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Ae Lmchm di WM.

Fortsetzung der vrrhaEav«.

London, 8. Juni. Testend Nachmittag 6e» Motz das englische Kabinett di» Absendung des Ultimatum# cm die irischen Delegierten, in dem Irland aufgefordert wird, die Bedingungen der englischen Negierung anzunehmen, andernfalls die Verhandlungen sofort abgebrochen würden. Vas englisch« Ultimatum wurde in später Abend­stunde von de« Irländern angenommen, so datz die Verhandlungen nächsten Dienstag fort­gesetzt werden können und Lloyd George sich einig» Lage auf sein Landgut zurückziehen kann.

London, 4. Juni. Die englische Regierung ist entschlossen, jeder republikanischen Opposition und der de Valero# gegen die «m der englischen Regierung geforderten Ab- inderungen entgegenzutreten. Die eng­lisch« Regierung verlangt, datz die Bedingungen des englisch-irischen Vertrages angewandt werden. Das Kabinett wird nicht erlaube«, datz die geringste Ab­weichung vorkommt.

Belfast, 4. Juni. Haoas meldet! Infolge der militärischen Vorbereitungen, die mit Eifer von England gegen Ulster unternommen werden, sind Jnfanteriebataillo« und Artillerie heute angekommen. Die englischen Truppen et» stetzen die Polizisten an den Grenzpunkten, wo die Truppen Südirlands einen Einfull vorsuchen könnten.

Londonderry, 5. Juni. Der Kommandant wm Aster hat die Ausfuhr von Nahrungsmitteln, Kohlen und anderem Heizmaterial, Petroleum so­wie andere« Gütern nach der irischen Grafschaft Donegal verboten, das hauptsächlich auf die Zufuhr «ms Londonderry angewiesen ist.

London, 5. Juni, von der Grenze der iri. scheu Grafschaften Fermanagh und Den egal wird -«meldet: Britische Truppen wurden bei« Ein­marsch in Pettigo angegriffen; es wurde Artil­lerie eingesetzt, der Angreifer wurde aus dem Orte vertrieben und ihre Anführer gefangen genommen. WinPolizist wurde getötet. Später räumte« die Aufständischen Belleck »nd da# Schloß Wagherr- «eena. Bei ben Kämpfe« bei Pettigo platzte eine britische Granate in einer Gruppe der Aufstän­dischen, w«>on sechs getötet wurden, die anderen, etnschlietzlich der Führer, ergaben sich samt Waffe« «nd Munition.

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Aus dem besetzten Gebiet.

Wesen die wtterdiudu«« der PreffesreiheU in Defekten Miet

verli«, 2. Juni. Der Vorstand deS Verbandes der deutschen Presse hat folgend« Entschließung gefaßt: .Der «eichSverdand der deutsch« Presse richtet die Aufmerkfamkeit der gauzen Kulturwelt a» die fort­dauernde Umerbindung der Preffesreidett im »«setzt« rheinisch« Gebiet. Immer wieder werden a»S den Richtigst« Gründ« Zeitung« ans dem besetzt« und «besetzten Gebiet verbot« Da» «echt der frei« Meinungsäußerung wird der Presse im besetzt« Se- 6t- «r und mehr eingeschriintt und d« »etxtfteur« di usübung ihres Beerufcs da"e«v erschwert Gegen diese Unterdrückung der in au« Kulturlän­dern versassungSmützig als Grundrecht eine» Volke» gewährt« Pressefreiheit erhebt der «etchSvervand der d«tsch« Presse von ««em mit aller Snifchi e- denh eit Einspruch. Er wendet stch lnSbeson- dere an dm tzreiheitssinn und da» Gerecht!gkettsaefühl der Prffe aller Sulturländer, ihn tat seinem Kampfe »gen diese UnterdrückungSpolltik zn unterstütz«-

«acht und Recht

Koblenz, K Jnnt Die interalliierte Rheinland, wmmisston hat eine «ew Verordnung bett, die An­wendbarkeit de» f 15 der deutschen vtrafproretzord- «ung in den besetzt« Gebiet« erlast« Die Rhein­landkommisfi»« behält sich in der wetten Verordnung das Recht vor, eine aufgrund diese» - 15 ergebende kntscheidung eine» ober« deutschen Gericht» im ver- waltnngswege «achzuprüfen und fei«» An». Iübrung i« gegebene« Fall« ,u verhin- ern.

