Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg. -
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Anzeiger für (das früher knrheUche), ObUheffenM
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Di« „Oberhejstlche Zrttun' erscheint seLswal wöLentUch. — Pezugsorei, monatlich 19 Mk. Für ausfallend« Stemmern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Ersatz. — Verlag von Dr. E. Hi»erotd. — Druck der IInio^VuLdruckerei von 2od. Äug. Koch, Markt 2LX8. — Ren*re4et 55, PostiSeckkonto: Nr. 5015 Amt Franklurl a. Main.'
Marburg
SteilM, Jen 26. Roi
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'lhrungeu des Ministerialdirektor» Dc. klein "rch fortgesetzte SarniL neu der Kommunisten
■yen, wobei Präsident L« inert be». ALg.
i - Neukölln, der aus btt Ordnungsrufe nicht wx«
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in Europa tragisch sei». Wenn Genna aber auch nur Wicklungen folgen könnten. Mer selbst in bett btt teilweise ein Erfolg fei, würde schon Großes vollbracht I Regieruung nahestehenden Kreisen verhehlt mau sich f«n. Wir haben, sagte Lloyd George, bereits Stcllun-1 nicht, daß ei für Dr. Wirch ein außergewöhnlich gen erobert, von denen aus ein weiteres Borrücken Maß von Ueberwindung und Selbstverleugnung möglich ist. ____ I bedeuten würde, im gegenwärtigen Augenblick sein
I persönliches Interesse in den Hintergrund und da» Interesse deS Staates in den Vordergrund zu stellen.
Politik skeptisch gegenüber ständen und fit mit alle» Mit teln bekämpften, mehr erfüllen will aU da» deutsch« Volk erfüllen kann. ..
Berlin, 85. Mai. DaS ReichSkabinett beschäftigte sich in der gestrigen Sitzung auch mit der Frage der Schutzpolizei. Dem Vorsitzenden der Interalliierten Militärksntrollkommission, General Rollet, wird heute in der Frage der Schutzpolizei eine Note und Pläne der deutschen Einzelregierungen überreicht
Berlin, 24. Mai. In der dichtgefüllten neuen Aula der Universität fand der Hauch,festalt von der Arbeitsgemeinschaft der telonialen und kolonial- intirefiirrten Vereine Berlins statt. Rektor, Geheim-I rat Pros. Dr. Nernst hielt die BegrüßunSanspracke über das Thema: Wissenschaft und koloniale Betätt«
Ha»S möge erwägen. waS das Abkommen bedeute. Hier habe» Cie. sagte Lloyd George, zwei der größten Nationen der Welt. Beide stehen nicht in Gunst. Jede von ihnen hat etwas getan, was sie bei den anderen Rationen in Mißkredit gebracht hat. Sie sind in »er Gesellschaft der Rationen nicht voll zugelassen, und zwischen ihnen J besteht eine Gemeinschaft im Unglück und in Ser Erniedri- I ■Hing. Deutschland ist entwaffnet und könnte noch weiter entwaffnet werden. Aber man könnte nicht ter- Ändern, daß Rußland wieder bewaffnet wird, wenn die Nationen zur Verzweiftung getrieben werden. Deutsch- fcnb könnte Rußland nicht wirtschaftlich neu auSstatten, aber dies ist nicht der Fall mit der Bewaffnung, da sich alles technische Können in dem einen Latche findet und alle natürliche» Hilfsmittel in dem anderen Land«. Es sei nötig, daß man jede Möglichkeit der Lage ins Auge fasse, ober er hoffe, daß sich keine Gelegenheit ergeben würde, an diese Lösung zu erinnern Die britischen Vertreter in Genua kamen zu dem Schluß, daß e8, wie man auch von der Sowjetregierung denke, für den Weltfrieden notwendig sei, daß man zu einem Abkommen mit Rußland kommen müsse, um Rußland selbst zu retten und es irr den Stand zu setzen, zur Befriedigung der Bedürs- uisse der Welt beizutragen. und daß es vor ollem not- wendig sei. die Hebel abzuwenden, die in Zukunft drohen.
