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Die Genuesev Krise

und bestimmter Haltung der deutschen Regierung

Neutralen beschlossen, sich dem französisch-englischen Vorgehen mit Festigkeit zu widersetzen. Ihre Vertreter erklärten, die deschlußfassenden Brächte

der Ve- Be- die

anknüpfung der deutsch-russischen Beziehungen zü-1 gleich der Ausgangspunkt schwerer innerer Krisen in Deutschland und damit früher oder später eines neuen Abbruchs der neugeknüpften Fäden fein.

Widerstand der Neutralen.

Paris, 19. April. Nach einer Meldung „Thicago Tribüne" aus Genua haben zu dem schluffe, Deutschland die Teilnahme an den ratungen im russischen Ausschuß zu versagen,

lasten. Man wird auch der „Deutschen Tagesztg." beipflichten können, wenn sie in der Wiederher­stellung der diplomatischen und konsularischen Be­ziehungen mit Rußland zahllose neue Möglichkeiten für bolschewistische Propaganda in Deutschland erblickt, eine Gefahr, gegen die der Vertrag keinerlei besondere Sicherungen ent­hält. Das Blatt fordert mit Recht, daß die deutsche Regierung rücksichtslos gegen bolschewistische Wühlarbeit vorgeht, soll nicht die Wiedcr-

lasten. Dieses Recht wird nicht bestritten. Aber I ebenso unbestreitbar ist das Recht der gegenwär­tigen ruistschen Regierung, sich mit Deutschland über den Wegfall aller Anfprüche aus Artikel 116 des ^""—*65 zu einigen.

Der . r.rtete psychologische Eindruck des Vertragsabschlusses auf die Vertreter der Verbün­deten in Genua ist zum nicht geringen Grade da­rauf zurückzuführen, daß man sich in der ganzen! Welt daran gewöhnt hatte, die deutschen Staats-! männer dauernd untätig und unter w-ü r f i g! beiseite stehen zu sehen, während die anderen aus Kosten Deutschlands Geschichte machten. Seit dem | Waffenstillstand, seit den Tagen von Compiögne und Versailles, in Spaa und in London — immer haben die Deutschen erst großeWorte über Ab­lehnung mit Nein und Unmöglich usw. gemacht, und jedesmal sind sie bei der ersten Drohung zu Kreuze gekrochen. Das hat naturgemäß die Folge gehabt, daß man Deutschland stets nur als Ob­jekt bei der Bestimmung von Völkerschicksalen be­trachtete, und deswegen hat man wohl auch den Verhandlungen mit den Russen nicht die gebüh­rende Beachtung geschenkt. Um so größer und um so unangenehmer ist für die Verbündeten die Ueber- raschung, daß nun plötzlich das verachtete Deutsch­land es gewagt hat, einmal s e l b st ä n d i g einen Schritt zu tun, ohne vorher als artiges Kind um I Erlaubnis zu bitten.

' Das Toben der französischen Presse, das in den anderen Ländern her Verbündeten gedämpft wiederklingt. wirft überdies ein außerordentlich be­zeichnendes Licht auf die Stellung, die man Deutsch­land in Genua cinräumt. Offenbar hat man sich

Deutsche und Russen die Konferenz gesprengt hät­ten, daß man mit ihnen nicht mehr zusammen­arbeiten könne u. dergl.. würde zugleich von Frank­reich das Odium einer Sprengung der unerwünsch­ten Konferenz nehmen. Freilich nur nach Ansicht der Franzosen.

Was den Inhalt des Vertrages anbetrifst,

MIMWhW mit 6« MMMei.

Dr. Wirth der Aufhebung de» Vertrages nicht abgeneigt?

B e r l i«, 19. April. Aus Genna wird bekannt, daß der Reichskanzler und Dr. Rathena« heute morgen mit den führenden Männern der verbün-

besäßen kein Recht, Deutschland zu bestrafen. Der neutrale Angriff gegen die Verbündeten werde von « den Dänen geführt.

Mm die MM» Mtli mW.

565 deM-kiMe MmMi.

