V
Amtliches
VerWndigungsblatt des Kreises Marburg
1922
von Versailles? Nach
netcn Hochachtung.
gez. Dr. Wirth.
diese bewährten Männer haben ein Recht und einen
eigneter Weife daraus hinznwirken. Genehmigen Sie, Herr Präsident, die Versicherung «reiner auSgezcich-
lichen wirtschaftlichen und finanziellen Lage Deutschlands, wie sie in der Note vom 12. Juli dargelegt ist, Rechnung trägt. Die deutsche Regierung geht davon auS, vast die in dem Memorandum erwähnten Maßnahmen über die Nachprüfungen in Uebereinstimmung mit den Grundsätzen zur Ausführung gelangen werden, welche bei der Abfaffung der Bestimmungen leitend waren, nämlich Wahrung der Souveränität dcS Reiches, Aufrechterhaltung des int»
Anspruch darauf, daß das Band der Kamercstsschast, der gegenseitigen Treue und Achtung nicht zerrissen wird. Wer selbst Soldat im Frieden und Krieg gewesen ist, der weiß, welchen Wert die Kameradschaft in sich trägt, welchen Trost sie gewährt, wie
strengungen, im Kriege aber Gefahr und Rot, Wunden und Entbehrungen, oft das letzte Stück Brot, den letzten Schluck Waster und harte Lager
stehenden Konferenz »wischen Lloyd Georg« und Poin- care erörtert werden, die für Ende dieses Monats vereinbart ist . Der Premierminister hat bereits im Unterhaus«' ein- Stundung befürwortet, uich die ganze Haltung der britischen Regierung ist vollkommen bekannt. Di« Franzosen fordern Gech und wünschen es durch die deut- scheu Zahlungen zu erhalten, aber Deutschland nähert sich dem Ende seiner finanzielle» Leistungsfähigkeit, was auch immer die Gründ« fern mögen ,unb es wünscht seinerseits eine Anleihe. Eine internationale Anleihe wird aber Deutschland nur gewährt werden, wenn vorher sein Kredit wiederher g e st e l l t ist, und dies kann nur durch eine vernünftige Grundlage geschehen. Zu diesem Zwecke kann eine Stundung allerdings eine Ucbergangsmrß« nähme btiben.,- Ob eine Vereinbarung wegen der Annullierung der interalliierten Schulden zustande kommen kann,' die die Wiederherstellung des deutschen Kredits ermöglichen würde, bleibt abzuwarten.
Die „Westminster Gazette" schreibt: Die Vorschlägt Poincares werden wenig oder garnicht zur Beendigung der Krise beitragen. Eine Stundung von wenige« Wochen wird die Stabilisierung oec Mark in keiner Weise fördern. Großbritannien müsse die Annullierung 'einer Forderung gegenüber den Verbündeten Vorschlägen. „Daily Telegraph" sagt: Soweit man beurteilen könne, werde Dubois nicht bie Unterstützung seiner Kollegen bei dem Projekt Poincares haben, er könnte sich sogar Kn der Minderheit befinden In diesem Fall könnte Frankreich nicht mehr den famosen § IS anrufen, um Strafmaßnahmen zu fordern. Uebrigens habe Poincare selbst erklärt, daß Frankreich keine Maßnahmen dieser Art treffen wolle, bevor die Konferrr^ mit den Verbündeten zustande gekommen sei.
von 1,9 Mill. To. auf 1,3, sondern nur um 10 v. H. Die Hauptsache ist aber die Auswahl der Koblensort e n. Die Bevorzugung hochwertiger Kohle,
kenntniffes gibt, daß jede Parteirichtung vor- | Händen ist, soweit sie sich den Erundtugenden des Soldaten anschlietzt und vaterländisch gesinnt ist. In der Tat gibt es in den Kriegervereinen zahlreiche Zugehörige der sozialdemokratischen Partei. Die Politik liegt den Kriegervereinen durchaus fern. Cie verfolgen drei verschiedene Aufgaben.
