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Amtliches VeMndigungsblatt des Kreises Marbmg.
z Anzeiger für (das früher kurhessischej Oberhessen
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Tte «vberhesfiich« Zettu» erlebe tut IwHtncl wichontli». — 3<äugeoe»k mcnatii.t) 2i Mk. R6t ausfallend Hummern infolge Streif» e$et elementarer Cretgnifie kein Ettotz. — »erlag »an TT. CL fittteroti». — Trxtf Oer Unh)^Pudi»rn<erei von Iah. Bug. Koch. Markt 3.23. — RernipteAet 86, Polüihttkkonto: Är. 5015 Amt firanfiurt a. 3Mshu
Mavburg MklMSlh. Den 11 M vrachman».
Der ftnjelgenorei» beträgt für die 9ge!& Zeile ober beten Kaum 1 Mk. iür ben Millimeter, amtliche eitb auswärttae 1.39 Ml Snbere 6paltenbreitee nach entfpreAenbet Berechnung. Spät einlau ende ober befc Kaum übet *h Sette einnehmende Kn» ,eigen hno wir berechtigt, nach der lertipaltenbrelte ju (tun nnb |n berechnen. Sogen. Reklamen berechnen eit die toL»3elle mit UDO Ml Zeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Auskunft durch bit (befAäfterteße und Senat ttUng der Angebote 1 Ml Sonbetgebübt.
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Die sozialdemokratische Fraktion des AckhKages Wacht die sogenannten Regiment«feiern gern Segen» Land einer Interpellation, in der gefragt wird, ob »er Reichsregierung bekannt sei, daß durch sogenannte Traditio nskompagien der Reichswehr die Verbindung Wit den Veranstaltern solcher Kundgebungen ständig Wrfrecht erhalten wird, und weiter, was die Regierung W tun gedenke, um die dadurch entstehenden inner» politischen und außenpolitisch«, Schädigungen W»
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8 2 5. ©iUunß bom.13. Junk.
Auf der Tagesordnung stehen Anfragen. Eine An- frage der Abg Dr. Kahl und Dr Runkel lD. Vpt.) hat die Mißhandlung und Vergcwalt'quug einer Dame puS Bingen auf dem RochuSberge bei Dinge« durch einen Marokkaner zum Gegenstand und verlangt Auskunft, wat die Reichsrrgieruug getan hat, um Sühne für diese Ge- toalttat zu erholten. Dir Antwort der Regierung lautel dahin, daß die Tat am gleichen Tage zur Zenntnir der BcsahtingSbehSrden gebracht worden und daß eine Unter- fudiunn ein geleitet worden ist. Nach Mitteilung des Oberbefehlshabers der französische Rheinarmee an die hessische Regierung konnte der TSter noch nicht ermittelt werden. Die Angelegenheit wird nach drücklichst weiter verfolgt.
Ein« Anfrage der Abg. Dr. Lauscher und Genossen sAtr; verlangt «ine Hilfsaktion anläßlich der durch ein deebeerendeS Hagelwetter und einen Wolkenbruch verursachte schwere Beschädigung der Fluren und Dörfer des ErfttaleS in den Kreisen Rbrinbach und EuÄirchen im Bezirk Trier. Die gewünschte Hilfsaktion ist nach Wnskunft des Regiernngsvertreters seitens der preußischen Landesregierung unverzüglich eingeh itet worden.
Die Juterpellation der Uuabhuogigen über das Er» tzebnis der Verhandlungen mit der Reva» ratiouSkommission und diejenige deS Zentrums wegen der En t«ntefordern ng aus Zerstörung der Eisenbahnen im besetzten Gebiet werden innerhalb der gesetzlichen Frist beantwortet werden.
Es folgt die erste Verölung des Gesetzentwurfes zur Uusführung deS Artikels 18 der R.ichSverkassung. der sich auf NeugliederungSwünkche der Länder bezieht.
Abg. Dr. Gradnauer (So;.) bezeichnet den Gesetzentwurf als notwendig, besonders im Hinblick auf Ober- schlesicn. Die Einzelheiten der schwierigen Materie müßten im RechtSausschuß geprüft w-rdrn.