, Der Abschluß des deutsch-russischen Abkommens jH für die deutsche Öffentlichkeit eine Ueber-1 raschung. Die aufgeregte französische Preste hat! aber unrecht, wenn sie behauptet, es handele sich I dabei um einen Schachzug, den Deutschland plan-1 mäßig ausgeführt habe, um die Verhandlungen in Genua zu stören. Tatsächlich sind die deutsch- russischen Verhandlungen, die der Wiederherstel­lung normaler diplomatischer und Handelsbezieh­ungen galten, schonseitWochenim Gange ge­wesen. Der Vertrag, der jetzt in Genua von Dr. Rathenau und Tschitscherin unterzeichnet worden ist, lag schon vor 8 Wochen abgeschlosten im Text pa'r. Bei der Durchreise der russischen Abordnung sind dann die Verhandlungen abgeschlosten worden. | Daß man das Abkommen nicht gleich, also v o r der Konferenz von Genua, veröffentlicht hat, stellt, wie die einen sagen, einen nun schlecht belohnten Höf- iichkeitsakt gegenüber der Konferenz bar; anderer­seits wird erklärt, die deutsche Regierung habe ge­hofft, durch gemeinsame Verhandlungen mit den anderen Mächten die, Forderung der Rusten aus Verz' und Ersatz der Schäden infolge der Sozia- listerungsmaßnahmen in Rußland ablehnen zu können, die jetzt bedingt hat angenommen werden müsten. Diese Hoffnung rar vergeblich. Die deutsche Regierung mußte allein verhandeln, und sie war dazu gezwungen, wenn sie sich „ich vor vollendete Tatsachen stellen lassen wollte. Venn in Genua führten die Verbündeten ohne Zu-

Dr. Wrch und Rathenau mit Lloyd George tu der Billa Albertini eine zweistündige Besprechung, Ne Lloyd George angeregt hatte. Das Gespräch "rchte sich h-ur^sächlich um den Vorwurf der Ge­heimhaltung, der den Deutschen gemacht worden ist Dr. Rachen«! legte die Vorgeschichte deS Vettrages dar, die von dem Ministerialdirektor v. Maltzan den Presscvrttretern mitgeteilt worden ist Lloyd George soll der deutschen Abordnung andeutungsweise die Aushebung des Vertrage- nahegelegt haben oder aber ihr Ausscheiden aus dem politischen Unter»

Amtlich« deutsche Darlegung.

Berlin, 19. April. Bon zuständiger Stelle wird mitgeteilt:

Die Einwendungen der einladenden Mächte in Genna gegen den deutsch-russische»? Vertrag bestehen im wesent­lichen ans folgenden Punkten:

1. Es läge eine Sonderaktion Deutschlands vor. Son­derverhandlungen wurden aber zunächst unter Mchtbe- leiligung Deutschlands von anderer Seite eingeleitet. Um Schädigungen zu vermeiden, mußten wir mit Ruß­land ein Abkommen treffen;

2. Der Reichskanzler hat das Londoner Memorandum in der ersten Sitzung der ersten Kommission ohne Wider- pruch als Berhandlungsbasis angenommen. Das Memo­randum wurde aber in dieser Sitzung nur verteilt. Di« Russen erklärten, daß sie es nicht kennen. ES wurde auch erklärt, daß das Memorandum die Regierungen nicht binde. Irgend eine Erklärung von Deutschland wurde nicht abgegeben;

3. In den Eanues-Resolutionen sei als Voraus­setzung für die Genueser Konferenz festgestellt wyrden, datz Rußland die Sozialifierungsschädcn anerkenne. Diese Resolutionen von Cannes wären vom Reichskanzler ange­nommen worden. Einerseits aber hat in dem zwischen Deutschland und Rußland geschlossenen Vertrage Ruß­land in Form einer Ausrechnung die Sozialisierungs­schäden ausdrücklich anerkannt und andererseits aus die Schäden, die Deutschland nicht bezahlt hatte, verzichtet. Außerdem ist in dem Vertrag ausdrücklich vorgesehen, daß, wenn Rußland mit einem anderen Staat ein Abkommen schließt, in welchem es sich zur Ersatzleistung für dir Sozialisierungsschäben verpflichtet, diese Ersatzschäden ana­log, auch an Deutschland zu zahlen feien. Prinzipiell wurde also eine entschädigungslos: Sozialisierung nicht festgestellt;

4. Der Vertrag enthalte eine Verletzung des Art. 240 deS Versailler Vertrages. Wir hätten durch den Verzicht auf die Srzialisierungsschäden Rechte cntwettet, die wir nach Att. 240 aus die Reparationskommission übertragen müßten. Aber diejenigen deutschen Rechte, die nach unserer Auffassung unter Art. 240 fallen, sind längst auf die Reparationskominission übertragen worden, und der von Deutschland ausgesprochene Verzicht ist ohne Einfluß aus diese Rechte, da sie im Augenblick des Ver­zichts keine deutschen Rechte mehr darstellen. 'Wenn die Verbündeten Rußland gegenüber auf die Gcltend- machnng dieser Ansprüche verzichten, dann können sie sich nicht beschweren. Setzen sie aber ihre Ansprüche durch, dann fällt die Wirkung des deutschen Verzichts weg. Der Vertrag von Rapallo verletzt also den Vertrag von Ver­sailles nicht.

