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Die preußische Regierung bestreitet dem

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bieten sollte. Es gelang die Befugnisse dieses Ftncmz- rate? zu erweitern und aus diese Weise dem Staats­rat doch noch Eingang in die preußische Verfassung zu

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rigkeiien einer ausreichenden Sicherstellung ju überwinden. Man wird zunächst einmal abwarten müssen, welche Art von Sicherstellung die Ameri­kaner zur Voraussetzung ihrer Kreditgewährung an Deutschland machen werden.

Wie die Verhältnisse heute nun einmal liegt», muhte es von wirtschaftlich interessierten Deutschen geradezu als eine Erleichterung angesehen

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Straßburg hat wie keine zweite Stadt u; Vaterlandes den Wechsel und Wandel, das

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ganz gewiß außerordentlich Peinlich, daß er seine

Pläne in Genua von Frankreich wieder ebenso durch- verschaffen.

H e u z t sieht, wie seinerzeit in Cannes. Und es ist StaatSrot die Berechtigung, sich als eine vollwertige zweifellos, daß darin eine Verschärfung der Gegen- Preußische Kammer zu fühlen. Rach ihrer Auffassung sätze liegt, eine Zuspitzung, die sich auch recht deutlich ist er nichts Weiler als eine Art Provinzialausschub, 8t den Aeußerungen des englischen Mtnisterprässden- der der Regierung zur Seite gestellt wurde, um dem tat und in den Kommentaren der englischen Blätter Streben der Provinzen nach größerer Bedeutung im

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vlesen, ettwwt, das Hr «ine Handhabe g»gen Fred ge­boten hätte, womit sie eine fernere feindselige Haltung ihm gegenüber vor sich f-fiter h'tt: begründen können. Aber sie wollte ihm ja nicht mehr feindlich g-genüber- st.-hrn — int Gegenteil, sie musste ihm g reiht werden, sie hatt- ihm etwas abzubi ten . . . Sie hatte solch «inen schmählichen Verdacht gegen ihn gehegt . . . Wenn sie sich seine Persönlichk-it vergegenwärtigte, retne Briese las, seine ganze Haltung jetzt ins Auge fasste, so begriff sie allerdings nicht mehr, wie sie lange Zeit hindurch batte glauben können, daß er ihren Trausch-in unterschlagen habe.

Welch ein bitteres Unrecht halte sie ihm angetan.

schanspielerin war, wob in den Augen der Mehrzahl einen neuen Nimbus trat ihre Persönlichkeit. Man suchte Henrikas nähere Bekanntschaft.

„Wie es scheinh bin ich eine begehrenswerte Partie 5 geworden," sagte Henrika lachend, als sie an einem fon-

sie sich seinem Willen fügen müssn.

Zuweieln überlas sie Freds Cchris stücke. Nichts stand zwischen den Zeilen. Vergeblich suchte Henrika irgend etwas sä Verletzendes aus de» Briese» heraus-

Nur Henrika erlaubte sich, im A llen anderer Mei­nung zu sein. i

Fred wurde täglich in Travemünde erwartet. .»

Er hatte sich eine Dampsjacht gekauft, die so groß toat, daß sie außer der Mannschaft noch etwa 12 Personen aufnehmen konnte. Aus dieser Jacht sollte er in Travemünde eintresfen. '

Der neue Präsident per Reichshersschenmasanst-rtt Der Ministerialrat im Reiwsarheitsminikterium Dr. v. Olsbauken ist zum Pröftdenteu des Direkto­riums der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte ernannt ivvrdcn.

die häufigen Besuche Irmgards in Berlin nun vor- aussichtlich eingeschränkt werden würden. ES wurde als sktlstversiSnülich angesehen, daß Henrika bis aus weiteres zu ihrer Schwiegermutter ziehen würde. Davon, daß sie Kinoschauspielerin bleiben würde, konnte doch selbstredend nun, wo sie Sssenttich zu dem Delarueschen Fam lienkrnse g hörig anerkannt worden war, nicht mehr d« Rede sein, kantete die allgemeine

