Einzelbild herunterladen
 

Amtliches Verkiindigungsblatt des Kreises Marburg

-'Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

Ae deMe Nie nn ten EnUMgMWAM

I

noHjnoff Anleihe erreiche» ja können. die Frankreich

tpirtiduh-

bares Geld und nni die nötigt Ruhe zum

tele-

I» Bertretung (gez.) Bauer.

klären.

decken. Tie deullche Realerung ^ohvmbig ilt alsbald trritrrt fühntng diele- Grundlose- zu

W

boit eine ei« !nirr­

lieber den zweiten wichtigen Punkt, die nnl »»-»- dachte Cteuerkontrolle. ifl die deutsche Entwert, tote nicht so f!cr wie rt wünschen-wert wäre. M macht sich stilistisch ganz schön. tocnn stch dir deutsch« "Irgteriing aus die Anerkennung ihrer Souveränität be­ruft und wenn sie sich bereit erklärt, Rai und Id an,u- nehmen. Und rt ist wohl auch sicher, bafi btt brutsch« Regierung, wenn sie sich zur Erteilung von AuLkünste» fortlaufend bereit erklärt, damit das skontrvllrrcht und die Finonzaussicht des Entfckäbigungs-iusschusfes aus- lck^liehen will. Aber es wäre doch im Sinne einer klare» und zielbewußtrn Politik ratsamer gewesen, wenn man St Einmischung des Ausschil,lrS in unsere staatliche» Hoheitsrechte nochmals ausdrücklich obgelehnt hätte. Tie Politik, die in Genua zum selbstäntcktn Adlchlnh des >eutsch-rulsischen Vertrages geführt hat. Ist jedenialls uv «ereinbor mit irgendwelcher Nachgiebigkeit gegenüber de» beabsichtigten Eingrlssen in unsere Finanzhoheit. Wen» die Regierung in ihrer Antwort den Ion der schrofle» Ablehnung vermied, so hat sie sich olsenbar von tak­tischen Rücksichten leiten lassen. Es ist io bekannt, baj 'Snanzminister Tt. Hermes aus die Anleideverdand- lungen. die in Paris demnächst beginnen sollen, groben Art legt und daß er von ihnen eine gewillt Lksung des

* -

'T

! Jlr. 110

erkennt auch an, daß et Schritte für die Durch- tun. Bnderrrieiis wird

57. m

1922

Tie jDbrtb«IN|d>f Zett»»," rrldxtet |«h»mot »idxnlll*.De,»«,vret, mowatlldi 19 Akk. gtt «teOtebe Semmetl tnlotg« Etreik» »»er elementarer Er»t,»tNe lei» Ersatz. Verlag ooe Tn. L. tzttzeratd. Druck der U»lv^V»ck>druckeret »ei 3eb. *l|. Xe*, Markt 2LS. -t- Kernlvreckier 56, Postl checkt»»«: Xe. 6015 Bart Rreeh»« e. Kai».

MIMMMlrAMSeliirMMid.

London, 10. Mai. Der Pariser Berichterstatter derMorning Post^' meldet, er fei in der Lage mitzulri'.en, daß Vorbereitungen grirossen seien, um Deutschland die Zahlung seiner Entschäd gungsschulden zu ermöglichen. Der deutsche Finanzminister $t. Herme» werde Ende dieser Woche in Paris er­wartet, wo er, wie verlaute, die Verhandlungen fori- setzen werde, die mit dem EntschädigungSausschuß seit einiger Zeit statlfinden im Zusammenhang mit der geplanten Ausnahme einer internationalen Anleihe, um für Deutschland sofort Bargeld zu beschaffen, damit eS feinen in der nahen Zukunft fälligen Zahlungen nachkommen könne. Der augen­blickliche Vorschlag sieht, derMorning Post" zufolge, die sofortige Aufnahme einer Anleihe, für Tcutschland von fünf Milliarden Goldmark auf dem europäischen Weltmarkt vor. &9 könne als sicher an­genommen werden, daß Deutschland nicht in der Lage sein werde, irgendeinen Bc rag bar zu zahle», wenn es diese Anleihe nicht erhalle. Der Bericht­erstatter «klärt, eS sei grundsäzlich beschlossen worden, daß bkfe Anleihe gegen den 31. Mai ausgegeben werden soll.

