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Frankfurt a. Main.

Poincavvs Gewaltpläne

lung in Oxford hielt Keynes eine Rede, in bsc.

W.lt cr-

(grr) Dr. Wirth.

zustellen

Erhöhung der AuStuhrabgaden.

Der «uSfuvra»»

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Jeder einzelne wird seine ganze Person für die Haltung der demokratischen deutschen Republik setzen.

lnitanniens sei. Die Not; sei seines Erachtens nicht, wie manche annähmen, an Deutschland, sondern in der Hauptsache an Frankreich gerichtet, und sie sei eine notwendige Antwort auf die Versuchsballons Poincares in derTimes" und anderswo, die darauf hinausgingen, daß England auf alle seine Ansprüche verzichte und dafür nichts erhallen solle. Die un­vernünftige Politik der Verbündeten während der letzten vier Jahve habe die deutschen Finanzen so ruiniert, baß Deutschland augen­blicklich überhaupt nicht zahlen könne, und es sei sicher ,daß für eine kürzere oder längere Zeit nichts übrig bleibe, als eine Stundung zu gewähren. Die Erörterung einer endgültige n Regelung müsse bis zum nächsten Jahr verschoben werden, wo nach gehöriger Vorbereitung eine große Konferenz für das ganze Problem der zwischenstaatlichen Schulden abgehalten werden sollte an dec die Vertreter der Vereinigten Staaten teilnehinen müßten und die viel­leicht in Washington abgehalten werden könnte. Eine internationale Anleihe großen Umfanges sei seines Erachtens eine ebenso große Illusion wie eine Wiederherstellung großen Umfanges. Poincare und Lloyd George seien durch ihre früheren Versprechungen gebunden. Der Anspruch auf Pensionen müsse auf­gegeben und die Besetzung der Rheingebiete aufg.'hoben werden. Wenn Frankreich diesen Bedingungen zu­stimme, so würde es richtig sein, wenn Großbritannien und die anderen Verbündeten ihre Schuld erließen.

Keynes sagt noch, die internationale Anleihe könne nicht zustande kommen, und wenn sie zustande käme, würde sic ein« verhängnisvolle Verwirrung annchten. Der Gedanke, daß der Rest der Welt Deutschland für die Wiederherstellungsza^ungen an Frankreich 100 Prozent seiner flüssigen Ersparnisse leihen würden sei Unsinn. Im allgemeinen würden 2öO bis 500 Millionen Pfund Sterling genannt. Die Annahme, daß eine Regierung in der Welt oder alle Regierungen zusammen vor dem Bankerott Deutsch­lands im gegenwärtigen Augenblick diesen G ldbetrag

wirtschaftlichen Ruin, der besonders ungeheures Feld deck Elends «ad verwandel«.

von den Kapitalbesitzern der Vollbörfen der langen könnten, fei lächerlich.

Europa in «in der Verwüstung

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gabenauSschuß des vorläufigen ReichswirtschastSrareS hat sich mit drei gegen zwei Stimme» (der AuSsidutz tat («65 Mitglieder) grundsätzlich für «e Nnpaffnn« der Ausfubrabgabe au den Valntastantz anSgeivrochen. Dafür stimmten die Arbeitnehmer und bäe Vertreter der freien Berufe, dagegen die Arbeitgeber des Han­dels und der Industrie. Ueber die HSv« der etwaigen Zuschläge wurde et» Deschin- »och nicht gefotzt.

ZM-RWmk BtthMmigei.