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14 2. Sitzung v o m 2 4. Mai.
Bei der fortgesetzten Einzelberatung des Justiz - hairShalts kommt es zu wiederholten Zusammenstößen zichschen den Kommunisten und dem Prä>'identen Feiet ex t. Den Verstich des Abg. Ka tz (Komm t, auch t:t der Einzelberatuug bis Forderung nach einer Amnestie wieder zu et heben, weist Präsident Leineri energisch
Sem«' MMr na® Mn.
Sa riS, 25. Mai. Nachdem die Berhaichlungen mit der ReparationStemmissiou zu einem gewissen Abschluß gekommen sind, reist Reichsfinanzminister Dr. Herme- heute Abend zusammen mit Staatssekretär Dr. Fischer zur Berichterstattung nach Berlin. Vor seiner Abreise erlMrte Dr. Hermes gegenüber Vertretern der deutschen Preise, er sei überzeugt, daß die Beratungen mit den Delegierten Englands, Frankreichs, Italiens/ Belgiens unb Japans manche wertvolle Aufklärung ge- brächt haben. Die Beratungen seien mit dem erkennbaren Wunsch geführt worden, vor dem 31.5. zu einer befriedigenden Regelung zu gelangen. Hauvffächlich sei über dos deutsche Budget und über die Frage der Finauz- kontrolle verhandelt worden. Hebet die dabei aufgestellten. Formeln würden Reichskabinett und Reichstag zu ! entscheiden haben.
i Berlin^ 25. Mai. Das Kabinett trat heute
hältnisse der Kohlenverteilung, die Organisation Preisprüfungsstellen und die Geldentwertung Bilanz« und Kalkulationsproblem erörtert.
" Di« sozialistische „Einheitsfront" gescheitert.
- Aleunerkommtsston der Londoner Internationale Wiener Arbeitsgemeinschaft der Unabhängigen
verhindern. Er betonte den Wert bei Gottes« I DaS Bekanntwerden der Tatsache baß Hermes in fticdeuSvakteZ und sprach die Hoffnung auS, daß er auf Paris nur in der Frage der Abwendung neuer Sank- einen wirklichen, dauernde», Frieden hinanslaufen roerfcej Dionen, nicht aber in der Anleihefrage ein Emver- I der Reparationskommisston erzielt habe,
SLe’n Hat di« Situation wesentlich verändert. Noch hofft dauernder Streben tu Europa herrschen. Er I vielfach, E>«S*s^rn Ab^d sc^tn bebrohlichind e wolle mcht sagen, ob Genua schließlich «in Erfolg fein Nähe gerückte Gefahr amt Kanzlerkrise bannen werde, wenn dies aber nicht der Fall sei, würde die Lage I zu können, weil hieraus die schloersten politischen Ber
ber kommunistischen Moskauer Internationale trat im Reichstag erneut zusammen. Die Sitzung' endete da- tntt, daß der einleitende Verständigungsversuch ergebnislos abgebrochen wurde. Die Kommunisten
kraMWkL'um 6,/j| Uhr unter dem Vorsitz d«S Reichs- kauzlers Dr. Wirth zu einer Sitzung zusammen. Der Reichsminister des AeuHeren Dr. Rathenau gab in einem zweistündigen Vortrag einen Rückblick über die Kvnfewnz von Genua, insbesondere behandelte et die Verhandlungen in den Kommissionen und den Rapalla- Vertrag. Er schilderte seine Entstehungsgeschichte unter i Würdigung und Betonung seiner Vorteile und unter Widerleguung der Einweichungen, die von den verschiedensten Seiten gemacht werden. DaS Gesamtergebnis der Konferenz beurteilt Dr .Nathenau posftiv. Die Sitzung wurde um 8 Uhr für eine kurze Zeit I unterbrochen, um alsbald wieder ausgenommen zu werden. In der anschließenden Besprechung wird der Reichsfinanzminister Dr. Herme» den Bericht über feine Pariser Verhandlungen erstatten. -
DaS Bekanntwerden eines schweren Konfliktes I zwischen dem Reichskanzler Dr. Wirth und dem Fi» ,, , /., . nanzminister Dr. Hermes in der Frage der Berhand-
wenn nichts geschehe, dtese Wtrrm, v°n Mcht>erstLnd- ( (u Reparationskommission in Paris h.,t nufen zu entwirren. Lloyd Ge»rge erwähnte bie Laa- . L,. . tu., 5 w . ■ *. „.T
ger Konferenz und sagte, er hoffe, roenu man soweit I J? dkAtner^llitischen Steifen tote eine Bombe gewirkt sei. die Frag« praktisch zu prüfen, daß bann etwas ge- I Der erste Eindruck ging dahtn, daß Mimst« Tr. sch?Heu würde. Inzwischen sei aber zu erwägen, waS zu Hermes seine kompetenten in PartS überschritten tun sei, um einen Zusammensturz in Europa zu! und dchurch seine Position unmöglich gemacht habe.
