Zweites Blatt
eitun
einen solchen Fall die Enfschäbigungs-
meinsame Entscheidung der Mächte beant-
das
Diese
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240 - 280
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480.-
120.-
1400-145#
1400-1450
Wettere wet'ere weitere weitere weitere weitere weitere weitere weitere weitere
Einkommen Einkommen Einkommen Einkommen Einkommen Einkommen Einkommen Einkommen Einkommen Einkommen
9.60
9.6C
19 21
21.60
für für für für für für für für für
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das das das das das das das das das
1520-1530 1245-1255 2075 - 2125 1475- 1575 950
2600- 2650
3 000 000 „ 55 to. .£>.
3 000 000 . 60V.H
480 - 520
230 - 265
230- 265
vereinbartes Serpflitfitunac^ nnif ^“7“ 5 ffll etnen ">^chen Fall die Entschädigungs-
dieses Gesuch selbstverständlich nur^buLfi eine aT überhaupt erheblich herabgesetzt werden
rneininm» '"Ur durch eine ge- mußten: denn nur dann werden sich die arnerikani-
825 - 875 1050-120#
250 000
400 000
600 000
800 000
1 000 000
2 000 000
rote nur möglich sein wird, daß ein schwaches Kompromiß an die Stelle einer starken und durchgreifenden Lösung treten wird.
-.40 l-JO
40.-
40.-
80.—
------ —i nur dann werden sich die amerikanischen Finanzkreise verstehen, von neuem das An-
für ben Steuerpflichtigen . selbst um
» dessen Ehesrau um
» jebcs Kind um .
-- Werbungskosten um
. M -------- An eine rein
sachliche Besprechung dieser Art ist aber nicht zu denken. Zwischen Frankreich und England schweben noch andere Streitfragen, und in dieser Verknüpfung wird die Frage der deutschen Entschädigungsleistungen wahrscheinlich nur wieder als 7>andelsobjekt betrachtet werden. Man wird freilich auch dann nicht von der Notwendigkeit entbunden werden, dem deutschen Stundungsgesuch Folge zu geben. Wie die Dinge liegen, ist nur zu furchten, daß die Lösung unvollkommen
Si>ei>eerb|en, Biktorw- erblen 1900 - 2000
Speijeerbl. kleinere 1700—1800
Das Geld hat noch immer feinen Wert. Man muh es nur richtig anroenben. Das erkennt man am besten, wenn man seine Kleiber, Blusen, Garbinen, Strümpfe usw. mit ben weltbe- rühmten „Heitrnann's Farben", Marke „Fnchskops im 51er»“ selbst färbt und bann steht, welch' prachtvolle» Erfolg man burch bte kleine Ausgabe erzielt hat.
1.60
1.60.
'.20
3.60
Nr. 182
Sonnabend, 5. August Cnttutg 1922
100 000 Jl 10 b. Sb.
150 000 , 15 V. Sb.
200 000 „ 20 b. Sb.
1670—16781 vuftererbfen
1250 12751 Ackerbohnen
1550 I Vinfen
1225 1200 I 8stjcken
25 b. Ö.
30 b. H.
35 b. y.
40 b. Sb.
45 b. H.
50 b. £>.
, Sähe gelangen erstmalig bei der Steuerveran- .agnng für 1922 zur Anwendung.
Kirchliche Nachrichten.
Res- Stadt- n. Univers.-Kirche. Sonntag. V,9 Ar-' Vlkar sandrock. 10 Uhr (pünktliM: Pfarrer Ltc. Plaunet. (Vorbereitung und heil. Abendmahl.) Christi. Verein iunger Männer Wartburg
Philippslurus. Universitätsstraße 32. Dienstag, V*9 Uhr: Bibelstunde. Mittwoch, nachm. 3—5 Nh« Knabenabteilung. —---
Weizen 'Hoopen Sommergerste Wintergerste Safet "'als Weizenmehl on-enmehl
Roggenlleie Hops
"Hübten "elniaat 8?efs
'Oraltitan. Vollreis KartoUeln
Hieraus rst zu ersehen, daß die gesamte Materis -neswms (o einfach ist, wie virlfach noch angenommen tmrv, begegnet man doch jetzt häufig noch Ansichten, gerade bet Aroettgebern von Hausangestellten, daß für dtesc einfach 10 Prozent vom Barlohn an Steuermarken ,u kleben seien, wie es tatsächlich in 1920 zutraf
In Zweifelsfällen dürfte es daher auf alle Fälle rat- mm sein, sich vorder zu erkundigen. Tb. Weber
Bet Lohn- und Gehaltsempfängern ist die Em- tom men [teuer durch den Steuerabzug als abgegolten zu betrachten, sofern das Einkommen 100 000 Mark nicht «brfsrigt. In diesem Falle ist die Abaabe einer Steuer- erkläntng nur auf besonderes Verlangen «es Ftngti-om'-r erforderlich.