München, 5. Aug. Die Korrespondenz Hoff­mann meldet:

Nach Eingang des bayrischen Antwortschreibens ließ der Reichspräsident im Benehmen mit dem Reichs­kanzler an die bayrische Regierung durch Vermittlung des Gesandten v. P r e g e r eine mündliche Einladung zur Ausnahme von Verhandlungen ergehen. Der bay­rische Mnisterpräsident regte daraufhin an, daß zu­nächst eine Besprechung in München über die schwe­benden Fragen und die Richtpunkte für solche Ver­handlungen mit den Vertretern der Reichsregierung zu veranstalten. Die Reichsvegierung hat die Reich« Minister Geßler und Fe hr, bie sich beibe augen­blicklich in Bayern befinden, veranlaßt, sich nach München zu begeben. Vormittags fand mit den beiden Reichsministern unter dem Vorsitze deS Ministerpräsi­denten Graf Lerchenfeld und unter Teilnahme des Landtagspräsidenten, der beiden zuständigen Ressortminister, des Gesandten v. Preger und ein­zelner Vertrauensleute der Koalitionspatteien eine ein­gehende Besprechung stach über deren Ergebnis die Reichsminister nach Berlin berichten werden. Es ist zu erwarten, daß sich eine Immission der bayrischen Regierung in den nächste« Tagen nach Berlin be- tzeben wichr um die Verhandlung«! weiterzuführen.

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Sie eilten SmsmoMinen.

Berlin, 6. Aug. Die Antwort der französi­schen Regierung auf die gestern überreichte deutsche Note lautet:

In Beantwortung Ihres Schreibens von heute beehre ich mich Ihnen bekannt zu geben, daß in An­betracht besten, daß die Mitteilung der deutschen Negierung nur einen dilatorischen Charakter hat, die Regierung der Republik folgende Beschlüste zur Sicherstellung ihrer Ansprüche gestellt hat:

1. Die Ausgleichsämter von Paris und Straß­burg werden aufgefordcrt. bis auf weiteres jede Anerkennung deutscher Forderungen aufzuschieden.

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Die Opposition der Bayerischen Sozialdemokraten.

München, 5. Aug. Unter der Ueberschrift »Bereitschaft der Partei^ veröffentlicht die.Münchener Post" folgende Entichlietzung, die in der Versamm­lung der Funktionäre der sozialdetnokrattfchen Partei in München einstimmia gefaßt wurde: .Angesichts der Bedeutung der bfitttoen Wirtschaft und der Souve­ränität deS deutschen Volkes durch den französischen Imperialismus benirteilt die Versammlung ganz be­sonders aufS Schärfste die Unterhöhlung der Reiebs- cinbeit durch die kurzsichtige verantwortungslose Hal­tung der bayerischen Regierung. Di« Sozialdemo­kraten Münchens warnen die bayerische Regierung und die Landtagsmebrbeit in letzter Stunde, ihre gegen die Rcichsverfasinng gerichtete Politik forrzu- setzen. Bei allen Masinahmen der Retchsregierung zum Schutze der Reichseinbeit werden sie geschlosien dinier den Leitern der deuttchen Republik sieden.

Amtliches Verkundigungsblatt des Kreises Marburg

Anzeiger für (das früher kurhestischej Oberhessen

Gin Anjrus de; Sanftes?

Rom ,5. Aug. Die Zeitungen veröffentlichen folgende Nachricht, bie nur unter Vorbehalt aufzu­nehmen ist:

In Battkankreisen sprach man dieser Tage viel von einer bevorskhenden Enzyklika be? Papstes. Sie soll im Laufe des Monats erscheinen und sehr Wichtig vom religiösen wie politischen Standpunkt sein. Sie soll genau bie Linien vorzeichnen, in denen die Katholiken ihre soziale Tätigkeit beschränken sollen, um eine Ver­wechslung Mischen Politik und Religion zu bermrfben. Die Enzyklika würbe außerdem einen Aufruf an bie ganze Welt enthalten zur wirklichen Wiederherstellung eines wirklichen Friedens bei allen Regierungen und Völkern und zur Beendigung des Jagens nach dem

Keynes Mn öcs SMeMMem.

Londo n, 5. Aug. In einer liberalen Verfamm.

Die beetroe InMiwle.