Abg. Dr. Düringer (Dentfchn.) äußert Bedenken Wgeu das Initiativrecht der Regierung, von sich auS Neugliederungen der Länder vorzunehmrn. Dine Be- ßimmung könnte zu einer Gefahr für den notwendigen Fortbestand Preußens werden. Er beantragt Ueberwei- Wng an einen besonderen Ausschuß von "28 Mitgliedern.
Abg. Dr. Lauscher (Ztr.) will in die Erörterung WS Initiativrechtes der ReichSregierung erst im Ausschuß emtreten. Unter allen Umständen tnr$l< dem verdacht Wrgebcugt werden, als ob die Freiheit da Volks» vbstimmung irgendtvie beeinträchtigt werd«.
Abg. Koch-Weser (Dem.): Die Befürchtungen, daß Mreußen durch das Gesetz zu sehr leiden könnte, könne er nicht teilen. Die Frage Groß-Hamburg sei leben» ►to keine preußische und keine hamburgische Angelegen- heit, sondern ein« deutsche Frage.
( Im Laufe der weiteren Debatte tritt Abg. Graf Bernstorfs (Deutsch-Hann.) für die Sonderwünsche fcner Partei ein, während Abg. v. Kardorf (D. Bpt.> »rkehrungcn für nötig erachtet, welche einen Mißbrauch HcS Gesetzes zur Zerschlagung Preußens verhindern.
i Die Vorlage wird sodann dem RechtSausschnß überwiesen.
k Für baS ReichsjugendwoblfahrtSgeseh be» sgntragt der Ausschuß folgend« Neusaffung d«S ersten Waragraphen: „Jedes deutsche Kind hat ein Recht aus Beziehung zur leiblichen, seelischen und gesellschaftlichen Uüchtigkeit. Wo dieser Anspruch durch die Familie nicht hrfüllt wird, soll, unbeschadet der Mitarbeit freiwMger Tätigkeit, die öffentliche Jugendhilse eintrete«."
Abg. Frau Neubau« (Ztr.) tritt für unveränderte Unnahm« der Vorlage du, da die Jugendpflege nicht Bürokratisch erledigt werde» dürfe und die Politisierung her Jugend verhindert werden müsse.
Abg. Frau I u ch a c » (So;.) begrüßt «S, daß eS nun» Wehr den neuen fokalen Kräften möglich werden würde, t» in der Jugendpflege tu betätigen.
Abg. Hensel (Dentfchn.) betont die Notwendigkeit ter Familienerziehung und die Sicherstellung der fon» Mionellen Erziehung. Im übrigen fordert « Der- Mehrung der Reichshilfe für die Gemeinden.
j Abg. Lentheuser ($. Bpt.) HSU das Gesetz für »twendig, um die in den verschiedensten Gesetzen zerstreuten Bestimmungen über die JugendwohlkghrtSpft-ge M sammeln, sieht aber ht der Familie die beste Grund- tege der Jugetcherziehung.
i Während der Rede dieses Abgeordnete« kommt eS M einem Zwischenfall. Abg. Däumig (vnabh.) stuft Mlter lautem Stöhnen |« Boden. Die Sitzung w'rd Hmterbro:ben, während sich Dr. MoseS (Unabh.) nm den Dkranken bemüht, der von mehreren Abgeordneten vnb Dienern aus dem Saale getragen wird. Al« Präsident ;Ä6e die Sitzung wieder eröffnet, gibt er der Hoffnung Mnsdrnck, daß der Unfall, den der schon längere Zeit kränkelnd« Abgeordnete als Opfer keines übertriebenen Pflicht- «fers erlitten hab«, keine schNmmeren Folgen haben möge. ■ Die Weiterberatung wird be» auf Mittwoch 2 llhr OgchmittagS vertagt.
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Neue Noten in Aussicht.