Die erste Aufgabe besteht in der Pflege der K a meradschaft. Die Männer, welche in der Dienstzeit während des Friedens Freuden und An->
i rücksichttgung der deutschen Wirtschaft völlig vermissen. Nach dem Urteil aller Sachverständigen ist die Erfüllung des neuen Programms unmöglich.
Die Kohkenlieferungsmenge ist demnach herabgesetzt worden, aber nicht, wie vorgeschlagen, um 30 v. H.,
Seiler mnWm WMdemW.
Dc. di.' bisher von Deutschland verlangten Kohlenmengen infolge des Verlustes von Ostoberschlesien und des Rückganges der Kohlenförderung im Ruhrgebiet nicht geliefert werben konnten, ist der Entschädigungsausschuß um eine entsprechende Ermäßigung ersucht worden. Hier der Erfolg:
Berlin» 22. Juli. Der EntschädtgungSausschutz hat entschieden, daß Deutschland vom 1. August d. I. ab monatlich 1725 000 To. Kohle gegenüber einem bisherigen Soll von 1916 000 To. an die Verbündeten abzulicfern hat. Hierin find enthalten 620 000 To. Koks. 100 000 Koksfeinkohle und 125 000 Tonnen oberschlesische Kohle, welch letztere Deutschland von Polen kaufe« soll.
Sortenmätzig find daher die dringend verlangten Erleichterungen gegenüber dem bisherigen Programm nicht cingetreten. Mengenmäßig ist die Ermäßigung durchaus unzureichend, indem die deutsche Forderung auf Herabsetzung des Solls um rund 600 000 Tonne« nur zu einem Drittel berüikfichtigt ist. Diese Forderung war wohl begründet durch den Verlust Oberschlcsjc ns und den Rückgang der Ruhrförderung, die zusammen einen monatlichen Kohlenverlust von 3 325 000 i Tonnen ergeben. Indem das neue Programm angesichts der verschmälerten Kohlenbasis die deutsche Wirtschaft noch stärker belastet als das bis-
ZW Nnsimlmmkrhsl ge?ei hie Äriegeriereine.
p S st Ä
Der deutsche Botschafter in den Vere.nigten Staaten, Geheimrat Dr. Wiedfeldt, ist in Essen eingetroffen.
Marburg MM. Den 24. M Heuert.
brockstne und stabile Aktion ausüben. Deutschland soll ihm alle Gesetze, Verordnungen und Verfügungen bekanntmachen, die für die vollstänoige Erfüllung der gegenwärtigen Bestimmungen nötig sind.
Diese Forderungen Poincares findet das „Echo de Paris" i m m e r n o ch z u m i l d e. Die Machtbefugnisse des Garantieausschusfes, die in den Artikeln 241 und 248 des Versailler Vertrages vorgeschrieben seien, genügten nicht, um Deutschland zu o t t o m a n i - s i er c n. Man müßte erst di« Bestimmungen v e r - schärfen, durch die der Gar:" -schuß eingesetzt wucke, damit dieser die Möglich'.. . Vot, auch in die innere Finanzverwaltun ^^utschlands einzugreisen. Ein« kurzfristige Stundung dürfte erst gewährt wrrden, wenn vorher die Verfehlung Deutsch-
sie dem Man« über die schwersten Stunde« hin« weghilft, ..... —
Am Ende her Wrnspiiitlf.