Berlin, 5. Aug. Die Antwortnote der Reichs- fcgtmtng auf die Note der französischen Regierung in der Angelegenheit der Ausgleichszahlungen blutet:

Eurer Exzellenz beehre ich mich, ben Empfang der Note vom 1. August zu bestätigen. Die Repara- iionskommissivn hat auf Antrag der deutschen Regierung vom 12. Juli auf Gelvähurng eines Mora- Wriums für die Reparaiionszabiungen mit ihrem Schrei­ben vom 13. Juli in Aussicht gestellt, daß sie ihre Ent­scheidung auf diesen Antrag vor dem 15. August treffen Und mitteilen wird. Die großbritannische Re­gierung hat auf den Antrag der deutschen Regierung vom 14. Juli auf Herabsetzung der monatlichen Aus- -leichsraten mit Schreiben vom 27. Juli geantwortet, baß sie be ibsichtigt, diese Frage bald mit den anderen beteilig­ten Mächten zu erörtern, um der deutschen Regierung die Antwort im Namen der Gesamtheit der beteiligten Mächte zugehen zu lassen. Die belgische Regierung tat auf den gleichen Antrag geantwortet, daß sie sich enf diesen Antrag zu derselben Zeit tote über dar Gesuch vn das Moratorium für die Reparations-Barzahlungen chißern werbe. Ein« Abschrift dieser beiden Noten be­ehre ich mich zur gefälligen Kenntnis Ew. Exzellenz bei-1 luffigen. Die deutsche Reaftru»^ öailäffl tmncir

>«J»r dem 15. August eine grmwsLtz» Nlche Regelung ber Frage der Ausgleschszahlungen mög­lich sein wird. Sollte diese Anuabmg, die sich auf bas Schreiben der Reparationskommisfivn vom 13. Juli im Zusammenhang mit den erwähnten beiden Noten gründet, nicht zutreffen, so wird die deutsche Regierung Are vertraglichen Verpflichtungen im Rahmen ibrer Leistungsfähigkeit zu erfüllen bestrebtsein.

Auf die Frage der Heranziehung der privaten Ausgleichsschuldner zur finanziellen Abdeckung der Aus­gleichsverpflichtungen wird die deutsche Regierung in fimr Aeußerung zur Sacke selbst, die sie fick in ibret Rote vom 1. August vorbehielt, besonders eingeben. Schon fett sei bemerkt, daß ein dem Reichsrat vorliegender Ge- setentwurf eine Aenderung des VerrechnnngssvstemS vor- siebt, wonach insbesondere auch die Ausgleichsschuldner stärker als bisher herangezogen werden sollen.

Ew. Erzellen» bereicknen die in der Note vom 26. Juli 1922 angekündigten Maßnahmen nunmehr als ^Re torsionsmaß nahmen". Nach dem Abkom­men vom 10. Juni 1921 ist die einzige Rechts­folge der Nichterfüllung der von Deutschland übernom- wenen Verpflichtungen die, daß die beteiligten alliierten Nackte dieses fristlos kündigen können. Die Kündigung hätte die Wirkung, daß die Bestimmungen des Vertrages von Versailles über die Zahlung der jeweiligen BMetfalben wieder Anwendung finden würden. Als Sicherung für den Fall der Nichtzahlung gibt der Vertrag von Versailles den alliierten Mächten lediglich ein Pfandrecht an den Erlösen aus der Liquidation deS deutschen Eigentums. Sinn und Zweck dieser gerade für ben Fall der Nichterfüllung vorgesehenen Bestimmnn- ecn würde der Anwendung der für den 5. August 1922 an gekündigten Retors io nsmaßna hmen toi de r sprech en, mm al für die Zahlung, die überhaupt erst am 15. August fällig ist.

Seit Ew. Exzellenz Note vom 26. Juli 1922 hat sich die wirtschaftliche und finanzielle Lage Deutsch- 1ani,5 weiter außerordentlich verschlechtert. Su- Mark ist inzwischen bis auf ein Zweihundertstel ihres Friedenswertes gesunken. Die Leistungsfähigkeit Deutsch­lands ist dementsprechend weiter zurückgegangen. Unter diesen Umständen gibt die deutsche Regierung eindringlichst der Erwägung der ftanzösischen Regierung - anheim, die Angelegenheit einer nochmaligen Prüfung zu unterziehen und ihre Entscheidung bis zu den in der anliegenden englischen und belgischen Note erwähnten Verhandlungen der beteiligten alliierten Mächte zurück-

Sie MWge für London.