Pari#, 8. Juni. Ma« meldet aus Koblenz derChicago Tribüne": Der Befehlshaber der

Nachdruck verbot«

Das Wasser kommt!

Roman von Arthur Wixckler-Lanuenberg.

15. Fortsetzung.

llnS plötzlich änderte et ben Ton.

Damit ist Ihr Auftrag erfüllt, Wern«; teilen Sie «ft, wa» er genutzt hat. Mr aber red« jetzt von anderem, taffnem. Wett in der West find ®e geweftn und tannen mm die Heimat wiederzufchen. Etwa» spät Uwhl, aber wenn'» herzlich gemeint ift niemals zu spät sage ich also Willkomm« daheim!"

Er hob da» Ma» und alle ftie^en an.

Berne: mußte daran tanken, daß ihm der Freund fn bet Stadt und ein Fremder hier draußen solch Will, komm« gebot« hatten, im Baterhanse niemand.

ör ließ sein Mos an daS des Ast« klingst barm an da« der Hausfrau x*b zuletzt hob er e- Toni ed$^lLwurde tfc ihm heiß. Me die strahlenden Augen ihn ansah«, so herzlich st» sonnig turntet Und von ihr« Lipp« klang'» leist wiederholend : ^Mllkomm« daheim!"

Als ich « erst jetzt wie fthSu die yekmat N» stieß er sein BlaS an da» da» jung« Mädchens und auch seine Stange» sprachen. @o beredet, so stürmisch daß Tom die ihr« mrderschlug.

Urck> dann Ninbe e» gemütlich tat HardtA. Nie­tn and wollte den jung« ®ag weglasse«. Der Hausherr wußte ihm vorführen, wa» er gebaut hatte, in den lang« Jahren, tntt ®t5Qe und Scheuern, mußte ihm leigen, tote der Obstgarten gediehen sei. Über dessen Mauern der kleine Werner geklettert war.

Toni ging mit urck> zeigte die Voliere, ft» 8er jcht efn Uhu dumpf vor stch hinbrütend, saß, die ober «tust Werners Eichhörnchen beherbergt hafte.

Vergess« war aller Hader, der da brinnm eben «och ein Glas zerbrochen hatte, Hardt plauderte mit bem behaglichen Stolze eine» Manne», der sich und da» jektioe scheu lass« buur. Tynj aber ücfl aus der

Iamsrikaukp-e» Rheimrrota» AU»« enrpflng gestern vom Kriegsdepartement gfa Kabeltelr- gramm, fw bem es ermächtigt wurde, eins Streit- macht von 100 01200 Soldat« tot Brücken- köpf |« behalt«« und zwar auf unbestimmte Zeit, entgegen der anderweitig« Entscheidung der vereinigt« Staat«, alle ihre Truppen zuückzu- ztehen.

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Emins MM».

Berlin, 8. Juni. Moskauer Prkvatna'chrschten bestätig« heute die Meldung daß im Befinden L«ins eine weitere Verschlechterung «tragetret« ist. sodaß er stkr längere Zeit tau Regiernngsgesch ästen nicht ob­lieg« kann. Dagegen ist die Meldung einer Ber­liner MittagSzeitung unzutreffend, daß Litwinow und Radek infolge der Nachricht über ein« Schlaganfall Lenins nach Moskau abgereist fei«. Radek ist bereit* vor fünf Tag« von Berlin nach Moskau abgefahren, während Litwinow gestern seine feit einigen Tag« programmäßig vorgesehene Reise nach Reval antrat. Bet der Sowjetvertretung liegen übrig«» keine be- sonder« Nachricht« über eine wesentliche Verände­rung de» Gesundheitszustandes Lenin» vor.

