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wendige« «atznahme« auf da» «tfchloffoche mA tatkräftigste Rateiftüten. Fern« hat He Bundes, feitung di« «mgeschlosses« Orga-ksatio»«« ersucht, ßch tn weitestschender Weife an de« Kunögedungen zum Schutze der Republik zu beteiligen.

Betlie, 26. Juni. Der Vorstand be» ®e« werksch«ft»ringe« deutscher Arbeite». An­gestellten und Beanrtenverbände erläßt folgenden Luftuf:Das an dem Reichsminister Rat Henau be­gangene fluchwürdige Verbrech«« gemeiner Meu­chelmörder muß für das Ansehen des Deutschen Reich, im Auslande die nachteiligsten Folgen habe«. Die deutsche Volkswirtschaft erleidet da­durch einen unberechenbaren Schaden. Die Lage der Arbeitnehmerschaft wird weiter verschlechtert, die Arbeitsfteudigkeit und Lrbeitsstetigkeit wird beeinträchtigt, wen» Mord and llmsturzgEte sich breit machen. Wir fordern daher alle unsere Mit­glied«" und Freunde auf, sich überall zum Schutz der Verfassung bereit zu halten, sich at der Lfrechterhaltung der Drimung zu beteiligen und mit Entschiedenheit allen Bestrebungen entgegenzu- treten, die sich gegen die Verfassung wenden. Die im Gewerkschaftsring organisierte Arbeiterschaft ist der fortwährenden Beunruhigung durch oer- fasiungsfeindliche (Elemente »übe. Sie verlangt Ruhe und Ordnung, um ihrer Arbeit zum Segen unseres Volkes nachgehen zu könne« und wird alles tun, nm das Volk vor netten Schädigungen zu be­wahren."

Dresden, 26. Juni. Die sächsische Re­gierung richtete an den Reichskanzler folgendes Telegramm: Die Botschaft der Ermordung Ra- thenaus erfüllt di« Regierung des Freifiaates Sachsen mit tiefer Trauer und Empörung. Rach dem ruchlosen und ungesühnten Mord an Erzberger wurde jetzt ein neues, unerhörte, Verbrechen von nationalistischen Kreisen verübt. Di« Regierung des Freistaates Sachsen ist mit dem Reichskanzler der Meinung, daß bei dem Mordanschlag es sich um einen besonders angelegten organisierten Plan handelt, der von den nationakistisch-monar- chistischen Parteien begünstigt wurde. Sie spricht die Erwartung aus, daß die Reichsregierung alles tun wird, neue Mordanschläge zr» vereiteln und glaubt, daß bei aller Wahrung der Meinungsfrei­heit doch alles getan werden must, um der n r i i o - nalistifchen Hetzarbeit Einhalt ft tun und die geheimen oder offenen staatsfeindlichen Organisationen zu unterdrücken. Die Regierung des Freistaates Sachsen traf tum sich aus bereits alle vorbereitenden Maßnahmen und ist bereit, die Reichsregierung in dem Kampf gegen die konter­revolutionären Bestrebungen mit Hilfe der Ar­beiterschaft zu unterstützen. Sie spticksi der Reichs­regierung ihre herzlichste Teilnahme an dem schweren Verlust aas und bittet, dies auch der Fa- mlli Rathenaus zu übermitteln.

Di, fSchfffche Xemernn, fordert den Rücktritt de,

Bre3.be«, 26. Juni. Die unakchängü« &©- |erhnm will erfahren haken, daß die sächsisch' Mmernnxi bei bet Rrichsregirrnng ben Rücktritt des Rrichsweh^ nufterä verlangt habe.

Hamburg. 86. Juni. Die Hamburger Weripapier- börse bleibt morgen zum Zeichen b-r Trauer wegen her Ermordung des ReichSmimsterS Dr Rathemm gefchloffi-n. Die Darrn markte siuden statt.

