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1922

9er VelAO der einladenden MW angenonnnen.

Sw.d Hamburg tft bi

Lineal vo 73 bU

Marburg

Sltnsiog, dm 15. Mal

@enf, 15. Mai. Die beiden Bevollmäcktttgten in den Veutfch-Pvkuittden Berbanvrnngen haben frerm Ca 1 onder.bisherigen Pröstdenlen der veuttcki-vol- nischen Konferenz. ,um Borsttzenden der gemischten internationalen Kommission vorgeschlagen, die nacke dem drutsch-volnischen Bertrage fiir die Däner von 15 Jahren in Oberschlesien vorgesehen ist. zum Vorstyen- den des gemischten Sck-ievSaerikhtSbofes schlugen sie de« holländischen Proseflor Sak enbeek vor.

ümerüa zvm denM-Mlsien Sertrao.

London, 15. Mai. .Daily Telegraph' schreibt, waS den deutsch-russtschen Wtrtschastsvertrag betreffe, so hätten die Amerikaner ketneriei Furcht oder Besorg- ni|Je für die unmittelbare Zukunft. Deutschland könne, durch die Beschlüsse der NeparationSkommisston ge­bunden, keine Beschlüsse fasten, die ibm einen wesent­lichen Glnfluft'lmf den russischen Reichtum gewähren. Solange daS Sowsetregime nicht international aner- kannt sei, bedeute der Vertrag mit Deutschland in der Hauptsache ein Stück Papier und eine Vereinigung zwischen Deutschland und der unverantwortlichen Gruppe, die zeitweilig die Macht in Rußland in Hän­den habe. Es sei noch nicht möglich, genau zu sehen, waS daS Ergebnis des französischen Appells an die Vereinigten Staaten zur Teilnahme an der internatio­nalen Kommission zur Untersuchung der russischen Lage fein werde. Washington sei sedoch Wie Vander- lip der Ansicht, daß Kommunismus und Demokratie nicht zulammenwirken könnten.

Die .Morning Post' berichtet mtS Washington, das tatsächliche Sweitern der Genueser Konferenz habe merkwürdiger Weise eine optimistische Stimmung in amerikanischen NegierungSkreisen erzeugt, die in der Preffe zum Ausdruck komme. ES sei mitgeteilt wor­den, daß die amerikanische Regierung der Ansicht ist. baß die Bolschewisten, nachdem sie versuchten, Europa zu sprengen, und dabei einen Mißerfolg davontrugen, jetzt die Notwendigkeit besten einlehen werden, was Dtaatssekreiär HugdeS stets gefordert habe, nämlich, baß sie niSt nur Versprechen geben bürsten, sondern sichere Garantien für den Schutz des LedenS und Eigentums. Man fei in Amerika der Ansicht, daß sich die Lag« Rußlands in einigen Monaten noch der- schlechtem werde, wenn Rußland von Europa JUJb JiinctUg Ulä RRt teM SMUs «haus.

Die Preissteigerung in Milchprodukten. Wegen der xln den letzten Tagen eingetretenen fvrungdaiten Siet- Gerung für Milchprodukte hat der RetchSernädrungS- tnintster laut .Bert. Lokalanz.' bte Vertreter der Landwirtschaft, des Handels und der PreiSprllfungS- stellen am Freitag zu einer Sitzung geladen, in der die Preisentwickelung erörtert werden soll. In Berlin

2. Die auf der Konferenz vertretenen Staaten ver­pflichten sich, leine Sonderabkommen mit Rußland abzuschließen, bis die Sachverständigen- kommission ihre Arb-iten beendet hat-

Da die russische Abordnung keine Möglichkeit hatth» offizielle Informationen über die Stödten der Unter» kommission und insbesondere die erwähnten Ent- chließungen zu erlangen und angesichts der ernste« Bedeutung dieser Entscheidungen sieht sich die russisch« Abordnung genötigt zu betonen, daß diese Entschei­dungen absolut unannehmbar für Rußland sein würden. Die russische Abordnung ist sehr über» rascht, daß sie ausgefordert wurde, den in ihrer eigene« Note vom 2. Mai gemachten Vorschlag zu erläutern.