Nach derChicago Tribüne" sieht der Plan vor, daß der EntschädigungSausschuß und alle Länder, die sich an der Anleihe beteiligen werden. Obligationen auf 10 bis 20 Jahre ausgeben, die Deutschland garantiere. Deutschland werde den Zinsendienst der ChiigJt;»uen mit Hilfe verstürkier Jndustritlät g't t und der neuen Steuern gewährleisten. Man nehme an. daß die sran- zöslsche Regeirung mit dem Plane einvrrstanben sei.

v*t «»»etgenvret, 6«trögt f8t vt» 9 gtfa Zett» over deren Ra»« 1 Ml. fflr den Milli­meter, emtlldtf vn* »»»wörtt,« IJSfi Ml. Snbtrt Loaltendreiie» nach rntfprtdienbrr SrrtAneng. 6rät rinlautend» oder Mn Raum öder >/,tt:« «innedmend« Sn- irtgf» fine wtr derrchtiat. nach der Tertivaltendreit» zu teuem «nd ,» derechnen. koxen. Aektame» drrecknen etr die Lol^Zetle mit 0.00 Ml. ^«der Rabatt allt alt Barrabatt. Set Sn«fu»h durch dl» <>ri<bätt*ftr!le und Seimlttlung der Hege- bett 1 Ml. Bonberaehuht.

Deuts'-n Lllgem. Ztg." zufolge wird Neichsfinawzminister Dr. Herme» voraussichtlich eu'.e Abend bereits nach Paris abrrffeit. Staats- -fietär Bergmann kehrt ebenfalls heute wieder '"ch B-"-is zurlick.

'ichcn Auib.ru verckfasit Gelingt dieser Plan, so wird der EnlslbädigungSausschuf, mit seinen Konlrollwünschen 3«v selber einvackri . Aber noch steht hinter diesem Plan ein großes Fragezeichen. Deshalb ist «1 das .'lllerwichtigste. daß die Regierung in der Suche Frank­reich gegrnüber nicht einen Zoll breit nachgibt. Den» nur durch xigene Widerstandskraft kann diesmal die Wendung zum Besseren gelingen.

frfiwlüiOTM erfteten.

,öl»lee Bedingungen unerfüllbar".

Berlin. 10. Mal Die Reichsreaierung richtete unter dem 9 Mai an den Präsidenten des En'schädi- gungSausschnfkes nachstehende Note, die heute in Paris durch Staatssekretär Fischer übergeben wird:

Noch den rrrangtgangenen Bcfvrechungen glaubt di deutsche Regierung aus der Rote der R'paratlon?komn''i sion dam 19 Avril entnehmen zu können, daß der R-parat-'anskornmission ebenso w'e tbr selbst daran gcleg-n ist, gewisse Mißverständnisse, die über die vorb-r o'wechsilten Roten entstanden lind, zu bseiti-ien und durch eine vertiefte Besprechung der La>ir auch in sachlick-r Hinsicht zu klären. Um di'le Arbeiten zu fördern, beehrt sich die deutsche Regierung folgendes mit-nteil-n

1. Es rritsvricht der Anssifsnna der deu'sck-n Regie­rung. daß es xrundsäkiich rwtwendig ist die gesamten tn P-chNlmtrk entstck-nd-'n Slaatsansaaben durch Kte Einnahmen aus den Steirern und d u inneren Anleihen ebne Vermehrung der ®<fbinftAh"on zu

TmtfchLdigungsproblems erwartet. Er hofft

tbrjäf rige Al-mp.infe für Dmtschland durch

graphisch seine Entlassung.

Äein« Konferenz der Clgxatarmächtt?

Senne, 10. Mai. Die in hiesigen Kanserrnz- 'rekfen Bctltnrfel, hat Lloyd George feinen Plan, die EiLnatarmstchte z« einer Konferenz nach Genua eittznbe-ufen, infolge der strikten Delgernng F:an7- reichs so gut wie anfgegeben.