Reich hofft. Die ganze Frage ist, o» wir nnS «x ttarn Rettungswerk beteiligen wolle«, « dem Mr feidst Intereffkrt sind oder ob wir tn Oesterreich de« AH> deMchmm freie Hand laste« wolle«,
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Pari« ,13. Juni. Tie RkparationSkommi'sion ist gestern W einer offiziellen Sitzung zusammenge- getreten, um über den Ted einer neuen Note en Deutschland zu beraten, die die Ergänzung des am 81. Mai als Antwort aus die Net.' der deutschen Regierung vom 28. Mm nach Berlin gerichteten Memorandums darstellen soll. In vielem Memorandum f)at die ReparativuSkonimfision sich Vorbehalten, einige noch ungevärte Pa fte wi« die Frage der Autr- nomiederRei HSbank und di« Maßnahmen gegen di« Kapitalflucht zum Gegenstand einer besonderen Mitteilung zu machen. Tie Kommission, die gestern noch zu keinem endgültige« Beschluß ge» gekommen ist, wird heute ihre Beratungen fcrtsehen. — Der „Petit Parifien" teilt in o'esem Z»s!?mw.nl>ang mit <e sei wahrscheinlich, daß der Ged a n ken a n s» tausch zwischen bet ReparationSkommis- sio« und der deutsche Regierung in nächster Ze't sich wieder sehr lebhaft gestalten werden da daS Scheitern der internationalen Anleihe eine «tut JnflationSwell« in Deutschland vor» auSsehen lasse, der die Reparationskommission schon heute feste Gvenzen zu ziehen beabsichtige.
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Berlin, 13. Juni. In der heutigen Sitzung nah« die Reichsregierung den Bericht deS Startt- stkretära. D. Bergmann über die Derhandlnngen d-s Anleihekomitee- sich infolge der augenblicklichen politischen Verhältnisse gent't'gt gesehen hat. s ine Arb-it-n
vottäufig zu vertagen. Es wurde aber mit Befriedigung davon Kenntnis genommen chaß der Bericht des Komitees wichtige Hinweise für eine praktische Lösung deS MeparaiionsproblemS gebe. Son besonderer Bedeutung ist nach Auffassung deS Kabinett«, daß da« Komitee sich auSdrülllich bereit erklärt hat, zur Beratung einer Reparationsanleihe wieder zusammen- zutreteu, sobald die gegenwärtigen Hindernisse be» seitigt sind und daß das Komitee die wichtigsten Weltmärkte für bic Ausgabe der deutschen Anleihe zur Zeit günstiger beurteile als zuvor. Ti« deutsch Regierung wird im Interesse der Befestigung de« deutschen WirtschastSleben« und de« deutschen Kredites na chwie vor alles tun. um die Reichssinanzen rwf eine gesunde Grundlage zu stellen unb der Vermehrung der schwebenden Schulden mit allen Mitteln entgegeu» zuwirken, soweit es in den setzt geschaffenen erschwerten Verhältnissen möglich ist. In den bevor- st.heistoen VerhaMungen mit dein Garantiebrmitee wird Gelegenheit geboten sei», der ReparationSkom- mission die nötigen Aufschlüsse hierüber zu geben. Tie Zahlung der am 1 &. Juni fälligen Monatsrate von 50 Millionen Goldmark kür die Reparation ist angewiesen Bis zur Wiederaufnahme der Anleihevcchandlnng wird die Negierung ihre Ausgabe darin sehen, einschneidenden Berändemngm der Balntaverhältnifie vorzubeugr«. Sie wird deshalb, falls die Entwicklung der Dinge es etwa erforderlich machen sollte^ sich mit der Reparationskommission ins Benehmen setzen, um durch eine vor» läufige Verstönd'gung über die weiteren Zahlungen eine ungünstige Entwicklung d-s Marlkurses zu verhSren.
Reiches abznwenden, den republikanische« Charakter der Reichswehr nnbedingt aufrecht zu erhalten und de« inneren Frieden zu schützen.
Die Sottoflf bet Beamte«.