- Nachdem die Lösung der russischen Frage in Genua gnf ein totes Geleis Geraten ist, gibt man sich gegen­wärtig alle erdenkliche Mühe, wengstenS für den zehn- «hrigen Burgfrieden, diesen Liebltngsplan des eng« Ajcheu MtnisterprSstdenten, eine für alle annebnware Formulierung zu finden. Es ist bezeichnend, daß bei -en Vorberatungen über diese Frage Deutschland voll­kommen ausgeschaltet wird. Man Hai also ganz gewiß der deutschen Abordnung gegenüber kein gutes S-wtsseu. Denn wie man versuchte, mit den Rnflen Mus Kosten Deutschlands tnS Reine zu kommen,-fo soll offenbar auch in der Angelegenheit der Friedenssiche- xuH6 das Kompromiß auf dem Rücken Deutschlands Abgeschlossen werden. Der europäische Fttede soll ge­sichert werden, aber die Zwangsmaßnahmen sollen da- vpinter nicht leiden. Ein Schaustück oyne Kern und Anhalt. Denn solange nicht die Poltttk der Zwangs- tnaßnabmen verschwindet, solange wird auch kein Friede in Europa sein.

- Aber dies alles tritt in Genua schon beinahe in itzerr Hintergrund. Aus der allgemeinen Konferenz, tn der alle Rationen alS Gleichberechtigte beteiligt fein sollten, entwickett sich mehr und mehr eine Sitzung des Ober st en Rates. Diese Entwtckelurig wird Wahrscheinlich dadurch abschließend in die Erscheinung treten, daß auch Poincarö In Genua erscheint und sich Wit feinen Bundesgenossen abseits von der Konferenz Aber die Frage der Entschädigungen eingehend unter- Mt. Es ist für den englischen Ministerpräsidenten

zu einer vollwertigen Kammer entwickeln. die geaen den unbeschränkten Parlamentarismus ein Geaena--- wicht bietet. Der Staatsgerlcktshof wird mtr über di- einzelnen, an sich unteraeo-dneten Stteittraaen ent­scheiden AuS der Entscheid,ma wird sich daun weiter ergeben, wie die parlamentarische Entwickel,mg in Preußen gehen soll.

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; rrigen Nachmittag mit Thea sich ans dem Wege zur LßhnHädtsche« Villa befand. , _ . i J .

das Mindeste vorschreiben zu lassen. Mit einer saft schneidenden Schärfe wird betont, daß Rußland in keinem Falle die von ihm abgeschlossenen Verträge von der Anerkennung oder Nichtanerkennung brütet Mächte abhängig machen lassen wird. Man könnte bei­nahe sagen, daß dir russische Abordnung die Sprach« wiedetfand, die die deutsche Vertretung nach der Lü- gennote der Verbündeten verloren hat.

III.

Der preußische Staatsrat hat eine verfassungsrecht­liche Streitfrage, die ibn und die prreutzische Regie­rung schon seit Monaten beschäftigt, parlamentarisch entschieden. Die eigentliche Entscheidung wird aller­dings erst vor dem Staatsgerichtshof fallen, dem die Streitfrage unterbreitet werden soll. Obgleich es sich dabet nicht um weltbewegende Meinungsverschieden­heiten handelt, zieht der Streitfall doch die allgemeine Aufmerksamkeit aus sich. Denn die Punkte, die der preußische Staatsrat als Stteitfall zwischen sich und der Regiernng festgelegt hat, stehen mit grundsätz- , lichen Verfassungsfragen im Zusammenhang, und ihre ' Entscheidung durch den Staatsgerichtshof wird des­halb von weittragender Bedeutmig sein. Ob schranreu- loses Einkanwier-Shstem oder ob Gegengewicht gegen ein solches Shstem — das ist die Frage. Die Versuche, durch die neue preußisch« Verfassung neben dem Land­tag eine zweite parlamentarische Körperschaft mit ganz klaren Rechten und Befugnissen zu schaffen, sind gegen die Hochflut der demokratischen Auffassung nicht durch- gedrungen. Die Regierungsvorlage enthielt aber doch insofern eine gewisse Einschränkung des -Einkammer­systems, als ein Finanzrat vorgesehen war, der der Negierung bei der Ausgabe von Staatsgclderir gegen einen allzu bewilligungssreudigen Landtag eine Stütze

Polen tft in Wirklichkeit nicht das Hauviziel, das Tschitscherin mit seiner Rote zu treffen sucht. Der fwlnische Staat bietet nur die besten Anknüpsunas- pimtte. Alles, was in der russischen Note gegen Po- Kn mit handgreiflicher Deutlichkeit gesagt wird, ist zweifellos auf die Westmächte gemünzt. Dreien Großmächten wird durch die polnische Blume vor- Hehalten, daß sie nicht daS mindeste Recht haben, sich in den deutsch-rmsischen Vertrag elnzumischen, daß es nnzulässsg ist, Deutschland von den wetteren Verhand- Bntgen mit Rußland auSzuschließen uitb daß die Sowjet-Regierung nickt daran denkt, sich bei der Ge- stalrung ihrer Beziehungen zu Deutschland auch nur

