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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
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Anzeiger für (das früher knrheffifche) Oberhessen
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Die „Voss. Zeftg." teilt über den Inhalt der von den Verbündeten <nls«earbeiteten Denkschrift, die die Antwort o.us die russischen Gegenvorschläge dorstcllt auS Genua mit, daß sie zweiteilig ist. Der erste Teil enthält ein längeres Eingehen auf die russischen Forderungen und deren Zurückweisung, der zweite eine Ankündigung der Kitzlig«-
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Keine Erörterung des Entschädigungsproblems.
Paris 27. April. (Hanas.) Der Kabinettsrat ist gestern Nachmittag abermals zufammen- gstreten und hat die Prüfung der Telegramme aus Genua über die Verhandlungen mit den Sowjets fortgesetzt. In dieser Sitzung wurde der Text eines Telgramms festgelegt, das sofort an die französische Abordnung in Genua gesandt wird. Die Weisungen dieses Telegramms fordern den Führer der französischen Abordnung auf» sich an die Bedingungen von Cannes zu halten sowie an die im Me-
Hauptstadt befindet. Der Zusammentritt de? Obersten Rates käme daher nicht vor dem 6. Mai in Frage. Zu diesen: Zeitpunkt habe Poincarö auch den letzten Sitzungen der Konferenz von Genua beiwohnen wollen, sodaß also zu dieser Zeit der Oberste Rat in Genua zusammentreten könne. Wenn aber der Zusammentritt des Obersten Rates früher gewünscht werde, dann erhebe sich nach dem „Petit Parisirn" dir Frage, ob der Oberste Rat nicht besser in Paris zusammenlrrte. wenn man nicht ferner die Frage stellen dürfe, ob die Erörterung der Angelegenheit in einer Stadt er- solgen solle, in der sich eine deutsche Abordnung erfindet. Ter „Petit Parff'en" glaubt übrigens, daß sich der Oberste Rat nicht nur mit der Frage bei Prüfung des Vertrage« von Rapallo, sondern auch mit dem Verfalltag vom 31. Mai beschäftigen werde.
London, 27. April. Ein gestern Abend aus Genua in London eingetroffenes Telegramm W'ckham Steeds an die „Times" besagt, der britische Vorschlag, eint Zusammenkunft der Unterzeichner des Friedens- Vertrages von Versailles nach Genua einzuberufen, zur Erörterungen der Frage- der Entschäd'gungen, die durch die Red« Poincares in Bar-le-Duc ausgeworsen | wurde, habe in Genua beträchtliche Erregung ver-
morandum festgelegten Grundsätze.
Unter den aus Genua eingelaufenen Telegrammen zog das Telegramm die besondere Aufmerksamkeit der Mitglieder der Regierung auf sich, durch das Varthou über seine gestrigen Besprechungen mit Lloyd George berichtet und dem Chef der französischen Regierung Mitteilung machte von der Anregung des britischen Premierministers, den Obersten Rat nach Genua einzuberufen. Der über diesen Punkt befragte Kabinettsrat gab seine Zustimmung zu der Haltung, die der französische Ministerpräsident in der Angelegenheit einnehmen will, und die Havas zufolge etwa folgendermatzen sein wird: Man könne auf eine Teilnahme des Chefs der französischen Negierung an der Tagung des Obersten Nates nur in den beiden gestern er- ! wähnten Fällen rechnen. Entweder könne die Versammlung in Genua stattfinden und dann erst nach der Rückkehr des Präsidenten Millerand nach Frankreich, oder falls sie vor diesem Datum stattfinden solle, rnüsie sie in Paris abgehalten werden. Die Beratungen des Obersten Rates könnten sich nicht auf die Fragen beziehen, die gegenwärtig den Entschädigungsausschutz beschäftigten. Es sei seine Sache, sich über die verschuldeten Verfehlungen Deutschlands gegen seine Entschädigungs- I Verpflichtungen auszusprechen. Man rnüsie daher über den 31. Mai hinaus warten, bevor die Mah- nahmen geprüft würden, die durch die Entschlietznn- I gen veranlaßt werden könnten, die der Entschädigungsausschutz nach diesem Datum im Falle einer regelrecht festgestellten Verfehlung des Deutschen I Reiches fasien würde. Was die Frage des deuffch- I russischen Abkommens anlange, so würde es der i Ministerpräsident zweifellos nicht ablehnen, wenn I sie der einzige Gegenstand der Beratungen fein I würde, und wenn die Einberufung des Obersten Rates an einem Orte und zu einer Zeit erfolge, die «durchaus annehmbar wären. Autzerdem würde er 1 mit Genugtuung die Mitarbeit der kleinen Entente I und Polens zugestehen. Aber die deutschen Dele- I gierten mutzten nach seiner Ansicht vollständig von I dieser Zusammenkunft ausgeschlosien sein.