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Der Reichswirtschaftsrat.

Die Pacht schutzordunng.

Berlin, 2. Juni. Der vorläufige ReichSwirt- fchaftsrat nahm in seiner heutigen Atzung die Vor­schläge deS SedlungSausschusse» zu dem Gesetzentwurf über die Verlängerung der Pachtschutzordnunz nach längerer Aussprache mit einer Reihe von Abänderungs- anträg« von Arbeitnchmerseite an.

Zwangsanleihe.

Berlin, 8. Juni. Im Auftrage de» Vorstände» be» ReichSwirtschaftSrotes hat der finanzpolitische Aus­schuß ein Gutacht« für den Gesetzentwurf über die ZvangSanleihe «»»gearbeitet, das der Reichsregierung übergeb« werben soll. Am Freitag den 9. Juni tritt der finanzpolitische Ausschuß zur Beschlnßfas- fang über dieses Gut acht« zusammen.

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Politische Tagesnachricbten. Deutsch-italienische Verhandlungen.

Hont, 6. Juni. In den nächst« Tag« wird in einer »och nicht bestimmt« Stabt eine Konferenz zwischen italienischen und deutsch« Delegiert« statt­finden, die sich mit bm von Deutschland pi leistenden Reparationszahlung« beschäftigen wird. ES soll« Vereinbarung« getroffen »eben, welche Waren Deutschland zu liefe« hat.

Internationaler Kongreß bet katholischen Sesellen- Btrtine.

In Köln a. Rh. ist an bm Pfingsttagen, wie das Berl. Tagebl." meldet, di« erste internationale Tagung katholischer Gesellenverein« zusammen­getreten. Außer sämtlichen katholisch« Gesellen- vereinen Dentschlands einschließlich des Eaar- gebiets, Danzig, und Oberschlefiens, war« oie österreichisch«, tschechische, jugoslawisch«, schwei­zerische, holländisch« und nordamerikanisch« Ge­sellenverein« vertret«. Die Zahl der Teilnehmer betrug etwa 15000.

Tschitscherin in Berlin.

DemBerliner Tagebl." zufolge ist Tschitscherin vorgestern Abend in Berlin eingetroffen.

Demokratischer Jugmdtag in Taffet.

Tassel, 5. Juni. Der Reichsbund tautsch- dem akratischer Jugendvereine veranstaltet« zu Pfingsten in Tassel ein« Reichsjugendtag.

Das Treiben der Fafzisten.

Bologna, 3. Juni. Gestern kam es in Bo­logna zu einem vergeblich« Sturm der Fafzisten: es gelang bm Militär, die Fafzisten zurückzudrän- gen. Zahlreiche Fafzisten wurden verhaftet. Der Fafzistenführet Mufolini hat nun von Rom

Vergangenheft immer netw Erinnerungen, die ihr und Werner gemeinsam waren.

Se wunderte sich selbsh wie das kam. Mit Heinrich hafte sie fo vtete Jahve zusrnm« in Gunters- bach gelebt. Wie wenig Gemeinsame» fand sich zwischen ihr und ihm. Werner» Zugehörigkeit lag wett prrikch in einer Zeit, zu der manchmal keine Brücke zu führ« schien. War sie doch ein ganz kleines, btrmmeS Kind gewesen. Aber bi» in diese Vergangenheit ging« Wege nnV Stege, und auf stand plötzlich Werner, der toftd«; schwarze Lockenkopf, der immer etwa» SReutit, etwas Lustige» wußte und bem die so viel jüngere Freundin mit Staun« lauschte.

Mn« Bergkristall hatte er einmal im Walde ge- funtan mck mitgübracht. Klein-Toni hatte so herr­licher nie gesehen. Dort 6t der Ecke, zwischen Stall und Scheune, hcckten sie gesessen, Vld) kn der Druse batte ftntMnb die toenbjbnnc gespielt. War es nicht, als ginge sie in Werner» Händen mich einmal zehn­ober hundertfach unter! Und dann, wie Tont mit Entzück« die Pracht bewundertes da sch«kte er ihr tau Stein. So war et immer gewesen. Geben, schenken. Freude machen, tack war ihm Glück. Kein Besitz lockte chth oder der Besitz al» Mittel zum SdjenJen.