Was bte Grundlagen der Entscheidungen betreffs so müsse die russische Abordnung feststellen, daß f» ein Abkommen zwischen Rußland und den Mächte« nicht nur nicht erleichtern, sondern die auf der Kon­ferenz erzielte Annäherung zwischen den Mächten und Rußland annullieren und bezüglich der Lösung des russischen Problem« die alten Methoden wiede, Herstellen würden, die sich nicht nur als fruchtlos sondern als schädlich erwiesen haben. i

Die zweite Entschließung über daS Verbot, M» kommen abzuschließen, solange die Sachverständige», kommission tage, sei eine neue verhüllte, gegen bte Interessen de» russischen Volke- gerichtete Maßnahme. TvS russische Volk werde darin nur eine neu« Feindseligkeit gegen seine politische Existenz nutz seine Lebensinteressen sehen können. UebrigenS würde diese Entschließung in flagranten Widerspruch zu einem angenommenen Grundsatz stehen, daß nämlich die ans der Konferenz vertretenen Staate» auf jede feind­selige Handlung verzichten sollten.

Die russische Abordnung stellte von neuem fest, daß jedeSmal, wenn eine Einigung zwischen be< Mächten und Rußland nahe war, eine der erste«« ihr eige ne« Interesse über die Interesse« Europa« und die des Stiebens stellte, alle Anstrengungen z«. Nichte machte «nd bie Beziehungen zwischen Ruß­land und den anderen Staaten so zu gestalten suchte wie sie vor der Genueser Konferenz waren. AuS Achtung vor der Konferenz und um eine neue See- zögerung zu vermeiden, hält eS bie russische Abord­nung für ihre Wicht, bie sofortige Einbe« rufung bet politischen Kommission zu beantrage«, um ihren Vorschlag bezüglich bet Einsetzung des ge. mischten Ausschusses erläutern zu können.

Di«£>berbelft|(be Zeitun -' erlebe In t l«*smal wöchentlich. Bezugspreis monatlt» 19 Mt. Für ausiaBrnb« Nummern tnfclc« Stielt» ober elementarer EreignNi» kein Eriatz. Verlag non Dr. (L g>ieetetb. Druck her Unin.-vuchvrn-keeet non

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Jeglicher Wchrlg«.

Der PosthauShalt.

210. Sitzung vom 1 6. Mal.

Fortsetzung der Aussprache über den DostbanShalt , Nbg. Zubeil wnabh.) meint, mit der Sparlamkei? ,hki der Post sei eS schlecht bestellt. ES wimmele bori jen höheren AnstichtSbeamten. während Arbeitspersono! frhle. Wenn nicht viele höbe« B-amte durch mittlere eftßt würden, werden sich trotz aller Kebührenerhöbun- yn keine großen Ersparnisse erzielen lassen. Beamte einer Lbcrpostdirektion seien gezwungen wordey,-eine Glück- Duiischadresse nach Doorn zu unterschreiben. Dann liege chie Berböhnung der Republik. Der Redner geht dann «uf die Zustände bei den Berliner Postämtern ein und beklagt, daß die Beamten viellach bei bet Ausübung Hier politischen Rechte beschränkt werden Aiiß-rdem kritisiert er die fortdauernden Entlassungen von Sxlferin- xn, die über viele Familien Sorgen und Evtbehruug-eu bringen und die allem Anschein nach zwc klos seien, da an |ie Stell« der Entlassungen junge IGiäbtige Mädchen taten würden.

t Abg. Mohrat (D. Vpt.) regt an, bei der Tarifie- tuna der Pakete entsprechend den Wünschen der Handels treibenden die Staffelung von 5 Kilogramm auf 6,7 und -Kilogramm vorzunehmen, statt gleich auf 10 und 15 Kilo. Der Redner wendet sich gegen die Forderung des sozialdemokratischen Parteitages, alle Beamt n zu entlassen, welche noch die alten Vordrucke mit den Worum ,F^iserlich" verwenden. Diese Leute zeigen jedennlls «ehr Charakterstärke, al- alle die, welch« bis zum -.November kaisertreu bi- zum Knopfloch waren und 'sich dann plötzlich als Republikaner rrirrten. Im ! Übrigen dürfe man von den Beamten nicht den Achtt ißundentag in wirklicher Arbeit verlangen, wenn für die »Helfer schon der achtstündige Dienst als voll angesehen werde. Der Aufbesserung der Postagenten stimme er zu, picht aber der Entschließung, daß Beamsinnen wegen un- «hel-cher Mutterschaft zu entlassen kirn.