Paris, 6. Aug. Poincarö verließ heute mca gen Paris unter strengen Sicherheitsmaßnahme? zur Verhütung etioaiger Anschläge, die von e» archaischen Kreisen in ben letzten Tagen wieder, holt angekündigt waren. Ueber di« Vorscklii - Poincar6s in London weiß die Pariser Venvs- derDaily Mail" aus unterrichteter Quelle z» be» richten:

1. Frankreich erkenne an, daß Deutschland kurze Stundung gewahrt w-r^-n . 'Zjsqil&ä bte'sl ZrN lllück LS bie Vorfck^, E Derbünbe-

ühisslkl^Mese Vorschläge müßten oom Reichstag beschlosien werden, der nötigeafafll eine außerordentliche Tagung abhalten müsse.

2. Frankreich fordere ein« Reihe von Garan­tien von Deutschland, u. a. Einschränkung des Notenumlaufs, Sparsamkeit in den inneren Aus­gaben, Einstellung der außerordentlichen Ausgaben für Eisenbahn, Kanäle, neue Telephonsysteme «sw. Den Verbündeten müßte von den großen indu­striellen Unternehmungen ein entspra, chender Anteil gegeben werden. Die Beschlag» nähme einer großen Anzahl von Besitzungen, di« dem Deutschen Reich gehören, und die Geld ein* bringen, wie Eisenbahnen, Waldungen, Bergwerke, Monopole usw. solle durch» geführt werden.

3. Frankreich fordert, daß eine Reihe von Strafmaßnahmen sofort beschlossen werden» | die gegen Deutschland angewandt werden sollen, wenn es die ihm auferlegten Bedingungen nicht durchführe. Diese Strafmaßnahmen sollten zu­nächst wirtschaftlichen, später nötigenfalls auch militärischen Charakter haben.

Dian hoffe in Frankreich, mit den Verbündeten über die oben beschriebenen Maßnahmen zu etnem Einvernehmen zu gelangen. Falls aber Lloyd George sich von den von Frankreich vertretenen Forderungen nicht überzeugen laste, bestehe die Ab­sicht, wie Frankreich feierlich erkläre, daß es s e l b st gegen Deutschland vorgehe, um sein Recht zu ver­teidigen. Der französische Ministerpräsident wird darlegen, daß biefe Angelegenheit für Frankreich eine Frage auf Leben und Tob fei, da Frankreich bezahlt werden und feine Sicherheit haben müßte. Selbst ein Bankerott Deutschland», so bedauerlich er wäre, könnte Frankreichs Ent­schließung nicht beeinflußen. Die französische Re«, gierung würde sich, falls ein Einvernehmen nicht zustandekomme, das Recht vorbehalten, allein die Zahlungen von Deutschland einzutreiben und zwar durch alle ihm wünschenswert erscheineichen Maßnahmen.

Set WMiNWWM emMIt etnihnno.

Paris, 7. Aug. Der Entschädigungsausschuß veröffentlicht folgenden Antrag des englischen De­legierten Sir John Bradbury:

Aufgrund der gegenwärtigen Finanzlage Deutschlands und des Zusammenbruchs der Mark ist der Entschädigungsausschuß der Ansicht, daß e» notwendig geworden ist, für den Rest des Jahre» 1922 alle aufgrund der Verpflichtungen au, dem Friedensvertrage von Deutschland in ausländischen Devisen zu leistenden Barzahlungen zu suspen­dieren. Der Ausschuß empfiehlt also den ver­bündeten Regierungen, alle Zahlungen aufgrund des Ausgleichsverfahrens zu suspendieren nutet der Bedingung, daß die von der deutschen Regie, rang für diese Operation angebotene Summ« von monatlich 500 000 Pfund Sterling an ben Eutschä- bigungsausschuß abgeführt und von ihm zu eiveWs später zu bestimmenden Zwecke verwendet wtrd. Denn die verbündeten Regierungen diese Empfeh­lung annehmen, ist der Entschädigungsausschuß

Marburg Montag, hm 7. üngult

Erntiug.

düng des Art. 297 e des Versailler Vertrages ge­schuldet werden. Die Zahlung dieser Entschädigun­gen bleibt bis auf weiteres direkte Verpflichtung Deutschlands. Diese Entschädigungen können im Voraus gemäß dem genannten Absätze des Art. 297 dem Eigentum- deutscher Staatsangehöriger ent­nommen werden, das auf französischem Gebiete vorhanden ist oder sich unter französischer Kontrolle befindet.