Dresden, 26. Juni. Tie Dresdener Börst bstibt morgen stlr feden Verkehr gefchkosien. In Leipzig finde i. int dasLeip,. Tegebk." auf eine Anftago erfahren hat, ASrse«uef«mmlung statt. »

Berlin, 26. Juni. Die Reübswefee wirb an ben Trauerfeierlichkeiten für. ben verssorb-neu Reichsminister Dr. Ratbenan trilnehmen. Die nKherrn Einzelheiten sind »wischen den Vertretern des Reichst,asmSsidenten «ick dem Webrrninister auf Grund örtlicher Verhältnisse vereinbart. Danach wich eint Kompagnie -Reichswehr mit Musik gegenüber der Haupttreppe des Reichstags- gebäudeS Aufstellung nehmen und der Leiche des Ver­storbenen beim Verlassen des Reichst>rqs»bSndeS mili­tärische (Fbr'-r- ----'-n. Außerdem werden Abordnungen »n der Ti "nehmen.

NaPnnck verbaten

Wasser kommt!

Keman . c- .irryur Winckler-Tannenberg.

28. Fortsetzung.

Werner war völlig unempfindlich gegen die spöttisch« Art. Kerstenau war einmal so tntb er nahm ihn wie et war. Im übrigen ging ja auch alles »ach Wunsch.

Nein, fd.il . .-..üi ich hier. Wir müssen doch

eine Berständigui.gsmöglichkeit finden, Toni und ich."

^Unbedingt. Na, da fetz' Dich mal hier an den Schreibtisch und verfafie dos hohe Lieb Deiner Liebe, Ich werde mir inzwischen den Kopf zerbrechen, was Ich heute schon wieder in GunterSbach soll. Apropos, der Alte hat ganz recht, ein Skandal ist's, den Hardthof gaff der Dynastie zu geben, aber andererseits. Tu Und die Toni und ich darf doch so zutraulich reden?" 1 »Bitte."

»Nr habt auch recht. Er ist ein noch größerer Skandal, Eurer ehelichen Verbindung frivole Schwierigkeiten zu bereiten, und da muß die Freund­schaft hilft: ich antreten, 'n Kuppelpelz krieg ich doch?" o-ißsack dazu!" erllärte Werner; er war bereits 5 auf Kerstenaus Ton einzugehen.

Ms er bann am Schreibtisch faß überfiels ihn ejnrilüH wieder wie leise Angst. Was mochte Toni hi diesem Augenblick machen. Ob sie in großer Herzens not war, ob f* etwa verzagte?

Aber den Gedanke« schüttelte er wie efoe Be­leidigung des resoluten Mädchens rasch ab. Aus feiner Beharrlichkeit und raschen Fnttngfeit sollte sie Stärkung finden. Sie sollte fühle«, daß sie jetzt zusammen standen. Jetzt und immer. Unb das schrieb er ihr.

Geliebte Toni!

Daß ich uuerrchütterlich jesis und treu fein will ta «hm« Äch«» jeU LM öftM Zettel [agpfc

Gerhardt Hauptmann depeschiert der .Voss. Ztg." fotzende Worte; Walter Rathemm war ein deutsch« Patriot bis in jede Fas« feines Lebens. Er liebte unser Land rote wenige und hielt sich nach Maßgabe fein« Leberzeugung mit seiner ganzen genialen Kraft ihm jederzeit zur Ver­fügung. Zm Dienste des geliebten Vaterlandes starb « den Heldentod. Was solle« wir weiter sagen als: Helfe uns Gott aus. den Abgründen- allertiefster Verfinsterung!

Die Beschreibung bet Täter.

