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Politik auf de, Strafte. Die wirtschaftlichen Wirkungen. Die Schlacht von Dublin.

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Man konnte schon sehr verschiedener Auffassung darüber sein, ob es richtig sei, der an sich durchaus berechtigten Empörung über einen politischen Mord durch Erzwingung einer Arbeitsruhe und Stratzen- kundgebungen Ausdruck zu verleihen, als am Diens­tag voriger Woche im Anschluß an die Beerdigung Rathenaus Berlin und andere Großstädte durch einen halbtägigen Generalstreik lahmgelegt wurden. Das furchtbare Eisenbahnunglück, das sich infolge des Verkehrsstreiks in Berlin ereignete, lenkte be­sonders die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Un­zweckmäßigkeit solcher Kundgebungen hin, und sogar der in seiner Zusammensetzung überwiegend sozial­demokratische Magistrat von Groß-Berlin sah sich veranlaßt, an die Gewerkschaften mit der Bitte heranzutreten, bei der Veranstaltung von großen Kundgebungen nicht auch eine Verkehrsruhe herbei- zuführen. Aber alle Erfahrungen und Vorstellun­gen haben die sozialdemokratischen freien Gewerk­schaften nicht davon abgehalten, für den letzten Dienstag abermals im ganzen Reiche Kundgeb­ungen auf der Straße anzusetzen, um die Forderungen zum Schutze der Republik zu unter­streichen. Zum Teil wurden dabei, wie in Mar­burg, größere Mengen von Demonstranten aus anderen Orten herbeigeholt, mit welchem Erfolge, haben die beschämenden, für Deutschland in frühe­ren Zeiten vollständig unmöglichen, Ereignisse aller- roärts gezeigt. Ausschreitungen, Plünderungen, .Tötungen, ja regelrechte Straßenkämpfe wurden ^täglich seitdem gemeldet. Und man kann sich dar­über gar nicht einmal wundern. Von Regierungs- -seite ist ja mit großem Nachdruck und wiederholt serklärt worden, daßder Feind rechts steht", gegen den vor allem ein besonderes verfassungsänderndes Gesetz erlassen werden soll. Also geht man, d. h. die soriar stis-Syn Führer mit den hinter ihnen fieber 1 .'.lassen, zum Kampfe gegen diesen Feind vor, indem man Stratzenkundgebungen inszeniert, von denen niemand jemals weiß, wie sie auslaufen, zumal bei der Schwäche der jetzigen Staatsgewalt. Daß durch Umzüge mit Reden und stimmgewaltigen Rufen "die an dem Hurra-Patriotismus ehedem fr .ha:f verurieilt wurden), durch Arbeitsvermin­derung und Verkehrslahmlegung der Bestand der Republik gesichert und ihr Ansehen im Ausland ge­stärkt wird, werden im Ernst auch die sozialistischen Partei- und Gewerkschaftsführer nicht glauben. Das aber wollen sie doch gerade erreichen. Wenn sie wirklich "chch> - t'-r Republik und Freunde des Volkes, , i-i e des handarbeitenden, sein wollen, müsicn sic dafür sorgen, daß anstelle van Reden, Umzügen, Unruhen aufbauende, stetige Ar­beit, Ruhe und Ordnung treten. Mit Bilderstür­nerei, Straßenumnennungen und Ausnahmege- ssetzen "oird keine Eesinnungsänderung derjenigen Kreise ll werden, die der Republik nicht freudig l-ejahrnd gegenüberstehen können.

Nachdruck verboten

D-as Wasser kommt!

Winckler-Tannenberg

37. Fortsetzung.

Meder hinauf hab ich gewollt jetzt; eS geht nicht. Me'n Wasserfall stürzt's und reißt einen um. Und wie ich noch stemme und steige, bis an dem Leib hn Wasser ,da kommt geschwommen: Ein Schaff üu- meiner Küche;, ein Stuhl aus meiner Stube und rin Kartoffel korb l"

Also ist es wahr. Eingestürzt," sagte Toni, mit bebender Stimme

..Und eines von den schönen Fellen des Herrn Lenthold kam daher, die große Schildkröte von der Wand hang' hi den VKidenbäumen an der Wiese! Bettelarm sind wir, nichts haben wir mehr, und daran $inb die geizigen Bauern schuld» die's Land nicht tzcken wollten! Verflucht sollen sie sein!"

