Anzeiger für (das früher kurheMche) OberyeMn
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Br. 107
Stunde der endgültigen Auflösung geschlagen
Moi wider se tze.
Üeberschrift: „T)ie Konferenz von Genua geh»
unter!"
„JSweft davon
Marburg
Montag, Den 8. Mal
Pari», 7. Mai. Nach einer Meldung des Be. richterstattcrs des „Zntransigeant" ans Genua soll Ministerialdirektor v. Maltzan sich eifrig darum bemühen, die Nuffen dahin zu bringen, daß sie den englischen Wünschen entgegenkommen und die Denk, Schrift annehmen. Als Entschädigung für diese Vermittlerrolle würden die Deutschen später einige Aequivalente verlangen.
Genua, 7. Mat. Der Genueser Berichterstatter be8 „Corriere della ®ero" schreibt über die Mel«
Frankreichs Widerstand gegen eine Besprechung der Signatarmächte vor dem 3L Mai.
Paris, 7, Mai. Die Berichte der Morgen» I ttungSverschiedenheiten zwischen Lloyd George unst presie aus Genua lauten äußerst pessimistisch. Da» Barthou u. <t, Lloyd George scheine wirklich nicht Echo de Paris" kennzeichnet di« Lage durch die geneigt zu sein, der von der französischen Regierung Üeberschrift: .Die Konferenz von Genua g«h t j «ngeschtagenen Taktik, ficht .inter die belgisch« Abordnung zu verschanzen, zu folgen. Lloyd Georg« hätte geglaubt, daß Barthou mit größeren Bollmachten als zuvor auS Paris zurückkehren werd«. Nun habe sich aber herausgestellt, daß er unter de» gleichen, wenn nicht noch schwierigeren Bedingungen zvrückgekebrt sei. Er fei nichts al» der Uebermittlell der au» Paris etnlaufenden Befehle. Bei dieser Laz« werde e» oct englische Premierminister nicht fü.
Lloyd George mit Barthou hatte, es sei zu erwarten, daß England s e l b st den Abbruch der Konferenz vorschlagen werde und damit die Absicht bekanntgebe, sich in Zukunft von den Angelegenheiten des europäischen Kontinents loszusagen und wieder in die „splendid isolation" zu- rückzukehren.
Nach dem „Statin"' hat Barthou in Lloyd Ge- arge einen außerordentlich niedergeschlagenen Mann vorgefunden. Er sei besonders darüber beunruhigt, daß gewisie französische Blätter die Dinge so darstellen, als ob Belgien von Frankreich England vorgezogen worden sei. Er habe erklärt, das britische Volk habe 700 OOO lote im Krieg geopfert. Die Schwierigkeiten, die Lloyd George sehe, hätten ihn veranlaßt, kategorische zu er- klären, es sei völlig unmöglich, den Text der Denk-
Mtminng rwWn MM tut) W EttM.
Der Sonderberichterstatter de» „Petit Paristen" berichtet über den Verlauf der Unterredung, die
Genua, 8.Mai. Barthou batte heute Nackmitta« -»ne llnterrednnn mit dem italienischen Außenminister
Kommunisten» «Haftungen in kvarschan.
BlLttermtldunoeu wurden in Warscvau in b« ie^tc« Tage« zahlreich« kommunlllilche öMrti verHvfl«,
»MW md deMe MMMMlsohr.
Berlin, 8. Mai. Wie dem „Lok.-Anz." aus Genua gemeldet wird, hat der italisnische Außenminister Schanzer, um ein Scheitern der Konferenz zu vermeiden, seine Bermittlerrolle im Einverständnis mit Lloyd George wieder ausgenom- »en. Vor allem hatte er eine längere Unterredung mit Tschitscherin, den er eindringlich darauf if- Merksam machte, daß die Konferenzmächte in den Bedingungen der Denkschrift die äußerste Grenze ihre» Entgegenkommens für Rußland erreicht hätten. Mehr dürfe die Sowjetrcgierung n-cht cr^f- fen. Die Möglichkeit, von den Regierungen «ar- kredite für Rußland zu erhalten, schloß Schauze: vo» vornherein aus. ...
schrift abzuändern und habe hinzugesügt: „Uns bleibt nur eins übrig, nämlich, den Ereignisien ihren Lauf zu lasten und die Lösung abzuwarten."