Berlin, 26. Ium. Das Polizeipräsidium gibt von den mutmaßliche« Mörder« Rathenaus folgende Beschreibung: Die erst« Person ist 1,68 Meter groß, schlank, muskulös, mit dunkelbraunem, fast schwarzem, m der Mitte gefaltetem, an den Seiten des Hint«kopfss fast ins Schwarze gehen­dem, halblang gehaltenem vollem Haar, auffallend starke schwarze, über dem Nasengipfel fast zusam­mengewachsene Augenbrauen, dunkelbraune Augen, vorstehende Adl«nase, kleiner dunkler Schnurrbatt, gestutzt (Dürste), fast mit den Mundwinkeln ab« schneidend, blasse Gesichtsfarbe, ovales, hagres Ge­sicht, mit zart angebeuteten Backenknochen, Alter schätzungsweise 2428 Jahre. Kleidung: Brauner lederner AutomobNmantel, in der Mitte einen 3 bis 3ya Ztm. breiten braunen £eberrieu-eu. Der Mantel war oben geschlossen, man sah oben aber einen weißen Stehkragen. Dunkelbraune Schuhe von breiter Form, hellbraune Ledergamaschen, die unten zum Einstecken und oben zum Schnallen waren; Mantel war vorn und hinten umgeschlagen wie beim Reiten, so daß man die hellbraunen Stiefelhosen mit Besatz, anscheinend von Leder, sehen konnte. Autokappe von hellbrauner Farbe mit Ohrklapprn. Der Mann machte in seiner gan­zen Erscheinung fast bee Einbruck eines Ausländers. Er trug weit« auch eine nach oben geschobene braune Autobrille in bet Farbe der Autokappe.

Die 2. Person: Schlanke Statur, aber kleiner als Rr. 1, blonde Augenbraue«, bartlos, blaue Augen, feine und zierliche Nase, so daß das Gesicht fast ein mädchenhaftes Aussehen hat, auf der linken unteren Wange, oberhalb des linken Äinnbattens, nicht wert vom linken Mundwinkel entfernt deutlich sichtbare Narb«, dft den Eindruck einer Echußnarb« macht, schlanke, zierliche Hände, Akter 2426 Jahre. Bekleidung: Automantel von Leder, etwas heller als bei von Nr. 1, hellbraune Auto kappe mit Ohrenklappen ganz wie Rr. 1.

Di« 3. Person (Chauffeur); Dunkelbraun ge­kleidet, hellgraue Reisemütze mit führend.

3**11 Personen ht Berlin verhaftet.

Berlin, 26. Juni. Nach dem bisherigen Stand der Untersuchung ist es «ich» ausgeschlossen, daß sämtlich« Zusammenhänge zwischen der Ermor­dung Erzbergers, dem Mordversuch auf Scheide­mann und der gewaltsame« Beseitigung Rathenaus vorhanden find. Zehn in Berlin wohnende Per­sonen, di« der Organisation C. angeb orten, find vor läufig in Haft genommen. Ihr Aufenthalt zur Zett des Anschlages sowie ihr« ganz« Tätigkeit wird noch geprüft.

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Pas AmfM zm Mrd.

London, 2& Juni.Dail p Chrnieke" schreibt, Ratbenens Ermattung sei von europäischer Bcheutung. Das brr Regierung nahestehende Matt sähtt fort, ang-sichtS eines solchen Ergebnisses seien die Alliierten, die Deutschland noch unter mili- tärischet Kontrolle hielte», gezwungen, vorsichtig mit der Lockerung dieser Kontrolle zn feilt. Die Alliierten mühten jedoch ans der Hat sein vor Ratgebern, die im «utzegengesetzten Sänne irven. Es könne fein Zweifel daran bestehe", daß die strenge Haltung der französischen Regierung gegen Deutschland den deutschen Reaktivnäwn viel geholsen habe. Di« Miorten brauchten eine posi­tive Poki tik der Unterstützung und der Förderung bei Fortschrittes unb der ver­söhnlichen Elemente in Deutschland.

auch Tn ans. Wir gehören zusammen, ich könnte nicht leben ohne Dich. Schreib mir in das Holz- schleifenhauS, wo mich Briefe «reichen Hamit wir immer voneinander wissen, bis unserem Kampfe der Sieg wird.

Tn mein Glitch Du mein Alles! Fürs ganze Leben Tein Werner."