Der deutschen Ocfsentlichkcit ist durch die Veröffcnfa Lchung der Denkschrift des Garantleansschusses endlich ein voller Einblick in die Kontrollmaßnahmen gewährt worden, denen sich die deutsche Finanzgesehgebung unb
Finonzverwaltung in Zukunft zu unterwerfen hat. Diese Unterwerfung ist eine Tatsache, und die Regierung hätte besser daran getan, von vornherein di- Lage, in der wir uns nun befinden, mit voller Offenheit zu behandeln. Die Regierung hat mit dem Eingeständnis der deutschen Zahlungsunfähigkeit einen Strich unter ihre Erfüllungspolitik gezogen, und es wird im gegenwärtigen Augenblick niemand groß« Neigung empfinden, im Sündenregister der vergangenen Monate find Jabre zu blättern. Das Wesentliche ist und bleibt, daß endlich der Entwicklungspunft in der deutschen Entschädigungspolitik erreicht ist, an dem sich t« Wendung zum Besseren einstellen kann. An sich braucht die gegenwärtige Finanzkontrolle, für deren Uebernahme die Regierung allein die Ber-
Ifehr ungünstig beeinflussen, seien noch nicht Ihoch genug. Unter diesen Umständen sei es von I wesentlicher Bedeutung, daß der Entschädigungsausschuß I nicht nur eine strenge re Kontrolle der deutschen I Finanzen ausübe, sondern sich auch bemühe, in Form bestimmter Pfänder (Tomanialsorsten. fiskalische Gruben usw.) von dem allgemeinen Vorrechte der Vcr-
I bürdeten gegenüber dem deutschen Besitze auf Grund des Art. 248 des Versailler Vertrages Gebrauch zu machen.
I daS die Stundung anlange, so stehe Poincare auf dem I Standpunkte, daß es ganz kur» — vier bis sechs Wochen — fein müsse, d. h. daß es sich höchstens auf die beiden nächsten am 15. August und 15. September
I 'älligev Zahlungen, ftd- iu Höbe von 50 Millionen I Goldmark ober ausländischer Devisen beziehen soll. Diese kurze Frist müsse die Durchführung finanzieller Reformen und die Sicherung bestimmter Pfänder ermöglichen, und ;te Gewährung des neuen Aufschubs wäre von der Durch- ührung der Reformen sowie von der Einrichtung einer wirksamen Kontrolle abhängig zu machen. Wenn nach Ablauf der eingeräumten Frist Deutschland die festgesetzten Bedingungen nicht erfüllt hätte, müßte | der Ausschuß ohne Zögern van der Verfehlung Deutschlands Kenntnis nehmen und auf Grund des § 17, im Anhang II des Abschnittes 8 des Versailler Vertrages olort die verbündeten Regierungen sich damit befassen.
Poincare kommt dann auf die Arbeiten des Garantie- ausschusses zu sprechen . Er erklärt, daß die Untersuchung ungrnügeiü, sei und lehnt die Vorschläge des Garantieausschusses ab. Die weitgehenden For- dertwgen, die Deutschland unter die Finanzkontrolle dieses Ausschusses stellen, genügen ihm n,o dj nicht. Er verlangt, daß der Garantieausschuß vollkommen die Machtbefugnisse ausübt, die ihm die Artikel 241 und 248 i"S Friedensvertrages geben. Er müsse nach Berlin übersiedeln und an Ort und St-lle eine ununterv
t:on unternommen werden muß, anderenfalls fürchtet man. daß sich katastrophale Folgen ergeben werben, die Deutschland in eine Lage wie die von Oesterreich ober Rußlaich bringen würden. Nach hiesiger Auffassung scheint man sich in Paris ober London J.'er Ernst der Lage nicht ganz klar zu sein. Ecn Heilmittel, sp wird erklärt, ist absolut notwendig und je eher umso besser. Die Reut-rmeldung schließt: D.e Frage des Eintritts Deutschlands in den Völke r- ,----, — ___ „„„
bnnb feirb hier in Erwägung gezogen, obwohl der Böl in der Enge des Schützengrabens geteilt baden --wund hier garnicht populär ist. 1 " * - «
®er diplomatische Korrespondent des „Daily Ehro- mcle" schreibt: Gerüchte über die Annahme eines Zdh- mngsaufschubS für Deutschland sind natürlich 6er» f 1 “vA d** bei Garantieausschuß gestern früh in Paris angewmmen ist und da sein Bericht und der d«S Ent- Ichödigungsausschusses erst fertiggcsteNt und geprüft werden muß, bevor die französisch- Regierung die Schritte unternehmen kann, die vsraussichtllch auf der bevor-
Huttoertung.trägt, den Weg zur besseren Ent>- wicklung nicht.zu versperren. Denn diese Rechte, die sich der GarhMmusschuß an maßt, find nnmittel- Lare FolgeWHcs BertragM u._ beut Artikel 240 dieses Vertrages ist bie deutsche Regierung verpflichtet, den Verbündeten alle verlangten Auskünfte über die Finanzlage und die Finanzgeschäfte Deiitsch- lands zu liefern, und nach Artikel 218 haftet Deutschland mit seinem Gesamtbesitz unb mit den Einnahmeguellen des Reiches unb der Einzelstaaten an erster Stelle für die Bezahlung der Entschädigungslasten. Die Erklärung der deutschen Regierung, daß sie nicht weiter zahlen könne, hat die Wirkung dieser Artikel auSgelöst. ' Das bringt von Neuem den Fluch zum Vewußtsetn.