Die hMenEjMuduMN gegen den Vertrag.

Die unannehmbare Londoner Denkschrift. — Der geplante Schlag gegen Deutschland.

Berit», 19. April. Zur Begründung des deut­schen Abkommens mit Rußland gab, wie die Blätter, aus Genua melden, der Leiter der Ostabteilung des Auswärtigen Amtes, Ministerialdirektor v.Maltzan, eine Erklärung ab, in der es heißt: '

Ziehung Deutschlands eifrig» Verhandlungen mit Dc Russen, die DouHhlanb meEte-re Las^n insofern gebracht hätten, wären sie abgeschlossen worden, als den Runen .des Recht aus Artikel 116

rie „Oberhesiische Zeitunerscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugsvrei« monatUch 17 Mk. Für auslallende Nummer» infolge Streik» ooer elementarer Ereignisse kein Ersatz. — »erlag von Dr. E.Sitzerotd. — Druck der Unin^Buckdruckerei non

Lug. Koch, Markt 2123. — Nernwrecher 55, Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Srantiurt a. Main.

Die Mächte, welche die Note unterzeichnet haben, versuchen feftzustellen. daß Deutschland an den weiteren, Sitzungen des Ausschusses, in dem russische Fragen' behandelt werden, desinteressi.'rt sei. Düset Ausschuß ist gebildet durch den Beschluß aller auf der Kon­ferenz vertretenen Mächte und zwar nach dem Prinzip der Gleichberechtigung, das in den ,ersten Tagen der Konferenz statuiert wurde. Deutschland kann nicht anerkennen, daß einige Mächte sich'das Recht nehmen, dieses Pttnzip zu Ungunst-» Deutsch­lands abzuandern. Richt nur Deutschland, sondern auch Rußland würde hierdurch vor eine völlig neue Lage oestellh würde Rußend zugemutet, seine Angelegenheiten vor einem Ausschuß erörtert zu sehen, dem Deutschland nicht angehört.

Weiter verlautet aus nichtamtlicher Quelle, daß der Vertrag auf Wunsch der Russen und nicht der Deutschen veröffentlicht wurde.

GntWwi des EMiMWaMMs?

Paris, 19. April. Die Havasagentur teilt mit, daß Ministerpräsident Poincarä be'chlossen habe, d:n französischen Vertreter im Entschädigungsausschuß Dubois, zu ersuchen, den Ausschuß mit der durch den Abschluß des deutsch-russischen Vertrages aufg'wor enen Frage offiziell zu befassen. Der Miwsttzrpräsident werde die verbündeten Regierungen ersuchen, ihren Delegierten die gleichen Instruktionen zu erteilen, da­mit vom En-tschädigungsausschuß in kürzester Zeit das Abkommen von Rapallo geprüft tverbe.

Die Havasagentur glaubt zu wissen, daß bereits ein persönlicher Meinungsaustausch zwischen den Dele­gierten im Entschädigungsausschuß stallgesunden habe. Man sei der Ansicht, daß der Vertrag grundsätzlich gegen Artikel 248 verstoße, der die deutschen Güter und Einnahmequellen mit PriviHgien ersten Ranges ! zu Gunsten der Verbündeten belastet. Außerdem hätten

trotz aller großen Redensarten doch noch nicht damit abgefunden, daß Deutschland das Recht hat, als immerhin souveräner Staat von sich aus Ver­träge abzuschliehen. Es hat mit einer Reihe von Ländern bereits weitgehende Handelsverträge ab- -..schlchsen. Warum sollte ihm das Recht verwehrt fein, mit Rußland eine Verständigung zu suchen, nach der auch die Verbündeten 'in Genua hin­streben? Die Grundlage für die Verhandlungen der Verbündeten mit Rußland ist durch das deutsch­

ausschuß.

Dr. Wirth so« sich «ach einer Meldung nicht abgeneigt gezeigt haben, dem englischen Bor- schlag prinzipiell ,u,«stimme« und den Ver­trag für aufgehoben zu erklären. Ge­genwärtig suche man nach einer Formel, wie der Verzicht auf den Vertrag mH Rußland ausgespro­chen werden könnte. Man befürchte in Genua, daß es zu einer Spaltung innerhalb der deutschen Abordnung wegen dieser Lösung kommen werde. Namentlich Rathenau zeige stch ihr durchaus feindlich.