Nm ka* Petroleum.

ettua , 10. Mol. »Serolo XIX* glaubt, daß eS dem Minister deS Meutern, Cdtonjer, gelungen fei, die Beteiligung Italiens an dem zwischen Eng­land und Frankreich am 84. Avril 1920 in San Remo geschlostenen Petroleum-Abkommen zu er* möglichen. ES bandele sich um die Abgrenzung von Interessensphären im rumäirlfchen Petroleumbecken, um die Verfügung über die vorgeschlagenen deutschen Petroleumkonsefstonen, um den Erwerb der neuen der rnmünischen Regierung gebSrenden vonzrsstoncn und um die Verteilung der Produktion der englischen Ocl- felder In Mesovoatamlen.

Der Standpunkt der Vereintste» Staaten.

Landon. 10. Mai. Reuter erführt aus Washing­ton. daft das amerllanisck-e Kabinett sich in der Haupt­sache mit dem russischen Problem* befaßte, soweit es durch die Verhandlungen in Eenua berührt wird. Von der Regierung wurde erklärt, daß. wenn die Kon­ferenz von Genua fehlschlagen sollte, die vereinigten Staaten hei ihren Verhandlungen in dieser Beziehung mit Rußland unabhängig verfahren müßten. Weiter wurde mitgeteilt. das! bei der Zusammenkunft deS Kabinetts allein der Ansicht AuSbruck gegeben wurde, daß die in Genua von den verbündeten Re­gierungen gegenüber den Sowfets eingenommene Haltung sich im wesentlichen in Uebcrclnftimntung mit der Politik der vereinigten Staaten befinde. Es wurde die Hoffnung auSgedrsickt, daß eine Lötung deS getarnten Problem-, die von der amerikanischen Regierung angenommen Werben könnte, in Genua ge­funden werd«.

leben Preis bekannt zu geben. Da Steed dieser Auf­fassung nicht nachgekommen ist, erbten er heule

Gntlmmo?

London, 10. Mai. Der Berichterstatter der Times" schreibt, allgemein scheine die Ansicht zu herrschen, daß die Lust g-klärt sei und daß man in Anbetracht dessen» daß die Entente nicht tot sei, bere'ts freier atmen könne. Auch der Brüsseler Bericht, «statte, derTimes" meldet ein Nachlassen b-r Spannung. Theunis habe einem Kollegen Im Karret' tatfgeteüt in Konferenzkreisen scheine fetzt eine ten- denz in Richtung der belgischen These vorhanden, zu sein. Theunir ermächtigte den ,Times"-Ber'cht- rrslatter zu der Meldung, in Genua herrsche der Ein- druck, daß die Lage weniger gespannt sei.

! Genua, 10. Mai. Der Berichterstatter der " tzavasagentur glaubt zu wissen, daß Schanz« den Kunsch heg«, zu einer Erörterung über die rust'schen Angelegenheiten zu gelangen, um so den Fortgrag der Konferenz zu ermöglichen und zusammen mit feinen Kollegen eine neue Formel für die Fassung der Artikels 7 der Denkschrift betreffend da- Privat- eigentum zu suchen. Obgleich Belgien seine enb- hültige Zustimmung dazu noch nicht gegeben hebe, scheint es brd, nicht unwahrscheinlich, daß über diesen Punkt demnächst ein neue» Abkommen zustandekommea herbe.

(5 e n u a, 10. Mai. Der Minister des Aeutzern, Schanzer, erklärte, er glaube, daß die Konferenz zwischen dem 20. und 80. Mai ihren Abschluß finden »erde. Der Minister sprach sich durchaus opti« »i st i s ch bezüglich bet Erfolgs der Konferenz aus.

Genua, 10. Mai. Der belgisch« Botschafter in Nom. Graf van bett Steen, erklärte zu den Gerüchten, tvonach Belgien bereit fein soll, seine Haltung zur Arage des belgischen Eigentum- in Rußland zu än­dern. Belgien sei nut bereit, eine neue Formel zu brüten, wenn diese Formel nicht gegen den Grundsatz str belgischen Aufsasiung verstoße.

' Englisch-italienisches Abkommen.

Pari», 10. Mai. Havas berichtet aus Esnva, Wan versichere von glaubwürdtger Seite, daß ein Allgemeines volitisckw» und wirtschaftliches Abkom- Men zwischen Ztal'en und Großbritannien sich in tot Ausarbeitung befinde, das den Hauptzweck hab?, die Lage Italiens am Mtttelmeer zu gar ui» fieren.