anStansch über die Regelung der deutschen Angelegenheiten st nb Über die Aussichten ein« internationale« Anleihe für Deutschland vor. Toumerque verständigte feine Kollegen von feinen im Namen de» Ausschusses d« Ferien unt«nommenen Schritten. 8t* treffs deS 81. Mai habe man Unrecht, von einem LeHaMag zu fareäjer; e8 ist Undiplomatischer urid juristische» Datum, tin finanziell« Verfalltag. Frankreichs Recht, auch allein vorzugehen, könne nicht bestritten werden. Es folge daraus nicht, daß eS ohne weiteres davon Gebrauch macheu mid daß diese Sanktionen die e i n z i g e n fein werden, bie man in Crwäguung ziehen könne, um ju einem greifbare nResullat zu kommen. Jedermann in Frank- reich wünsche die Beibehaltung deS Bündnisse» and de» Einverständnisses mit den Alliierten. Lazare Weillev wie» ebenfalls auf den Umschwung d« amerikanisch« Meinung hin. (Er glaubt, daß die amerikanischen BanfierS bereit» die Bedingungen kennen, die mau für eine fogenannte internationale Anleihe für Deutschland stellen und btt Garantien, die man verlangen würde. Auf eine Anfrage von Knifft gab Doumergue einige Auskünfte üb« die Besprechungen, die Herme» mit der Reparationskommission hatte. ES fei möglich, daß einige deutsche Industrielle einen Vergleichs suchten, aber die Frage der Sicherheiten und d« allmählichen Stabilisierung der Mark bleibe mit alle» Schwierigkeiten bestehen.
London, 85. Mai. Unter der fettgedruckten Uedtrschrist: „Frankreich geht nicht in das Ruhrgebiet" veröffentlicht btt „Daily Mail" authenische und endgültige" Mittellungen, wonach die srcmzö fisch' Re- gierung nicht die Absicht habe, da» Ruhrgebiet am 31. Mai zu besetzen. !
Morgan tat Parts.