Nr. 100

Sonnabend, 29. April Osterrnoud

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und auch das Unglück des Deutschtums ausgekostet. Die alte Reichsstadt war schon im frühen Mittel- alter der Sitz deutscher Sitte und deutschen Geistes­lebens. Hier baute Erwin von Steinbach das wunderbare Münster, hier wirkte der Minnesänger Gottfried von Straßburg, hier stellte Gutenberg seine erste Druckerpresse auf, hier lehrten in der Zeit vor der Reformation die glichen Humanisten: Wimpheling, Murner, Brant, E iler von Wassers- berg, kerndeutsche Männer und Träger der Wissen­schaft. Die Reformation canb hier durch Martin Nutzer 1529 Eingang, also in demselben Zahle, als auf unserem Marburger Schlosse Philipp der Groß- mutige das Religionsgespräch zur Schlichtung der

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die köstliche Speise-Schokolade! |

Zweites Blatt

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'Was wird aus Genua? — Ein Dipwmot. — Staats- lr rat und preußische Regier««».

werden, als der niedrig« Dollarstand nach wenige» Tage» wieder einer Erholung aller Devisenkurs« Platz machte. Auch diese Bewegung nahm voA Rewyork ihren Ausgang, wo man offenbar be­gonnen hat, die deutschen Aussichten wieder zurück­haltender und vorsichtiger zu beurteilen. Die Red« Poincar^s zeigte, wie weit wir von einer Lösung der politischen Probleme von Genua noch entfernt find. Solange die Entschädigungszahlungen in der jetzigen Höhe andauern, solange Deutschland immer mehr Papiergeld drucken mutz, um feinen Verpflich­tungen nachzukommen, ist auch an eine dauernde Besserung der deutschen Valuta nicht zu denken. Es genügt, zur Erläuterung dieses Standpunkte» nur an die ei« Tatsache zu erinnern, datz die schwe« benben Schulden des Reiches am 20. April bereit» 276^4 Milliarden Mark betrugen, und datz fie i« Laufe des letzten Jahres mn 110 Milliarden zu« genommen haben.

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Zm 50. Stifiilte her Wndm d« deiillA« nniwrMt 6M6mo.

Am 1. Mai 1872 wurde in Straßburg, der stol­zen Hauptstadt der neu erworbenen Reichslande Elfatz-Lothringen, die „Kaiser Wilhelm- U n i v ers i t ä t" gegründet, um eine Hochburg de» geistigen Lebens der westlichen Grenzmark zu sein und den Beweis zu erbringen, datz Alldeutschland voll die Herrschaft 'über seinen alten Besitz wieder I aufgenommen habe. Am 1. Mai jährt sich der Tag ’-iim 50. Mal, fürwahr eine Wc'/.estunde des w h- mütigen Gedenkens und der stillen Einkehr, zugleich aber auch der Zuversicht und des Verträum» ba» rar' d-'tz uns Deutschs» doch noch einmal, früher oder später, die Stunde der Wiedererstehung ge- schsM sein m^ge, heraus aus eigener Kvaft, au» neuem Erstarken. Für uns Marburger aber ist dicfer Gedenktag auch in weiterer Beziehung wichtig. Zu gleicher Zeit begeht das Straßburger Korps „Rhenania" den Tag seiner Gründung, der um 50 Jahre ebenfalls zuriickliegi. Das Korns wurde von den Franzosen unter Verlust des grötz- ten Teiles seines Eigentums aus Straßburg ver­trieben und hat in Marburg eine neue Stätte ge­funden. Möge ihm, was auch die Zukunft bergen I sollte, die Rückkehr nach Straßburg beschieden sein, I wenn einst die alte F:ste am >.yeine dem jetzt nie­dergeworfenen Vaterlands wiedergefchenkt werden