Der Hmiptvvrstand der d-utschnationaken Beamlen» skchaft hat an die Reichs- und LandtagSfrak.ion der Partei das Ersuchen gerichtet, anläßlich der durch die zunehmende Teuerung herdorgcrusene« Notlage der Beamten auf die Umgestaltung be« Steuerabzuges entsprechend der Geldentwertung hinzuwirken und von der Regierung sofortige Maßnahmen zur Anpassung der Gehälter und Pensionen an die weiter gesunkene ftouftraft der Mark zu fächern. , .,
Mifeet £sii!oo.
: 146. Sitzung vom 13. Juni.
Bor (Antritt in die Tagesordnung verliest Präsident Lei««rt eine gemeinsame Erklärung der Par- tetew, in der gegen die gewaltsame Abtrennung Lberschlesiens Protest erhoben wird. Unter lärmenden Zwischenrust« der Kommunisten und Beifalls- kunb^bungeu der Mehrbnt bezeichnete der Präsident die Entscheidung der Botschafterkonferenz als gegen Bernunft und Recht verstoßend. Der Landtag wisse den scheidenden Oberschlesiern Dank für ihre Treue zum D'iitschtmn und gelobe ihnen z«: In Not gedrängt, aber in Treue vereint!
Abg. Katz (Komm.) protestiert gegen diest Erllärung, die nicht nn Sinne aller Parieren abgegeben sei. Der Aeltestenrat habe rn illoyaler Weise die Anträge der Unabhängigen und Kommunisten unbeachtet gelassen.
Abg. Schalem (Komm.) bringt «ine« Antrag rm, der sich mit den Borgängen in Königsberg beschäftigt, von monarchistischem Rummel spricht und von einem Ueber- fall der bewaffneten Macht ans unbewaffnete Arbeiter.
Abg. Ra bald (Unobh.) beantragt, den Antrag sofort z« beraten.
Nach kurzer Debatte wird die sofortig« Beratung dkefes Anfrage« abgelehnt unb der Hau-balt der preußischen Zentralgenosseuschastskasfe in »weiter Lesung behandelt. Die Ernlag« de« Staates soll auf 500 Millionen Mark erhöht werden.
Abg Dr. Faßbender (Ztr.) stimntt der Vorlage zu, wünscht aber Erhöhung M Grundkapital» der Zentralgenossenschafts kaffe auf 2 Milliarden Mark.
Im Laufe der weiteren Debatte erhebt Wg. M e V e r- Berlin lUnabh.) schwere Angriffe gegen den Präsidenten der Zentralgenossenschastskasse, der trotz gegebener Zusage mit den Beamten der Kasse nicht über deren Wünsch« verbandel« wolle. Bet Ausbruch der Revolution sei einer bestimmten Anzahl gut angeschriebener Beamte» ein Teil de« Gehalte» in Silber ausgezahlt worden.
Nachdem der Präsident der Zentralgeuossenschastskussc betont hat. daß er den Beamten gegenüber stet« wohlwollend und ps «». benommen habe, beim Ausbruch der Revv. ....c noch nicht im Amte gewesen sei. schließt sich der Abg. Leid (llnabh.) de« erhobenen Borwürfen an und beantragt Zurückverweisung bei Etat« an ben Haupiansschuß.
Fiuanzmmister Dr. «.Richter Sätet, dee fg65e Verzögerung der Staisverabschichung zu vermeiden und
stellt bi» zur dritten Lesung eine Klärung der erhobenen Vorwürfe in Aussicht.
• Der Etat wirb sodann bewilligt, ebenso der Etat der Staatsschuldenverwattun, und bet ObcrrrchimngS- kammer.
Nach Erledigung der zweiten Lesung eines Gesetze» zur Regelung de« KörungswrsenS wird die Sitzung auf Mittwoch 12 11 br mittags vertagt. Mat de» Innern und Hebammengesetz.)
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las ßümMW Zimplend.