London, 24. Mat. Der diplomatische Bericht- erstatt« des .Eventng Standard" schretvt, Pterpont Morgan fei vor seiner Abreise mit Vertretern von führenden drttttchen Banken Itt London zusammengekommen und habe die Gelegenbett benutzt, um auSetn» andetzuletzen, WaS die Vereinigten Staaten toteHeidk zu unt in der Lage seien. Es werd« mttgetetu, bat für den FaL d« Ausgabe rin« Anleihe die «eretnt» ten Staaten in der Lage fein werden, ungefähr 200 Millionen Pfund Sterling ,u mobUtstnen. De» Be- richterstatter »u folge lall sehr guter Grund zu der Aw» nähme vorhanden sein, daß Morgan hoffe mm ** Warte, die internationale Anleihe zustande zu dringe»
Parts, 25. Mai. In interessierten Kreise« «nchm man dem Ber.Lterstatter des .Echo de Pari»" folgende Mittettungen über di« Verhandlung de» Finanh- SnchverstSndigen-AusschusseS: Die von bet Bevor» itonskommissio:i für die deutsche Anleihe geforder«« Sicherheiten Werden wahrscheinlich den DanNer» nicht genügen. Man müsse Zutrauen zu Deutschiat» bekommen; vor allem müsse Deutschland vor dem 31 Mat eine von dem Wievergutmacvungsansicvug . gyi vustr^eniieLend »eurteUte Antwort IwersenLe«
gung und führte aus, die B«anstaltung bet gegen- werden, nach denen die Schutzpolizei in den deutschen wärtigett Kslsniaktagung beyuae, daß das Verständnis Läist>«n künftighin gestaltet werden soll. Die Pläne und d« Sinn für Dentschlaiws koloniale Betätigung nehmen als Grundlage den, Stand vorn Jahre 1913 setzt noch weiterleben. Nernst hob hervor, welche QH .besonders in der Frage der Verstaatlichung und Leistungen die deutsche Wissenschaft auf dem Gebiete Kasernierung. Nur die Pläne des Freistaates Thü- d« Kolonialforschung und der' in den Kolonien auf- ringen können heute noch nicht überreicht werden, tretenden Seuchen aufzntoeisen habe. Es sei zu hoffen, I pe ncc^ nicht fertiggestellt sind. ;
daß auf den Stillstand unserer Kolonialpoliiik wieder I
ein Aufstieg folge. D« chnnalige Gouverneur von! -ptC||C|ttlttttl6Tl.
Dcntfch-Südwestasrika. Dr. Seitz, besprach die Mrk- ^fr orwärts" führt nrn an, daß die räum- samkeit Deutschlands in Togo, Kamerun und Tent'ch-1 sich. Trennung der Regierungsmitglieder in Genua, Südwcstafrika. Dann sprach der stühere Gouverneur Paris und Berlin den notwendigen Zniammenh mq der Dr Schne e über Teutsch-Ostasrika, Dr. Ha hl über I Remerung gestört habe. Der „Vorwärts" erklärt ^im Ren-Gninea und die Södsennseln und Vizeadmiral weiteren Verlaufe fein« Ausführungen, daß die ?in- M e i! e r .Waldeck Über das Schutzgebiet Kiautichsu. ?Uie nehme, Dr. Hermes habe in Paris zu^roße Nacogiebig- Redner schildern die «folgreiche,^che «rb-ft fir Erstell?,
die wirt'chafiltcke kulturelle Entwickelung der deut,..-en Germania" weist daraus bin, daß die nach Liiutzgebiete und ihre Bevölkerungen und dnickken die an Hermes ergangenen Mitteil«»gen nicht neue Hoffnung aus, daß die Zeit wiederkommen werde, wo grfinifronen, sondern Ausragen über Einzelheiten genfer den deutschen Kolonien die deutsch" Flagge webe. I faen. Tie „Deutsche Allg. Z t g." schreibt, Meyer-Waldeck hob hervor, daß wenn China dir Ster» I man müsse ruhig abtoarten, bis es Öermes gAingen werde, waltung des früheren deutfehen Schutzgebietes übet-1 das Kabinett von der Noiwendigkeit der von ihm in nommen haben werd«, dort die von den Teutkcheu ge-! Paris üngegangenen V«i'prechUNgen zu überzeugen. Bor- W- L ÄÄ Ä ÄÄ“
werbe, zer v.ee. ende Wert d.t ^uift^n 1 wyte Kreise innerhalb der Parteien und auch des Sabi- Kiaittfchou sei die Ertenntnio bet den Chinesen, dag ftänben ber Paris« Tätigkeit d-S Reichssiunauz- ihre Interessen mit denen Deutschlands zusammen- sehr kritisch gegenüber. £v- „Bossisch«
Jatifcn. Tie Ausführungen sämtlicher Redner fanden Zeitung" weist daraus hin, daß sich die merkwürdige lebhasten Betfali. I Konstellatiou «geben babr. daß der Eriüllungstanzler
------------- I Dr. Wirth seinen Rücktritt geben werde, -oril bet
----- ' Vertraueusurarul bexjtntßcu Kreise, bie Oct ErtüUnngS-
LW Stetges Me litt 6«aa.