,Lemken," sagte Hackt mit scheuer, müder Stimme. Versündigt Euch nicht."

..Die Frau reckte sich auf:Ach ja, der Schultheiß geb",: ja auch dazu. Richtig. Nun wecken Äe mir Mein bißchen Hab und Gut ersetzen, wenn Sie das viele Geld von der Regieruna bekommend

Das traf den Bauern.

Ja, bei Gott, das weck' ich, auch wen« ich das i8eld nicht bekomme. Bei Goth das weck' ich.

Frau Lemkes zornige Mene schwand. Aber ein tief ernster Zug blieb.

Das soll Ihnen Gott vergelten, Herr Hackt, wenn Sie's wirklich tun. Aber Wenns ein Menschen­leben gekostet hat"

Der Philipp?" fragte der Schultheiß.

Frau Lemke schüttelte den Kopf.

Der nich', der nich. Der war gar nich' im Hause. Und wenn er da gewesen wäre, der reißt 'ne Sßüttb ein, wenn er nich mehr zur Tür 'raus kann. Der nich, der nich!"

Zweites JBIatt

Re. 158

Cviinabenb, 8. Juli Heuert 1922

II.

Die Mark ist keinen Pfennig mehr wert. Das ist, auf eine kurze Formel gebracht, das Ergebnis der rapiden Entwicklung nach abwärts, die die deutsche Wirtschaft in der letzten Woche infolge der politischen Wirren, die sich an die Ermordung Ra­thenaus knüpften, genommen hat. Der Dollar ist von' 330a uf etwa 536 <M. emporgestiegen. Das auf­keimende Vertrauen des Auslandes zur Konsolidie­rung der deutschen Verhältnisie ist abermals aufs schwerste erschüttert. Die Folgen dieses neuen Stur­zes der deutschen Valuta für unsere Wirtschaft sind die längst bekannten überaus traurigen Erscheinun­gen. Zwar atmet die Exportindustrie zunächst er­leichtert auf. Die Gefahr einer lleberholung der Weltmarktpreise ist zunächst wieder einmal besei­tigt, da die Weltmarktpreise eben noch schneller emporgeklettert sind. Umso schlimmer freilich füh­len die breiten Masten der Bevölkerung und ganz besonders die in eine immer schwierigere Lage ge­ratende Mittelschicht man denke nur an die gren­zenlose Verelendung der kleinen und mittleren Rentner die neue Verteuerung der gesamten Le­benshaltung. Am unmittelbarsten übt der Valuta- sturz seine Wirkung natürlich auf die Kreise der aus dem Auslande bezogenen Lebensmittel aus, asto auf Fette, Tee, Kakao, Kaffee usw. Auch der Aus- landszucker wird wohl bald wieder vom deutschen Tisch verschwinden. Die Freude der Exportindu­strien wird dagegen nur von kurzer Dauer sein, die Löhne und alle sonstigen Unkosten werden schnell so gewaltig gesteigert werden, daß die neue Valuta­prämie reichlich ausgeglichen ist, und dann sind wie­der die gleichen Schwierigkeiten vorhanden. Der Wettlauf zwischen Inlands- und Weltmarktspreisen wird schließlich doch zugunsten der ersteren auslau­fen, nachdem sich das deutsche Geld, ähnlich wie das österreichische, dem Nullpunkt genähert hat.

Am meisten werden dabei wieder die öffentlichen Finanzen in Mitleidenschaft gezogen. Die Haus­haltspläne haben ihre bisherigen Grundlagen ver­loren. Die Zahlungsfähigkeit Deutschlands ist aufs neue in verhängnisvoller Weise geschwächt worden. Neue Konflikte mit Frankreich stehen' bevor. Ein in Kreisen des En'schädigungsausschustes erörterter Plan, nach dem Deutschland für große öffentliche Arbeiten in Frankreich deutsche Arbeitskräfte auf Reparationskonto stellen soll, die in Konzentra­tionslagern unter Leitung französischer Ingenieure mit zehnstündiger Arbeitszeit tätig sein sollen, beweist zwar, daß man auch in Frankreich die Unmöglichkeit, die Repara-ion-zahluckgen >n bar einzuziehen, immer mehr einsieht; aber das Projekt selbst bedeutet die Versklavung der deutschen Arbeiterschaft, und ist daher mit Recht von allen Seiten abgelehnt worden.