Toni «zähltet wie sie mtt dem Steine unter tat Schürze damals auf den Botan geschlichen war und im DachgÄälk versteckte. Niemand sollte ihn sehen. Die Herrlichkeit war zu groft bk hätte man ihr nicht gelassen! Und bann? 3a, nach Jahr und Tag war da» Dach ausgebessert tovrd« und ihr strahlender Äwar verschwunden. Bittere Trän« hatte sie

, Heimlichs heiße!

Wern« lauschte beglückt Horn Erzählung, und 8er Vater lachte.

Dann war der Rundgang beendet und Werner wollte Abschied nehmen, da «schien Frau Hardt in bet offen« Haustür und rief über ben Hof: So käme et nicht davon, sir habe ein Frühstück zurechtgestellt, er werde Hunger hecken, feit dem Marsche von bet HolMeift hiech« ,jLjL .b

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au» di« Auflösung der in Bologna ang^amnreltrn Fafzisten abteilung befohlen. Jnfvlgedesien hat be­reit» der Abzug der Fristen aus der Hauptstadt der Provinz Emilia eingesetzt. Man glaubt, die Gefahr von blutig« Zwischenfällen einstweilen ver mieden zu haben.

Der deuttzye Schutzvmed-

Ull«sttku, 8. Jun». In der beidtflt» Sitzung bei Pstngstwguno be» Deutschen Schutzbundes wurde die Lage tm deutschen Ost« von berufen« Männern tn langer« «uSstzrung« beleuchrel. Sämtliche The- nun wurd« in außerortantttch segelnder und aufllä- renber Weise behandelt.

General Barihelemv tn Part». Der Vorsitzende der Kontrollkommission über die Stteitträste Deutschlands, Gmeral Barthelemy, ist gestern von Berlin in Pari» etagettoft«

Unpolitische Tagesnachrichten.

Die Casseler Kunstausstellung 1928.

Dassel, 4. Juni. Heute mittag sand tat Kuppel- saal des Orangerieschloffe» in Anwesenheit von Ver­tretern der staatlichen und städtisch« Behörden, unter starker Anteilnabme bei hiestg« Künfilerschast und zahlreicher Kunstfreunde die feierliche Eröffnung der Lasseier Kunstausstellung 1922 statt. Die Ausstellung wird bis zum 27. August dauern.

Der Gewerbeschullehrerverband. Frankfurt, 5. Juni. In der Aula der Universität trat gestern der deutsche Gewerbeschullehrerverband zur 29. HandwerkS- versammlung zusammen.

Die Vereinigung deutscher Wohnungsämter gegen da» ReichSmieiengesetz.

Berlin, 6. Juni. Die veretatguug deutscher DohnungSäfmter faßte auf ihrer Jahresversammlung tn Mühlhausen ein« Beschluß tn dem ste die gesetz­mäßige Durchsührung be» Reichrmiettugesetze» in Preutz« zum 1. Juli für unmöglich erklärt, weil für die gesamte Vorarbeit und die Festsetzung der Hun- dettsätze nur 8 Tage verbleib«

Deutscher P afsagierdamp serverkeh r nach Ostaste»

Bremen, 6. Juni. Der Rordd. Lloyd beschloß, ab 1L November ben Personenverkehr nach Ostafien mit neuen Schiff« wieder eirazurtchttn. MS erster Dampfer wird der zurzeit auf der Weserwerst in Bre­men tm Bau befindliche große Pafiagierdampfer .We- fen von Bremm 06gefertigt Die Weser wird 70 Ka- jüttnpassagiere und 90 Passagiere dritter Klage beför­dern.