Wien, IX Juni. Die amtliche Nachrichtenstelle meldet: Bundeskanzler Seipel sprach tn den letzten Tagen bei einigen Vertretern der auswärtigen Mächte vor In längeren Unterredungen machte er ste auf die Stimmung der Bevölkerung aufmerksam, die durch die noch nicht abstauende Valutahauste her- vorgerufcn wurde, die wieder hauptsächlich durch die Verzögerung der in Aussicht gestellten Kredite bedingt ist. Gestern batte der Bundeskanzler auch mit den Führern der parlamentarischen Par- teien Unterredungen tn welchen er ste ersuchte, der nicht begriindeten übertriebenen Beunruhigung der Bevölkerung. die stch namentNch tn unwirtschaftlichen Angstkäufen offenbart, entgegenzuwtrken, da diese Käufe selbst wieder die Teuerung erhöben und damit die allgemeine wirtschaftliche Lage erschweren müßten.
Wien, IX Juni. Die gesamte Prefle befaßt stch mtt der tn den gestrigen Börsenvorgängen erneut zum Ausdruck gekommenen schweren WirtschaftS- krile und erörtert die Frage, wie der dringende« Not avzubelfcu sei. Während die »Neue Freie Presse' wieder einen Appell an die Entente richtet, fordert die Medrzabl der anderen Blätter eine Einigung der Parteien zur Selbstbklfe. Die .ReichSpost' würdigt Kö- nigbmierS Vorschlag eol engeren Anschluß an Deutschland, hat aber Bedenken gegen seine praktische DurchMbrung. die ,« viel Zett erfordern würde. Die Arbeiterzeitung schreibt: Da« ganze deutsch-österreichische Volk, vielleicht abgesebe« von den wenigen schwarz-gelben, steht den einztgen Ausweig aus der hoffnungslosen Lage tu dem wirtschaftlichen Anschluß an Deuftchland. Daß die Regierung nochmals gn die Entente appelliere, sei zweck- und boffnunySlo«. Die .Detttsch-österreichische Abendzeitnna' schreibt: Die Ledensuufähigkeit Deutsch-Oesterreich« ist erwiese«. Redmen wir unser Schicksal setzt selbst in die Band und vollbringe« wir eine desreiende Tat. kehre« Wir zurück ins VaterbanS. schließt: Wir find am Ende. Ret kennt kein Gebot.
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Französischer Kredit für Oesterreich,
chäri«, 14. Juni Der Senat bat gestern stach» mittag de« Gesetzentwurf betreffend Gewävrung etne5 Darlehens von 55 Millionen Franken ax Deutsch- Oesterreich «genommen. Der Berichterstatter begründete den Entwurf mtt dem Jntereste. da« Frankreich an der Erhaltung eher« vom deutschen Reiche unabhängigen DenffchösterretSs und einer bestimmte« Donanolttik tat allgemeinen hab«. AebnNch äußerte« stch eine Reibe von Rednern. Auch Ministerprästdrnt Poincars bestSttgte diele «uffastung mit ben Worte«: 6« bandelt stch deut« um eine Frage der französische« Poktttk. verrrkdigen tetr die Verträge von Versailles und et Germain, die den Snfchtutz Oesterreich« an Deutschland verbiete« «der verteidigen totr ste nicht. Wir wolle« der Stimme Oesterreich« selbst folgen, da« mtt »gen de» Feldgog tn Hilfe ruft, der auf seine 4 nit-w- »«* - •**« “ -
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PoinrarÄ» Antwort an riovd aeorge. ** Pari«, 13. Juni. Die französische RegkevnG hat der englischen bereit« eine Antwort auf betet Note Übermittelt. Frankreich erklärt darin, baß dl weiterhin auf dem Boden der Resolution von Tanne« flehe, die in Genua häufig vergesse« worden fei Tie französischen Grundsätze, die indessen in England, zu Mißverständnissen Anlaß g-geben hätten, seien nicht mißzuverstehen. Frankreich anerfenne, daß im Haag zunächst eine SachverstSichkgen "Beratung stattfinden werde. Aber nach dem gestrigen Programm würde man den Russen leicht Gelegenheit zur Propaganda geben. Frankreich gibt sich bann damit zu frieden, daß da« russische Memorandum vom 1L Mai überhaupt nicht in Betracht kommen wird, fordert also nicht