Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen j
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Di« „Oberhessische Zeitun-' ericheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 22 Mk. Für ausfallend« Nummern infolge Streite ooer elementarer Ereignitt« kein Ersatz. — Verlag von Dr. C. Hitzerotd. — Druck der llniv^Buchdruckerei do« J,h. Ang. Koch, Markt 21,23. — Hernwrecker 55, Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
Marburg MM. ben IS. M Brachmond.
57. m
Der Lnretoenvrei» beträgt für bi« 9 gelp. Zeile oder der«« Raum 1 Mk. für den Milli« meten aaUliche und auswärtig« L30 Mk. Ander. Spaltenbreite, «ach entsprechend« Berechn»««. ” Spät einlaurend« oder de« Kaum über */, Seit« «ianedmend« »n« »Io.« R«6 wir berechtigt, nach der Tertioaltenbreit« zu setz« und iw berechnen, »oae«. Reklamen berechnen wir die Col.-Zen« mit ftOO Mk. Zever Rabatt gilt al» Barrabatt- »ei Anskunst dnrch di« Lelchäftsstell, und Vermittlung der Snge- oattuvuti. iet, 1 Mk. Sonvergebübr.
Beratungen mit den britischen Ministern
bereit, einen >»«vsKt sei, ->.l widmen.
fortgesetzt.
Abg. DominikuS (Dem.) erinnert zunächst an den heutigen Tranertag der Abtrennung OberschtesienS vom Reiche und bespricht sodann dir VerwEnngSresorm. Er nennt die neue Gemeindeordnung ein Knl-
ES« mt MA Sait e« StnnhtÄ
Paris, 17. Juni. Wie bet „Temps" mittew- hat die britische Regierung bet franzöfifchen Regierung eine Note überreicht, in der in Bezug aus die Herstellung des Friedens m Orient «erlangt wirb, daß entweder Lnglasb, Frankreich «nb ZtalieH sich
London, 17. Juni. Der Pariser Berichterstatter der .Limes" schreibt über die bor der Abreise Poin- carLS nach Lotrdon stattgesundeue Unterredung^ zivischen dem französischen Mintsterprast-^ deuten und dem britischen Botschafter in Paris, Lord Hardinge, der britische Botschafter babe Potncar« mündlich mitgeteilt, datz daS britische Auswärtige Amt den geplanten englisch-französischen Pakt als eine Maßnahme ansehe, die eine allgemeine Ueberetnkunft zwischen den beiden Ländern krönen soll, der Patt jedoch nicht alS Mittel bewachtet werde, das automatisch die bestehenden Schwierigkeiten beilegen werde. Zu allererst müßte umn über den Nahen Osten, Langer und andere Fra- g en Übereinkommen. Wenn dann der Weg frei sei. werde es möglich sein, die unterbrochenen Verhandlungen über den Pakt wieder aufzunehmen. Hardinge habe Nargemacht. daß eS auf britischer Sette für möglich angesehen werde, da« Angebot des PatteS von
wlederum an die Regierungen von Athen, Kvnstan-1 tinopel und Angora wenben, um sie aufzufordern, innerhalb einer gewissen Frist, die am 26. März auf bet Pariser Konferenz festgesetzt würbe, die Friebensvorschläge anzunehmen, «der aber, wenn Frankreich diese neue Demarche für unnütz erachte j baß alsdann der Versuch der Konferenz von Paris aufgegeben und die Akten über die Verhandlungen vollkommen veröffentlicht werden.
Paris, 18. Zuni. Wie Havas mitteilt, ist es wahrscheinlich, daß die französische Regierung sehr bald auf die gestern erwähnten englischen Vorschläge in Bezug auf den Frieden im Orient antworten wird. Die französische Regierung wird den Standpunkt vertreten, daß man keine neue kategorische Rote nach Athen, Konstantinopel und Angora senden, sondern sich damit begnügen solle, die diplomatischen Dokumente über die Bemühungen zur Herstellung des Friedens zwischen der Türkei und Griechenland zu veröffentlichen.
I Zum französisch englischen Pakt.