Eisenbahnunglück. Düsseldorf, 5. Juni. Heute vormittag kur» vor 9 Uhr ereignete sich auf der Strecke nach Düsseldorf kurz hinter der AuSfahrt am Haupt- badnhof ein Eisenbahnunglück. Eta Wag« 2. RI. stürzte ans bisher nicht ausgeklärter Ursache ttm und der Zug entgleiste. Zwei Fahrgäste wurd« getötet zwei schwer und vier leicht verletzt Es handelt sich meist nm Ausflügler an» der Näher« und weit«« Umgebung Düsseldorf».

Ausstände.

«tritt »ei der Hamburg« Hochbahn.

Hamburg, 9. Staat Die Beamten und Ange­stellten der Hamburg« Hochbahnaktstngesellschaft und der Z«ttalbahn find heute morgm in ben Ausstand getreten. Rach der Ablehnung de» von der Griellfchast angenommenen Schiedsspruches hab« stch gestern Abend auch Me letzt« SinigungSverhandlung« zer­schlag«.

Ende de» AuSstandS in den Hamburger Berstcherung«.

Hamburg, 8. Jun.1 Nach sechswöchiger Dau« ist der AuSstand der hiesigen BerstcherungSansestellt« durch ein« vergleich beendigt Word«

Main», 1 Juni. In dem Ausstand Mr kauf- männifch« Angestellten tn Mainz, Wtesbatan und Umgebung ist heute unter dem Vorsitze de» Demobil- machungSkonunissarS nach etwa sechsstündig« Ver­handlung« eine Einigung dahin erzielt Word« baß üb« die SchlichtungSsSre hinaus per Mai 5 % und per Juni 35 % bewilligt werden. Die Arbett soll am DimStag Wied« ausgenommen werd«

Goldankauf.

Berlin, ».Ium. Der Ankauf von Geld für das Reich durch Me Reichsbank und He Best erfolgt in der Woche vom 6.11. Juni d. I». zu dem gegen die Vorwoche herabgesetzten Preise von 1100 Mark für ein Zwanzigmarkstück, 650 Mark kür eht Zehnmarkstück. Für ausländische Goldmünzen werb« «sprechende Preise gezahlt Der Ankauf von RnchSfilbermknzeu durch He ReichSbank und Post findet mtveritadert ztrm Llfach« Betrage deS RmnwertrS statt.

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Hardt aber hatte lachend feinen Arm unter den Werners geschoben und tau jung« Gast in» Haus grfrtct.

So herzlich^ so Komtglos verlief b« erste Besuch de»Städtischen^" auf dem Hardthofs und »ach zwei Stund« «st konnte er feine Rundwanderuug in land- räüichem Auftrage fortfetz«. Aber dafür waren die Besuche bei Kube und Thomas um so rri^oser.

Mürrischer Eigensinn sperrte sich gegm jedes Ein- lmk« und berief fich^ wie ja auch die Mutter es getan hatten auf bas Brifpiri Johann Hardts. Da war nichts zu mach«

Al» bet erfolglose Berber zum Frieden dann heim zog, wieder hmaufstiog in die luftige Höhe, wo ihn Frau Lemke mit edefenen Prob« ihrer Kochkunst eitoartete, war ihm gar nicht zu Mute wie einem, b« eigentlich eine Schlacht vockoreu hätte.

Dem Bauern frieden mtt der Regierung hatte et kein Terrain erobert, gewiß nicht, überall war sein Angriff mit Glanz abgeschlagen worden. Nun mochte Kerstenau sich von AmtSwegm obfmben, viel grämen würde sich diese Frvhmltur nich^ und schließlich mochte die Sache eben ihren gerichtlichen Austrag finde» Wenn mm tfffce, auch die Mutter, Kost« und Schad« hott« was half e»! Sie hatt« es so geuwlll, sie mußtan eS trogen. Nur um Hardt tat es ihm Kid. Hier war felsenfeste Rechtsüberzeugung, ehrliche Standhaftigkeit. Davor hatte er Respekt und glaubte nicht nur an einen Sieg Hardts, sondern wünschte ihn sogar:

Urck da war er auch zugleich bei dem innersten Anlaß feiner Zufriedenheit, die mit der verunglückten Wsfion in grellem Widerspruch stand.