Die Frag« der rnglifch-französische» Beziehnnge». I

London, 10. Mai. Di« Frag« der engiifch- französischen vezlehungen wird im Zusammenhang mit der Unterredung Darthous mit Lloyd George von der gesamten Presse eingehend erörtert.Eoe. ning News" sagt, das britisch« Volk habe für die Entente gekämpft und nicht, um sie zu zerstören. Voß Mall and ffilobe schreibt, Großbritannien werde mit seiner ganzen Mehrheit Lloyd George bet dem Werke unterstützen, das er in Genua er. richte. Lloyd George, sagte al» der Führer Europas im Krieg und im Frieden, er könne nicht der Po­litik zustimmen, die bedeute, daß Europa und Asien In einer nicht endenden Stimmung des Kampf:- erhalten werde. Wenn ee zum Bruch der Entente kommen sollte, so fei das sehr zu bedauern. Eng­land [ei jedoch nicht verpflichtet, mit einem Partner zu gehen, der die Jnteresien Englands unberück­sichtigt lasse.

Lloyd George hat auf eine Botschaft, in bet ihm die kongregationclle Union von England und Malis ihre Unterstützung zusagie, mit einem Telegramm geantwortet, in dem es heißt:Die menschenfreund­lichen Kräfte bet Welt schließen ihre Reihen in einem neuen Kreuzzug gegen bte Ty- rannel bet rohen Gewalt. Genua hat die Friebensglocken erklingen lassen. Wir werben nicht ruf.cn, bis bet Krieg zu Enbe ist."

Genna, 10. Mal. Der Gbefrebafteur bet »Times* Ateed, telegraphierte feinem Blatte, daß er trotz veS Dementi? Llopd Georges feinen Berickn über die Be- fvretkmng zwischen Lloyd George und Batibou dem Inhalte narb voll oufreCbterbaite. W'e In Genua mitgeteilt wird, forderte Lord Rortbekifse feinen Vertreter In Wiederbotten dringenden Tele­grammen auf, die Quelle feiner In'orinationen um

Der Austausch hon R-ten zwilchen b»r deutsche»- Regierung und dem EnlfckLdtgnngsotksschuß ist seit b-m Dezember vorigen JobreS ziemlich rege geroeien. Iw Gan,-n genommen stellen die Noten den Berntch dar von Ewppe zu Etappe zu einem erträglichen Zustande ,v "'langen. Ter äußere Schein spricht biS ietzt nickt inabe für bi-- Eefick-ang e'nrS folcki-n Zi'Ies Zwilche" ^r ffti-y Rügen-Note und dem Verfallstag de- 31 Mei si-Ht die gestern in Paris überreichte Antwor: der deutsch"» Re^i-f-'. G'- *tT<-----tet insofern ihre»

G-nueler Urspeung nicht, als sie Böl"s mit Gutem vee eilt und giil den arnh-n Dan b-' Entsckädiai'ngSouK schnffe? Häflich erwidert. Dcimil k"nn man sich wob! ablinden, folenge in der Dache selbst das d-utsche Reckt und der disber eingenommene Swndpnnkt -gewahrt wird In Bezug auf bte sinanziellen Forderungen wirb man baS atierfennen können. Es ist lelbsiverständlich. daß neue Steuern nickt in Anspruch oenommen Werben können, um den Ausgleich unseres inneren .Hausbast^ b-rbeixitfübren. DaS einzige Mittel, das noch bleibl ist äußerste Sparsamkeit in den Ansaaben. Wenn die Regierung außerdem auf die bessere Auswirkung de» bereits genehmigten Steuern rechnet, so kann damit nur. gemeint fein, daß untere Finanzorganisation wir do» auch Dr Hermes im Hauvwiisschuß betont hat allmählich wieder ihre völlige Leiftungssähigd-it erreicht Hot und daß dir Steuerschraube wieder besser wirken 'ann Neue Steuern kann die Regierung damit nicht aniünbtgeu, weil sie dabei selbstversräudttch a» die Zustimmung bti Reichstages gebunden Q.

