davor zurück, alles auf eine Karte zu setzen. Aller- d'iigs darf man sich darüber nicht tänfchen, daß trotz aller gegenteiligen Versicherungen die Machtpolisik der iranzösischen Regierung starken Widerhall im französischen Vclk findet, weil dort die geflissentlich aufrecht erhaltene unb genährte Furcht vor einem baldigen militärischen Wiedererstarken Deutschlands und einem zur Zerschmette­rung Frankreichs führenden Rachekrieg alle anderen Er­wägungen zurückdrangt. Nickt umsonst wird dem fran« wsiscken Volke von seinen Machthabern immer wieder 'te gewaltige Lüge von der alleinigen Kri-gssckuH Deutschlands und dem ruchlosen Ueberkall auf das fried- iertige Frankreich <m Jahre 1914 vor Augen geführt, gestützt ans das Deutschland abgepreßte Eingeständnis

im Friedensvertrag selbst. Hierin allein sollte die Vor- , ___ , ,,

anlassung für die deutsche R-icksregierung liegen, di-sem MsklkiNastW- Ucliel mit allen Mitteln der Aufflärnng entgeaenzuw-rken 1 19011 '' P

Es ist vollkommen richtig, daß wir militärisch völlig! Don nnferem volkswtrflckaftlicken Mitarbeiter, macht- und wehrlos sind, weil wir selbst uns! Das Retmskabinett bat sich nach dem Eintritt bc5 dazu gemacht haben, aber trotzdem sind wir keineswegs Incucn Marksiurzes, durch den der Dollar auf einen machtlos überhaupt. Wenn wir einhellig und mit ®,ani) bon me6r a<8 Mark aellangte, mit vollem größtem Nachdruck der Lüge von unsirer Schuld von An- , *>«»««* mtt der Frage beschäftigt, toerhe win- kgng an entgegena'tretit wären hätte" länall «urfi >'n I ^ufikichen und sozialen »rolgen sich ans diesem ^"anfreicb itla hi' ÄS»rißnW ergeben müssen nnd auf welchen. Wege diefe

$ ,fner Auffassung der Boden entzogen sein nach Möglichkeit abgesckwächt und erträglich gemacht n' * werden können Es tft klar, daß alle Nebel nnd Krank-

III. betten unseres Wirtschaftslebens, die fckon bisher nn-

Die Gejamtlage Ware viel klarer und übersichtlicher, ttufS I^e^e. gefährdeten durch den

lvem. sich die Bereinigten Staaten von Amerika endlich Nahrung ins Ungeheure ge-

enlschließen könnten, aus ihrer viel zu langen Zun.ck- PfS ben n,uffen'

hfntung herauszutr,ten und sich in ihr-m eigensten Inf--- m 5>ie Spitzenverbände der Arb-iier, Angestellten und L ÄTSXTÄÄ

Mkft^^d'^udung des EÄXTÄS ÄS

Volkeckundes. das Fiasko d-r Weltpolitik Wilsons habe» Verbältnifse des Reimes eingreifen. Schon die not- den Amenmnern die weitere Anteilnahme an euro I l'-'enbinen Gehaltserhöhungen d-r Staatsbeamten und väiscken Händeln verleidet. D-s Land ist so groß daß I Staatsarbeiter werden in den NeichSbanshalt ein Loch es imstande ist, seine Bedürfnisse ans eigenen Mitt-ln reißen, das kaum mehr zugestovst werden kann. An z» befriedigen. Die innere Politik überwiegt so hott- b!c Herstellung eines Gleichgewichtes im Haushalt der ständig, daß man neben der Betätigung im Geschäft keine ReichSbetriebe, Post nnd Eisenbahn, wird nicht Zeit findet, sich viel um ferner liegend? Dinge ,u küm- bpnkeu sein. Rem Darifertzöi'ungen werden j

mern, zumal auch die Scku'bi'vilng und namentlich I wmmni, aber nickt zur Gesundung führen. Anae- hnn ,,'srrs», - b I pcfit« der vernichteten Zah'kraft her Mark werden die

W l 4 ff^kuude sehr tm argen 7n Milliarden, die durch die Zwangsanleihe au? der

negt. Wenn I.ch dre Eemkamsche Regierung entscklie- tz"'itgiarmen deutschen WirEckatt herausgebott wer tzen konnte, von dem ihr zustebeudeu Reckt Gebrauch m sollen, nur nocki die Bedeutung eines Tropfens machen und die tfir offen gehaltenen Plätze im Ent- hoben, d-r auf einen alükienden Swin fällt. Die Rol chädigungsausfchuß usw. wieder einzunehmen, könnte! der ans Rente nnd festes Kavitaleinkonnnen angewie- si- ihren Einfluß ganz anders geltend machen, als in ihre- wnen Volfsr-eife wird weiter in ungeheuerem Maße ietzt geübten Zurückhaltung. Dann wäre die Entscheidung aesteiaert. Die foziale Gefetzaebuna verliert ihre über eine völlige Stundung kür Deutschland nicht zweiV- t rafsinbe Ped?ning als Schntzwall der A'ten, In- baft und ein Ausw-g auS dem allgemeinen Wrrwarr Unscillverletzteu. Die Dämme, die in nor-

möglich. dann könnten auch die Bereinigten Start», I" 3ei,fS 'n Deutschland geg-n die foziale Revo- ">'it Mittpfn hi»r . - », | hitioit errichtet worden sind, werden durch die Geld-

R rn..n 'r W.rtsckaft.,polckk.Frankr«ch schneller zur cntwertzmg abgetragen oder ni eb e t aer t f f en- ^frnunft und zur Abrüstung bringen. Die Gefahr, daß der asiastfche B o lf ch ew t smu s

Sie wußten wirklich nichtsNein. Tenn ich fand es unter meiner Bürd-, mit einem Knaben zu kämpfen. Und in meinen Auge» Ich wußte doch bis zu dieser war er noch ein Knabe! Ich befahl also. Edga-S . daß sie überhaupt einen Sohn I Lebensweg war durch Geburt und Tratzition klar vor- besaßen! Auch Brigitte hat offenbar keine Ahnung ! gezeichnet. Er hatte das Gymnasium absolviert nnd davon. Term sie erzählte uns öfter, daß sie seit dem kurz vor s.iner Mutter Tod das Abiturium gut be- frühen Tode ihrer Eltern ganz vereinsamt dastehe und standen. Nun sollte er in ein Kürassier-Rerim-Nl ein- außer SUfreb Oppach, der sie erziehen ließ, keinerlei treten, dort vier Jahre dienen, dann eine Grüsi!» Verwandte mehr besitzt." _ I Hasselwander heiraten, die

,Dann ist es doppelt gut, daß ich meinen Entschluß, mich vor ihnen zu rechtfertigen,ausführte. Sie waren

Na . . . hm . . . aber ich rede nichts mehr drein. Tie Kleine will ja auch portont eine Stelle und kein Gnadenbrot". Hat's wahrscheinlich genügsam genossen. Wo ist sie denn eigentlich?"