PolnearL setzte dann noch hinzu, datz die Bewohnet der «nterstützten Gemeinden ihre unermüdlichen Anstrengungen mit der edelmütigen Hilfe vereine«, die ihnen von außen geleistet wird und mit unermüdlichem Eifer an der Bearbeitung der von Granaten aufgewühlten Felder arbeiten, die aufs Reue gute Ernte« bringen. 68 widerstrebe entschieden der Vernunft und der GereMgkeit, sagte Poincare, datz Frankreich biS jetzt gezwungen war, selbst die Laste« der enormen Ausgaben, die durch den Angriff und den deutschen Einmarsch verursacht wurden, zu Ira» [gen, aber da im gegenwärtigen Augenblitk diese Un- I gerecht!gkeit noch nicht ihr Ende gefunden hat, so stuf wir umso dankbarer für jedes Zeichen der Shmvatüie. das Sie uns als Zeichen der britischen Freundschafl geben. Wie die Verbindung beider Länder eine der sichersten Vorbedingungen für den Weltfrieden ist, so sind Sie, meine Damen, die be st en Boten der Entente, die stchersten Abgesandten des Friedens.
London, 18. Juni. Das Bankett zu Ehre« I Poincare» war der Anlatz einer eindrucksvollen französischen Kundgebung. Mehr als 500 britische, franzS- | fische und alliierte Staaisangehörige, Gesandte und be vollmächtigte Minister nahmen daran teil.
I London, 18 Juni. Reuter erfährt: Montag INachmittag wird zwischen Llohd George und Po ine ar« eine Besprechung nach dem Frühstück I stattsinden, das Llod George gibt und an dem Poin- | caTe mit seiner Gattin und mehrere brtttsche Minister tetlnebmen. Es ist anzunehmen, datz irgendeine Zu- I fammenhtnft der beiden Premierminister vor Montag I stattkinde« wird wegen der vielen anderweitigen Vcr- I pflichtungen Poincares. Für die Besvrechuitg ist noch I kein endgültiges Programm festgesetzt. Wegen der I wahrscheinlichen Rückkehr Poincaräs am Montag I Abend wird die Unterredung notwendigerweise einen sehr begrenzten Umfang haben. ES wird I angenommen, datz einer der Lauptgegeustände der De- svrechung die Frage des naben OstenS sein wird I Sicherlich wird auch die Haager Konferenz und dir
Fra»- der deutschen Reparationen wie st, sich nach der Entscheidung deS BankierausschusieS dar- 1 stellt, besprochen.
turgex, die gestern Vormittag und Nachurittag im aaq abgehalten wurden, gelangten sehr bald auf einem toten Punkte an. Man kam nicht weiter, als zur prinzipiellen Annahme des belgischen Vorschlages für die Gründung einer allgemeinen Kommission eintragen lassen könne und sie nichts weiter unternehme, bevor von Poincars Weisung eingetroffen sei. Der Präsident der Sitzung vertagte' bann alle weiteren Bera-
Opfern aufzwingen, bann werbe die deutsche Regierung selbst befriedigende Kombinationen Vorschlägen. Würde keine, dieser Kombanitonen befriedigen, bann müsse man weiter sehen. Schon im Jahre 1921 hätten Briand und Lottchenr einen sehr ernst- Heften AnSbeutnngSplan für das Ruhrge- biet ausgearbeitet und die MSnneü; die mit der Für "bie* S^chutzpolHeisti I technischen Ausarbeitung beauftragt gewesen seien, " * ' seien schon bestimmt gewesen, nämlich die Mrgwcrks-
itiget.teure Taffanel, L'homme, Meroier. Man be»
diesen Fragen zn trennen. I
Dem„TtmeS'-Berichterstatterzufolge ist der fran-I zöstsche Siandpunk der. datz in diplomatischer! Beziehung Meinungsverfchiedeuhrtten unvermeidU-st I fUtb, und datz wenn ein Patt von der Beilegung for i cher Schwierigkeiten abbäna'g gemacht werde, sein «b- schlntz weit hinauS«eschoben werden mMe. Na» der französischen Ansicht werde das Besteben deS Patt-s eine hellere Lösung der Schwieriakette« ermöglichen. Demgegenüber werde jedo» von MH toter Seite erklärt, datz auf der Konkerettz von EauneS end-Wltta vargestellt wurde, datz der Palt von einer atrgemeinen Besierung in der tnternaftoiwfen Sage abhängig sei. Der ,TimeS"-Berichterstatter schreibt weiter, eS bi-w'e nicht anoenomnten zu werden, datz irgend eine befo’;< \ bete Absicht bestehe, diese Fräsen zu e^rtern. ES sei! vielmehr wabrlckeintick. datz die b-toen Minifterprüst- denten die außerordentlich hwte Zeit, die tonen mr Verfsign«« siebt, dazu benutzen teerten, um ibre An- sübten VH er die russische Frage unter besonderer Berücksichttsun« der Haager Konferenz mite’ tauschen. Möglicherweise würden sie au» die üllge- meine Lage erörtern, die dadurch geschaffen wurde, datz der Bantterrrusfchutz st» antzerstande ervörte, eine Anleihe anzuempsehlen und würden damit einer neuen Reparation SkrisiS dorbeusen.