Da» Harbkhaus! Toni!

In frohem Rückbesimi« strahlte sein Gesicht, «nd er bemerkte keine Ntühen des Steigens, während er bergan wanderte.

Und im Harthofc stand Toni: saun und sann!

Der Dattr war noch einmal Wer die Füd»r ge­gangen, die Mutter sah in der Küche nach ben Rechten. Jetzt kam geeei Therese in die Wvhnstrchr zurück.

MKMkM RMW.

Hnrrcch, 6$ 5in eta Jägersmann Von bem 11. Jägerbataillon ----

* Marburg, 6.Juri. Ans viel« öffentlich-, Gebäud« und Bürgerhäusern toefren Fahnm als Pftngtz, und WillkommenSgruß den fremd« @äfkn entgegen, die während der Festtage hi« Einkehr gehakt« besondere gatt bei Willkomm ba ehemallsm Marburgs Jägern, die bem Ruf, sich wieder einmal tu ihrer alten Garmfonstadt tm btt Lahn schm »u lasse»- zahlreich gefolgt war«. (, «

Dm Anstatt pt ben 8.Jägerkag ave» ehemaliges Marburg« Jägerbataillone bildete der zj

BegrüßungsaVend ' 5

der am PsinMommbend in tan schön geschmückt« SkadK sälm unter großer Beteiligung stattfand. An laugen Tafeln saß« die alt« und jung« Kamerad« von de» grünen Farbe, darunter auch zahlreich« Offiziere, frisch, tm alle Erinnerung« und Erlebrchse au» Frieden»' »ich Kriegszeiten auf und gedacht« dabei auch so manche« Frmnde», der in der Heimat oder in Feindesland schlun» wert. Auf die Pflege der alten Kameradschastkichftft wies« auch bet Vorsitzende bet Bereinigung Marburg«» Jäger, £>ert Roth, und der alte Jägeroffizier, SiMklenz ». Dewitz, in ihr« Begrüßungsansprachen hin. Im weiter« Verlauf beS Abends überbrachte Oberbürge» meister Trost bm WillkommmSgruß der Stadt Marburg, Man dürst nie vergesse», was bk JLgerbatailloae betg Vaterland geleistet HLtt« D« Rektor bet Universität, Geh. Rat Prof. Dr. Gvdamer, wies auf bst vielen Marburg« Student« hin, bst bei be» Sägern ihm Dienstzeit verbrachten. Er verband damit ben Wunsch, daß der alte Jägergeist erhalt« bleibe und die alten Jäger noch erleb« möchten, daß eine neue Jägerschaft «tstehe. De r Vorsitzende de- KreiskriegerverbandeS, Herr Oberst Immanuel, gedachte bet Tat« bet Jäger im Kriege, bst von der Marneschlacht au bis in bieWSftm Svrums reicht« Er ermahnte zum Schluß, doch ben deutschen Kricgrrbund durch Beitritt zu stärken. Kvn- zertvorttäge der Reichswehrkapelle, Dellamaiwn« eini­ger Kameraden, prächtige turnerische Vorführung« zweier Riegen der Dammabtellimg deS Turn- und Sportverein» sowie GesangSvorträge der Gesangsabieilulig deSstlben Vereins trug« wesentlich zur Verschönerung des Abend» »och bei.

TrommeMang weckte am erst« Mngstsonntag Me Gäste, die unterdessm anS der Umgebung besonders noch zahlreich« Zuwachs erhielte». Um 81/, Uhr begann auf bem althistorisitan Kämpfrastn, dm bk alten Jag« wohl auS ihrer Lttnstzrit noch in Erinnerung hab«, ein

Feldgotte»dienst.