Wichtige, für die Gestaltung unserer inneren Preisverhältniste ausschlaggebend? Verhandlungen werden zurzeit im Ruhrgebiet aef\.'srt Der Koh­lenpreis wird heute wesentlich von den Berg­arbeiterlöhnen bestimmt, und er beeinflußt seiner­seits wieder das gesamte Preisniveau unserer In- landserzeugniste. Und doch ist die Regelung der Löhne noch nicht so bedeutungsvoll wie die Frage,

Wer denn? Sie denken doch nicht, daß ein junger,kräst-ger Mann von gönnten Sinnen werden könnte» bis die Bude einfällt - ? Na, so dumm."

Die Fran sah sch?« in die Runde, alle Blicke hingen mit banger Spannung an ihr.

Ec hat doch den Fi/tz gebrochen, der Herr Lent­hold,- und er lag doch fest auf seinem Diwan. Der konnte keine Wand einrei . . Sie vermochte nicht zu vollenden.

Ei:. Schrei Tonis gellte durchs Zimmer. Sie <Ae gri" in die Luft und siel zur Ecke.

Fr^u Lemke und die Magd knieten bei der Lang­hinge,treckten nieder. Der Vater zitterte an aten Gliedern.

Barmherziger Gott, geht nicht mit mir ins Ge­richt," stammelte er leise, dann beugte er sich und hob die Ohnmächtige auf.

Auf dem Sofa bettete er sie, die Magd rannte in des Bauern Auftrag nach Wasser, und Frau Lemke stand mit gefalteten Händen da.So stehts," flüsterte sie, ,chaS arme Mädel. Den Herrn Werner hals er­schlagen, Schultheiß der konnte nicht weg. Gott sei seiner Seele gnädig"

&alte das Maul!"

Die Magd brachte die Mutter mk

Tränenlos verstört starrte die in die Welt Sie tauchte ein Tuch ins Wasser und netzte Tonis Stirn.

Das alles ging so unheimlich still vor sich. Man hörte draußen das Wasser rauschen.

Der Schultheiß stand mitten in der Stube. Wehe Herzenspein fraß an üjm und doch durfte er nicht -an sich, an sein Leib denken. Er öffnete ein Fenster.

Adam," schrie er in den Hof.

,La," klang eine Stimme zurück.

»Komm herein!"

Während die Frau und Toni bemüht waren, schrick Hackt ein paar Zellen auf ein Blatt Papier.

Der junge Knecht war eingetveten und an der Tür stehen gcklieben.

-Hiex, das Telegramm sosott auf die Postagentnr."

ob es endlich gelingt, durch ein Uebereinkommen mu den Bergarbeitern eine Verlängerung der Ar­beitszeit und dadurch Vermehrung unserer Kohlenproduktion durchzusetzen. Die Kohlenförde­rung des Ruhrgebiets ist im Juni wiederum wesentlich zurückgegangen. Sie betrug nur sieben Millionen Tonnen gegenüber acht Millionen Ton­nen im Mai und 7% im Juni des Vorjahres. Da­zu kommt, daß die soeben vollzogene Teilung Oberschlesiens Deu'schland den weitaus größ­ten Teil seiner oberschlestischen Kohlenbasis ent­zogen hat. Während die wöchentliche Kohlenförde­rung des oberschlesischen Eesamtbezirks in der letzten Woche vor der Abstimmung 516 000 Tonnen betrug, sind in Deutsch-Oberschlesien in der ersten Woche n-'ch der Errichtung der neuen Grenze nur 168 600 Tonnen gefördert worden. Das bedeutet einen Verlust von 348 000 Tonnen wöchentlich oder von jährlich siebenzehn Millionen Tonnen! Die Ver­sorgung der Bevölkerung mit Heizmaterial für den Win'er ist gefährdet. Die deutsche Industrie leidet bereits heute derart unter Koblenmangel, daß im Monat Juni zwei Millionen Tonnen englische Kohle eingeführt werden mußten. Deutsch­land beabsichtigte, rückständige Kohlenlieferungen an die Verbündeten durch Kohlenkäufe in England zu decken. Der augenblickliche Stand der Wechsel­kurse wird es aber Deutschland kaum mehr möglich machen, große Mengen englischer Kohle zu beziehen.

III.