Wie die Blätter bemerken, kann Deutschland, obne sich moralisch herabzuwürdigen und sich vettraglich ! unfähig zu machen, seine Unterschrift nicht zurück­ziehen. Die Blätter sehen eine Möglichkeit zur Lösung darin, den Vertrag in die zwischen den SSerbünbeteX und Rußland zu schließenden Abmachungen «inzu- gliedern.

Brtmdif» d« MmdMlt.

Genf, 19. April. Die Note der neun Mächte ist der deutschen Abordnung heute früh überreicht worden. Die hier weilenden Kabinettsmitglieder sind darauf zu einer Sitzung zn' - meng- «‘.en. Die Stirn» I mung ist durchaus ruhig und fest. Man hält den deutschen Standpunkt, wonach der Vettrag mit Ruß- I land weder gegen den Vertrag von Versailles noch I gegen das Londoner Memorandum verstoße, für so völlig einwandfrei, daß er sich bei ruhiger Ueberlequng auch in den Kreisen der übrigen Mächte durchsetzen I muß, wenn die Aufregung des crf|:n Augenblicks erst nachgelassen hat. Man neigt daher zu der Ansicht, daß mit der Not« das letzte Wott noch nicht gesprochen sei, und daß die Unterzeichner selbst' im Interesse des ungestörten und fruchtbaren Fortgangs der Konferenz einen Ausgleich finden werden.

Als man der deutschen Delegation das Londoner Memorandum vorlegte, erklärten wir sofort, datz uns drei Punkte darin unannehmbar schienen. Der erste Punkt war Artikel 6, der bedeutet, datz Deutsch­land Nutzland oder einem Dritten, der an die Stelle Rußlands tritt, für die Kriegsentschädigun­gen, die Rußland aufgrund des Versailler Vertrages hätte fordern können, zur Verfügung stehen müsse. Der zweite unannehmbare Punkt war ein Artikel der zwei­ten Beilage, wonach alle industrielle unter­nehm u n g e ik, die am 1. März 1917 tn unter ausländischer Leitung standen, als au»landt>che Unternehmungen hätten betrachtet werden sollen. Da zu diesem Zeitpunkte infolge des Ktteges kein Unter­nehmen in Rußland eine deutsche Verwaltung auf- weisen konnte, tarne dies praktisch dem Ausschluß der Deutschen aus dem Kreise derjenigen aus­ländischen Industrien in Rußland gleich, die eine be­sondere Behandlung durch die Sowjetregierung ersah- ren sollten. Der dritte Punkt war Arttkel 15 der zwei­ten Beilage, der festsetzt, datz alle vor dem 1. Septem­ber 1917 in Rußland vollzogenen Enteignungen in Straft bleiben solle». Diese Enteignungen betreffe* säst ausschließlich deutsche Unternehmungen. Deutschland war also von allen Vorteilen ausge­schlossen, die ein eventuelles Abkommen mit der Towjetregieruug gebracht hätten. Diese Eindrücke der denischen Abordirung wurden den anderen Abordnun­gen anssühilich zur Kenntnis gebracht. Es wurde einem Mitglied einer sremden Abordnung entart, vag Deutschland stch verpflichtet füble, die Drobungen des Memorandums durch direkte Abmachungen mit de» Russen zu parieren. Am Freitag kam der Pressechef der ttalicnischen Abordnung, Giannini, tu der deutschen Abordnung und berichtete über Bespre­chungen zwischen Rußland und den Verbündeten, hinter verschlossenen Türen statlsanden. Giannim. fügte hinzu, datz er die Aufgabe habe, die Ansicht b« deutschen Abordnung über das Memorandum zu «v» fahren. Es wurde Ihm von den Deutschen ernan.

durch Artikel 116 Absatz 3 die Verbündeten au»< biücklich einen Vorbehalt bezüglich der Rechte Rußlands auf Entschädigungen gemacht, die Rußland nach den Grundsätzen des Vertrages erhalten hätte. Tie Sowjet- regierilng habe zwar freiwillig auf dies: Bestimmungen verzichtet. Es scheine jedoch, daß die deutsche Regierung ihrerseits einen solchen Verzicht nicht ohne Zustimmung der verbündeten Mächte hätte unter­schreiben können.

Marburg

Soimerstug, Den 20. AW

Ostertnond.