London, 26. Mai. Lloiid George hielt gestern im llttterhause vor dichtbefttzten Bänken feine angekündigte Rede. MS « sich «hob, begrüßte ihn lebhafter Brifall. d« Regierungsparteien. Sfotjb George erklärte, « werde ich darauf beschränken, ans bie Verhandlungen in Senua einen Rückblick zu werfen und sich dabei hauvt- ächlich mit der russischen Frag« beschästigen. Die Kon- erenz, sagte Llovd George, trat in vollkommen ruhiger Eintracht zusammen und erörterte bis zum letzten Augenblick die stritttgen Fragen in durchaus freundschaftlichem Sinne. WaS bk Frage betrifft, ob die Konferenz erfolgreich gewesen sei, so wolle er lediglich Tatsachen a«führen und eS den Mitgliedern überlassen, sich selbst über diese Tatsachen ein Urteil zu bilden. Bezüglich des deutsch- russischen Abkommens sagte Lloyd George, er wolle seinen Inhalt nicht erörtern, betrachte aber daS Abkommen als einen großen Irrtum hn Urteil und als einen Fehler auf Seiten Deutschlands. DaS
$it SM tat AlMlWVlmt.
London, 84. Mai. „Daily Triegraph" schreibt, >ev»r irgend eine Aktion von den Mii«ten gemein« am oder von ein« einzelnen Mac^ votgenonmien werde für den Fall, baß Deuischlond seine« 8er- iflichtnngen am 81. Mai nicht nachkomme, müsse dit Reparationskommisston eckst festfttllen. daß Deutsch'- land „vorsätzlich'^ seine« Verpftichtungen nicht nachgekommen sei. Daraufhin müsse bann noch eine Erörterung aller Unterzeichner drs SterfaiHrr Vertrages stattfinben. Alle vernünftigen Franzosen seien sich llar barüb«, daß das deutsche Reich nur durch eine internationale finanzielle Unterstützung in die Lage versetzt werden könne, seinen Reparations- Verpflichtungen Frankreich gegenüb« nachzukommen und daß eine Unterstützung in diesem Sinne nicht erfolgen werde, wenn Frankreich von neuem zur Gewalt greife. - '
Par i», 24. Mai. Lu den heut« beginnenden Sterhandlungen be» AnlecheauSschusseS in Paris schreibt der „New Potk Harald", was bie Nachrichten anbelange, denen zufolge einige Mtglied« des AuSlchusfe» als Bedingung für das Lustandekommen der Anleih« jeder alliierten Regientng daS Versprechen abzunehmen beabsichtigen, kein« militärischen Maßnahmen gegen Deutschland durchzuführen, so werde tu Kreisen der Reparationskommission »«sichert, «in« solche Be- bingiing Knute weder von bet Reparafionskomntissio t noch von irgend ein« der alliierten Regierung angenommen werden, ba sie gegen ben Grundsatz der Souveränität verstoß«. Jcd« Anleiheplan müsse die einstimmige Billigung der Reparationskommission finbett.
P at iS, 24. Mai. Der Senatsausschuß für auswärtige Angelegenheiten trat heute unter dem Vorsitz Tonnt ergues zusammen. Er nahm einen Meinungs«
Sentit« SeitM
£r ’ " 218. Sitzung vom 24. Mak.
t Da» HauS setzt die Snehing be» ReichStoirtschaftS- ^ShaltS tmb der damit verbundenen Interpellationen ^ Abg. Sorell (Dem.) begründet die Juterpellation her Drmokniten über ben Warenverkehr aus dem be> ßtzten in daS unbesetzte Gebiet uns Ragt über die Schwierigkeiten, bk Verteuerung und die Zerstörung bei Ster» bhrs durch den Bürokratismus ber örtlichen Stellen des Reichs beauftragten für die Uebernvachung der kin- und Ät?ru6r.