hingen der Konferenz aus Montag 3 Uhr. |
ES bestätigt sich bah die Führer der einzelnen!
Delegationen im Haag Von ihren Regierungen bis zum Montag persönlich neue Instruktionen einholen werben. Die belgische Delegation verreiste nach Brüssel, um mit der Regierung zu beraten, mich die französischen Vertreter werden mit dem gleichen Ziele nach Paris zurückkehren.
Die Schlußsitzung bet Haager Vorkonferenz-
Haag ,17. Juni. Die nächste Sitzung der Haager Sachverständigenkonserenz am Montag 8 Uhr nachmittags wird die Schußsitzung der Haager Vortonse- renz sein. In dieser Sitzung werden die Mitglicher der einzelnen Kommissionen eriianut und die Wahl deS Präsidenten stattsinden. Nach diesem Akt ist KarnrbeekS Aufgabe beendet.
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Eie«, 17. Juni I« einer Versammlung der großdentsche» «vlkspartei. in der bie 4t<je zur Verhandlung stand, äußerten sich, w« dir .Deutsch-Oesterreichische Tageszeitung" meldet, geiler» die Sprecher und Parteiführer zur Anschlußfrage. Nationalrat Schürf erklärte, angesichts der gegenwärtige« Bewegung hätte ein unbedachter und bloß von Leidenschatt diktierter Schritt der Partei und dem dentt-beu Volk schwer geschadet. Mit Rücksicht ans die bebrlngte Sage im Deutsche» Reiche müsse man sch ritt weise -orsehe«, um da« große Ziel der Vereinigung mit Deutschland zu erreiche«. Der Parteiobmann Kandl de- zrichnete die Angliederung der österreichischen Wlhr'ina (I Mt «ichSdeuIsche * eine glatte Unmöglnhkttt e*
MMN tilMH.
149. Sitzung vom 17. Juni.
, Rach Erledigung einer Reihe kleiner Anfragen, .'oirb bie zweite Lesung de; Haushalt- des Innern
agt, daß daS in dem Abkommen eingeschlagene Bersabren durch die Reparationskommission den einzelnen Regierungen torgelegt wird, die es annehmen ober ablebnen können, durch die Annahme aber mindestens 6 Monate bunwm sind, mit der Möglichkeit, es mrk einen Monat zu kündigen. Das Abkommen bleibt in Kraft zwischen dem Ausschuß und dem Reich bis zum 31. Dezember 1922 Und wird von Jahr zn Jahr automatisch verlängert, wenn cs nicht von einer der beteiligten Parteien bi« »um 30. November gekündigt wich. Wenn nach der Beriobe von 6 Monaten das 'Reich auf Seiten eines Alliierten, ! der das Verfahren angenommen hat. Berfeblungen feil« stellt, so kann es mit einmonatlicher Kündigung bei dem Ausschuß beantragen, daS genannte Abkommen mit dem betreffenden Alliierten als beendet zu erklären.
Artikel 8 bestimmt, daß die V e r t r S g e einen Mindest- wert von 1500 Goldmark haben müsse« und nach de« Handelsgebräuchen birett zwischen Deutschen und alliier- ten Untertanen abgeschlossen werden. Die so geH*rten Waren müssen ausschließlich in dem Gebiet be’- b ' nlwe-n alliierten Staates verwendet oder verarbeiv, Die alliierten Regierungen, welche daS Abkommen ai- n hmen, müssen sich bemühen, die Wiederausfuhr der Waren zu verhindern. Die Verträge müssen soiott nach ihrem Abschluß von dem Wiedergutmachungsausschuß gc« nebewgt werden. Die endgültige Genehmigung verpssich- tet das Reich, sofort die Ausfuhrerlaubnis $u erteilen. Der deutschen Regierung wird durch den WetzergutmachungsauSschuß zu Lasten der interenierttn alliierten Regierung der Gegenwert in Gold- mark der von ihr vorgelegten Summen gxtge*
Bolnear« werde bestimmt feine Versickerung der französischen Freundschaft für England miSvrsicken. Dm« zlell fet noch nicht« darüber bekannt, das irgend welche Erörterungen stattsinden werden. Bo>near^ fei jedoch grotzen Teil des MontaoS. «fern bie» er-
sch riebe«. ,.