Der Berichterstatter des „Matin" fügt hinzu: So ist also die Konferenz von Genua f e ft gefallen und wird nach einmonatiger Dauer eine» schönen Tode» sterben. Die Loge, die sich daraus in Europa ergibt, ist heut« ernst, während,
(Ein offenes riiMfches «reif.
•, 6. Mat. StecNow f(frreibt in her er Erfolg der «emtefer Sfetiferetn Mn<j« die Beratunaen stw von den po'fttf-frtn
Unversöhnlichkeit Belgien«.
« erlin, 8. Mai. Der „Montagspost" zufolge veröffentlicht der Brüsteler „Soir" ein« Unterredung eine» Genueser Berichterstatter mit dem belgischen Minister Jaspar, in der der Minister erklärt habe, Belgien werde unnachgiebig auf seinem Standpunkt beharren.
Polnischer Bertagungsvorschlag.
PariS,7. Mai. Nach einer Meldung der Pariser MorgenblSttrr aus Genua soll der Sßertrter Polens, Minister Skkrmnnt, beabsichtigen, die Entsendung ei e» Ausschusses von Volkswirtschastlern und Finanzleuten nach Nußlcud zu beantragen »die an Ort und Stelle seststtllrn sollen, welche» Kredit man der Sowjet- rcgierung bewilligen solle. Nach Beendigung dieser Feststellung soll die Prüfung der russischen Probleme wieder ausgenommeir werden.
Ein dem „Echo de Paris" au» Genua zugegangene« Telegramm erklärt, dieser poltiische Vorschlag stelle sich als ein Antrag dar, die Konferenz zu v e r t a g e n.
Die Zurücksetznug der Neutrale«.
Paris, 6. Mai. Nach einer Havasmeldung ans Madrid führt da« Blatt „Las Znformationes" In einem Aufsatz mit der Unterschrift „Ein Diplomat" Beschwerde darüber, daß aus der Konferenz von Genua die Neutralen „schlimmer behandelt würden als Kinder von armen Leuten". Die Neutralen würden so gut wie zu keiner Beratung zugelaften und über nichts auf dem Laufenden gehalten, obwohl sie eine Frage wie die russische unablässig in Mitleidenschaft zog und interessierte. Es wäre sehr leicht möglich, daß zu den Konflikten, die zwischen den Verbündeten und den Stuften, und zwischen den Verbündeten untereinander entstanden, noch ein Konfliktder Neutrale« mit den Beriündeten hinzukame.
zweckmäßig haltin. Verhandlungen mit einer Abordnung zu beginnen, die ktine Vollmachten habe. Frankreich habe ihn wissen lassen, daß e» sich überglücklich schätzen würde, auch nur in einem Sedankengang di« Lage zu prüfen, die sich ergeben würde, wenn Deutschland am 3L Mai die vorgeschriebenen Bedingungen nicht etfttße. Lloyd George habe Barthou geantwortet, er beabsichtige im Augenblick nicht z« untersuchen, waS nach dem Eintreffen der russischen Antwort geschehen wird.
Poinear« reist nicht nach «etwa.
Pari», 7. Mai. Laut Meldung der Morgenblätter erklärt man in offiziellen französischen Rrelfen, daß MlnlstCTvräsldent Poincare, der die MSallcd- feit, flch nach Genua zu begeben, nrnbdem der VrSst» den't der Republik nach Frankreich zurückgelebrt lei, ins Auge gefaßt hatte, letzt fest entschlossen sei, «ich«
I nach Genua zu reisen.
Die Türkei und der deutsch-rufstsche Vertrag.
Loudon, 6. Mai. Die .Time«' meldet auS Kon stantinopel, die Verbündeten bätten den dortigen Ver- tretcr der nationalistischen türfischen Regierung um Mitteilung darüber ersucht, welche» die gmttung ber «ngoraregiernng gegenüber dem deutsch-russischen Vertrag sei. Der nationalistische Vertreter sei vom «ommistar für auswärtige Angelegenheiten xWut. Bemal Bey, angewiesen worden, zu erklären. daft man tn Anbetracht der Tatsache, daß die Anerkennung des nationalen ScbutzeS daS Hauvtziel der auSwärtiaen Politik AngoraS sei, die Anooraregleruna Verbands lungen mit jeder Macht eröffnen werde. Iusius Kemal Bev stellt daS Bestehen irgend einer militärischen Abmachung zwischen der Türkei und Rusiland dezw. Deutschland in Abrede und erklärt, die Anqora- regierung wünsche, wirtschaftliche Bezieh,mgen mit allen Mächten, insbesondere mit Deutschland. zn eröffnen. — Der .Ti'meS--Berichterftatter fügt hinzu, diese Antwort bestätige die Mitteilung, dasi die Angoraregierung grobe Anstrengungen unternebme, um <m dem russisch-deutschen Vertrag teilzunehmm.