Die neuen Bestimmungen für den Lohnabzug treten ab d' Js. in Kraft. Si« finden Anwendung bei “ 3oWunaen, bte am 1. August oder später erfolgen, auch für rückltegende Zeiten. (Siehe Bekanntmachung ves Finanzamtes vom 29.7.22 in Nr 178 bief-r Zeitung.) ’ '
. Mchkls-RMU
Die bayerische Antwort. — Das französische Ulti matum. — Die Verhandlungen in London.
I.
muß es dir trotzdem einmal sagen: du liebst ihn nrchr so, wie er es verdient. Du denkst zu wenig an tritt — machst dir wohl oft gar nicht klar, was er CTnbftnbett müßig, sähe er, wie — gedankenlos du dich mit anderen unterhältst. Das Herz im Leib tut mir weh, wenn ich--—"
Sie brach plötzlich verwirrt ab unter Isoldes groß und starr aus sie gerichteten Blick.
„Warum siehst du mich so merkwürdig an, Isolde d ^ch meinte doch nur — ich wollte dich aufmerksam machen. — Isoldes Augen funkelten in grausamem *L>poir.
"sprich nur weiter. Deine edle Entrüstung zu Gunsten Elerts ist ja rasend int-ressant und zeigt rn einem ganz neuen Licht. Oder gilt sie bloß der Furcht, ich könnte dir am Ende doch noch reuen — anderen abtrünnig machen, den du schon ein. gefangen glaubst."
Isolde!"
~ w nur nicht so. So oder so — mir wird letzt manches verständlich."
Brigitte war blaß gewochen und zitterte. Etwas llngeheures wälzte sich unklar und zermalmend über ihre Gedanken.
„Isolde — um Gotteswillen — was — willst du damit — sagen?"
„Nichts. Gehe nun. Papa erwartet dich."
Sie wandte sich kalt und höhnisch ab. Brigitte schlich mit tief gesenktem Kops hinaus.
9. Kapitel. ■ j ! !'
Brigitte saß in steifer Unbeholfenheit, den Blick scheu gesenkt, vor ihrem Onkel und bemühte sich seinen Worten zu folgen. Aber immer wieder zer- flalterten ihre Gedanken dabei wie brandende Wellen an einem Felsen. Und der Felsen war Isoldes schönes Gesicht mit dem grausamen Spottlächeln auf den iSnafiil* ^ftrnkelnden Nixenaugen, die mit- bis aus den Grund zu dringen schienen.
Beständig sah sie es vor sich während Oppach itzrach. Und immer noch zitterte der dumpfe Schreckes
HL
Für die sranzWsche wie für die englische Regie- rcUnJL-?nt>ert 65 6ei der Frage der deutschen ! Entschadtgungsletstung nicht um eine Einzelfrage, sondern dieses Problem ist mit der gesamten internationalen Politik verknüpft. Und hier laufen die /reiben m der letzten Zeit stark durcheinander. Svurde die Frage der deutschen Entschädigungs- leistung rein sachlich und voraussetzmigslos in London behandelt, so könnte es nur eine Lösung geben. Es müßte dann unbedingt eine mehrjäh- rigeStundungsfrist gewährt und außerdem eine günstige Grundlage für neue Kredit- und Anleiheverhandlungen geschafft werden. Man
„Sie weiß es leider nicht. Sie macht Sonnt ins I Auszüge mit Chauffeur Felber» während ste dir sagt sie fti bei ihrer Schwiegermutter und läßt sich von chm Schmuck schenken. Die Kette mit dem Anhäng-r, die sie fetzt immer um den Hals trägt, ist von ihm, obwohl sie Frau Baranek einredete, du hättest sie ihr rJ U .®e ifi schlecht und verlogen, deine Josefa k" stieß Brigitte heftig heraus.