«nc Anlage A gibt eine Liste (die monatlich neu festgelegt werden soll) berjenigen Artikel, deren Ausfuhr gegenwärtig verlöt 'n ist. Eine Anlage B. gibteine Aufstellung bet Waren, btt denen ausländische Rohstoffe in strlchem Maße verwendet werden, daß sie nur gegen
iwt^ütuHd bet GU^länbij^CTi SRofyflofft gtlisfett wöc* den löntten.
8it Mich».
Paris, 17. Juni. .Heute verlassen die Mitglieder deS von der Reparatiouskommiffion znr Finanzkontrolle des Deutschen Reiches geschaffenen Garantie-Ausschusses Paris, um sich nach Berlin zu begeben. Ein Finanzsachver- ständiger gab dem „Exeelsior" Erklärungen über dir gegenwärtige Mission und die Zusammensetzung sowie die Machtbefugnisse des Garantieausschusses. Der Garautieausschuh ist aus zwei Abgeordneten ieber Macht bei der Reparationskommission und hoh-m Finanzbeamten zusammengesetzt, die verschiedenen Dienststellen dieser Kommission angehöven. Außer diesem von dem französischen Abgeochneten beim Garantieausschuh, M au ehere, geleiteten Büro, ber bald in Berlin, bald in Paris wohnt, gibt es ferner ! noch ungefähr 50 Inspektoren, die gewöhnlich in Deuschland wohnent und in ständiger Beziehung mit ber deutschen Regierung stehen. DaS am 5. Mai eingerichtete Komit« adeltet schon seit jenem Zeit- punkt. ES ist gegenwärtig von der Reparations. kommission damit beauftragt, mit dem Deutschen Reich sämtliche AuSführungsmSglichkeiten zu regeln in Bezug auf die Vorbereitung der Budgets- und ber Steuergesetz«!, sowie die schwebenden St.nrts- schulben zu überwachen.
Neve Drohnnge«.
Paris,!. Juni. Das „Journal" fragt, tote sich I nunmehr die Reparationsfrage stelle und kommt zu I dem Ergebnis, Frankreich brauche nur s e st zu bleöben, dann werde es bie Frage lösen. Wenn die Deutschen I sähen, daß bie Franzosen entschlossen und stark seien, I dann mürbe die deutsche Regierung den Groß- industriellen und ben reichen Besitzern schon die nötigen
— M FmMWSbkSAMS.
PariS. 17. Juni. Der MiederautmachunzS- ausschuß veröffentlicht beute ben Wortlaut bei Abkommens, daS zwischen bet deutschen Regierung und BenefmanZ getroffen wurde, nm die Regelung eineZ Teils der Sachlieferungen zu erleichtern. Bekanntlich wird des Abkommen mit BenelmanS nicht auf Frankreich anwendbar fein, für das nur da? Wiesbadener Abkommen abgeschlossen inirb, um bie Zah- Innaen ber Reparationen zn erleichtern unb sich auf wirtschaftliche Erwägungen gründen, beiten ber normale Handel unterworfen ist. Der zweite Absatz
Sie §600« fioHkren.
Haag, 17. Juni. Die Sachverstätckigenbera-
Voincares Reise.