Marge« lumserenzschluß?
Paris, 7. Mai. Nach dem „Jaurnal" sollen gestern aus London pefsimistifchs Nachrichten angekommen (ein. Lloyd George habe nach Mitteilungen englischer Zeitungen erklärt, die Konferenz werde am Dienstag zu Ende gehen. Man könne Jebodj tn Konferenzkreisen eine offizielle Bestätigung de» Gerüchte» nicht erlange«.
geschädigt wurden, in Ausgleich bringen.
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Sie Siltuno b?r Men.
Bier Bedingungen.
Pari», 7. Mai. Der Berichterstatter be* ^juevre" in Genua will über die Antwort, die die -kusien am Dienstag überreichen werden, erfahren haben, daß die Rusien folgende vier Bedingungen Men werden:
L End die Verbündeten geneigt. Rußland ohne Ärobfyit de jure a n z u e r ke n u e n?
2. Werden die Bei kündeten damit einverstanden Hu, daß die ausländisckien Eigentümer entschAnot »erben, ohne daß daS Privateigentum tn Rußland aach nur in der verstecktesten Form wieder her- «stellt wird?
3. Sind die Verbündeten geneigt, Rußland ein Zahlungsaufschub zu gewähren? Wenn ja. wie lange? , 4. Sind die Verbündeten gen-igt. Rußland Kre- |fte zu gewähren und in welcher Höhe?
Genu a, 7. Mai. In einer Unterredung mit ms Genueser Korrespondenten h > „Iribuna" er. klärte Tschitscherin, daß die Note der Verbündet"" kaum angenommen wrti>en könnte, da eS für Eowseirußland unmöglich fei, die bolschewistische Propaganda im AuSlande aufzugeben. Die Ein- sthung von Schichsgerichtsböfen und Maßnahm-n zur Sicherung des Privateigentumes würden ebenfalls unannehmbar sein.
Genua, 6. Mai. Tschitscherin, Krassin und Litwinow hatten heute Abend eine "(nny Unterredung mit Lloyd George. Joffe ist heute Ab''» nach Berlin abgereift.
p|e Zeit»« «rtcheiat te*»mal n>ö<btntltd>. — Seiugsoret« «onatll*
jq Mt stzlir 6U«taDf*M Summern Iniolq« Streik» ooer elementarer Errignisie tetn eiia«. - Serlae do« Tt. t. »tserotb. - Ttmf ber Unt^SnAbnKteret no« 3ob. Lag. Äo<6, Markt 2123. — «eratprediet 56, X$oB16edtoete: Ar. 5016 Amt ftroof’urt a. Moia.
Dingen ;. siebten und auSlch'Ieklieb mit den Wirtschaftlichen Röten c^n-onas desasiten. Man müsie In Genua W der Einsicht oetcmge«. dost die <«e- Wäbrung einer groben Anleihe an Rusiiand eine Wichtige Voraussetzung für die Gesundung der Welt fei. Llovd George mache sich sicher leine Illusionen über die Rückzahlung der Kriegsschulden und bade sie in den Schornstein geschrieben. Für die Anerkennnnr der VorkriegSschulden sei ober eine Anleibe die unbe dingte Voraussetzung. Solle etwa die Konferenz statt einer Berbandlung über solche vrafiischen Bedsirfniste ein Gewäsch über baS Tbema der christlichen Räch sienliebe sein? An der ganzen Welt glaube beute nie wand mehr daran, daß man dadurch die Gefahr neuer Retzeleien beschwören könne. Frankreich rüste ye bereits ganz offen zum Krieg«. Ober seien r''- - ^srrenzteilnebmer nur Statisten, um Lloyd i .. 3t zur Wiederversiellintg seiner stark er« fMttcrten Stellung gegenüber dem englischen Parlament zu vetbekfen, fohle gleichzeitig die SinmarfA- pläne der französischen Militaristen zu fördern?
vorher beriet Barthou mit Schanzer. D-r lhabe. England werde sich voll Europa lossagen, itakrenische Anßenminister zeigte sich, wie mdb**., I Bevor aber Lloyd George nach London zurückkehre, «hr besorgt wegen der Folgen, be bte SBnjeruna mr bei» I werbe er da» bolschewistische Rußland und in zwei- ßiftben «bordnung urü» "'« «ordehalw der französtschen Linie das französische Ministerium für den Miß. Abordnung auf den Verlaus der Konferenz haben Wan- I • 1 ’ , ’ 1 . .