6es Versailler Vertrages ausdrücklich vorbebalten werden sollte, d. h. bas Recht, von Deutschland Kriegsentschädigungen zu fordern. Dieser Gefahr

so entspricht er ungefähr dem, was man auf Skutscher Seite zu erwarten berechtigt war. Aber allzu große Erwartungen von der Wirkfamkeit darf man sich nicht versprechen. Immerhin darf man es als einen guten Anfang begrüßen, wenn die Möglichkeit geboten wird, mit Rußland wirtfchast- ---- , , - - . . liche Beziehungen wieder aufzunehmen, die $umj ist begegnet worden durch Abschluß des Vertrages, Wiederaufbau beider Länder unabweisbar not- tn dem beide Teile auf jede Entschädigung »et-- mcnt):9 $iet U)jI^ alles davon abhängen,

richten. wieweit es die Lenker des russischen Staatswesens

Die etwaigen politischen Auswirkungen bes it .^„en y^ten e 11 i d) meinen, uni) roie= Vertragsabschlusses können wir in aller Ruhe ab- mejt hei der Zerrüttung des russischen Wirt- warten. Deutschland hat nicht den geringsten imstande fein werden, den Willen in

Grund, sich durch ungünstige Aeußerungen, die in bje umzusetzen. Ein Stachel aber bleibt Henna aus französischem oder englischem aRunbe immet no^ zurück: die Ermordung des ersten deut- gefallen ober in ber franzöfifchen Presse zu lesen ?(f)en Botscl'-afters Graf Mirbach erhält keine sinb, irgenbwie einschüchtern zu lasten. Die Vor- ^ühne, obwohl DeutManb bas früher als Vor­aussetzungen von Cannes, unter benen bis Kon- bebingung fcte Wieberaufnahme biplomatischer ferenz in Genua zusammengetreten ist, sinb burch Beziehungen gemacht hat. Bei entsprechenb zäher das deutsch-russische Abkommen nicht im mindesten uni> bestimmter Haltung der deutschen Regierung verletzt. Daß das Abkommen gegen den Ver!ail.er . - eine befriedigende Lösung erzielen

Vertrag verstoße, ist eine völlig haltlose Be-I. - ~~ - «

hauptung. Rußland selbst tritt in Arttkel 116 als pcrtragschließender Teil gar nicht auf, und des- halb kann ein Verzicht der gegenwärtigen russischen Reaierung auf Entschädigungsanfprüche jenen Ar­tikel überhaupt nicht berühren. Sollte

• die gegenwärtige russische Regierung einmal durch eine andere ersetzt werden, so könnten die Verbün­deten für diese Nachfolgerin bet Sowjet-Regierung ben Artikel ««Watnrlich wieder tn Kraft treten

T'et «n«laeiU)teU betrögt für bk 9 geh». Zelle oder deren Raum 90 Psa. R'den MiM- mek? amtlich« und auswärtige 1 JO Mk. Andere Spaltenbreiten nach entforedienbet «eteAnnna- Spät einlaufend« od«r den Raum übet >/, Sette einnehmende An- wioenftBB n»ir betätigt, nach der Tettipaltenbreite zu fetzen und zn berechnen. g*8*” «.Namen berechnen wir di« T»l.-3«il« mit 9.00 Mk. Zedrr Rabatt gilt al, BarrabaUt. Lri Auskunft durch bk SejckSfts!t«ü« und BermitUung der «nge- bot« 1 Mk. SondergebSdr.

russische Abkommen nicht int mindesten ein­

geschränkt. Es liegt also auch nicht der geringste mu veii -- --------------------------

Grund vor, tn den Arbeiten der Konferenz eine {|| ^lung getreten sind, und zwar Stockung eintreten au lasten. Es wird sich Wttttj Wunsch der Verbündeten.

zeigen müsten, ob man in Genua wirklich alle . . ßkttud

glätten. Sollte bas nicht bet Fall fein unb sollte » mit Staatsmännern der Verbündeten wider Erwarten der Abschluß des Vertrages eine aBorbnun(l. die den

nachhaltige Wirkung auf Genua ausüben, fo w,rd JfaL« Tag ausgefüllt haben. So hatten

man auch dem mit Gleichmut entgegensehen müsten. | Rmbenau mit Lloyd G

Man weiß ja, datz Frankreich nur nach einer Ge­legenheit sucht, um aus seiner isolierten Stellung ! in Genua herauszukommen. Die Behauptung, daß

Amtliches VeMndigungsblatt des Kreises Marburg

Änzeiger für (bas früher kurhestifche) Oberhejjen