ReichStoirtschaftsminist« Schmidt fibbt in ferner fintttiort zu, daß bet den örtlichen Sielten Mißgriffe vorgekommen sind. Die Kontrolle selbst sei unvermeiv- Ich, weil die Besatzungsbehörden eine viel , u große Einfuhr von LuxuSwaren versämtbri hätten. Die ungewünschte Einfuhr von Luxuswaren müsse durch große Zölle ferngehalten werden.
Damit ist die Beratung deS WirtschaftShawShaltS beendet.
C Bet ber Vetstung bei. Haushalts d«S vorläuftgev NeichswirtsckmftsrateS ford«k Abg. Maltzahn (Kam schleunige Einführun« der BezirkSwirtschaSsröte unter Aushebung ber Handels- und LandtotatickaftSkaui» ntfrn
Ab-» Hammer (Deutschn.) hofft, daß im näMen J-ilM die Bezirkswirtschaftsräte gebildet werden, «venu auch nicht in dem Shine der Kommunist^«.
Der Haushalt wird bann anaeno-mmsn, ebenso ohne AuSsvrache der Haushalt des Reichssinanznimlsteriums. hcS AuSwärtiaen AntteS, deS Friedeitsnertrog-4 fotok der te dbSschulden.
Darauf vertagt sich daS HauS auf Freitag Nachmittag '» Uhr: HeutShalt deS Reichstages, PachtsHutzordnung und llkinerc B»rlagen.
Skrt, mit energischen Mitteln bedroht.
B:i dem Titel „Fürsorge für die auS dem Gefängnis (fr.Efefi-nrn'' entwickeln sich auf» Neu« oroße Lärm» fxneu, wobei Abg. K >i o t h (Komuih zur Ordnung ue- tnfe». wird.
Der Haushalt wird nach beit Beschlüssen des Aus- schrtsses angenommeu, ebenso eine Entschtteßung der Deutsch nationalen auf Beibehaltung deS Berufsnchter- tumS. Ein sozialisnsch« Antrag auf Abschaffung der Todesstrafe wird abgelehn t.
Mrb bk abgebrochene Beratung des Wohl- ffi iniste rinmS fortgesetzt.
Ab/ stemmet (Ztr.) tritt bet Frage b« Sojtafi ffentng der .Heilberufe entgegen. Gegen T«tb«kiilote und Geschlechtskrankheiten müssen energische Maßnahmeu unternommen werden.
Abg Frau Dönhoff (Dem.) wunschl namentlich ein Al kohsl^nssch» n kver bot für Jugendliche.
Minister Hirt sie fer fordert alle Parteien zur Mitarbeit an der Volksgesundheit auf, di« keine Partei fache 'sei.
- Fortsetzung d« Berattnig Freitag Vormittag 11 Uhr ■--♦-----
fioeltrni ter toisjtiihffleSeStn.
Dresden, 24. Mai. Tie Vertreter der Lanbes-, Provinz« nnb Bezirks-PrriSprüsungsstellen hielten unter Beteiligung b« Reichs» und Dieter Landes» bchörden unter dem Vorsitz des Rcichswirtschaftsmini- fkriums am 83. und 84. Mai eine Kvnfttenz in Dresden ab. Die derzeitigen schwankenden wirtschaftlichen Verhältnisse führten zu ein« lebhaften Aussprache, in der die immer schwerer gewordene Aufgabe, die u-nlautere Preisgebarnng von angemessen« zu scheiden, ab« auch ber feste Wille, sich ihr im Interesse b« Vvlksgofamtheit zu unterziehen, nötigenfalls unter Abänderung d« bestchenden Gesetzbestimmungen, zum Ausdruck kam. ES wurde eine scharfe Uebertoachung d« $utt«aufiion befürwortet. D« Kartofftlbeschaffung sieht man noch immer mit Sorge entgegen, da d« Erfolg der Lieserungsverträge «och nicht abzufehen ist. Daneben wurden die Ber-