>, Reichspostminister GiesbertS (Ztr.tt Die kpeuug- haste Entwertung de- Gelde» macht die Gebühren«!- Höhung unbedingt notwendig. Die Postkarte soll |m Ortsverkehr wie bisher 75 Pfennig kosten, im Fein. Verkehr 1,50 Mark, Briefeim Ortsverkehr 1 Mark statt bisher 1.25 Mgrk, im Fernverkehr 3, 3,50 und 4 Mark je nach Gewicht. Die Kosten für die Drucksachen beginne bei 50 Pfg. Die Einnahmen haben sich schon im März »ach anfänglichem Rückgang über die Voranschläge hiu- »ns vermehrt. Bei der Aufstellung der Tienftvläne

Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg

Anzeiger für (bas früher kurhessische) Oberhessen

wnMrm des desW-ss!sWMkMMi

Genf, 15. Mai. Heute Nachmittag wurde das deutsch-polnische Abkommen über die Regelung bet UebrrgangSverhäkluiffe in Qbcrschlesien von ben Be- vollmächtlgten beS Deutschen Reiches unb der Republik Polen in öffcnt.idjcr Schlußsitzung unterzeichnet.

Präsident C a l o n b e r eröffnete bte Sitzung mit einer längeren Aufpraehe, in der er bie ober- schleNlche Frage als eine ber schlimm­st en bezeichnete, bte der FriedenSvertrag aufgeworfen habe. Im «erlaufe feiner im übrigen mehr optimisti­schen Ausführungen schilderte er die deutsch polnischen Verhandlungen in allen ihren Einzelheiten. Hieraus ergriff Reich-Minister a. D. Schiffer ba3 Wort. Er betonte, bah, wenn er auch die Genugttn«nL-beS Präs! benten über bas vollbrachte Werk verstehe, er aber keine uneetrCbte Befriedigung empfinden könne, da Deutfck- lanb nicht auS freiem Willen nach Genf zu den Der- vanblungen kam, sondern unter dem Zwange der Entscheidung der Botschasterkonferenz, unb ba ber Vertrag au herbem dem Tage näher rücke, an dem abermals Tanfende von Deutschen vom Reiche ge­trennt werben. Die Rechtsverwahrung, bie gegen ben Beschluß ber Botschafter- kinferenz eingelegt würbe, bestehe fort und werbe nicht burch bie Unterschrift unter ba« gegenwär­tige Abkommen berührt.

Rachbem Reichsminister a. D. Schiffer unter bem Beifall der Versammlung feine Rebe beendet hatte entwarf ber polnische Bevollmächttgte Olszewski ein äusfsihrliches Bild. ber Berbanblungen unb des oberschlesischen Problems. Er rühmte bie durch die Botschasterkonferenz tetroffene Entscheidung, bezeich­nete bie oberschlesische Frage akS burch baS gegenwär­tige Abkommen enbgültia gelöst «nd bankte sehr leb­haft bem Völkerbunb für bl« «olle, bi« er bei ben Verbanblungen gespielt hat.

Kur, nach Beenbigung der Konferen, schritten Reichsministe, a. D. Schiffer unb MiEer Ol- f, e W f f i mir Unterfichnnna zweier Sonberabkom men, nämlich be« PostabkommenS und deS Abkom­mens über da» Grenrvaßwesen.

Wort an die Wn.