I Havas fügt noch hinzu, daß bis gestern Abend i Poincars noch keine persönliche Einladung Lloyd I Georges erhalten habe, sich zur Tagung des I Obersten Rates nach Genua zu begeben.
I Paris, 27. April. Die Pariser Morgenpresse I bestätigt die Nachricht, daß gestern der Vorschlag I Lloyd Georges bald den Obersten Rat nach Genua ein» I zuberufen, in Paris emgetroffen ist Der Vorschlag I des Tages der Einberufung «den Lloyd Georg« gemacht I hat, entspricht nach dem „Petit Parisien" vollkommen I der Ansicht Poincares, jedoch kann dieser Frankreich I nicht verlassen, solange der Staatschef sich fern der
derung einer möglichst schnellen Antwort übergeben werden kann.
Zn der russischen Abordnung nahestehenden Kreisen wird behauptet, datz Rußland sich wohl kaum zum Abfchlutz eines Vertrages in Genua entschließen wird und datz es auf der Grundlage der bisherigen Verhandlungen darauf bestehen wird, seine endgültige Stellungnahme bis zu einem Zeitpunkt hinauszuschieben, wo für die Sowjetregierung infolge der sonst getroffenen Vereinbarungen eine größere Bewegungsfreiheit gegeben ist.
rum möchte ich, daß Genua mit einem wirklichen Friedensvertrag endet. Ohne dies wird es trotz aller Teilergebnisse ein M ßcr'olg sein. Lloyd George bedauert das Fehlen Amerikas. Er appelliert an die Journalist», Geduld, Versöhnung und kameradschaftlichen Geist zu predigen.
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Genua, 27. April. Rathermu erklärte Presiever- tretern gegenüber za der Rede Lloyd Georges, Dcnffcklai-d werde hinter jedem Plan, der dem wirklichen Frieven der Welt auf ber Grundlage wahrer Gerechtigkett und gleichmäßiger Pflichten und Neuste aller Nationen diene, stehen und Helsen, ihm Ettolg V" verschaffen. Wenn cs gelinge, ein solches Werk dvrchzuführen, würden sich alle glücklich schätzen, die an der Konferenz teilgc- nomrn.m i " *n
V.. beträgt für Ne 9 qeh>. Zeile ober deren Kaum 90 Psg. für den Mtllt-
meter 'mtl^e -nd au,«°r"ige 1L0 Mk.'Ändere Spaltenbreiten «ad, entsprechender Berechnung. Spät einlaufende oder den Raum Über Seite einnehmend«! An- Fei«« ft«» wi? berechtigt, na» der Tertwaltenbreite zu setze« und zu be-echuen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Tol.»Zeile mit 9.00 3RL Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Bei Auskunft durch die (6et»äftsite0e und Vermittlung der Ange» bote 1 Mk. So n bergebubt.
London, 27. April. Der Berichterstatter des „Manchester Guardian" schreibt, in hiesigen diplomatischen Kreisen sei man sehr bestrebt, nicht viel Wesen aus dem letzten französischen Zwischenfall zu machen. Der jetzt in Paris ausgegebene halbamtliche Bericht zeige, daß Poincare und seine Regirrung „drücken". Sie suchten keinen Bruch und bemühten sich, Poincares Rede wegzuerklSren. Man sei in London der Ansicht, daß eine Gefahr für Genua in dem Feilschen der Ruffen liege. Tie Haltung der Russen seit der Unterzeichnung des deutsch-russischen Abkommens werde als ihrer früheren Haltung widersprechend angesehen, und man bezweifele, ob die Russen noch Wert auf de jure-Anerkennung legten. Man scheine hier der Ansicht zu fein, daß cs von der russischen Antwort abhängc, ob die Genueser Konferenz weitergehe.
Währung in noch nicht bekannter Höhe, aber nichts an Moskauer Regierung, sondern an die russischen Gen offen- Er Wollei stbaften Die Denkschrift stellt kein Ultimatum dar.
ursacht. Man habe die Befürchtung, daß der britische Vorschlag als ein Versuch angesehen werden Bunte, die ausdrückliche Bedingung, daß auf der Konferenz von Genua die Entschädigungsfrage nicht anfge» warfen werden darf, zu durchbrechen. Man zweifle daher sehr, daß Poincare den britischen Vorschlag an- nehmen werde.