Er stand vom Schreibtische auf.

Schon fertig?" sagte Kerstenau.Na ja, in fünf Zeilen hat 6td Siebe Platz, und gesehen habt Ihr Euch ja heute ersh auch alles wichtige zusammen erlebt Aber auch das gefMt mir, jetzt keinen langen Sermon, fordern tmy, strategische Verständigung. Verschließe die glühenden Sätze gut, damit ich mir nicht die Finger verbrenne wenn ich sie anfasse. Im übrigen ist mir bi« Erleichterung schon gekommen. Ich werd: mit dem Men die Taxe einmal spezialisiert besprechen. Dazu gabs feine GAegenheit, als bie anderen Betei­ligten dabei waren. Die Akten hab ich im Büro zur Hand. An mein« Elle mag er vermuten, wie aufrichtig ich's mit ihm meine."

Er hielt inne und schlug mit der Faust auf ben TM '

Eigentlich scheußlich trott mit AuS Frnndschaft werde ich zu einem schlechten Äetf. Da habe ich den geradesten, ben ehrlichsten Ehrenmann vor mir, den ich in dieser «lenden Wüt mit der Laterne suchen muß, brr mich rot machte, alS er mir sagte: Das sind krumme Wege Herr Landrat, und vir gehe ich nicht," da hab ich solchen Mann vor mir gab das Srsfe ish daß ich ihn wieder anschwindle."

Jetzt wirst Du sentimental"

Kerstenau riß die Augen auf, stotterte etwas tob brach bann in hüle» Lachen auS.

So ift's recht fo muß es kommen. Jetzt mußt Du mich vom SentimentalttätSvusü tarieren. Mein Junge, Du entwickelst Tidjj. Du wirst gut Zer mit tapt CSWJti gl* ffXXSt du I

JBeffmfnfet kennzMnet bett

Word als einen Winbat und grausamen Protest ber deutschen Reaktionäre, beten Zukunft ebenso steril fei, wie ihre Vergangenheit *Ö« Mord Bunt bie deutsche Politik nicht ändern, denn eS gebe feine andere Rich­tung, die irgend eine Hoffnung auf die Wiederher­stellung des Friedens enthalt^ als der Weg ber 6t« filllung der Forderungen der Alliierten. DNS liberale Blatt kommt z» dem Schluß, keine deutsche Regierung Qene wirksam bewaffnet werden gegen die Wiederholung dieses auf Umsturz gerichteten Angriffs, bevor sie nicht mit einem Repa­rationsprogramm verschen werd«, das nicht nur gerecht, sondern auch durchführbar sei. So­lange Deutschland gezwungen werd«, mit einet Auf­gabe zu ringen, die fein Vermögen übersteige, müsse eS ben Weg gehen, den ihm seine Besieg« bezeichnet haben. «

Daklh News" schreibt unter HinweS auf bie Ermordung des Feldmarschalls Wilson, während daS Opfer vom letzten Donnerstag noch nnbeerdigt in England liege, könne England umso tiefer ben Abscheu und die Entrüstung teilen, die bie große Masse des deutschen Volkes fiber die Ermordung der vielleicht eindrnäÄvollsten politischen Persönlich­keit Deutschlands empfinde. DaS Verbrechen habe seine Lehren für England und noch mehr für Frank­reich. DaS Statt fragt ob die Alliierten die der- nünftigen Elemente tzt Deutschland versöhnen oder durch bas fortwährende Gerede von Sanktionen unb durch Eintreibung unmög icher Entschädigungen gegen die flackernde Flamme der Feindschaft unb deS Wider­standes Ruhe und Ordnung entfachen wird. Wenn man diese Frage läng« unbeantwortet lasse, so werde nicht Deutschland, sondern Europa dafür büßen.