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Bon unserem wirtschaftlichen Mitarbeiter. I lieber eine neue Teuerungsaktion für! Beamte und Arbeiter sollen am 1. Mat Bespre-1 chungen im Reichsfinanzministerium unter Hinzu­ziehung der Beamtenverbände und der Arbeiter-1 gewerk'chaften beginnen. Die Verhandlungen find I durch die Reise des Reichsfinanzministers Dr. Her­mes nach Genua verzögert worden. Begründet I werden die Forderungen nach allgemeinen erhöhten I Tezterungszufchlägen durch die dauernde Zunahme I der Eesamtkosten der Lebenshaltung. In starkem Gegensatz zu dieser schnell wachsenden Inflation im Innern steht aber die Entwickelung der deutschen | Valuta, die in der letzten Woche ungewöhnlich stac-1 'ken Schwankungm unterlag. Wenn man aber auch I im allgemeinen ein Ansteigen der Mark freudig br-1 grüßm muß, soweit es eine Folge besserer Bewer-1 tung der deutschen Wirlschaftsausfichten durch das! Ausland ist, so ist eine Markhausse auf rein speku­lativer Grundlage umso bedenklicher. Wenn die Preise im inneren Warenverkehr weiter steigen, die Mark aber starken plötzlichen Kurssteigerungen unterliegt, so können sehr leicht die Weltmarkt­preise die deutschen- Produktionskosten übersteigen. Wenn das geschieht, so müssen Industrie und Han­del plötzlich zum Stillstand kommen, und es muß eine gewaltige Arbeitslosigkeit Platze grei­fen' denn unsere ganze Volkswirtschaft ist heute auf der Tatsache aufaebant, daß unsere Valuta- schwache es uns möglich macht, unter den Welt­marktpreisen zu produzieren. Als daher in bet letzten Woche bet Dollar, der noch vor kurzem mit 350 bewertet wurde und fich dann auf 30C M zu befestigen schien, infolge spekularrvct Vorgängerin Rewyork bis auf 238 JUL sank, war hohe Gefahr fit Dev.tschlarE im Verznge. LÄenn die Entwickelung i so sorlging, standen wir voc einet schweren wirt«] schriftlichen Katastrophe. Es ist schwer zu , sagen, auf welchen sachlichen Erwägung 'n.sich dieser Devisensturz eigentlich aufbaute. Die politische Spannung ist bisher in Genua nicht beseitigt worden. Die Aussichten auf eine internationale Anleihe fstt Deutschland sind noch auf keine reelle Grundlage gestellt worden. Die Bereitwilligkeit Morgans und neuerdings auch des amerikanischen Bankiers Benjamin Strong in den internationalen Ausschüssen, denen bas Studium der Anleihefrage und der Stabilisierung der Währungen übertragen werden, soll, beratend. mitzuarbeiten, beweist noch lange nicht, daß dis Hindernisse, die bisher der Er- rekchnils dieser Ziels entgegenstanden, nunmehr be­seitigt sind ober beseitigt werden können. Was ins­besondere die Anleihe anbetrifft, macht Amerika nach wie vor die Stellung ausreichender Sicher­heiten zur Bedingung. Solange aber Frankreich seine heutige Unnachgiebige und drohende Haltung

„Na ja. dein Haß gegen Herrn Delarue war schon I Irmgard.

unnatürlich," hatte die alte Frau gemurmelt. I Dann schwiegen fie eine Oile und dachten alle Haß? Wer dachte setzt noch bat-in? Alle Biiterk it I bre- bQS daß eine jede von Ihnen so Im

hatte sich in Henrikas Seele gelöst . . . Wie fofitr I ^ampf unb eturm gestanden hatte, wie bas kleine, sie jetzt noch ben Mann hassen, bet ihr im Grunde I ^oot b0lt> dessen Rauchfahne am Horizont allmäh, nichts getan hatte, von dem sie nur rou6‘e, daß sie I geiflatterte.

ihm unsympathisch gewesen, von dessen Mutter sie Re ttttn ln Hafennaher, wo alle Stfirme,

jedoch wie eine leibliche Tochter geliebt und verwöhnt ” 1

«11. W to«t. if« E«wi<g,r,°ch.-- »ich, Th--- 6^*;

genug Liebes antun. Sie vergötterte Henrika förm. I Brief, den sie heute nachmittag erhalten, *>« em« sich, und allmählich schwand bei dieser die kühle Re- Flut von seeltschen Erregungen to ihr ausgeloft serve. Wenn Irmgard neid sch veranlag'g w:s.-n wäre,! hatte. . {

so hätte sie Grund hierzu gehabt. Doch auch sie war | (Fortsetzung folgt.) '

eng befreundet mit der Frau bes Mannes, den sie einst so sehr geliebt hatte . . . Irmgard war glücklich, baß Henrikas Anwesenheit ein Trost für Harald- Mutter bedeutete, und Konsul Löhnstädts waren zufrieden, daß

ssNachdruck verboten.) . „ „ . . , , , .,

I LSbnstädl im Kurhause gegeben, mitoemacht.