Französische Stimmen gegen Lloyd George» Plan.
Paris, 27. Apttl. Der .TernpS' meint, es sei Wohl schwierig, datz die französische Regierung augenblicklich die Einberufung des Obersten RatcS nach Genua annehme, denn der EntschSdigungsauSfckutz habe allein die Befugnis, ein beabsichtigtes «er» fehlen Deutschland« am 31. Mai fest zustellen. Außerdem könne man den Obersten Rat nicht mit Fragen befassen, mit denen der Entschädigungsausschutz besaht sei und deshalb auch nicht mit der Frage des deutsch-russtschen Abkommens und seiner Gültigkeit.-« Die .LtbettL' nennt den Vorschlag Llovd George- et« neues Manöver, daS man Verbindern müff«. Er sei erfomteit worden, um Frankreich in Verlegenheit zu bringen. /
Der „Temps" nennt den Vorschlag Lloyd Georg«-, -inen Obersten Rat nach Genua einzuberufen, eiten Torvedo . Es scheine, daß Lloyd George die anderen V--rbünbeten befragt habe, vielleicht aber auch Deutschland selbst, bevor er Frankreich die Einberufung eine» ^Obersten RateS. der sich mit den Entschädigungen beschäftigen solle, vorgeschlagen habe. Wenn der Vorschlag Llovd Georges ein EinkreisungsmanSvrr gegen Frankreich darstellen sollte, sei eS überflüssig, ibn zn erörtern. Das Blatt findet, daß wenn man in Genua tagen wolle. eS unvermeidlich sei. daß Witth, Rathen au, Tschitscherin und Rakowski eingreifen würden, wenn man den Vertrag von Rapallo bespreche.
Das „Journal des Dubais" sagt. Llovd George komme auf einem Umwege auf seine ursprüngliche Absicht, die Entschädigungsfrage in Genua behandeln zu laffen, zurück. Rack Ansicht des Blattes ist die von Lloyd George vor- geschlagene Prozedur unzulässig. Wenn man inmitten diese? Babels von Genua einen Obersten Rat installiere, und wenn man warte, um die Arbeiten der Konferenz wieder aufzunehmen, bis der Oberste Rat sich über die Sanktionssrage geäußert habe, dann werde man die Konferenz für unbestimmte Dauer verlängern, und man setze sich der Gefahr aus, sie untergehen, zu lassen. Dann werde man nicht verfehlen, Frankreich diesen Zusammenbruch anzukreiden.
Einladung Amerikas.
London, 27. April. Reuter erfährt, da noch keine endgültige Entscheidung erz'clt worden sei, halte man cs in gut unterrichteten Kreisen für wahrscheinlich, daß eine Zusammenkunft des Obersten Rates in Genua gegen Ende der nächsten Woche stattfinden werde, um die Sagt zu erwägen, die au8 der Haltung Deutschlands gegenüber der Entschädigungsfrage entstehe. Großbritannien, Frankreich, Italien Japan nnb Belgien würden auf dieser Zusammenkunft durch Delegierte vertreten fein, und es sei möglich, daß die amerikanische Teilnahme die Gestalt eines nichtoffiziellen Beobachters annehmen wecke. Die italienische Regierung wecke wahrscheinlich die Initiative dazu er» ' greifen, indem sie die Einladung dazu ergehen lasse.
Französische Beschwichtigungsversuche.
Di« ,Odrrh«ssifck« 3«itu«v* «Meint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 17 Mk. Für ausfallend« Rümmer« infolge Streiks oo« elementar« Treigniit«
Marburg
Freitag, ben 28. Avril
Ofternrond.
Set emziWe AmMmimtM
f Zwei Entwürfe.
V Berlin, 27. April. Zur Frage des von Lloyd Weorge geplanten allgemeinen europäischen Burgsrie- dens wird berichtet, datz in Genua zur Zeit zwei «lüne vorliegen. Der englische Plan steht keine Zwangsmaßnahmen vor und enthält keine Angaben, wie lange der einzuführende Friedenszustand währen vll. Die italienischen Richtlinien bestimmen bei einer zehnjährigen Dauer des Burgsriedens die Anwen- tzung von Zwangsmaßnahmen in solchen Fällen, in Venen böswillige Nichterfüllung des BurgstiedenS fest- gestellt wurde.