In einem Leitartikel schreibtDaily Telegraph", Ldie Ermordung Rathenaus sei ein Ereignis, daS ernste Feigen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus haben könne. Seine Fähigkeiten seien sehr groß, fein Patriotismus leidenschaftlich gewesen. Er fei einer der schlimmsten Feinde ge­wesen, die die Alliierten von Anfang deS Krieges an hatten. Sein« bemerkenswerte Arbeit an der Spitzt der Rrhstoffabteilung habe viel zur Verlängerung des Widerstandes in Deutschland beigetragen.

Mor»ing Pop" schreibt Raüjenan habe He Fähigkeiten und den grüßen Weitblick seiner Rafft. in ben Dienst Deutschlands gestellt. Seine Wutorität habe dem Sturm getrotzt ber die Welt erschüttert habe. Der Mord fei eine Lehre für bie Alli­ierten. Er »erbe ausgenommen werden nicht nur als Gefahr für die deutschen Repara­tionen, sondern auch für d« Regelung des ReparationSdurcheinanders. Frankreich und England müßten sich ben Mord als eine Wanuing dienen lassen und ihre Politik koordinieren, bevor der Sturm losbreche. Der Mord fei ein Gefahrzeichen, daß die Kräfte der Revanche jenfcüS dcs Rheins am Werke seien, f

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Sie Senser Metern

Dir «nhmfe der Raffen.

Haag, 26. Juni Riebet! Sorr.-DÜro. Die drei Mitglieder der ruffltocn Delegation Litwinow. Krestinsky und Sokolnikow sind deute n«v- mlttafl 1 Ubr 18 Min. über Berlin und Amsterdam am Haager vabndof ehtgetroffen. Dort wurde der Schlafwagen abgehängt, tot dem btt Herren gereift find an eine sertiae Lokomotive gebangt um nach Scde- t>«ringen weitetzufabren. wo Vie Herren ton Oranje- Hotel untergebracht wurden. Am Haag« Bayndof befanden stch zahlreiche Journalisten und mehrere Po­lizeibeamte. Die Journalisten versuchten stch ntit Ltt- winow, der am geöffneten Kupeefenfirr fast, in Ver­bindung zu irrten. Ab« di« Polizei binderte die Journalisten daran und schloß die Fenster deS Schlaf­wagens. Um 5 Uhr nachmittags wird Litwinow die Prefsevertret« empfangen, um ihnen Mitteilungen za machen. Bei der Ankunft der rufflscheu Delegierten km Hotel befinden stch tot Restaurant desselben d« Führer der baündiscben Kommnnistenpartei Renkvop, der holländische komnmnfstfsche Abgeordnete Raven- stijn, der französtsche kommunisttsche Abgeordnete Cachin und ein englisch« Kommunist, ntit denen sich die Russen längere Zett mtierhielten.

Beileidsbezeugung der niederlöndifchen Regierung.

Haag, 26. Juni. eD« Mtoist« deS Aenstern van Karnebeek hat den niederländischen Gefand-

Sckstvindel Witt» gemacht. Im übrigen denke ich, bet Alte toirb miris doch einmal danken, wenn feine Toni glücklich ist. Unb Eigensinn hat keinen Respekt zu beanspruchen."

Nachdem Du so Dein Gewisse» salvi-ert hast, lieber Otto, sag« mir nur noch, wann Du fährst."

Ganz kleinlaut wurde der Spötter.

Gestatte nur; daß ich meinen Kaff« trinke und ein Wort ins Büro sage, wo ich die Akte« holen muß " ;. '

Gut, ich komme mit" L

Fast bewundernd sah brr Landrat feinen sonsten Freund an:Der Hardt kann sich gratulieren. Die Toni und Du, wie Du jetzt bist. Der Mann tut mir leid. Komm, begleite mich. Du trinkst mit Kassie und fährst auch Wohl mit bis Guntersbach."

Wenn der Wagen geschlofien ist."

Sieh mal, tote Du an alles denkst. Nun, er läßt sich schließen, toaS bei dem Wetter ein aus­gewachsen« Unsinn ist, aber damit mich niemand in Dein« kompromittierenden Gesellschaft ficht, machen toiriS. Also nochmals: komm!"