Genua, 15. Mai. Die Sitzung des Unteraus» chuffes des ersten Ausschusses tagte heute Dormit­tag von 10% bis 12% Uhr. Zunächst verlrs Schanzer ben Brief Tschitscherins und bemerkte da- bei, Tschitscherin habe bereits heute persönlich ' I ihm vorgefprochen und erklärt, daß die Russen an den heutigen Beratungen nicht teilnehmen könnten. Hierauf wurden die von den vier einladenden Mächten beschloffenen Vorschläge einstimmig angenommen. Morgen Vormittag wird der Unterausschuß des ersten Ausschusses bei Anwesen­beit der russischen Vertreter, aber ohne irt e Franzosen und Belgier, zusammentreten, um die Darlegungen der Rüsten entgegenzunehmrn.

Ergänzend wird noch gemeldet: Schanzer erklärte nach Verlesung von Tschitscherins Brief, er habe diesem u. a. auseinandergelegt, daß man keinesfalls die Absicht habe, die Rusten von den Verhandlungen im Haag auszufchließen, sondern im Gegenteil hoffe, datz die Rusten kommen werd'N. um auf dem Fuhs völliger Eleichberechii- ß u n g zu verhandeln. Der Umstand, datz die Ver­treter der Mächte vor den Rusten zusammentret'n, fei darin begründet, datz erst die Ausschüsse gewählt werden müsten. Autzerdem mühten die Mächte, bie in dem Ausfchuh nicht vertreten fein würben, Ge­legenheit haben, ihren Standpunkt zu erklären und zu sagen, was sie zur Wahrung ihrer Interessen für nötig halten. Er habe Tfchi.jcherin ferner darauf lingewiesen, datz die Bestimmung betreffs des Nich'abfchlietzens von Sonderoerträgen keinesfalls in die russische Souveränität eingreife, sondern lediglich eine Behinderung der Arbeiten der Sah- verftändigen vermeiden wolle.

Bart Hou sagte noch zu Tschitscherins Brief, dieser bedeute einen Angriff auf Frankreich, den et zurükweisen mäste. 3 a f p a t schloß sich dem Pro­test Varthous an. Dieser erklärte noch, er werde an dieser Sitzung nicht teUnehmen, da die fran­zösische Delegation an der Absendung der Denk­schrift keinen Anteil hatte, aber wenn Rußland an« nehmen werde, so werde die französische Delegation ihrer Negierung die Annahme der Bedingungen des Unterausschusses empfehlen.

London , 15. Mai. Tschitscherin erklärte in einet Unterredung mit dem Genueser Sonderberichterstatter b«eDaily Herold", er werd« H unbedingt ab. lehnen, irgendeine Kommission anzucrkennen, bte ernannt ist, um sich mit der russischen Frage zu be- süssen, in der Rußland nicht vertreten ist. Außerdem werde« wir jeden Versuch, Rußland- Souveränität», recht zu beschränken, Verträge mit irgendeiner Mach! abzuschließen, al» einen unfreundlichen Akt gegenüber Rußland an sehen. Wit bestehen auf unserer volle« Freiheit, Verträge jeglicher Art mit jeder R-ti», abzuschließen, sowohl während der Konferenz al- auch nach ihr.

Genna, 15. Mai. Pressevertretern gegenüber er- klärte der russische Delegierte R° ko-ns kl, bu Rusten würden nach bem Haag gehen und Go- leqenheit benutzen, um ihren guten Willen zu krotutn. . Nicht annehmbar sei für die Russen die Bedingung wahrend ber drei Monat« der Sommiffioniberatungee feint Verträge zu schließen. Im übrigen hätten b* Russen al« Tagungsort Riga »der Stockholm bem Haag dorgczogr».

bet BsitterpreiS von Sonnabend hi» V f* <utj S4 bi* 86 * Miese«. . ....

StznIMkliku.

Belagerungszustand über $!tttcnkr/,Elte,

Beu then, 15. Mai. Die interalliierte Kom­mission hat nunmehr endlich über Antonienhütte (wegen des Bandenunwesens) den Belage^ungs- zustand verhängt.

Dynamitanfchlag in Kattowitz.