den nrcht nur die böse Tat, sondern auch Schwächen nb Mutlosigkeit im staatlichen Leben auf sich laden.
Das deutsche Volk von diesem Fluch zu erlösen — das ist die Aufgabe der deutschen Polifik. Und dies.- Zielrichtung tritt leider in dem Verhalten der deutschen Regierung auch jetzt noch nicht klar hervor: Statt tu verheimlichen und zu vertuschen. wäre es richtiger gewesen, mit aller Offenheit zu sagen, daß Deutschland durch die Uebernahme der Finanzwutrolle abermals Genmlt leiden muß und daß der Weg zur Gesundung nicht «her gefunden wird, als bis b#r Versailler Vertrag mit allen seinen Konsequenzen überwunden ist. Dementsprechend hatte die deutsche Regierung auch diesen Anlaß wieder benutzen müssen — ohne den Versuch, Tatsachen zu beschönigen — den Kernpunkt in den Vordergrund zu rücken und mit Nachdruck die Forderung zu et(>eben, daß bie schmähliche Kontrolle, der sie unterworfen wird, durch ein« gründliche und baldige Revision des Versailler Vertrages unb de- Lonboner Ultimatums ersetzt wird. Denn nur wenn dies geschieht, könne» wir trotz Finanzkov trolle aus der abgeschlossenen Periode der Erfüllungs- j twfiiit zu einer Entwicklung allmählicher Gesundung gefangen. Die allernächste Zeit wird zeigen, nach welcher, Richtung der Weg führt. Das nächste Wort hat der Entschäbigungsausschuß, der nunmehr darüber zu ent- scheiben hat, ob Deutschland der völlige Zahlungsaufschub bewilligt werden soll und wenn ja, auf wie lange. Werd eine Zahlungsfrist zu erträglichen Bedingungen gewährt, fo kann sich — die Möglichkeit soll nach Sachverstöndigenurteil zur Zeit nicht ungünstig liegen — daran ein neuer Versuch anschließen, Deutschland durch eine große Anleihe wieder auf die Beine zu Hellen und damit die gesamte Entschädignr zssragc aufs Neue ausziirollen. Denn so viel ist nach dem Gutachten , Morgans sicher: Ohne eine gründliche und wesentliche I Minderung unserer Entschäbigungslast ist keine Anleihe möglich. Diese Entwickelung aber muß außerordentlich große Schwierigkeiten überwinden. Frankreich versolgt gerade in letzter Zeit hartnäckig den Plan, die Rheinlande von Deutschland zu tren- t- e n. Und Poincare trägt sicher keine Mifae und Vor- sölmnng im Busen, wenn er über den Kanal fährt, un; Lloyd George zu besuchen. Französische Zeitungen lassen erkennen, daß Frankreich den Augenblick für günstig hält, deutschen Staatsbesitz und wenn möglich auch privaten Sachwertbesitz in die Hand zu bekommen . Türmen diese Schwierigkeiten sich unüberwindbar vor uns auf, so wird es nicht bergauf, sondern weiter bergab gehen, und dann ist die Finanztontroll« natürlich kein Durch- »angsstadium, sondern eine neue Fessel, die nicht I »fieber von «ns genommen werden toirb.