ten Er wie- auf die allgemeinen Störungen hin, welche "folg des großen Untenlehmens verantwort« ein Mißerfolg der Konferenz nach sich ziehen könne, und i l i ch mache«. Frankretch dürfe sich nicht wundern, setzte hinzu, daß selbst in diesem Falle die Beziehungen I wenn England, da Frankreich sich für Belgien ent« der beiden verbündeten Länder sehr herzlich bleioen müß. schlossen habe, gegebenenfalls neue Freund« etn. Um diesen Mißerfolg zu vermeiden, bemüht sich i s ch a f t e n suche. Barthou habe sein Möglichst«» Schanzer. eine Formel zu finben, die die Besorgnisse Bel-1 zugunsten einer anderen Politik getan und trag» Bens und Frankreichs besrtedtgt Me Formel so.ldaS fejnc Verantwortung für bo», was sich spät« allgemeine Recht der Sowicts nnt den Rechten der Etuzel-1 *. „
Personen, die durch die von ihnen entfesselte Revolution I ereignen könne. ,
Barthon erwiderte. Ne französische Regierung half l opfern.
Nefe Anregung vollkommen verstanden. In der Presse I Berichterstatter des „Echo be Paris" will * i*r «u^ntck..Ob-rstrr Rot" nur Urtümlich oebranch» ebenfalls bestätigen können, daß Lloyd Georfle, der Ne Ansichten'dCT französischen R-oiernng in dieser Frage I 6,8 ietzt immer noch Hoffnung gehegt habe plötzlich leien. B a r t b o n erwiderte, er W bereit« dem italleni- "on einer großen Entmutigung ergriffen sei. schnt Außenminister Schanzer mitaettilt, daß di« sran. Wenn die Sowfet« die Vorschläge ablehnten, sei er röstsche Regierttng sich dieser Besprechung vor dem 31.1 geneigt zu erklären, daß für die Konferenz die
wenn man nach dem Abschluß de» russischen Tett trage» deutlich erklärt hätte, daß die Konferenz u» fruchtbar geworden sei, e» ganz natürlich gewesen wäre, ihre Verhandlungen auf später zu vertag-'«, ihren Eharakter abzuändern und beispielsweise al» Derhandlungsort Prag vorzuschlagen, wie unser« tschechischen Freunde es gewollt haben. Heute aber ,wird eine tiefe Mißstimmung zurückbleiben und .........x KfT Billa be I jede internationale Anstrengung für lange unmög> Schanzer. knerauf bertab er sich nach ber vtua oe . . ,
Alberti, wo er von 5-7 Ubr mit Llovd lch geworden sein.
Bmet Barthou fßbrte hierbei, tote von enallsch-r I ^Journal de» DÄats" sagt, bi« Nachrichte« mityteiff wird, an«, er habe bei seiner Wnjurrft in 1 fe|en jn einem Punkte gleichlautend, Lloyd Georg« Paris die öffentliche Meinnna kehr besorgt gesunden über r?, « j Q g f 0 her Konferenz voraus und
ben Abschluß des dnttsch-ntssischen Vertrage», nud die ^X darauf vor, die Verantwortung hierfür
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Ker finnzöst'chen öffentlichen Meinung beeinstußt. Er sei et auseinandersetzen werbe, baß seine ständigen Bernet der Instrnftion seiner Regierung zurückgekommen. | mühungen, den Frieden wieder herzustellen, am ^ß Frankreich bet russischen Denkschrift nicht ztisiimmen I Sowjets, Belgiens und Frankreich»
könne, wenn di« Belgier <ntf tbrem Standpunkt beharr- ,. nt te[en Heber Belgien werde er hinweg« slovb« indesien b«gi efl Mü gehen, aber er werde sich besonder, bemühen, de« ÄLLVu*.f-«".w-”
Wenn «r m-bt versönlich davon überzeugt tofirt, daß I entgegenzustellen. Das Blatt hofft, daß Mtnister die öffentliche Meinung Frankreichs der Konferenz günsti" Barthou sich seinerseits vorbereite, um so zu ent» Pfannen sei. würde er nickt zurückgekommen sein. Er I warten, damit die Verantwortlichkeit nicht ver- werde alle» tun. um der Konferenz »n einem Erfolg zu I schgg^n werde. Nach dem .Journal des D^bats" verhelfen. I ist die K r i f e der englisch-französischen Bezieh««-
Llovd @eor«r naßw di-se ErkfSrnnq zur Kennt- I unvermeidlich geworden, seitdem Lloyd niS und sagt«, grgenwättig sei Me Lage folgende: Die I ffieorßg n unternommen habe, die Wiederaufnahme Denkschrift XSt^wrU de» Welthandel» auf dem Verzicht Frankreichs auf
Äl faii (Enttoanunge, «»fiutau«.