Henrika wat bet Mittelpunkt d's fein-’n Kreises „ „ - . gewesen. Der junge Bötsdorf. der' Senatotenkohn.

. Roman von Hedda ven Schmld. wat der Schatten, der in ihrer JnngmLdchenschlank-

66. Fortschüng. ' I heil entzückenden, sungrn Frau gewesen.

" ' „Mein liebes Kind, meine liebe Tochter," sagte »Wo- das Geld doch C ' eine Macht besitzt," fügte die alte Dame und schloß Henrika in ihre Arme: „Nun sie mit leiser Bitterkeit hlR^u. /z

tzchörst du ganz zu uns, bleibst bei un-." Henrika ,.Dn unterschätzest deine eigene Person, Hennka, widersprach nicht. erwiderte Thea.

Aber ihr lag nichts ferner, als ihr Leben fortan Henrika gab keine Antwort. Ja - Harams fcit dem der Delarues zu verknüpfen. Sie empfand für Mutter und Irmgard Löhnst'dt hatten sie oeiucht, als die Mutter des Mannes, dem ihre erst: Liebe gehört sse noch außerhalb dieses exklusiven Kre s.-s hror ge- Hatte, herzliche Zuneigung, war aber nicht gewillt, | standen hatte — aber nicht ihretwegen, sondern nm 6ber sich bestimmen zu lassen. Nach und nach aber ließ Haralds willen war es geschehen . . . find p-teb i fie sich von dem Gefühl, erlich einmal Heimatsrechte — Ein Schatten glitt über Henrikas ferne, schöne zn genießen, wohlig einspinnen. DaS Bewußtsein, Züge — entweder er überwand sich seiner Mutter in jeder Beziehung unabhängig von der Baronin und zuliebe, ober et meinte wohl auch euS Rücksicht für Fred zu sein, gab ihr eine köstliche Sicherheit. Der | die Namen Strodtmann und Delarue nicht anders Liebreiz ihres Wesens, der Harald so sehr bezaubert handeln zu können . . . Die Bewegaründe zn seiner hatte, gewann ihr im Fluge muh das Herz seiner nunmehrigen Haltung Henttka gegenüber waren zwei. Mutter. Sogar die Frau Konsul, die sich anfangs I fefios — das sagte sie sich — kluge, wohlerwogene,

durchaus reserviert, ja fast ablehnend Henrika gegen-1 Impulsiv zn handeln, aus Gerühlsursachen dazu

teer verhalte» hatte, fand bald nichts an ihr aus-1 hielt Henrika Fred nicht für fähig ... Sie konnte

zusetzen. „Sie ist ganz Dame." I nun ganz gelassen an ihn denken. Wie an einen voll-

DaS war dos höchst- Lob, das die Frau Konsul zu kommen gleichgültigen, fremden Menschen, redete sie spenden vermochte. sich ein. Die Zeiten, wo sie ihn zu hassen geglaubt,

t Man erinnerte sich in den Löhnftädtschen Kreisen waren vorbei ...

natürlich sehr genau Henriette Santens, der jetzigen Fred hatte sie brieflich als Schwägerin willkommen - jungen Baronin Strodtman«: die romantische Ge> geheißen, hatte ihr außerdem in knapper Form aller- : schichte ihrer Heirat mit dem ehemaligen Löhnftädtschen Hand Geschäftliches mttgeleilt. Henrika war ja Mit- ' Volontär bilbete eine Zett hindurch ein beliebtes Ge- erbin ihres Gatten, war Mitgenießerin des Strobl» ! sprächsthema der Travemündet Badegesellschaft. Tann mannsche» vermögen», das zum großen Teil im De- J ging man zur Tagesordnung über uno sand es bs-1 larueschen Geschäft steckte.

tzreiflich, daß die Baronin Mutter die Schwiegertochter, Sie besaß nun selber übergenug — konnte tote die eine Million oder darüber in Spanien geerbt Tante Sitte immer betonte, „im Gold- wühle«". Sce hatte, anerkannte. Manche rümpften nach wie vor die hatte alles, was ihr von Haralds Seite zukam. zurück- Rase Über die „Filmprinzessin", aber der Umstand, daß weisen wollen, doch Fred hatte in aller Höflichkett Henrika, eine vielgenannte und vitlbewunveNe Kino-1 sehr bestimmt darauf gedrungen, daß fie auf keinen

~ " Fall auf ihr Pflichtteil als Haralds Witwe vtr-

zichtlte. Sie hatte in dieser Angelegenheit ein halbes Dutzend Briefe mit ihm gewechselt, und schließlich hatte