Lonvvn, 17. Sunt P»tncare ist mit feinet Gattin kurz vor 11 Ubr aesiern Abenv in London ein-1 getroffen. Llovd George, der a« einem Elle« zu Ebten deS Kronprinzen von Schweden teilnabm, wat 1 auf dem Bahnöof durch feine« Ptivats-ktetär GtiggI Vertreten. t „ I
Die „Kime 8" begrüßt Potneate als Vertretet deS 1 England nöcbststehenden a»«erten Lande«. .Dattv Telearaph" bittet Poincar« in einem fetzt »etzllchen I Leitarttkel. Vie Dersichetung cntoe<wni*nebmen, daß I bie btittfche Frenndschatt für Frankreich von lebet 1 Exttavakani der ttltischen Fraaen tmd dem tzierdn'-ch erzeugten Groll bei allen anderen Rattonen nn6eitfitt I bleibe. Dazu sei diese Frenndichatt w wobl aegtftnq bet und zu dauernd. Da« britische Bo» bearsiße die Anwesenheit PoincavS ht seiner Mitte ak« neuen Grund des «ertrmien« ht eine gMSliche SBfung im gesienfetttaen W obiwollen und tzinvernedmen der zwi- I scheu beiden Reaierunaen besiebenden Schwirrtaketten.
London. 17. Sunt Sn seiner Rede bei einem Bankett der brttttchen Gefellschaft für die befreiten Gebiete sprach PotnearL seinen her,kick!en Dank für die NächstenNeb« auS, di« baS btittfche Bott ttotz bet I wirttchafllichen Krise bewiesen habe. „Sbre Bollttk^. sagte er, „tft bie beste von Allen E« istbtePolitik bei Herzen«. Sie genügt, nm bie Mißverftünb- niffe verschwinden ,n falle« nnb Mt Annödernng der eist« zu bewirten. Die StaatsmSnner brauchen nur Stzrem Beisviel te felgen.* D« MinistervrsisideM Wie« nachdrüSttS auf die arotzanigen Wirkungen der Freigebiakett der btttikche« Gesellschutt für die «nglück- I licken, schwer gerEeu vevötkernngen bin. Er lobte !besonder« Lord Derby, der mtt solchem Erfolg da- ran «bette, die Entente zwifSen England Inn» Frankreich exe« zu gesiteten, dte auf dem Bode« der eb-malige« echlackttelder sichtbar und un- anSlöfchliche «Rntren der ewigen Gemeinsamkeit bin. terlaffen habe, die vo« «nn an die Geschicke der betten
1 yfattowa enttewbtt edtott«, u . .
Abg Heß (Ztr.) fordert Besttttgung der in Vwaßen Üblichen Ausschließung konfessioneller Volksschichten 6a ber Besetzung von Staatsämtern. ...
Abg. L ü b i ck e (Deutschn.) betont, baß auch ferne Partei ber Regierung kein- Schwierigkeiten machen wolle, | aber zu ihren kleinen unb großen Anfragen fei sie gezwungen, weil sie keine anbere Möglichkeit habe, sich über die Haltung der ^Regierung zu unterrichten. Dem Dliiüstet werfe et/ tot, gestern als Patteiministet ge- fpro hen zu haben, al? er sich wiederum auf den Boden brr Kriegsschuldigen stellte. Das Verbot der Beamt-n, sich an der Hindenburgfeier zu beteiligen, habe der Regie- tung gerechte Vorwütft eingebracht, zumal fie doch die Wegendemonstration zugelassen habe.
' ?lbg. Metzenthin ®. Vpt.) erinnert an ben würdigen Verlauf der Skagerrakseiet in Breslau, die sich wesentlich von dem Ton der Linksversammlungen unterschieden habe. Redner erkennt die Bewährung der Schnvo an, fordert aber, daß bie Severinglinie, so, wie sie jetzt sei, beibehalten werbe und nicht etwa hinter ihr eine Lbgeorbneten- oder gar Schtaberlinie komme.
Minister S e v e t i n g führt aus: Je nach dem Tempo in dem die Ruhe und die Ordnung wieder hergesteM wirb, kann man der Schupo ihren misttärischen Charakter nehmen. De Technische Nolhilse fei aber nicht Landes-, sondern Staatssache. Wenn ältere Beamte bie Abordnungen ihrer Chefs sabotiert hätten, wäre eingc- fchntten worden. Da Minister schließt mit der Mahnung, in bewegten F?och-u und Monaten Zurückhaltung zu üben, um der Schupo keinen Anlaß zum Cinschruteu. te bieten.
Nach werteren Ausführungen der Abg. MertiuS (Ust !»nd Berndt (Dem.) wird tie WeUerb.'ratung auf Mo.i- iag 11 Uhr vertagt. . . . . . . . . « t
vriiWr fiMsW.