~ 28. Juni 1922 geplanten Veranstaltungen usw. zu
ands sestgestelll werde. Diese Feststellung müßte zur verbieten. Das Gleiche gilt bis auf Weiteres für loprttgen Ergreifung von Strafmaßnahmen Regimentsfeisrn und andere Verfammlun« fuhren, die rn einer Vertiefung der Rhein- gen von Angehörigen ehemaliger Jsr - J*2» und Behemffchung der Ausgangs-Truppenteile". Hieran schließt sich die Betz fen es Ruhrgebiets bestehen sollten. kanntgabe der Strafbestimmungen gegen Veran- * • * I ft alter und Redner.
Sie »erßtunijen zwischen Poincare und Lloyd George. Darauf erließ einige Tage später der Staats- rkttef01 Havasagentur be- kommissar für öffentliche Ordnung in Preußen fol-
Poinc'are bereit eSärt 'tiat mit LlohdG^orge^n ^d"n 0L'nbe Verfügung: „Im Auftrage des Herrn Mi- ersten Tagen des August in London über die Frage Esters des Innern teile ich folgendes mit: „Ver- deutschen Zahlungsaufschubs zu verhandeln. Die sammlungen und Festlichkeiten der Krieger« das^Mini^a!'^^ / m offiziell verständigt worden, vereine, ähnlicher Vereinigungen und Kreis, eine Beratung zur Verfügung stehe. Nach dem I^Egerverbande sind Versammlungen von .Ttinvs" scheine es so gut als sicher zu sein, daß die Angehörigen ehemaliger Truppenteile und fallen Beratungen der beiden Ministerpräsidenten am 1. daher unter das Verbot usw." Diese Verfügung üetenLt-u” o^CkinmC^ u:tb 2?“6 ihnen erregt berechtigtes Erstaunen. Die Kriegervereine de Lastevrie und dervottttsch^Dttekto? °m"frmn7st- ?* Z * «ls unpolitisch und parteilos scheu Ministerium für auswärtige Angelegenheiten betätigt. Alle gegenteiligen Behauptungen find PeriM de la Rocca. entstellt oder von Parteihaß eingegeben. Wer das
---*--- Wesen der Kriegervereine wirklich kennt und fich nicht von klaffenpolitischer Treiberei beherrschen "lluluilvS J/uilöHg. läßt, der weiß, daß in den Kriegervereinen alle
«---*----
Bit llmWWei.
Poincarö ist mit den unerhörten Forderungen »es Garantieausschusses, die Deutschland völlig, unter Bonttofle stellen, nicht zu frieden. Sie gehen ihm vicht weit genug. Er hat dem französischen Verirrter im Entschädigungsausschuß» Dubois, Instruktionen Hugehen lassen, über die der „Temps" mitteilt:
Die Instruktionen Poincares beginnen mit einer fangen Auseinandersetzung technischer Art über den erheblichen «»teil, den bie deutsche Regierung an der Verantwortung mr den finanzielle» Zusammenbruch Deutschlands unb •et Erschütterung der Mark habe, ungenügende Gin« htefatng der Einnahmen, ungenügende Einschränkung der Ausgaben, schlechte Finanzgebarung, Mißbrauch der Ausgabe von Schatzanweisungen unb Rcichsbanknoten, Kapitalflucht usw. Die Getreideeinkäufe seien j ^ überflüssig ,wcnn Deutschland eine stärkere Auszahlung seiner Getreidcvorräte vornähme. Auch bie .' Msenbahntarife, die schon jetzt unser Wirtschaftsleben
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London, 21. Juli. Reuter melbct auS Berlin. Stände und Gesellschaftsklassen unterschiedslos ver- Trotz ber Beilegung ber inneren Krise dauert der Nie - I treten sind, daß es in ihnen keine Gegensätze des Be- -.^rgang ber Mark in alarmierendem Maß? an.