Der deutschen Abordnung ist bis heute eine ofsi- tztelle oder offiziöse Mitteilung über die Pläne bezüg- ftch des Burgsriedens nicht vorgelegt worden.
G e n u a, 27. April. Auf einem von den engftschm und amerikanischen Pressevertretern zu Ehren Lloyd I Georges gegebenen Effen freit dieser eine Rede, in der I er u. a. sagte:' Als der Krieg zu Ende war, hofften wir, daß dies auch das Ende der Herrschaft der rohen Gewalt bedeuten wückc. Ob brfe Hoffnung sich erfüllt, hängt in vollstem Maße von der Genucs-r Konferenz ab. Die Schwierigkeiten in Europa bestehen darin, daß es zuviel ungeregelte Fragen gibt. Wir dürfen nicht hoffen, die Schwicr-'gkeiten in zwei, drei oder vier Wochen zu überwinden. Es gibt unendliche Möglichkeiten für künftige Konflikte, und ob Amerika will oder niht, es wückc unvermeidlich hineingezogen wecken wie in den Weltkrieg. Deutschland und Rußland sind im Zustande eines halben Antagonismus gegenüber dem Rest von Europa. Nur ein Blinder kann sich einbilden, daß dur chirgrnd eine Kombination zwei große Völker, dic zwei Drittel von Europa bat- stellen. Die Völker Europas muffen in guten Beziehungen zueinander stehen. Das deutsch-russische Abkommen war für manche Leute eine Offenbarung. Ich habe cs schon vor langer Zeit gewagt, meine warnende I Stimme zu erheben, um zu sagen, was unvermeidlich geschieht, wenn es kein gutes Einvernehmen g bt. Im I Augenblick gehören wir z übet beherrschenden Gruppe I von Siegern. Dies wick nicht ewig dauern. Wenn unser Sie i in Unterdrückung ansattet, wecken I wir nach dem Gefühle der Menschheit den Sieg, den I Gott uns gegeben hat, mißbrauchen. Die Strafe wird ! unvermeidlich folgen. Wir müssen gerecht und I f atr fein, sonst wick Europa ein Chaos fein. Ich bin I erschrocken über das Sturmwetter,das sich am Horizont I zufammcnzieht. Es wick unvermeidlich losbrechen, I wenn nicht durch irgend ein Mittel die Atmosphäre I gereinigt wick. Wenn Genua erfolglos bleibt, wird I meine Warnung sich als berechtigt erweisen. Ich bin | erstaunt über die Leute, die das nicht begreifen. Da-
Aurückberufung französischer Urlauber?
London, 27. Apttl. .Daily Expreß' meldet ans Gens, datz die ftanzöstschen Soldaten, die stch dott auf Urlaub befinden, plötzlich Befehl erhalten haben, sofort zu ihren Truppentttlen in Frankreich oder am Rhein zurückzukebren. Dies hänge mit der Red« Poincares in Zusammenhang, datz Frankreich unter Umständen allein gegen Deutschland Vorgehen werd-
Berschiebung der RttchStagstagung?
Berlin, 27. April. Den Abendblättern ist fr entnehmen: Wie verlautet, handelt es stch btt der an. gekündigten Sitzung des Aeltestenrats des Reichstages am Samstag um dic Frage, ob es nicht angestchtS der gesamten politischen Lage zweckmäßig wär«, de, Termin des Reichstagszusammenttttts bis nach d« Rückkehr der dentschen Abordnung C* ®amfl •W verschieben. , - —
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Zusestiindniste Lloyd Georges an Frankrttch.
Parts, 27. April. Ter Sonderberichterstatter ke? «Petit Partsten' in Genna meldtt, datz Lloyd Seorge gestern nach einer Unterredung mit Barthou imd Benesch stch bereit erNärt habe, seinen Plan eines rnropäischen Vertrages urnzuänderm Er trolle "tzt in dem Vorwort nicht mehr von der Vorberei- «st aber fthr bestimmt gehalten, wng der Entwaffnung sprechen, sondern den Ausdruck Tschitsckerin über Rußlands Politik, gebrauchen: „Beschränkung der Bewaffnung ' ...... . , .