/r 828. Sitzung vom 17. Jusi
>' Anstelle des verstorbenen Schriftführers Nacken (A.) 1 jurirb ber Abgeordnete Schwarz (Ztr.) zum Schrift führet gewählt.
Der Entwurf für eine angemessene Entsch ädi- tzung für die Schöffen, Geschworenen und Der- IrauenSpersonen wird in zweiter und Dritter Lesung a n- igt n om men.
Das Wiesbadener-Abkommen und das vemelmanS-Abkommen gehen debatteloS an die Ausschüsse. t
Die ZwangSanleih«, die Aendetung des E i«- j kommensteuergesetzes unb bie Anträge der Rechtsparteien auf Aendetung bes CrbschaftSsteuer-- Gesetze? kommen gemeinsam zur ersten Beratung.
Abg. H S l lei n (Komm.) protestiert gegen bie Steuerpolitik ber Regierung und wirst ber Sozialdemokratw vor, daß sie ihren Parteigenossen, Reichswirtschastsmiui- :ster Schmibt, bei ber Erfassung bet Sachwerte im 'Stiche gelassen habe.
Da sich niemand weiter zum Worte meldet, werden idie genannten Vorlagen unb Anträge dem SfenttauSschuß Oberwiesen. ,
Es folgt nun bie Weitcrberatung bet Schlichtung S o rb n ung. t
; Abg. Malzahn (Komm.) bezeichnet die Einbringung der Vorlage kurz vor dem Gewerkschastskongreß al« eine Provokation der Arbeiterschaft.
' Die Vorlage wird hierauf dem sozialdemokratischen Ausschuß überwiesen.
Um 3Vt Uhr vertagt sich darauf das HauS auf Montag Mittag 3 Uhr: Getreiocumlase.
turwerk ersten Ranges. L- - - - bie Schaffung eines befriedigenden Bersorgungsgesetzrs notwendig, um daS wachsende Ausscheiden aus der Schupo ....
|U verbiiiderii. Maßregelungen wegen Zugehöngteit zu stätige, duß PoinearS eventuell btt Medekauf- «uer Organisation bürsten nicht erfolgen. Redner fordert, nahmt dieses PlaneS mit Hilf« der gleichen Techniker bei der Auswahl der politischen Beamten bie Vermeidung |ng Gz handele sich bann nicht mehr,
von Mißgriffen, nm nicht bie Reaktion 5U ftärfen_ Die mit gouAtut vorgesehen habe, um eine einfache R e g im entsfe i e t l i -h leit en seien kein Anteß zur desitzrrgreifunq der deutschen Kvhle, sondern um bk bn>» » ban.it Bn.lWl.nt, Mt fametaben znsammenhangen. ^n wltpreugeu yairm u.r > u . . ' m
Oberpräsident unb der Polizeipräsident nicht genügende notigen Kohlen für ferne B^üi^isse behalten könne. Vorbereitungen getroffen, um ben ungestörten Berlsuf Man hasse England für diese LSjung zu emnumeu, des Hindenburg-Besuche» zu garantieren. Hier weil sie letzten Ende» oem Verlanyen der eiiglischen müsse volle Klarheit geschaffen werden. Zu dem Reich?- Industrie entspreche di« vor allem eine Erhöhung webtminister habe er das volle Vertrauen, daß er über die 1 Herstellungspreises der deutschen Produktion ver- Kotle ber Reichswehr bei diesen Ereignissen volle Au,- Tangt DaS Blatt schreibt, es sei wahrscheinlich, daß klärung schaffen werbe. biefe Frage einer der Hauptgegenstände der Unter«
Abg. Limbertz (So;.) bezeichnet den Klas-n- zwischen den beiden MinisterprSsidenten in
kamvs als potwendig, zumal die formale Dmioktatte frin Werl>e>
noch nicht in eine wirkliche Demokratie ausgebaut fr.. । Der alte preußische Geheimratsgeist müsse verschwinden und die Schutzpoliezi müsse von modernem aber nicht von militärischem Geist erfüllt sein. Für eine genügenoe Versorgung der Schuj^iolizisten müßten Maßnahmen ergriffen'werden. Redner tritt bann ben übertriebenen Berichten über bie Ostjuben entgegen. Redner schließt mit heftigen Angriffen gegen die provozierende Haltung der Rechten, wobei es andauernd zu großem Lärme kommt.