mehr dessen ausdrückliche Beratung. Allerdings wird fcefonfc daß sich die ft an zö fische Regierung ihre volle Handlungsfreiheit vorbehält. Dia französische Regierung ist der AnsitP, baß die Resolution von Cannes im Haag imbeMngt al« brdeutenda Borschrist zu gelten habe. Von dieser Vorschrift haba sich die russische Delegation in Genua im Laufe bet Verhandlungen immer wieder entfernt. Andererseits erkennt Frankreich das Recht zu Requlsüionen tm aber nur dann, wenn sie tn Ker Lage sei, diese bezahlen. Man könne die Beratungen der rnssischeA Fragen auf einer neuen Grundlage wieder aufnchm«^ müsse aber namentlich ein« eingehende UntrrfnchnnA der russischen Zustände vornehmen. ® sei jedoch ft» Frankreich unmöglich, eine Certnlwoee tung der russischen Kriegsschulden hl»« zunehmend die russische« Kriegsschulden musttM anerkannt und bezahlt werden. Die SowjetvkgkrmG habe in dieser Beziehung bestimmte Garantien W. geben. Bezüglich deS Privateigentums HW Frawte reich an den Grundsätzen, die es im Memorandum Douf 1. Juni entwickelte nach wie vor fest. Kredite könnkeH Rußlatch unter Bedingungen gegeben werde«, tye dA Kreditgläubiger befriedigten. !' a
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P aris, 13. JunL Zur Anttcksrknot k - incaräs an die englische Regierung schreibt M* „Sournal": Mmi könnte sich fragen, ob die enflr lisch« Rote vom 11. Juni eine Antwort erforderteß Poinears war der Ansicht, daß gewiffe unsreundlichs" Anspielungen be« englische« Schriftstückes gerügt werden müßten. Er stand vor allem aus dem Stand, punkt» daß die These Frankreichs über gewisse ten denziöse Auslegungen hinaurgehoben werde« müsse Alles bas läßt erkennen, daß e« sich nicht «kht um Polttih sondern um Polemik handckt.
Uneingeschränkte Zustimmung findet die Rote durch Alfred Tapus im „Figaro". j >
Tardieu schreibt im „Echo National^, Went Poincarö seine Auffassung offen auispreche, würde et sagen: Ich will nicht nach dem Haag tzehe«, Wei? diese Konferenz eine Fortsetzung Genuas ist unb weif Genua bewiesen hat, baß eS unmöglich i& sich mit den Sowjets zu verständig«. i
Die „Action Franaaise" schreibt: Taz Eiche von alledem könnte wohl sei«, daß Frankreich ebensowenig «ach dem Haag ginge, wie die Vereinigten Staaten. Der nmerika» nifchen Regierung werde e« sicher Vergnügen machen, wenn andere Regierungen gegenüber dem Bolschewismus dieselbe Haltung einnähmen. ES sei doch schön, daß die beider Schtvesterrepublikeu in dem Gedankeq über die Gegenrevolution einig seien. '
Der „Eclair" sagt: Man kennt in der DvwnbrK, street unb int Foreign Office den Chef der französische« Regierung schlecht, wenn man angenommen hat, da, er die «npasfcnde AusdruckSwrise nickft würden zu der die Verfasser der englisch- ■r-i*
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Der „Saulvir" schreibt: E sliegt Ms 8er Hontz daß die französisch-englische Entente feit einiger Zeit unerwartete, ein wenig störende Forme« annimmß Man nörgelt über die Texte und schikaniert sich bch deren Auslegung. Die Deutschen und Russe«, bte dß' Aneinigkeit der Alliierten auSzubeuten verstehe«, hatittl «S zweifellos niemals so gut Trotzdem um 'N« ^anzösifche Antwort nötig, weil es wirvich nicht m» geht, daß wir dauernd die Verantwortung für bi« politischen Schlappen auf unsere Kappe nehme«, die man bald auf der einen, bald auf der anderen Konst cenz erlebt Wahrscheinlich wird die Debatte zwischen de« Kanzleien chre Lösung bei den iluterredungen finden, die PvinearL am 19. Juni i:: London mit 'Üoyd George hat. .
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Pari», 18. Juni. Der Miuisterrat hat heute beschlossen angesichts des Nmflandes, bafit bfe fcaaoa