Kattowitz, 15. Mai. Im Laufe der ver­gangenen Nacht ist auf die Druckerei des hier er- tl^inenbcnVolkswillen" ein Dynamitanichlag verübt worden. Bei Arbeitsbeginn fand man im Schnellprestenraum zwei große Dynamitbomben, die durch ein Fcnsicr heteingeworfen worden mären. Bei beiden Sprengkörpern hatte die Zün­dung verjagt, so daß die beabsichtigte W''kung nicht erzielt wurde. Immerhin hat bei Druckerc.betrrcb durch den Anschlag eine erhebliche Störung erlitten, da der Maschinenraum durch polizeiliche Anweisung geräumt und die Entfernung der Sprengkörper durch die Organe der interalliierten Kommisicn erst abgrwartet werden mutzte.

Genua, 15. Mai. Die Antwort an die "pssische Abordnung ist heute Nachmittag über- geben worden und Lwar in derselben Form, wie sie in dem Entwurf der einladenden Mächte vor­gesehen war. Von französischer Seite war gemel­det worden, datz der erste Teil der Antwort eine Zurückweisung des polemischen Teiles der russischen Note enthalte. In der heutigen Sitzung des po- it.scheu Unierausschustes wurde aber beschlosten. Siefen Gedanken aufzugeben, wie es heißt, mit der Begründung, daß e i n i g e M S ch t e erklärt haben, sie könnten die Antwortnote nicht unterzeichnen, weil sie an der Absendung der orfiiürft cn ch keinen Anteil hatten.

Sobald die russische Antwort aus die heute ab- gegebene Note vorliegt, wird eine Vollsitzung der ersten Kommission abgehalten werden, wie man hofft, vielleicht schon am Mittwoch oder Donners­tag. ' Nach Mitteilungen von englischer Seite rechnet man mit der Möglichkeit, daß am Samstag eine große Vollsitzung der Konferenz abgehalten wird, falls b-s dahin keine Zwischenfälle eintictcn.

Lloyd Georg« erklärte englischen Iourna- listen, nach dem 20. Juni werde der Ausschuß der Mächte mit bei lustischen Ncgleiung zusammen­kommen. Man weide auf dem Fuße völllgei Gleichheit miteinander über die drei Fragen Schulden, Privateigentum und Kredit verhandeln. Deutschland wird nicht eingeladen weiden, weil es ja seinen eigenen Vertrag mit Nutzland hat und alfo kein Grund vorNegt,, warum es an den Dr:- f-onblungcn der einladenden Mächte teilnehmen sollte.

Lloyd George hat gestern Abend dem ameri­kanischen 'Botschafter die Dcschlüst« der ein- lodenden Mächte mitgcteilt, die dieser sofort nach Washington roeiteifabclte. Loyd George erklärte '>eutc, dies sei nur der Vorläufer der formellen Einladung an die Vereinigten Staaten, sich Im ' ^oerständigen-Ausschutz im Haag vertreten z. lasten.

Dir offiziell« Einladung an Amctika.

Wie dl« ^ost. Ztg." aus Genua meldet, hat bei Präsident der Konferenz, de Facta, bl« Vereinigten Staaten offiziell etngelaben, an den Derhandlru» ßeo Bit bes Süifiea US Haag teilzunchmeL,