Die Wahlen zu dem ersten Parlament des iri­schen Freistaates erleben ein blutiges Nachspiel, das seit Mitte der vorigen Woche D u b l' n, die Haupt­stadt des südlichen Irlands, in ein Schlachtfeld ver­wandelt und die die Form eines erbitterten Rin­gens zwischen zwei Todfeinden angenommen hat. Die Regierungstruppen des irischen Freistaates, die unter dem Befehl der vorläufigen irischen Regie­rung und ihres Präsidenten Collins stehen, kämpf­ten gegen die Bestände der republikanischen irischen Armee, die Devalera, der unbeugsame Vorkämpfer der irischen Republik, befehligt. Mitten in Dublin spiel'« sich die Schlacht ab. Die in der Minderheit befindlichen Anhänger Devaleras haben ihre Stel­lung schließlich aufgeben und sich ergeben müffen. Die letzten unbeugsamen Anhänger der irischen Re­publik haben damit vor ihren Landsleuten, den Truppen des Freistaates Irland, die Waffen ge­streckt. Grausam und wild, wie der ganze irische Freiheitskampf, ist auch diese Auseinandersetzung verlaufen, die man wohl als den Schlußakt des irischen Freiheitskampfes betrachten kann. Fürs erste sind die Verhältnisse jedenfalls geklärt. Der Freistaat Südirland, der in dem Weltreiche Eng­land mit gewissen Einschränkungen den Rang eines Dominions einnimmt, ist in seinem Bestände ge­sichert. Für England ist die irische Frage damit gelöst. Ob für alle Zeiten, bleibt allerdings die Frage.

Ein ungetreuer Bürnermellter. Magdeburg. 6 Iutt. Der ®firoerwtfter der Stadt Dereiwurg lHarz) Weasner ist wegen Veruntreuung von Geldern zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden.

Zu Girmich zu dem Tischler?"

Ja, zu Girmich."

Die Telegraphenphäle sind aber umgerissen."

Auch bas!"

Einen Augenblick sann der Bauer nach.

Daun muß der eine Wagen mit dreien aus­kommen. Nimm Dir eins von den Pfecken und veile nach Drofsenheim, melde auf dem Landratsami und beim Bürgermeister^ wie's steht. Man soll dre Feuerwehr der Stadt senden. Gib nur den Zettel ab."

Hackt ging noch einmal an den Schreibtisch und drückte einen Äempe! auf das Blatt Papier.

Der Knecht verschwand.

In der Tür prallte er wieder mit einem Boten zusammen.

Auf der Chaussee nach Drofsenheim ist eine Pappel umgestürzt, sie liegt quer über'» Weg, es sollen Leute komm en"

Qrine Welle schwoll gegen die Hausmauer. Das Gebäude ruckte in allen Fugen.

Im selben Augenblick seufzte Toni auf und fing zu weinen an. Herzbrechend, bitterlich.

Ein Knecht platzte ins Zimmer.

Herr Schultheiß, der erste Stamm kommt übec die Wiese- gerade aufs Haus los!"

Die Feuerhaken vom Giebel!" schrie Hackt und rannte vor die Tür. -

Ei» Knecht, der bei den Pferden gestanden hatten riß einen Feuerhaken von der Wand.

Pfähle, Stangen und was Ihr findet! Schnell!" scholl ein neuer Befehl. Der Schultheiß selbst hatte den Haken ergriffen und sprang in den Schlamm der Wiese, auf dem ein Weidenstamm heranschwomm. Fest stieß der kräftige Mann den Haken in den grauen rissigen Stamm und schob ihn beiseite, hart an der Hauswand vorbei. Wie er ihm aufatmend nachschaute, ssah er ,daß das lehmige Wasser ein Kellerfenster eingedrückt hatte und ins Untergeschoß des Hauses strömte.

Gfoe ieitgemäfte Wroge.

Von Wilhelm Georg- Bremerhaven.

von volksparteilicher Seite ist im Preußische» Landtag folgende große Anfrage eingebracht:

In Berlin und anveren großen Städte» Deutschlands ist ein großer Teil des in deut­schen Händen befindlichen Hausbesitzes von Ausländern aufgekauft worden. Diese Gefahr besteht auch weiterhin. Ist das Staatsministerium bereit, auf die Reichsregie­rung dahin zu wirken, daß die Gesetzgebung fernerhin den Uebergang des deutschen Haus- besitzes an Ausländer nicht fördert?"