I ?vas geht das dich an? Sie ist eben jung I und hübsch und will ihr Leben genießen"__
_ »Während ihr Mann, der sie über alles liebt, im ^e^e steht. O das — kann doch gar nicht deine winliche Meinung sein, Isolde. Bedenke doch, daß Johann immer ein sehr braver Böensch war und Elert ihn sogar zu seiner Ordonnanz machte. Was würde [er sagen, wüßte er, wie du über solchen Leichtsinn denkst. Schon Elert zuliebe müßtest du . . ."
. "Ueberlasse das gefälligst mir, ja. Wenn Elert wirklich so engherzig wäre — um so schlimmer für chlu xW baffe mich ja auch deshalb nicht begraben, weil ich feine Brant bin."
baä lust du nicht". — Brigittes sanfter Mrck wurde plötzlich hart. „Obwohl er für seine große Liebe manchmal mehr Rücksicht von dir verdiente. Ja — sieh mich nicht so böse an, Isolde, ich
g-.2;. Handlungsgehilfe erhält neben freie«
Station 1000 Mark monatlich. Erstere wird mit 960 ■ m z m6n<ttU(5 berechnet, sodaß insgesamt 1960 Mark m Betracht kommen. 10 Prozent hiervon sind 196 Mark. Ermäßigung 40 u. 90 Mark gleich 130 Mark Betrat» der Steuer demnach 66 Mark. ”
,3. Hausangestellte (Dienstmädchen, Köchin nlro.) t 400 Mark Lohn. Hierzu freie Station monatlich 885 ^i'ZgEt zusammen. l2?5 Mark. 10 Prozent hiervon /• .®.IC Ermäßigung beträgt 130 Mark
.tvte Beispiel 2), mithin ist feine Steuer zu entrichten.
Zum Schlüsse noch einiges für die Steuerberechnuna bet Arbeitnehm-rn, die neben barem Entgelt auch Sach- belüge (Kost, Wohnung und bergt.) erhalten:
Durch die ab 1. Juli d. Js. erfolgte einheitlich« Festsetzung des Wertes der Sachbezüge für die Steuer- Berechnung sowie für die reichsgesetzlichen Sozialverfich». rungen (Kranken-, Jnvaliditäts- und Angestelltenversicherung) dürste wohl etwas mehr Klarheit geschasstn sein, batte doch z.B. vorher ein Geschäftsmann, der einen Handlungsgehilfen bei freier Station beschäftigte, mit brei verschiedenen Sachwertfestsetzungen zu rechnen Neh- men wir obiges Beispiel Nr. 2 an und batte derselbe das Gehalt von 1000 Mark am zweiten Monatsletzten rroy nfotä mC n für bi: Monate Januar bis Juni d. Js. re 89 Mark unb für Juli 131 Mark Steuer in Be- tracht. Halt er jedoch fein Gehalt regelmäßig erst am 1. des neuen Monats bezogen, so beträgt die Steuer für das Jnlieinkommen nur 66 Mark.
Für Hausangestellte (Dienstmädchen usw.) waren bei einem Monatslohn bis 350 Mark von Januar bis eiuschl. Juni d. Js. überhaupt keine Steuern zu berechnen. Bei regelmäßiger §o?nzahiung am Monaksletzteu mären fu> Juli bei 350 Mark Lohn 58.50 Mark an Steuer zu zahlen, ab August bei einem Lohn bis 415 Mark nichts mehr Findet auch hierbei die Lohnzahlung regelmäßig am 1 des fotgendm Monats statt, so kommt auch für v<uh die «teuerpslicht nur bei über 415 Mark Lobn in Betracht.
ist durch die neue Novelle abermals eine Aende- rung erfolgt. Hiernach beträgt die Einkommensteuer für das steuerbare Einfommen bis für " " • -- -
MhkkWgev her Er^kommevAeuer-Teletzer.
Gcktz vom 11.7.21 erfolgte Neugestaltung oes Steuerabzuges vom Arbeitslohn hatte durch Ein- mhrung eines einheitlichei- Steuersatzes von 10 v H für alle Einkommen von nicht mehr als 24 000 Mark ben die vollständige Abgeltung der Steuerschuld bei -vhu- und Gehaltsempfängern, sofern ihr Gesamtnn- .oinmen diese Grenze nicht überstieg, zu ermöglichen, --ntsvrechend der Geldentwertung erfolgte ab 1 Jan 99 insofern, daß bei einem Einkommen bis 50 000 Mark die lOprozentige Steuer in Frage kam rerner wurden die steuerfreien Abzüge verdoppelt bezw. verdreifacht.
sagte plötzlich Isoldes Stimme spöttisch von der Tür herüber.