Als Kerstenau and Werner an der Schenke von Guntersl ach Ausstiegen, sagte letzterer:Wie lange wirdS bauern?" ,

Na,n« Stunde bestimmt, und wenn ich das Fräulein nicht früh« pl Gesicht bekomm^ noch läng«."

Ganz gletiji ich warte. Ich muß wiffen, wie Du fte gefunden hast. Ich warte und Wenns Nacht wird."

Schön."

Er gab ihm bfe Hand und ging; nach einigen Schritten kchtte er zurück imb sagte:

^lann laß Dir ratens trinke in Deiner Berzweis- lung hier keinen Rotspan. Ich hab's getan, bei einer Korrttwllverfamml'ung. UnglaiMchßs Sattengif.-.* . - t. sich' w$-M » . __i '..i

fett 61 Bettvl bravftragi, der deutschen Reglernq, aus Anlaß der Ermordung deS RelchSmintsters Rg- thenau bie Teilnahme ber utederländi« scheu Regierung auszusprechen.

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SetiMtahs Molau ia kn Mndnni.

Loudon, 26. Juni. Der diplomatische Bnicht- erstatt« berDaily NewS" schreibt, bie Anwesenheit ' beS französischen BotschafterS in London, Saint Änlaire, am SamStag auf bet RÄnettribäne bei bet hi« abgehaltenen Kundgebung der Völker« bu nbSvereinignng habe besonderes Interesse er« weckt »weil bei dies« Kundgebung eine Entschließ'.inß unterbreitet wurde, in der die Aufnahme Deutschlands in ben Völkerbund dringend gesordett wird. Die Einzelheiten d« Entschließung waren dem französischen Botschafter vor der Vor« sannnlung mitgeteilt worden. Diese Tatsache könne vielleicht in Zusammenhang mit der Rede Lloyd George- gebracht werden. Dem Eerichterstatter zn« kolge wird erwartet, daß sich die Frage des Eintritt^ Deutschlands m ben Völkerbund unter ben Frage» befinde, die heut« zwischen Lloyd George Balfour und Schanzer, bn hi« eingttroffen ist, eröttort werden. Der Üalsinische Außenminister wird, wie die:Daily News" weit« meßet, heute mitBalfouk und morgen mit Lloyd George zusammenkown-.e» und bis Donnerstag, mögkicherweise auch no chlänger, in Londn bleoiben. Es sei sicher^ daß dieselben Fc^rgeck erörtett werden wie mit Poincarö, und eS sei be« sonder» vorteilhaft, daß Lloyd George unb Balfour ebenso wie ben fronzösischen auch ben ftafsinkfcksin Standpunkt über die Fragen erfahren, mit die Frage bet deutschen Reparation en und des Nahen Ostens. DaS allgemeine russisch» Prsk^ntz werde zweifellos ebenfalls erörtert werden.

Paris» 26. Juni. Der ,L!empS" bemängelt' die gestrigen Erklärungen Lloyd Georges üb« bat Eintritt Deutschland in bat Völkerbund uu8 stellt btt Frage, warum ber englische Ministerpräsi­dent sich getobt am Tage nach der Ermordung Ruthe« mmS in diesem Sinne eu-gefprvchen habe. 6t habe offenbar geglaubt, daß bie demokratifche Parteien ix DeutMand stärker werden, wenn « ihnen eine Per­spektive auf Senf eröffne. Vielleicht habe er sich auch -daran ermnert chaß Rathenan ben BSlker« bund nicht gelte 5t habe, nud daß ein Uten uAußenministet mehr als er geneigt fein ffinnt, bie Zulassung Deutschlands zu verlangen. Ter Kanzler habe gestern ebenfalls vom BSlferdund gesprochen und zwar fo, baß man sagen Birne, diese Rede fij nicht sür ben Vökkekmnd, ob« fo, baß man ihm Vorschlägen würde, bie Znlaffung Deutschland- zu verlangen. Dann würde « polnisches Gebt« reklamieren. Nachdem sich die EtVätungen Sloijb Georges und Wirth ge­kreuzt haben, erwartet bttTempS", baß bet Segen« stand noch nicht reif fei. Nach demTempS" tust mark in Berlin nicht JB6(tx6inV'e ftakri vßetschlesie n".