unter Hinweis, auf Artikel 8 des Völkerbundstatuts'. Paris, 27. Apnl. Tschltsckenu hat sich einem Außerdem soll in dem Abkommen erklätt werden, daß Sonderberichterstatter des „Temps" in Genua g-gen- «S nicht die Ausfiihrung des Frtedensvettrages und .'ausgesprochen, hast er ben Grundsatz der
Me bereits gegen Deutschland unternommenen Maß- daß er mit einem Worte gesagt, zwischen den «ertrag- nahmen aufrechterhalten werden könnten, son-1 schlicßenben Tabula rasa mache. Deutschland habe dern datz auch noch andere eventuell, stt es aus I des Heils für Europa beschritten, den ritt-*
«nlaß des Vertrages von Versailles vEngt werden Wiederaufbau führen kann. Tschit-
X» »"ÄS feße die Unterzeichnung eines Sondervertrags Wer mrlttcrrffche Aomachnngen zwischen Rußland und unter den Verbündeten des Kontinents vor. Lloyd Deutschland ober auch über derartige Verhandlungen George habe auch anerkannt, daß vor Abschluß des Charakter ber russischen Politik in
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Ostgaltzten erfolgen. I sLhr.ung. Die ganze Politik von heute, die darauf
biuanSläuft, Rußland mit ber Aussicht eines aggres- siven Vorgehens der Großmächte in Schrecken zu jagen, wird zu nichts führen. Die Parole wick fein Versöhnung, und dieses Ztrl hat Rußland nach wie vor
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Deutschland kann da« Gefockette nickt bezahlen.
London, 27. Apttl. .Daily Tttearaph' meldet Ms Rewyork, der frühere amettkanlsche Bottchafter in Berlin, Gerard, der am Dienstag nach London abgefahren ist, ettlätte, er werde di« Konferenz von Genua besuchen, sedoch nicht in offizieller Eigenschaft, nach Ansicht Gerards werde der zehnifthttge Burgftte- densvertrag das Hanvtergebnts der Genueser Konfe-I kenz sein. Gerard gab der Ansicht Ausdruck, datz Deutschland die Entschädigungen nicht bezahlen Snne und wenn Deutschland zu hart geschröpft werde, 18 ein Militärbündnis mit Rußland ab- ' fchlietzc, wenn es dies nicht bereits getan hat.
Am Montag Vollsitzung? .
Genu«, 27. April. Wie der „Lavors mitfeilt, soll am nächsten Montag eine Vollsitzung be- konferenz stattfinden. In englischen Kreisen sieht man in dieser Notiz ein Zeichen, daß die Verbundlungen mit Rußland gut weitergehen. Wenn Llond George nicht sicher wäre, bis Montag mit den Ruffen zu irgend einem Ergebnis zu kommen, so hätte er die Einberufung einer Vollsitzung hinaus- ^eschoben. I
Ausnahme Deutschlands i« ben Völkerbund? I
London, 27. April. „Manchester Guardian" melbet aus Genua, es würden Anstrengungen gemacht, um Deutschland ?,u veranlassen, vor der Sep- lembersitzung der Völkerbundsversammlung um Aufnahme in den Völkerbund nachzufuchen.
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Die Forderungen an Rußland.
London, 27. April. Ein« heute Nachmittag 1 Uhr in Genua abgegangene Neutermeldung besagt, es verlaute, daß die Note an Rußland enb- tziltig den Punkt barlegen werde, bis zu dem die Mächte bereit sind, zu gehen, um zu einer Regelung . mit Rußland zu gelangen, und eine Erklärung enthalten werde, daß die Mächte eine unbegrenzte Erörterung nicht zulasten werden. Wahrfcheinlich »erde die Note den Rusten am Montag z 'gestellt. . Genua, 27. April. Dem Lavore" zufolge beschäftigte sich der Cachverständigenausschuß mit der Abtastung einer Denkschrift, die sich mit den ion Rußland zu erfüllenden Bedingungen befasten soll. Besonders lebhaft war die (Erörterung über bie Forderung der Rückgabe des nationalisierten fremden Eigentums. Italiener und Engländer sind einstimmig der Meinung, daß man sich auf eine Garantie der Rückzahlung der Beträge jenes Eigentums beschränken sollte, während Frankreich »nd Belgien die absolute Rückgabe verlangen. Man nimmt an, daß bis morgen eine Einigung über diesen Punkt erzielt werden wirb iMnb daß die Denkschrift, nachdem sie zur Prüfung |bem politischen Unterausschuß unterbreitet wocken I ist, fossrt der rustischea Abordnung mit der For-