c? mit Rücksicht out die Lage der deuttcken Wirtsck>aft iinb auf die detisichen finanztelltn Bcrpsüch^unaeN gegen ü'.vt dem Auslände nnnmgän-'ick notwendig se»n, dis- 'rdeb'iche dorn Reick in ansländitck"r Währung zu lei st-nde Zahlungen durch äußere Anleihen bcschrsti werden. Mit Rücksicht auf die erst in letiter Zeit b'- schlnss-ne onherci.-ertliche Erhöhuna der Steuern ist e: nickt möglich, dem Verlann-n der R'psra'wnrfommiffien -nf Einsühtnng weiterer Steuern im Betrage von 60 Milliarden vor dem 31 Mai 1922 zu enllvr-cken. Di» d-utsche Reaikruna ist ofx-r bereit. v»r diesem Taa? der R-Parstionslommitsion rinnt eingehenden Plan mihn- teilen, der das Ziel vrrlolgl, dem eingangs gestellten Grundsatz Recknung zu tragen.

2 Die deutsche Regierung nimmt gerne davon Kennt­nis, daß bte RrparaÜonSwmmission die Souverän i- töt Deutschland» bei der Feststellung feiner »ffent- 'ichen Ausgaben sowie in den Fragen der Besteuerung und in der allgemeinen Finanzpolitik anerkennt. Sv nimmt ferner davon Kenntnis, daß bte Kommission den Wunsch Hot, die deutsche Regierung bet der Ordnung d r R-tchssinanzen zu unterstützen. Sie wird zu bi-lern Zweck der Reparationskommitsion alle Möglichkeiten fflr ge­wünschte Auskünfte erölsnen. Sie wirb deshalb anck für die Dauer ihrer ZahlungSverpslichtungen. wie sie die Entscheidung der Kommission vom 21. März Vor­sicht, mit der ReparaltonSkommission über die von ihr geplanten grirtzgebrrischen Schritte auf dem vorher be zchcknclen Gebiet ter Finanzgebarung sich ins Beneh­men setzen.

3. Tie deutsche Regierung wird sich im übrigen nack Krälten bemühen, den von der Revarationskommilston in ihrem Brief vom 21. März ousaesprockenen Bedin- gunnen zu entsprechen. ®ie hält indessen an der Ankfassung fest, daß einige dieser Anforderungen un­erfüllbar sind. In diesem Zusammenhänge bezieht sie si h auf das im Schreiben vom 13. April gemachte An­gebot, jeden praktischen Vorschlag zu prüfen, der von der deutschen Regierung zur Behebung der Schwierigkeiten, in betten He sich befindet, gemacht wird. Da wegen der Konferenz von Genua mcbrere Mitglieder ter Reichs- regieriing geraume Zeit von Deutschland ft rage haften wurden, ist es der deutschen Regierung zu ihrem Schauern nicht möglich g'trrfrn, verschiedene im Bri-f vorn 21. Mär» gestellte Fristen innezuhalten. Sie er- tuckt die ReparalionSkommission, sich mit einer angemesse­nen Verlängerung dieser Fristen einverstanden zu er-

NM'M.

Berlin, 10. Mai. In Katkowitz ist ein dentfch- polnisckeS Abkommen a'a-s-bsas>n toorbm E» Fctiifft die Borsarge fflr die W-'-rfährnng d>rsenigen oherschlesifcken bürgerlichen 8'e'ck st--ttiakei'en. Straf» fachet und Ai'g-'e"er.brit 'i bc <r-i*r>i*(;qrn G"-ichtS- barkeit. die zur Zeil der Ueb-rnahme der Recktspss-gr im Abstiinmnng?g-bie: anhängig sein werden Sie sollen da erfed'stt werden, wo sie anhängig sind oder von einer an ihre Stelle tr-tenben Behörde

Oppeln, 10. Mai. Ter Interallrerten S-outrH- kommission ist die Mitteilung zogegang'.n. daß der Völkerbundsrat am Donnerstag unter dem Vorsitz des Spaniers Leon znsammcntriit, um den Sckl> ß- bericht des Präsidenten Ealonder über die odcrich>e- sischcn Verhandlungen entgegen zu nehmen. Mit bet lieberreichung dieses Berichtes wird die amtlich« Tätigkeit Ealonders als Beaustrogter des Völkerüund«- io bet vberschlcfrjchen Frage' b endet

Marburg

DonntiM Ira 1L Mut

91t ünlmort Itr SnH

vrberreichnng bet Antwort erst hexte.

ß' Senua, 10. Mal. Wie rufstscherseit, mit. 'jetdlt wird, wird die Antwort der Sowjetregie- gmtg auf die Denkschrift des ersten Unterausschulses Akst morgen überreicht werden.