3. Die Ausgleichsämter in Paris und Straß­burg werden aufgefordert, bis auf weiteres jede Mitteilung an das deutsche Ausgleichsamt Uber den Erlös der Liguidationen deutschen Eigentums in Frankreich auszusetzen.

4. Der Generalkommissar der Republik in Straßburg wird aufgefordert, bis auf weiteres die Ausfuhr des unter das französische Abkommen vom 15. November 1919 fallenden deutschen Mobilars auszusetzen.

5. Zn ben Departements Moselle, Haut-Rhin und Bas-Rhin werden sofort Maßnahmen zwecks Sicherstellung ergreifen. Falls die verschiedenen Maßnahmen zur prompten Regelung der Frage nicht ausreichen, werden sie durch weitere pro­gressive Maßnahmen ergänzt.

SieBorkehMgeu" in Watz-Lothringen.

Paris, 6. Aug. Das Pressebüro des Ober- kommistars von Elsaß-Lothringen hat, demMatin" zufolge mitgeleil, daß nach der Entscheidung vom 5. Aug. die Banken und Finanzinstitute in Elsaß- Lothringen nicht mehr berechtigt sind, Personen deutscher Staatsangehörigkeit Wertpapiere und Gelder, die in Banken ober Krebitanstalten nieber­gelegt sinb oder deren Zinsen auszuzahlen, gleich­viel zu welchem Zeitpunkt die Riederlegung er­folgte. Die Banken und Finanzinstitute von Elsaß- Lothringen werden als Sequester der besagten Konten und Depots ansehen.

P a r i s, 5. Aug. Zu den Andeutungen von so­fortigen Vorkehrungen der französischen Regierung in Elsaß-Lothringen bemerkt derlemps, sie rich­teten sich gegen bie in Elsaß-Lothringen wohnhaf­ten Deutschen unb bezweckten, ohne den Besitz der Beteiligten unmittelbar in Mitleidenschaft zu ziehen, es ihnen unmöglich zu machen, der Durch­führung späterer Maßnahmen durch Hinterziehung zuvorzukommen. DieLibertS" behauptet, baß nächste Woche Ausweisung en deutscher Staats­angehöriger aus Elsaß und Lothringen erfolgen würden.

DerTemps" erfährt aus Straßburg, baß der elsLMche Abgeordnete Karl Frey Poincarö in einem Brief auf die Nachteile gewister Maß­nahmen und die üblen Wirkungen hingewiesen habe, die sie in Elsaß und Lothringen haben wür­ben. Der Brief ist von zwei weiteren elsässischen Abgeordneten, Walter und Müller, die sich gegenwärtig te Straßburg aufhalten, gegenge- zeichnet.

Ste ersten Ausweisungen.

Pari», *. Aug. Wie bemOeuvre-' aus Straßburg mttgeieitt wird, wurde gestern die erste Ausweisungswaßnahme gegen deutsche Staatsan­gehörige al, Vergeltungsmaßregel angeordnet. Sech» Deutsche, die zu Gunsten der Politik von Klan, Zorn von Bulach (Autonomie) tu einer öffentllchen Versammlung Kundgebungen veran­staltet haben sollen, wurden ausgewiesen.

bürg werben auf^^ett,jis

^ahluna ^riiyavigüngen für Rechnung der

ausführte, fr habe nichts an der Balfountoke (über , _ -----.n-..a-.. a

öen SchulDLUiichlaLi rorxme^t, baß Pc,*n Regierung auszusetzen, die^ in Anwen-

bisS ber erste und nicht der letzte Schackzug Groß-