Es ist sehr zu wünschen, daß diese Anfrage sach­gemäß und nicht in der üblichen Schablonenform vom Regierungstisch aus beantwortet wird. War die volksparteiliche Anfrage moniert, kann unmög­lich der deutschen Regierung verborgen geblie­ben fein; selbst wenn sie über die Dinge in der Provinz" nicht im Bilde sein sollte, in der Reichs« Hauptstadt mußte das Aufkäufen des Hausbesitzes durch Ausländer den zuständigen Stellen bekannt sein. Aber die Scheu vor etwaigen diplomatischen Auseinandersetzungen mit den Regierungen der Ententeländer, das Regieren nach dem Motto:O rühre, rühre nicht daran" ließ es rötlicher er» scheinen, dem Parlament den Vortritt zu überlasten.

Am schlimmsten ist es im besetzten rheini­schen Gebiet, das die Franzosen heute schon als Korridor Frankreichs betrachten, und wo auch dir H o l l 8 n d e r sich stärker, als lieb fein kann, betätigen. Einen bezeichnenden Beleg für die fort­schreitende Ueberfremdung des Kölner Grund­besitzes unter dem Einfluß der Entwertung der Mark und der fremden Besatzungen liefern die Fest­stellungen des Statistischen Amtes der Stadt Köln über die Verkäufe deutschen Grundbesitzes in Köln an fremde Staatsangehörige, die leider die erste Zeit des Waffenstillstandes nicht mehr erfaßen, son­dern erst mit dem 1. Juli 1919 begonnen haben. Danach sind bis zum 31. Dezember v. Js. 426 be­baute Grundstück« in fremden Besitz übergegangen, dazu kommen noch einige wenige unbekannte Grundstücke. Der Gesamtwert der in diesen 2Va Jahren verkauften Grundstücke beläuft sich auf 80 538 000 Mk. Von den Erwerbern dieser Grund­stücke sind annähernd die Hälfte, nämlich 209, Hol­länder; an Luremburger wurden 42, an Franzosen 39, an Belgier 36, an Engländer 32, an Amerikaner 25 verkauft. Im Regierungsbezirk Düsseldorf sind die Zahlen womöglich noch schreckenerregender. Dort sind in den letzten drei Jahren 985 Grundstücke von 525 Hektar an Ausländer verkauft worden, darunter allein 703 Grundstücke an Holländer.

Die tschechischen Grundstücksaufkäufe blühen nicht minder. Bereits im April d. Js., also zu einet Zeit, wo die deutsche Mark etwas bester stand als heute, las man in Blättern Sachsens die Mittel« lang, daß sich die Bemühungen tschechischer Staats« angehöriger mehren, sich in Dresden und andere» Plätzen Sachsens Grundstücke zu kaufen. In ver­schiedenen Fällen sind die tschechischen Bemühungen

Hilfe aus der Stadt, dachte Johann Hackt, kam jetzt vielleicht schon zu spät. ®rinnen lag fein Kind, er wußte nicht wie kv-uh und ihn rief das Unglück anderer vom eigenen Unglück. Er gab dem Groß­knecht Befehle, für alle Fälle, und ging rasch noch einmal tnS Zimmer. Ein Wort noch wollte er von feiner unglücklichen Toni hören, ehe er dem Rufe seiner Amtspflicht, am sich und die Seinen nicht meftf denkend, folgte.

Toni lehnte in einer Ecke des Sofas.

Mit großen, entgeisterten Augen sah sie den Bat« an, richtete sich halb auf und sagte:Er ist tot, Vater, er ist sicher tot, und i chhabe ihn so sehr lieb. Ich wfll den Toten sehen."

Das ist unmöglich"

Ihr wecket mich nicht halten, Ihr alle nicht." Du kommst nicht lebendig hinauf."

Da zog ein verklärendes, wehes Lächeln über das tr änenfeuchte Antlitz.

Must Ickendk Dann wecke ich bei üjm fein* Unsinn! Wer sagt Mr ,daß er tot ist? Auch auf einem Bein kann man über eine Schwelle ins Freie kommen" ,

Tonis starrer Wick wurde lckendig.

Ja, eine Möglichkeit, eine Hoffnung gab es O, wenn er lebte, Vater, wenn er lebte. Aber auch dann muß ich hin. Ihm helfen muß ich."

Jetzt mußt Du an Dich an uns denken." An rr'chs, d an ihn, ich kann nicht anders." Ich verbiete D'r den wahnsinnigen Versuch.

Zsum ersten Mvly Vater, sage ich Dir, da» kannst Du nicht und niemand." ,

(Fortsetzung felgt)

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