’O daher bringend notwendig, baß nnvcrzüglich Maßnahmen getroffen werben, um bie Lage der Wechselkurse zu verbessern, bie int Augenblick wichtiger ist, als rffend eine ander« Frage ober ein Problem Man begegnet allgemein ber Auffassung, baß unverzüglich «ine Ak-
ecfl6ttcn ®cn9eS der Verwaltung und Schutz des, besonders von Koks, war es, die den schwersten Druck Das Versammlungsverbot gegen die deutschen Steuer- und Geschäftsgeheimnisses. Wag die Bc- auf das deutsche Wirtschaftsleben ausübie. Und in Kriegervereine auf Grund der Bestimmungen die chnpf.."g ber Kapitalflucht anlangt, so sieht die deut-^diesem Punkte ist kein« Erleichtemng, sondern eine als Ausnahmeverordnungen am 26.^uni 1922'zum fche Regierung sich gezwungen, bk Notwendigkeit äu , Verschärfung eingetreten: Statt 638 000 To. Schutz der Republik erlassen worden sind, hat in den betonen, daß d.e Entschlietzung des Obersten Rates Koks sind nun monatlich 720 000 To. zu liefern, ob- we testen Kreisen Bestürzuna und Unklarheiten her«
der alliierten Mächte vom 13. August 1921 fetzt durch-! wohl Frankreich und Belgien so große Koksbestände ^Eu enauchXi SdmXüinÄ
0ewt wird. Sie bittet das Garantiekomitee, in fle= f Wn M Mengen daraus von privater Seite der Marburg und Umgebung. Daher erscheint es^ge-
i ^Höhung boten, die durch das Verbot geschaffene Lage den
zi-h-n. Und wenn wiEch ein Zahlungsaufschub . ^'bot stutzt sich auf § 1 der Verordnung gewährt wird, ist andererseits dafür gesorgt, daß dre Rerchsprastdenten Ueber das Verbot be« deutsche Wirtschaft auf andere Weise unter Druck ge- ?^ "mmlllngen". Dort heißt es: „Die
halten wird. Landeszentralbehorden", also für UNS die preu-
ßische Regierung, „werden ermächtigt, die für den
3Aüii>iihe Mort hrs UtiMnM
Berlin, 22. Juli. Die heute dem Präsidenten der Delegation deS Garantieausschusses in Berlin übergebene Antwortnote des RcichskanzlerS vom 21.
I Juli hat folgenden Wortlaut:
Herr PrSsidentl In Erwiderung des Schreibens des Garantiekomitecs vom 18. Juli, durch welches mir baS Ergebnis der Beratungen des Garamiclomitees mit den deuffchcn Vertreter« über die von der Re- paraiionskommisfion gewünschte Nachprüfung der Einnahmen und Ausgaben und der schwebenden Schuld sowie über Maßnahmen gegen die Kapitalflucht und wegen der statistischen Erhebungen mitgeteilt worden ist, beehre ich mich, folgendes mitzuteilen: Trotz der I schweren Belastung, welche die vorgesehenen Maßnahmen für Deutschland bedeuten, will die deut. Ische Regierung es auf sich nehmen, sie für die Dauer des Moratoriums duxch- IzufZHren. Wenn sie sich hierzu nach eingehender Ueberlegung entschlossen hat, so war für sie die Er. Wägung bestimmend, daß durch die tot Memorandum vorgesehenen Maßnahmen die in dem Notenwechsel vom 21. März bis 14. Juli behandelten Fragen ihre abschließende Regelung finden, und daß damit gleichzeitig für die Reparationskommisfion die Grundlage h e r t g e, dessen Undurchführbarlett die Praxis er- einer Entschließung geschaffen wird, welche der gefähr-' wiesen hat, läßt das Diktat des Entschädlgungsaus- "' schusseS die im Friedcnsvertrag vorgeschriebene Be-
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