Brigitte sichr erschrocken zusammen und senste chann verlegen den Kopf. Was wollte Isolde noch so spat bei ihr? '
„$u sollst zu Papa kommen", fuhr diese fort. 'Vorher.aber möchte ich doch wissen, wie du auf die alberne Idee kamst, die alte Baranek heimzubegletten, als sei sie unseresgleichen?"
„Die arme Frau war so ausgeregt. Ich brachte e3 nickt über das Herz, sie allein gehen zu alssen. -)ii weiht ja nicht, was vorhergegangen ist"
„Kann ich mir denken. Die Alte ist eine Närrin, die Josefa beständig belästigt, und der ich darum das Haus verbieten ließ. Sie sott ihre Schwiegertochter in Rubc lassen. Die weiß schon selber, was sie tut."
So begründet indessen ihr Vorgehen in jeder Richtung ist, so hat es doch den Anschein, als ob ernste folgen aus der deutschen Note entstehen .°"uten. Für den französischen Ministerpräsident ist nicht das Recht maßgebend, sondern die Macht, “nb ” "ach seiner sofortigen Antwort auf die deurfche Note gewillt, von dieser Macht Gebrauch zu machen. Er hat neue Zwangsmaßnahmen ins Auge gefaßt und nach allem, was man weiß lau- en diele darauf hinaus, daß Frankreich sich im besetzten Gebiet gewiss^ Pfänder verschafft - etwa durch eine Sondersteu-r —, die eben die monatlichen Ausgleichszahlungen Deutschlands sicher stellen sollen Aus der Antwort des ftanzösischen
Ministerpräsidenten geht nicht hervor, wie dieses Verfahren rrn einzelnen durchgeführt werden soll. Aber soviel scheint sicher zu sein, daß ein neuer ftßtWfcfcr Gewaltakt in Aussicht steht. Die deutsche Regierung hat kein Mittel, um etwas Der- athges zu verhindern. Da indessen die Frage nicht nur sie angeht, sondern auch die anderen Verbünde- ten, so kann man wohl damit rechnen, daß dem französischen Ministerpräsidenten bei seinem Vorgehen nicht völlig freie Hand gelassen wird. Poin-
Ur bas Inkrafttreten der von ihm ange- kundrgten besonderen Maßnahmen den 5. August ate Slnfangstetmin festgesetzt. Zwei Tage darauf will er sich mit dem englischen Ministervrästdenten in London treffen. Es soll bei dieser (Belegenheit tn erster Linie die Frage der deutschen Entschädi- gungszahlungen besprochen werden. Damit hat es
I denn am 15. August ist eine weiter-
beirtf$e Zahlung von 50 Millionen Eoldmark
Hallig, und es ist völlig ausgeschlossen, daß diese Summe bei den jetzigen Währungsverhältnissen gezahlt werden kann. Das Stundungsgesuch der | deutschen Regierung muß also bis dahin beantwor- ..!.^rden und deshalb war auch bte englisch-ftan- WPWc Zusammenkunft nicht länger aufzuschieben.
t;*xn Poincar^ zwei Tage vorher einen Ee- a,Q/t“ft *P Äraft treten läßt, wirft das natürlich auf die Berbanblungen einen tiefen Schatten unb man wirb bie Hoffnung auf eine durchgreifenbe tofiing der Entschübigungsfrage im Hinblick daraus von vornherein dämpfen müssen.