Untre ben Äläng« flotter Marschmusik rückte bk TraditionSkompagnk an, währmd bk alt« Jäger sich überraschend schnell nach Bataillon« und Kompagnim aufstellt« Das Ganze umsäumt« zahlreiche Zuschaue, aus Stadt und Land. Der Gesang der Choräle,Harrn meine Seele" undO heiliger Geist kehr' bei uni ein" umrahmt« die zu Herzen gehende Predigt deS Her« Pfarrer Eisenberg. Im Anschluß richtete Sxzellmz von Dewitz auch noch einige Worte an bk Versammlung. Er wies auf bk jetzigen Verhältnisse hin, auf die schwarze Schmach usw. und fügte hinzn, daß es nicht so bleib« könne. Das deutsche Voll müsse sich auf sich stlbst besinn« und in jeher Beziehung arbeiten, arbeiten und immer wieder arbeiten. Dann würde und müffe e» auch geling«, wieder in bessere Verhältnisse zu kommen. Hierauf ordneten sich bk Bataillone und Kompagnien zum ParadeTnarsch. der unter Dem Vortritt der Traditions- kompagnte in bester Weise gelang. Es muß dabei berück- sichttgt werden, daß man in den Reih« der strammen Schrittes Borbeiziehenden auch manch« alten Grankopf und hier und ba auch einen Invaliden bemerkte. Da» Ganze erinnerte an die vor dem Kriege abgehaltene Jahv- hundertfeier deS Bataillon», heften damaligem Parade­marsch sich ja anch bst alten Jäger angeschlossen hatten«

Vom KSmpfrasm auS begab« sich bk Teilnehmer in die ©tobtjäte, wo sich eine Mitgliederversammlung anschloß, in her Ito. her Zusammenschluß der Iler und 24er zu gemeinsamer Arbeit endgültig beschlossen wurde, Nach einem gemeinsamen Mittagsmahl marschierten hie ehemaligen Jäger an langem Zuge durch hie ganze Stadt anv dann nach b« Stadtsälen zurück, wo sich rin Gar« tenkonzert anschloß.

Um 8 Uhr begann der zum Besten be» Denkmals tu* gesetzte

c Grüne Abend.

Der Saal und bk Gallerten zeigten sich schon fange vor Beginn so dicht besetzt, daß die Zulehtkommend« mit einem Platz im Garten vorlteb nehm« mußten. Wie wir erfahr« haben, hat sich die Veranstaltung den ftüheren

Auf dem Tisch stand noch alles Eßgerät vom Frühstück, Toni aber lehnte in her breit« Fensternische und schaute gedankenversponnen über den Wiefengrund. Sie hörte die Mutter uid>t ««treten, nicht deren Näher­kommen. lieber das frohem gesunde Gesicht breitete sich ein Glanz von Glück und Freude, der es noch mehp verschonte.

Toni" sagte bk Mutter.

DaS Mädchen zuckte zusammen und wmbete sich: Ja, Mutter

Ein lieber und guter Mensch der Werner, nichk toaljr?"

3a, Mutter." Dabei wurde Toni rot, sie wußte selbst nicht warum.

Und hübsch ist er gewortan. War immer eiiz netter Sube; aber jetzt ist er ein schöner Mann"

Da bekam Toni ein« unbegreiflich plötzlichen An­fall von Tätigkeitsdrang. Ste ging zum Tische und' teilte klirrend Teller und Gläser zusammen. AIS ste alles iw die Küche gebracht hatte und wieder in bi» Stube zurückkchrte sah die Mutter mit dem Strick- trumpfe in der Fensternische.

Du Toni" sagte fte leichthin. - -j

Die Tochter blieb leichthin vor ihr stehen.

Der Heinrich war geftan hier. Es ärgerte ihn «hr. Dich nicht zu treff«. Er hätte sich auszusprechen mit Dir, sagte er"

Ich wüßte nicht" erklärte Toni mit etwa» unsicherer Stimme.Was zu sagen war, ist dtuualh tm Psänncrgaricn gesagt worb«"

Er will heute nachntittag wicderkommen."

Ein leichtes Erschreckett lief durch Tonis Gesicht,

(Fortsetzung fclßt.)

----- - verleiht ein rosige«, jugendfrirchM

ES!, Antlitz und ein zarter schöner Teint, | I ggg ® Alles di« erzeugt die allein echt#

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