Stefani meldet: In den Kreisen der Konferenz wird di« Verzögerung der Uebergabe der russischen Antwort auf zwei Gründe zurückgeführt, erstens darauf, daß, während bei Text der Rote gestern br. teils fertig war, in der Rocht ans Moskau Funk, fprüche eintrafen mit neuen Instruktionen über verschiedene Punkte, die infofgebessen ab- geändert werden mußten, und zweitens, daß Ab- inberungen getroffen werben mußten mit Rücksicht AUf den Berrnittlungsoorschlag Schanzerv.

Der Vertreter der Havasagentur erfährt dazu, daß die französische Abordnung sich gegen weitere Ausflüchte der Cowjctvertreter wenden würbe. Lloyd George beriet gestern nachmittag mit den Sachoerstänbigen über bte russische Frage und prüfte bie von Tschitscherin Echonzer übermittelten Angaben über die russische Antwort.

' Die russische Stofe überreicht, aber wieder zurück, grgeben.

0 Sen ua, 10. Mai. Die Russen haben ihre Aut. Wort gestern tatsächlich an dr Faeta übergeben Nachdem Lloyd Seo-ge und Schanzer von dem Text der Antwort Kenntnis genommen lallen, er­klärte dieser, eo sei ganz ausgeschlossen, daß die Antwort auch nur als Basis von Weiteren Brr. Handlungen dienen könne. Darauf ließ Cchanzer Lschitscherin dringend zu sich rufen. Rach längerer »ud lebhafter Aussprache gab Schanzer b e Note Tschitscherin wieder znrück, um sie noch einmal ngch. znprüfen. Inzwischen sind die russischen Del-glrrtrn in Rapallo versammelt, xm dort die Möglichkeit -er Abmilderung de. Rote zu beraten.

Die Rusten für Gonververtrüge.

' London, 10. Mal. Tschitlckerln erklärte In ttner Unterredung mit dem Berlckterstalter der .Tal'v BtaU" Aber die Möglichkeit eine- Scheiterns der ver- kmblungen mit den Rusten, es kl stet» bte Ansicht der SowletS gewesen, Sonderabkommen mit Anderen Mächten einem allgemeinen Ueberelnfomtnett »orznzieben. Stallen Habe zum Beispiel wenig guter effe an der Frage de» privaten Eigentum-, und ein tteberelntommen mlt Italien fei daher ums» leichter »» erzielen.

Aus den Ausschüssen.

Der preußische Landwiptschaftsmintst«, für Bel» Betonung der Umlage.

Im Dattvlaurschuß des Landtage» streifte Abq. Dr v.KrieS kDeutsckn.l die Ernäbrnngsfrage und forderte die rflcksichlSlofe Schließung be»Loches im Westen" und die Bekämpfung des Wucher». Hin- . sichtlich der P^nbgemrinbeorbnung lehnte ec bie zwangs- i weife Laub Bürgrrmristrrverfafsuna ab.

LandwirlsckaftSminist»r Dr. Wendorff wie» als , preußischer Stgatskornmissar für daS Ernäheungswesen darauf bin, daß die Valutaverhältni'sk einer vermehrten Einführung der LebenSmittel hindernd im Wege sichert. Aus der anderen Sette bewege sich btt Produktion der heb ; mischen Landwirksckaft keine-wegS fs nach aufwärts, , wie es wünschenswert sei. Gehindert wrbe sie durck ^ohfenmangel nnd anderes. Auf die Sicherstellung der TruSbrung der Bevölkerung durch das llmlageverfahren können wir nickt verzichten.Die gegenwärtigen hohen Kartofselpretse sind nicht gerechtskrtigl. Das SdaotS- ministcrt'itm hat sich mit der Frage beickäfligt und eine andere Zufammensetzung der PreiSkomMission beschlossen. Insbesondere scll gegen btt wu chtrischen Kltin- handelSprtist vorgegangen werben." Wie derRcichS- emährimgsminister. so sprech« auch ich mich gegen ein Kartosselumlageversahren auS. Ter übermäßigen Bc- tiefrrung der Süßstoff- und Scholotadensabriken muß im 1 Interesse der Zuckerversorgung der Volkes enigegengetaten werden.

A fe