« der Beirat darauf achten, daß die achtstündige Ar- heitszcit auch restlos ausgenützt wird. Jm^ül-ri- |en wird das Hilfspersonal nicht einfach auf bie-Straße gefeßt, sondern erhält nach Ablauf der KündigunaSfnß «och einen Monat Gehalt. Die Wünsche der mittleren beamten hinsichtlich der BcsörderiinaSmöglichkeiten sind Krechtigt und müssen wohlwollend verfolgt werden. Auch - tk Frage der »erheirateten Beamtinnen wird stch hoffent­lich noch regeln lassen. Es gibt aber auch Fälle, in lenen die Beschäftigung jeder Hausmutter geradezu Unmöglich ist. Die monatliche Regelung bet Zei- lungs-Zustellungsgebühr erfordert erhehli^ Mehrarbeit, da die Listen dreimal so oft fertiggestellt wer­ben müssen. Für den Verleger kommt die Gefahr hinzu Mit weit mehr Abbestellungen und Unregelmäßigkeiten rechnen zu müssen. Gleichwohl werden wir biefe Frage jm Auge behalten. Pslichtbewußtsein und Verantwort- iichkcitsgesühl treten wieder erhöht in die Erscheinung. Die AOlle von Postsachenberaubung sind gegenüber dem Vo/ahre auf den zehnten Teil gesunken. Ein« Teuf- ßj/sft über den Postscheckverkehr wird bem Reichstag Vorgelegt werden. Die Fernsprecheinrichtungen werden dauernd verbessert, da sie trotz Funkentelegraphie und Luftverkehr die zuverlästigfle unb schnellste Nachrichten­übermittlung bleiben werden. Der Minister schließt mit kr Erwartung, daß der Verkehr ba» wieder seine alte Höhe erreicht haben wird.

Abg. DelinS (Dem.) schildert die Erbitterung im D u bliku m über die sprunghafte GebübrenerhSbung und sieht den Hauptgrund in dem Umstand, daß während ks Krieges eine falsche Gebührenpolitik getrieben wurde Rentabel müßten die Betriebe fein, aber ni ch t mit Hilfe der Erdrosselung des Verkehr-. Kritik an der Verwalt una wäre nötig. Sie dürfe aber nicht zu ungerechten An- griffen führen. Jedenfalls kranke die Berwaltunz au Personalüberfluß. Natürlich könnten jetzt wcki Zebntausende von Beamten einfach abgefchoben werden. Wir müssen nnS auf eine Verringerung ber Hilfskraft. Suter Vermeidung von Härten beschränken. Der Redner tritt namentlich für die Sekretäre ein.

Staatssekretär Tente: Von der Gesamteiunahm- werden nur 52 Prozent für VerwaltungSzwecke vcrwencei Wo eine größere Anzahl höherer Beamten vorhanden ist, handelt es sich keineswegs lediglich um Aussichtslührnng.

Abg. Heidemann (Komm.): Ueberall sehen Si. im Postwesen nur Rückschritt. Der Minister sollte sich darum deutlich zum Ac* "hmbentag bekennen. Beamt- »nb Arbeiter sollten sich ßcycn dir jetzige SttnnrS-Reg'.e- rung' die Hand reichen.

Writerberatung DiruStag Bormittag 11 Uhr. Vorher Anfragen.

MM« Sntttoolt

Die veschwffe bet einfabenben Mächte unannehmbar

Genua, 15. Mai. Stefan! zufolge hat Tschi­tscherin gestern an ben Präsidenten der Unter- kommission der ersten Kommission Schanzer ein Bries gerichtet. In bem es heißt:

Die SonntagSblättrr veröffentlichen Berichte über Verhandlungen, die zwischen mehreren in der Unter« ommisfion vertretenen Mächten flattgefunbcn haben ollen und die sich auf den russischen Vorschlag 6e- zichen, wonach daS weitere Studium der Finanzpro- blrme einem weiteren gemischten Ausschuß überwiese a werden soll. Nach diesen Mättermeldungen sotten die erwähnten Mächte folgende Entscheidungen getroffen haben: ;

1. Die Vertreter Rußlands au« der Kommission anSzuschließen und ihnen nur beratend« (Stimmen zu sichern, fall» bie Kommission ihre An­hörung für nöt'g erachtet.

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Sertitmena. 6»it einlauftnM oder den Kaum übtt 1 /, 6«Ue «inntbmenbe «n- «Jj, QujJlL " itioni hnb wir berecbttqt, ea» bet X«rtlpeltenbT«ite |egtn unb ,n berechnen.

Sooen. Reklamen berechnen wir Die Tott.Zette mit 9.00 Ml. Jeder Rabatt gilt al« XxutabalL Bet Bustunh durch di« 6>eid)äft»iteae xn» Vermittlung der Ange­bote 1 KL Sonbetflebübt.