Hierzu einige Beispiele:
II. ■
. deutsche Regierung hat in ihrer Antwort an den französischen Ministerpräsidenten zum ersten Mal einem Ultimatum Trotz geboten. Der Widerstand ist allerdings in diesem Falle in jeder Bezieh- tng so gut begründet, daß eine andere Haltung faum mo0hrf) gewesen wäre. Es stebt außer allem Zweifel,^datz Derttschlanb wicht imstande ist, die Ausgleichszahlungen in Höhe von 2 Millionen Plunb monatlich aufrecht zu erhalten. Die unqe-1 pfuer rasche Entwertung der Mark macht bte Aus- rcez^r5"a^Iun9 ebenf° unmöglich wie die monatliche En.schabigungsleistung von 50 Millionen Golb- inarf. Wenn bie beutsche Regierung jetzt bie For- berung auslänbischer Gläubiger an beutsche Staatsangehörige auszahlen sollte, so müßte sie infolge bes Rückganges der Mark so hohe Beträge auswenben, baß der Sturz der Mark dadurch weiter l-eschleumgt würbe. Die Antwort an ben französi- fa?en Minrsterpräsibenten konnte auch deshalb nicht anders Ausfallen, weil bas isolierte Vorgehen Frankreich völlig unberechtigt ist. Es banbett sich bci den Ausgleichszahlungen um ein Abkommen bas tn Lmbon im Jahre 1921 von ben Verbünbe- r ^utschlanb gemeinsam getroffen worben ist. Wenn Deutschlanb jetzr auf Erunb seiner trau-
'- Die Antwort des bayerischen Ministerpräflben- ten, me der Gesandte o. Preger am Donnerstag dem Reichspräsidenten überreicht hat, entspricht den Erwartungen, die man an die Entscheidung bayerischen Regierung geknüpft hat. Ein völliger Rückzug der bayerischen Regierung erschien von vornherein als ausgeschlossen. Wer bie Stimmung m Bayern einigermaßen kannte, wußte,, baß rz; *** ®rafen Lerchenfeld keiner Augen- bltcksstimmuttg entsprungen war, sondern einem i°irfSef^Iten Bedürfnis des bayerischen Vol- . "s- Man ist in Bayern ernstlich besorgt um bie bundesstaatliche Selbständigkeit unb besteht d->s- h°lb auf einer Lösung, die bte Gefahr für bie baye- * Justiz- und Polizeihoheit auf die Dauer be- selNgt. Graf Lerchefeld hat Recht mit der Ansicht daß eine formal rechtliche Entscheidung ben Kon- flift nicht beseitigen kann, sondern daß eine po- litis ch e Lösung versucht werden muß. Alles was in der bayerischen Antwort weiter enthalten ist dient dazu, das Recht Bayerns auf eine politische
3U bekräftigen. Um eine Lösung zu finden, ist auch auf bet Seite bet Reichstegierung die Be- teitwllligkeit etfotdetlich, die verfassungsmäßig vorhandenen Rechte bet einzelnen Staaten zu achten. Nachdem der Reichspräsident in seinem »rtefe sich so warmherzig zu dieser Bereitwilligkeit vekannt hat, wird man nicht daran zu zweifeln brauchen, daß auch bie Reichsregierung nicht ben Gin,leIfa“ !um Brennpunkt eines Meinungsstreites werben laßt, sondern im Nahmen einer Eesamt- losung zur Beilegung des Konfliktes bas Ihre beitragt. Für biefen Zweck sinb münbliche Verhanb- lungen in Aussicht genommen. Man wirb wohl t 3U 'cinei Einigung kommen unb im An- r ??r°n ben Anlaß des ganzen Konfliktes leicht beseitigen können. Das Auslanb würde sich trugerlfchen Illusionen hingeben, wenn es an der von dem Grafen Lerchenfeld so kräftig betonten Relchz'treue Bayerns zweifelt. I
1486.— 129.
960.- '40.
11.80.— 27G.-|90.—
3m Schatten.
Original-Roman von Erich Eben stein.
(Nachdruck verboten.) Urheberrecht 1921 durch Greiner & Co., Berlin W. 30.
• 15. Fortsetzung.
i Dann merkivürdigeriveise fühlte sie sich gerade in der letzten Zeit, wo sie Gegenstand so vieler Aufmerksamkeit war, doppelt verlassen. Nir war ihr ihre innere Bereinsamung so bitter zum Bennißlsiin gekommen, als nun, wo ihre überschwenglichen Erwar- ttingen in Bezug auf Perez enttäuscht worden wgren. Denn sic hatte von ihm ja nichts Neues über ibrc > Eltern erfahren, und seine Mutter fand es bis heute nicht einmal der Mühe wert, den Bericht ihres Sohnes wich nur durch ein paar fteundliche Worte zu erwidern. Perez selbst aber konnte ihr nie mehr der erhoffte Freund und Ratgeber werden, dessen sie viel-1 leicht bald bedürfen würde. Statt ihr behilflich zu sen, rirgend eine «stelle zu finden, um sich unabhängig Zu mackren, würde er ihr beim ersten Wort einen Heiratsantrag machen, das las sie täglich in feinen Augen. ;
Nein — Perez durfte sie um nichts bitten. Ja, wenn Elert dagewesen wäre — der so gut und teil-1 »ahrnsvoll zu ihr gesprochen hatte. Tas wäre viel-1 kkicht der einzige Mensch auf Erden, der ihr mit Kat und Tat beigestanden — den sie hätte bitten können.