SStrMItl«.

ÄwfeuBerg, 85. Juni. In d« dritten Aw» land gestern ber Flaggtnwechfel statt. In d« Stabt Rosenberg herrschte nntet bet Bevölkerung nnbeschnttb» lieber Jubel, als bie deutsche Flagge gezogen wurde. Heute ist die Reichswehr «ngezogen.

Schwientochlowitz, 86. Ami. Gestern ber* mittag erfolgten im hiesigen Landvatsantt im Beisein :>on Vertretern ber interaMierteu Kommission bie U e b e r- za deformalitäten, worauf die poknifch« Uagge gehißt wurde. Dabei präsentierte eine Threukompagme«

In Tamotvitz wurden gestern nachmittag dr An­wesenheit von Mitgliedern btt interalliierten Kommission te Fahnen Englands, Frankreichs und Italiens mcdrv» geholt und bald batmif bie polnische Flagge gehißt« Die polnischen Truppen find iwchmittags in Tarnawitz ringe zogen.

Kattowitz, 86. Janh Sn folge des übermäßigen Zuströmens mm Arbeitern aus ganz Polen nach Oester­reich «Läßt bas Kartell der Verbände der polnischen Btrufsvereinigungen eine Bekanntmachung, der zu folge die Gewerkschaften grundsätzlich Arbeitern, bie von jenseits ber Grenze OberschlesieuS Herkommen, keine Arbeit anweisen, da sich in Polnisch-Oberschlesien noch ungefähr 4000 polnische Ar­beiter aus Deulsch-Obttschlesien ohne Arbeit befinden^

Richtig, sonst sieht uns hier nach jemand bei­sammen. Adieu, wenn ich kann, grüße ich sie."

Ein lenchtendtt Blick dankte ihm.

Wern« kehrte nicht Im Wirtshaus ein. Er toau* bette eine Wnßdornhecke entlang, dem Walde zu. Bon dort aus halte er ben Wiesenweg nach dem Hardt» Hofe im Äuge. Eben klomm ihn der gute, treue Freund empor. Jetzt bog er in daS Gebüsch aus der Wieft> jetzt verschwand er dahinter. In fünf Munteu konnte W im Haufe fein und Toni sehen.

Dann schlich die Zeit unbegreiflich träge bah!«.

Jmmerwieder sah Wern« mich der Uhr und immer war btt Zeiger so wenig toeitergcnhft Eine alte Frau kam aus dem Waldes mit einem Sietfigiunhe aus dem Rücken. Sie kannte chu.

»3«, bet Herr LenthoV» malt wohl hier?" Nein, Meknhardien."

Stu, ich dachte. 'S Wett« iS sehr schön." 3^-" '

Aber ich hab'- in der Schulter, 's Reißen, da gibts .Regen." T .

Schon möglich." j

^ein Wölkchen am Himmel."

Und doch He« Leuchold, mei Reißen U nut sicher, 's gibtn Wrttermnschlag. Tie ganze Rächt hab ich mcht geschlasen."

Sie machte Anstalt, ihr Bänd,-! abzulegen, nm sich' bequemer unterhalten zu können, da sagte Wern« rasch: muß fort, guten Tag Meinhardten."

Et stand auf und ging bergan.

(Fortsetzung folgt.)

«Bas GahfttamJL» alle Haatnnreinisrkeilen und HantaaeashlÄg^e, wie Mitesser, Finnen, Blütchen, Hautrote, Pickel, Pusteln tu s. w« Xu vertreiben, besteht in täglichen Waschungen wir der echten

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