tösische Blätter Kommenfarr über die Frage d«r „Einbe- I oertritt bett Standpunkt, daß btt»
rufnug M Gersten Rate« nach Mißverstänbnis zwischen Frankreich unb England
schondreiZahre andaucre. Man müfte sich fra.
regt, er habe lediglich gesagt, daß e« tevr ztoemnama 1m, sein würde, eine Unterredung »wischen den Unterzeich- I stkn, ob man fortfahren wolle, dem PH antom nm, be« Versailler Vertrages kn G-nna herbe!,I,führen. leine» Bündnisses vitale Notwendigkeiten zu
Twr S«J*iatnDtet» beträgt lür »ie 9 gefv. Zeile ober beten Raum 1 Mk. für de« Mtllt- Mtet^mtn»« »ab auswärtige 130 Mk. «nbete 6paltenbrette< mA enftoteAenbet «««inniu. Soät einlaufenbe ober ben Raum übet si, Sette elnnehmenbe Hn- «in« finb ®it beredttigt' nach bet Iertf»altenbrefte xtt fetzen unb ,n betedinen.
l"nem,n betelnen wir die Tol-.Ze'le mit 9.00 Mk. Feber Rabatt gilt al» SarrabatL Sei «nstunft bot* bie reei*äft»fteüe unb Sermtttlung bet Ange- bott 1 Mk. Sonbetgebüht. ____
Snglant nur mZ
Was geht vor?
Pari», 7. Mai. Der Conderberichterstatter de, „Intransigeant" meldet unter Vorbehalts er habe den Eindruck, daß e» möglich sei, das, demnächst eine gewisse Nnstrengung durch Frankreich, Belgien, Italien und die Kleine Entente unternommen werbe. Aber bet Gegenstand dieser Unternehmung •öx«e noch nicht bezeichnet werden. Wir haben all« frier, so sagt bet Korrespondent, den Eindruck, dah etwa» Bedeutsame» hinter den Kukis- e n vorbereitet wird, «Set es ist noch schnür zu age«,-wo5. I« einet anderen Meldung berichtet bet Korrespondent, daß englischerscits, wie «s -cheiiit, sich unangenehme Dinge für Frankreich votbereite«. Jemand, der gut unterrichtet sei, hab« gesagt, Genua werd« England bie Gelegenheit geliefert haben, neutral ju werde» und »eutral zu bleiben »nd von nun an als einfacher Zuschauer die Revanchevorbrrei- tunge« anzusehen, llebernehme Belgien nicht eine sismrere vera»t»«ttuNg dadurch, daß es bie ver. Mittlerrolle eufgebe, die es bis fetzt gespielt habe? *!t bade be« Eindtmck, so schreibt bet Berichterstatter, baß das fran-Ssisch-belgische Ein»erstanb- nie nicht absolmt sei. «s fehl« etwes n« k» Oen ttaue« «nd bet Herzlichkeit von früher.
Hglea M d!e KM A!n!e ziehe« ihre MerlMea zmü?
Pari», 7. Mai. Die „Lbicagv Tribun«" schreibt: Polen «nd die Klei«e Entente verständigt«« geftere die Regierung, daß sie ihre Unter, schrift unter bet Denkschrift an bie Rusf-n zurück« zögen, fal, Frankreich und Belgien »icht der Tenfichrift zustirnmeu. Japan, d«s Frankreich ener- qisch in der russischen Frage unterstützte, gab afrn- liche Verficheruue-en «A. Amtliche Pariser Kreise erklären, daß diese verschiedenen Staaten die Denkschrift unterzeichnet batten, da sie ein Komxrom'.g erwarteten. Der Entschluß der französischen Regie- r-iisg, Belgien energisch zu untrrstützen, veranlaßte diese Länder, ihren ersten Entschluß abzuändern unb die französische Regierung davon z» vet- stärdisen. _ ...