Immer wieder kreisten Brigittes Gedanken unttar Und scheu um ihn. Aber dann legte sich auch jedesmal, zugleich zentnerschwer die Angst auf ihre Brust, was Elert empfinden würde, wüßte er um Isoldes frivoles I Epiol mit Heitzmann. Sie vergaß darüber völlig ihre «generz Sorgen. Nur das sollte nie geschehen, daß er Llolde je erkannte, wie sie wirttich rvar — so falt I »Hb selbstsüchtig und gewissenlos. Er würde es ja »ichl ertragen.
„Aha, deine Kopfschmerzen waren also wieder nur k. „denn bu bist ja gar nicht zu Bctl/ I
Werbunaskosten können ans Antrag erhöht wer- een, wenn sie h«n seftaesenten Betrag von 10 800 Ma'-f irtnrhrfj um mindestens 1200 übersteigen. Die Zahl ctr tei xfm Steuerabzug zu berücksichtigenden Personen ist ms dem Steuerbuch ersichtlich.
Hiernach ermäßigt sich der lOprozentige Lohnabzug «arloon obne Berücksichtigung der Versicherungsbeiträge, »wrr ev. Wert der Sachbezüge, wie Kost und Woh- nnna usw.)' ’
Berliner Produttenmartt.
Prelle für 100 Pfd. ab Station: Berit*, fce* 4. 8. SSL.
in Brigitte nach^, den sie dabei empfunden hatte.
Großer Gott, was hat sie gemeint? dachte Brigitte fiebernd vor Erregung. „Sie kann doch nicht — nein — das kann sie nicht gemeint haben —" unb gleich wälzte sich immer wieder von neuem das unklare Etwas zermalmend über alle Gedanken hin, das sie erschauern machte. Eine Todesangst — ein 1 Grauen vor sich selbst — -ein Name. —
„<So. Ich hoffe, du bist nun über alles völlig . klar," schloß Oppach kalt und herrisch.
„Ich wünsche diese Heirat und erwarte sie unter allen Umständen von deiner Dankbarkeit. Zu deinem eigenen Besten! Acht Tage gebe ich dir Zeil. Biff du dann nicht Dr. Halbans Braut, so zwingst du mich, dich irgendwo, fern von hier in Pension zu geben. Denn ich habe durchaus nicht die Absickt, dein kokettes Spiel mit anderen Männern in meinem Hause länger zu dulden."
Hier hoben sich die gesenkten Wimperschleier von Brigittes Augen zum ersten Male. Ungläubig erstaunt, als erwache sie langsam aus einem Traum, sah üe ihren Onkel an.
Was sprach er da? Ein kokettes Spiel? Sie?
Oppach mißverstand den Blick.
„Wenn du dich fügst," fuhr er etwas milder fort, „bann will ich an dir handeln wie ein Vater, und mehr tun, als du überhaupt erwarten kannst: nämlich dir eine anständige Mitgift ausseßen, damft du nicht mit leerer. Händen in deines Mannes H, ,s trütst. In diesem Falle müßtest du dich allerdings sofort entscheiden!"
(Fcrtsctzung folgt.)
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VutHnett blatte _ .. „gelbe öerabella alte .. nene
Irockensckmltzel Runkelrüben Wahren, rote gelbe
Mohn Tartmelakse Wielenheu, lose Kleeheu Stroh drahtgepretzt „ pebünbelt
wartet werden »ranfr-iÄ » rl « . . <linanzrrei,e verliehen, von n
R-cht- Sief. Äw hi Angriff ,u «hm-n.
pusche Regierung in ihrer Antwort ai' ^5
•S Stundungsgesuch vertreten, und Belgien ben Vorstoß Frankreichs. Die deutsche Regierung konnte also nicht zugeben, daß Frankreich eine einseitige Lösung fr-' Sie hat deshalb mit vollem Recht an ihre.. <..munkt Pomcarö gegenüber festgehalten.
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