Irmgard, Henrika und Thea hatten sich auf dem Privall im Wetterhäuschen, das nach der Seeseite bin offen war, in den Sand g.lagert. Eine frische Brif- wehte — bet kleine Dampfer, ble „Möve", m Schimmln *Wt d-°°- y. --d.n M *» M

Jsrtf du. Sentit«, w!. m», i* «-»-» t* P« bl= 6,"in

— SrinnerS du dich, wie ich immer und immer imedec Äuts naN. schaukelte tuch 0.

sagte: „Er weiß von nichts" — da war sie ihr Die drei jungen Augenpaare schauten bem| schnell ins Wort gefallen: „Sprich nicht mchr davon, I Schiffe nach. [

Schimmelchen, bitte, niemals mehr." I „Tapferer kleiner Kerl, bet Dampfet," sagte.

j Bestimmtheit eine Konferenz bet Verbündeten. I ihre Stellung zu Fragt» der änderen Politik urw.

TI I Von der VerfassunaSbesttnnnung, daß vor der Ein-

ei' _ | brlngnng von Gesessesvorlnaen dem Staatsrat 0e-

Der Führer der rufssfcken Abordnung tn Ge-'ua. lege>rbett zu gntacktlicher Acusserung gegeben werdeu .rfckltfckertn, bat durch Neberrelckung einer Rote f9flt bk Regierung Ausnahmen zu. Wenn ss- ■ dn den polnischen Vertreter Skirmunt eine Note in die RuSuadmcsälle konstruiert, to wurde idr mit Genuefer Verhandlungen gebracht, die mit dem bis- im Stnatörat vors-battcn. dass man aarwckt ob-

derigcn Auftreten der Russen in Genua tn gutem Ein- kann, wobin ein solcher Weg führt. Dxr Staats-

Sang stebt: denn sse läßt eine sehr geschickte btVloma» rat Vfrra,iQt mit Reckt, dass die Rcgierui-a Ihm die- «f®e Ueberregenbeit nickt vermissen Tsckitsckerin @telre ln, StaatSleben und in der Gesetzgebung

Wttet fick tn f-hr deutlicher Sprache, datz Polen r>a ^,^^ b[c ibm bcm ^nzen Geisse der Zerlass',»a rüber befinden will, ob Deutschland an den Verband- Tufommt F->r die ^egitr-ima und für die Link- irt in bmgen mit Rußland ferner teilnimmt und dan es crftrT Qi„ie bie Sorge ma°-g-bend. ou? der parwmen- stch herausnimmt, diefen ober jenen Artikel de? I tariWclt mrnrta könnte sich der Staatsrat am Ende ^ttsch-rusfifchen DerttageS nicht anzuerkennen. Aber' -

I# erkennen gibt. Aber das stnd vielleicht im Grunde StaatSleben entgegettzukommen. r

V- «bt Gradunterschiede. Wir haben schon sehr häufig! Seit neun Monaten führt der Staatsrat Be­bte Erfahrung machen müssen, dass die Gegenfätze. zwi-1 schwerde darüber, datz die Regierung ble ihm bar­schen Englanb und Frankreich za einer gefährlichen 1 lichenetr DclUgnisse. verkümmert. Die VerfallUugsve- Spannung anwuchsen, unb eS hat sich bann bock im-1 stimmung, datz der SlaatSrat vöm Ministerium über v »er wieder gezeigt, daß eine Entspannung clntrot — I die Führung der StaatSacsckäste auf dem Sanlenden [ luf Kosten Deutschlands. Man darf beSdalb .« batten feL legt die Regierung in einem sehr ve- | «rtt Recht daran zweifeln, ob die Meinungsverschie- schränkten Sinne aus. Sie uut-rricktet ben Staatsrat L benbelten zwischen Englanb unb Frankreich blesmal nur über dicienigen Fragen, bi- aus Anlatz irnend- [ fine» anberen Ausgang nehmen, zumal Poincars in einer Gesetzesvorlage zwischen ihr unb dem Staat« \ lMtzerorbentlich geschickter Weise zu operieren perfteht. rat auftaucken. Sie unterrichtet ibn nickt über die ; Sie Weltkonferenz hat In ffiemta fo gut wie auSge- allgemein politische Haltung, nickt über die Infttuk- i Welt, unb an ihre Stelle tritt mit Immer gröberer I tionen ber prcutzisckcn Reichsratsstimmen, nickt eher